<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Schmalz und Marmelade</title>
	<atom:link href="http://www.schmalzundmarmela.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.schmalzundmarmela.de</link>
	<description>Die Frühlese für Spätaufsteher in Schwerin</description>
	<lastBuildDate>Mon, 20 Jun 2011 20:07:00 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Ein lieber Dank in die Walfischbucht&#8230;</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/06/20/ein-lieber-dank-in-die-walfischbucht/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/06/20/ein-lieber-dank-in-die-walfischbucht/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 20:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1354</guid>
		<description><![CDATA[&#8230;für diesen freundlichen Rückblick auf Sonntag.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://walfischbucht.wordpress.com/2011/06/20/das-war-schmalz-und-marmelade/">&#8230;für diesen freundlichen Rückblick auf Sonntag.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/06/20/ein-lieber-dank-in-die-walfischbucht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Basta! Herr thom* las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/06/20/basta-herr-thom-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/06/20/basta-herr-thom-las/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 03:46:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1351</guid>
		<description><![CDATA[Hallo, mein Name ist Horst Schwerinski und manchmal denk ich so: Haha.

Haha!
Ganz oft. Wenn ick sone Fips Asmussen Kassette einlege, und denn hör ick den Witz von den Verkäufer, einen Verkäufer wa, der so jut is, dass der einen Mann der ne Packung Slipeinlagen haben will, jleichn neuet Auto mit Wohnwagen dran verkooft. Damit er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, mein Name ist Horst Schwerinski und manchmal denk ich so: Haha.</p>
<p><span id="more-1351"></span></p>
<p>Haha!</p>
<p>Ganz oft. Wenn ick sone Fips Asmussen Kassette einlege, und denn hör ick den Witz von den Verkäufer, einen Verkäufer wa, der so jut is, dass der einen Mann der ne Packung Slipeinlagen haben will, jleichn neuet Auto mit Wohnwagen dran verkooft. Damit er angeln jehen kann. Haha. </p>
<p>Dabei is der jut, der Witz. Der is schon mehr als 40 Jahre jut, det isn Klassiker, saubret Handwerk eines anständigen Humorschaffenden und ick denk nur: Haha. </p>
<p>Weil: Kenn ick schon. </p>
<p>Oder: Internet. Ne Katze schläft aufm Rücken und wackelt flauschig mitte Beene dabei. Süß. Haha. Kenn ick schon. Oder: Junge macht mit so chinesischen Kampfstöckern rum und haut det Kinderzimmeraquarium in Scherben. Haha. Oder  Ick krich ne E-Mail. Haha. Brauch ick nich. Haick doch schon so viele von. Überrasch mich ma. Haha.</p>
<p>Ick hab in den letzten Jahren meiner Vataschaft allet jemacht, wat da ßu machen is. Ick hab allet jesehen, wat da ßu sehen is &#8211; wenn det Kind Mittachsschlaf jemacht hat, hab ick allet jesehen. Fenster, Fernsehen, Internet. Leer. Allet leer.</p>
<p>Und och mit den Kind selbst bin ick fertich. Wir warn in Zoo, in Zirkus, in Puppentheater und sind mit der Straßenbahn einmal von Endhaltestelle zu Endhaltestelle jefahrn. Wir ham Jeburtstach jefeiert, wir ham uns n Kinderjarten anjeguckt und ein Haustier beerdigt. Wenn ick da ma so meine Kindheit als Vagleich nehme, denn ham wa dat wichtigste abjehakt. In Rekordzeit. Nu kommt nur noch erster Schnapps und erste Bettjeschichte, aba da muss ick ja nu nüscht für tun. </p>
<p>Langsam vasteh ick, wieso sich Leute an son Jummiseil hängen und denn wo runterspringen. Weil det innerlich dann einfach anders klingt, det Haha. Haaaaaaaaaaa</p>
<p>Meine Frau sacht, ick hab ne Depression. Ick sach bei Männern heißt det Alkoholismus. Sie wieder: aba nur wennde och trinkst dabei. Und denn haick kurz überlecht, trinken, trinken, trinken&#8230; Und denn isses mir wieder einjefallen. Haick ma jemacht. Und als ick denn voll war haick jedacht haha.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/06/20/basta-herr-thom-las/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Basta! Das Abschiedsbild</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/06/20/basta-das-abschiedsbild/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/06/20/basta-das-abschiedsbild/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 03:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1345</guid>
		<description><![CDATA[
Die Lesebühne noch einmal fast komplett. Nur Frau Sophie fehlt leider. Foto: Ulli Wille
Danke an alle für die großartigen fünf Jahre!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/sandmann/sets/72157627002162648/"><img alt="Foto: Ulli Wille" src="http://farm4.static.flickr.com/3039/5851604926_d39a91541c.jpg" title="Foto: Ulli Wille" /></a></p>
<p>Die Lesebühne noch einmal fast komplett. Nur Frau Sophie fehlt leider. Foto: Ulli Wille</p>
<p>Danke an alle für die großartigen fünf Jahre!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/06/20/basta-das-abschiedsbild/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Basta! Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/06/19/basta-herr-ivalo-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/06/19/basta-herr-ivalo-las/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 21:19:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1343</guid>
		<description><![CDATA[Basta!
und
Kalle, ich mach ma Schluß!

Basta!
Wenn der Kellner ewig braucht
nach dreimal Rufen erst auftaucht
und dann kalt und fade ist die Pasta
sag ihm einfach Basta!
willst du mit dem Fahrrad reisen
ganz gemütlich Landschaft preisen
hinter dir da hupt der Laster
zeig ihm deutlich deinen Basta!
willst du ordentlich mal zocken
Grand mit Vieren, das soll rocken
doch die Freunde wolln Canaster
sag zu ihnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Basta!</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Kalle, ich mach ma Schluß!</strong><br />
<span id="more-1343"></span><br />
<strong>Basta!</strong></p>
<p>Wenn der Kellner ewig braucht<br />
nach dreimal Rufen erst auftaucht<br />
und dann kalt und fade ist die Pasta<br />
sag ihm einfach Basta!</p>
<p>willst du mit dem Fahrrad reisen<br />
ganz gemütlich Landschaft preisen<br />
hinter dir da hupt der Laster<br />
zeig ihm deutlich deinen Basta!</p>
<p>willst du ordentlich mal zocken<br />
Grand mit Vieren, das soll rocken<br />
doch die Freunde wolln Canaster<br />
sag zu ihnen tschüß und Basta!</p>
<p>Was befreit und macht schnell Schluss<br />
mit allem, was Dir bringt Verdruss?<br />
was wirkt schnell, spontan, sofort?<br />
Basta! ist das Zauberwort</p>
<p>Hast Du Dir den Arm gebrochen<br />
schauen aus der Haut die Knochen<br />
und der Doktor flickts mit Pflaster<br />
sag ihm einfach Basta!</p>
<p>Die Merkel will den Euro retten<br />
und der Griechen Schulden glätten<br />
holt aus der Schatulle noch mehr Zaster<br />
sag ihr einfach Basta!</p>
<p>schwer verliebt und Händchen halten<br />
süße Küsse ewig walten<br />
sie flüstert: your my slave and I`m your master<br />
flüster leis ihr: Baby, Basta!</p>
<p>wo nur mißlich ist die Lage<br />
was macht schnell ein ein End der Klage?<br />
bringt zurück Dir den Komfort<br />
Basta! ist das Zauberwort</p>
<p><strong>Kalle, ich mach ma Schluß!</strong></p>
<p>So, Kalle, weiße wat ich mach? Ich mach Schluß!<br />
Doch echt! Obßet glaubs oda nich: ich mach Schluß. Und zwar richtig, ordentlich ratz-fatz! Ich hab dat nämlich zuletzt ma festgestellt. Es ist einfach Zeit. Für zum Schluß machen! Und ich meine so richtig, mit alles, doch, doch. Schlußstrich. Aus. Vorbei.</p>
<p>Ja, da kuckße, woll?</p>
<p>Wat?</p>
<p>Quatsch, do nich so! Ich nehm mir do jetz keinen Strick. Ne, ich meine einfach &#8211; mit dem ganzen Unsinn aufhören &#8211; dat wat nich gut is für Dich! Hab ich nämlich festgestellt. Mach ich viel zu viel. Und Du ganz sicher auch! Unnützes Zeug. Den ganzen Tach! Unproduktiv! Und jetz is einfach Zeit für &#8230;, ich sach ma, endlich vernünftig werden. Doch, doch, dat is mein Ernst!</p>
<p>Weiße, dat lenkt dich auch alles bloß viel zu viel vonne wesentlichen Dinge ab. </p>
<p>Jau, gib erst ma en Bier!</p>
<p>Dat hab ich nämlich festgestellt. Weiße, wieviel Zeit Du am Tag mitte unwesentlichen Dinge verbringst? Ne? Ja, überleg doch ma!</p>
<p>Und damit is jetzt Schluß.</p>
<p>Jau, danke, Prost.</p>
<p>Mit Bier trinken übrigens auch.</p>
<p>Doch, doch. </p>
<p>Ab morgen.</p>
<p>Komm, hör mittem Weinen auf. Dat macht mich ganz sentemental! Kuck nich, is mein Ernst!</p>
<p>Wie schaff ich nich?</p>
<p>Wette machen?</p>
<p>Also, Bier is dann das erste, womit ich aufhör. Morgen. Schwör ich.</p>
<p>Tüllich, schaff ich dat.</p>
<p>Wie? Ach Kalle, quatsch, tüllich komm ich noch zu Dir inne Kneipe.</p>
<p>Obwohl? &#8211; Ne, war gezz bloss en Scherz, Kalle, Prost!</p>
<p>Und mittem Bier, dat is dann noch nich alles:<br />
Weiße, ich will vor allem mit diesem Leben aufhören. Also mit dem sinnlosen Leben vor allem. Und ma echt was verändern. Weiße, ich hab doch noch en Ziel, Visionen!</p>
<p>Weiße, ich kann doch sicha auch ma wat Arbeiten. Wat vernünftiges. Kumma, gibt doch Menschen, die viel weniger intelligent sind wie ich, die auch Arbeiten. Beie Stadtwerke oder so. Warum ich also nich?</p>
<p>Hab do Mittlere Reife. Und dann werd ich en treusorgenden Vatter und Ehemann werden. Schwör ich!</p>
<p>Vielleicht kann ich dann auch wirklich nich mehr zu Dir kommen, Kalle.</p>
<p>Oder sieße hier einen vonne Stadtwerke rumsitzen?</p>
<p>Ebend!</p>
<p>Die sitzen nämlich woanders, mit ihre feinen Ärsche, is doch so! Die sitzen piekfein inne Stadt drinnen, hab ich gesehen.<br />
Und ich dann auch, Kalle!</p>
<p>Is traurig, jetzt für uns, aber &#8211;  man muss auch ma grausam sein, wenn ma wirklich nomma wat werden will.</p>
<p>Weiße eigentlich, was dat heißt, Kalle? Veränderung? Wat dat bedeutet?</p>
<p>Glaub ich nämlich nich, hier sieht dat doch seit 1983 genau gleich aus. Nur dat Bier is dreima so teuer.</p>
<p>Ach hör do auf. Bisken auffrrischen, täte Dir gut! Dann kommen vielleicht auch welche vonne Stadtwerke, Kalle. Mitte Zeit gehen, weiße!</p>
<p>Jau, noch en Bier.</p>
<p>Neeeeeee, halt, ha-ha, watte, gib ma ne Cola, he-he!</p>
<p>Jau.</p>
<p>Doch, is mein voller Ernst. Schon ma Probetrinken für ab morgen.</p>
<p>Und Sport mach ich auch. Ab morgen. 5 Kilometer am Kanal lang bis nach Herne.</p>
<p>Jau. Wat denkst denn Du?</p>
<p>Hier, kumma, hab ich mir ebend beiem Aldi gekauft. Jokkyschuhe! Für zum Laufen.</p>
<p>Jeder Tag, schwör ich, 100 pro!</p>
<p>Du wirs mich ga nich wieder erkennen. Musse ja auch nich, weil ich geh dann ja fein inne Stadt, ne?!</p>
<p>Jau Prost, he-he!</p>
<p>Iieehhhhhh, wat is datten? Öah!</p>
<p>Natürlich weiß ich wat dat is, Kalle, bin doch nich doof, hab doch Mittlere Reife, schließlich.  Bäh! Igitt. Wat ne Süßplörre!</p>
<p>Wat soll ich gezz pobieren? Bionade?<br />
Wat is datten?</p>
<p>Hör auf, dat is doch bloß Beschiß, dat weiß do jedes Kind mittem Biozeugs!</p>
<p>Komm, geh wech, hau ab mittem Scheiß.</p>
<p>Dann trink ich ebend ga nix.</p>
<p>Wie dann soll ich zahlen und gehen? Kannße doch nich machen, mittem alten Freund, Kalle, mittem Stammkunden! Wat bis Du den für en Wirtschaftsexperten?!</p>
<p>Wie mitte Zeit gehen?</p>
<p>Dat macht mich jetzt ganz schön traurig, Kalle, weiße dat?!</p>
<p>Du bis nacher der Klotz an meinem Bein, innem Willen vonne Veränderung! Is doch so!</p>
<p>Ich erzähl allen, wenne Kalle kennß, kannße nix werden im Leben! Jedenfalls nix vernünftiges. </p>
<p>Und weiße wat? Selbs dat is mir gezz egal. Ich hab Mittlere Reife, schließlich. Ich werd schon noch wat!</p>
<p>Un weiße wat, gezz wo die Kinder doch fast schon groß sind &#8211; können ja quasi auf eigene Beine schon stehen, sogar der Kleine. Und meine Olle freut sich do eh, wenn ich wech bin.<br />
Weiße: da kann ich doch sogar noch ma ganz neu anfangen, inne neue Stadt. Duisburg, oder so. Da gibbet bestimmt auch Stadtwerke. Und die suchen ja jetzt alle, so mitte Konjunktur un so!</p>
<p>Wat?</p>
<p>Hast ja Recht.</p>
<p>Na klar, mach noch ma eins. En kleines aber, un nich so viel Schaum!</p>
<p>Jau.</p>
<p>Danke.</p>
<p>Jau.</p>
<p>Prost.</p>
<p>So.</p>
<p>Muss dann ma.</p>
<p>Hier stimmt so.<br />
Bis morgen.<br />
Tüss!  </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/06/19/basta-herr-ivalo-las/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sonntag: Schmalz und Marmelade sagt Basta!</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/06/15/sonntag-schmalz-und-marmelade-sagt-basta/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/06/15/sonntag-schmalz-und-marmelade-sagt-basta/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 16:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Newsletter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1341</guid>
		<description><![CDATA[Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen], 
Schmalz und Marmelade wird 5 und nu heißt es Basta! Tatsächlich, um gleich mit der Tür ins Haus zu Fallen: die Geburtstagsfeier wird zugleich ein Abschied, denn die Lesebühne Schmalz und Marmelade wird es fortan in der bekannten Form nicht mehr geben.
Basta! ist neben einem Ausdruck strenger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen], </p>
<p>Schmalz und Marmelade wird 5 und nu heißt es Basta! Tatsächlich, um gleich mit der Tür ins Haus zu Fallen: die Geburtstagsfeier wird zugleich ein Abschied, denn die Lesebühne Schmalz und Marmelade wird es fortan in der bekannten Form nicht mehr geben.</p>
<p>Basta! ist neben einem Ausdruck strenger Erziehungsmethoden ja ganz simpel Schluss! Schluss mit Lustig! Saisonabschluss oder Schluss-aus-vorbei. Auf Italienisch. So wie &#8220;Basta Silvio!&#8221; oder der Basta-Pfiff bei Milano gegen Juve. Oder auch Basta! Ende der Debatta! Undemokratisch. Weil wir haben Sie/Euch ja auch nicht gefragt, ob Ihr Basta! wollt. </p>
<p>Uns haben wir übrigens auch nicht gefragt. Nur irgendwie gefühlt, es ist Zeit für was Neues und da schneidet man eben erst mal alte Zöpfe ab. Basta! Und was gäbe es da Schöneres, als den fünften Geburtstag mit Menschen zu feiern, die man in fünf Jahren lieb gewonnen hat. Also mit Euch und mit Dir und auch mit Ihnen, bei schönem Wetter, noch mal Texten und lecker Essen und Trinken. Und zum Schluss dann leise Servus zu sagen.</p>
<p>Was noch?<br />
Es gibt ein &#8220;Offenes Mikro&#8221; und ein Wünsch-Dir-Was aus 5 Jahren Lesebühne. Also wer möchte bringe eigene Texte, Lieder, Faxen und Kram mit (bei großem Andrang entscheidet das Los und die Eieruhr) und stöbere auch in unserem Archiv, was wir noch einmal zum Vortrag bringen sollen, bevor es dann tatsächlich Basta! heißt.</p>
<p>In aller Kürze:<br />
Basta! Das große Abschlussfest der Lesebühne Schmalz und Marmelade<br />
19. Juni 2011 &#8211; Schleswig-Holstein-Haus Schwerin &#8211; 12 Uhr</p>
<p>Warum Schluss ist? Nun, wir haben fünf Jahre lang Literatur, Lieder, Faxen und Kram serviert, nun soll Zeit sein für etwas Neues.<br />
Wir alle haben große Pläne, Herr ivalo improvisiert auf der Bühne, Andersen Storm hat seinen Podcast wieder aufleben lassen, Max und Tini sind eifrig mit dabei, eine Lesereihe im Goethe-Gymnasium aufzubauen, Herr thom läuft mit dem großen blauen Mikrophon im Land herum, er und auch Max suchen ansonsten gerne Dosen. Also: Wir werden vielleicht doch nicht ganz aus Eurem Blickfeld verschwinden und weil wir uns mögen, werden wir natürlich auch immer mal wieder gemeinsam auf die Bühne gehen.<br />
Der Lesebühne in dieser Form allerdings, der sagen wir Adieu.</p>
<p>Es wäre wirklich schön, wenn wir Geburtstag und Abschied mit Dir gemeinsam feiern könnten.</p>
<p>Tini, Max, Andersen Storm, Herr ivalo und Herr thom* </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/06/15/sonntag-schmalz-und-marmelade-sagt-basta/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sonderlese: 15. Mai, 12 Uhr  Drisbeth, Gartencafé Sonntagsgrün</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/05/05/sonderlese-15-mai-12-uhr-drisbeth-gartencafe-sonntagsgrun/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/05/05/sonderlese-15-mai-12-uhr-drisbeth-gartencafe-sonntagsgrun/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 May 2011 16:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1335</guid>
		<description><![CDATA[Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
wir haben einen wunderbaren Ort ausgemacht, den wir gern mit Ihnen teilen möchten: das Café Sonntagsgrün in Drisbeth. Dort residiert, serviert, sät, pflanzt, erntet, lebt und genießt die ausgewiesene Gartenexpertin und Journalistin Beate Schöttke-Penke und sie lädt gern sich Gäste ein. In ihr Café Sonntagsgrün, das wir am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],</p>
<p>wir haben einen wunderbaren Ort ausgemacht, den wir gern mit Ihnen teilen möchten: das <a href="http://www.sonntagsgruen.de/">Café Sonntagsgrün in Drisbeth</a>. Dort residiert, serviert, sät, pflanzt, erntet, lebt und genießt die ausgewiesene Gartenexpertin und Journalistin Beate Schöttke-Penke und sie lädt gern sich Gäste ein. In ihr Café Sonntagsgrün, das wir am 15. Mai auch zu dem Ihren machen wollen. Mit Lesung, mit Suppe und Kaffee, mit Lauf-Enten in Sichtweite zwischen Backsteinhaus, Gartenteich und Streuobstwiese. </p>
<p><strong>Schmalz und Marmelade lädt Sie ein ins Gartencafé Sonntagsgrün</strong></p>
<p><strong>Wann?</strong><br />
Am Sonntag, dem 15. Mai</p>
<p><strong>Wann genau?</strong><br />
Um 11.30 Uhr gibts Mittag mit Antipasti und Suppe &#8211; um 12 wird losgelesen</p>
<p><strong>Wer liest was?</strong><br />
Beate Schöttke-Penke und Christian Lehsten stellen ihr Buch vor: <a href="http://www.amazon.de/Ein-stimmungsvoller-Rosengarten-Romantisch-eingebettet/dp/3421037981/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1296069008&#038;sr=8-1">&#8220;Ein stimmungsvoller Rosengarten: Romantisch eingebettet in die Landschaft&#8221;</a><br />
Schmalz und Marmelade liest das Beste aus den vergangenen fünf Jahren.</p>
<p><strong>Wie kommen wir da hin?</strong><br />
Am schnellsten sind Sie natürlich mit dem Auto &#8211; <a href="http://www.sonntagsgruen.de/anfahrt.html">hier sagt Ihnen Google, wo Sie hin müssen.</a></p>
<p>Wenn allerdings das Wetter mitspielt und das hoffen wir natürlich, dann wollen wir mit dem Rad nach Drisbeth. Vielleicht wollen Sie ja mit? Ob die Radtour stattfindet, oder nicht, wo wir uns treffen und wo wir langfahren, das sagen wir Ihnen allerspätestens am 14. Mai, wenn der Wetterbericht zuverlässig ist &#8211; dann wiederum mit einem Newsletter und natürlich im Blog auf <a href="http://www.schmalzundmarmela.de">www.schmalzundmarmela.de</a></p>
<p>Wir freuen uns auf Sie, auf den Garten in Drisbeth, auf das Buch und den Kaffee und wir hoffen, es geht Ihnen genauso.</p>
<p>Bis zum 15. Mai!</p>
<p>i.A. Herr thom*</p>
<p>PS: Ganz unverblümt möchten wir Ihnen noch sagen, dass Sie das beste Lesebühnenpublikum sind. Ehrlich. Das allerbeste. Klug, aufmerksam, treu, liebevoll, klatscherprobt. Und&#8230;. Da gibt es aber noch etwas, dass wir sagen wollen: Es wird die vorletzte Lesung von Schmalz und Marmelade sein und wir wollen uns mit dieser Gartenlese in Drisbeth im kleinen Kreis von Ihnen verabschieden. Im hoffentlich großen Kreis tun wir das ja dann mit einer Fete namens &#8220;Basta!&#8221;, mit Musik, Büfett, Literatur, Faxen und Kram, am 19. Juni, im Schleswig-Holstein-Haus! Nun aber nicht den Kopf hängen lassen, fünf jahre sind eine lange Zeit und Sie wissen ja: Blaukraut bleibt Brautkleid und Schmalz bleibt Marmelade. Oder so ähnlich. Insofern: Bitte beide Termine in den Kalender und zwei letzte Male feiern mit Schmalz und Marmelade: 15. Mai, Drisbeth, 19. Juni, Schleswig-Holstein-Haus. Bis dann!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/05/05/sonderlese-15-mai-12-uhr-drisbeth-gartencafe-sonntagsgrun/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rot-Weiß &#8211; Blicke</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-blicke/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-blicke/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 20:48:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1331</guid>
		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1332" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2011/04/20110410_SuM_Rot-Weiß_016-500x333.jpg" alt="Blicke - Foto: Ulli Wille" title="Blicke - Foto: Ulli Wille" width="500" height="333" class="size-medium wp-image-1332" /><p class="wp-caption-text">Blicke - Foto: Ulli Wille</p></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-blicke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rot-Weiß: Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-herr-ivalo-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-herr-ivalo-las/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 19:25:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1329</guid>
		<description><![CDATA[Die Guten und die Bösen
und
Als ich einmal Polnisch lernen wollte

Die Guten und die Bösen
Noch bevor ich wusste, wie das Spiel geht, wußte ich, wer die Guten und wer die Bösen waren. Von meiner Großmutter bekam ich zum ersten Zeugnis den Schal, gestreift, so wie sie ihn alle hatten, meiner in den richtigen Farben: rot und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Guten und die Bösen</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Als ich einmal Polnisch lernen wollte</strong><br />
<span id="more-1329"></span><br />
<strong>Die Guten und die Bösen</strong></p>
<p>Noch bevor ich wusste, wie das Spiel geht, wußte ich, wer die Guten und wer die Bösen waren. Von meiner Großmutter bekam ich zum ersten Zeugnis den Schal, gestreift, so wie sie ihn alle hatten, meiner in den richtigen Farben: rot und weiß Ich wollte dazugehören und nun gehörte ich dazu.<br />
Schlimmer noch, als hinter der Engländersiedlung oder in den Zechensiedlungen zu wohnen war es, die falschen Farben zu tragen. Richtig und falsch war in etwa gleich verteilt in meiner Klasse. Wir wohnten zwar in der Nachbarstadt der Stadt, des Vereins, der die guten Farben trug, so hat sich mein Vater und vor ihm ganz sicher schon mein Großvater entschieden, doch gab es genug, die für den anderen Verein aus der Stadt hinter der Stadt mit dem guten Verein waren, warum auch immer. Besser, bzw. erfolgreicher war er zu jener Zeit nicht, im Gegenteil: die Titel lagen noch länger zurück und sein Ansehen war, sagen wir es mal, sogar etwas robuster. Nichts desto trotz, entschieden hatten sich fast alle, ich mich für rot und weiß.<br />
Wir wußten damals eher, für welchen Fußballverein ein Klassenkamerad war, als ob er evangelisch oder katholisch war &#8211; in der ersten Klasse auf der Schule, als ich dazu gehören wollte.<br />
Wenn der beste Freund für den anderen Verein war, dann war er zwar immer noch der beste Freund, doch es schmerzte. Und man hatte einen dauernden Anlaß für Sticheleien. Selbst die Mädchen mischten irgendwie mit, auch wenn sie keine Schals trugen, aber hatte der Bruder den falschen Schal, dann war auch die Schwester blöd, jedenfalls irgendwie. Abgesehen davon, dass Mädchen sowieso alle blöd waren,  irgendwie.<br />
Es gab damals noch keine Schals mit Vereinswappen oder mit Sprüchen wie &#8220;wir hassen den FC&#8221; oder &#8220;Halbfinale gegen den TSV&#8221;, oder &#8220;Ewige Freundschaft mit dem VfB&#8221;, es gab sie nur gestreift, bei uns in Blau-Weiß wenn man blöd war, oder in Rot-Weiß, wenn man zu den Guten gehörte. Der Schal, ganz einfach, grob gestrickt, von der Oma. Strickpullover war peinlich, Schal war ein Muss!<br />
So hing der seinerzeit, als er neu war, noch auf beiden Seiten bis auf den Boden, die Fransen waren nur ganz zu Anfang weiß. Und als ich wuchs, wuchs auch der Schal mit, jedenfalls eine ganze Weile. Waschen iwar übrigens nich! Das brachte ganz sicherlich Unglück für das nächste Heimspiel, soviel wußte ich schon vor dem ersten Zeugnis. Auch wenn ich nie wußte, wann das nächste Heimspiel war, noch wer der Gegner sein würde, geschweige denn, wie die Spiele ausgingen. Oder wie diejenigen hießen, die auf dem Platz standen und die Hemden trugen in den Farben meines Schals.<br />
Hauptsache Schal, Hauptsache Rot-Weiß!</p>
<p><strong>Als ich einmal Polnisch lernen wollte</strong></p>
<p>Die Prinzipien der Welt sind, wenn man es mal genau betrachtet, so kompliziert gar nicht. Es gibt Menschen, die wollen das Eine und es gibt Menchen, die wollen etwas anders. Manchmal funktioniert das bestens, manchmal kommen sich die Vorstellungen und Wünsche aber auch in die Quere, beeinträchtigen sich oder schließen sich gar aus. Verhandeln, Kompromisse, Verträge und wenn das nicht hilft Gerichte, Schiedstellen, Mediatoren.<br />
Das menschliche Miteinander unter Nachbarn, gar unter Völkern oder in Usercommunities hat sich seit der Steinzeit enorm verbessert. Falls jetzt jemand denkt hä? schon klar, dass es usercomminities noch nicht so lange gibt.<br />
Was in der Stzeinzeit die Keule, bei den Römern der Meuchelmord bis 1790 das Ehrenduell ist heute vielerrorts das gesprochen oder geschriebene Wort. Kommunikation. Miteinander reden, noch wichtiger: einander zuhören.<br />
Je mehr man da aufeinander zugeht, sein Gegenüber nicht nur im wörtlichen Sinn, sondern auch in seinen Befindlichkeiten und Gemütslagen, Sorgen und Wünschen verstehen mag, der tut sehr viel für eine fruchtbare Koexistenz.<br />
Als vertreter einer zahlenmäßig großen Bevölkerungsgruppe, die umgeben von zahlreichen zahlenmäßig kleineren Bevölkerungsgruppen diese in Urlaubszeiten regelmäßig in größeren Gruppen heimsucht – meine frühen Urlaube habe ich in den Niederlanden und in Dänemark verbracht – war es mir früh ein Bedürfnis auch die dortige Sprache zu lernen. Klar englisch, geht auch, aber das verdutzte Gesicht, den ein einziger Satz auf Dänisch bei den Schülern bewirkte, die sehr amüsiert minutenlang neben mir in Hörweite geplaudert haben, hat zwei Semester Volkshochschule gerechtfertigt. Schade, dass sie nur gleubten, ich habe sie verstanden.<br />
Nach dem relativ einfachen, bzw. einfach zuu verstehenden Nachbarn im Westen und Norden wurde ich allerdings übermutig. Ich wollte auch die Nachbarn im Osten verstehen. Nein, nicht die ehemaligen DDR-Bürger, Broiler und Co und viertel fünf hab ich schneller verstanden, als die Trabbis wieder vom Kudamm bis nach Eisenhüttenstadt zurück waren. Nein, die Polen sollten es sein. Und zwar ohne Vorbildung der großen Sprache des großen Bruders mit den lustigen Schriftzeichen. Dwa Piweu war alles, was ich sagen konnte, das Bier dort bei meinen ersten Besuchen war lecker und günstig.<br />
Ich also nach dem Standardverfahren mich versucht der Sprache zu nähern. Youtube, Sprach-CD und erstmal was aufs Ohr. Das hörte sich auch ganz gut an. Bis zur Lektion 2: Schischesche tschicheschiesche! Schatscheschetscheschetschiesche! Das war ein ganzer Satz, der sogar eine Bedeutung hatte. Die Sprach-CD hatte so einen ganzheitlicher Ansatz. Es wurden nicht Worte, nur ganze Sätze übersetzt. Und dieser Satz hieß tatsächlich etwas und er hatte verschiedene Worte in sich. Also nicht: Ja, ja, ja, ja, ja-ja, ja-ja! Sondern eher &#8220;Guten Tag, ich hätte gern 12 Brötchen&#8221;, also vom Prinzip.<br />
Aber wer sich so weigert verstanden zu werden, finde ich, der darf sich nicht wundern, wenn es bis zur Völkerverständigung noch zwei-drei Generationen dauert.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-herr-ivalo-las/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rot-Weiß: Herr thom* las, kann hier aber nicht veröffentlichen&#8230;</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-herr-thom-las-kann-hier-aber-nicht-veroffentlichen/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-herr-thom-las-kann-hier-aber-nicht-veroffentlichen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 18:50:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1325</guid>
		<description><![CDATA[&#8230;denn der Text soll zuerst woanders erscheinen. In der Mai/Juni-Ausgabe des Geocaching-Magazins nämlich.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;denn der Text soll zuerst woanders erscheinen. In der Mai/Juni-Ausgabe des <a href="http://www.geocaching-magazin.com/">Geocaching-Magazins</a> nämlich.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-herr-thom-las-kann-hier-aber-nicht-veroffentlichen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rot-Weiß: Andersen Storm las und sang</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-andersen-storm-las-und-sang/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-andersen-storm-las-und-sang/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 18:43:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1322</guid>
		<description><![CDATA[Wohl eher nicht
Rot-Weiß nicht
Rot auf weißer Haut
Hier anhören: Bevor ich es vergesse Nr. 34
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wohl eher nicht<br />
Rot-Weiß nicht<br />
Rot auf weißer Haut</strong></p>
<p>Hier anhören: <a title="Zu Andersen Storms Weblog " href="http://bevorichesvergesse.de/?p=652" target="_blank">Bevor ich es vergesse Nr. 34</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-andersen-storm-las-und-sang/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rot-Weiß: Tini las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-tini-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-tini-las/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 14:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1320</guid>
		<description><![CDATA[Frau K.
Rot-Weiß
Pommesglück

Frau K.
Es ist so ein warmes, prickelndes Gefühl in mir. So in die Knie zwingend und aufstoßend und mich schüttelnd kriecht es erst allmählich brodelnd meine Speiseröhre hoch, wird schneller und schießt schließlich als Schwall aus mir heraus. Jetzt liegt es als sie beschämt in unserem dunklen Hausflur vor mir. Und ich brülle: „Du!“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frau K.</p>
<p>Rot-Weiß</p>
<p>Pommesglück</strong></p>
<p><span id="more-1320"></span></p>
<p><strong>Frau K.</strong><br />
Es ist so ein warmes, prickelndes Gefühl in mir. So in die Knie zwingend und aufstoßend und mich schüttelnd kriecht es erst allmählich brodelnd meine Speiseröhre hoch, wird schneller und schießt schließlich als Schwall aus mir heraus. Jetzt liegt es als sie beschämt in unserem dunklen Hausflur vor mir. Und ich brülle: „Du!“ es blickt mich schulbewusst an „Du&#8212; Du komisches Gefühl! Endlich bist du raus.“ Guter Einstieg, ja, weiter so. „Du bist hier, weil ich ein Wörtchen mit dir reden will.“ Genau. „Du&#8212;fühlst dich komisch an!“<br />
Zuerst scheint sie wenigstens noch irritiert, aber ihr Blick ernüchtert sich zunehmend, im Gegensatz zu mir. Mist. Jetzt ist mir das schon wieder peinlich. Jetzt stehen wir beide  beschämt da. „Weißt du-aus meiner Position – bist du auch nicht ganz angenehm.“ Das geht aber zu weit. Ich greife zurück zu meinem roten Faden und schwinge mich daran weiter durch den verworrenen Urwald meines alkoholisierten Denkens. „Ich wollte dir nämlich mal sagen, dass das so nicht weitergeht. Ehrlich. Du musst dich entscheiden. Rauf oder Runter? Das ist wie Links oder Rechts und… Wein oder Bier und Schwarz oder Grün! Ich meine, da geht nur eins, und je länger du wartest, desto schmerzhafter wird beides.“<br />
Ihr  Blick sagt mir, das sie weiß das ich nicht weiß wohin, sie es aber weiß und sie weiß, dass ich weiß dass sie es weiß und weiß das ich es nicht von ihr wissen möchte. Oder so. Auf jeden Fall mach ich weiter: „Ja ich meine damit…“<br />
„Es ist mir klar, was Sie meinen.“ Hey, das wusste ich nicht. „Jetzt würde ich gern mal was sagen.“ Na ja, Gespräch sind ja immer zwei. Und angefangen hat sie jetzt sowieso auch schon. „ Ich weiß nur noch nicht, wie ich es anfangen soll.“ Man könnte meinen, dass sollte ihr bei ihrem Anblick doch egal sein. „Ich muss doch wohl bitten.“ Hab ich das laut gesagt? „Sie reden schon die ganze Zeit  ohne- verzeihen Sie &#8211; einen Ansatz des Denkens zu zeigen. Aber der Einstieg ist gut, vielen Dank. Sehen Sie uns doch mal an; wir haben viel gemeinsam nicht?“ Das geht jetzt aber…. „Ich meine es doch folgendermaßen: wir sind doch gerade beide nichts Halbes und nichts Ganzes, nicht wahr? Wir beide sind der trübe braune Alltagsbrei, der zwischen rauf und runter hin- und her zuckt. Und wissen Sie – ich habe beschlossen, ich ändere mich. Ich möchte anders sein.“<br />
„Soll ich Waldi holen? Wenn der dich aufschlabbert und erbricht, schaust du ganz bestimmt anders aus…“ Sie rümpft hörbar die Nase: „Ich meinte eigentlich nicht diese Art von Anders. Ich möchte raus in die Welt und etwas Erzählenswertes  erleben, anstatt in ihrer Magenhöhle eingesäuert und verdaut zu werden. Ich möchte nach Südamerika,  Schiff fahren, an den Nordpol! Ich &#8212;ich möchte Geschichtenschreiber werden. Und dafür reichen Sie mir nicht aus, tut mir Leid.“<br />
Auf die Gefahr, schon wieder prollig zu sein, muss eines mal gesagt werden: du bist meine Kotze! „Dessen bin ich mir durchaus bewusst; doch ich habe befunden, dass ich mich davon nicht hindern lasse, das zu tun, was ich mir wünsche.“<br />
Aus, Vorbei, Tiefpunkt. Nicht mal sie hat Bock auf mich. „Ach kommen Sie“ tröstet sie mich, ich hab offensichtlich schon wieder laut gedacht, „ Nehmen Sie es nicht so hart. Morgen sieht alles bestimmt anders aus, Sie sind jetzt ja noch völlig ausgetrocknet und bleich. Und &#8211; m-hüm“ hüstelt sie verlegen, „sie haben da noch etwas von mir im Gesicht. M-hüm. Nun ja.“<br />
Sie steht auf und blickt prüfend zum Hutständer, von dem sie sich schließlich Omas abgewetzten altrosa Damenhut mit Plastikstreublümchen greift und aufsetzt, dann geht sie in Richtung Tür. „Wenn Sie mich in nächster Zeit treffen sollten, wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mich Frau K. nennen und  Siezen könnten.“  Ich nicke nur noch, aber ein bisschen stolz. Ich meine, wer wird mir schon glauben, was für höfliche und intellektuelle Kotze ich habe? „Dankeschön.“ sagt sie. Mist.<br />
Sie steht schon in der Tür, doch da dreht sie sich nochmal um und betrachtet mich sehr genau. „Denken Sie daran“ sagt sie eindringlich, „Man sieht sich immer zweimal!“<br />
Und so ist sie durch die Tür verschwunden.</p>
<p><strong>Rot-Weiß</strong><br />
Sie ist wunderschön, einfach mit ihrer Anwesenheit.<br />
So herausragend aus der grün-grauen Landmasse von vertrockneten Grasbüscheln und verbrannter Erde, in der sie steht, schillernd von Farbe. Vielleicht schon etwas älter, aber ehrlich gesagt macht sie das nur noch eingängiger, attraktiver und sogar ein bisschen autoritär. Sie ist nicht irgendeine, sie ist die. Einzig. Wahre. Schranke.</p>
<p>Aber er will an ihr vorbei. Sie endlich hinter sich lassen. Schluss machen. Abhauen.<br />
Und dafür gilt es allen Charme und Wortwitz zu versprühen, obwohl das sowieso an diesen  Altmetallteilen abzuprallen scheint. Die müssen einfach um jeden Preis den Anschein irgendeiner unnötigen Ehrwürdigkeit zu wahren und sind dabei nur extrem hochnäsig und eingebildet. Und wehe man kommt ihnen auch nur ein Müh falsch. Da ist man für die nächsten fünf Jahre weg vom Fenster.<br />
Und jetzt das hier. Aber er kann nicht mehr anders.<br />
Er holt lange und bedeutungsschwanger Luft. Sein Lungenvolumen vervierfacht sich und sein Hemdknopf wackelt schon gefährlich, er lässt den Augenblick der Stille stehen, um diese unglaublich überzeugende Atmosphäre einzufangen – jetzt setzt er seinen vertrauenswürdigsten und zugleich ernsten Blick und sein allerbreitestes Lächeln auf, sein Mund öffnet sich und er bietet es ihr dar wie auf Silber:„Bitte.“<br />
Der Hauch des Wortes hängt kurz und schön als leichte Brise der Hoffnung in der Luft. Er kann es spüren – jetzt wird sie es sagen und dann wird er &#8211;<br />
„Nein.“<br />
Wusste er. Als wenn eine Schranke jemals etwas Anderes beim ersten Mal rausbrächte.<br />
„Oh bitte!“ säuselt er. „Nein.“ „Es ist aber absolut-“ „Nein.“ „Und wenn-“ „N-E-I-N.“ „Und wenn ich kein Nein verstehe?“ „Niemals.“<br />
Er heuchelt ein falsches Lachen über seine aufsteigende Wut. Das die auch  immer so starrköpfig sein müssen.<br />
„Ich weiß genau, wohinter du her bist.“<br />
 Aha.<br />
„Ich sehe doch, wie du sie anstierst.“ Oh, sie weiß es tatsächlich. Und er hatte angenommen, die gucken niemals hinter sich, was ein Reinfall. Doch leugnen will er jetzt auch nicht mehr: Hinter ihr steht: DIE ANDERE.<br />
Die Figur eines weit entfernten und jetzt so greifbar nahen Traumes, so wonniglich rund und wohl geformt, so eindeutig, handfest und unumstößlich, unverrückbar in all der porzellanenen Schönheit. Straffes, weißes Diensthemd, schwarze bürokratisch anmutende Hose. Blond; natürlich, mit Locken deren Kringel Abenteuer in die Luft schreiben, dabei die Arme in die Hüfte gestemmt, die Ellenbogen scheinbar schon in Richtung des Vollzuges deutend, aber er darf jetzt nicht sabbern. Die Brille zwinkernd auf der Nase ein wenig vorgerückt und mit langen Wimpern klimpernd steht dort:<br />
Agentin U.N.G.<br />
Fräulein Agentin Versuch U.N.G. Ein Fräulein, vor dem kein Kraut gewachsen ist – und eigentlich auch keine Schranke wachsen sollte. „Ja“ legt die Schranke jetzt spitz ein, „ du geiferst schon vor Lust du unersättlicher Lümmel, aber ich bin eine SCHRANKE. S-C-H-R-A-N-K-E. An mir gibt’s keine Schlupflöcher, keine Ausnahmen, kein Weg vorbei. Haha.Ha.“<br />
Ihr tonloses Lachen klingt wie Drahtbürstenschrubben und es sagt ihm alles.<br />
Sie ist eifersüchtig. Niedlich. Nein – Bösartig! Gnade! Wer von einer Schranke verdächtigt wird, ist praktisch  schon vom bürokratischen Dschihad gefressen. Soviel hatte er während dieser Beziehung gelernt. Und der bürokratische Dschihad ist groß. Und Mächtig. Und Grau. Und voller Formulare. Er beginnt zu winseln.<br />
Die Arme in die Luft werfend reißt er sich zu Boden und wühlt und wälzt sich im Dreck, während er schreienderweise klagt: „Ich Unheiliger! Ich Ignorant! Habe mich verleiten lassen, obwohl ich dich doch bereits vor mir habe, ich unterwürdigestes Gekreuch aus Mutter Erde Schoß!“<br />
„Nun..“ will Schranke anfangen.<br />
„Nein. Ich weiß, was zu tun ist.“<br />
Das überrascht sie. „Was denn?“<br />
Versteckt holt er tief Luft, denkt ein letztes Stoßgebet und vergräbt dann sein Gesicht tief und lange im Matsch. Sehr lange. Seine Lungenflügel biegen sich unter dem hin-und her zuckenden Kohlendioxid, das sich verzweifelt einen Ausweg sucht. Komm schon murmelt er lautlos. Mit jeder Sekunde wächst das Gas in seiner Brust zu einen noch größerem Ungetüm. Komm…<br />
Ein unsicheres Hüsteln und dann: Erlösung. „Du-kannst jetzt wieder hochkommen…Ähm…wenn du noch lebst.“ Das Gasmonster brüllt triumphierend und leitet so den schwersten Teil der Inszenierung ein: Er zwingt sich, das Gesicht in langsamster Slow Motion zu heben und das Riesentier nicht abprubt aus und sofort ein Neues einbrechen zu lassen; tröpfchenweise lässt er das Tier schrumpfen, mit jedem Millimeter nach oben und lässt  das neue wachsen, bis er auf einer wahrhaft eindrucksvollen, sinntragenden  Höhe ist: zwei Zentimeter über dem Schlamm.<br />
Jetzt muss er etwas Sagen und es muss das richtige sein, etwas, das nur Gnade als mögliche Gefühlsregung zulässt &#8211; es muss episch sein, zugleich natürlich und irgendwie vertraut, dezent heroisch, mit ein wenig Einsamkeit in der Formulierung, einer Spatelspitze Pathos und vor allem REUE&#8212;-<br />
„Mit Toten spricht man nicht.“ sagt er und will seinen Worten hinterher schreien, dass sie zurückkommen sollen. Jetzt wird der Dschihad kommen und ihn schlucken, und er wird nie wieder frei sein, denn mit so einem Spruch ist nicht mal ein Baustein zu überzeugen.<br />
„Nun“ hüstelte die Schranke ein wenig eingeschüchtert „man muss ja nicht gleich.“ Sie bricht ab, offensichtlich platzend vor Stolz.<br />
Das ist unfassbar, denkt er, so unfassbar &#8212; beschränkt.<br />
„ Nun ja.“ sagte die Schranke noch mal, „Ich bin ja auch nur eine Schranke, nicht? Aber für uns Schranken gibt es nun einmal nur zwei Möglichkeiten: Man verehrt oder bricht uns.<br />
„AHA!<br />
„Wie?“<br />
Krchnkrachknorzquietschnuauffschrrachtonk.</p>
<p>Und er steigt über die Trümmer<br />
Nun wird er leben wie noch nie<br />
Wo und wie er hat kein Schimmer<br />
Es lebe fort die Anarchie.</p>
<p><strong>Pommesglück.</strong><br />
„Cheinmal Poomees rrroot-weiiß biette.“<br />
Das bestellte Kalash jeden Tag bei mir, immer mittags viertel nach eins, sechs Tage die Woche, am siebten kochte seine Frau, so ging das seit vier Jahren. Er war Bauarbeiter im Bürogebiet. Kaum stand ein neues Glasmonstrum, war das andere nicht mehr schick genug. Und so stand er dort am wackligen weißen Steh-Klapptisch und mampfte Pommes rot-weiß, jeden Tag.<br />
Kalash war Russe und verdiente als Bauarbeiter bestimmt nicht viel Geld, trotzdem hatte er 5 Kinder, von denen 4 bereits Enkelkinder mit nach Hause brachten und auch regelmäßig dort ließen. Er lebte in einer ausgebauten Gartenlaube in einer kleinen Grüngartenanlage am Rande der Stadt, deren Dach er permanent flickte, dessen Überholung für ihn allerdings nicht zu haben war, weswegen ihm die pensionierten Nachbarn wegen optischer Verschandelung der Anlage alle zwei Monate verklagten. Er besaß kein Auto sondern fuhr Bahn oder ging zu Fuß. Auf jeder Baustelle wurde er belächelt für seinen starken Akzent mit den viel zu langen Vokalen, den lustig gerollten r’s und  ch’s an falscher Stelle und jeder Arbeitgeber zahlte ihm höchstens den halben Lohn.<br />
Das war eine grobe Übersicht der Dinge, die ich Kalash beim Essen aus der Nase gezogen hatte. Was ich jedoch immer noch nicht wusste, war, warum Kalash trotz alle dem so lächeln  konnte. Im Gegensatz zu all den grauen, hastenden Büromenschen und auch allen anderen Bauarbeitern. Kalash trug praktische, ausgeblichene Kleidung und geflickte Arbeitshosen, die Mütze auf seinem Kopf war das Erbe seines Großvaters, hatte also ergo beide Weltkriege gesehen und sah dementsprechend aus. Das Einzige, was aus der Kleidersammlung herausragte, waren Hände und Gesicht. Sie hatten den eigenwilligen, gegerbten Braunton, der vom vielen Aufenthalt draußen zeugte und waren übersät mit kleinen Narben und Wunden der harten, körperlichen Arbeit. Aber ich kannte keinen Menschen mit so vielen Lachfalten im Gesicht. Ja, wenn Kalash anfing zu lachen, war man glücklich genug, die stattfindende Apokalypse zu vergessen; die vielen Fältchen schienen sich zu einem verkehrten Regenbogen zu formen, der sich am Himmel spiegelte.<br />
„Alles klar. Wie geht’s dir, Kalash?“ „Guut. Uund dier?“ „Gut. Wie geht’s deiner Frau?“ „Seehrrr guut. Meiine kleiinstee Enkeelien chaat geeraade Laufeen geleerrrnt uund ien sieben Woochen kaann Iyonna uuns besuuchen kommen.“ „Schön. Haben deine Nachbarn also eine Pause eingelegt?“ „Siie weechseln geeraade deen Aanwaalt, chaberrr meiin Soohn saagt, deen kriiegt er auch weiich. Siie sietzen dafuurrr gaanzen Taag hienterrr Cheecke uund beoobachten meiine Zwiellinge beiim Fuußball.“ „Und der Bau? Wie kommt der Bau voran?“ „Beesteens. Iech glauubee aaberrr, Herrr Schuulzee – wie cheiißt- verrrmeiiert miech. Iech arrrbeiite iemmerrr einee Stuunde längerrr als Anderrree. Aberrr iech werrrdee iehm zeigeen, waas bedeuteen Arrrbeit Kalash.“<br />
„Na gut. Hier sind deine Pommes, Kalash.“ Ich hatte ihm einmal angeboten, ihm mit seinen ausländerfeindlichen Chefs zu helfen. Da hat Kalash mir sehr ernst, vertraut und ganz ruhig erklärt, dass er als 8-jähriger mit seiner Familie zu Fuß von Weißrussland bis nach Deutschland gelaufen war und er hätte seinen Vater nicht einmal gefragt, ob er den Rucksack abnehmen und auf den Wagen legen dürfe. Es ginge ihm einfach wider die Moral zu jammern. Seitdem sagte ich dazu nichts mehr.<br />
„Ich hab mir auch Pommes gemacht. Ich stell mich zu dir, ja?“ „Daanke, daas iest neet.“  Wir schwiegen ein bisschen und ließen die Pommes zwischen unseren Kiefern krachen, während graue Büromäuse an uns vorbei zu ihren Glasmonstern hasteten und uns dabei einen abfälligen, kopfschüttelnden Seitenblick zuwarfen. „Chaast duu cheutee gaar keiinee luustiegee Frrraage füürrr miech?“ fragte Kalash und grinste, weil ich rot wurde. „Lustige Frage?“ versuchte ich abzutäuschen. „Wiee iech überr Deeprrressiioneen deenke oderrr ob iech miech naach frrrüherrr seehnee.“<br />
Ach was sollt’s. Ich hatte den ganzen gestrigen Abend über eine neue Frage nachgegrübelt mit der ich seinem Geheimnis näher kommen könnte und jetzt wollte ich eine Antwort haben, auch wenn er mich dafür milde belächelte. „Ist es dir nicht langweilig, Kalash?“ „Wiie meiinst duu?“ „Naja- du arbeitest, isst Pommes und gehst dann heim zu deiner Familie. Arbeit, Pommes, Familie. Seit vier Jahren futterst du Pommes rot-weiß! Ist dir das nicht mal über?<br />
„Meiine Faamilieee iest seehrrr schneell und wuuselieg. Iech brrrauchee auch eiin biesschen Beeständiegkeiit. Und iech essee jeedeen Soonntaag eetwaas aanderrrees aals Poomees.“<br />
„Und du willst nicht manchmal etwas ganz Anderes?“ Da lachte Kalash sein tolles Lachen.<br />
„weiißt duu, meiin Mädcheen: Iech sietze jeeden Aabeend drrraußeen. Iech trienkee eiin kaaltes Bierrr, meiinee Frrrau errrzählt mierrr voon deen Naachrrriechten uund uunserrren Kienderrn uund diee Zwiellienge spiieleen fußbaal. Uund Geesterrrn Aabeend hhaabe iech meiine Naachbarrn duurch eiin Looch ein deerrr Checke geeseehn. Beiidee! Siee chaaben meiinen Eenkeeln zugeseehen. Uund chjeetzt weiiß iech, waarrruum siee chiemmerrr soo sauerrr guucken. Siie chaben es niecht, aabeerrr iech: Iech  chabe meiin Glüück geefuunden.“ Und lächelnd lehnt er sich ein Stück zurück und schaut mich sehr zufrieden an.<br />
So zurückgelehnt lächelnd sieht er aus wie mein Opa, der sich freut, weil seine Enkelin aus Wallenstein zitieren kann.<br />
Oder wie mein Onkel, nachdem ich auf der Jugendweihe den dritten Eimer gefüllt habe.<br />
Mein Bankberater, der mir den Kredit für die Bude gewährt hat und von der Provision ein Kinderrad kaufen wollte.<br />
Mein Vorgänger, der endlich seine Bude los war.<br />
Mein Klassenlehrer, der mir wieder zünftig einen reingedrückt hat.<br />
Meine Mutter nachdem ich ihr erklärt hatte, dass ich ausziehen würde.<br />
Meine Schwester am Traualtar.<br />
Und dann sieht Kalash aus wie ich. Wow-ich habe Falten wie ein Mops und sollte eindeutig weniger Pommes essen. Aber dann könnten diese ganzen Röllchen und Fältchen sich auch gar nicht krümmen und hüpfen, während ich aus voller Kehle lache. Schallend und strahlend wie zwanzig Neon-Honig-Sonnen. Die Bretter in meinem Kopf fallen wie ein Dominospiel, ich sehe Lottozahlen an mir vorbeifliegen und ignoriere sie, denn vor mir steht Fred und sagt: „Mensch-wir werden Eltern!“ und ich fühle mich zehn kilo leichter obwohl mir im Zeitraffer eine Kugel wächst. Denn es ist schön und richtig und endlich leicht. Wie Kalashs Lachen.<br />
Dann steht da wieder nur Kalash. Ich bemerke, dass ich ziemlich breit grinse.<br />
„Duu siiehst chübsch aus, wenn duu lächeelst. Schmeecken Poomees gleiich nooch beesserrr.“ „Schön“ stammle ich und muss wieder grinsen. „Iech muus chjeetzt zuurrrück zuurrr Aarrrbeiit. Bies moorrrgen.“ „Ja-bis morgen Kalash.“ Ich sehe dem alten, sonnengegerbtem Russen nach, wie er straff davon marschiert. Ich winke ihm, obwohl er nicht guckt. Mir ist so anders. Ich beschließe, schwanger zu werden und weiß gleichzeitig, dass ich nichts mehr beschließen muss. Ich gehe zurück in meine Bude, kniee mich unter die Theke und breche drei Eimer voll, wobei ich aus Wallenstein zitiere. Ich habe die richtige Frage gestellt, obwohl ich weniger darauf eine Antwort bekommen habe.<br />
Und alles- ist leicht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-tini-las/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rot-Weiß: Max las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-max-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-max-las/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 13:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1318</guid>
		<description><![CDATA[Der Hohn des Telefon
Kontraproduktiv

Kontraproduktiv
1 Minute seit Fahrtbeginn
Das Auto ist voll. Zum ersten mal haben wir nichts vergessen und müssen nicht nochmal zurück.
Alles ist verstaut: Die Koffer, die Pakete, der Hund und meine Schwester. Alle sind glücklich, denn in zwei Stunden werden wir bei Oma mit einer dampfenden Tasse Kakao empfangen.
Und morgen ist Weihnachten!
3 Stunden seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Hohn des Telefon</p>
<p>Kontraproduktiv</strong></p>
<p><span id="more-1318"></span></p>
<p><strong>Kontraproduktiv</strong><br />
<em>1 Minute seit Fahrtbeginn</em><br />
Das Auto ist voll. Zum ersten mal haben wir nichts vergessen und müssen nicht nochmal zurück.<br />
Alles ist verstaut: Die Koffer, die Pakete, der Hund und meine Schwester. Alle sind glücklich, denn in zwei Stunden werden wir bei Oma mit einer dampfenden Tasse Kakao empfangen.<br />
Und morgen ist Weihnachten!</p>
<p><em>3 Stunden seit Fahrtbeginn</em><br />
Es schneit.<br />
Und zwar waagerecht.<br />
Auf einer Skala von 1 bis 10 kriegt der Schneesturm, der sich da draußen gerade abspielt eine glatte 11. Die Autobahn eins versinkt mit jeder Minute tiefer im Chaos und wir stecken mitten drin.<br />
Im Fernsehen hatten sie noch gesagt, dass der Treibhauseffekt für warme Winter sorgen wird. Aha. Ich merk&#8217;s&#8230;<br />
Außerdem bekomme ich langsam Platzangst und es fängt an komisch zu riechen. Der sanfte Duft eines halb gegessenen McDonald&#8217;s Maxi-Menüs mischt sich mit den säuselnden Darmwinden des Dackels hinter mir. Ich hätte jetzt nichts gegen Guantanamo.</p>
<p><em>4 Stunden 17 Minuten seit Fahrtbeginn</em><br />
Der Typ im Radio rattert seit einer viertel Stunde Unwetterwarnungen und Verkehrsmeldungen herunter, ein Wunder, das der noch Luft kriegt. Aber verstehen kann ihn sowieso keiner, weil meine Schwester wieder in eine Mischung aus Heulen, Kreischen und Gurgeln verfallen ist.<br />
Das nützt sowieso nichts: Wir Stehen seit einer Stunde.<br />
Ich will Papa fragen, ob er Oma anrufen kann, weil wir ein klitzekleines Bisschen zu spät kommen, aber ich lasse es lieber: Er hat rote Ohren. Eigentlich ist es ganz praktisch wenn man den Gemütszustand eines Menschen an seinen Ohren ablesen kann, aber derzeit sind sie dunkelrot und ich kann förmlich sehen wie sich eine dünne Rauchsäule daraus empor windet.</p>
<p><em>4 Stunden 48 Minuten seit Fahrtbeginn</em><br />
Der Labersack  im Radio ist endlich verstummt. Nur gelegentlich dringt ein leises Schluchzen aus dem Apparat. Der menschliche Verstand ist für soviel Schnee und Leid einfach nicht gemacht. Da schau ich mir lieber die Apokalypse an. Live in Farbe und vor meinem Fenster. Ein Eichhörnchen fliegt vorbei. Es guckt verdutzt. Kein Wunder, so hat es sich die globale Erwärmung sicher nicht vorgestellt.<br />
Ich frage mich ob ich jemals soviel Schnee gesehen habe. Mein Opa würde diesen nassen, weißen Schmutz wahrscheinlich als „kontraproduktiv“ bezeichnen, wie er wie ein riesiger Marshmallow die Straßen verstopft.<br />
Papas Ohren sind jetzt weinrot.</p>
<p><em>5 Stunden 21 Minuten seit Fahrtbeginn</em><br />
Das Auto liegt jetzt völlig ruhig da. In stiller Resignation gammelt sein Inhalt vor sich hin, irgendwo zwischen Apathie und Wachkoma. Bis auf Papa, der dampft weiter.<br />
Im Kofferraum quiekt der Hund. Die arme Wurst will natürlich Gassi gehen, aber das geht nicht. Ich glaube ich habe da draußen einen Eisbären gesehen.<br />
Da warte ich lieber weiter auf die Kerle die in den Nachrichten alle mit Decken und heißen Getränken versorgen, aber ich glaub, da kann ich lange warten.<br />
Zustand von Papas Ohren: Purpur.</p>
<p><em>6 Stunden seit Fahrtbeginn</em><br />
Irgendwie komme ich mir vor wie in einer schlechten Realityshow.<br />
4 Menschen für 6 Stunden auf 4 Quadratmetern gefangen. Den eigenen Ausdünstungen schutzlos ausgeliefert. Bleibt nur zu warten bis einer durchdreht oder beginnt ein Familienmitglied anzuknabbern.<br />
Und der blöde Hund ist im Kofferraum Gassi gegangen.<br />
Die Einzige, die das nicht stört ist Mama. Die schläft seit 6 Stunden. Oder ist erstickt. Würde mich nicht wundern.<br />
Papas Ohren sind jetzt lila.<br />
Ich blicke wieder nach draußen in die weiße Nacht.<br />
Dann wird mir eins klar:<br />
Es ist Winter.</p>
<p><strong>Der Hohn des Telefon</strong><br />
Im Sommer herrscht in Schwerin eine große Nachfrage an Pensionen, Hotels und Unterkünften. Unglücklicherweise hat meine Familie eine Pension, aber glücklicherweise haben sie mich als strafversetzten Sekretär. Also schiebe ich mal wieder Telefondienst. Das wäre halb so schlimm, hätten wir nicht „Pipi Langstrumpf“ als Klingelton.<br />
An einem Sonntag um halb zehn liege ich also auf dem Sofa und gucke Fernsehen. Das Telefon klingelt. Düdü. Zum siebten mal an diesem Morgen. Ich gehe ran.<br />
„Pension am Lewenberg, Max Darsow am Apparat, guten Tag.“ , sage ich mit gespielter Freude. Eine zögernde, möglicherweise männliche Stimme antwortet mir.<br />
„Hallo, ähm spreche ich mit der Pension am Lewenberg?“, ich dachte ich hätte das gerade erwähnt, aber ich antworte stattdessen:<br />
„Ja, da sind sie richtig.“<br />
Eine kurze Pause.<br />
„Vermieten sie auch Zimmer?“, fragt es aus dem Telefon.<br />
„Wir sind eine Pension, also ja, wir vermieten Zimmer.“<br />
Stille. Noch mehr Sttille.<br />
„Möchten sie denn vielleicht ein Zimmer buchen?“, mache ich einen Versuch.<br />
„Ähm, ähm, ja?“<br />
Ich liebe ja solche Leute, die immer gleich zum Punkt kommen.<br />
„Für wann möchten sie denn ein Zimmer buchen?“<br />
„Öff, tja, Sommer denke ich.“<br />
Langsam werde ich ein klein wenig gereizt.<br />
„Könnten sie das nicht ein Bisschen päzisieren?“<br />
„Öchoahh. Ich, äh, ähm. Da muss ich kurz überlegen&#8230;“<br />
„Also, ich mach Ihnen einen Vorschlag: Sie überlegen sich, ob und wann sie ein Zimmer brauchen und melden sich dann wieder.“<br />
Dieser plötzliche Verlauf der Unterhaltung scheint meinen Gesprächspartner zu überfordern.<br />
„Öh, ähm, jaa&#8230;“<br />
„Schönen Tag noch“, sage ich, dann lege ich auf.<br />
Ich hab den Knopf noch gar nicht gedrückt, da klingelt es schon wieder. Düdü.<br />
„Pension am Lew&#8230;“<br />
„Ah guten Tag Herr Darsow!“, unterbricht mich eine barsche Stimme, „ich wollte mich nur noch einmal melden um über unser letztes&#8230;“ „Hier ist Max Darsow, rufen Sie bitte später noch einmal an wenn mein Vater zu sprechen ist. Auf Wiederhören.“ Und Auflegen. Unverschämter Kerl, denke ich, mir einfach ins Wort zu fallen. Außerdem hab ich Wochenende. Aufs Sofa sinken. In die Kissen. Düdü. Ich spüre wie mein Auge zuckt. „Pension am Lewenberg, Max Darsow am Apparat, guten Tag.“<br />
„Hallo, ähm, spreche ich mit der Pension am Lewenberg?“ Der schon wieder.<br />
„Ja das ist richtig. Haben sie sich jetzt entschieden?“<br />
Keine Antwort. Man hört es denken.<br />
„Ähm. Ja?“<br />
„Gut, und für wann möchten sie dann ein Zimmer haben?“<br />
Grübeln.<br />
„Ich glaub Juli. Vielleicht&#8230;.“<br />
„Und wann im Juli?“<br />
„Öff.“<br />
„Ich denke Sie melden sich wieder wenn sie sich entschieden haben. Guten Tag!“<br />
 So. Jetzt aber Wochenende. Düdü.<br />
„Pension am Lewenberg. Max Darsow am Apparat, guten Tag.“<br />
„Ach hallo Andrea, hier ist die Ines. Ich wollt noch mal mit dir reden, wegen dem nächsten Kochabend und außerdem&#8230;“ „Hier ist ihr Sohn, Max. Meine Mutter ist leider gerade nicht zu Hause. Tschüss.“ Und weggedrückt.<br />
Wieder einmal stelle ich mir die alten Fragen: warum ich? Warum am Sonntag? Und warum&#8230;<br />
Düdü.<br />
„Hallo?“<br />
„Öhm, guten Tag, ähm. Ist da die Pension am Lewenberg?“<br />
Ich werd noch bekloppt. Aber jetzt reichts.<br />
„Nein hier ist die Pizzeria Roma und wir haben Sonntags geschlossen. Eigentlich auch sonst immer. Rufen sie also am besten NIE wieder an!“Weggedrückt. Und das Telefon schweigt. Düdü.<br />
Denkste.<br />
„Pension am Lewenberg, Max Darsow am Apparat. Und ja wir vermieten Zimmer. Und nein ich bin  nicht Herr Darsow, oder Frau Darsow, ich bin ihr Sohn. Oder Opfer wie mans nimmt!“</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-max-las/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sonntag: Schmalz und Marmelade liest Rot-Weiß</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/07/sonntag-schmalz-und-marmelade-liest-rot-weis/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/07/sonntag-schmalz-und-marmelade-liest-rot-weis/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 17:43:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1316</guid>
		<description><![CDATA[Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
Rot-Weiß ist Pommes, ist Fußball, ist Fahnenkult und Fieberthermometer. Rot-Weiß ist Sascha Lobo, Heuschnupfen und Taschentuch und Erdbeeren mit Sahne. Und die Tapete nach einem Filzstiftangriff ist auch Rot-Weiß. Deshalb und weil Schmalz irgendwie weiß und Marmelade, so man will, irgendwie rot sein kann, ist Rot-Weiß das perfekte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],</p>
<p>Rot-Weiß ist Pommes, ist Fußball, ist Fahnenkult und Fieberthermometer. Rot-Weiß ist Sascha Lobo, Heuschnupfen und Taschentuch und Erdbeeren mit Sahne. Und die Tapete nach einem Filzstiftangriff ist auch Rot-Weiß. Deshalb und weil Schmalz irgendwie weiß und Marmelade, so man will, irgendwie rot sein kann, ist Rot-Weiß das perfekte Thema für eine unentschiedene Aprillese auf den Brettern des Freischütz am Schweriner Ziegenmarkt. Also laden wir ein mit Winkelement und Wattewölkchen &#8211; wir wären froh Sie zu sehen, am kommenden Sonntag und ebenso froh wären wir, wenn Sie so freundlich wären, den Termin weiter zu sagen:</p>
<p><strong>Sonntag, 10. April, Freischütz am Ziegenmarkt, Schwerin </strong><br />
Schmalz und Marmelade &#8211; die Schweriner Lesebühne<br />
<strong>Thema:</strong> Rot-Weiß<br />
<strong>Gast:</strong> Siegfried Jürgensen*<br />
Frühstück mit Schmalz und Marmelade ab 11.30 Uhr &#8211; Texte vor die Nase um 12 Uhr</p>
<p>*Siegfried Jürgensen nimmt uns mit in eine Kindheit in Schleswig-Holstein &#8211; &#8220;Der Familienpapagei&#8221; heißt seine Sammlung &#8211; wir sind sehr gespannt. Wenn er nicht schreibt ist Siegfried Jürgensen Leiter der Schuldnerberatung Lichtblick in Schwerin. </p>
<p>Wir freuen uns auf Sie, auf den Sonntag und eine Lese Rot-Weiß!</p>
<p>i.A. </p>
<p>thom*</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/07/sonntag-schmalz-und-marmelade-liest-rot-weis/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Himmel und Erde: Max las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/18/himmel-und-erde-max-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/18/himmel-und-erde-max-las/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 19:24:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1313</guid>
		<description><![CDATA[Herr Schmoo
Der Fremde

Der Fremde
Montag,
Liebes Tagebuch,
Heute morgen als ich aufgestanden bin ist mir etwas seltsames passiert. In unserem Treppenhaus ist mir ein fremder Mann begegnet. Der hatte ein glattes rotes und pausbäckiges Gesicht, aber er kam mir irgendwie gruselig vor. Wahrscheinlich war es ein Heizungsableser oder so. Ich werde mal Mama fragen.
Dienstag,
Ich habe Mama gefragt aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herr Schmoo</p>
<p>Der Fremde</strong></p>
<p><span id="more-1313"></span></p>
<p><strong>Der Fremde</strong><br />
Montag,<br />
Liebes Tagebuch,<br />
Heute morgen als ich aufgestanden bin ist mir etwas seltsames passiert. In unserem Treppenhaus ist mir ein fremder Mann begegnet. Der hatte ein glattes rotes und pausbäckiges Gesicht, aber er kam mir irgendwie gruselig vor. Wahrscheinlich war es ein Heizungsableser oder so. Ich werde mal Mama fragen.</p>
<p>Dienstag,<br />
Ich habe Mama gefragt aber sie hat gelacht und gemeint, das müsse ich schon selbst herausfinden. Ich habe Papa jetzt schon seit zwei Tagen nicht mehr gesehen. Langsam frage ich mich wo er ist und ob der Dicke von gestern etwas mit seinem Verschwinden zu tun hat.</p>
<p>Mittwoch,<br />
Papa ist immer noch nicht aufgetaucht, aber der Dicke war heute zum Abendessen da. Natürlich hab ich mich nicht zu ihm gesetzt, wer weiß wer das ist. Ich befürchte, das Papa abgehauen ist, weil Mama einen neuen Freund hat. Aber warum dann so einen komischen zwielichtigen Typen, ich dachte immer Mama hätte Geschmack! Vielleicht hat der Dicke Papa aus dem Weg geräumt, damit er Mama ganz für sich allein hat. Ich werde ihn überwachen müssen.</p>
<p>Donnerstag,<br />
Noch immer keine Spur von Papa, aber Mama behandelt den Dicken, als würde er fest zur Familie gehören. Vielleicht ist das alles eine große Verschwörung in der Papa entführt und dann durch den Dicken ersetzt wurde. Und dann haben sie meine ganze Familie einer Gehirnwäsche unterzogen und nur mich übersehen. Ich muss nur noch herausfinden wer hinter der ganzen Geschichte steckt. War es der Geheimdienst, oder vielleicht die Freimaurer. Und was haben die Illuminaten damit zu tun? Ich werde es herausfinden. Aber zuerst muss ich den Dicken ausschalten.</p>
<p>Freitag,<br />
Ich bin mir jetzt fast sicher, dass Außerirdische hinter der Entführung stecken. Sie haben meinen Vater entfernt und durch eine dicke, pausbäckige Überwachungsdrohne ersetzt um die Menschen auszuspionieren. Ich habe versucht die Regierung anzurufen, aber da ging niemand ran. Vielleicht sind die auch schon infiltriert. Meine Freunde glauben mir nicht, aber wahrscheinlich sind das auch alles Außerirdische.  Ich schreibe ihre Namen bei Gelegenheit auf meine Verdächtigenliste. Ich habe die Sonde noch nicht ausschalten können, ich kenne ihre Schwachstelle noch nicht. Aber ich werde erst einmal versuchen sie auf die herkömmliche Weise aus dem Weg räumen. Zum Glück weiß ich wo Papas Gewehr liegt.</p>
<p>Samstag,<br />
Die Drohne ist heute den ganzen Tag zuhause geblieben. Ich versuche sie nicht zu auffällig zu überwachen, sonst schöpft sie Verdacht. Ich befürchte sie hat vor Mamas Gehirn zu essen. Ich habe begonnen mein Zimmer mit Alufolie auszukleiden, die  Außerirdischen können vielleicht meine Gedanken lesen. An Papas Gewehr bin ich nicht rangekommen. Ich wusste die Kombination vom Waffenschrank nicht. Aber ich habe mir eine Rohrzange genommen, um es zu erledigen. Ich warte bis die Drohne allein ist, sonst mache ich Mama nur Angst. Aber die werden ihr Gehirn nie kriegen!</p>
<p>Sonntag,<br />
Mama hat mich gefragt warum ich heute nur Alufolie anhabe, aber ich habe ihr nicht geantwortet, sie wird schließlich überwacht. Ich lege mich mit der Rohrzange auf die Lauer und warte den passenden Moment ab, um die Drohne zu eliminieren. Ich schreibe wieder wenn es erledigt ist.</p>
<p>Noch einmal Sonntag,<br />
Ich war mit Mama und dem Anderen in der Küche und sie hat mit mir geschimpft, weil wir keine Alufolie mehr haben. Und dann hat sie gesagt, ich soll mich nicht so aufregen nur weil Papa sich den Bart abrasiert hat. Dann hab ich die dicke Drohne angeguckt und hab gemerkt, dass das Papa ist und er gar nicht entführt wurde und es gar keine Drohne gab und ich Papa nur nicht erkannt habe, weil er keinen Bart mehr hat. Ich kam mir irgendwie dumm vor.</p>
<p>Montag,<br />
Das Missverständnis mit dem Drohnen-Papa hat sich ja jetzt geklärt. Aber seit heute hab ich eine neue Englischlehrerin und ich bin sicher sie kommt vom Jupiter. Ich werde sie auf meine Verdächtigenliste schreiben. Zum Glück habe ich die Kombination von Papas Waffenschrank herausgefunden.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><strong>Herr Schmoo</strong><br />
Einige sagten Herr Schmoo sei gefährlich. Andere hielten ihn für einen echten Helden. Aber für die meisten war er nur ein armer alter Hippie.<br />
Herr Schmoo selbst wollte von dem ganzen Kram nichts wissen. Ein Hippie? Gut er hatte schon etwas ökohaftes mit seinem langen grauen Pferdeschwanz, dem Ziegenbärtchen und der selbst genähten Kleidung. Aber Herr Schmoo war gegen Vorurteile. Er gehörte einfach nicht zu diesen Weltverbesserern, die nackt im Regen tanzten. Oder den Idioten, die ihre Umgebung mit „Rettet den Regenwald“-Flyern tapezierten, für deren Produktion ein Großteil des Selben wahrscheinlich draufgegangen war, während die Ausdünstungen ihrer Haare ihr Übriges zum Treibhauseffekt taten.<br />
Nein, da war Herr Schmoo gegen.<br />
Er war einfach jemand der gerne protestierte, jemand, der seine Meinung sagte, wenn sie gehört werden wollte. Zugegeben auch, wenn sie niemand hören wollte.<br />
Herr Schmoo hatte schon mit den Linken gegen die Rechten protestiert und mit den Rechten gegen die Linken. Und dann mit den Protestgegnern gegen die ganzen Demonstrationen.<br />
Er hatte sogar die Partei der Nichtwähler gewählt. Einfach aus Protest.<br />
Einmal hatte ihn jemand gefragt, ob er eigentlich gegen alles sei. Herr Schmoo hatte kurz überlegt, dann hatte er gesagt: „Ich hab nichts gegen Protest.“ Natürlich hatte er auch schon gegen die freie Meinungsäußerung demonstriert, aber da hatte ihm schon keiner mehr zugehört.<br />
Auch als er anfing über die Dinge nachzudenken, gegen die er protestiert hatte und eine vertretbare Meinung entwickelte, hatten die Jüngeren ihn nur belächelt. „Er wird senil, der Schmoo.“, hatten sie gesagt und ihn in ein Altersheim gesteckt. Natürlich hatte Herr Schmoo protestiert, doch es hatte nichts geholfen. Irgendwann kamen sie in seinen Bungalow und nahmen ihn einfach mit.<br />
Und als er ankam in der Hölle aus Beton und Haferbrei und durch die endlosen kalten Flure schlurfte, da wurde Herrn Schmoo klar, dass er endlich seinen Platz gefunden hatte. Das Heim war ein Paradies für jeden Protestierenden.<br />
Und Herr Schmoo protestierte: Gegen das schlechte Essen, das ihm den Magen verdarb, gegen die harten Matratzen, die ihm das Rückgrat zermalmten, gegen zu wenig Medikamente, gegen zu kalte Zimmer und gegen die hässlichen Pflegerinnen.<br />
Er fand einfach immer neue Probleme gegen die er wettern konnte.<br />
Und zum ersten Mal in seinem Leben war Herr Schmoo wirklich glücklich.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/18/himmel-und-erde-max-las/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Himmel und Erde: Andersen Storm las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/14/andersen-storm-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/14/andersen-storm-las/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 19:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1309</guid>
		<description><![CDATA[Horoskope
Bienchen
Himmel und ErdeHoroskope
Kuscheltier (23.07.-23.08.)
Liebe:
Romantische Stunden und Harmonie….können Sie vergessen. Der Weiße Ritter, ohne Gaul aber in einem Ford Escord, wartet vor der Tür und hupt.
Gesundheit:
AUA! Sie werden direkt in die parkende Faust Ihres Nachbarn laufen. Viel kühlen hilft.
Beruf:
Ihre Kollegen lästern hinter Ihrem Rücken. Höchste Zeit sich umzudrehen!
Geld:
Fassen Sie mal einem nackten Mann in die Tasche. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Horoskope<br />
Bienchen<br />
Himmel und Erde<span id="more-1309"></span>Horoskope</strong></p>
<p><strong><em>Kuscheltier (23.07.-23.08.)</em></strong></p>
<p>Liebe:<br />
Romantische Stunden und Harmonie….können Sie vergessen. Der Weiße Ritter, ohne Gaul aber in einem Ford Escord, wartet vor der Tür und hupt.</p>
<p>Gesundheit:<br />
AUA! Sie werden direkt in die parkende Faust Ihres Nachbarn laufen. Viel kühlen hilft.</p>
<p>Beruf:<br />
Ihre Kollegen lästern hinter Ihrem Rücken. Höchste Zeit sich umzudrehen!</p>
<p>Geld:<br />
Fassen Sie mal einem nackten Mann in die Tasche. Das was Sie finden, dürfen Sie behalten.</p>
<p><strong><em>Kriechtier (22.06.-22.07.)</em></strong></p>
<p>Liebe:<br />
Zu spät! Vor 5 Minuten sind Sie an Ihrem Traumpartner vorbei gelaufen, nur blöd, dass Sie nichts bemerkten. Was soll‘s, dann muss der Ehepartner wohl doch noch für die Zukunft herhalten.</p>
<p>Gesundheit:<br />
Sie sind gesundheitlich gut drauf und sollten den Tag für etwas Sinnvolles nutzen. Warum gehen Sie nicht zum Arzt und holen sich eine Krankschreibung?</p>
<p>Beruf:<br />
Sie waren nie der Hellste, deshalb haben Sie es auch nie in die Chefetage geschafft. Heute bekommen Sie Ihre Chance und erhaschen einen kurzen Blick &#8211; aber leider nur um Ihrem Chef die Post zu bringen.</p>
<p>Geld:<br />
Verschieben Sie ihre Einkäufe auf nächste Woche. Eine Woche hungern kann ja so schwer nicht sein.</p>
<p><em><strong>Revierförster (23.11.-21.12.)</strong></em></p>
<p>Liebe:<br />
Pech gehabt! Ihr Partner wird Sie verlassen. Der Grund dafür ist der neue Hausmeister. Kopf hoch. In 10 Jahren bekommen Sie wieder eine Chance.</p>
<p>Gesundheit:<br />
Jede Bewegung schmerzt. Gestehen Sie es sich endlich ein &#8211; Sie alt werden.</p>
<p>Beruf:<br />
Schon wieder zu spät! Die Ausrede mit dem toten Pferd auf dem Marienplatz glaubt Ihnen kein Mensch. Ihr Chef wird sie feuern.</p>
<p>Geld:<br />
Bringen Sie doch mal wieder Ihre Pfandflaschen weg. Die 10 Euro können Sie jetzt gut gebrauchen.</p>
<p><strong>Bienchen</strong></p>
<p>Bienchen. Ein Bienchen, zwei Bienchen, drei Bienchen, alles richtig gemacht. Artig gewesen. Viele Bienchen.</p>
<p>Sonne und Regen. Je nach&#8230; Ergebnis. Sonne, Regen, Regen, Regen, Regen, wieder Sonne.  Sonnentage. Eine Sonnenperiode. Aufatmen. Wird schon noch.<br />
Sterne, eins, zwei, drei, vier, fünf Sterne &#8211; zu teuer das Auschecken abzuchecken.</p>
<p>Freier Himmel. Wolken, eine, zwei, drei, hunderte Wolken manchmal, manchmal auch nur eine große und keinen Himmel.</p>
<p>Nacht. Eine Nacht. Mag sein mehr. Besser ist mehr. Nächte. Aber nicht immer.<br />
Nicht immer Bienchen, Sonne, Regen, Himmel, Wolken. Auch nicht immer Sterne.</p>
<p>Aber wenn, wenn Himmel ist, dann sind auch Sterne. Viele Sterne. Tausende Sterne und nur eine Erde.</p>
<p><strong>Himmel und Erde</strong></p>
<p>Mit Weihnachten fing alles an. Sie hatten es kommen sehen und konnten, vielleicht wollten sie sich auch nicht wehren. So kam es einfach, wie es hatte kommen müssen. Müßig von Schuld zu sprechen – vielleicht von Demut. Oder doch Resignation? Hatten sie aufgegeben? Waren sie das Kämpfen leid? Lies es sich vielleicht auch einfach aussitzen? Alles deutete auf ein Ende hin. Dennoch will ich die Geschichte eines Anfangs erzählen.</p>
<p>Weihnachten. Der Schnee rieselte. Leise. Wie hätte er auch laut rieseln sollen? Das Kaminfeuer krachte und stiebte. Das Holz hatten sie selbst gemacht, wie man sagt: Holz machen, obwohl es immer schon da ist. Klein wird es gemacht, ofengrecht, Kamin-kompatible. Warm war es im Haus. Und laut war es auch. Bis zu diesem gellenden Schrei. Danach war Stille. Absolute Stille. Eine Stille, die den Schnee laut rieseln lies und Holz machte daraus. Das Haus hielt den Atem an.</p>
<p>Dann platzte es. Keine Vorbereitung, kein Aufbäumen, kein Ankündigen. Es platzte einfach. Es entformte sich, als hätte es beschlossen, kein Haus mehr sein zu wollen. Was dann? Gute Frage! Ein leuchtendes, farbenfrohes, helles Gebilde, das mit einer Intensität sprühte, als würde es leben, als würdes es unendliche Ressourcen haben, Leben versprühen zu können und Licht und Formen und Farben. Und Wärme! Wohltuende Wärme, die den Schnee tauen ließ und die Erde trocknete.</p>
<p>Und ihre Tränen. Unbeweglich standen sie dem Spektakel zugewandt, so dicht, dass sie die Wärme gerade noch ertragen konnten. Aufrecht standen sie. Ruhig. Dunkle Silhouetten vor tanzenden Lichtern.</p>
<p>Sie lehnte sich an ihn. Er seufzte. Sie lächelte still. Der Ton eines Martinshorn schwoll langsam auf. Das war ihr Signal.</p>
<p>Der Feuerwehr kam ein Kleinwagen in gemächlicher Fahrt entgegen, den die Feuerwehrleute nicht beachteten. Von einem brenndenen Haus war nur wenig übrig. Eine Wache blieb mit kleiner Technik. Die anderen Kameraden kehrten zu ihren Familien zurück.</p>
<p>Der Kleinwagen rollte langsam auf der verschneiten Straße in Richtung Stadt. Kinderlärm und Weihnachtsmusik vermischten sich in der Ferne.<br />
„Wohin?“, fragte er.<br />
„Wohin-auch-immer, nur unterwegs sein“, sagte sie.<br />
„Ja“, versprach er leise.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/14/andersen-storm-las/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Himmel und Erde: die Horoskope</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/14/himmel-und-erde-die-horoskope/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/14/himmel-und-erde-die-horoskope/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 19:25:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1304</guid>
		<description><![CDATA[Spülgehilfe (21. Januar &#8211; 19. Februar) 
He, Du hast es doch auch satt, oder? Immer nur die Reste der anderen wegzuräumen! Heute ist Dein Tag, werde aktiv! Hinterlasse eigene Spuren! Werde auch Du ein Teil der Geschichte. Dann wirst Du auch diese dauernden Zahnschmerzen endlich los. Vergiß nicht Deine Schuhe gut zu schnüren und ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Spülgehilfe (21. Januar &#8211; 19. Februar) </strong><br />
He, Du hast es doch auch satt, oder? Immer nur die Reste der anderen wegzuräumen! Heute ist Dein Tag, werde aktiv! Hinterlasse eigene Spuren! Werde auch Du ein Teil der Geschichte. Dann wirst Du auch diese dauernden Zahnschmerzen endlich los. Vergiß nicht Deine Schuhe gut zu schnüren und ein frisches Taschentuch einzustecken.</p>
<p><strong>Salzstange (20. Februar &#8211; 20. März) </strong><br />
Heute ist nicht Dein Tag. Geh nicht aus dem Haus, bleib in der Tüte. Der erste Hund pinkelt an Dein Bein, die erste Straßenbahn wird über Deine heruntergewehte Mütze fahren. Nur mit viel Glück siehst Du heute keine Notaufnahe von innen. Aber Glückstag war ja gestern erst.<br />
&#8230;</p>
<p><strong>Steinmetz (22. Dezember &#8211; 20. Januar)</strong><br />
Das Leben ist hart wie Brot von vorgestern. Wenn Du nicht verhungern willst, musst Du es aber essen. Trenne Verbündete von falschen Freunden. Und geh endlich mal zum Friseur, es sieht schon lange nicht mehr schön aus!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/14/himmel-und-erde-die-horoskope/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Himmel und Erde: Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/14/himmel-und-erde-herr-ivalo-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/14/himmel-und-erde-herr-ivalo-las/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 19:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1301</guid>
		<description><![CDATA[Himmel un Ähd (en Büddenrääd)
und
Kalle und de Stärnkes

Himmel un Ähd (en Büddenrääd)
Der Mensch in singem Wesen is putzisch un klein
Der Mensch in singem Wesen könnt nitt niedlischer sein!
Er rackert und schuftet von früh bis noch spät
Un sieht doch am Abend, dat kaum jet ens jeht!
Er denkt sich so jenn, er wör enne Held
hät ville Fründe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Himmel un Ähd (en Büddenrääd)</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Kalle und de Stärnkes</strong><br />
<span id="more-1301"></span><br />
<strong>Himmel un Ähd (en Büddenrääd)</strong></p>
<p>Der Mensch in singem Wesen is putzisch un klein<br />
Der Mensch in singem Wesen könnt nitt niedlischer sein!<br />
Er rackert und schuftet von früh bis noch spät<br />
Un sieht doch am Abend, dat kaum jet ens jeht!</p>
<p>Er denkt sich so jenn, er wör enne Held<br />
hät ville Fründe un jott ens wat Jeld<br />
Doch bitter is de wahre Nuud<br />
Dem Menschen jot ett seltlisch juut</p>
<p>De arme Tropf, wat makt-i nu, wie küt er da dr&#8217;rus<br />
Hei dut sich dann upp singe Kopp, een Mözzche met Kapuzz<br />
Drum Mensche, laßt uns fröhlisch sinn, und laßt ons rischtisch fiere<br />
Morjen müss mer artisch sinn, et wörd schon nex passiere</p>
<p>Un wenn mer sin fröhlich, dann kein schuldisch Jekreisch<br />
Denn we sinn doch alle nur uss menschlich Jefleisch<br />
Denn der Mensch wörd verleitet, mähr als er lenkt<br />
Un zwischen Himmel un Ähd jiddet mähr als man denkt!</p>
<p>3 x Helau und 3 x Allaaf!!</p>
<p><strong>Kalle und de Stärnkes</strong></p>
<p>Mensch Kalle, weiße, wat heute in meim Horroskop drinne stand? Ich soll auch ma zuhören. Als ob ich nich dauernd auch zuhören würde! Also ehrlich!<br />
Aber wat soll ich machen, Du sachs ja nich viel.<br />
&#8230;<br />
&#8230;<br />
Siehße!<br />
Und wieso, Kalle, wieso weiß soen Horoskop eigentlich imme genau was grad für mich gut is und was nich? Weiße, als obbet nur 12 verschiedene Menschen gibt. Für die einen is dat gut, für die anderen dat andere. Und alle, die mein Sternzeichen haben, die sollen heute ma die Klappe halten un nich so viel labern. Dat können die doch vonne Zeitung gar nich wissen, selbs nich vonne Bildzeitung, is doch so!<br />
Is ja gut, ich bin ja schon still. &#8230; Dann zapf abba auch schnell ma wat!<br />
Jau, Danke.<br />
Jau, Prost.<br />
&#8230;<br />
Na, los, erzähl schon!<br />
Wie was erzählen? Na irgendwas, wat weiß ich, ich soll do nich.<br />
Ach, hör auf, irgendwat zum Erzählen wirße schon wissen.<br />
Wat issen heute so passiert?<br />
Na so früh is dat au nich mehr!<br />
Wat bis Du den überhaupt füren Sternzeichen? Komm ich les ma Deins vor!<br />
Wie Du glaubs nich an soen Tinnef?<br />
Ach, komm, dat steht do in jede Zeitung drinne, alle lesen dat, dann muss da doch auch wat dran sein, oder? Hier, inne Bildzeitung. Direkt neben dat wat de Merkel sacht, also stimmt dat doch!<br />
Ja, is gut, ich bin ja schon still.<br />
So, ich sach jetzt gar nix mehr!<br />
&#8230;<br />
So!<br />
&#8230;<br />
Sach ma Kalle, weiße eigentlich, wieviele Sternkes dat so gibt?<br />
Dat sind bestimmt 10.000 oder sowat, oder? Dat sind doch eigentlich alles nur so kleine Sonnen, die nur viel zu klein sind, dassese nich groß sehen kanns, oder?<br />
Is ja, gut, ich sach nichts mehr!<br />
&#8230;<br />
Obbet da oben wohl Menschen gibt?<br />
Oder Tiere, Insekten und soen Zeuch?<br />
&#8230;<br />
Oder Pflanzen?<br />
&#8230;<br />
Oder sonne kleine Mennekes, die uns dann besuchen kommen, irgendwann und uns alle entführen auffen anderen Planeten, oder so?<br />
Stell Dir dat bloß ma vor, Kalle, auffen anderen Planeten!<br />
Schön kann dat da eigentlich nich sein.<br />
Dat siehße doch im Fernsehen immer, da sieht dat immer voll öde aus. So wie inne Sahara oder inne Steppe. Und dann is dat völlig heiß oder arschkalt und voll mit Wolken und dat blubbert überall. Ne, ne, da bleib ich schön gemütlich hier, dat sachich Dir abba!<br />
Ja, dat stimmt, wissen kannse dat nicht. Kannsse ja auch nich hingucken.<br />
Weiße, wär do auch gar nich schlecht, ma so innem Raumschiff zu fahren, auch wenne blos entführt wirß.<br />
Vielleicht bisse da dann soen Gott oder so wat und die behängen Dich mit Ketten und Kränzkes&#8230;<br />
Ne, ne, eher kommße da in soen Zoo rein und wirße gefüttert. Oder wat auch immer.<br />
&#8230;<br />
Jau, Prost, ja, ich nehm no ein.<br />
Bin ja schon still.<br />
&#8230;<br />
Sach ma, Kalle, wann hasse denn jetz Geburtstag?<br />
Ey, hömme, kann do nich sein! Dat geht nich, dat ich jezz seit 20 Jahre in Deine Kneipe renn un nich weiß, wann Du Gebutstag has, is doch so!<br />
Du bis mir echt en schönen Wirt!<br />
Ne, ne, ne!<br />
&#8230;<br />
Jau Danke, Prost.<br />
Ich bin schon still.<br />
&#8230;<br />
Aber weiße, wenn et da kein Bier gibt, dann is dat da auch scheiße. Auch wenne jeden Tag Dein Futter kriß in soem Zoo und nich ständig auffet Amt rennen mus.<br />
Oder Deine Alte anpumpen.<br />
Ne, ne.<br />
&#8230;<br />
Weiße Kalle, wat ich glaube, dat Du bis: Steinbock! So stur wie Du bis. Ich würd sogar extra wat für dich erfinden: Sturbock wärße von mir aus, Stur-bock!<br />
Is gut!<br />
Is ja guut!<br />
&#8230;<br />
Weiße, Kalle, wat ich schomma gehört hab? Ich hab schomma gehört, dat immer wenn was passiert, dat dann auch dat andere passiert, wat gerade nich passiert is. Egal was! Nur eben auf ne andere Welt. Stand die Tage inne Bild, hat irgendsoen Wissenschaftsfuzzie rausgefunden, in Amerika oder so.<br />
Doch, gez ma ganz ehrlich. Da gibt dat Planeten die sind irgendwie parallel zu uns.<br />
Und, und wenn es nich Tor is sondern Pfosten, is dat auf ne anderen Welt irgendwo doch Tor. Geht halt irgendwie doch rein! So krumm, oder irgendwie, parallel halt.<br />
Weiße, dann gibt dat irgendwo da draussen ne Welt, wo wir genau so gemütlich wie hier zusammensitzen und in mein Horoskop steht aber, &#8220;erzähl ma bisken wat von Dir, öffne dich und du wirs Freunde finden&#8221;, doch, doch, so ham die dat erklärt!<br />
Und weisse: da stehen dann auch unsere königsblauen Jungs wo se auf unsere Welt auch hingehörn, vorre Schwatt-Gelben Angeberköppe aussem Sauerland!<br />
Und sicher gibbet dann da draussen auch ne Welt, wo in meine Lieblingskneipe der Wirt auch für meinen Lieblingsverein is und nich für Rot-Weiß Oberhausen.<br />
Und weiße was noch: von denen las ich mich gern entführen.<br />
Ne, nich von Oberhausen, sondern von denen auf der Welt, die parallel is zu uns!<br />
Ach wat erzähl ich Dir dat, is ja doch verschwendung!<br />
Brauchße gezz gar nich so beleidigt zu gucken, Du ollen Sturbock, is doch so!<br />
So, und gezz ge ich nach Hause, da hab ich nämlich au nix zu sagen!<br />
Jau, tüss,  bis morgen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/14/himmel-und-erde-herr-ivalo-las/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Himmel und Erde: Herr thom* las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/13/himmel-und-erde-herr-thom-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/13/himmel-und-erde-herr-thom-las/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 19:31:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1296</guid>
		<description><![CDATA[Ich werde Stechbeitel aus dem Holz ziehen
Dieser Text wurde live gelesen zum Titel &#8220;Alte Juwel (feat. Rudi Stöher)&#8221; von der Platte &#8220;Am Ende der Kirschallee&#8221;, einem Album aus den elektronischen Instrumenten eines Künstlers entstanden, der sich &#8220;Das Kraftfuttermischwerk&#8221; nennt. Die gesamte, im Übrigen fantastische Platte steht zum Download zur Verfügung unter: www.kraftfuttermischwerk.de
Horst Schwerinskis erster Job
Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich werde Stechbeitel aus dem Holz ziehen</strong><br />
Dieser Text wurde live gelesen zum Titel &#8220;Alte Juwel (feat. Rudi Stöher)&#8221; von der Platte &#8220;Am Ende der Kirschallee&#8221;, einem Album aus den elektronischen Instrumenten eines Künstlers entstanden, der sich &#8220;Das Kraftfuttermischwerk&#8221; nennt. Die gesamte, im Übrigen fantastische Platte steht zum Download zur Verfügung unter: <a href="http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/">www.kraftfuttermischwerk.de</a></p>
<p><strong>Horst Schwerinskis erster Job</strong><br />
Im zweiten Teil des Textes kam wiederum &#8220;Das Kraftfuttermischwerk&#8221; zum Einsatz &#8211; diesmal mit dem Titel &#8220;Birkenholzkompott&#8221;</p>
<p><span id="more-1296"></span></p>
<p><strong>Ich werde Stechbeitel aus dem Holz ziehen</strong><br />
Ich werde Stechbeitel aus dem Holz ziehen unter blinden Fenstern und den Kindern zeigen, wo der Gummihammer hängt &#8211; kopfüber im Schrank. Dessen Tür wir öffnen werden, so sanft es eben geht mit sechs Händen, damit UrUropa nicht klappert. Der hängt gerahmt in der Tür &#8211; UrUropa &#8211; und klappert solang die Tür sich rührt. Dann werden wir nehmen: die Sägelade und den Fuchsschwanz und das Kantholz und den Zollstock. Und was die anderen vier Hände greifen konnten, das legen wir zurück.</p>
<p>Der Schraubstock macht die Backen eng und enger, quetscht das Kantholz und quietscht unser Lied, einen Hocker stellen wir davor für kleine Beine. Sägen ab, raspeln rund, schleifen nach. Stemmen aus, bohren an, takeln auf. Das Segel am Kantholzboot wird gewesen sein ein Laken unter schweren Federbetten, wurde Mottenfutter, dann ein Lappen, ein Flicken. Nun wird es dem Schiff die Farbe geben auf den Söllen und unsere Farbe wird sein: ölfleckengrau.</p>
<p>Wir werden alles einfach liegen lassen und ich werd an Dich denken. Und nochmal wenn wir Luft in die Schläuche pumpen, den Daumen auf den Mantel gepresst. Am Teich, zu dem wir radeln, stehn Pompesel kerzengerade und die Gummistiefel schmatzen jeden Schritt. Unser stolzes Schiff pusten wir hinaus hinter die Seerosen, sehen Wasserläufern zu, die fliehn.</p>
<p>Zu Hause werden wir uns auf den Kirschbaumstubben stützen, wenn wir das Wasser aus den Gummistiefeln gießen. Die Regentonne wird der Hafen sein. In ihrer Sternensuppe schwimmt das Boot. Wir werden Wolken atmen unter den Abendhimmel und kurz bevor wir unter schwere Federbetten kriechen, trinken wir die Neigen aus. </p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><strong>Horst Schwerinskis erster Job</strong><br />
Hallo, mein Name ist Horst Schwerinski und ich habn Job.</p>
<p>Hat allet damit anjefangen, das die Frau mich in son Lyrikabend jeschleppt hat. Det Kind is jroß jenuch hatse jesacht, da kannste ruich ma wieder mit mir ausjehen. Nu war det außjerechnet sowat wo verjeistichte Männer uffe Bühne Jedichte vorlesen, um die verjeistichten Frauen in Publikum&#8230; na ich sach mal vorsichtich&#8230; für sich zu jewinnen. Und weil wir ja nu ausse Biologie wissen, das nich immer die Stärksten zum Zuge kommen, sondern oft eher die wo am meisten auffallen, hat einer von die Dichter seine Werke nich einfach so vorjetragen, sondern mit &#8211; wie nenn ick dit jetzte möglichst neutral&#8230; Jeblubber! unterlecht.</p>
<p>Und ick hab dit aus Spaß mitjeschnitten. Mitn Telefon. Für youtube. </p>
<p>Seit dit Jugendamt mir aufn Kieker hat wejen der vielen lustigen Kinderunfälle in mein Channel, ha ick dit Süjet erstma jelassen. War ja och immer schwerer, die Jörn auszutricksen&#8230; Ick hatte denn ja sojar in Kindergarten Hausverbot&#8230;</p>
<p>Aba son balzenden Dichter ha ick mir jedacht, den kannste ma bringen uf youtube&#8230; Und son Monat später krich ich ein Brief von den Schweriner Kurier, oder Express oder Blitz, einer von denen jedenfalls, die wären an einer längerfristigen Zusammenarbeit interessiert in Sachen Erstellung von digitalem Content. Kam denn raus, die wollen, dass ick für die ßu so Ereijnissen hinjeh, bissgen Filme und was dazu schreibe. Fürn Zehner pro Film. Ha ick erstma jesacht, kommt gar nich in Fraje, so billig vakoof ick mir nich. </p>
<p>Ick will auf alle Fälle nochn Presseschild fürs Auto. Hamse sich jewunden und jeklacht hamse, aba ick bin hart jeblieben und an Ende wollten se mich haben und warn denn och bereit mein Preis ßu ßahln.</p>
<p>Und deshalb ha ick nu n Job. Journalist bin ick. Nächste Woche ßum Beispiel mach ick ne Reportage, da spielen die Orjinal Störtaler in Augustenstüft. Mannmannmann&#8230;</p>
<p>Und dit allet wejen ein Film. Apropropro&#8230; Den mach ick nochma an&#8230; Mit Gucken is ja bisschen schlecht heute, aba hörn reicht bei dem im Prinzip aus&#8230;</p>
<p>WER SCHÜTZT UNS?<br />
VOR DER ALTERNDEN GESELLSCHAFT?<br />
DEM DEMOGRAFISCHEN WANDEL?<br />
DER ANHALTENDEN ABWANDERUNG?<br />
WIR WERDEN EIN DEMENZZENTRUM!<br />
WENN DIE DÖRFER VERGREISEN<br />
WERDEN SCHULWEGE WEITER<br />
WERDEN GANZE LANDSTRICHE FÜR JUNGE FAMILIEN ALS LEBENS- UND WIRKUNGSKRAUM &#8211; ICH DENKE DA AUCH ANS EHRENAMT &#8211; </p>
<p>UNINTERESSANT.</p>
<p>ANDERERSEITS!<br />
SIND WIR DANN DIE ZIELGRUPPE<br />
GIBT ES DANN KEINE ARBEITSLOSEN MEHR<br />
ALTENPFLEGER WERDEN FÜRSTLICH BEZAHLT<br />
UNSERE KINDER KÖNNTEN ALTENPFLEGER WERDEN<br />
WELCHE KINDER, FRAGST DU UND ICH SAGE<br />
KINDER, DIE WIR, WIR ALLE, DRINGEND BRAUCHEN UND<br />
DEREN GEBURT WIR BEIDE VORBEREITEN SOLLTEN<br />
DU UND ICH HEUTE NACHT. WIR GEGEN DEN DEMOGRAFISCHEN WANDEL!</p>
<p>WAS DENKST DU?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/13/himmel-und-erde-herr-thom-las/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Statusmeldung: Anmeldungen für Sonntag</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/10/statusmeldung-anmeldungen-fur-sonntag/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/10/statusmeldung-anmeldungen-fur-sonntag/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 14:50:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/10/statusmeldung-anmeldungen-fur-sonntag/</guid>
		<description><![CDATA[Moin in die Runde,
eine kleine Durchsicht aller Anmeldungen ergab, dass genau jetzt 54 Plätze vorbestellt sind. Dabei sind sowohl die Mails als auch die Facebook-Veranstaltungszusagen (mit je einer Person pro Facebook-Account) berücksichtigt. Sprich &#8211; es ist noch 1 bequemer Sessel zu haben. Danach kriegen wir nochmal gut 10 Menschen auf etwas unbequemeren Möbeln beziehungsweise dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Moin in die Runde,</p>
<p>eine kleine Durchsicht aller Anmeldungen ergab, dass genau jetzt 54 Plätze vorbestellt sind. Dabei sind sowohl die Mails als auch die Facebook-Veranstaltungszusagen (mit je einer Person pro Facebook-Account) berücksichtigt. Sprich &#8211; es ist noch 1 bequemer Sessel zu haben. Danach kriegen wir nochmal gut 10 Menschen auf etwas unbequemeren Möbeln beziehungsweise dem Fußboden unter. Also &#8211; keine Scheu, immer ran.</p>
<p>Nun aber noch die Bitte an Sie, an Euch, doch eine kurze Absage in eine Mail an bekannte Adresse zu schreiben, wenn vorbestellte Plätze nicht genutzt werden können. Dann haben andere noch eine Chance dabei zu sein, wenn sie mögen.</p>
<p>Wir freuen uns wie Bolle auf Sonntag!</p>
<p>i.A. thom*</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/10/statusmeldung-anmeldungen-fur-sonntag/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sonntag: Schmalz und Marmelade im Planetarium</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/07/sonntag-schmalz-und-marmelade-im-planetarium/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/07/sonntag-schmalz-und-marmelade-im-planetarium/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 18:28:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1289</guid>
		<description><![CDATA[Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
wissen Sie, wie man es schafft ruckzuck aus der Sternwarte geworfen zu werden? Ganz einfach: Man gehe hin zum obersten Sternengucker und beginne die Konversation mit: &#8220;Was machen Sie als Astrologe eigentlich genau?&#8221; Haben wir unlängst ausprobiert und dabei natürlich wohlweislich den Lesebühnen-Nachwuchs vorgeschickt. Und dann, als das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],</p>
<p>wissen Sie, wie man es schafft ruckzuck aus der Sternwarte geworfen zu werden? Ganz einfach: Man gehe hin zum obersten Sternengucker und beginne die Konversation mit: &#8220;Was machen Sie als Astrologe eigentlich genau?&#8221; Haben wir unlängst ausprobiert und dabei natürlich wohlweislich den Lesebühnen-Nachwuchs vorgeschickt. Und dann, als das Kind schon fast im Brunnen lag, haben wir schnell behauptet, das wäre alles nur Spaß. Und schließlich haben wir noch einen anzüglichen Witz nachgelegt, den Klassiker mit dem falsch betonten Uranus.</p>
<p>Und was sollen wir sagen: Die Damen und Herren des Planetariums sind mit enormem Langmut geschlagen und von so einer Lesebühne, die einen Clown gefrühstückt hat, lassen die sich nicht ins Boxhorn jagen. Im Gegenteil: Mit offenen Türen wurden und werden wir empfangen zwischen der echten Sternenkuppel oben im Turm und dem Himmelszelt, dem nachgemachten, im Erdgeschoss.</p>
<p>Ich sehe Sie schon ungeduldig diesen Text überfliegen und mit dem Kopf wackeln, ob der ausufernden Ankündigungsprosa und so will ich Sie auch nicht länger hinhalten:</p>
<p><strong>Lesebühne Schmalz und Marmelade zum Thema Himmel und Erde</strong><br />
<strong>Ort:</strong> Planetarium Schwerin, Weinbergstraße 17<br />
<strong>Zeit:</strong> Sonntag, 13. Februar, 12 Uhr<br />
<strong>Gäste:</strong> das <a href="http://www.myspace.com/vibesschwerin">A-Capella-Quartett Vibes</a> und Peter Schmiedeberg vom Planetarium</p>
<p>Eintritt frei &#8211; über Spenden freuen wir uns. </p>
<p><strong>WICHTIG:</strong> Es gibt nur 55 Plätze und ein paar sind schon über unsere Facebook-Seite reserviert worden. Weitere Vorbestellungen bitte über orga@schmalzundmarmela.de</p>
<p><strong>Der Gast:</strong><br />
Peter Schmiedeberg, unser Gast und Gastgeber zugleich, ist übrigens &#8211; das lässt sich ohne Übertreibung sagen &#8211; im Planetarium aufgewachsen. Von Kindesbeinen an hat er in der Sternwarte und unter dem künstlichen Himmel seine Freizeit verbracht &#8211; heute ist er für die vielen Besucher des Planetariums einer derjenigen, die mit Witz und für ein Laienpublikum spannend die Himmelsphänomene erklären können. Die Woche über arbeitet Peter Schmiedeberg fern der Heimatstadt, aber an jedem Wochenende zieht ihn sein Planetarium wieder magisch in den Norden. </p>
<p>Kurz: Peter Schmiedeberg kennt den Himmel über Schwerin wie kaum ein anderer und als unser Gast im zweiten Teil wird er uns und allen, die Lust haben, dabei zu sein erzählen, was da Besonderes geschieht in den Weiten über dem Horizont.</p>
<p><strong>Der Soundtrack zum Sternenhimmel</strong><br />
Die Vibes, ein A-Capella-Quartett, bringen ganz dem Namen gemäß gute Schwingungen mit &#8211; sie sagen über sich selbst:</p>
<p><em>&#8220;Vibes&#8221; bedeutet Vibrationen &#8211; in diesem Fall gute &#8211; Schwingungen, und: weil es auch nach Weibs klingt, war der Name für das Ensemble gefunden. Vibes singen alte Lieder auf Kisuaheli, Maoori, Gälisch, Deutsch, Althebräisch u.a. Dass diese Mischung gut ankommt, beweisen unter anderem ein ausverkauftes Konzert mit &#8220;Reel&#8221; am 27.11.2010 im Speicher Schwerin und die Anfrage des Sängers und Songwriters Marco Pohl der Gruppe &#8220;Anti Avanti&#8221;, ein Konzert sowie die Produktion der nächsten CD (Feb. 2011) durch den Gesang der Vibes zu bereichern. &#8220;Vibes&#8221; machen Gänsehaut, bringen zum Schmunzeln und Lachen, beschwingen und verführen zum Träumen. &#8220;Vibes&#8221; wissen, dass jeder Mensch singen kann. Manche tun es heimlich &#8211; andere unheimlich. Singen ist atmen und atmen heißt Leben. Vier Frauen, die sich zu ihrer heimlichen Liebe &#8211; dem Singen &#8211; gerne öffentlich bekennen und die Freude daran mit Publikum teilen möchten&#8230;</em></p>
<p>Damit ist die Bühne bereitet, die Verlautbarung ist erfolgt &#8211; es fehlen nur noch Sie und wir und der Sonntag selbst, aber den Gesetzen von Zeit und Raum folgend kommt Letzterer ganz bestimmt. Und Sie doch auch, oder? Wir jedenfalls freuen uns auf einen Sonntag mit ganz neuen Perspektiven und auf den Himmel über Schwerin.</p>
<p>Auf Sonntag!</p>
<p>i.A. thom*</p>
<p>PS: Wir sind die Borg! Sie werden assimiliert werden. Widerstand ist zwecklos!<br />
PSPS: <a href="http://www.facebook.com/pages/Schmalz-und-Marmelade/129688713757133">Sie finden die Lesebühne auch bei Facebook</a>. Dort sind bereits alle Veranstaltungen bis zum großen Jubiläum im Juni verzeichnet. Und wenn Sie &#8220;Gefällt mir&#8221; klicken, bleiben Sie immer auf dem Laufenden.<br />
PSPSPS: Wir haben Ihr Horoskop gestalkt. Für diese Woche lautet es: &#8220;Am Sonntag stehen die Sterne günstig. Sie werden Ihnen leuchten am hellichten Tag!&#8221; Wenn das mal kein Zeichen ist&#8230;<br />
PSPSPSPS: Die besten Texte des kommenden Sonntags können Sie neu arrangiert auch in Parchim erlauschen &#8211; am 15. März, 19 Uhr, in der Theatergaststätte des Mecklenburgischen Landestheaters Parchim.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/07/sonntag-schmalz-und-marmelade-im-planetarium/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

