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	<title>Schmalz und Marmelade &#187; Rückblick</title>
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	<description>Die Frühlese für Spätaufsteher in Schwerin</description>
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		<title>Ein lieber Dank in die Walfischbucht&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 20:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;für diesen freundlichen Rückblick auf Sonntag.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://walfischbucht.wordpress.com/2011/06/20/das-war-schmalz-und-marmelade/">&#8230;für diesen freundlichen Rückblick auf Sonntag.</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Basta! Das Abschiedsbild</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 03:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Lesebühne noch einmal fast komplett. Nur Frau Sophie fehlt leider. Foto: Ulli Wille
Danke an alle für die großartigen fünf Jahre!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/sandmann/sets/72157627002162648/"><img alt="Foto: Ulli Wille" src="http://farm4.static.flickr.com/3039/5851604926_d39a91541c.jpg" title="Foto: Ulli Wille" /></a></p>
<p>Die Lesebühne noch einmal fast komplett. Nur Frau Sophie fehlt leider. Foto: Ulli Wille</p>
<p>Danke an alle für die großartigen fünf Jahre!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Basta! Herr ivalo las</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 21:19:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Basta!
und
Kalle, ich mach ma Schluß!

Basta!
Wenn der Kellner ewig braucht
nach dreimal Rufen erst auftaucht
und dann kalt und fade ist die Pasta
sag ihm einfach Basta!
willst du mit dem Fahrrad reisen
ganz gemütlich Landschaft preisen
hinter dir da hupt der Laster
zeig ihm deutlich deinen Basta!
willst du ordentlich mal zocken
Grand mit Vieren, das soll rocken
doch die Freunde wolln Canaster
sag zu ihnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Basta!</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Kalle, ich mach ma Schluß!</strong><br />
<span id="more-1343"></span><br />
<strong>Basta!</strong></p>
<p>Wenn der Kellner ewig braucht<br />
nach dreimal Rufen erst auftaucht<br />
und dann kalt und fade ist die Pasta<br />
sag ihm einfach Basta!</p>
<p>willst du mit dem Fahrrad reisen<br />
ganz gemütlich Landschaft preisen<br />
hinter dir da hupt der Laster<br />
zeig ihm deutlich deinen Basta!</p>
<p>willst du ordentlich mal zocken<br />
Grand mit Vieren, das soll rocken<br />
doch die Freunde wolln Canaster<br />
sag zu ihnen tschüß und Basta!</p>
<p>Was befreit und macht schnell Schluss<br />
mit allem, was Dir bringt Verdruss?<br />
was wirkt schnell, spontan, sofort?<br />
Basta! ist das Zauberwort</p>
<p>Hast Du Dir den Arm gebrochen<br />
schauen aus der Haut die Knochen<br />
und der Doktor flickts mit Pflaster<br />
sag ihm einfach Basta!</p>
<p>Die Merkel will den Euro retten<br />
und der Griechen Schulden glätten<br />
holt aus der Schatulle noch mehr Zaster<br />
sag ihr einfach Basta!</p>
<p>schwer verliebt und Händchen halten<br />
süße Küsse ewig walten<br />
sie flüstert: your my slave and I`m your master<br />
flüster leis ihr: Baby, Basta!</p>
<p>wo nur mißlich ist die Lage<br />
was macht schnell ein ein End der Klage?<br />
bringt zurück Dir den Komfort<br />
Basta! ist das Zauberwort</p>
<p><strong>Kalle, ich mach ma Schluß!</strong></p>
<p>So, Kalle, weiße wat ich mach? Ich mach Schluß!<br />
Doch echt! Obßet glaubs oda nich: ich mach Schluß. Und zwar richtig, ordentlich ratz-fatz! Ich hab dat nämlich zuletzt ma festgestellt. Es ist einfach Zeit. Für zum Schluß machen! Und ich meine so richtig, mit alles, doch, doch. Schlußstrich. Aus. Vorbei.</p>
<p>Ja, da kuckße, woll?</p>
<p>Wat?</p>
<p>Quatsch, do nich so! Ich nehm mir do jetz keinen Strick. Ne, ich meine einfach &#8211; mit dem ganzen Unsinn aufhören &#8211; dat wat nich gut is für Dich! Hab ich nämlich festgestellt. Mach ich viel zu viel. Und Du ganz sicher auch! Unnützes Zeug. Den ganzen Tach! Unproduktiv! Und jetz is einfach Zeit für &#8230;, ich sach ma, endlich vernünftig werden. Doch, doch, dat is mein Ernst!</p>
<p>Weiße, dat lenkt dich auch alles bloß viel zu viel vonne wesentlichen Dinge ab. </p>
<p>Jau, gib erst ma en Bier!</p>
<p>Dat hab ich nämlich festgestellt. Weiße, wieviel Zeit Du am Tag mitte unwesentlichen Dinge verbringst? Ne? Ja, überleg doch ma!</p>
<p>Und damit is jetzt Schluß.</p>
<p>Jau, danke, Prost.</p>
<p>Mit Bier trinken übrigens auch.</p>
<p>Doch, doch. </p>
<p>Ab morgen.</p>
<p>Komm, hör mittem Weinen auf. Dat macht mich ganz sentemental! Kuck nich, is mein Ernst!</p>
<p>Wie schaff ich nich?</p>
<p>Wette machen?</p>
<p>Also, Bier is dann das erste, womit ich aufhör. Morgen. Schwör ich.</p>
<p>Tüllich, schaff ich dat.</p>
<p>Wie? Ach Kalle, quatsch, tüllich komm ich noch zu Dir inne Kneipe.</p>
<p>Obwohl? &#8211; Ne, war gezz bloss en Scherz, Kalle, Prost!</p>
<p>Und mittem Bier, dat is dann noch nich alles:<br />
Weiße, ich will vor allem mit diesem Leben aufhören. Also mit dem sinnlosen Leben vor allem. Und ma echt was verändern. Weiße, ich hab doch noch en Ziel, Visionen!</p>
<p>Weiße, ich kann doch sicha auch ma wat Arbeiten. Wat vernünftiges. Kumma, gibt doch Menschen, die viel weniger intelligent sind wie ich, die auch Arbeiten. Beie Stadtwerke oder so. Warum ich also nich?</p>
<p>Hab do Mittlere Reife. Und dann werd ich en treusorgenden Vatter und Ehemann werden. Schwör ich!</p>
<p>Vielleicht kann ich dann auch wirklich nich mehr zu Dir kommen, Kalle.</p>
<p>Oder sieße hier einen vonne Stadtwerke rumsitzen?</p>
<p>Ebend!</p>
<p>Die sitzen nämlich woanders, mit ihre feinen Ärsche, is doch so! Die sitzen piekfein inne Stadt drinnen, hab ich gesehen.<br />
Und ich dann auch, Kalle!</p>
<p>Is traurig, jetzt für uns, aber &#8211;  man muss auch ma grausam sein, wenn ma wirklich nomma wat werden will.</p>
<p>Weiße eigentlich, was dat heißt, Kalle? Veränderung? Wat dat bedeutet?</p>
<p>Glaub ich nämlich nich, hier sieht dat doch seit 1983 genau gleich aus. Nur dat Bier is dreima so teuer.</p>
<p>Ach hör do auf. Bisken auffrrischen, täte Dir gut! Dann kommen vielleicht auch welche vonne Stadtwerke, Kalle. Mitte Zeit gehen, weiße!</p>
<p>Jau, noch en Bier.</p>
<p>Neeeeeee, halt, ha-ha, watte, gib ma ne Cola, he-he!</p>
<p>Jau.</p>
<p>Doch, is mein voller Ernst. Schon ma Probetrinken für ab morgen.</p>
<p>Und Sport mach ich auch. Ab morgen. 5 Kilometer am Kanal lang bis nach Herne.</p>
<p>Jau. Wat denkst denn Du?</p>
<p>Hier, kumma, hab ich mir ebend beiem Aldi gekauft. Jokkyschuhe! Für zum Laufen.</p>
<p>Jeder Tag, schwör ich, 100 pro!</p>
<p>Du wirs mich ga nich wieder erkennen. Musse ja auch nich, weil ich geh dann ja fein inne Stadt, ne?!</p>
<p>Jau Prost, he-he!</p>
<p>Iieehhhhhh, wat is datten? Öah!</p>
<p>Natürlich weiß ich wat dat is, Kalle, bin doch nich doof, hab doch Mittlere Reife, schließlich.  Bäh! Igitt. Wat ne Süßplörre!</p>
<p>Wat soll ich gezz pobieren? Bionade?<br />
Wat is datten?</p>
<p>Hör auf, dat is doch bloß Beschiß, dat weiß do jedes Kind mittem Biozeugs!</p>
<p>Komm, geh wech, hau ab mittem Scheiß.</p>
<p>Dann trink ich ebend ga nix.</p>
<p>Wie dann soll ich zahlen und gehen? Kannße doch nich machen, mittem alten Freund, Kalle, mittem Stammkunden! Wat bis Du den für en Wirtschaftsexperten?!</p>
<p>Wie mitte Zeit gehen?</p>
<p>Dat macht mich jetzt ganz schön traurig, Kalle, weiße dat?!</p>
<p>Du bis nacher der Klotz an meinem Bein, innem Willen vonne Veränderung! Is doch so!</p>
<p>Ich erzähl allen, wenne Kalle kennß, kannße nix werden im Leben! Jedenfalls nix vernünftiges. </p>
<p>Und weiße wat? Selbs dat is mir gezz egal. Ich hab Mittlere Reife, schließlich. Ich werd schon noch wat!</p>
<p>Un weiße wat, gezz wo die Kinder doch fast schon groß sind &#8211; können ja quasi auf eigene Beine schon stehen, sogar der Kleine. Und meine Olle freut sich do eh, wenn ich wech bin.<br />
Weiße: da kann ich doch sogar noch ma ganz neu anfangen, inne neue Stadt. Duisburg, oder so. Da gibbet bestimmt auch Stadtwerke. Und die suchen ja jetzt alle, so mitte Konjunktur un so!</p>
<p>Wat?</p>
<p>Hast ja Recht.</p>
<p>Na klar, mach noch ma eins. En kleines aber, un nich so viel Schaum!</p>
<p>Jau.</p>
<p>Danke.</p>
<p>Jau.</p>
<p>Prost.</p>
<p>So.</p>
<p>Muss dann ma.</p>
<p>Hier stimmt so.<br />
Bis morgen.<br />
Tüss!  </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rot-Weiß: Andersen Storm las und sang</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 18:43:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Wohl eher nicht
Rot-Weiß nicht
Rot auf weißer Haut
Hier anhören: Bevor ich es vergesse Nr. 34
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wohl eher nicht<br />
Rot-Weiß nicht<br />
Rot auf weißer Haut</strong></p>
<p>Hier anhören: <a title="Zu Andersen Storms Weblog " href="http://bevorichesvergesse.de/?p=652" target="_blank">Bevor ich es vergesse Nr. 34</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Himmel und Erde: Max las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/18/himmel-und-erde-max-las/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 19:24:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Schmoo
Der Fremde

Der Fremde
Montag,
Liebes Tagebuch,
Heute morgen als ich aufgestanden bin ist mir etwas seltsames passiert. In unserem Treppenhaus ist mir ein fremder Mann begegnet. Der hatte ein glattes rotes und pausbäckiges Gesicht, aber er kam mir irgendwie gruselig vor. Wahrscheinlich war es ein Heizungsableser oder so. Ich werde mal Mama fragen.
Dienstag,
Ich habe Mama gefragt aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herr Schmoo</p>
<p>Der Fremde</strong></p>
<p><span id="more-1313"></span></p>
<p><strong>Der Fremde</strong><br />
Montag,<br />
Liebes Tagebuch,<br />
Heute morgen als ich aufgestanden bin ist mir etwas seltsames passiert. In unserem Treppenhaus ist mir ein fremder Mann begegnet. Der hatte ein glattes rotes und pausbäckiges Gesicht, aber er kam mir irgendwie gruselig vor. Wahrscheinlich war es ein Heizungsableser oder so. Ich werde mal Mama fragen.</p>
<p>Dienstag,<br />
Ich habe Mama gefragt aber sie hat gelacht und gemeint, das müsse ich schon selbst herausfinden. Ich habe Papa jetzt schon seit zwei Tagen nicht mehr gesehen. Langsam frage ich mich wo er ist und ob der Dicke von gestern etwas mit seinem Verschwinden zu tun hat.</p>
<p>Mittwoch,<br />
Papa ist immer noch nicht aufgetaucht, aber der Dicke war heute zum Abendessen da. Natürlich hab ich mich nicht zu ihm gesetzt, wer weiß wer das ist. Ich befürchte, das Papa abgehauen ist, weil Mama einen neuen Freund hat. Aber warum dann so einen komischen zwielichtigen Typen, ich dachte immer Mama hätte Geschmack! Vielleicht hat der Dicke Papa aus dem Weg geräumt, damit er Mama ganz für sich allein hat. Ich werde ihn überwachen müssen.</p>
<p>Donnerstag,<br />
Noch immer keine Spur von Papa, aber Mama behandelt den Dicken, als würde er fest zur Familie gehören. Vielleicht ist das alles eine große Verschwörung in der Papa entführt und dann durch den Dicken ersetzt wurde. Und dann haben sie meine ganze Familie einer Gehirnwäsche unterzogen und nur mich übersehen. Ich muss nur noch herausfinden wer hinter der ganzen Geschichte steckt. War es der Geheimdienst, oder vielleicht die Freimaurer. Und was haben die Illuminaten damit zu tun? Ich werde es herausfinden. Aber zuerst muss ich den Dicken ausschalten.</p>
<p>Freitag,<br />
Ich bin mir jetzt fast sicher, dass Außerirdische hinter der Entführung stecken. Sie haben meinen Vater entfernt und durch eine dicke, pausbäckige Überwachungsdrohne ersetzt um die Menschen auszuspionieren. Ich habe versucht die Regierung anzurufen, aber da ging niemand ran. Vielleicht sind die auch schon infiltriert. Meine Freunde glauben mir nicht, aber wahrscheinlich sind das auch alles Außerirdische.  Ich schreibe ihre Namen bei Gelegenheit auf meine Verdächtigenliste. Ich habe die Sonde noch nicht ausschalten können, ich kenne ihre Schwachstelle noch nicht. Aber ich werde erst einmal versuchen sie auf die herkömmliche Weise aus dem Weg räumen. Zum Glück weiß ich wo Papas Gewehr liegt.</p>
<p>Samstag,<br />
Die Drohne ist heute den ganzen Tag zuhause geblieben. Ich versuche sie nicht zu auffällig zu überwachen, sonst schöpft sie Verdacht. Ich befürchte sie hat vor Mamas Gehirn zu essen. Ich habe begonnen mein Zimmer mit Alufolie auszukleiden, die  Außerirdischen können vielleicht meine Gedanken lesen. An Papas Gewehr bin ich nicht rangekommen. Ich wusste die Kombination vom Waffenschrank nicht. Aber ich habe mir eine Rohrzange genommen, um es zu erledigen. Ich warte bis die Drohne allein ist, sonst mache ich Mama nur Angst. Aber die werden ihr Gehirn nie kriegen!</p>
<p>Sonntag,<br />
Mama hat mich gefragt warum ich heute nur Alufolie anhabe, aber ich habe ihr nicht geantwortet, sie wird schließlich überwacht. Ich lege mich mit der Rohrzange auf die Lauer und warte den passenden Moment ab, um die Drohne zu eliminieren. Ich schreibe wieder wenn es erledigt ist.</p>
<p>Noch einmal Sonntag,<br />
Ich war mit Mama und dem Anderen in der Küche und sie hat mit mir geschimpft, weil wir keine Alufolie mehr haben. Und dann hat sie gesagt, ich soll mich nicht so aufregen nur weil Papa sich den Bart abrasiert hat. Dann hab ich die dicke Drohne angeguckt und hab gemerkt, dass das Papa ist und er gar nicht entführt wurde und es gar keine Drohne gab und ich Papa nur nicht erkannt habe, weil er keinen Bart mehr hat. Ich kam mir irgendwie dumm vor.</p>
<p>Montag,<br />
Das Missverständnis mit dem Drohnen-Papa hat sich ja jetzt geklärt. Aber seit heute hab ich eine neue Englischlehrerin und ich bin sicher sie kommt vom Jupiter. Ich werde sie auf meine Verdächtigenliste schreiben. Zum Glück habe ich die Kombination von Papas Waffenschrank herausgefunden.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><strong>Herr Schmoo</strong><br />
Einige sagten Herr Schmoo sei gefährlich. Andere hielten ihn für einen echten Helden. Aber für die meisten war er nur ein armer alter Hippie.<br />
Herr Schmoo selbst wollte von dem ganzen Kram nichts wissen. Ein Hippie? Gut er hatte schon etwas ökohaftes mit seinem langen grauen Pferdeschwanz, dem Ziegenbärtchen und der selbst genähten Kleidung. Aber Herr Schmoo war gegen Vorurteile. Er gehörte einfach nicht zu diesen Weltverbesserern, die nackt im Regen tanzten. Oder den Idioten, die ihre Umgebung mit „Rettet den Regenwald“-Flyern tapezierten, für deren Produktion ein Großteil des Selben wahrscheinlich draufgegangen war, während die Ausdünstungen ihrer Haare ihr Übriges zum Treibhauseffekt taten.<br />
Nein, da war Herr Schmoo gegen.<br />
Er war einfach jemand der gerne protestierte, jemand, der seine Meinung sagte, wenn sie gehört werden wollte. Zugegeben auch, wenn sie niemand hören wollte.<br />
Herr Schmoo hatte schon mit den Linken gegen die Rechten protestiert und mit den Rechten gegen die Linken. Und dann mit den Protestgegnern gegen die ganzen Demonstrationen.<br />
Er hatte sogar die Partei der Nichtwähler gewählt. Einfach aus Protest.<br />
Einmal hatte ihn jemand gefragt, ob er eigentlich gegen alles sei. Herr Schmoo hatte kurz überlegt, dann hatte er gesagt: „Ich hab nichts gegen Protest.“ Natürlich hatte er auch schon gegen die freie Meinungsäußerung demonstriert, aber da hatte ihm schon keiner mehr zugehört.<br />
Auch als er anfing über die Dinge nachzudenken, gegen die er protestiert hatte und eine vertretbare Meinung entwickelte, hatten die Jüngeren ihn nur belächelt. „Er wird senil, der Schmoo.“, hatten sie gesagt und ihn in ein Altersheim gesteckt. Natürlich hatte Herr Schmoo protestiert, doch es hatte nichts geholfen. Irgendwann kamen sie in seinen Bungalow und nahmen ihn einfach mit.<br />
Und als er ankam in der Hölle aus Beton und Haferbrei und durch die endlosen kalten Flure schlurfte, da wurde Herrn Schmoo klar, dass er endlich seinen Platz gefunden hatte. Das Heim war ein Paradies für jeden Protestierenden.<br />
Und Herr Schmoo protestierte: Gegen das schlechte Essen, das ihm den Magen verdarb, gegen die harten Matratzen, die ihm das Rückgrat zermalmten, gegen zu wenig Medikamente, gegen zu kalte Zimmer und gegen die hässlichen Pflegerinnen.<br />
Er fand einfach immer neue Probleme gegen die er wettern konnte.<br />
Und zum ersten Mal in seinem Leben war Herr Schmoo wirklich glücklich.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Himmel und Erde: Andersen Storm las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/14/andersen-storm-las/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 19:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Horoskope
Bienchen
Himmel und ErdeHoroskope
Kuscheltier (23.07.-23.08.)
Liebe:
Romantische Stunden und Harmonie….können Sie vergessen. Der Weiße Ritter, ohne Gaul aber in einem Ford Escord, wartet vor der Tür und hupt.
Gesundheit:
AUA! Sie werden direkt in die parkende Faust Ihres Nachbarn laufen. Viel kühlen hilft.
Beruf:
Ihre Kollegen lästern hinter Ihrem Rücken. Höchste Zeit sich umzudrehen!
Geld:
Fassen Sie mal einem nackten Mann in die Tasche. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Horoskope<br />
Bienchen<br />
Himmel und Erde<span id="more-1309"></span>Horoskope</strong></p>
<p><strong><em>Kuscheltier (23.07.-23.08.)</em></strong></p>
<p>Liebe:<br />
Romantische Stunden und Harmonie….können Sie vergessen. Der Weiße Ritter, ohne Gaul aber in einem Ford Escord, wartet vor der Tür und hupt.</p>
<p>Gesundheit:<br />
AUA! Sie werden direkt in die parkende Faust Ihres Nachbarn laufen. Viel kühlen hilft.</p>
<p>Beruf:<br />
Ihre Kollegen lästern hinter Ihrem Rücken. Höchste Zeit sich umzudrehen!</p>
<p>Geld:<br />
Fassen Sie mal einem nackten Mann in die Tasche. Das was Sie finden, dürfen Sie behalten.</p>
<p><strong><em>Kriechtier (22.06.-22.07.)</em></strong></p>
<p>Liebe:<br />
Zu spät! Vor 5 Minuten sind Sie an Ihrem Traumpartner vorbei gelaufen, nur blöd, dass Sie nichts bemerkten. Was soll‘s, dann muss der Ehepartner wohl doch noch für die Zukunft herhalten.</p>
<p>Gesundheit:<br />
Sie sind gesundheitlich gut drauf und sollten den Tag für etwas Sinnvolles nutzen. Warum gehen Sie nicht zum Arzt und holen sich eine Krankschreibung?</p>
<p>Beruf:<br />
Sie waren nie der Hellste, deshalb haben Sie es auch nie in die Chefetage geschafft. Heute bekommen Sie Ihre Chance und erhaschen einen kurzen Blick &#8211; aber leider nur um Ihrem Chef die Post zu bringen.</p>
<p>Geld:<br />
Verschieben Sie ihre Einkäufe auf nächste Woche. Eine Woche hungern kann ja so schwer nicht sein.</p>
<p><em><strong>Revierförster (23.11.-21.12.)</strong></em></p>
<p>Liebe:<br />
Pech gehabt! Ihr Partner wird Sie verlassen. Der Grund dafür ist der neue Hausmeister. Kopf hoch. In 10 Jahren bekommen Sie wieder eine Chance.</p>
<p>Gesundheit:<br />
Jede Bewegung schmerzt. Gestehen Sie es sich endlich ein &#8211; Sie alt werden.</p>
<p>Beruf:<br />
Schon wieder zu spät! Die Ausrede mit dem toten Pferd auf dem Marienplatz glaubt Ihnen kein Mensch. Ihr Chef wird sie feuern.</p>
<p>Geld:<br />
Bringen Sie doch mal wieder Ihre Pfandflaschen weg. Die 10 Euro können Sie jetzt gut gebrauchen.</p>
<p><strong>Bienchen</strong></p>
<p>Bienchen. Ein Bienchen, zwei Bienchen, drei Bienchen, alles richtig gemacht. Artig gewesen. Viele Bienchen.</p>
<p>Sonne und Regen. Je nach&#8230; Ergebnis. Sonne, Regen, Regen, Regen, Regen, wieder Sonne.  Sonnentage. Eine Sonnenperiode. Aufatmen. Wird schon noch.<br />
Sterne, eins, zwei, drei, vier, fünf Sterne &#8211; zu teuer das Auschecken abzuchecken.</p>
<p>Freier Himmel. Wolken, eine, zwei, drei, hunderte Wolken manchmal, manchmal auch nur eine große und keinen Himmel.</p>
<p>Nacht. Eine Nacht. Mag sein mehr. Besser ist mehr. Nächte. Aber nicht immer.<br />
Nicht immer Bienchen, Sonne, Regen, Himmel, Wolken. Auch nicht immer Sterne.</p>
<p>Aber wenn, wenn Himmel ist, dann sind auch Sterne. Viele Sterne. Tausende Sterne und nur eine Erde.</p>
<p><strong>Himmel und Erde</strong></p>
<p>Mit Weihnachten fing alles an. Sie hatten es kommen sehen und konnten, vielleicht wollten sie sich auch nicht wehren. So kam es einfach, wie es hatte kommen müssen. Müßig von Schuld zu sprechen – vielleicht von Demut. Oder doch Resignation? Hatten sie aufgegeben? Waren sie das Kämpfen leid? Lies es sich vielleicht auch einfach aussitzen? Alles deutete auf ein Ende hin. Dennoch will ich die Geschichte eines Anfangs erzählen.</p>
<p>Weihnachten. Der Schnee rieselte. Leise. Wie hätte er auch laut rieseln sollen? Das Kaminfeuer krachte und stiebte. Das Holz hatten sie selbst gemacht, wie man sagt: Holz machen, obwohl es immer schon da ist. Klein wird es gemacht, ofengrecht, Kamin-kompatible. Warm war es im Haus. Und laut war es auch. Bis zu diesem gellenden Schrei. Danach war Stille. Absolute Stille. Eine Stille, die den Schnee laut rieseln lies und Holz machte daraus. Das Haus hielt den Atem an.</p>
<p>Dann platzte es. Keine Vorbereitung, kein Aufbäumen, kein Ankündigen. Es platzte einfach. Es entformte sich, als hätte es beschlossen, kein Haus mehr sein zu wollen. Was dann? Gute Frage! Ein leuchtendes, farbenfrohes, helles Gebilde, das mit einer Intensität sprühte, als würde es leben, als würdes es unendliche Ressourcen haben, Leben versprühen zu können und Licht und Formen und Farben. Und Wärme! Wohltuende Wärme, die den Schnee tauen ließ und die Erde trocknete.</p>
<p>Und ihre Tränen. Unbeweglich standen sie dem Spektakel zugewandt, so dicht, dass sie die Wärme gerade noch ertragen konnten. Aufrecht standen sie. Ruhig. Dunkle Silhouetten vor tanzenden Lichtern.</p>
<p>Sie lehnte sich an ihn. Er seufzte. Sie lächelte still. Der Ton eines Martinshorn schwoll langsam auf. Das war ihr Signal.</p>
<p>Der Feuerwehr kam ein Kleinwagen in gemächlicher Fahrt entgegen, den die Feuerwehrleute nicht beachteten. Von einem brenndenen Haus war nur wenig übrig. Eine Wache blieb mit kleiner Technik. Die anderen Kameraden kehrten zu ihren Familien zurück.</p>
<p>Der Kleinwagen rollte langsam auf der verschneiten Straße in Richtung Stadt. Kinderlärm und Weihnachtsmusik vermischten sich in der Ferne.<br />
„Wohin?“, fragte er.<br />
„Wohin-auch-immer, nur unterwegs sein“, sagte sie.<br />
„Ja“, versprach er leise.</p>
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		<title>Himmel und Erde: die Horoskope</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 19:25:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Spülgehilfe (21. Januar &#8211; 19. Februar) 
He, Du hast es doch auch satt, oder? Immer nur die Reste der anderen wegzuräumen! Heute ist Dein Tag, werde aktiv! Hinterlasse eigene Spuren! Werde auch Du ein Teil der Geschichte. Dann wirst Du auch diese dauernden Zahnschmerzen endlich los. Vergiß nicht Deine Schuhe gut zu schnüren und ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Spülgehilfe (21. Januar &#8211; 19. Februar) </strong><br />
He, Du hast es doch auch satt, oder? Immer nur die Reste der anderen wegzuräumen! Heute ist Dein Tag, werde aktiv! Hinterlasse eigene Spuren! Werde auch Du ein Teil der Geschichte. Dann wirst Du auch diese dauernden Zahnschmerzen endlich los. Vergiß nicht Deine Schuhe gut zu schnüren und ein frisches Taschentuch einzustecken.</p>
<p><strong>Salzstange (20. Februar &#8211; 20. März) </strong><br />
Heute ist nicht Dein Tag. Geh nicht aus dem Haus, bleib in der Tüte. Der erste Hund pinkelt an Dein Bein, die erste Straßenbahn wird über Deine heruntergewehte Mütze fahren. Nur mit viel Glück siehst Du heute keine Notaufnahe von innen. Aber Glückstag war ja gestern erst.<br />
&#8230;</p>
<p><strong>Steinmetz (22. Dezember &#8211; 20. Januar)</strong><br />
Das Leben ist hart wie Brot von vorgestern. Wenn Du nicht verhungern willst, musst Du es aber essen. Trenne Verbündete von falschen Freunden. Und geh endlich mal zum Friseur, es sieht schon lange nicht mehr schön aus!</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Himmel und Erde: Herr ivalo las</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 19:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Himmel un Ähd (en Büddenrääd)
und
Kalle und de Stärnkes

Himmel un Ähd (en Büddenrääd)
Der Mensch in singem Wesen is putzisch un klein
Der Mensch in singem Wesen könnt nitt niedlischer sein!
Er rackert und schuftet von früh bis noch spät
Un sieht doch am Abend, dat kaum jet ens jeht!
Er denkt sich so jenn, er wör enne Held
hät ville Fründe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Himmel un Ähd (en Büddenrääd)</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Kalle und de Stärnkes</strong><br />
<span id="more-1301"></span><br />
<strong>Himmel un Ähd (en Büddenrääd)</strong></p>
<p>Der Mensch in singem Wesen is putzisch un klein<br />
Der Mensch in singem Wesen könnt nitt niedlischer sein!<br />
Er rackert und schuftet von früh bis noch spät<br />
Un sieht doch am Abend, dat kaum jet ens jeht!</p>
<p>Er denkt sich so jenn, er wör enne Held<br />
hät ville Fründe un jott ens wat Jeld<br />
Doch bitter is de wahre Nuud<br />
Dem Menschen jot ett seltlisch juut</p>
<p>De arme Tropf, wat makt-i nu, wie küt er da dr&#8217;rus<br />
Hei dut sich dann upp singe Kopp, een Mözzche met Kapuzz<br />
Drum Mensche, laßt uns fröhlisch sinn, und laßt ons rischtisch fiere<br />
Morjen müss mer artisch sinn, et wörd schon nex passiere</p>
<p>Un wenn mer sin fröhlich, dann kein schuldisch Jekreisch<br />
Denn we sinn doch alle nur uss menschlich Jefleisch<br />
Denn der Mensch wörd verleitet, mähr als er lenkt<br />
Un zwischen Himmel un Ähd jiddet mähr als man denkt!</p>
<p>3 x Helau und 3 x Allaaf!!</p>
<p><strong>Kalle und de Stärnkes</strong></p>
<p>Mensch Kalle, weiße, wat heute in meim Horroskop drinne stand? Ich soll auch ma zuhören. Als ob ich nich dauernd auch zuhören würde! Also ehrlich!<br />
Aber wat soll ich machen, Du sachs ja nich viel.<br />
&#8230;<br />
&#8230;<br />
Siehße!<br />
Und wieso, Kalle, wieso weiß soen Horoskop eigentlich imme genau was grad für mich gut is und was nich? Weiße, als obbet nur 12 verschiedene Menschen gibt. Für die einen is dat gut, für die anderen dat andere. Und alle, die mein Sternzeichen haben, die sollen heute ma die Klappe halten un nich so viel labern. Dat können die doch vonne Zeitung gar nich wissen, selbs nich vonne Bildzeitung, is doch so!<br />
Is ja gut, ich bin ja schon still. &#8230; Dann zapf abba auch schnell ma wat!<br />
Jau, Danke.<br />
Jau, Prost.<br />
&#8230;<br />
Na, los, erzähl schon!<br />
Wie was erzählen? Na irgendwas, wat weiß ich, ich soll do nich.<br />
Ach, hör auf, irgendwat zum Erzählen wirße schon wissen.<br />
Wat issen heute so passiert?<br />
Na so früh is dat au nich mehr!<br />
Wat bis Du den überhaupt füren Sternzeichen? Komm ich les ma Deins vor!<br />
Wie Du glaubs nich an soen Tinnef?<br />
Ach, komm, dat steht do in jede Zeitung drinne, alle lesen dat, dann muss da doch auch wat dran sein, oder? Hier, inne Bildzeitung. Direkt neben dat wat de Merkel sacht, also stimmt dat doch!<br />
Ja, is gut, ich bin ja schon still.<br />
So, ich sach jetzt gar nix mehr!<br />
&#8230;<br />
So!<br />
&#8230;<br />
Sach ma Kalle, weiße eigentlich, wieviele Sternkes dat so gibt?<br />
Dat sind bestimmt 10.000 oder sowat, oder? Dat sind doch eigentlich alles nur so kleine Sonnen, die nur viel zu klein sind, dassese nich groß sehen kanns, oder?<br />
Is ja, gut, ich sach nichts mehr!<br />
&#8230;<br />
Obbet da oben wohl Menschen gibt?<br />
Oder Tiere, Insekten und soen Zeuch?<br />
&#8230;<br />
Oder Pflanzen?<br />
&#8230;<br />
Oder sonne kleine Mennekes, die uns dann besuchen kommen, irgendwann und uns alle entführen auffen anderen Planeten, oder so?<br />
Stell Dir dat bloß ma vor, Kalle, auffen anderen Planeten!<br />
Schön kann dat da eigentlich nich sein.<br />
Dat siehße doch im Fernsehen immer, da sieht dat immer voll öde aus. So wie inne Sahara oder inne Steppe. Und dann is dat völlig heiß oder arschkalt und voll mit Wolken und dat blubbert überall. Ne, ne, da bleib ich schön gemütlich hier, dat sachich Dir abba!<br />
Ja, dat stimmt, wissen kannse dat nicht. Kannsse ja auch nich hingucken.<br />
Weiße, wär do auch gar nich schlecht, ma so innem Raumschiff zu fahren, auch wenne blos entführt wirß.<br />
Vielleicht bisse da dann soen Gott oder so wat und die behängen Dich mit Ketten und Kränzkes&#8230;<br />
Ne, ne, eher kommße da in soen Zoo rein und wirße gefüttert. Oder wat auch immer.<br />
&#8230;<br />
Jau, Prost, ja, ich nehm no ein.<br />
Bin ja schon still.<br />
&#8230;<br />
Sach ma, Kalle, wann hasse denn jetz Geburtstag?<br />
Ey, hömme, kann do nich sein! Dat geht nich, dat ich jezz seit 20 Jahre in Deine Kneipe renn un nich weiß, wann Du Gebutstag has, is doch so!<br />
Du bis mir echt en schönen Wirt!<br />
Ne, ne, ne!<br />
&#8230;<br />
Jau Danke, Prost.<br />
Ich bin schon still.<br />
&#8230;<br />
Aber weiße, wenn et da kein Bier gibt, dann is dat da auch scheiße. Auch wenne jeden Tag Dein Futter kriß in soem Zoo und nich ständig auffet Amt rennen mus.<br />
Oder Deine Alte anpumpen.<br />
Ne, ne.<br />
&#8230;<br />
Weiße Kalle, wat ich glaube, dat Du bis: Steinbock! So stur wie Du bis. Ich würd sogar extra wat für dich erfinden: Sturbock wärße von mir aus, Stur-bock!<br />
Is gut!<br />
Is ja guut!<br />
&#8230;<br />
Weiße, Kalle, wat ich schomma gehört hab? Ich hab schomma gehört, dat immer wenn was passiert, dat dann auch dat andere passiert, wat gerade nich passiert is. Egal was! Nur eben auf ne andere Welt. Stand die Tage inne Bild, hat irgendsoen Wissenschaftsfuzzie rausgefunden, in Amerika oder so.<br />
Doch, gez ma ganz ehrlich. Da gibt dat Planeten die sind irgendwie parallel zu uns.<br />
Und, und wenn es nich Tor is sondern Pfosten, is dat auf ne anderen Welt irgendwo doch Tor. Geht halt irgendwie doch rein! So krumm, oder irgendwie, parallel halt.<br />
Weiße, dann gibt dat irgendwo da draussen ne Welt, wo wir genau so gemütlich wie hier zusammensitzen und in mein Horoskop steht aber, &#8220;erzähl ma bisken wat von Dir, öffne dich und du wirs Freunde finden&#8221;, doch, doch, so ham die dat erklärt!<br />
Und weisse: da stehen dann auch unsere königsblauen Jungs wo se auf unsere Welt auch hingehörn, vorre Schwatt-Gelben Angeberköppe aussem Sauerland!<br />
Und sicher gibbet dann da draussen auch ne Welt, wo in meine Lieblingskneipe der Wirt auch für meinen Lieblingsverein is und nich für Rot-Weiß Oberhausen.<br />
Und weiße was noch: von denen las ich mich gern entführen.<br />
Ne, nich von Oberhausen, sondern von denen auf der Welt, die parallel is zu uns!<br />
Ach wat erzähl ich Dir dat, is ja doch verschwendung!<br />
Brauchße gezz gar nich so beleidigt zu gucken, Du ollen Sturbock, is doch so!<br />
So, und gezz ge ich nach Hause, da hab ich nämlich au nix zu sagen!<br />
Jau, tüss,  bis morgen.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Himmel und Erde: Herr thom* las</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 19:31:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich werde Stechbeitel aus dem Holz ziehen
Dieser Text wurde live gelesen zum Titel &#8220;Alte Juwel (feat. Rudi Stöher)&#8221; von der Platte &#8220;Am Ende der Kirschallee&#8221;, einem Album aus den elektronischen Instrumenten eines Künstlers entstanden, der sich &#8220;Das Kraftfuttermischwerk&#8221; nennt. Die gesamte, im Übrigen fantastische Platte steht zum Download zur Verfügung unter: www.kraftfuttermischwerk.de
Horst Schwerinskis erster Job
Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich werde Stechbeitel aus dem Holz ziehen</strong><br />
Dieser Text wurde live gelesen zum Titel &#8220;Alte Juwel (feat. Rudi Stöher)&#8221; von der Platte &#8220;Am Ende der Kirschallee&#8221;, einem Album aus den elektronischen Instrumenten eines Künstlers entstanden, der sich &#8220;Das Kraftfuttermischwerk&#8221; nennt. Die gesamte, im Übrigen fantastische Platte steht zum Download zur Verfügung unter: <a href="http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/">www.kraftfuttermischwerk.de</a></p>
<p><strong>Horst Schwerinskis erster Job</strong><br />
Im zweiten Teil des Textes kam wiederum &#8220;Das Kraftfuttermischwerk&#8221; zum Einsatz &#8211; diesmal mit dem Titel &#8220;Birkenholzkompott&#8221;</p>
<p><span id="more-1296"></span></p>
<p><strong>Ich werde Stechbeitel aus dem Holz ziehen</strong><br />
Ich werde Stechbeitel aus dem Holz ziehen unter blinden Fenstern und den Kindern zeigen, wo der Gummihammer hängt &#8211; kopfüber im Schrank. Dessen Tür wir öffnen werden, so sanft es eben geht mit sechs Händen, damit UrUropa nicht klappert. Der hängt gerahmt in der Tür &#8211; UrUropa &#8211; und klappert solang die Tür sich rührt. Dann werden wir nehmen: die Sägelade und den Fuchsschwanz und das Kantholz und den Zollstock. Und was die anderen vier Hände greifen konnten, das legen wir zurück.</p>
<p>Der Schraubstock macht die Backen eng und enger, quetscht das Kantholz und quietscht unser Lied, einen Hocker stellen wir davor für kleine Beine. Sägen ab, raspeln rund, schleifen nach. Stemmen aus, bohren an, takeln auf. Das Segel am Kantholzboot wird gewesen sein ein Laken unter schweren Federbetten, wurde Mottenfutter, dann ein Lappen, ein Flicken. Nun wird es dem Schiff die Farbe geben auf den Söllen und unsere Farbe wird sein: ölfleckengrau.</p>
<p>Wir werden alles einfach liegen lassen und ich werd an Dich denken. Und nochmal wenn wir Luft in die Schläuche pumpen, den Daumen auf den Mantel gepresst. Am Teich, zu dem wir radeln, stehn Pompesel kerzengerade und die Gummistiefel schmatzen jeden Schritt. Unser stolzes Schiff pusten wir hinaus hinter die Seerosen, sehen Wasserläufern zu, die fliehn.</p>
<p>Zu Hause werden wir uns auf den Kirschbaumstubben stützen, wenn wir das Wasser aus den Gummistiefeln gießen. Die Regentonne wird der Hafen sein. In ihrer Sternensuppe schwimmt das Boot. Wir werden Wolken atmen unter den Abendhimmel und kurz bevor wir unter schwere Federbetten kriechen, trinken wir die Neigen aus. </p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><strong>Horst Schwerinskis erster Job</strong><br />
Hallo, mein Name ist Horst Schwerinski und ich habn Job.</p>
<p>Hat allet damit anjefangen, das die Frau mich in son Lyrikabend jeschleppt hat. Det Kind is jroß jenuch hatse jesacht, da kannste ruich ma wieder mit mir ausjehen. Nu war det außjerechnet sowat wo verjeistichte Männer uffe Bühne Jedichte vorlesen, um die verjeistichten Frauen in Publikum&#8230; na ich sach mal vorsichtich&#8230; für sich zu jewinnen. Und weil wir ja nu ausse Biologie wissen, das nich immer die Stärksten zum Zuge kommen, sondern oft eher die wo am meisten auffallen, hat einer von die Dichter seine Werke nich einfach so vorjetragen, sondern mit &#8211; wie nenn ick dit jetzte möglichst neutral&#8230; Jeblubber! unterlecht.</p>
<p>Und ick hab dit aus Spaß mitjeschnitten. Mitn Telefon. Für youtube. </p>
<p>Seit dit Jugendamt mir aufn Kieker hat wejen der vielen lustigen Kinderunfälle in mein Channel, ha ick dit Süjet erstma jelassen. War ja och immer schwerer, die Jörn auszutricksen&#8230; Ick hatte denn ja sojar in Kindergarten Hausverbot&#8230;</p>
<p>Aba son balzenden Dichter ha ick mir jedacht, den kannste ma bringen uf youtube&#8230; Und son Monat später krich ich ein Brief von den Schweriner Kurier, oder Express oder Blitz, einer von denen jedenfalls, die wären an einer längerfristigen Zusammenarbeit interessiert in Sachen Erstellung von digitalem Content. Kam denn raus, die wollen, dass ick für die ßu so Ereijnissen hinjeh, bissgen Filme und was dazu schreibe. Fürn Zehner pro Film. Ha ick erstma jesacht, kommt gar nich in Fraje, so billig vakoof ick mir nich. </p>
<p>Ick will auf alle Fälle nochn Presseschild fürs Auto. Hamse sich jewunden und jeklacht hamse, aba ick bin hart jeblieben und an Ende wollten se mich haben und warn denn och bereit mein Preis ßu ßahln.</p>
<p>Und deshalb ha ick nu n Job. Journalist bin ick. Nächste Woche ßum Beispiel mach ick ne Reportage, da spielen die Orjinal Störtaler in Augustenstüft. Mannmannmann&#8230;</p>
<p>Und dit allet wejen ein Film. Apropropro&#8230; Den mach ick nochma an&#8230; Mit Gucken is ja bisschen schlecht heute, aba hörn reicht bei dem im Prinzip aus&#8230;</p>
<p>WER SCHÜTZT UNS?<br />
VOR DER ALTERNDEN GESELLSCHAFT?<br />
DEM DEMOGRAFISCHEN WANDEL?<br />
DER ANHALTENDEN ABWANDERUNG?<br />
WIR WERDEN EIN DEMENZZENTRUM!<br />
WENN DIE DÖRFER VERGREISEN<br />
WERDEN SCHULWEGE WEITER<br />
WERDEN GANZE LANDSTRICHE FÜR JUNGE FAMILIEN ALS LEBENS- UND WIRKUNGSKRAUM &#8211; ICH DENKE DA AUCH ANS EHRENAMT &#8211; </p>
<p>UNINTERESSANT.</p>
<p>ANDERERSEITS!<br />
SIND WIR DANN DIE ZIELGRUPPE<br />
GIBT ES DANN KEINE ARBEITSLOSEN MEHR<br />
ALTENPFLEGER WERDEN FÜRSTLICH BEZAHLT<br />
UNSERE KINDER KÖNNTEN ALTENPFLEGER WERDEN<br />
WELCHE KINDER, FRAGST DU UND ICH SAGE<br />
KINDER, DIE WIR, WIR ALLE, DRINGEND BRAUCHEN UND<br />
DEREN GEBURT WIR BEIDE VORBEREITEN SOLLTEN<br />
DU UND ICH HEUTE NACHT. WIR GEGEN DEN DEMOGRAFISCHEN WANDEL!</p>
<p>WAS DENKST DU?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>5. Advent &#8211; Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/12/12/5-advent-herr-ivalo-las/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 19:24:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Jahresrückblick – das war das Jahr 2010 (ohne das Wort Herbstmeister zu erwähnen)
und
Dezember
und
Mein Adventskalender

Mein Jahresrückblick – das war das Jahr 2010 (ohne das Wort Herbstmeister zu erwähnen)
Hatten Sie in diesem Jahr eine Hausgeburt? Nein? Ich auch nicht. Und doch war 2010 das Jahr der Hausgeburt.
Und was soll man von einem Jahr erwarten, dessen Pilz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mein Jahresrückblick – das war das Jahr 2010 (ohne das Wort Herbstmeister zu erwähnen)</strong><br />
und<br />
<strong>Dezember</strong><br />
und<br />
<strong>Mein Adventskalender</strong><br />
<span id="more-1277"></span><br />
<strong>Mein Jahresrückblick – das war das Jahr 2010 (ohne das Wort Herbstmeister zu erwähnen)</strong></p>
<p>Hatten Sie in diesem Jahr eine Hausgeburt? Nein? Ich auch nicht. Und doch war 2010 das Jahr der Hausgeburt.<br />
Und was soll man von einem Jahr erwarten, dessen Pilz des Jahres die Schleiereule ist? Und dessen Schmetterling des Jahres Schönbär heißt.<br />
Wort des Jahres wird garantiert Bioflexibilität!<br />
Und Unwort des Jahres wird sicher Quotendruck.<br />
Ach nein, der hat ja überlebt.<br />
Dann wird es eben „Love Parade“. Oder Amtsmüdigkeit. Oder „Oben ohne“.<br />
Aber meist wird es eher ein Euphemismus. Also was, was besser klingt, als es eigentlich ist. Z.B. Sandstrand mit Öldressing. Ist jetzt erfunden, aber vom Prinzip!</p>
<p>Aus rein numerischer Sicht war es ein wunderbares Jahr, man konnte am 20.10. 2010 heiraten, wenn man nicht schon verheiratet war und jemanden zum Heiraten parat hatte.  Zwanzig zehn, schöne klare Zahlen, zwei mal rund und vorne doppelt so viel wie hinten.<br />
Allein das ist schon Grund genug, ein Jahr zu feiern. 2010, Du Jahr der Kulturhauptstadt Ruhr!<br />
2010 war nach dem iranischen Kalender 1388/89.<br />
Der bengalische Kalender hatte 1415/16.<br />
Nach dem islamischen Kalender war es bereits 1431/32 und das Land des Buddha schrieb 2554.<br />
Während im Iran also Papst Urban VI. herrschte, erfanden die Bengalen gerade das Feuerpulver und beim Buddha war schon Raumschiff Enterprise Staffel 3!</p>
<p>Aber wir alle waren Lena! Und werden es bald wieder sein, denn nicht mehr lange, dann ist 2011!<br />
Was wir heute sind ist nicht gewiss, irgendwie zwischen den Jahren, also in der Zeit zwischen Jahresrückblick und Neujahr.</p>
<p>2010 starben Christoph Schlingensieff und Heidi Kabel. Auch Loki Schmidt und Lech Kaszinski.<br />
Beunruhigend ist, dass niemand Prominentes geboren wurde.<br />
So sterben die bald aus!</p>
<p>Das Oktoberfest wurde 200, der FC St. Pauli 100.<br />
Das macht gekürzt 2:1 für Bayern. Obwohl gestern 3:0.</p>
<p>11 Spanier wurden Fußballweltmeister. In Afrika.<br />
Mehr als 11 Afrikaner strandeten in Schlauchbooten, vor Spanien.</p>
<p>Schwerin wurde 850 und Facebook 5.<br />
Und doch wohnen in Facebook schon mehr als in Schwerin.</p>
<p>Christian Wulff wurde neuer Bundespräsident und wir sind immer noch Lena!</p>
<p>Google Street View durfte keine Bilder von der innerkoreanischen Grenze aufnehmen.<br />
Und wenn, musste es sie verpixeln.<br />
WikiLeaks darf sowieso gar nichtsmehr.</p>
<p>Hat mal wer was von der PiratenPartei gehört? Außer der einzelne junge Herr dahinten in der Ecke meine ich!</p>
<p>Papst Benedikt XVI. kreiert beim Konsistorium am Christkönigsfest 24 neue Kardinäle.<br />
Der zwölfte Castor-Transport startete in Nordfrankreich mit dem Ziel Gorleben.<br />
Das macht gekürzt 2:1 für den Vatikan!</p>
<p>In Kalifornien scheitert der Versuch der Legalisierung der Droge Cannabis per Volksentscheid.</p>
<p>Hamburg stimmte gegen die Schulreform,<br />
Deutschland holte trotzdem in Pisa auf.<br />
Das ist gut für die 5-Jahreswertung!</p>
<p>Der Golf war gut geölt, die FIFA gut geschmiert. Die FIFA ist das, was immer die Fußballweltmeisterschaft vergibt. Zum Beispiel nach Qatar, das 2010 plötzlich alle Kattar nannten.</p>
<p>Apotheker kritisierten die Gesundheitsreform.<br />
Der Marathon wurde 2500.<br />
Länger laufen nur deutsche Atomkraftwerke.</p>
<p>Wolfgang Joop rettete Feinripp und Deutschland hatte immer noch nicht den Superstar gefunden. Deshalb suchte es ihn in Staffel sieben.</p>
<p>Ausblick 2011: Vogel des Jahres wird der Gartenrotschwanz und Blume des Jahres der Beinbrech. Und die beste Nachricht: es wird 2011 eine königliche Hochzeit geben, allerdings nicht am 20.11.!</p>
<p><strong>Dezember</strong></p>
<p>Dezember ist ein Kind mit Mütze.<br />
Es sitzt auf seinem Schlitten im Rest Schnee.<br />
Seine Handschuhe baumeln aus den Ärmeln an der Ärmelschnur.<br />
Die Arme weit vom Körper abgespreizt.</p>
<p>Zu viel Verpackung.</p>
<p><strong>Mein Adventskalender</strong></p>
<p>In der Eins, da war was Fein’s<br />
In der Zwei war ein Ei<br />
In der Drei war leckres Allerlei<br />
In der Vier war ein Tier<br />
in der Fünf war ein Schlumpf<br />
in der Sechs ein gelber Klecks<br />
in der Sieben stand was geschrieben<br />
in der Acht hat was gelacht<br />
in der Neun war was zum Freun<br />
in der Zehn war ein Zahn<br />
in der Elf war ein Elf<br />
in der Zwölf ein Bild vom Rolf<br />
in der Dreizehn war Blei, schön!<br />
in der Vierzehn war &#8216;n Klavier, kleen<br />
in der Fünfzehn waren Plüschfeen<br />
die Sechzehn war echt scheen!<br />
in der Siebzehn war „wird schon schief gehen“<br />
in der Achtzehn ein Pferd mit Prachtmähn&#8217;<br />
in der Neunzehn konnt ich &#8216;nen Freund sehen<br />
in der Zwanzig roch es ranzig<br />
in der Einundzwanzig leuter Steine fand ich<br />
in der Zweiundzwanzig war ne Seife, handlich<br />
in der Dreiundzwanzig war ein Hai aus Danzig<br />
in der Vierundzwanzig war ein Bier</p>
<p>nun tanz ich.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Pro! Andersen Storm las und sang</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Oct 2010 17:21:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Protokoll des Verlaufs der Vorstandssitzung der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“
Test-Song-Pro
Heute Pro!
Protokoll des Verlaufs der Vorstandssitzung der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“
24. September, 19:00 Uhr, Vereinsheim der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“, Hinterzimmer.
Der Vorstandsvorsitzende Herr Reinhard Buckler begrüßte die Anwesenden und fragte, wo denn der Rest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Protokoll des Verlaufs der Vorstandssitzung der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“</strong></p>
<p><strong>Test-Song-Pro</strong></p>
<p><strong>Heute Pro!<span id="more-1254"></span></strong></p>
<p><strong>Protokoll des Verlaufs der Vorstandssitzung der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“</strong></p>
<p>24. September, 19:00 Uhr, Vereinsheim der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“, Hinterzimmer.</p>
<p>Der Vorstandsvorsitzende Herr Reinhard Buckler begrüßte die Anwesenden und fragte, wo denn der Rest des Vorstandes sei. Schriftführerin Frau Barbara Rankenschön, geborene Wildstengel,  bedankte sich für die Grüße und erwiederte, die anderen seien noch nicht da, sie sei die Einzige und habe schon einmal mit dem Protokoll angefangen. Vorstandsvorsitzender Herr Bucker wies die Protokollantin an, mit dem Protokoll solange auszusetzen, bis er sie wieder anweise, mit dem Protokoll fortzusetzen.</p>
<p>19:30 Uhr<br />
Der Vorstandsvorsitzende Herr Reinhard Buckler wies die Protokollantin in barschem Ton darauf hin, sie noch nicht wieder angeweisen zu haben, mit dem Protokoll fortzusetzen.</p>
<p>21:15 Uhr<br />
Der Vorstandsvorsitzender Herr Buckler wies die Protokollantin an, mit dem Protokoll wieder fortzusetzen. Er entschuldigte sich für das Versäumnis, die Anweisung zwischenzeitlich vergessen zu haben. Die Protokollantin setzte daraufhin sofort ihre Arbeit am Protokoll fort, allerdings nicht ohne dezidiert darauf hingewiesen zu haben, dass der Inhalt der vergangegnen Vorstandssitzungsepoche ohne Protokoll nicht so mir-nichts-dir-nichts aus dem Gedächtnis rekonstruiert werden könne, jedenfalls nicht aus dem ihren. Sie wäre es gewohnt sich wichtige Dinge schnellstmöglich zu notieren. Das sei professionelle Bewahrungsarbeit, die sie auch weiterhin von einem Vorstand erwarte. Herr Dr. Segeler bot sich an, die verloren gegangenen Inhalte der während der Protokollsperre erfolgten Vorstandssitzungszeit im Anschluss an dieselbe in seiner Laube bei einer Flasche Himbeergeist in gemeinsamer Erinnerungsarbeit aufzuarbeiten. Seine Frau wäre zu ihrer Schwester gefahren, so dass genug Raum und Zeit wäre.</p>
<p>Der Vorstandsvorsitzender Herr Buckler bemerkte, das glaube er, aber das könnte dem Dr. Segeler so passen. Darauf hin entbrannte eine Diskussion über Angebote, freie Lauben, Erinnerungsarbeit, Gender mainstreaming, Ausnutzen von hilflosen Personen und Obstbränden, die protokollarisch wiederzugeben der Protokollantin wiederum der Vorstandsvorsitzende bis zum Wiederaufruf verbat.</p>
<p>22:30 Uhr<br />
Der Vorstandsvorsitzender Herr Buckler erinnerte sich, vergessen zu haben, der Protokollantin Frau Rankenschön das Zeichen zur abermaligen Weiterprotokollierung gegeben zu haben. Er entschuldigte sich bei Frau Rankenschön und bot an, sich mit einer Flasche selbstgebranntem Birnengeist seiner Frau zu revanchieren. Dr. Segeler, nun als einzig noch verbliebenes Vorstandsmitglied, da die anderen 21:30 Uhr in Folge der hitzigen Diskussion den Raum verlassen hatten (Hinterzimmer), wiedersprach mit den Worten: Das könnte dir so passen, Schwager. Nur weil deine Frau zu meiner Frau, ihrer Schwester gefahren ist, ist Frau Rankenschön nicht Freiwild, jedenfalls nicht für Vorstandsvorsitzende der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“, die Vorbild sein müssen. Der Vorstandsvorsitzende Herr Buckler konterte: Segeler wäre eine überzüchtete, ersoffene Williams-Christ-Birne und er wolle nicht schon wieder wie letztes Jahr einen alten verwirrten Mann im Rhababer Barabara rufen hören, die ganze Nacht. Mit diesen Worten entwand er Dr. Segeler die Flasche Obstbrand, trank sie in einem Zug leer  und schloss die Sitzung.</p>
<p>Ein Termin für die nächte Sitzung wurde nicht festgelegt. Für das Protokoll, Barbara Rankenschön</p>
<p>Erklärung:  Die Protokollantin, Frau Barbara Rankenschön legt ihr Vorstandsmandat mit sofortiger Wirkung nieder, da ihrer Tätigkeit absichtlich Steine in den Weg gelegt werden. Dazu habe sie nicht die Mitgliedschaft einer Lesebühne beantragt und die Lesebühnenschreibwerkstatt besucht. Außerdem habe sie eine Rhababerallergie.</p>
<hr /><strong>Test-Song-Pro</strong></p>
<p>Ein neuer Bahnhof für ein paar Milliarden? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Müssen Schwaben mehr Mitsprache haben? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
5 Euro mehr bei Hartz IV? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Sind eigentlich Hartz IV-Empfänger hier? Bin ich dafür! Bin ich dafür!</p>
<p>Ich bin dafür und steh dafür, das ich dafür bin und von hier<br />
mit einem Spruchband an der Tür: Ich wohne hier und bin dafür.</p>
<p>Eine neue Schwimmhalle für Schwerin? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Dürfen auch Idioten durch die Straßen ziehn? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Überall wird gleichzeitig gebaut? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Das Theater findet keine Braut? Bin ich dafür! Bin ich dafür!</p>
<p>Ich bin dafür und steh dafür, das ich dafür bin und von hier<br />
ich komm auch gern mit vor die  Tür: Ich wohne hier und bin dafür.</p>
<p>Rauben uns die Banker weiter aus? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Kommt nur noch Arroganz aus dem Hohen Haus? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Heiraten Minister ihren Freund? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Hat es der Herr Sarazin gar nicht so gemeint? Bin ich dafür! Bin ich dafür!</p>
<p>Ich bin dafür und steh dafür, das ich dafür bin und von hier<br />
Ich ess&#8217; auch gerne mal ein Tier: Ich wohne hier und bin dafür. Ja! Dafür! Pro-St.</p>
<hr /><strong>Wieder da &#8211; Heute Pro!</strong></p>
<p>Weißt du noch, das erste mal?<br />
Wir haben uns gesehen und es war egal.<br />
Da hat es nicht gefunkt; wir gingen einfach so vorbei.<br />
Und uns war der andre einerlei!</p>
<p>Weißt du noch, wie’s später war?<br />
Wir haben uns gesehen und uns war klar,<br />
dass wir zwei Fremde waren, die gingen einfach ihren Weg.<br />
Besser singen wir im nächsten Take:</p>
<p>Doch in diesem Lied, kannst du sicher sein<br />
Dass gar nichts geschieht, neiheiheiheihein.<br />
Denn mit diesem Lied, das wird wunderbar,<br />
ist zunächst auch nur der Schlager: wieder da!</p>
<p>Heute Pro!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wieder da! Tini las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/09/12/wieder-da-tini-las/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 21:09:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder da!
Maikäfer flieg!

Wieder da!
Nachmittags bis abends &#8211; ich merke das schon nicht mehr so genau &#8211; betrete ich das Haus durch die Hintertür;  ich bin müde und hab Hunger. Nachdem ich zumindest Letzteres aus dem Kühlschrank in den Mund gestillt habe, schleppe ich mich die Stufen hoch: „1,2, 16!“ und noch bis durch meine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wieder da!</p>
<p>Maikäfer flieg!</strong></p>
<p><span id="more-1217"></span></p>
<p><strong>Wieder da!</strong><br />
Nachmittags bis abends &#8211; ich merke das schon nicht mehr so genau &#8211; betrete ich das Haus durch die Hintertür;  ich bin müde und hab Hunger. Nachdem ich zumindest Letzteres aus dem Kühlschrank in den Mund gestillt habe, schleppe ich mich die Stufen hoch: „1,2, 16!“ und noch bis durch meine Zimmertür&#8212;<br />
Da stehst du vor mir. Schon wieder. Mal wieder. Wäre ja auch zu schön gewesen.<br />
 Gerade Freitag hatten wir uns – „Endlich!“ dachte ich &#8211; verabschiedet:<br />
„Hör zu: nach den Ferien, diesen Ferien da  &#8211; werden wir uns eine Weile nicht sehen.“ sagte ich, „Mir fällt das auch nicht leicht, kannste glauben; wir haben immer Fünfe gerade sein lassen können, morgens ausgeschlafen, anschließend das Tapetenmuster beschrieben, zugesehen wie der Mülleimer überquillt und abends hinter ihm die Sonne untergeht,  aber jetzt  will ich das nicht mehr.<br />
Meine Eltern fangen auch immer öfter mit oder wegen dir Streit an, dass  geht den alten Leuten auch aufs Herz, verstehst du?“</p>
<p>Das redete ich und sagen wollte ich:<br />
„Du nervst. Ständig stehst du mir im Weg rum; ich stolpere über dich und tue mir weh; du nimmst einfach so meine Sachen und ich kann ewig suchen bevor dir mal einfällt: „Ich hab da ja…“, manchmal: da schließe ich die Küchentür hinter mir und gehe nach oben, höre aber auf halben Wege meine Mutter schreien und sehe sie beim Hinunterlaufen durch die offene Küchentür starren.<br />
 Dann weiß ich, dass du hinter mir warst, dass ich deinen Atem und deine Fortbewegung  &#8211; dieses Schlurfen und Schleichen mag ich nicht als Schritt bezeichnen  &#8211;  hätte hören müssen.<br />
Habe ich aber nicht. Weil wir schon so lange zusammen sind, dass du für mich kaum mehr als Luft bist. Ich glaube auch, dass du mir darum überallhin folgst.<br />
Du bist in meinem Kleiderschrank &#8211; auf der Waschkommode – an besonders schlimmen Tagen kritzelst du sogar in meine Klausuraufsätze. Du versuchst mich ständig deiner zu erinnern und machst mich damit so krank! Du hast übertrieben und jetzt ist es endlich vorbei.“</p>
<p>Das alles sagte ich aber nicht, um dich nicht zu verletzen und ich hätte ja auch blöd dagestanden, denn immerhin habe ich damals vorgeschlagen, dass wir zusammenziehen.<br />
Außerdem weiß ich, dass nervige Gäste schneller gehen, wenn sie glauben wiederkommen zu dürfen. Also wollte ich noch etwas Nettes sagen. Mir fiel bloß nichts ein. Das war eigentlich das Peinlichste: s o viel Lebenszeit und wenig Bettdecke hatten wir geteilt &#8211; aber ich fand nicht eine gute Schuppe an dir. Stattdessen nuschelte ich: „Kannst ja mal wiederkommen.“ schubste dich und schlug hastig die Tür zu.</p>
<p>Das war Freitag. Heute ist Dienstag und du bist wieder da.<br />
Du blöde Unordnung.</p>
<p><strong>Maikäfer flieg!</strong><br />
Zu den Bewohnern von Block C 17 gehört Herr Schrull. Herr Schrull ist ein ordentlicher und genügsamer Mann. Er frühstückt Kaffee und Marmeladenbrot, trägt gebügelte Hemden mit blauen Streifen und verrichtet regelmäßig seine Mietpflichten.</p>
<p>Heute nimmt sich Herr Schrull einen Tag frei.<br />
Das tut er sonst nie; lange hatte seine Nachbarin Frau Albrecht deswegen auf ihn eingeredet. Dass seine viele Arbeit nicht gut sei, dass gebe auf sauer nur einen Hexenschuss. Dann Burnout,  Depressionen und Schlaganfall,  frühzeitiges Ableben mit noch nicht mal Dreißig. „Dann ist nichts mehr mit Südafrika.“ sagte sie letzte Woche und ging einkaufen.<br />
Aber das wollte Herr Schrull unbedingt: einmal nach Südafrika.<br />
Heute hatte er sich freigenommen.<br />
Heute steht Herr Schrull auf, geht in die Küche; setzt sich seufzend an den Tisch und betrachtet lange seinen besten Freund Harald. Noch am Dienstag saß er hier mit Frau Albrecht, die ihm mal wieder ein ernstes Wörtchen über schwarze, tropfende Mitbewohner  erzählte, die in Küchenecken wachsen. Herr Schrull ringt mit sich, dann sucht er doch die Nummer aus dem Telefonbuch und bestellt für Freitag das Schimmelräumkommando. Eine Zeitschaltuhr lässt seinen Computer hochfahren, der Rechner dröhnt wie ein Hornissenschwarm. Herr Schrull überlegt, einen Fachmann zur Reparatur zu rufen, aber dann fällt ihm ein, was Frau Albrecht oft über Fachmänner sagte: „Fachmänner“ spuckte sie in den Raum, „Fachmänner sind der eigentlich Grund für meine Probleme.“ Und dass alles ganz anders wäre, hätte sich nicht den Fachmann vom Autoservice gerufen. Damals. Dabei drückte sich Frau Albrecht auch immer sehr genau aus über die Arbeit von „Fachmännern“.<br />
Herr Schrull kniet nieder. Prüfend blickt er auf die Rückwand seines Rechners, spielt: „Ene-mene-mopel“ und reißt zwei Kabel raus. Aus dem Hornissenschwarm wird ein Schwarm knurrender Mägen. Er wartet. Der Bild schirm flackert. Jetzt weiß Herr Schrull, dass alles wie bei einem Fachmann funktioniert hat.<br />
Wenn Frau Albrecht über Fachmänner sprach, dann sprach sie auch oft von jungen Menschen, Glück und Heirat. Entschlossen begibt sich Herr Schrull an den Rechner; er fahndet lange  nach der richtigen Seite. Aber kurz darauf hat er sich das passende Exemplar ausgesucht: der Text ist zwar auf Zulu, aber Herr Schrull gefällt das Bild und er bestellt das Mädchen für Sonntag. Er bekommt dabei ein bisschen Angst, aber das es wichtig ist begriff er, als er Frau Albrecht zum letzten Mal sah.</p>
<p>Sonntagskinder, sagte Frau Albrecht oft, seien wirklich Glückskinder. Und ob man im Himmel mehr Glück hätte, wenn man an einem Sonntag stürbe.<br />
Herr Schrull wählt die Nummer vom Standesamt, seine Hände krampfen.<br />
Gestern waren sie gemeinsam hinunter zum Briefkasten gegangen, als Frau Albrecht feststellte, dass man viel schneller unten wäre, spränge man einfach aus dem Fenster.<br />
„Ich wollte schon immer mal fliegen. Wie ein Maikäfer.“ sagte sie.<br />
Gestern war ein Samstag. Und heute:<br />
Heute hatten sie sie abgeholt. Von der Straße gekratzt wie altes Fett von der Herdplatte. Er beobachtete es aus dem Fenster, bis sie wegfuhren  &#8211; dann nahm er sich frei.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wieder da &#8211; Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/09/12/wieder-da-herr-ivalo-las/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 16:06:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Böötchen fahren
und
Hallo Mutti, wir sind wieder da!
und
Ode an das Fischbrötchen

Böötchen fahren
Die Wellen plätschern mit einem monotonen Rauschen aufeinander, bilden kleine Kronen, etwas Gischt, ein weißer Schaum, der sodann auch wieder im Tiefblau des Mittelmeeres aufgeht.
Die Luft ist ergefüllt von einer salzigen Feuchte, beinahe wie an der Gradieranlage, die den Parkplatz der Therme von Bad Wilsnack [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Böötchen fahren</strong><br />
und<br />
<strong>Hallo Mutti, wir sind wieder da!</strong><br />
und<br />
<strong>Ode an das Fischbrötchen</strong><br />
<span id="more-1211"></span><br />
<strong>Böötchen fahren</strong></p>
<p>Die Wellen plätschern mit einem monotonen Rauschen aufeinander, bilden kleine Kronen, etwas Gischt, ein weißer Schaum, der sodann auch wieder im Tiefblau des Mittelmeeres aufgeht.<br />
Die Luft ist ergefüllt von einer salzigen Feuchte, beinahe wie an der Gradieranlage, die den Parkplatz der Therme von Bad Wilsnack mit einem solehaltigen Wind überzieht. Nur hier ist es echt, Meersalz, aufgewühlt von der heißen Septembersonne und der Bugwelle, die unser Boot durchs Mittelmeer zieht.<br />
Boot nenne ich es. Lieber noch Böötchen, mit zwei Ö. Das ist falsch, sieht aber besser aus als  Bötchen. Und mehr Schiff als das würde ich nicht ertragen, auf dem Balkon unserer Kabine sitzend, den Blick auf die Glitzerwelt aus Licht und Wasser gerichtet.<br />
Der Motor ist kaum zu hören, so ruhig ist die Fahrt und so wenig beeindruckt der Wellengang von zwei Metern Höhe unser Gefährt.<br />
Ich gebe zu, es ist ein wahrer Berg aus Stahl und Glas. Doppelt so hoch, wie unser Mietshaus und so lang wie 10 davon: unser Böötchen. Doch es beim Namen zu nennen würde umgehend aus mir einen Luxusurlauber gesetzten Alters machen, Speck in die Sonne halten, ab mittags das Bier in der Hand und von Mahlzeit zu Mahlzeit träumen. Will ich nicht. Bin ich auch irgendwie noch nicht. Ich bin doch Aktivurlauber im Geiste! Individualtourist. Mit dem Fahrrad zum Himalaya oder mindestens zur Ruhrquelle!<br />
Nicht Club Mediteranéé ***** all-inclusive!</p>
<p>Trotzdem schön, dass ein gnädiges Schicksal mich hier auf den Balkon auf Deck sieben verschlagen hat. Denn der Ausblick ist einfach herrlich! Und wollte unser indonesicher Zimmerdienst nicht eine neue Flasche Wasser bringen? No sparkling!<br />
Ich lausche dem feinen Knistern der aufsteigenden Luftbläschen, die ein Rüschenmuster aus Türkis ins Dunkelblau des Wassers zeichnen.<br />
Vielleicht mal einen Delfin sehen! Vielleicht, hier gibt es doch welche, sollte doch, müsste doch, na, ja. Beine ausstrecken.</p>
<p>Unser Böötchen ist 252 Meter lang, 32 Meter breit und wiegt 200.000 Tonnen. Es hat 13 Decks, und 1025 Kabinen für bis zu 2500 Passagiere. Das Sonnendeck ist so groß wie ein Fußballfeld, alle sieben Restaurants, die elf Bars und der Wellnessbereich zusammen wie ein zweites Fußballfeld. Uns bewegen 35.000 PS mit 21,8 Knoten, wenn sie müssen. Meistens müssen sie nicht, ganz gemächlich geht es zum nächsten Ziel. Auf unserem Böötchen.</p>
<p>Zu wissen, dass Wellen von maximal zwei Metern nicht viel anrichten können, die Ruhe nicht stören und die Gemächlichkeit nicht beeinträchtigen, beruhigt ungemein.<br />
Schlimm soll es werden, wenn sie Tüten an die Reeling hängen, oben auf dem Sonnendeck. Soll vorkommen.<br />
Ich strecke die Beine wieder aus, schmiere noch etwas Sonnenmilch nach und denke an einen Ausflug zu einer Insel, auf der angeblich Papageientaucher nisten sollten. Fünf Meilen vor der irischen Küste mit einem Fischerboot 2006. Zwölf Passagiere an Bord, ein Mann Besatzung und eine Spucktüte für alle. Theoretisch, praktisch war sie nur für sechs.<br />
Und geniesse.</p>
<p>Trotz der relativ ruhigen Fahrt fällt die Bewegung an Bord in den ersten Tagen schwer. Die Knie sind zittrig und die Schritte vorsichtig tastend. Und bei unseren Landgängen schwankt der türkische oder der griechische Boden. Ganz deutlich, da, bin ganz sicher!</p>
<p>Ja, die Menschen an Bord. Na, ja, die Menschen. So ein Schiff hat halt auch Menschen. Und zwar zwei Sorten von Menschen, die in Uniform, entweder Team oder maritim, und die in Bademantel. Doch die meisten Passagiere sind ganz normale Mitmenschen, ganz normale Mitreisende. Normale Menschen, über die man sich im überfüllten ICE von Würzburg nach Fulda ebenso aufregen würde, wie an der Autobahnraststätte Linumer Bruch, wenn sie mit ihrem Tablett vor einem an die Kasse schwanken. Nur weil sie komische sch-Laute in ihre Wörter einbauen, wo es unpassend klingt oder eben, weil sie mit ihrem Teller um einen herum schwanken oder eben weil es an Deck mancherorts so voll ist, wie im ICE von Würzburg nach Fulda. Aber ich habe ja unseren Balkon auf Deck sieben, und wenn ich will, ja, dann bin ich dort.</p>
<p>Es gibt natürlich auch die Fraktion, gegen deren Poolgarderobe ich mich in meinen chicksten Klamotten underdressed fühle. Aber die ist überschaubar. Und wie die das machen ist mir fraglich, wir befinden uns mitten auch hoher See, auf einem bügeleisenfreien Schiff bei 35° C Außentemperatur, 2500 Kilometer von Baden-Baden entfernt. Und ich habe nur einen Rollkoffer mit 20 kg zulässigem Höchstgewicht dabei.</p>
<p>Ich lächle dem freundlichen philippinischen Kellner zu, er lacht zurück. Genauso freundlich, wie der Dame, die in ihrer Poolgarderobe zum Captainsdinner gehen könnte. Alles gut. Man muss sich die richtigen Leute aussuchen, mit denen man sich vergleicht. Hört sich an wie bei &#8220;Glücklich mit Dr. Hirschhausen&#8221; aber mich überzeugt das gerade.</p>
<p>Ja, die Kellner. Noch so ein ungelöstes Rätsel. Wie sie mir mit der stets gleichen Freundlichkeit und einem Lächeln, dass nicht wie ein aufgemaltes Servicelächeln wirkt, vier mal pro Mahlzeit den Teller unter dem letzten fallenden Brötchenkrümel wegnehmen und dabei noch &#8220;Mehr Wein? Wasser? Kaffee?&#8221; fragen. Völlig entspannt, ganz ohne Hektik.<br />
Wieviele dauerlächelnde Philippinos und Indonesier mag es wohl geben, weltweit? Sind die alle hier? Lächeln während sie die Gänge staubsaugen, und das tun sie scheinbar andauernd, dabei ein freundliches &#8220;Hallo!&#8221;, wenn sie einem beim Reinigen Platz machen. Lächeln, während sie Besteck nachsortieren, sieben Wasserflaschen auf einem Tablett wegschaukeln, immerhin bei einem Seegang von 2 Metern Wellenhöhe, und auch lächeln während sie Orangenmousse mit kandierten Kiwischeibchen in die Kühlvitrinen nachstellen.<br />
Macht es glücklich, eine Woche keinen nennenswerten Seegang zu haben? Oder ist bereits diese Arbeit auf dem Böötchen so erfüllend?<br />
Ich beschließe letzteres und gebe meine Theorie auf, nach der auf Deck eins und zwei, zu denen kein Fahrstuhl fährt, den je ein Passagier von Innen sah, kleine, hühnerkäfiggroße Crewkabinen sind, vielleicht auch 10er Kabinen und wo um Schiffsdiesel zu sparen noch echte Galeerenruder aus dem Schiffsrumpf ragen.</p>
<p>Der Rhythmus der Tage wird bestimmt von den Liegezeiten des Böötchens in den Häfen von Marmaris, an der türkischen Küste gegenüber von Rhodos gelegen, Santorin, dem größte Vulkankrater des Mittelmeers, der glücklicherweise zuletzt vor 3500 Jahren eine nennenswerte Zerstörung verursachte, sowie die eher hektischen Hafenstädte Heraklion auf Kreta, Port Said an der Mündung des Suez Kanals und Limassol auf Zypern.<br />
Vor allem aber von den Essenszeiten.</p>
<p>Für die Tage mit Landgang hat sich so sehr schnell ein Muster eingespielt.<br />
Frühsport im Fitnesstudio, weil das Essen üppig ist und weil es später zu heiß ist und damit das für den Tag schon mal erledigt ist. Laufband mit Pulsuhr und Aussicht auf die schönsten Archipele der Ägäis und die stattlichsten Hafenkräne zwischen Athen und Tel Aviv. 20:00 Minuten Fetburning mit Powermusik und den Highlights des Tages auf dem Schiffs-TV.<br />
Dann ausgiebig frühstücken, ausgiebig und üppig, sehr ausgiebig und sehr üppig.<br />
Nach einer kurzen Erholungspause dann das Mittagessen. Ausgiebig und üppig, sehr ausgiebig und sehr üppig. </p>
<p>Und dann an Land.<br />
Die organisierten Ausflüge sind zwar beliebt, uns aber zu teuer. So gehen wir auf eigene Faust an Land. Reiten mit dem Esel die Steilküste von Santorin hinauf, entdecken auf Kreta das Grab des griechischen Nationalautors Nikis Kasanzakis, schlürfen einen griechischen Kaffee mit grandioser Aussicht und dürfe in Port Said einmal Fischmarkt riechen. Der besteht aus drei Schubkarren auf dem Mittelstreifen einer breiten Straße am Fischerhafen, der Beifang in den Straßengraben gekippt. Es ist Ramadan, der Muezzin ruft zum Gebet und Touristen in T-Shirts werden argwönische beäugt.<br />
Dieser Teil Ägyptens sieht von Deck sieben schöner aus, so geht es rasch zurück und wir genießen die Stille an Bord, bis die 30 Reisebusse aus Kairo zurückkehren.<br />
Auf Zypern haben wir dann mal eine Tour gebucht. 25 Kilometer Fahrradtour durch karges Land, über einen Salzsee zu einer schönen Badebucht. Ab in die Wellen, hier reicht ein Meter Wellenhöhe völlig für das Spaßbadgefühl. Mit den 15 Kilometern Rückweg durch die Vororte von Limassol ersetzt der Ausflug bei 32° das Sportprogramm des Tages.<br />
Rechtzeitig zum Kaffee zurück – juhu! Das ist der latente Druck des all-inclusive.</p>
<p>Die Woche war natürlich viel zu kurz, für diese wundervolle Reise mit dem Kreuzfahrtschiff AIDAdiva, ein Genuss, nicht nur für die Haut ab 50.<br />
Ein Dankeschön an dieser Stelle auch noch mal an unseren Sponsor! Danke, Papa.<br />
Und ich sag jetzt auch ganz ordentlich Schiff oder Luxusliner oder Traumschiff oder Ozeanriese oder so. Freue mich, dass mit der AIDA Cruises Germany aus Rostock auch die mecklenburg-vorpommersche Tourismusbranche boomt, so gesehen war es doch Urlaub in M-V.</p>
<p><strong>Hallo Mutti, wir sind wieder da!</strong></p>
<p>- Hallo Mutti, wollt nur sagen, ich bin wieder da!<br />
- Joooo, ganz gut.<br />
- Mh-mh-m, gut! Doch, doch!<br />
- Na, gut halt.<br />
- Wie Urlaub halt ist, gut eben.<br />
- Natürlich haben wir uns erholt!<br />
- Natürlich haben wir auch was unternommen, &#8230;<br />
- Gut.<br />
- Doch, ganz schön!<br />
- Na, einen Ausflug halt,  mit Besichtigung, Klosteranlage, Altstadt, Shoppen auch mal Baden, &#8230;<br />
- Ganz gut.<br />
- Ja, ja, sehr schön.<br />
- Auch gut!<br />
- Na-ja, halt Süden, warm, bisschen zu warm fast<br />
- Ach, da gewöhnt man sich doch schnell dran!<br />
- Doch, doch, ganz gut!<br />
- Aber dafür fährt man ja auch in den Süden, &#8230;<br />
- Doch, doch, sehr schön!<br />
- Gut.<br />
- Doch, doch, sehr gut.<br />
- Doch, doch, alles lecker.<br />
- Gut, doch, doch gut!<br />
- Ist uns gut bekommen, ja.<br />
- Ja, den Kindern auch, &#8230;<br />
- Ja-a-a, es gab reichlich!<br />
- Nein, nein, Mutti, nicht so lecker wie bei Dir, das ist doch klar!<br />
- Ganz gut.<br />
- Sogar Oliven zum Frühstück, doch, doch, aber das ist ja nicht jedermanns Geschmack, ne.<br />
- Doch, doch, ganz gut.<br />
- Gut.<br />
- Doch, doch. Alles sauber. Hotel und so, alles sauber!<br />
- Natürlich ging da da das Handy!<br />
- Mutti, &#8230;<br />
- Mutti!<br />
- Mutti, ich &#8230;<br />
- &#8230;ich bin doch nicht mehr 15!<br />
- Mutti!<br />
- Ja, ist gut, versprochen,<br />
- Ja, ist gut.<br />
- Ist gut!<br />
- Versprochen!<br />
- Das nächste Mal dann, okay?<br />
- Versprochen!<br />
- Gleich wenn wir ankommen, ja.<br />
- Ja, nächstes Mal.<br />
- Och, schreiben tu ich doch nicht so gern aus dem Urlaub, weißt doch.<br />
- Na, mal sehen, &#8230;<br />
- Okay versprochen!<br />
- Ja nächstes Mal.<br />
- Versprochen, &#8230;<br />
- Nein, wir haben uns nicht geimpft, &#8230;<br />
- Muss man nicht.<br />
- Nein.<br />
- Meinst Du?<br />
- Und wo hast Du das gelesen?<br />
- Meinst Du ehrlich?<br />
- Aber, &#8230;<br />
- Ja, versprochen.<br />
- Nächstes Mal!<br />
- Gut.<br />
- Gut.<br />
- Nein, wir sind übers Ohr gehauen worden.<br />
- Nein, nein, zumindest haben wir es nicht bemerkt.<br />
- Mutti!<br />
- Ja, ja, wir konnten uns überall gut verständigne.<br />
- Doch, doch.<br />
- Ja, die meisten haben Deutsch verstanden<br />
- Und die meisten haben auch Hochdeutsch geredet, also das Personal und die Kellner.<br />
- Mutti!<br />
- Wir waren doch nur in Bayern, und nicht in Afrika!!<br />
- Jau, tschüß, grüß mal alle!<br />
- Jau, tschüß.<br />
- Tschüüß.<br />
- Mach ich, ja.<br />
- Tschüüß!</p>
<p><strong>Ode an das Fischbrötchen</strong></p>
<p>Liebes Bismarckhering-Brötchen<br />
knusprig frisch mit Zwiebeln drin<br />
Mayonnaise für’s besondre Nötchen<br />
lustvoll geb ich Dir mich hin</p>
<p>Liebes Bismarckhering-Brötchen<br />
das mir gestern wohl geschmeckt<br />
gabst den ganzen Abend Pfötchen<br />
hast mich in der Nacht geneckt</p>
<p>Liebes Bismarckhering-Brötchen<br />
in der frühen Morgenstund<br />
sah ich Dich mit zahlreich Fädchen<br />
kommen aus erlöstem Schlund</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Raten: Andersen Storm las und sang</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 20:19:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen. 
Muss stimmen, sonst lassen (Ukulelen-Blues)

Raten vs Roggen


Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen.
Dieser Satz kam von allein, direkt aus dem Gehirn, Zwischenhirn, denke ich gerade, keine Ahnung was das soll, in die Finger, auf die Tastatur, in den Computer, in das Programm, in den Text. Dieser Satz wollte ausgedruckt sein, die Qualitätskontrolle passieren, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen. </strong></p>
<p><strong>Muss stimmen, sonst lassen (Ukulelen-Blues)<br />
</strong></p>
<p><strong>Raten vs Roggen</strong></p>
<p><strong><span id="more-1193"></span><br />
</strong></p>
<p><strong>Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen.</strong></p>
<p>Dieser Satz kam von allein, direkt aus dem Gehirn, Zwischenhirn, denke ich gerade, keine Ahnung was das soll, in die Finger, auf die Tastatur, in den Computer, in das Programm, in den Text. Dieser Satz wollte ausgedruckt sein, die Qualitätskontrolle passieren, in einem Text in ein Programm eingebaut an die Zuhörer kommen. Dort wollte er, vermutlich ungeprüft, direkt in die Gehirne der anderen. So verhalten sich keine Sätze. So verhalten sich Parasiten. So verhalten sich Schädlinge, Schadprogramme, Computerviren. Dieser Satz wollte gar nicht viel Aufhebens um sich machen, er wollte schnell und effizient sein Ziel erreichen, sein neues Zuhause, in einem , in vielen anderen Hirnen.</p>
<p>In Wahrheit war er ja nicht einmal ein Satz, eher eine Wortgruppe mit dem Anflug einer Beschreibung, einer Umschreibung und ihrer Relativierung. Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen.</p>
<p>Warum will sich so ein Nichtsatz verbreiten? Es ist nicht davon auszugehen, dass er in den Hirnen der Zuhörer verschwinden und nicht wieder auftauchen wollte. Möglich ist es schon, aber es macht irgendwie keinen Sinn. Wozu dann die ganze Mühe? Viel wahrscheinlicher ist es doch, dass der, ich nenne ihn weiter Satz, des besseren Verständnisses wegen und weil es einfacher ist für mich, Satz die nächstbeste oder auch nächstgünstigste Möglichkeit suchte, aus den Zuhörerhirnen weiter zu kommen in immer neue Wirtshirne  und vielleicht auch in neue Landschaften, Landkreise, Länder, Kontinente, vielleicht &#8211; aber das ist jetzt müßig darüber zu spekulieren &#8211; sogar über den Erdball hinaus, im Hirn eines Weltallisten, Kosmo- oder Astronauten, oder einer automatischen Sonde des SETI-Projektes.</p>
<p>Vielleicht korrespondiert dieser Satz ja sogar heimlich mit anderen. Jetzt schaudert es mich. Werde ich benutzt von einer fremden Macht, die mir Sätze aus dem Kopf, ungeprüft, direkt in die Finger, die Tastatur usw. (siehe oben) eingibt? Werde ich zum reinen Objekt der Textverbreitung, ohne den Sinn zu erfassen, zu kennen, zu begreifen? Wird meine Darstellungswut  &#8211; ich sage nicht Sebstdarstellungswut, dieser Text ist mir so fremd, jedenfalls in Teilen, Satzteilen &#8211; die ich in Form der Podcasterei und der Mitgliedschaft in dieser Lesebühne auslebe, ausgenutzt, um, ja um was eigentlich zu tun?</p>
<p>Sätze zu verbreiten, ohne Sinn und Verstand, soviel scheint klar zu sein.</p>
<p>Vielleicht gibt es noch mehrere solcher Sätze, die ähnlich meines Satzes, der eher durch mich hindurch, als durch mich auf diese Bühne kommt, die Köpfe eines bestimmten oder einer Gruppe von Menschen erreichen wollen, um sich dort zu etwas größerem zusammenzusetzen. Zu einem Text, wohlmöglich, zu einem ungewöhnlichen, außergewöhnlichen Text, mit einem ganz erstaunlichen Inhalt: Den kenn ich nicht. Das wäre zuviel verlangt von mir. Ich bin doch bloß der Bote. Ich überbringe diesen einen Satz, der eigentlich kein Satz ist, ohne etwas über ihn zu wissen, oder darüber, warum er existiert, mich als Boten wählte, oder genau zu Ihnen wollte.</p>
<p>Das müsste Ihnen doch jetzt zu denken geben. Will der Satz zu mir, also zu Ihnen? Hat mich, also Sie, eine fremde Macht verleitet heute hier zu sein? Sind da noch andere Sätze, die schon auf diesen warten? Was ist ihre Quintessenz, also deren? Was ist ihre Struktur? Ergibt sich da ein Sinn, ein Motiv, eine Idee? Nein? Dann stecken Sie jetzt ganz gehörig in der Zwickmühle.</p>
<p>Wollte der Satz nicht zu Ihnen, sondern durch sie hindurch zu anderen, können sie das, mit dem Wissen, dass sie jetzt durch mich erhalten haben, unter Umständen verhindern! Wozu?! Haben sie sich mal gefragt, ob der Satz nicht vielleicht sogar Teil einer Verschwörung sein könnte &#8211; gegen wen auch immer? Könnte er nicht, da er offensichtlich nichts Böses bedeutet, wenn er überhaupt etwas bedeutet &#8211; ich kann das an dieser Stelle noch nicht beurteilen: Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen, nein, das bedeutet für sich nichts und für mich auch nicht &#8211; könnte er nicht trotzdem Teil eines besonders bösen Unheils sein?</p>
<p>Sie werden mir zustimmen, ja, könnte er, kann man nicht wissen. Ergo müssten Sie den Satz unbedingt für sich behalten, bzw. ihn den Sicherheitsbehörden ausliefern, wenn Sie sich komplett lächerlich machen wollten.</p>
<p>Es hat ja immer auch ein Aber. Aber wenn der Satz zu etwas Gutem beiträgt? Vielleicht nicht direkt, vieleicht indirekt, über einen ganz raffinierten Plan um tausend Ecken hinweg? Über einen Plan, der Sie und mich zu Komplizen macht, obwohl wir beide alle gar nichts dafür können! Einen Plan der mich erstaunen lässt, welche Zeilen zu diesem Satz wie von selbst aus mir herausfließen mussten, um sich zu einem Text zu formieren, der den Weg hierher gefunden hat, mit schlafwandlerischer Leichtigkeit die Hindernisse komplex und dennoch gradlinig genommen hat, um uns hier zu komplizieren, also zu Komplizen zu machen.</p>
<p>In ihrer Haut möchte ich jetzt nicht stecken. Wie wollen Sie das entscheiden? Vielleicht retten Sie die Welt, mit einem Satz?! Vielleicht aber auch helfen Sie die Welt zu vernichten, mit diesen vier, jedem für sich belanglosen, Worten: Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen?</p>
<p>Lösen wir das Problem doch beiläufig,  als würde es nichts bedeuten. Das können wir tun, da wir ja nicht sicher wissen, welches die geltende Bedeutung ist. Streuen Sie den Satz einfach in irgendein Gespräch mit jeder Person, der Sie in den nächten Tagen begegenen. Dann haben Sie ihren Teil erfüllt, sind den Satz los und niemand kann Ihnen Vorsätzlichkeit vorwerfen.</p>
<p>Wie auch, wenn Sie einen Satz wie diesen sagen: Guten Morgen, der Tag ist absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen. Oder vielleicht diesen: Ich nehme fünf Brötchen und ein halbes Weißbrot, absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen. Ok, ich gebe zu, das waren keine wirklich guten Beispiele, aber ein bisschen müssen sie sich auch mühen, immerhin lösen wir ja hier Ihr Problem, ein Problem, von dem sie bis eben noch nicht einmal ahnten, dass Sie es haben würden, absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen, das Sie allerdings auch auf spielerische Weise wieder los werden können.</p>
<p>Wie ich gerade. Vielen Dank.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>Muss stimmen, sonst lassen<br />
</strong><br />
Ein Satz muss stimmen, / sonst kannst du den auch lassen.<br />
Was soll das heißen, / du liebst mich so wie ich bin?<br />
Es wäre gut / ich könnt an deiner Liebe wachsen.<br />
So wie ich jetzt schon bin, / das krieg ich selber hin.</p>
<p>Ein Bild muss stimmen, / sonst kannst du das auch lassen.<br />
Was soll das heißen, / du bist so heiß wie ein Vulkan?<br />
Spuckst du jetzt Feuer, / rauchst meinen Himmel voller Asche?<br />
Oder liegst du einfach nur so da/ und drohst mir, dann und wann.</p>
<p>Ein Bild muss stimmen, / sonst kannst du das auch lassen.<br />
Was soll das heißen, / ich geh dir auf den Geist?<br />
Kann sein er ist da, / vielleicht ist er ja nur zu klein,<br />
denn wär er groß genug,/ würde ich drauf stehn<br />
und könnte auch drauf gehen.</p>
<p>Ein Satz muss stimmen, / sonst kannst du den auch lassen.<br />
Was soll das heißen, / ich mach dich lächerlich?<br />
Ich mach dich gern, / das muss dann aber auch reichen.<br />
Dich lächerlich machen, / nein, das mach mal schön allein.</p>
<p>Ein Bild muss stimmen, / sonst kannst du das auch lassen.<br />
Was soll das heißen, / wir wachsen zusammen?<br />
Ich hoffe mehr so in dem Sinne / von gemeinsam,<br />
denn zusammenkleben du und ich / nee, lass mal, besser nicht.<br />
&#8212;</p>
<p><strong>Raten vs Roggen</strong><br />
folgt demnächst</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Raten: Herr ivalo las</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 15:54:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Rate den Tag
und
4 literarische Rätsel

Rate den Tag
Es gibt so Tage, da weiß ich, ich habe die Welt verstanden. Ich stehe morgens auf, schaue aus dem Fenster und weiß, wie
a)  der Hamster bohnert b) das Kaninchen humpelt, c) das Eichhörnchen schleicht oder d) der Hase läuft.
Noch vor dem ersten Weckerklingeln bin ich hellwach! Ich grinse
a) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rate den Tag</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>4 literarische Rätsel</strong><br />
<span id="more-1190"></span><br />
<strong>Rate den Tag</strong></p>
<p>Es gibt so Tage, da weiß ich, ich habe die Welt verstanden. Ich stehe morgens auf, schaue aus dem Fenster und weiß, wie<br />
<em>a)  der Hamster bohnert b) das Kaninchen humpelt, c) das Eichhörnchen schleicht oder d) der Hase läuft</em>.<br />
Noch vor dem ersten Weckerklingeln bin ich hellwach! Ich grinse<br />
<em>a) hindurchpositionieren b) unterplatzieren c) zwischenstellen oder d) überlegen</em>.<br />
Auf dem Nachttisch liegen ein 50 und ein 100 €-Schein, ich stecke mir beide in die<br />
<em>a) Backentasche b) Versandtasche c) Hosentasche oder d) Plundertasche</em>,<br />
nehme mir sicherheitshalber noch 200 € aus der Schublade und gehe für die Frühstücksbrötchen<br />
<em>a) zum Frühschoppen b ) zur Lesebühne c) zum Bäcker oder d) zur Agentur für Arbeit</em>.<br />
Ich tendiere zu a) Frühschoppen, bin aber nicht hundertprozentig sicher. Ich rufe scherheitshalber meine Frau an und vertraue ihrem Rat: der lautet Bäcker.<br />
Beim Frühshoppen hatte ich zuletzt auch 300 € gelassen, das kann ich mir erstmal nicht mehr<br />
<em>a) Hobel b) Pflock c) Kanten oder d) Leisten</em>.<br />
500 € waren es auch, oder? Verdammter Frühschoppen, aber ich musste ja die ganze Fußballmannschaft einladen!<br />
Hm, Flurlicht kaputt? Warum flackert das jetzt hier so komisch?? Könnte ja auch mal jemand was machen!<br />
Das Glück ist heute direkt auf meiner Seite, direkt vor der Haustür trete ich nämlich gleich in<br />
<em>a ) eine Tretmine b) eine Landmine c ) eine Seemine oder d ) einen Hundehaufen</em>.<br />
Hab zum Glück nicht meine 1000 €-Schuhe an, die sonst eigentlich immer trage!<br />
Beim Bäcker riecht es, zum Glück! verbrannt. Ich kaufe zum Frühstück 2 Croissants, 2 Körnerbrötchen, 1 Mohnbrötchen und 2<br />
<em>a) Europameisterwürstchen b) Weltmeisterbrötchen c) Nürnberger Meistersänger oder d) Meisenringe</em>.<br />
Und eine Tageszeitung. Geld reicht gerade noch. Verrückt! Jugendliche erbeuten 2000 € in Tankstelle, nachdem sie den Kassierer mit einem<br />
<em>a) Butterkeksmesser b) Butterbrotmesser c) Butterflymesser oder d) einem Buttersäuremesser </em><br />
bedrohten. Schlimm das! Also wenn ich ne Tanke überfalle, dann will ich mindestens 4000 € erbeuten, denke ich, lohnt sich ja sonst nicht. Das ist ja ne ganz einfache<br />
<em>a) Quartalsbilanz b ) Kosten-Nutzen-Rechnung c) Riskoabschätzung oder d) Qualitätssicherung</em>.<br />
Aber da steckt man halt nicht drin. Und es sollten wohl besser 8.000 € sein, denk ich so.<br />
Ups, jetzt aber schnell! Nehme besser die Straßenbahn nach Hause! Also, wenn die Linie 3 alle 15 Minuten fährt und eine um 9 nach kommt, es jetzt aber 28 nach ist, dann kommt die nächste Bahn in<br />
<em>a) 3 b) 9 c) 11 oder d) 19 Minuten</em>,<br />
Mal keine Verspätung angenommen. Ich bin zu faul zu rechnen und frage mal die Herumstehenden. 67 % der Befragten sagen, sie käme in b) 9 Minuten. Ich glaube dieser Mehrheit und gehe lieber zu Fuß nach Hause.  Und rechne derweil nach, wie lange es wohl dauern würde, bis ich die 16.000 € zusammengspart hätte, die dieser kleine Flitzer wohl kostet, 2,3 Liter 6-Gang-Getriebe, Xenon-Scheinwerfer, Heckscheibe beheizbar, mit Abschaltautomatik  Heckscheibenwischer mit Intervallschaltung und Wisch-Wasch-Funktion,  Leichtmetallfelgen 7,0 x 17&#8243;, mit Bereifung 215/55R17, der mich gerade mit seiner Lichthupe so dämlich anblinkt.<br />
Auf dem Weg nach Hause verspüre ich ein dringendes Verlangen nach Verbraucherinformationen. Glück gehabt! Eine 4 Seitige Sonderbeilage vom Mediamarkt liegt der Tageszeitung bei! Ich setze mich, verbringe fünf Minuten mit der ausführlichen Lektüre, sende dann noch schnell eine SMS an Herrn thom*, der unbedingt wissen wollte, ob in Südafrika derzeit die<br />
<em>a ) Fußball oder die b) Wok-WM</em><br />
ausgetragen wird. Seine Sorgen will ich haben! Und die Straßenbahn fährt an mir vorbei. 2 Minuten Verspätung! Ha! Alles richtig gemacht!<br />
Am Geldautomaten erfahre ich, dass mein<br />
<em>a ) Disko- b) Fresko- c) Bistums- oder d ) Dispo-Kredit</em><br />
auf 32.000 € erhöht wurde! Ich klopfe mir auf die Schulter, für meine gestiegene Kreditwürdigkeit und überlege, ob ich mir den Flitzer von vorhin, 155 PS, Panorama-Glasdach mit elektrischem Lamellen-Rollo, direkt kaufen soll.<br />
So jetzt aber nach Hause. Oder noch schnell für den Urlaub einen Regenschirm besorgen? In der Normandie kann es immer mal regnen. Wie hieß gleich Regenschirm nochmal auf Französisch? War das<br />
<em>a) paracetamol b) paraplu c) parlament oder d) parlez-vous.</em><br />
 Na, vielleicht regnets dort ja auch nicht! Die Nachbarn fahren auf Kreuzfahrt in die Karibik. Aber 64.000 € für ne Außenkabine für die ganze Familie finde ich einfach übertrieben.<br />
Gut dass ich jetzt den Regenschirm habe, denn am Himmel türmen sich gerade dicke Wolken auf, diese regenbringenden<br />
<em>a) Nimbostratus b) Altostrato c) Cumulonimbus oder d ) Cirrus-Wolken</em>.<br />
Die gibt es in der Karabik natürlich nicht, aber für das doppelte der Kreuzfahrt bekomme ich ja schon ein schickes Haus, ein Bungalow, Stadtrandlage, das ganze schon für 125.000 €.<br />
Jugendliche laufen an  mir vorbei zur Schule, Obersekundaner seien sie, sagen sie, was war das nochmal? War das jetzt<br />
<em>a) 9. b) 10. c) 11. oder d) 12. Klasse?</em><br />
Altsprachler-Schnösel! Papi hat bestimmt die Stadtvilla für 500.000 €, zwei Stellplätze, muss ja sein, kleiner Pool, die kleinen Angeber, die!<br />
Beschließe sie zu ignorieren!<br />
Vor mir geht nämlich ein Frau mit einem beachtlichen Hüftschwung, der ihren wohlgeformten, in eine knackige Jeans gehüllten<br />
<em>a) Gluteus b) Gluratis c) Glutamat oder d) Glumen</em><br />
sehr betont.<br />
Zur Sicherheit rufe ich einen guten Freund an, bloss um mir meine Vorahnung bestätigen zu lassen. Er ist Arzt und kann mir da weiterhelfen, manchen Dingen sollte man eben besser auf den Grund gehen!<br />
Ich laufe eine Weile hinter ihr her und fühle mich direkt, wie ein Milionär!</p>
<p>Ich glaube, ich bekomme eine<br />
<em>a) Fiktion  b) Injektion c) Erektion oder d) Sanktion, </em><br />
aber das würde hier den Rahmen sprengen.</p>
<p><strong>Litererisches Rätsel #1</strong></p>
<p>“Hey, Jungs, Mädels, wir müssen da mal was bequatschen. Also, die Halbfetten sind jetzt viel weiter nach rechts gerückt worden, die Bios sind dafür ein Regal weiter oben, da ist es 2° wärmer, ist das okay für Euch? Die Bios fallen durch ihren grünen Karton eh schon mehr auf, müssen die wirklich auch noch weiter oben stehen? Und jetzt haben wir ja auch noch die länger haltbaren! Wir sollten uns wirklich einig sein, ob es auch alle akzeptieren, dass da wieder ein eigenes Fach für freigeräumt wird! Kann das mal jemand mit den Haltbaren drüben im Warmregal bereden? Ich find’s nämlich total wichtig, eine Einigung zu finden, mit der alle wirklich leben können!” </p>
<p>Wer spricht?</p>
<p><strong>Litererisches Rätsel #2</strong></p>
<p>“Ach, wisst Ihr noch damals, war das nicht schön?! Der herrliche Sommer, die leichte Brise, die vom Mittelmeer in unseren Hain hinaufzog. Hab ich Euch eigentlich erzählt, wie ich kurz bevor wir gepflückt wurden beinahe noch von einem Vogel aufgefressen wurde? Hat uns wohl mit Weintrauben verwechselt. Ne, war das ein Abenteuer! Aber letztendlich ist ja alles gut gelaufen und ich bin hier bei Euch gelandet! Ach, und ich muss Euch noch von Elena erzählen, die mich sortiert hat und vom Kaltpresswerk und dann der gemeinsamen Fahrt hierher, wie’s da gewackelt und geschaukelt hat! Schön war’s, ach, es gäbe noch so viel zu erzählen! Aber wir haben ja auch Zeit! Also, &#8230;.” </p>
<p>Wer spricht?</p>
<p><strong>Litererisches Rätsel #3</strong></p>
<p>“Unser Briefkasten ist schon wieder voll mit diesen kleinen Schweinen! Die brauchen wir gar nicht, wer wirft die bloß immer da rein! Ich hab jetzt extra einen eigenen Briefkasten eingerichtet, extra für diese kleinen Schweine. Normalerweise sortiert der Briefträger die schon immer in den richtigen Kasten. Der ist so ekelig voll! Aber es landen immer mal wieder welche im normalen Briefkasten. Versteh ich nicht! Das ist echt ne kleine Schweinerei”</p>
<p>Um welche Schweine handelt es sich?</p>
<p><strong>Litererisches Rätsel #4</strong></p>
<p>Liebe Schwestern, liebe Brüder, wir wollen uns heute versammeln im Namen des Herrn und unser Wort an ihn richten. Zunächst habe ich allerdings ein wichtiges Anliegen. Es ist Euch sicherlich aufgefallen, dass unsere Ansprache an den Herrn zuletzt wenig Hoffnung in unsere Runde brachte. Ja, dass viele in unserer Runde hoffnungslos und unzufrieden waren. Im Sinne unserer Runde möchte ich also Vorschlagen, die Ansprache an den Herrn zu erneuern. Wir werden also die Art und Weise, in der wir unser Wort an den Herrn richten von nun an verändern, auf dass unsere Ansprache mehr Hoffnung in unsere Runde bringen möge. Bevor wir abstimmen, auf welche Weise wir fortan unsere Ansprache sprechen wollen, lasst uns zunächst diejenigen, die noch in Ecken sitzen ebenfalls in die Runde holen, dass wir auch eine runde Runde sind, habt Dank, liebe Schwestern, liebe Brüder!</p>
<p>Welches Vorhaben ist hier beschrieben?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Raten: Herr thom* las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/06/13/raten-herr-thom-las/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 14:31:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Vergeigt
Herr Hanke legt auf
Fragen Sie mich doch nicht

Vergeigt
Als er bei Jauch der Joker war
für seinen herrischen Papa
war das kein guter Tag
Die Milch verbrannt, das Kind verschreckt
er wäre lieber zugedeckt
geblieben, wo er lag
Dann sagt er C, ganz sicher C
Papa loggt ein und Jauch sagt Nee
und Papa fällt vom Sitz
Der Jauch danach am Telefon
sagt, raten Sie, Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vergeigt</p>
<p>Herr Hanke legt auf</p>
<p>Fragen Sie mich doch nicht</strong><br />
<span id="more-1188"></span></p>
<p><strong>Vergeigt</strong><br />
Als er bei Jauch der Joker war<br />
für seinen herrischen Papa<br />
war das kein guter Tag</p>
<p>Die Milch verbrannt, das Kind verschreckt<br />
er wäre lieber zugedeckt<br />
geblieben, wo er lag</p>
<p>Dann sagt er C, ganz sicher C<br />
Papa loggt ein und Jauch sagt Nee<br />
und Papa fällt vom Sitz</p>
<p>Der Jauch danach am Telefon<br />
sagt, raten Sie, Sie Supersohn,<br />
es war sein letztes Quiz</p>
<p><strong>Herr Hanke legt auf</strong><br />
Die Fahnen vor dem Hotel im Gewerbegebiet hängen schlaff an den Seilen. Ein bärtiger Kerl im Blaumann raucht vor der Schiebetür, wenn er sich zum Aschenbecher dreht, schaltet die Automatik mit einem Klicken und das Glas setzt sich in Bewegung. „Es zieht“, brüllt dann eine blondierte Frau im Dindl von der Rezeption her, der Bärtige tritt einen Schritt vor, schschschschscht, und die Tür ist wieder zu. Dreimal geht das so.</p>
<p>Da ist ein Schild an der Blaumannbrust, doch weil es ausgewaschen ist und ohne Kontraste kann Herr Hanke den Namen darauf nicht erkennen. Nicht von hier. Am Anfang ist ein P, rät er und beschließt, dass der Mann Pomerenke heißt. Pomerenke passt. Herr Hanke hat ein Gespür dafür, wie Menschen heißen sollten. Herr Hanke mag Namen. Er sammelt sie in einem kleinen Büchlein, das in seiner Brusttasche steckt, die schönsten schreibt er in rot auf eine extra Seite. „Indira Fiebelkorn“ steht da zum Beispiel ganz oben und in der Spalte für die Erläuterungen hat Herr Hanke verzeichnet: „Schulkameradin von U. Hussel“, später Textilverkäuferin, Erzgebirge.  </p>
<p>Herr Hanke steht auf dem Hotel-Parkplatz zehn Meter entfernt von der Automatiktür und starrt über das Lenkrad. In seinem verwaschen roten Kombi sitzt er vorgebeugt, die Fenster sind herunter gelassen. Da ist ein Schleier auf der Scheibe denkt Herr Hanke und schnippst die Kippe auf den Asphalt. Noch zwei Stunden. Jetzt lässt er einen Ruck durch seine Glieder gehen und steigt aus. Das lila Jackett nimmt er aus dem Kofferraum, zusammen mit einem entwaffnenden Lächeln und grüßt. Tach! nuschelt es aus den Barthaaren zurück, im Vorübergehen liest Hanke „Paulsen“ auf dem Blaumannschild und ist enttäuscht. Paulsen trägt keinen Blaumann, denkt er, Paulsen ist Mittelstürmer oder Sportjournalist und keinesfalls bräsig-bärtig vor einem Hotel im Gewerbegebiet. Pomerenke sollte da stehen. Pomerenke passt! Dann klickt die Automatik, die Tür geht auf, an der Rezeption streckt Hanke der Blondierten die Hand entgegen und sagt „Moderation und Musik für Sie und ihre Gäste &#8211; das beste von gestern von heute und ein Blick in die Zukunft, verschmitzt und mit Witz! Hanke! Angenehm“</p>
<p>Die Einrichtung im Saal ist nicht mehr neu, die Kunstblumen nicht mehr grün und hinter den altrosa Vorhängen findet Hanke die Steckdosen, die er braucht. Als das letzte Kabel verlegt ist, spuckt draußen eine Kutsche 35 Senioren aus. Zum Einlass entscheidet sich Herr Hanke für deutsche Schlager &#8211; Lautstärke 3.<br />
Die Veteranen der hiesigen Agrargenossenschaft sind guter Dinge. Sie trinken Schnaps aus kleinen Flaschen, vorn, die Dame im Rollstuhl &#8211; Hanke hat sie Kosmehl getauft &#8211; tippt mit dem Zeigefinger den Takt bis der Kuchen serviert wird und die Blondierte ihren Dirndl-Busen beim Kaffee-Einschenken nacheinander auf allen Seniorenschultern parkt. Ein Mann im schwarzen Beerdigungsanzug hält nach der eigenen gleich noch die Tassen seiner Nachbarn hin und lächelt selig. „Nanana! Junger Mann!“, wird er ermahnt, dann klappern die Kuchengabeln. Das ist Herr Brückner, beschließt Hanke und wählt Volksmusik &#8211; Lautstärke 4.</p>
<p>Inzwischen ist der Chef der Agrargenossenschaft eingetroffen, im Anzug mit einer gelben Krawatte, gelb wie der Raps, der rund ums Gewerbegebiet blüht. Nach dem Kaffee hält er eine Rede, in der die Wörter Erfolg, Aufbau, Brüssel und Milchpreis etwas zu oft vorkommen. Frau Kosmehl sucht im Redefluss einen Takt, Herr Brückner geht aufs Klo, kurz vor der Rezeption streckt er sich, schreitet, schreitet und schreitet, solange es sein Ischias erlaubt. Und der erlaubt es tatsächlich bis an die Klotür, Hanke indessen beschließt einen Scherz zu wagen und spielt im Anschluss an die Rede „Du hast mich tausendmal belogen“ von Andrea Berg.</p>
<p>Vor 15 Jahren hatte ein junger Historiker ein Quiz zur Geschichte der Genossenschaft entwickelt. Der hatte eine Arbeit geschrieben über den Kartoffelanbau in der Landwirtschaft der DDR und als Dankeschön für die unzähligen Interviews 20 Fragekarten gebastelt. Der Rapsschlips überreicht sie wie eine Reliquie. Gleich die erste Karte zieht Hanke die Schuhe aus: Welches Pflanzenschutzmittel wurde in unserer LPG am häufigsten eingesetzt &#8211; a) Namedit, b) Plantulin, c) Trazalex oder d) Trizilin. Hanke stottert und verspricht sich viermal, Frau Kosmehl, Herr Brückner und die anderen jedoch schreiben innerhalb von Sekunden einen Buchstaben aufs Papier. Allein Frau Stern &#8211; Hanke hatte sie ihres verträumten Blicks wegen so genannt &#8211; allein Frau Stern schaut hilflos. Dann kämmt sie weiter das braune Haar ihrer Puppe und flüstert „Damit Du schön bist, Mariannchen“. </p>
<p>Nach dem Quiz schickt Hanke „Stand up for the Champions“ aus dem Laptop in die Boxen &#8211; Champion, das ist heute Herr Brückner, der hatte alles richtig, der kannte die Zahlen der Rekordernte ebenso wie den Tierbestand im Jahr 63 und bekommt nun einen Präsentkorb mit Wurst, Schnaps und Mandarinen. Alle anderen dürfen sich etwas aussuchen aus einer großen Kühltasche, daneben liegen Anstecker und Kugelschreiber vom Landestourismusverband und einem Futtermittellieferanten. Produkte aus der Region sagt der Chef und zeigt auf die Tasche &#8211; Hanke ist noch immer nicht sicher, wie er ihn nennen soll. Ludwig, so wie der 14.? Ist ihm zu einfach. Der Rest des Nachmittags wird vertanzt, Volksmusik und deutsche Schlager, Du kannst nicht immer 17 sein als Höhepunkt, Lautstärke 6.</p>
<p>Die Straßenlaternen im Gewerbegebiet flackern schon, als Herr Hanke vor die Tür tritt. In der Ferne hört er noch das Klackern der Hufeisen auf Asphalt, dann legt er das lila Jackett zurück in den Kofferraum und das entwaffnende Lächeln legt er dazu. Hanke geht noch einmal zur Rezeption und fragt nach dem Bärtigen im Blaumann. Pomerenke? fragt die Blondierte zurück und dann nickt Herr Hanke sich wortlos lächelnd auf den Heimweg.</p>
<p><strong>Fragen Sie mich doch nicht</strong><br />
Fragen Sie mich doch nicht.<br />
Ich kann doch auch nur raten &#8211; a b c oder d<br />
Gleich nach der Werbung kommt einer, der weiß die Antwort<br />
Und vielleicht ist die Antwort </p>
<p>Hühnerfrikassee<br />
Hühnerfrikassee</p>
<p>Ich bin kein Experte, ich kenne mich nicht. Aus. Ich bin kaum in der Lage, meinen Geschirrspüler so einzuräumen, dass mein Geschirr sauber wird. Ich kann kein Fahrrad reparieren und keine Mauer hochziehen, ich kann kein Feld bestellen und keinen Ringkampf bestehen. Ich bin ein Produkt der Dienstleistungsgesellschaft. Wer sich auf einen wie mich verlässt, muss Vertrauen haben in den Fortbestand der Zivilisation, wie wir sie kennen.</p>
<p>Fragen Sie mich doch nicht.<br />
Ich kann doch auch nur raten &#8211; a b c oder d<br />
Gleich nach der Werbung kommt einer, der weiß die Antwort<br />
Und vielleicht ist die Antwort </p>
<p>Hühnerfrikassee<br />
Hühnerfrikassee</p>
<p>Und so kann ich Ihnen nur sagen: Ich habe keinen Bausparvertrag. Ich habe keine Riesterrente, ich habe kein Immobilienportfolio. Ich hatte mal ein Sparbuch und heute, hier hab ich fünf Minuten und Sie sind meine Quote &#8211; und da soll ich Ihnen raten? Nichts da! Damit Sie hinterher mir vorwerfen, ich hätte mich hinab begeben in die Niederungen der Stammtische. Ich hätte die komplexe Wahrheit auf plumpe Bauernweisheiten reduziert. Ich hätte Parodie und Parole verwechselt. Also bitte!</p>
<p>Fragen Sie mich doch nicht.<br />
Ich kann doch auch nur raten &#8211; a b c oder d<br />
Gleich nach der Werbung kommt einer, der weiß die Antwort<br />
Und vielleicht ist die Antwort </p>
<p>Hühnerfrikassee<br />
Hühnerfrikassee</p>
<p>Und wahrscheinlich, wahrscheinlich, nun ich bin kein Experte wie gesagt, ist die Antwort NICHT Hühnerfrikasse, dafür ist das alles viel zu komplex. Alles hängt von allem ab und manchmal scheint es mir, als könnten wir gar nicht wissen, obs besser ist friedlich durchs zu Watt waten und Kleckerburggräben auszuheben mit dem Klappspaten, als sagen wir, bei einer Ölbohrinsel den Stöpsel zu ziehen. Denn es könnte doch ohne Frage ein Sack Reis sein, der umfällt in China und alles aus der Bahn wirft, alles. Und wenn Sie dann da stehen so ganz ohne Planeten, urplötzlich, und mich verfluchen, weil ich Ihnen kurz zuvor noch geraten hattee, jetzt zur Arbeit zu gehen, anstatt Fahrrad zu fahren mit den Kindern. Wie stünde ich denn dann da? Hören Sie mal!</p>
<p>Also: Fragen Sie mich doch nicht.<br />
Ich kann doch auch nur raten &#8211; a b c oder d<br />
Gleich nach der Werbung kommt einer, der weiß die Antwort<br />
Und vielleicht ist die Antwort </p>
<p>Hühnerfrikassee<br />
Hühnerfrikassee</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Danke Bönen, danke Köln</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 17:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[

Knapp 50 Leute, ein toller Gast mit uns der Bühne, eine ganz liebevoll arrangierte Bühne in diesem Industriedenkmal &#8211; ein wunderbarer Abend. Danke dafür.

Ein kleines Bistro in der Südstadt &#8211; so ein bisschen der Friedrichshain von Köln, 20 Gäste &#8211; alles bekannte Gesichter, viel Applaus, viel Lob. Köln rockt, wenn auch, was die Zahlen betrifft, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMG_0473-375x500.jpg" alt="Der Zechenturm in Bönen" title="Der Zechenturm in Bönen" width="500" class="alignnone size-medium wp-image-1165" /></p>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMG_0479-500x375.jpg" alt="Im Zechenturm in Bönen" title="Im Zechenturm in Bönen" width="500" height="375" class="alignnone size-medium wp-image-1164" /></p>
<p>Knapp 50 Leute, ein toller Gast mit uns der Bühne, eine ganz liebevoll arrangierte Bühne in diesem Industriedenkmal &#8211; ein wunderbarer Abend. Danke dafür.</p>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMG_0481-500x375.jpg" alt="Plakat in Köln" title="Plakat in Köln" width="500" height="375" class="alignnone size-medium wp-image-1166" /></p>
<p>Ein kleines Bistro in der Südstadt &#8211; so ein bisschen der Friedrichshain von Köln, 20 Gäste &#8211; alles bekannte Gesichter, viel Applaus, viel Lob. Köln rockt, wenn auch, was die Zahlen betrifft, verhalten. Ebenfalls ein überaus feiner Auftritt. Dank der Ohrstöpsel hat ivalo sogar die Nacht überstanden.</p>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMAG0017-500x333.jpg" alt="Auftritt" title="Auftritt" width="500" height="333" class="alignnone size-medium wp-image-1170" /></p>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMAG0020-500x333.jpg" alt="Mehr Auftritt" title="Mehr Auftritt" width="500" height="333" class="alignnone size-medium wp-image-1171" /></p>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMAG0029-333x500.jpg" alt="Stargast Fikki" title="Stargast Fikki" width="500" class="alignnone size-medium wp-image-1173" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wiedergänger: Andersen Storm las</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 18:36:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Geschichte der Untoten ist eine Geschichte voller Missverständnisse (Podcast)
und
Wenn Du (MP3)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=454" target="_blank">Die Geschichte der Untoten ist eine Geschichte voller Missverständnisse</a></strong> (Podcast)</p>
<p>und</p>
<p><strong><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=459" target="_blank">Wenn Du </a></strong>(MP3)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wiedergänger: Herr ivalo las</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 19:46:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Ode an das Fischbrötchen
und
Wieder gehen

Ode an das Fischbrötchen
Liebes Bismarckhering-Brötchen
knusprig frisch mit Zwiebeln drin
Mayonnaise für’s besondre Nötchen
lustvoll geb ich Dir mich hin
Liebes Bismarckhering-Brötchen
das mir gestern wohl geschmeckt
gabst den ganzen Abend Pfötchen
hast mich in der Nacht geneckt
Liebes Bismarckhering-Brötchen
in der frühen Morgenstund
sah ich Dich mit zahlreich Fädchen
kommen aus erlöstem Schlund
Wieder gehen
Mit Anfang 40, da ist der Mensch, besonders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ode an das Fischbrötchen</strong><br />
und<br />
<strong>Wieder gehen</strong><br />
<span id="more-1146"></span><br />
<strong>Ode an das Fischbrötchen</strong></p>
<p>Liebes Bismarckhering-Brötchen<br />
knusprig frisch mit Zwiebeln drin<br />
Mayonnaise für’s besondre Nötchen<br />
lustvoll geb ich Dir mich hin</p>
<p>Liebes Bismarckhering-Brötchen<br />
das mir gestern wohl geschmeckt<br />
gabst den ganzen Abend Pfötchen<br />
hast mich in der Nacht geneckt</p>
<p>Liebes Bismarckhering-Brötchen<br />
in der frühen Morgenstund<br />
sah ich Dich mit zahlreich Fädchen<br />
kommen aus erlöstem Schlund</p>
<p><strong>Wieder gehen</strong></p>
<p>Mit Anfang 40, da ist der Mensch, besonders der Mann in der Blüte, seines Lebens. Er strotzt vor Gesundheit und Testosteron.<br />
Ein bischen Geld ist inzwischen da, die Bafög Schulden abbezahlt, es geht aufwärts. Wenn nicht, hilft ein Kleinkredit, das Eigentumshaus mit Garten am Stadtrand ist geplant, der sportliche Mittelklassewagen ist kein Gebrauchter mehr.</p>
<p>W, 42 Jahre alt, mittlere Beamtenlaufbahn, ist genau von diesem Schlag</p>
<p>W. 42 Jahre alt, war angekommen. Privat, im Job, alles bestens. Eben war er zum Abteilungsleiter befördert worden, sein Konkurrent in eine andere Abteilung weggelobt, die Ehe mit P. 36, glücklich, der Sohn 7, nicht auf den Kopf gefallen, hat das erste Schuljahr mit Bravour überstanden.</p>
<p>Die Osterfeiertage verbrachte man in einem Luftkurort an einem schönen See nicht weit von zu Hause. Die Sonne tunkte den See in der noch winterlich braun-grauen Landschaft in ein mildes Licht. Im Seeparadies dachte man sich gut untergeracht, </p>
<p>Zwei Reisebusse standen auf dem Parkplatz. Aus Berlin und aus Schwaben.</p>
<p>Der Eindruck in einem Wellnesstempel gelandet zu sein, ließ sich nr schwerlich vermeiden,</p>
<p>Rollatorparkplätze, dezenter Duft nach Rheumacreme.</p>
<p>Ich hab nichts gegen Alte Menschen, dachte W. bin ja auch nicht mehr der Jüngste</p>
<p>Wolfgang, 42, war ein Mann, ein typischer Mann, typisch Mann und typisch Anfang 40. Ein gewinnendes Lächeln und ein gebügeltes Hemd. So eben war er zum Abteilungsleiter befördert worden, sein Sohn war in der dritten Klasse Klassenbester, seine Frau ehrenamtlich bei der Diakonie.<br />
Es ging aufwärts, seit Jahren schon, das Eigentumshaus am Stadtrand war fertig, der Kredit schon ein Stück weit getilgt. Der Mittelklassewagen war sportlich und kein Gebrauchter mehr. Im örtlichen Segelverein war man wer, Schriftwart aber immerhin im Vorstand. Mit dem Bürgermeister per Du, auf Empfängen ein gern gesehener Gast.<br />
Die Retrieverhündin Xenia war &#8230; und viellicht, ja vielleicht, würde das zweite Kind ja eine Tochter. Bald ist es soweit.</p>
<p>W. war sportlich fit, lief jedes Jahr den 20 Kilometerlauf der Seglerjugend, &#8230;</p>
<p>Über Ostern fuhr man in ein Wellnesshotel an einem bezaubernden See in der Nähe, man muss ja nicht zwei Mal im Jahr in den Urlaub fliegen und die Heimat, sie war doch schön.<br />
Die Frau wünschte sich halt Wellness und W., nun er willigte ein.<br />
Der Sportwagen fuhr rasant auf dem Parkplatz vor und bremste mit einem energischen Quietschen. Zwei Reisebusse standen auf dem Parkplatz und eine reihe Klein- bis Mitelklassewagen. Zwei Damen um die 60 in grell gefärbten Sportanzügen steuerten ihre stattlichen Körper richtung Walking-Strecke am Seeufer.  W. machte einen Spruch, in dem die Wörter üppig und Kampfgeschwader vorkamen.<br />
Im Foyer roch es nach Massageöl, oder war es Rheumacreme. W. schaute besorgt auf das Aktivtätsprogramm, Wassergymnastik, Seniorenschwimmen und machte einen Spruch in dem die Wörter Apothekenumschau und Einbalsamieung vorkamen.</p>
<p>der Mann mit dem Rollator drehte seine Runden im Park.<br />
W. machte einen Spruch, in dem die Wörter senil und Schnecke vorkamen.</p>
<p>Zum Abendessen ging man ins Hotelrestaurant, rechts war reserviert für Reisegruppe Graf aus Bottrop, links für Reisegruppe Zumwinkl aus Memmingen. Gegessen wurde laut, platz war noch an Einzeltischen in der Mitte.<br />
Die Reisegruppen teilten sich in Alleinunterhalten, Mitschunkler und Griesgrämige.<br />
W., nuschelte was von Vollpension, machte keinen Spruch mehr und sagte nur, gegehn wir lieber in den Ort.<br />
Hier geschah es nu n wie aus heiterem Himmel, beim Aufstehen durchfuhr W. ein blitzartiger Schmerz, er hielt sich den Rücken stieß wohl einen Schrei aus, den amn am andeern seeufer wird gehört haben muss und setzte sich umgehend wieder hin. W. &#8217;s gesicht durchzog eine Leichenblässe. Ihm? Rücken? Nie!<br />
Entschlossen stand er auf, nur um abermals einen lauten Schrei ausszustoßén,den er allerdings abwürgen konnte und in einem lauten Fluchen enden lassen konnte.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Danke an die Wiedergänger-Runde</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/04/11/danke-an-die-wiederganger-runde/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 16:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;mehr mag ich gar nicht sagen. Bilder wirds ja spätestens morgen geben, die sagen dann ne Menge, denk ich mal. Danke für die schöne Show zwischen Genie und Wahnsinn, danke Martin Sancassani, danke Maraike Lohse, danke Carsten Stotco, ein dickes Dankeschön an das Peter-Olejko-Trio und die Gruppe Rubigos. Und natürlich: Ein Hoch aufs Capitol. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;mehr mag ich gar nicht sagen. Bilder wirds ja spätestens morgen geben, die sagen dann ne Menge, denk ich mal. Danke für die schöne Show zwischen Genie und Wahnsinn, danke Martin Sancassani, danke Maraike Lohse, danke Carsten Stotco, ein dickes Dankeschön an das Peter-Olejko-Trio und die Gruppe Rubigos. Und natürlich: Ein Hoch aufs Capitol. Der Saal ist fantastisch. Großes Kino halt.</p>
]]></content:encoded>
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