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	<title>Schmalz und Marmelade &#187; Rückblick</title>
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	<description>Die Frühlese für Spätaufsteher in Schwerin</description>
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		<title>Raten: Andersen Storm las und sang</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 20:19:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen. 
Muss stimmen, sonst lassen (Ukulelen-Blues)

Raten vs Roggen


Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen.
Dieser Satz kam von allein, direkt aus dem Gehirn, Zwischenhirn, denke ich gerade, keine Ahnung was das soll, in die Finger, auf die Tastatur, in den Computer, in das Programm, in den Text. Dieser Satz wollte ausgedruckt sein, die Qualitätskontrolle passieren, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen. </strong></p>
<p><strong>Muss stimmen, sonst lassen (Ukulelen-Blues)<br />
</strong></p>
<p><strong>Raten vs Roggen</strong></p>
<p><strong><span id="more-1193"></span><br />
</strong></p>
<p><strong>Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen.</strong></p>
<p>Dieser Satz kam von allein, direkt aus dem Gehirn, Zwischenhirn, denke ich gerade, keine Ahnung was das soll, in die Finger, auf die Tastatur, in den Computer, in das Programm, in den Text. Dieser Satz wollte ausgedruckt sein, die Qualitätskontrolle passieren, in einem Text in ein Programm eingebaut an die Zuhörer kommen. Dort wollte er, vermutlich ungeprüft, direkt in die Gehirne der anderen. So verhalten sich keine Sätze. So verhalten sich Parasiten. So verhalten sich Schädlinge, Schadprogramme, Computerviren. Dieser Satz wollte gar nicht viel Aufhebens um sich machen, er wollte schnell und effizient sein Ziel erreichen, sein neues Zuhause, in einem , in vielen anderen Hirnen.</p>
<p>In Wahrheit war er ja nicht einmal ein Satz, eher eine Wortgruppe mit dem Anflug einer Beschreibung, einer Umschreibung und ihrer Relativierung. Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen.</p>
<p>Warum will sich so ein Nichtsatz verbreiten? Es ist nicht davon auszugehen, dass er in den Hirnen der Zuhörer verschwinden und nicht wieder auftauchen wollte. Möglich ist es schon, aber es macht irgendwie keinen Sinn. Wozu dann die ganze Mühe? Viel wahrscheinlicher ist es doch, dass der, ich nenne ihn weiter Satz, des besseren Verständnisses wegen und weil es einfacher ist für mich, Satz die nächstbeste oder auch nächstgünstigste Möglichkeit suchte, aus den Zuhörerhirnen weiter zu kommen in immer neue Wirtshirne  und vielleicht auch in neue Landschaften, Landkreise, Länder, Kontinente, vielleicht &#8211; aber das ist jetzt müßig darüber zu spekulieren &#8211; sogar über den Erdball hinaus, im Hirn eines Weltallisten, Kosmo- oder Astronauten, oder einer automatischen Sonde des SETI-Projektes.</p>
<p>Vielleicht korrespondiert dieser Satz ja sogar heimlich mit anderen. Jetzt schaudert es mich. Werde ich benutzt von einer fremden Macht, die mir Sätze aus dem Kopf, ungeprüft, direkt in die Finger, die Tastatur usw. (siehe oben) eingibt? Werde ich zum reinen Objekt der Textverbreitung, ohne den Sinn zu erfassen, zu kennen, zu begreifen? Wird meine Darstellungswut  &#8211; ich sage nicht Sebstdarstellungswut, dieser Text ist mir so fremd, jedenfalls in Teilen, Satzteilen &#8211; die ich in Form der Podcasterei und der Mitgliedschaft in dieser Lesebühne auslebe, ausgenutzt, um, ja um was eigentlich zu tun?</p>
<p>Sätze zu verbreiten, ohne Sinn und Verstand, soviel scheint klar zu sein.</p>
<p>Vielleicht gibt es noch mehrere solcher Sätze, die ähnlich meines Satzes, der eher durch mich hindurch, als durch mich auf diese Bühne kommt, die Köpfe eines bestimmten oder einer Gruppe von Menschen erreichen wollen, um sich dort zu etwas größerem zusammenzusetzen. Zu einem Text, wohlmöglich, zu einem ungewöhnlichen, außergewöhnlichen Text, mit einem ganz erstaunlichen Inhalt: Den kenn ich nicht. Das wäre zuviel verlangt von mir. Ich bin doch bloß der Bote. Ich überbringe diesen einen Satz, der eigentlich kein Satz ist, ohne etwas über ihn zu wissen, oder darüber, warum er existiert, mich als Boten wählte, oder genau zu Ihnen wollte.</p>
<p>Das müsste Ihnen doch jetzt zu denken geben. Will der Satz zu mir, also zu Ihnen? Hat mich, also Sie, eine fremde Macht verleitet heute hier zu sein? Sind da noch andere Sätze, die schon auf diesen warten? Was ist ihre Quintessenz, also deren? Was ist ihre Struktur? Ergibt sich da ein Sinn, ein Motiv, eine Idee? Nein? Dann stecken Sie jetzt ganz gehörig in der Zwickmühle.</p>
<p>Wollte der Satz nicht zu Ihnen, sondern durch sie hindurch zu anderen, können sie das, mit dem Wissen, dass sie jetzt durch mich erhalten haben, unter Umständen verhindern! Wozu?! Haben sie sich mal gefragt, ob der Satz nicht vielleicht sogar Teil einer Verschwörung sein könnte &#8211; gegen wen auch immer? Könnte er nicht, da er offensichtlich nichts Böses bedeutet, wenn er überhaupt etwas bedeutet &#8211; ich kann das an dieser Stelle noch nicht beurteilen: Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen, nein, das bedeutet für sich nichts und für mich auch nicht &#8211; könnte er nicht trotzdem Teil eines besonders bösen Unheils sein?</p>
<p>Sie werden mir zustimmen, ja, könnte er, kann man nicht wissen. Ergo müssten Sie den Satz unbedingt für sich behalten, bzw. ihn den Sicherheitsbehörden ausliefern, wenn Sie sich komplett lächerlich machen wollten.</p>
<p>Es hat ja immer auch ein Aber. Aber wenn der Satz zu etwas Gutem beiträgt? Vielleicht nicht direkt, vieleicht indirekt, über einen ganz raffinierten Plan um tausend Ecken hinweg? Über einen Plan, der Sie und mich zu Komplizen macht, obwohl wir beide alle gar nichts dafür können! Einen Plan der mich erstaunen lässt, welche Zeilen zu diesem Satz wie von selbst aus mir herausfließen mussten, um sich zu einem Text zu formieren, der den Weg hierher gefunden hat, mit schlafwandlerischer Leichtigkeit die Hindernisse komplex und dennoch gradlinig genommen hat, um uns hier zu komplizieren, also zu Komplizen zu machen.</p>
<p>In ihrer Haut möchte ich jetzt nicht stecken. Wie wollen Sie das entscheiden? Vielleicht retten Sie die Welt, mit einem Satz?! Vielleicht aber auch helfen Sie die Welt zu vernichten, mit diesen vier, jedem für sich belanglosen, Worten: Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen?</p>
<p>Lösen wir das Problem doch beiläufig,  als würde es nichts bedeuten. Das können wir tun, da wir ja nicht sicher wissen, welches die geltende Bedeutung ist. Streuen Sie den Satz einfach in irgendein Gespräch mit jeder Person, der Sie in den nächten Tagen begegenen. Dann haben Sie ihren Teil erfüllt, sind den Satz los und niemand kann Ihnen Vorsätzlichkeit vorwerfen.</p>
<p>Wie auch, wenn Sie einen Satz wie diesen sagen: Guten Morgen, der Tag ist absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen. Oder vielleicht diesen: Ich nehme fünf Brötchen und ein halbes Weißbrot, absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen. Ok, ich gebe zu, das waren keine wirklich guten Beispiele, aber ein bisschen müssen sie sich auch mühen, immerhin lösen wir ja hier Ihr Problem, ein Problem, von dem sie bis eben noch nicht einmal ahnten, dass Sie es haben würden, absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen, das Sie allerdings auch auf spielerische Weise wieder los werden können.</p>
<p>Wie ich gerade. Vielen Dank.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>Muss stimmen, sonst lassen<br />
</strong><br />
Ein Satz muss stimmen, / sonst kannst du den auch lassen.<br />
Was soll das heißen, / du liebst mich so wie ich bin?<br />
Es wäre gut / ich könnt an deiner Liebe wachsen.<br />
So wie ich jetzt schon bin, / das krieg ich selber hin.</p>
<p>Ein Bild muss stimmen, / sonst kannst du das auch lassen.<br />
Was soll das heißen, / du bist so heiß wie ein Vulkan?<br />
Spuckst du jetzt Feuer, / rauchst meinen Himmel voller Asche?<br />
Oder liegst du einfach nur so da/ und drohst mir, dann und wann.</p>
<p>Ein Bild muss stimmen, / sonst kannst du das auch lassen.<br />
Was soll das heißen, / ich geh dir auf den Geist?<br />
Kann sein er ist da, / vielleicht ist er ja nur zu klein,<br />
denn wär er groß genug,/ würde ich drauf stehn<br />
und könnte auch drauf gehen.</p>
<p>Ein Satz muss stimmen, / sonst kannst du den auch lassen.<br />
Was soll das heißen, / ich mach dich lächerlich?<br />
Ich mach dich gern, / das muss dann aber auch reichen.<br />
Dich lächerlich machen, / nein, das mach mal schön allein.</p>
<p>Ein Bild muss stimmen, / sonst kannst du das auch lassen.<br />
Was soll das heißen, / wir wachsen zusammen?<br />
Ich hoffe mehr so in dem Sinne / von gemeinsam,<br />
denn zusammenkleben du und ich / nee, lass mal, besser nicht.<br />
&#8212;</p>
<p><strong>Raten vs Roggen</strong><br />
folgt demnächst</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Raten: Herr ivalo las</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 15:54:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Rate den Tag
und
4 literarische Rätsel

Rate den Tag
Es gibt so Tage, da weiß ich, ich habe die Welt verstanden. Ich stehe morgens auf, schaue aus dem Fenster und weiß, wie
a)  der Hamster bohnert b) das Kaninchen humpelt, c) das Eichhörnchen schleicht oder d) der Hase läuft.
Noch vor dem ersten Weckerklingeln bin ich hellwach! Ich grinse
a) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rate den Tag</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>4 literarische Rätsel</strong><br />
<span id="more-1190"></span><br />
<strong>Rate den Tag</strong></p>
<p>Es gibt so Tage, da weiß ich, ich habe die Welt verstanden. Ich stehe morgens auf, schaue aus dem Fenster und weiß, wie<br />
<em>a)  der Hamster bohnert b) das Kaninchen humpelt, c) das Eichhörnchen schleicht oder d) der Hase läuft</em>.<br />
Noch vor dem ersten Weckerklingeln bin ich hellwach! Ich grinse<br />
<em>a) hindurchpositionieren b) unterplatzieren c) zwischenstellen oder d) überlegen</em>.<br />
Auf dem Nachttisch liegen ein 50 und ein 100 €-Schein, ich stecke mir beide in die<br />
<em>a) Backentasche b) Versandtasche c) Hosentasche oder d) Plundertasche</em>,<br />
nehme mir sicherheitshalber noch 200 € aus der Schublade und gehe für die Frühstücksbrötchen<br />
<em>a) zum Frühschoppen b ) zur Lesebühne c) zum Bäcker oder d) zur Agentur für Arbeit</em>.<br />
Ich tendiere zu a) Frühschoppen, bin aber nicht hundertprozentig sicher. Ich rufe scherheitshalber meine Frau an und vertraue ihrem Rat: der lautet Bäcker.<br />
Beim Frühshoppen hatte ich zuletzt auch 300 € gelassen, das kann ich mir erstmal nicht mehr<br />
<em>a) Hobel b) Pflock c) Kanten oder d) Leisten</em>.<br />
500 € waren es auch, oder? Verdammter Frühschoppen, aber ich musste ja die ganze Fußballmannschaft einladen!<br />
Hm, Flurlicht kaputt? Warum flackert das jetzt hier so komisch?? Könnte ja auch mal jemand was machen!<br />
Das Glück ist heute direkt auf meiner Seite, direkt vor der Haustür trete ich nämlich gleich in<br />
<em>a ) eine Tretmine b) eine Landmine c ) eine Seemine oder d ) einen Hundehaufen</em>.<br />
Hab zum Glück nicht meine 1000 €-Schuhe an, die sonst eigentlich immer trage!<br />
Beim Bäcker riecht es, zum Glück! verbrannt. Ich kaufe zum Frühstück 2 Croissants, 2 Körnerbrötchen, 1 Mohnbrötchen und 2<br />
<em>a) Europameisterwürstchen b) Weltmeisterbrötchen c) Nürnberger Meistersänger oder d) Meisenringe</em>.<br />
Und eine Tageszeitung. Geld reicht gerade noch. Verrückt! Jugendliche erbeuten 2000 € in Tankstelle, nachdem sie den Kassierer mit einem<br />
<em>a) Butterkeksmesser b) Butterbrotmesser c) Butterflymesser oder d) einem Buttersäuremesser </em><br />
bedrohten. Schlimm das! Also wenn ich ne Tanke überfalle, dann will ich mindestens 4000 € erbeuten, denke ich, lohnt sich ja sonst nicht. Das ist ja ne ganz einfache<br />
<em>a) Quartalsbilanz b ) Kosten-Nutzen-Rechnung c) Riskoabschätzung oder d) Qualitätssicherung</em>.<br />
Aber da steckt man halt nicht drin. Und es sollten wohl besser 8.000 € sein, denk ich so.<br />
Ups, jetzt aber schnell! Nehme besser die Straßenbahn nach Hause! Also, wenn die Linie 3 alle 15 Minuten fährt und eine um 9 nach kommt, es jetzt aber 28 nach ist, dann kommt die nächste Bahn in<br />
<em>a) 3 b) 9 c) 11 oder d) 19 Minuten</em>,<br />
Mal keine Verspätung angenommen. Ich bin zu faul zu rechnen und frage mal die Herumstehenden. 67 % der Befragten sagen, sie käme in b) 9 Minuten. Ich glaube dieser Mehrheit und gehe lieber zu Fuß nach Hause.  Und rechne derweil nach, wie lange es wohl dauern würde, bis ich die 16.000 € zusammengspart hätte, die dieser kleine Flitzer wohl kostet, 2,3 Liter 6-Gang-Getriebe, Xenon-Scheinwerfer, Heckscheibe beheizbar, mit Abschaltautomatik  Heckscheibenwischer mit Intervallschaltung und Wisch-Wasch-Funktion,  Leichtmetallfelgen 7,0 x 17&#8243;, mit Bereifung 215/55R17, der mich gerade mit seiner Lichthupe so dämlich anblinkt.<br />
Auf dem Weg nach Hause verspüre ich ein dringendes Verlangen nach Verbraucherinformationen. Glück gehabt! Eine 4 Seitige Sonderbeilage vom Mediamarkt liegt der Tageszeitung bei! Ich setze mich, verbringe fünf Minuten mit der ausführlichen Lektüre, sende dann noch schnell eine SMS an Herrn thom*, der unbedingt wissen wollte, ob in Südafrika derzeit die<br />
<em>a ) Fußball oder die b) Wok-WM</em><br />
ausgetragen wird. Seine Sorgen will ich haben! Und die Straßenbahn fährt an mir vorbei. 2 Minuten Verspätung! Ha! Alles richtig gemacht!<br />
Am Geldautomaten erfahre ich, dass mein<br />
<em>a ) Disko- b) Fresko- c) Bistums- oder d ) Dispo-Kredit</em><br />
auf 32.000 € erhöht wurde! Ich klopfe mir auf die Schulter, für meine gestiegene Kreditwürdigkeit und überlege, ob ich mir den Flitzer von vorhin, 155 PS, Panorama-Glasdach mit elektrischem Lamellen-Rollo, direkt kaufen soll.<br />
So jetzt aber nach Hause. Oder noch schnell für den Urlaub einen Regenschirm besorgen? In der Normandie kann es immer mal regnen. Wie hieß gleich Regenschirm nochmal auf Französisch? War das<br />
<em>a) paracetamol b) paraplu c) parlament oder d) parlez-vous.</em><br />
 Na, vielleicht regnets dort ja auch nicht! Die Nachbarn fahren auf Kreuzfahrt in die Karibik. Aber 64.000 € für ne Außenkabine für die ganze Familie finde ich einfach übertrieben.<br />
Gut dass ich jetzt den Regenschirm habe, denn am Himmel türmen sich gerade dicke Wolken auf, diese regenbringenden<br />
<em>a) Nimbostratus b) Altostrato c) Cumulonimbus oder d ) Cirrus-Wolken</em>.<br />
Die gibt es in der Karabik natürlich nicht, aber für das doppelte der Kreuzfahrt bekomme ich ja schon ein schickes Haus, ein Bungalow, Stadtrandlage, das ganze schon für 125.000 €.<br />
Jugendliche laufen an  mir vorbei zur Schule, Obersekundaner seien sie, sagen sie, was war das nochmal? War das jetzt<br />
<em>a) 9. b) 10. c) 11. oder d) 12. Klasse?</em><br />
Altsprachler-Schnösel! Papi hat bestimmt die Stadtvilla für 500.000 €, zwei Stellplätze, muss ja sein, kleiner Pool, die kleinen Angeber, die!<br />
Beschließe sie zu ignorieren!<br />
Vor mir geht nämlich ein Frau mit einem beachtlichen Hüftschwung, der ihren wohlgeformten, in eine knackige Jeans gehüllten<br />
<em>a) Gluteus b) Gluratis c) Glutamat oder d) Glumen</em><br />
sehr betont.<br />
Zur Sicherheit rufe ich einen guten Freund an, bloss um mir meine Vorahnung bestätigen zu lassen. Er ist Arzt und kann mir da weiterhelfen, manchen Dingen sollte man eben besser auf den Grund gehen!<br />
Ich laufe eine Weile hinter ihr her und fühle mich direkt, wie ein Milionär!</p>
<p>Ich glaube, ich bekomme eine<br />
<em>a) Fiktion  b) Injektion c) Erektion oder d) Sanktion, </em><br />
aber das würde hier den Rahmen sprengen.</p>
<p><strong>Litererisches Rätsel #1</strong></p>
<p>“Hey, Jungs, Mädels, wir müssen da mal was bequatschen. Also, die Halbfetten sind jetzt viel weiter nach rechts gerückt worden, die Bios sind dafür ein Regal weiter oben, da ist es 2° wärmer, ist das okay für Euch? Die Bios fallen durch ihren grünen Karton eh schon mehr auf, müssen die wirklich auch noch weiter oben stehen? Und jetzt haben wir ja auch noch die länger haltbaren! Wir sollten uns wirklich einig sein, ob es auch alle akzeptieren, dass da wieder ein eigenes Fach für freigeräumt wird! Kann das mal jemand mit den Haltbaren drüben im Warmregal bereden? Ich find’s nämlich total wichtig, eine Einigung zu finden, mit der alle wirklich leben können!” </p>
<p>Wer spricht?</p>
<p><strong>Litererisches Rätsel #2</strong></p>
<p>“Ach, wisst Ihr noch damals, war das nicht schön?! Der herrliche Sommer, die leichte Brise, die vom Mittelmeer in unseren Hain hinaufzog. Hab ich Euch eigentlich erzählt, wie ich kurz bevor wir gepflückt wurden beinahe noch von einem Vogel aufgefressen wurde? Hat uns wohl mit Weintrauben verwechselt. Ne, war das ein Abenteuer! Aber letztendlich ist ja alles gut gelaufen und ich bin hier bei Euch gelandet! Ach, und ich muss Euch noch von Elena erzählen, die mich sortiert hat und vom Kaltpresswerk und dann der gemeinsamen Fahrt hierher, wie’s da gewackelt und geschaukelt hat! Schön war’s, ach, es gäbe noch so viel zu erzählen! Aber wir haben ja auch Zeit! Also, &#8230;.” </p>
<p>Wer spricht?</p>
<p><strong>Litererisches Rätsel #3</strong></p>
<p>“Unser Briefkasten ist schon wieder voll mit diesen kleinen Schweinen! Die brauchen wir gar nicht, wer wirft die bloß immer da rein! Ich hab jetzt extra einen eigenen Briefkasten eingerichtet, extra für diese kleinen Schweine. Normalerweise sortiert der Briefträger die schon immer in den richtigen Kasten. Der ist so ekelig voll! Aber es landen immer mal wieder welche im normalen Briefkasten. Versteh ich nicht! Das ist echt ne kleine Schweinerei”</p>
<p>Um welche Schweine handelt es sich?</p>
<p><strong>Litererisches Rätsel #4</strong></p>
<p>Liebe Schwestern, liebe Brüder, wir wollen uns heute versammeln im Namen des Herrn und unser Wort an ihn richten. Zunächst habe ich allerdings ein wichtiges Anliegen. Es ist Euch sicherlich aufgefallen, dass unsere Ansprache an den Herrn zuletzt wenig Hoffnung in unsere Runde brachte. Ja, dass viele in unserer Runde hoffnungslos und unzufrieden waren. Im Sinne unserer Runde möchte ich also Vorschlagen, die Ansprache an den Herrn zu erneuern. Wir werden also die Art und Weise, in der wir unser Wort an den Herrn richten von nun an verändern, auf dass unsere Ansprache mehr Hoffnung in unsere Runde bringen möge. Bevor wir abstimmen, auf welche Weise wir fortan unsere Ansprache sprechen wollen, lasst uns zunächst diejenigen, die noch in Ecken sitzen ebenfalls in die Runde holen, dass wir auch eine runde Runde sind, habt Dank, liebe Schwestern, liebe Brüder!</p>
<p>Welches Vorhaben ist hier beschrieben?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Raten: Herr thom* las</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 14:31:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Vergeigt
Herr Hanke legt auf
Fragen Sie mich doch nicht

Vergeigt
Als er bei Jauch der Joker war
für seinen herrischen Papa
war das kein guter Tag
Die Milch verbrannt, das Kind verschreckt
er wäre lieber zugedeckt
geblieben, wo er lag
Dann sagt er C, ganz sicher C
Papa loggt ein und Jauch sagt Nee
und Papa fällt vom Sitz
Der Jauch danach am Telefon
sagt, raten Sie, Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vergeigt</p>
<p>Herr Hanke legt auf</p>
<p>Fragen Sie mich doch nicht</strong><br />
<span id="more-1188"></span></p>
<p><strong>Vergeigt</strong><br />
Als er bei Jauch der Joker war<br />
für seinen herrischen Papa<br />
war das kein guter Tag</p>
<p>Die Milch verbrannt, das Kind verschreckt<br />
er wäre lieber zugedeckt<br />
geblieben, wo er lag</p>
<p>Dann sagt er C, ganz sicher C<br />
Papa loggt ein und Jauch sagt Nee<br />
und Papa fällt vom Sitz</p>
<p>Der Jauch danach am Telefon<br />
sagt, raten Sie, Sie Supersohn,<br />
es war sein letztes Quiz</p>
<p><strong>Herr Hanke legt auf</strong><br />
Die Fahnen vor dem Hotel im Gewerbegebiet hängen schlaff an den Seilen. Ein bärtiger Kerl im Blaumann raucht vor der Schiebetür, wenn er sich zum Aschenbecher dreht, schaltet die Automatik mit einem Klicken und das Glas setzt sich in Bewegung. „Es zieht“, brüllt dann eine blondierte Frau im Dindl von der Rezeption her, der Bärtige tritt einen Schritt vor, schschschschscht, und die Tür ist wieder zu. Dreimal geht das so.</p>
<p>Da ist ein Schild an der Blaumannbrust, doch weil es ausgewaschen ist und ohne Kontraste kann Herr Hanke den Namen darauf nicht erkennen. Nicht von hier. Am Anfang ist ein P, rät er und beschließt, dass der Mann Pomerenke heißt. Pomerenke passt. Herr Hanke hat ein Gespür dafür, wie Menschen heißen sollten. Herr Hanke mag Namen. Er sammelt sie in einem kleinen Büchlein, das in seiner Brusttasche steckt, die schönsten schreibt er in rot auf eine extra Seite. „Indira Fiebelkorn“ steht da zum Beispiel ganz oben und in der Spalte für die Erläuterungen hat Herr Hanke verzeichnet: „Schulkameradin von U. Hussel“, später Textilverkäuferin, Erzgebirge.  </p>
<p>Herr Hanke steht auf dem Hotel-Parkplatz zehn Meter entfernt von der Automatiktür und starrt über das Lenkrad. In seinem verwaschen roten Kombi sitzt er vorgebeugt, die Fenster sind herunter gelassen. Da ist ein Schleier auf der Scheibe denkt Herr Hanke und schnippst die Kippe auf den Asphalt. Noch zwei Stunden. Jetzt lässt er einen Ruck durch seine Glieder gehen und steigt aus. Das lila Jackett nimmt er aus dem Kofferraum, zusammen mit einem entwaffnenden Lächeln und grüßt. Tach! nuschelt es aus den Barthaaren zurück, im Vorübergehen liest Hanke „Paulsen“ auf dem Blaumannschild und ist enttäuscht. Paulsen trägt keinen Blaumann, denkt er, Paulsen ist Mittelstürmer oder Sportjournalist und keinesfalls bräsig-bärtig vor einem Hotel im Gewerbegebiet. Pomerenke sollte da stehen. Pomerenke passt! Dann klickt die Automatik, die Tür geht auf, an der Rezeption streckt Hanke der Blondierten die Hand entgegen und sagt „Moderation und Musik für Sie und ihre Gäste &#8211; das beste von gestern von heute und ein Blick in die Zukunft, verschmitzt und mit Witz! Hanke! Angenehm“</p>
<p>Die Einrichtung im Saal ist nicht mehr neu, die Kunstblumen nicht mehr grün und hinter den altrosa Vorhängen findet Hanke die Steckdosen, die er braucht. Als das letzte Kabel verlegt ist, spuckt draußen eine Kutsche 35 Senioren aus. Zum Einlass entscheidet sich Herr Hanke für deutsche Schlager &#8211; Lautstärke 3.<br />
Die Veteranen der hiesigen Agrargenossenschaft sind guter Dinge. Sie trinken Schnaps aus kleinen Flaschen, vorn, die Dame im Rollstuhl &#8211; Hanke hat sie Kosmehl getauft &#8211; tippt mit dem Zeigefinger den Takt bis der Kuchen serviert wird und die Blondierte ihren Dirndl-Busen beim Kaffee-Einschenken nacheinander auf allen Seniorenschultern parkt. Ein Mann im schwarzen Beerdigungsanzug hält nach der eigenen gleich noch die Tassen seiner Nachbarn hin und lächelt selig. „Nanana! Junger Mann!“, wird er ermahnt, dann klappern die Kuchengabeln. Das ist Herr Brückner, beschließt Hanke und wählt Volksmusik &#8211; Lautstärke 4.</p>
<p>Inzwischen ist der Chef der Agrargenossenschaft eingetroffen, im Anzug mit einer gelben Krawatte, gelb wie der Raps, der rund ums Gewerbegebiet blüht. Nach dem Kaffee hält er eine Rede, in der die Wörter Erfolg, Aufbau, Brüssel und Milchpreis etwas zu oft vorkommen. Frau Kosmehl sucht im Redefluss einen Takt, Herr Brückner geht aufs Klo, kurz vor der Rezeption streckt er sich, schreitet, schreitet und schreitet, solange es sein Ischias erlaubt. Und der erlaubt es tatsächlich bis an die Klotür, Hanke indessen beschließt einen Scherz zu wagen und spielt im Anschluss an die Rede „Du hast mich tausendmal belogen“ von Andrea Berg.</p>
<p>Vor 15 Jahren hatte ein junger Historiker ein Quiz zur Geschichte der Genossenschaft entwickelt. Der hatte eine Arbeit geschrieben über den Kartoffelanbau in der Landwirtschaft der DDR und als Dankeschön für die unzähligen Interviews 20 Fragekarten gebastelt. Der Rapsschlips überreicht sie wie eine Reliquie. Gleich die erste Karte zieht Hanke die Schuhe aus: Welches Pflanzenschutzmittel wurde in unserer LPG am häufigsten eingesetzt &#8211; a) Namedit, b) Plantulin, c) Trazalex oder d) Trizilin. Hanke stottert und verspricht sich viermal, Frau Kosmehl, Herr Brückner und die anderen jedoch schreiben innerhalb von Sekunden einen Buchstaben aufs Papier. Allein Frau Stern &#8211; Hanke hatte sie ihres verträumten Blicks wegen so genannt &#8211; allein Frau Stern schaut hilflos. Dann kämmt sie weiter das braune Haar ihrer Puppe und flüstert „Damit Du schön bist, Mariannchen“. </p>
<p>Nach dem Quiz schickt Hanke „Stand up for the Champions“ aus dem Laptop in die Boxen &#8211; Champion, das ist heute Herr Brückner, der hatte alles richtig, der kannte die Zahlen der Rekordernte ebenso wie den Tierbestand im Jahr 63 und bekommt nun einen Präsentkorb mit Wurst, Schnaps und Mandarinen. Alle anderen dürfen sich etwas aussuchen aus einer großen Kühltasche, daneben liegen Anstecker und Kugelschreiber vom Landestourismusverband und einem Futtermittellieferanten. Produkte aus der Region sagt der Chef und zeigt auf die Tasche &#8211; Hanke ist noch immer nicht sicher, wie er ihn nennen soll. Ludwig, so wie der 14.? Ist ihm zu einfach. Der Rest des Nachmittags wird vertanzt, Volksmusik und deutsche Schlager, Du kannst nicht immer 17 sein als Höhepunkt, Lautstärke 6.</p>
<p>Die Straßenlaternen im Gewerbegebiet flackern schon, als Herr Hanke vor die Tür tritt. In der Ferne hört er noch das Klackern der Hufeisen auf Asphalt, dann legt er das lila Jackett zurück in den Kofferraum und das entwaffnende Lächeln legt er dazu. Hanke geht noch einmal zur Rezeption und fragt nach dem Bärtigen im Blaumann. Pomerenke? fragt die Blondierte zurück und dann nickt Herr Hanke sich wortlos lächelnd auf den Heimweg.</p>
<p><strong>Fragen Sie mich doch nicht</strong><br />
Fragen Sie mich doch nicht.<br />
Ich kann doch auch nur raten &#8211; a b c oder d<br />
Gleich nach der Werbung kommt einer, der weiß die Antwort<br />
Und vielleicht ist die Antwort </p>
<p>Hühnerfrikassee<br />
Hühnerfrikassee</p>
<p>Ich bin kein Experte, ich kenne mich nicht. Aus. Ich bin kaum in der Lage, meinen Geschirrspüler so einzuräumen, dass mein Geschirr sauber wird. Ich kann kein Fahrrad reparieren und keine Mauer hochziehen, ich kann kein Feld bestellen und keinen Ringkampf bestehen. Ich bin ein Produkt der Dienstleistungsgesellschaft. Wer sich auf einen wie mich verlässt, muss Vertrauen haben in den Fortbestand der Zivilisation, wie wir sie kennen.</p>
<p>Fragen Sie mich doch nicht.<br />
Ich kann doch auch nur raten &#8211; a b c oder d<br />
Gleich nach der Werbung kommt einer, der weiß die Antwort<br />
Und vielleicht ist die Antwort </p>
<p>Hühnerfrikassee<br />
Hühnerfrikassee</p>
<p>Und so kann ich Ihnen nur sagen: Ich habe keinen Bausparvertrag. Ich habe keine Riesterrente, ich habe kein Immobilienportfolio. Ich hatte mal ein Sparbuch und heute, hier hab ich fünf Minuten und Sie sind meine Quote &#8211; und da soll ich Ihnen raten? Nichts da! Damit Sie hinterher mir vorwerfen, ich hätte mich hinab begeben in die Niederungen der Stammtische. Ich hätte die komplexe Wahrheit auf plumpe Bauernweisheiten reduziert. Ich hätte Parodie und Parole verwechselt. Also bitte!</p>
<p>Fragen Sie mich doch nicht.<br />
Ich kann doch auch nur raten &#8211; a b c oder d<br />
Gleich nach der Werbung kommt einer, der weiß die Antwort<br />
Und vielleicht ist die Antwort </p>
<p>Hühnerfrikassee<br />
Hühnerfrikassee</p>
<p>Und wahrscheinlich, wahrscheinlich, nun ich bin kein Experte wie gesagt, ist die Antwort NICHT Hühnerfrikasse, dafür ist das alles viel zu komplex. Alles hängt von allem ab und manchmal scheint es mir, als könnten wir gar nicht wissen, obs besser ist friedlich durchs zu Watt waten und Kleckerburggräben auszuheben mit dem Klappspaten, als sagen wir, bei einer Ölbohrinsel den Stöpsel zu ziehen. Denn es könnte doch ohne Frage ein Sack Reis sein, der umfällt in China und alles aus der Bahn wirft, alles. Und wenn Sie dann da stehen so ganz ohne Planeten, urplötzlich, und mich verfluchen, weil ich Ihnen kurz zuvor noch geraten hattee, jetzt zur Arbeit zu gehen, anstatt Fahrrad zu fahren mit den Kindern. Wie stünde ich denn dann da? Hören Sie mal!</p>
<p>Also: Fragen Sie mich doch nicht.<br />
Ich kann doch auch nur raten &#8211; a b c oder d<br />
Gleich nach der Werbung kommt einer, der weiß die Antwort<br />
Und vielleicht ist die Antwort </p>
<p>Hühnerfrikassee<br />
Hühnerfrikassee</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Danke Bönen, danke Köln</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/04/26/danke-bonen-danke-koln/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 17:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[

Knapp 50 Leute, ein toller Gast mit uns der Bühne, eine ganz liebevoll arrangierte Bühne in diesem Industriedenkmal &#8211; ein wunderbarer Abend. Danke dafür.

Ein kleines Bistro in der Südstadt &#8211; so ein bisschen der Friedrichshain von Köln, 20 Gäste &#8211; alles bekannte Gesichter, viel Applaus, viel Lob. Köln rockt, wenn auch, was die Zahlen betrifft, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMG_0473-375x500.jpg" alt="Der Zechenturm in Bönen" title="Der Zechenturm in Bönen" width="500" class="alignnone size-medium wp-image-1165" /></p>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMG_0479-500x375.jpg" alt="Im Zechenturm in Bönen" title="Im Zechenturm in Bönen" width="500" height="375" class="alignnone size-medium wp-image-1164" /></p>
<p>Knapp 50 Leute, ein toller Gast mit uns der Bühne, eine ganz liebevoll arrangierte Bühne in diesem Industriedenkmal &#8211; ein wunderbarer Abend. Danke dafür.</p>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMG_0481-500x375.jpg" alt="Plakat in Köln" title="Plakat in Köln" width="500" height="375" class="alignnone size-medium wp-image-1166" /></p>
<p>Ein kleines Bistro in der Südstadt &#8211; so ein bisschen der Friedrichshain von Köln, 20 Gäste &#8211; alles bekannte Gesichter, viel Applaus, viel Lob. Köln rockt, wenn auch, was die Zahlen betrifft, verhalten. Ebenfalls ein überaus feiner Auftritt. Dank der Ohrstöpsel hat ivalo sogar die Nacht überstanden.</p>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMAG0017-500x333.jpg" alt="Auftritt" title="Auftritt" width="500" height="333" class="alignnone size-medium wp-image-1170" /></p>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMAG0020-500x333.jpg" alt="Mehr Auftritt" title="Mehr Auftritt" width="500" height="333" class="alignnone size-medium wp-image-1171" /></p>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMAG0029-333x500.jpg" alt="Stargast Fikki" title="Stargast Fikki" width="500" class="alignnone size-medium wp-image-1173" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wiedergänger: Andersen Storm las</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 18:36:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Geschichte der Untoten ist eine Geschichte voller Missverständnisse (Podcast)
und
Wenn Du (MP3)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=454" target="_blank">Die Geschichte der Untoten ist eine Geschichte voller Missverständnisse</a></strong> (Podcast)</p>
<p>und</p>
<p><strong><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=459" target="_blank">Wenn Du </a></strong>(MP3)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wiedergänger: Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/04/18/wiederganger-herr-ivalo-las/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 19:46:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1146</guid>
		<description><![CDATA[Ode an das Fischbrötchen
und
Wieder gehen

Ode an das Fischbrötchen
Liebes Bismarckhering-Brötchen
knusprig frisch mit Zwiebeln drin
Mayonnaise für’s besondre Nötchen
lustvoll geb ich Dir mich hin
Liebes Bismarckhering-Brötchen
das mir gestern wohl geschmeckt
gabst den ganzen Abend Pfötchen
hast mich in der Nacht geneckt
Liebes Bismarckhering-Brötchen
in der frühen Morgenstund
sah ich Dich mit zahlreich Fädchen
kommen aus erlöstem Schlund
Wieder gehen
Mit Anfang 40, da ist der Mensch, besonders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ode an das Fischbrötchen</strong><br />
und<br />
<strong>Wieder gehen</strong><br />
<span id="more-1146"></span><br />
<strong>Ode an das Fischbrötchen</strong></p>
<p>Liebes Bismarckhering-Brötchen<br />
knusprig frisch mit Zwiebeln drin<br />
Mayonnaise für’s besondre Nötchen<br />
lustvoll geb ich Dir mich hin</p>
<p>Liebes Bismarckhering-Brötchen<br />
das mir gestern wohl geschmeckt<br />
gabst den ganzen Abend Pfötchen<br />
hast mich in der Nacht geneckt</p>
<p>Liebes Bismarckhering-Brötchen<br />
in der frühen Morgenstund<br />
sah ich Dich mit zahlreich Fädchen<br />
kommen aus erlöstem Schlund</p>
<p><strong>Wieder gehen</strong></p>
<p>Mit Anfang 40, da ist der Mensch, besonders der Mann in der Blüte, seines Lebens. Er strotzt vor Gesundheit und Testosteron.<br />
Ein bischen Geld ist inzwischen da, die Bafög Schulden abbezahlt, es geht aufwärts. Wenn nicht, hilft ein Kleinkredit, das Eigentumshaus mit Garten am Stadtrand ist geplant, der sportliche Mittelklassewagen ist kein Gebrauchter mehr.</p>
<p>W, 42 Jahre alt, mittlere Beamtenlaufbahn, ist genau von diesem Schlag</p>
<p>W. 42 Jahre alt, war angekommen. Privat, im Job, alles bestens. Eben war er zum Abteilungsleiter befördert worden, sein Konkurrent in eine andere Abteilung weggelobt, die Ehe mit P. 36, glücklich, der Sohn 7, nicht auf den Kopf gefallen, hat das erste Schuljahr mit Bravour überstanden.</p>
<p>Die Osterfeiertage verbrachte man in einem Luftkurort an einem schönen See nicht weit von zu Hause. Die Sonne tunkte den See in der noch winterlich braun-grauen Landschaft in ein mildes Licht. Im Seeparadies dachte man sich gut untergeracht, </p>
<p>Zwei Reisebusse standen auf dem Parkplatz. Aus Berlin und aus Schwaben.</p>
<p>Der Eindruck in einem Wellnesstempel gelandet zu sein, ließ sich nr schwerlich vermeiden,</p>
<p>Rollatorparkplätze, dezenter Duft nach Rheumacreme.</p>
<p>Ich hab nichts gegen Alte Menschen, dachte W. bin ja auch nicht mehr der Jüngste</p>
<p>Wolfgang, 42, war ein Mann, ein typischer Mann, typisch Mann und typisch Anfang 40. Ein gewinnendes Lächeln und ein gebügeltes Hemd. So eben war er zum Abteilungsleiter befördert worden, sein Sohn war in der dritten Klasse Klassenbester, seine Frau ehrenamtlich bei der Diakonie.<br />
Es ging aufwärts, seit Jahren schon, das Eigentumshaus am Stadtrand war fertig, der Kredit schon ein Stück weit getilgt. Der Mittelklassewagen war sportlich und kein Gebrauchter mehr. Im örtlichen Segelverein war man wer, Schriftwart aber immerhin im Vorstand. Mit dem Bürgermeister per Du, auf Empfängen ein gern gesehener Gast.<br />
Die Retrieverhündin Xenia war &#8230; und viellicht, ja vielleicht, würde das zweite Kind ja eine Tochter. Bald ist es soweit.</p>
<p>W. war sportlich fit, lief jedes Jahr den 20 Kilometerlauf der Seglerjugend, &#8230;</p>
<p>Über Ostern fuhr man in ein Wellnesshotel an einem bezaubernden See in der Nähe, man muss ja nicht zwei Mal im Jahr in den Urlaub fliegen und die Heimat, sie war doch schön.<br />
Die Frau wünschte sich halt Wellness und W., nun er willigte ein.<br />
Der Sportwagen fuhr rasant auf dem Parkplatz vor und bremste mit einem energischen Quietschen. Zwei Reisebusse standen auf dem Parkplatz und eine reihe Klein- bis Mitelklassewagen. Zwei Damen um die 60 in grell gefärbten Sportanzügen steuerten ihre stattlichen Körper richtung Walking-Strecke am Seeufer.  W. machte einen Spruch, in dem die Wörter üppig und Kampfgeschwader vorkamen.<br />
Im Foyer roch es nach Massageöl, oder war es Rheumacreme. W. schaute besorgt auf das Aktivtätsprogramm, Wassergymnastik, Seniorenschwimmen und machte einen Spruch in dem die Wörter Apothekenumschau und Einbalsamieung vorkamen.</p>
<p>der Mann mit dem Rollator drehte seine Runden im Park.<br />
W. machte einen Spruch, in dem die Wörter senil und Schnecke vorkamen.</p>
<p>Zum Abendessen ging man ins Hotelrestaurant, rechts war reserviert für Reisegruppe Graf aus Bottrop, links für Reisegruppe Zumwinkl aus Memmingen. Gegessen wurde laut, platz war noch an Einzeltischen in der Mitte.<br />
Die Reisegruppen teilten sich in Alleinunterhalten, Mitschunkler und Griesgrämige.<br />
W., nuschelte was von Vollpension, machte keinen Spruch mehr und sagte nur, gegehn wir lieber in den Ort.<br />
Hier geschah es nu n wie aus heiterem Himmel, beim Aufstehen durchfuhr W. ein blitzartiger Schmerz, er hielt sich den Rücken stieß wohl einen Schrei aus, den amn am andeern seeufer wird gehört haben muss und setzte sich umgehend wieder hin. W. &#8217;s gesicht durchzog eine Leichenblässe. Ihm? Rücken? Nie!<br />
Entschlossen stand er auf, nur um abermals einen lauten Schrei ausszustoßén,den er allerdings abwürgen konnte und in einem lauten Fluchen enden lassen konnte.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Danke an die Wiedergänger-Runde</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/04/11/danke-an-die-wiederganger-runde/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 16:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;mehr mag ich gar nicht sagen. Bilder wirds ja spätestens morgen geben, die sagen dann ne Menge, denk ich mal. Danke für die schöne Show zwischen Genie und Wahnsinn, danke Martin Sancassani, danke Maraike Lohse, danke Carsten Stotco, ein dickes Dankeschön an das Peter-Olejko-Trio und die Gruppe Rubigos. Und natürlich: Ein Hoch aufs Capitol. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;mehr mag ich gar nicht sagen. Bilder wirds ja spätestens morgen geben, die sagen dann ne Menge, denk ich mal. Danke für die schöne Show zwischen Genie und Wahnsinn, danke Martin Sancassani, danke Maraike Lohse, danke Carsten Stotco, ein dickes Dankeschön an das Peter-Olejko-Trio und die Gruppe Rubigos. Und natürlich: Ein Hoch aufs Capitol. Der Saal ist fantastisch. Großes Kino halt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Advent-Advent: Andersen Storm sang und las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/12/17/ad-andersen-storm-las-und-sang/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 18:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch ein Weihnachtslied
Drei Weihnachtsmänner
Neuer Trend aus den USA: &#8220;Die Weihnachtsmann-Diät&#8221;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=374" target="_blank">Auch ein Weihnachtslied</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=397" target="_blank">Drei Weihnachtsmänner</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=403" target="_blank">Neuer Trend aus den USA: &#8220;Die Weihnachtsmann-Diät&#8221;</a></strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Advent: Herr thom* sang und las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/12/17/advent-herr-thom-sang-und-las-2/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/12/17/advent-herr-thom-sang-und-las-2/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 00:26:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2009/12/17/advent-herr-thom-sang-und-las-2/</guid>
		<description><![CDATA[Die Rückgängig-Taste
Download
Interview mit dem Weihnachtsmann
Advent im Dorf am Ende der Straße

Die Rückgängig-Taste
Ich möchte eine Rückgängig-Taste Steuerung Z oder Apfel Z je nach System
eine Rückgängig-Taste, die immer geht, eine Rückgängig-Taste fürs wirkliche Leben
Die hätte ich gedrückt noch in der Heiligen Nacht, als Du so wütend warst auf mich. Ich hatte Dir einen Auftritt geschenkt in einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/herr_thom_die_rueckgaengig_taste.mp3">Die Rückgängig-Taste</a></p>
<p><a href="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/herr_thom_die_rueckgaengig_taste.zip">Download</a></p>
<p>Interview mit dem Weihnachtsmann</p>
<p>Advent im Dorf am Ende der Straße</p>
<p><span id="more-1089"></span></p>
<p>Die Rückgängig-Taste<br />
Ich möchte eine Rückgängig-Taste Steuerung Z oder Apfel Z je nach System<br />
eine Rückgängig-Taste, die immer geht, eine Rückgängig-Taste fürs wirkliche Leben</p>
<p>Die hätte ich gedrückt noch in der Heiligen Nacht, als Du so wütend warst auf mich. Ich hatte Dir einen Auftritt geschenkt in einer Stylingshow im Fernsehen. Ich hatte gedacht in so einer Stylingshow würdest Du Dich wohlfühlen. Und hinterher würde mich ganz Deutschland um Dich beneiden. Und eine Visitenkarte hatte ich dazu gelegt von einem Schönheitschirurgen in Hamburg. Da wären wir dann erst zum Phantom der Oper gegangen und dann hätte ich Dich da abgegeben. Und später wieder abgeholt. Ist doch Ehrensache&#8230;</p>
<p>Doch irgendwie muss bei dir da der Eindruck entstanden sein, ich fände dich nicht mehr so schön wie am ersten Tag. Dabei dacht ich doch nur, dass eine Frau von heute, dass eine selbstbewusste und glückliche Frau sowas mag&#8230;</p>
<p>Und deshalb möchte ich gern eine Rückgängig-Taste Steuerung Z oder Apfel Z je nach System<br />
eine Rückgängig-Taste, die immer geht, eine Rückgängig-Taste fürs wirkliche Leben</p>
<p>Und manchmal hätt ich gern drei Knöpfe, drei Knöpfe fürs wirkliche Leben<br />
mit denen ich wählen kann zwischen „abbrechen“ „überspringen“ oder „ok“ </p>
<p>Und wenn mein Chef dann vor mir steht und sagt, Herr thom*, Sie sind mein bestes Pferd im Stall. Dann wiehere ich kurz und bestätige mit ok. Aber wenn das Finanzamt kommt und Geld will, dann drück ich überspringen. Und dann kommen die, so meine Theorie erst im nächsten Jahr wieder. Und wenn mich Gliederschmerzen plagen und Du mich beiläufig fragst ob wir schlafen gehen. Dann muss ich nur abbrechen drücken und schon ist die Situation gerettet.<br />
Aber vielleicht bist Du ja dann die ganze Nacht lang gekränkt. Und am morgen so sauer wie ein Tagebausee in der Lausitz. Dann muss ich vielleicht ein wenig improvisieren. Und es doch noch einmal mit dem ersten Geschenk probieren</p>
<p>Mit meiner Rückgängig-Taste Steuerung Z oder Apfel Z je nach System<br />
eine Rückgängig-Taste, die immer geht, eine Rückgängig-Taste fürs wirkliche Leben</p>
<p>Was ich mir auch gut vorstellen könnte, wäre eine Suchfunktion für meine Wohnung<br />
Also jetzt nicht für die Wohnung selbst, die finde ich in der Regel ganz gut, vielmehr für die Sachen die da drin sind. Dann wärs auch gar nicht mehr schlimm, dass Du immer alles vermöhlst. Natürlich Du jemand anders räumt bei uns ja nicht auf. Was soll das heißen ich sei faul, was willst du denn damit sagen&#8230;  Ich mach gleich das Fenster auf und dann kannst du ja mal zeigen, was du mit dem Besen drauf hast. Flieg davon Herzallerliebste flieg davon&#8230;. Dein Besen ist gesattelt, folge nur dem Luftballon</p>
<p>Gottseidank hab ich die Rückgängig-Taste Steuerung Z oder Apfel Z je nach System<br />
eine Rückgängig-Taste, die immer geht, eine Rückgängig-Taste fürs wirkliche Leben</p>
<p>Ich fand Deinen Setzkasten schon immer blöd und das Geschirr von Deiner Mutter, das ist eine Zumutung. Als wären Deine Kochkünste noch nicht abschreckend genug, muss ich auch noch von gepunkteten Tellern essen. Nur weil Deine Mutter mit diesem Töpferamateur liiert ist und Du nicht nein sagen kannst. Und das mit der Zahnpastatube, das hab ich Dir auch noch nie gesagt, also hör her &#8211; ich hasse es, wenn Du den Deckel nicht wieder drauf machst, ich hasse es, denn dann kommt am nächsten Morgen statt Zahnpasta ein trockener Klumpen aus der Tube, das ist eklig, das ist Verschwendung, das muss nicht sein, dafür hasse ich Dich ich könnte wahnsinnig werden, Gottseidank ist das endlich raus&#8230;</p>
<p>Gottseidank hab ich die Rückgängig-Taste Steuerung Z oder Apfel Z je nach System<br />
eine Rückgängig-Taste, die immer geht, eine Rückgängig-Taste fürs wirkliche Leben</p>
<p>Aaaaauuuuuu</p>
<p><strong>Interview mit dem Weihnachtsmann</strong><br />
Fragenfrager<br />
Herzlich willkommen zurück, das war Wham mit Last Christmas und nun habe ich einen ganz besonderen Gast hier an meiner Seite, den Weihnachtsmann, Guten Abend und herzlich willkommen.</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Danke. Ich freue mich hier zu sein. </p>
<p>Fragenfrager<br />
Lieber Weihnachtsmann, ich weiß, Ihr Beruf lebt von Geheimnissen, aber dennoch möchte ich mich gleich am Anfang ein wenig vorwagen in ihre Kindheit&#8230; Erzählen Sie mir von ihrem Vater&#8230;</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Mein Vater war, wie soll ich sagen, mein Vater war ein einfacher Mann. Der war selbst aufgewachsen in vorweihnachtlichen Verhältnissen, in einem kleinen Dorf zwischen Sternberg und Parchim. Seine Eltern, also meine Großeltern, die haben noch im Stall geschuftet damals, Ostereier bemalt.  Das war ein hartes Brot&#8230; Morgens ganz früh gings raus und Feierabend war erst, wenn die letzten Eier von der Stiege waren. Es gab ja eine Menge Osterhasen damals, die ihre Mitarbeiter wie Sklaven behandelten. Gerade hier in Mecklenburg&#8230; Woanders da konnten die ihre Wunschzettel schon ganz offen schreiben, und hier war faktisch ja noch Leibeigenschaft. Mein Großvater hat mal erzählt, dass er seine Geschenke noch in den 30er Jahren suchen musste&#8230; Naja, ich wills kurz machen, als das dann endlich vorbei war mit den Osterhasen und ihren zweifelhaften Ritualen, da hat mein Vater denn auch zur Schule gehen dürfen. Er hat dann in einer Schleifenfabrik angefangen, als Binder und hat sich hochgearbeitet. Am Schluss hat er die Weihnachtsfeiern organisiert.</p>
<p>Fragenfrager<br />
&#8230;so dass ihnen ihr Beruf quasi in die Wiege gelegt wurde?</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Wenn Sie so wollen, ja. Wobei ich zugeben muss, dass es nie mein Traumberuf war. Als Kind, da wollte ich immer Sandmann werden, das ist ja so ein klassischer Kindertraum&#8230; Später da hab ich aber dann die Musik für mich entdeckt. Ich hab im Chor der Engel mitgesungen, ich hab Laute gelernt und Harfe, wir haben das Weihnachtsoratorium aufgeführt und den Messias, aber dann bin ich etwas aus der Form geraten. Naja und irgendwann nahm mich dann mein Chorleiter beiseite und meinte, ich würde die Proportionen stören, also optisch. Engel sind ja eher zart, wissen Sie. Ich hab dann eine Weile nur rumgehangen und Mist gebaut &#8211; hab mein Rentier tiefer gelegt und bin illegal Rennen gefahren&#8230; hab heimlich Eier geschlürft und Osterwasser gesoffen&#8230; Naja was man so macht&#8230; Und dann ist mir irgendwann im Rausch mein Vater erschienen, und der hat gesagt, Junge, Dir wird nichts geschenkt. Ja und da hats dann Klick gemacht. Ich habs dann erst ein paar Monate als Sack probiert, aber da fühlte ich mich unterfordert und dann hat mein Abteilungsleiter gesagt, wir brauchen einen Weihnachtsmann, traust Du Dir das zu. Na und da bin dann hängen geblieben&#8230;</p>
<p>Fragenfrager<br />
Was wünscht sich eigentlich ein Weihnachtsmann vom Weihnachtsmann?</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Sehr witzig.</p>
<p>Fragenfrager<br />
Hat ihre Mutter so gar nichts zu ihrem beruflichen Werdegang beigetragen?</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Von meiner Mutter hab ich den Bartwuchs&#8230; Nein im Ernst. Meine Mutter ist eine zauberhafte Frau. Wenn ich sie besuche und nicht einschlafen kann, dann bringt sie mir noch heute eine von ihren fantastischen Weihnachtsgänsen ans Bett&#8230;.  Sie hat immer an mich geglaubt und es gab nach ihr nie wieder eine Frau in meinem Leben.</p>
<p>Fragenfrager<br />
Sie leben keusch?</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Ich lebe in einer ehe-ähnlichen Gemeinschaft. </p>
<p>Fragenfrager<br />
Sie sind homosexuell? Rot alleine reicht ihnen wohl noch nicht?</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Das ist hochgradig albern und wenn Sie so weiter machen, sehe ich, was Geschenke betrifft, für Sie schwarz.</p>
<p>Fragenfrager<br />
Sie haben Recht, es ist mit mir durchgegangen. Wie muss ich mir ihren Alltag vorstellen?</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Einmal im Jahr reise ich durch die Welt &#8211; in der Regel aber ist das ein ganz normaler Innendienst. Gleitzeit. </p>
<p>Fragenfrager<br />
Jetzt haben Sie aber angefangen&#8230;</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Bitte?</p>
<p>Fragenfrager<br />
Wenn Sie für einen Tag Chef sein dürften, also so richtig oberster Chef, Gott meinetwegen, wenn Sie es so nennen wollen, was würden Sie verändern?</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Ich würde einiges verbieten &#8211; zum Beispiel, dass Kinder Weihnachtsgedichte aufsagen müssen bevor sie ihr Geschenk kriegen. In letzte Zeit wird auch immer häufiger Blockflöte gespielt, ich weiß nicht, ob Sie sich vorstellen können, was das für mich bedeutet. Ich würde auch die Weihnachtsaufführungen in Schulen und Kindergärten verbieten, das ginge bei vielen Eltern sicher sogar als Geschenk durch. Und den Zeitungen würde ich die Glühweintests untersagen und die Plätzchentests und die Weihnachtsmarkttests und die Mutzentests und die Rostbratwurttests. Ich würde alle Kirchenbänke durch Couchen ersetzen und im Dezember hätten immer alle frei. Und ich würde eine Sache ungeschehen machen.  Last Christmas von Wham.</p>
<p>Fragenfrager<br />
Vielen Dank!</p>
<p><strong>Advent im Dorf am Ende der Straße</strong><br />
Als Weihnachten naht im Dorf am Ende der Straße besinnt sich Vadder Theser der Kraftstromanschlüsse, die in jeder Scheune im Ort verlegt sind. Er schlurft in sein Glühbirnenlager, das hatte er eingerichtet, als das Gerücht umging, die Glühbirnen würden verboten, und zählt. Es sind genau 716 Stück. Dazu die Baustrahler vonner alten LPG und die Scheinwerfer von dem Theaterheini, der vor zwei Jahren versucht hatte hier heimisch zu werden, es aber nicht wurde, weil er es sich schon am ersten Tag mit Vadder Theser verscherzt hatte, was nicht einfach ist, denn Vadder Theser ist ein gutmütiger Mann, aber ein gutmütiger Mann, der es auf den Tod nicht ausstehen kann, wenn jemand das Maul aufreißt am ersten Tag, der Theaterheini jedenfalls ist dann wieder weggezogen, hat aber die Scheinwerfer dagelassen. </p>
<p>Die Scheinwerfer und die Baustrahler und die 716 Glühbirnen, das sollte reichen, denkt Vadder Theser und dass es noch gar nicht lange her ist, dass sie da Straßenlaternen angeschraubt haben an die Strompfähle. Da schwirrten dann sommers die Viecher rum und von da wo die Landstraße einen Knick macht und die Dorfstraße abzweigt an allen Häusern entlang war es taghell mitten in der Nacht. Vadder Theser hatte damals extra Rollos gekauft. Irgendwann aber hat die Gemeinde dann Kassensturz gemacht und von fortan brannte nur noch jede zweite Laterne. Dann kam die Finanzkrise und nun ist es wieder dunkel, wie es sein soll nachts und die Theserschen Rollos bleiben oben. Die Nachbarin tottert zwar darüber beim morgendlichen Hofgespräch, sie in blauer Schürze und in Gummischlappen tottert, das gehöre sich nicht wenn da jeder reingucken kann, aber Vadder Theser denkt nur daran, dass er ja sogar vor dem FKK nicht gekniffen hatte, 1974 beim Brigadeausflug, und es nun auch nicht mehr drauf an kommt&#8230;</p>
<p>Is dein Heino schon duhn, oder kann der noch, fragt Theser. Die Nachbarin guckt aufs Küchenfenster, hinter der Scheibe auf dem Fensterbrett steht eine Flasche, sie ist voll. Vadder Theser geht rein und verlässt das Haus erst wieder, als die Nachbarsfrau fragen will, ob er zum Mittag bleibt. Nein. Zum Mittag will Vadder Theser gewiss nicht bleiben, was nicht an der Gesellschaft liegt, sondern an den Katzen, die durch die Küche streifen wie hochwohlgeboren und die Vadder Theser riechen kann schon an der Haustür und im Flur und im Bad und in der Küche erst recht. Wenn es etwas gejaucht röche, der Vadder ertrüge es, aber Katzen, die riechen wie nur Katzen riechen und bei jeder Kartoffel hätte er das Gefühl von Haaren im Mund, bei jeder Kartoffel neu. </p>
<p>Am nächsten Morgen bringt Heino einen Schaltplan. Auf einem kleinkarierten Block hat er das Dorf eingezeichnet und dicke Kugelschreiberstriche gehen kreuz und quer. Am Kirchturm laufen sie zusammen. Vadder Theser steckt den Plan ein und tritt das alte Fahrrad zur Kirche hin. Bis zum Ende der Straße lässt er rollen, dann kommt der Feldweg durch den Gutspark, die Grundmauern des Gutshauses bleiben rechts liegen und da, wo der Weg sandiger wird und in einer Kurve hinanführt, steigt Vadder Theser ab und schiebt die letzten Meter bis zur Eisenpforte in der Feldsteinmauer.  Beim Pfarrer gibt es den Kaffee koffeinfrei und aus dicken Töpfertassen. </p>
<p>In den folgenden Tagen besucht der Pfarrer den Bürgermeister und der Bürgermeister den Chef der LPG und der Chef der LPG fährt in die Kreisstadt zu den Stadtwerken und auf dem Rückweg macht er bei Vadder Theser halt. Er holt sich das Schweißgerät und die Maske mit dem dunkelblauen Glas in der Mitte, seinen Zaun will er schweißen, da ist ihm neulich die Nachbarsfrau reingerauscht. Die hat zu sehr auf das Schlafzimmerfenster geachtet, vermutet Vadder Theser, doch das will der LPGer nicht bestätigen. Dafür legt er den Schaltplan auf den Tisch und sacht, der Vadder soll mal morgen in sein Büro kommen. Und den Heino  den soller gleich mitbringen, jedenfalls wenn er nicht duhn ist, und denn kommt noch der Betriebselektriker und gut, sacht der LPGler und als er gegangen ist kriecht Vadder Theser auf den Heuboden und kramt zwischen Büchern, Puppengeschirr und Rollschuhen die bunte Partylichterkette hervor. Als er die Kabel am Zaun des Zwingers entlang windet sacht er zum Hund: Der Anfang ist gemacht.</p>
<p>Ein paar Tage später hängen 716 Thesersche Glühbirnen die Dorfstraße auf und ab. Und noch einmal 900 fremde. Die Scheinwerfer sind auf den Ställen montiert und machen die Felder hell, die Baustrahler leuchten den Kirchturm an, direkt die Mauern hoch, dass die Feldsteinen Schatten schlagen. Oben im Glockenstuhl steht Vadder Theser wie ein Kapitän auf der Brücke steht und in die Ferne stiert. Nur das Fenster ist nicht weit und gläsern sondern wehrkirchenschmal und kein Steuerrad hat der Vadder unter den Händen, sondern ein Schaltpult, das hatte einmal die Melkmaschinen befehligt im alten Kuhstall, jetzt konnte der Vadder ein Lauflicht damit zaubern die ganze Dorfstraße entlang. </p>
<p>Am nächsten Abend kommt die Zeitung und macht ein Foto, an den folgenden drei Abenden dreht das Fernsehen für eine 40-Sekunden-Nachricht. Und die Zeitung, das Fernsehen und das Radio drängen sich unter den Lichtern, als etwas später ein Sportflieger nahezu unbeschädigt am Ende der Dorfstraße zum Stehen kommt. Doch da hatte Vadder Theser das Schaltpult schon auf Automatik umgestellt, war nach Hause geradelt und hatte die Rollos heruntergezogen.</p>
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		<title>Advent-Advent: Herr ivalo las</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 17:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich einmal für fünf Minuten nicht Teil dieser Gesellschaft war
und

Regierungserklärung des wiedergewählten Weihnachtsmannpräsidenten

Als ich einmal für fünf Minuten nicht Teil dieser Gesellschaft war
Menschen gehen an mir vorbei. Schauen mich nicht an oder schauen durch mich hindurch. Ich steh da. Fühle mich unsichtbar.
Da, einer registriert mich für einen kurzen Augenblick, eine Millisekunde, aus dem Augenwinkel. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als ich einmal für fünf Minuten nicht Teil dieser Gesellschaft war</strong></p>
<p>und<br />
<strong><br />
Regierungserklärung des wiedergewählten Weihnachtsmannpräsidenten</strong><br />
<span id="more-1085"></span><br />
<strong>Als ich einmal für fünf Minuten nicht Teil dieser Gesellschaft war</strong></p>
<p>Menschen gehen an mir vorbei. Schauen mich nicht an oder schauen durch mich hindurch. Ich steh da. Fühle mich unsichtbar.</p>
<p>Da, einer registriert mich für einen kurzen Augenblick, eine Millisekunde, aus dem Augenwinkel. Genau so lange, wie er braucht um einzuordnen, was ich wohl von ihnen wollen könnte.<br />
Dann sieht er mich nicht mehr. Filterleistung seinerseits.</p>
<p>Der Blick der Vorbeigehenden ist fest geradeaus gerichtet. Ihr Weg macht eine schöne Kurve um mich herum. Obwohl es recht gedrängt ist, bleibt immer ein Raum um mich frei. Also kann ich nicht unsichtbar sein. Aber es scheint mich auch niemand zu bemerken.<br />
Da, einer lächelt mich kurz an. Ich gehe einen halben Schritt auf ihn zu.<br />
Doch bevor ich ihn ansprechen kann, zuckt er zusammen.<br />
Er bemerkt seinen Fehler und starrt unfokussiert in die Ferne. Sucht einen neuen Ankerpunkt.<br />
Was ist los? Ich sehe ganz normal aus! Ich stinke auch nicht! Hoffe ich.<br />
Bin normal gekleidet, nicht schick, aber passabel.</p>
<p>Mein Makel: ich habe einige 20 Cent Münzen in der ausgestreckten Hand!<br />
Mein Fehler: ich sage Sätze, die mit „Entschuldigung, &#8230;“ anfangen und mit „könnten Sie mir&#8230;“ aufhören sobald die Angesprochenen außer Hörweite sind.</p>
<p>Ich stehe an einem, für eine westdeutsche Landeshauptstadt eigentlich zu kleinen Hauptbahnhof.<br />
Und brauche eine Euromünze fürs Gepäckschließfach.<br />
Ich vertraute auf die gesellschaftliche Solidarität und wählte die offensiv kommunikative Strategie.<br />
Ich habe nicht mit zwei gesellschaftlichen Mechanismen gerechnet, der sozialen Kommunikationsphobie kombiniert mit dem Millisekunden-Urteil.<br />
In meinem Fall fatal!</p>
<p>In der Ferne sehe ich eine Bahnwachschutzgruppe sich formieren und mit Funkgeräten auf mich deuten. Entschlossen setzt sie sich in Bewegung.<br />
Ein Abfalleimerpfandflaschendurchsucher macht einige Schritte auf mich zu, hält an und ändert ganz plötzlich seine Richtung.<br />
Ein Straßenmagazinverläufer spuckt auf die Steinplatte, direkt vor meine Füße.<br />
Tauben flattern aufgeregt mit ihren Flügeln in der Fensterniesche hinter mir und fliegen auf kürzestem Weg hinaus ins Freie.<br />
Ich meine sogar eine stattliche Anzahl Käfer in Richtung Nebenbahnsteig krabbeln zu sehen.</p>
<p>Ein amerikanischer Tourist grinst mich jovial an und legt mir einen Fünf-Euro-Schein in meine Hand zu den Münzen.</p>
<p>„&#8230;, mir das wechseln?“ vervollständige ich meinen Satz, den ich bisher nicht zu Ende sprechen konnte, „mir das wechseln?“<br />
 Nur für mich, nur um mich zu vergewissern, dass ich nichts Unanständiges möchte.</p>
<p>Ich kaufe jetzt ein Croissant und bin ganz mutig nach der richtigen Wechselgeldstückelung zu fragen.</p>
<p><strong><br />
Regierungserklärung des wiedergewählten Weihnachtsmannpräsidenten</strong></p>
<p>Weihnachtsfrauen, Weihnachtsmänner, Nikoläusinnen und Nikoläuse!</p>
<p>Nun stehe ich hier in diesem Jahr erneut vor Euch und bin stolz und froh, dass Ihr mich wieder zu Eurem Präsidenten gewählt habt!<br />
Das Amt, ich muss es hier mal in aller Deutlichkeit und ohne Umschweife sagen, es ist kein leichtes. Oh, nein! Und doch erfüllt es mich mit stolz, von Euch einmal mehr zu diesem schweren, doch ehrenvollen Amt berufen worden zu sein.</p>
<p>Auch an uns &#8211; viele von uns wissen es ja und viele von uns spüren den kalten Wind in unseren weißen Bärten, liebe Mit-Weihnachtsfrauen und Mit-Weihnachtsmänner &#8211; auch an uns ist die Krise nicht vorbei gegangen! In den ersten zwei Adventswochen ist die Geschenkekaufrate um Sage und Schreibe 45% gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum gesunken.<br />
45 % verehrte Mit-Nikoläusinnen und Mit-Nikoläuse!</p>
<p>Einige von uns, die mögen sich vielleicht freuen, dann haben wir weniger zu tragen. Denken sie vielleicht!<br />
Das ist aber zu kurz gedacht! Denn auch wir haben unsere Geschenkeverteilquote zu erfüllen. Und wir liegen deutlich, ich betone deutlich hinter unser Geschenkeverteilzuwachsprognose von 2005 zurück! Und nicht zuletzt darauf beruht doch unser Geschenkeverteiltarifvertrag. Dieser Hinweis sei mir hier einmal gestattet.</p>
<p>Aber, hochgeschätzte Mitbärtiginnen und Mitbärtige, ich war im Sommer nicht untätig. Da nun wir von der rot-weißen Fraktion wieder die Verantwortung über das Weihnachtsmann- bzw. Weihnachtsfrau- und Nikolaus bzw. Nikoläusinnenwesen angetragen bekommen haben, von Euch, liebe Schlittenlenkerinnen und Schlittenlenker, nehme ich die Verantwortung wahr und führe uns heraus aus dieser schwersten Krise seit Weihnachtsmanngedenken und natürlich auch Weihnachtsfraugedenken.<br />
Denn Schenken ist ja wohl, und das sage ich doch in unser aller Sinne, das letzte, und das meine ich genau so, das letzte, an dem gespart werden sollte!<br />
Oder ist da jemand im Saal anderer Meinung?<br />
Nein, vielen Dank, das hätte mich auch überrascht. Ja, überrascht.</p>
<p>Denn: denkt allein an die vielen Kinder! Denkt an die vielen Kinder, die laut einer Prognose des Weihnachtsprognoseinstituts in diesem Jahr 3,5 Pakete weniger bekommen werden. 3,5 Pakete! Zu unserer Zeit, liebe Mit-Geschenkeausträgerinnen und Mit-Geschenkeausträger, zu unsere Zeit waren 3,5 Pakete alles, was wir uns auszupacken erhoffen durften! Da muss auch mal dran erinnert werden!<br />
100 % dessen, was wir überhaupt als Geschenke bekamen, meine lieben Kaminbesteigerinnen und Kaminbesteiger!<br />
Und ein Rückschritt um 100%, das ist ein Rückschritt auf 0!<br />
Das können wir nicht wollen und das dürfen wir nicht zulassen und ich setze alle meine Kräfte, jawohl, 100% meiner Kraft dafür ein, dass dieses nicht geschieht!</p>
<p>Nun, ich habe mir folgenden Plan.</p>
<p>Wir brauchen ein Weihnachtsgeschenkebeschleunigungsgesetz.<br />
Lassen Sie es mich wiederholen: Weihnachtsgeschenkebeschleunigungsgesetz. Denn beschleunigte Geschenke sind schnellere Geschenke. Und wo die Geschenke schneller sind, da können und da werden mehr Geschenke kommen, die verteilt werden, und zwar von uns! Jawohl, von uns, werte Mit-Rotbemänteltinnen und Mit-Rotbemäntelte!</p>
<p>Ich möchte auch sagen, und da bin ich ganz ehrlich, dass dieser Weg keine Garantie auf ein Gelingen mit sich bringt.<br />
Aber, und das sage ich hier in aller Deutlichkeit, geschätzte und treue Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, jede andere Alternative wäre unverantwortlich und nur das  Weihnachtsgeschenkebeschleunigungsgesetz ist ein vernünftiger, gangbarer Weg, nach allem weihnachtsmännlichen und auch weihnachtsfraulichem Ermessen.</p>
<p>Denn nur so erfüllen wir wieder die alte Quote und ich frage, was wäre denn die Alternative?<br />
Schulden für neue Schlitten, Arbeitslosigkeit unter den Weihnachtsfrauen und Weihnachtsmännern! In letzter Konsequenz: Weihnachtslosigkeit! Das wäre doch Folge, wenn wir jetzt nicht entschieden handeln. Und das kann doch keine wollen!</p>
<p>Also, vertrauen wir auf eine starke rot-weiße Koalition, auf starken und kräftigen Bartwuchs, damit wir nicht bald grüne Mäntel anziehen müssen!</p>
<p>Auf ein Neues. Ich wünsche auch in diesem Jahr, frohes Geschenkeverteilen.</p>
<p>Halleluhja!</p>
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		<item>
		<title>Terminschwierigkeiten: Andersen Storm las</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 19:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe keine Geschichte
und
Neulich im Ostpaket
und
Ohne Titel (1986)
und sang
Damals

Ich habe keine Geschichte
Ich habe keine Geschichte. Sorry. Leider habe ich keine Geschichte heute. Nicht, dass mir die Ideen ausgegangen sind, nein, keinesfalls – nur, sorry heute keine Geschichte. Ich weiß, dass Sie enttäuscht sein müssen, Sie zeigen es nur nicht, freundlicherweise. Danke dafür. Ich will auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich habe keine Geschichte</strong><br />
und<br />
<strong>Neulich im Ostpaket</strong><br />
und<br />
<strong>Ohne Titel (1986)</strong><br />
und sang<br />
<strong>Damals</strong><span id="more-1035"></span></p>
<hr />
<strong>Ich habe keine Geschichte</strong></p>
<p>Ich habe keine Geschichte. Sorry. Leider habe ich keine Geschichte heute. Nicht, dass mir die Ideen ausgegangen sind, nein, keinesfalls – nur, sorry heute keine Geschichte. Ich weiß, dass Sie enttäuscht sein müssen, Sie zeigen es nur nicht, freundlicherweise. Danke dafür. Ich will auch nicht lange drum herum reden, sonst klingt das ja auch ganz schnell wie ein Entschuldigung und, sorry, so ist das ja nun auch nicht, dass ich Ihnen eine Geschichte schulden würde. Anspruch haben Sie ja nun nicht darauf und deshalb, sorry, keine Entschuldigung. Tut mir schon ein bisschen leid für Sie, aber nicht so sehr, dass ich mich jetzt entschuldigen wollte. </p>
<p>Wegen des Anspruchs, viele sagen ja auch wegen dem Anspruch und das ist ja jetzt auch erlaubt im Duden, da haben die hohen Damen und Herren eine Verbeugung vor dem falschen Sprachgebrauch gemacht und da sie ihn ja sowieso nicht verhindern können, haben Sie ihn einfach erlaubt, DIE sollten sich entschuldigen! WEGEN DEM ANSPRUCH! Welcher Anspruch?! Das ist doch anspruchslos, niveaulos ist das sogar. Frevelhaft. Wehret den Anfängen, sag ich da nur!</p>
<p>Also noch einmal: Wegen des Anspruchs – Gedankenstrich, das ist übrigens auch so ein Ding: der Gedankenstrich. Wie viele Leute?, sehr viele Leute. Die meisten Leute! Setzen heute anstelle eines Gedankenstriches einen Bindestrich in ihre Dokumente. Und umgedreht! Ach was Dokumente, das degradiert dieses Geschreibsel geradezu zu bloßen Zetteln. Einen Bindestrich anstelle eines Gedankenstriches in ein Dokument einzufügen ist doch&#8230;na wissen Sie! Und das machen die nicht aus Schusslichkeit! Nein! Die wissen es nicht besser! Die wissen es nicht besser, die kennen den Unterschied zwischen einem Gedankenstrich und einem Bindestrich gar nicht! Vielleicht einfach mal yahooen?! Oder können die das auch nicht?! DIE sollten sich alle mal entschuldigen! </p>
<p>Also noch einmal: Wegen des Anspruchs – Gedankenstrich, Komma&#8230;..<br />
Es ist ja auch nicht so, dass ich hierher komme, Sie sind da, oder ich bin da und Sie kommen hier her, das macht jetzt keinen Unterschied, für den Anspruch, meine ich jetzt, wir treffen uns ja hier nicht&#8230;, oder ich fange mal ganz anders an.</p>
<p>Eine Lesebühne ist ja sozusagen da, also in der Welt, da, D und A geschrieben, nicht wie man es immer wieder im Internet lesen kann mit R am Ende, sorry, wenig Zeit, das ist doch keine Entschuldigung für schlechte Rechtschreibung, oder?! Klar gibt es auch das Wort dar mit R am Ende. Das meint aber auf keinen Fall einen Ort. Sondern&#8230;das ist doch klar, das kann man ja auch mal nachlesen. DIE SOWAS SCHREIBEN, DIE sollten sich mal entschuldigen.</p>
<p>Eine Lesebühne ist ja sozusagen da, also in der Welt, auf dass dort gelesen werde. Ja, schon, aber eben nicht etwas Bestimmtes! Verstehen Sie? Irgend etwas. Und irgend etwas, sorry, das müssen Sie mir schon zugestehen, irgend etwas habe ich hier wahrlich in den Händen und lese ja auch, wie im Wort Lesebühne suggeriert&#8230;das schreibt sich mit zwei G, suggeriert,  aber jetzt habe ich auch keine Lust und auch gar keine Zeit mehr, denn die anderen wollen, ja auch noch zum Lesen kommen. Wozu bereitet man sich denn sonst Monat für Monat vor, investiert Zeit und Geld, denn Zeit ist ja bekanntlich Geld, nur eben in der Uhr, was natürlich Humor ist, denn Zeit und Geld, das weiß der Physiker, haben soviel gemeinsam wie Bindestrich und Langstreckenlauf, und trotzdem sagen viele, sehr viele Leute, einfach so gedankenlos vor sich hin, Zeit sei Geld! DIE sollten sich mal entschuldigen.</p>
<p>Da schreibt jemand Lesbares auf Papier, wo man zum Beispiel ja auch in der gleichen Zeit Unlesbares ins Internet schreiben könnte. Oder eine Geschichte zum Beispiel. Wenn man die Zeit dazu hätte. Aber die ist ja Geld. Bedanken Sie sich bei denen! Und Geld ist bekanntlich knapp. Deshalb keine Geschichte und, sorry, auch keine Entschuldigung.</p>
<hr />
<p><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=328"><strong>Neulich im Ostpaket</strong></a></p>
<hr />
<p><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=356"><strong>Ohne Titel (1986)</strong></a></p>
<hr />
<p><strong>Damals</strong></p>
<hr />
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Terminschwierigkeiten: Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/11/08/terminschwierigkeiten-herr-ivalo-las/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 17:28:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin Hauptbahnhof
und
Mit dem Universum Reisen


Berlin Hauptbahnhof
Berlin ist groß. In Berlin ist alles groß: die Stadt, die Straßen, die Häuser, der Bahnhof. Vor allem der Bahnhof. Er hat fünf Ebenen mit Geschäften, Imbissen, Werbetafeln, Kaffeestuben, Servicepoints, Reisecentern, Fast-Food-Ketten, ach so: und Bahnsteigen. Doch, Bahnsteige hat er auch. Gaaanz oben und gaaanz unten. Wenn man gaaanz oben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Berlin Hauptbahnhof</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Mit dem Universum Reisen</strong><br />
<span id="more-1028"></span><br />
<strong><br />
Berlin Hauptbahnhof</strong><br />
Berlin ist groß. In Berlin ist alles groß: die Stadt, die Straßen, die Häuser, der Bahnhof. Vor allem der Bahnhof. Er hat fünf Ebenen mit Geschäften, Imbissen, Werbetafeln, Kaffeestuben, Servicepoints, Reisecentern, Fast-Food-Ketten, ach so: und Bahnsteigen. Doch, Bahnsteige hat er auch. Gaaanz oben und gaaanz unten. Wenn man gaaanz oben steht kann man die ipsi-mini Züge unten sehen. Die Ebenen sind mit Fahrtreppen und Aufzügen verbunden.<br />
Eines Sonntags wollte ich aus unserer großen Bundes- in unsere kleine Landeshauptstadt reisen. Mit der Regionalbahn um 17:23 Uhr, weiter nichts. Gemeinsam mit meinem Fahrrad betrat ich das Bahnhofsgebäude um 17:11 Uhr, orientierte mich schnell und war um 17:16 Uhr im Besitz einer Fahrkarte. Kein Ding für einen Bahnfahrprofi, wie mich.<br />
Das Gleis und ein Aufzug, der mich ins Untergeschoss bringen sollte waren auch schnell gefunden. Super. Knopf drücken. Tür schon zu, Aufzug fährt los ohne mich.<br />
Mist. Zum Nachbaraufzug gehen? Warten? Warten.<br />
Um 17:19 Uhr war der Aufzug wieder da, ich rein. Unten sehe ich durch den Vollglaskäfig meinen knallroten Doppelstöcker ins Gleis einfahren. Der Aufzug fuhr – hinauf! OG1, Türen öffnen, Aussteigen, Einsteigen, Türen schließen, OG2, Türen öffnen, Aussteigen, Einsteigen, hallo, macht mal hinne, Türen schließen, 17:21 Uhr, das darf doch jetzt nicht sein, he, nicht auf alle Knöpfe drücken! OG1, raus, rein, EG, raus rein, 17:22 Uhr, UG1, raus rein, 17:23 Uhr, 12 Meter unter mir die Schaffnerin, Pfeife im Mund schaut auf die Uhr, nein! Endlich ganz unten, UG2, ich raus, renne zur Waggontür, Fahrradabteil? Egal! Nicht zumachen!!<br />
Tür schließt, Zug fährt ab. Puls auf 190, ich außer Atem von 40 Meter Aufzugfahren in 4 Minuten 30.<br />
Da stehe ich, just aus Gefangenschaft befreit, vollgepumpt mit Adrenalin, unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen. Schlimmes Fluchwort leise. Schlimmeres Fluchwort laut. Nicht mit mir! Nicht so! Ich drücke irgendwelche Knöpfe von Informationsfernsprechsäulen und höre Warteschleifentöne. Aber was sollte ich auch sagen?<br />
Durchatmen.<br />
Servicepoint. Der nächste Zug nach Schwerin. Was 20:25 Uhr? Das ist in 3 Stunden! Oder EC um 19 Uhr nochwas, Fahrrad aber nur vielleicht. Wie vielleicht? Na, hingehen, fragen. Ne, oder? Ich will Genugtuung, Schadensersatz, Entschuldigung für die Umstände, die unser lahmer Aufzug Ihnen bereitet hat, hier Reisegutschein, Herr Stammkunde, so was will ich hören! Nicht bloß Achselzucken.<br />
So. Noch ein letztes Mal Fluchwort Deutsche Bahn und dann egal!<br />
Ich gehe in den Imbiss was essen, dann in den Snackpoint was trinken und danach in eine Kaffeelounge. Hab ja 3 Stunden Zeit, die mach ich mir jetzt richtig nett!</p>
<p><strong><br />
Mit dem Universum Reisen</strong></p>
<p>Dieser Text steht mit hübschen Bildern dabei auch auf meinem Blog. Ich erlaube mir einfach mal, <a href="http://ivalo.de/blog/2009/10/mit-dem-universum-reisen/">den Beitrag hier lediglich zu verlinken</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Nachwuchs: Andersen Storm las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/09/21/nachwuchs-andersen-storm-las/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 17:26:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[DSDS-D – ein neues Showformat?
Nachwuchs gibt es immer wieder

DSDS-D – ein neues Showformat?
Stellen Sie sich bitte vor.
Ich brauche mich nicht vorzustellen. Schon in wenigen Wochen und Monaten wird mich die ganze Welt kennen.
Was haben Sie vorbereitet?
Ich habe MICH vorbereitet. Das war anstrengend genug. Jetzt aber bin ICH vorbereitet.
Wie dürfen wir das verstehen?
Das dürft ihr gar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DSDS-D – ein neues Showformat?</strong></p>
<p><strong>Nachwuchs gibt es immer wieder</strong></p>
<p><span id="more-983"></span><br />
<strong>DSDS-D – ein neues Showformat?</strong><br />
<strong>Stellen Sie sich bitte vor.</strong><br />
Ich brauche mich nicht vorzustellen. Schon in wenigen Wochen und Monaten wird mich die ganze Welt kennen.<br />
<strong>Was haben Sie vorbereitet?</strong><br />
Ich habe MICH vorbereitet. Das war anstrengend genug. Jetzt aber bin ICH vorbereitet.<br />
<strong>Wie dürfen wir das verstehen?</strong><br />
Das dürft ihr gar nicht verstehen. Spüren an jeder Faser eurer verlodderten Körper werdet ihr es, alle&#8230;<br />
<strong>Nanana, ich habe doch so abgenommen, die Blondine neben mir war immer schlank und Johannes&#8230;</strong><br />
Papperlapapp. Unterbrechen Sie mich nicht, Sie Würstchen! Leicht wie eine Feder müsst ihr werden, groß und flexibel wie Silikon und dumm und uneinsichtig wie &#8230;<br />
<strong>Na erst mal keine Namen, jetzt verschießen Sie ihr Pulver mal nicht schon in der ersten Runde. Jemand noch Fragen an den Kandidaten?<br />
Das mit der Stimme haut so noch nicht hin. Der Typ den wir suchen hat eine markante Stimme, die unter tausenden und noch in tausend Jahren&#8230;</strong><br />
Das mit der Stimme ist kein Problem. Ich sehe seit Jahrzehneten Guido Knopp.<br />
<strong>Können wir das mal hören? Also bitte?!</strong><br />
Wie gesagt, das mit der Stimme ist kein Problem.<br />
<strong>Na, da ist ja schon sehr viel schönes dran. Johanes, du noch ein Frage?<br />
Mehrere. Was ist Ihnen wichtiger Sicherheit oder Freiheit?</strong><br />
Beides. Ich bin der Staat. Der Staat muss sicher sein, diese Freiheit nehme ich mir.<br />
<strong>Damit stehen Sie aber ziehmlich alleine da in Deutschland.</strong><br />
Machen Sie sich nicht lächerlich Sie Massenmedienfuzzimoderatorendarsteller, sie Idiot, Sie unerträglicher Dummschwätzer&#8230;<br />
<strong>Also Johannes, charackterlich ist der schon sehr nahe am Ideal, was ich den Kindern immer vermittele wenn sie Superstar werden müssen, oder?</strong><br />
Charakter ist etwas für Dummköpfe. Borniertheit und Beratungsresistenz gepaart mit Abscheu vor den Bürgern, dass setzt sich durch, langsam, aber unaufhaltsam.<br />
<strong>Naja, es gibt schon mehrere Runden beim Casting hier. Warten wir das mal ab.</strong><br />
Während Sie warten, stricke ich 5 Gesetze, an einem Abend mit der heißen Nadel und gegen jeden Rat der sogenannten Experten, Bürger und Wissenschaft. Sie Jurorendarsteller&#8230;<br />
<strong>Mensch das macht er juuut&#8230;. Was wollen Sie denn in Deutschland zuerst verändern?</strong><br />
Frauen an den Herd, Eva wird das später noch erklären. Freiheit für die Autobahnen. Weg mit den gleichmacherischen Tempolimits für Deutsche Autos mit deutschen Fahrern. Tempolimits ist was gegen Ausländer.<br />
<strong>Aber die Sicherheit?</strong><br />
Meine Sicherheit ist gewährleistet. Ich fliege Bundeswehr. Wozu ist die Straße da&#8230;<br />
<strong>Also meine Stimme hat der, die Blondine hat hier nichts zu sagen und du Johannes?</strong><br />
<em>Nein tut mir leid, alles soweit ganz großartig, nur Autobahnen&#8230;Autobahnen geht gar nicht!</em><br />
<strong>Der nächste Nachwuchsdikator bitte&#8230;</strong></p>
<hr />
<strong><br />
Nachwuchs gibt es immer wieder</strong></p>
<p>Der Titel klingt jetzt irgendwie seltsam. Nachwuchs ist ja rar geworden in unserer alternden Gesellschaft. Ich rede jetzt gar nicht von uns hier, sonder eher von uns so allgemein, als alternde Gesellschaft. Ok, aus der Nummer komme ich jetzt so nicht wieder raus. Kein Wunder, hätte ich mit rechnen müssen.</p>
<p>Nachwuchs gibt es immer wieder, ist mein Thema. Nachwachsender Nachwuchs sozusagen. Quadratnachwuchs. So müssen sich Lehrer und Erzieher fühlen. Das wächst aber auch immer wieder nach, Menschenskind. Kaum hast du das so mit Ach und Krach großgezogen, gezupft, gezerrt, schon&#8230;wächst es nach. Das Wunder Mensch, mensch. Da kannst du dich nur wundern. </p>
<p>Du weißt ja auch nie wie groß die nun genau werden. Wie die Eltern? Vater oder Mutter, oder Großeltern? Oder einfach mal alle Dimensionen und Traditionen sprengend? So ein Nachwuchs, wächst ja gar nicht einfach so nach. Der wächst ja auch hoch und breit und wenn alles gut geht, das Ganze auch noch in handhabbaren Proportionen. (Mein Ururgroßvater soll über 2 Meter große gewesen sein. Ja und faul, faul soll der gewesen sein. Da gibt es nichts zu lachen. Bin ich über 2 Meter groß? Na also. ) Wenn nicht, hast du den Salat, wächst ja auch nach, der Salat, ist klar, ne?! Aber der/die Nachwachsende ist ihn ja nicht. Würde ja auch nichts nützen. Wird er/sie/es eh nicht satt von. Nutellaberge, ja, die müßte nachwachsen – tun das ja aber gar nicht. Getreide wächst zwar nach, aber Brot&#8230; Gester hatte ich doch zwei Landbrote gekauft? Achso, das Kind hat gefrühstückt – na dann! Die Haare vom Kopf! Wachsen auch nach? Naja – so lala. </p>
<p>Riesen oder Zw&#8230; Kleinwüchsige oder politisch Korrekte, man weiß nicht so recht, was so aus Nachwachsenden Heranwachsenden wird. Kann ja alles draus werden, da gibt es eine Bandbreite, da ist ja DSL Schmalspur dagegen. Intelligenzbestien, Schauspielstudentin, CDU-Nachwuchs-Organisations-Schlager-Texter auf youTube, BUGA-Kartenabreißerin, Minister, Kanzlerin, Atomphysiker, Kraftwerksanlagenfahrerin, Grundschullehrer und Kindergärtner&#8230;</p>
<p>Ne, jetzt wird das theoretisch, gibt es ja gar nicht. Da gibt es ja nur jungfräulichen Nachwuchs. Falscher Zungenschlag, sorry, jungen, weiblichen Nachwuchs. Jungen werden ja selten Lehrerin oder Kindergärtnerin – und wenn doch, dann müssen die ja zu DSDS. Wer will das aber seinem Kinde zumuten? Nachwachsender Popstar, das ist doch ein Horror! Gibt es keine anderen Berufe in denen der Nachwuchs bleibende Schäden für die Mitmenschen anrichten kann? Doch, na klar, gibt es. Aber, das muss hier auch mal gesagt werden, brauchen wir den Nachwuchs dazu? Das kriegen wir als alternde Gesellschaft alles doch ganz gut alleine hin. Wollen wir diese schöne, weitläufige, aufgeräumte und ordentliche Welt tatsächlich mit nachwachsendem Nachwuchs&#8230; vollstopfen? Oder soll das geordnet langsam&#8230; zumal Nachwuchs gibt es immer wieder, trotz Harz-IV, oder wegen? Zur Not muss man auch mal eine Völkerwanderung anzetteln&#8230; Nicht? Warum nicht? Ist doch schade drum, wenn wir das alles nicht mehr brauchen, die ganzen Weltwunder und so?! Oder? Wunder gibt es immer wieder. Achso, na dann&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Nachwuchs: Herr thom* las</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 13:02:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachwuchs 89
Ich fühl mich manchmal so&#8230;

Nachwuchs 89
Anika hatte ein Kind bekommen, 1989. Sie war die Schönste von all den Plattenbaumädchen im Viertel und gerade 15 geworden. So wie ich. Und wenn wir sie sahen, mit dem Kinderwagen und dem Jeanstypen, mindestens 20 war der, ein alter Sack, dann setzten wir unsere kleinen schwarzen Schaumgummikopfhörer auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachwuchs 89</strong></p>
<p><strong>Ich fühl mich manchmal so&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-979"></span></p>
<p><strong>Nachwuchs 89</strong></p>
<p>Anika hatte ein Kind bekommen, 1989. Sie war die Schönste von all den Plattenbaumädchen im Viertel und gerade 15 geworden. So wie ich. Und wenn wir sie sahen, mit dem Kinderwagen und dem Jeanstypen, mindestens 20 war der, ein alter Sack, dann setzten wir unsere kleinen schwarzen Schaumgummikopfhörer auf und drehten Depeche Mode lauter</p>
<p>Princess Di is wearing a new dress&#8230;</p>
<p>New Dress. Ein Song wie gemacht für die Übersetzung im Englischunterricht im frühen Frühling 89. Zu scharfen Elektrobeats zählte Dave Gahan Ungeheuerlichkeiten dieser Welt in Schlagzeilen auf, Flugzeugabstürze, Erdbeben, Vergewaltigung, Mord, ein Feuer im Ghetto&#8230;. Und dann wiederholte er ein paar Mal: Prinzessin Di trägt ein neues Kleid. </p>
<p>Princess Di is wearing a new dress&#8230;<br />
Princess Di is wearing a new dress&#8230;</p>
<p>Der meinte den Westen, der Dave Gahan und seine Zeilen deckten sich mit allem, was unser Englisch-Lehrbuch hergab. Da stand viel von Massenarbeitslosigkeit in Glasgow und Birmingham und was die macht mit den Menschen. Dennoch hatte ich eine Reise zu Big Ben, zur Tower Bridge und dem Trafalgar Square zu meinem sehnlichsten Wunsch erklärt. Damit ich etwas zu sagen hatte, sollte mich jemand nach meinen sehnlichsten Wunsch fragen.</p>
<p>Weil wir möglichst versunken aussehen wollten, wenn Anika mit dem Kinderwagen vorüberschob, drehten wir Depeche Mode lauter. Und nach der zweiten Strophe setzt Dave Gahan zur Botschaft an.</p>
<p>Du kannst die Welt nicht ändern<br />
Du kannst die Fakten ändern<br />
Und wenn Du die Fakten änderst,<br />
änderst Du die Einstellungen<br />
und wenn Du die Einstellungen änderst<br />
änderst Du die Abstimmungen<br />
und wenn Du die Abstimmungen änderst,<br />
änderst Du vielleicht die Welt.</p>
<p>Eine seltsame Botschaft, fand ich. Klang aber gut.  You may change a vote, and when you change a vote, you may change the world. </p>
<p>Als der Regierung Wahlbetrug vorgeworfen wurde, stand auch in unserer Klasse eine Diskussion an. Eigentlich waren es zwei: Eine auf dem Schulhof und in den Hauseingängen, wo wir gemeinsam rauchten, da sagten viele, alles Schmuh! und eine im Klassenzimmer, in der ich sagte, wir können nur Vertrauen haben, wir haben ja nichts, um zu erfahren, was da wirklich gewählt wurde an der Nationalen Front. Und die Lehrerin nickte dazu und wir beide hatten Vertrauen. Zu Hause im Wohnzimmersessel saß nun schon zum dritten Mal dieser Zausel mit dem dünnen Bart und dem Parka, der war Schüler meiner Mutter gewesen und nun war er es, von dem ich zum ersten mal Neues Forum hörte.</p>
<p>The Cure hatte Lullaby &#8211; Schlaflied, veröffentlicht. Jemand hatte es aufgenommen bei NDR2 oder RSH, und es war so fremd, so wohlig-düster und versponnen und während im Sommer die Botschaften aus allen Nähten platzten, Ungarn die Grenzen öffnete und volle Züge Richtung Westen rollten, trotteten wir einen Sommer lang in schwarzen Wollpullovern introvertiert neben der Weltgeschichte her. Aus meinem Freundeskreis verschwand niemand in diesen Tagen.  </p>
<p>Als in Leipzig die Montagsdemos immer größer wurden, kam das Gerücht auf, mit einem Schweriner Kennzeichen bekämen Autofahrer in Sachsen keinen Sprit mehr. Weils nicht brodelt im Bezirk Schwerin und die Kirchen leer sind, hieß es. In Dresden aber, wo ich beim Hinterhof-Fußball von Honeckers Abgang erfuhr, waren alle sehr freundlich. Wir teilten eine gewisse Verwirrung. Wir kannten das Land nur mit Honecker.</p>
<p>Als der Herbst kam schluchzten sich Liebeslieder von The Cure aus dem SKR 700, einem Stereo-Radiorekorder, der zwei Jahre zuvor mein Jugendweihegeld gefressen hatte. 1.500 Mark. Und anfangs immer wieder kaputt war, bis der Reparaturladen in der grauen Baracke hinter der grauen Baracke der Bibliothek endlich einen neuen Motor geliefert bekam. </p>
<p>Morgens dudelte der SKR 700 DT64. Auch am 10. November. In der Küche sang Mirelle Mathieu im Sender Schwerin. Ich wachte auf wie immer in meinem Neubaukinderzimmer auf meiner praktischen Jugendliege, die hatte einen Bettkasten und niedrige Schiebeschränke und auf den Schiebeschränken dudelte der SKR 700. Und dann sagte im Radio der Mann, dass die Mauer auf ist und meine Mutter rief aus der Küche, dass die Mauer auf ist und ich sagte Guten Morgen und dachte Gute Nacht. Ich hatte es immer wieder im Fernsehen gesehen und in der Schule hatten wir es gelernt: Wenn die Mauer auf ist, ist nichts mehr wie es war. Denn die Mauer hatte die Guten beisammen gehalten und das Böse von uns fern. Die Flugzeugabstürze, Erdbeben, Vergewaltigungen, die Morde, und das Ghetto. In der Schule blieben an diesem Tag viele Bänke leer. Das wurde im Klassenbuch vermerkt.</p>
<p>Das Mädchen, von dem ich träumte, nachdem Anika ein Kind bekommen hatte, wohnte am anderen Ende der Stadt. Wir hatten uns gerade beim Fackelzug zum DDR-Geburtstag kennen gelernt bei Wodka aus der Campingflasche. Da trug sie ihr Blauhemd um die Hüften und das wackelte lustig beim Gehen. Als ich sie besuchen wollte am Abend des 10. November am anderen Ende der Stadt, waren ihre Fenster dunkel. </p>
<p>Sie war noch da, wo alle herkamen in der Straßenbahn vom anderen Ende der Stadt nach Hause. Alle waren ausgelassen und trugen Tüten über Tüten und da guckten Jeans raus und Bananen, Tatsache, Bananen, und immer wieder wurde ich angesprochen, einfach so, weil die Leute was sagen wollten zu ihrem ersten Beutezug drüben, im Westfernsehland. Sie waren alle so stolz&#8230;</p>
<p>In Hamburg am kommenden Wochenende wusste ich dann was mit denen passiert war. Die Leuchtreklamen an der Reeperbahn, die blinkenden Stereoanlagen in den Kaufhausregalen, der Geruch in der Begrüßungsgeld-Bank, nach Mensch und Westpaket, die Sexspielzeuge im Sexspielzeugladen, dieses Brötchen mit gebratenem Hack, mit Tomate und Salat, nur halb so groß, wie ich es erwartete hatte &#8211; das alles kitzelte das Hirn und machte so ein aufgekratztes Glück. Den Karton mit dem kleinen schwarzen Doppelkassettenrekorder hab ich eine ganze Heimfahrt lang auf dem Schoß gehalten und lieb gehabt. </p>
<p>Anikas Jeanstyp trug jetzt Levis. Unsere Staatsbürgerkundelehrerin trug Trauer. Und wir trugen ein zusammengeborgtes Schlagzeug in den Schulclubkeller. Wir rauchten Bananenschalen und Schweinejuwel, rumpelten uns so durch den Winter. Im Frühling durften wir noch nicht wählen, und als der nächste Sommer kam, kauften wir zum Schlagzeug eine E-Gitarre und einen Bass für das neue Geld. Den Verstärker haben wir uns vom Stasigelände in Rampe geholt.</p>
<p><strong>Ich fühl mich manchmal so&#8230;</strong></p>
<p>Ich fühl mich manchmal so&#8230;<br />
Ich fühl mich manchmal so&#8230;</p>
<p>Dann nehme ich Lineal und Dreieck<br />
und richte die Autos aus<br />
auf dem Parkplatz an den Parkplatzstreifen</p>
<p>Im Stechschritt spazier ich durch den Stadtpark<br />
Hunde, wollt ihr ewig leben? ruf ich den Tölen zu<br />
und lasse Kastaniensoldaten aufmarschieren<br />
Ich fühl mich manchmal so&#8230;</p>
<p>Im Angler 2 frag ich die Wirtin nach ihrem Angelschein<br />
Und hatse keinen, musse Goldmakrelen putzen bis die glänzen<br />
im trüben Hafenbeckenbrackwasser</p>
<p>Ich lege Schutzumschläge um Bucheckern<br />
ärgere mich über Eselsohren im Zoo<br />
rege ein Arbeitslager an für Faultiere<br />
Ich fühl mich manchmal so&#8230;</p>
<p>Nachts zensiere ich das Netz<br />
und keiner kommt über eine 3 hinaus<br />
Kopfnoten. Ein Computerprogramm spielt Kopfnoten.<br />
Ich fühl mich manchmal so&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Nachwuchs: Herr ivalo las</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 12:51:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Lieber Nachwuchs, Brief an die zukünftige Generation
und
Die Wahrheit ist auffem Platz

Lieber Nachwuchs, Brief an die zukünftige Generation
Liebe zukünftige Generation,
alle reden immer von Dir. Wir müssen an Dich denken, gerecht zu Dir sein, dürfen heute nicht so viele Schulden machen, nicht alles Öl verbrauchen und so.
Obwohl es Dich ja noch gar nicht gibt!
Du lebst irgendwann, vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lieber Nachwuchs, Brief an die zukünftige Generation</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Die Wahrheit ist auffem Platz</strong><br />
<span id="more-977"></span><br />
<strong>Lieber Nachwuchs, Brief an die zukünftige Generation</strong></p>
<p>Liebe zukünftige Generation,</p>
<p>alle reden immer von Dir. Wir müssen an Dich denken, gerecht zu Dir sein, dürfen heute nicht so viele Schulden machen, nicht alles Öl verbrauchen und so.<br />
Obwohl es Dich ja noch gar nicht gibt!<br />
Du lebst irgendwann, vielleicht in 50 Jahren, vielleicht auch in 100 Jahren.<br />
Ich schreibe Dir jetzt einfach mal, um Dir zu sagen, wie es heute wirklich ist!<br />
Klar, wenn Du dann mal lebst, dann sieht die Erde anders aus als heute. Die Deiche sind vielleicht höher oder die ganzen Holländer wollen bei uns wohnen und ein paar hübsche Korallenriffinseln gibt es nicht mehr. Ihr habt Elektroautos und Windkraftflugzeuge und überall Solarzellen. Wer weiß!<br />
Vielleicht denkst Du ja später, wir sind heute Schuld, dass es keine Eisbären mehr gibt, nur noch im Zoo!<br />
Aber denk doch bitte auch mal an uns heute! Wie schwierig das ist, so von heute auf morgen alles zu verändern! Das ist nicht leicht!</p>
<p>Wir wollen ja eigentlich schon jetzt weniger Energie verbrauchen!<br />
Wir wollen gar nicht so dicke Autos fahren und den Fernseher auf Standby lassen! Aber wie gesagt, das ist nicht leicht! Das mit dem Fernseher vergisst man nämlich meistens und dann steht man nachts nicht noch mal auf, wegen ein paar Milligramm CO2!<br />
Und das mit dem Autofahren, das ist aber auch verdammt geil! Weiß nicht was Ihr da später mal zu sagt, das ist cool, fresh, hip, das geht ab! Mit 250 auf der Autobahn zu fahren. Und wenn man&#8217;s doch darf? Und wenn das Fahrzeug es drauf hat, hey, dann fahr ich auch! Das merkt man manchmal nicht mal, bei den tollen Autos, die wir heute haben!<br />
Und der Blick vom Nachbarn, wenn ich mit unserem City-Jeep in der Siedlung Einzug halte. Das ist schon cool, geht ab und so! Du glaubst gar nicht wie gut das tut! Der mit seinem lächerlichen Toyoto-Hybrid und seinem Jägerzaun!<br />
Warum also darauf verzichten, wenn wir&#8217;s uns doch leisten können?<br />
Also, Du verstehst uns!</p>
<p>Und weißt Du, so ein Einzelner, der könnte doch auch gar nichts machen! Es geht ja darum Millionen Tonnen CO2 einzusparen, das schafft einer alleine gar nicht!<br />
Die Politik, weißt Du, die muss endlich mal was tun. Wir wollen ja!<br />
Aber wie sollen wir das schaffen, wenn wir gar nicht müssen?<br />
Verstehst Du?<br />
Klar, es gibt auch ein paar Idioten, die Brüllen gleich laut auf. Die sagen dann „Wo kommen wir denn da hin!“ wenn der Sprit teurer wird oder wenn es Tempolimit geben soll: „Dann geht die Wirtschaft vor die Hunde!“<br />
Aber das sind ja auch Idioten. Die haben Kampfhunde und schlagen Ihre Kinder im Keller.<br />
Wir anderen, also die meisten anderen, sind dafür, dass gespart wird. Wir sind nämlich vernünftig.<br />
Wir hätten schon längst überall Energiesparlampen, Recyclingtoilettenpapier, Gemüse vom Biobauern, Kaffee aus fairem Handel, Ökostrom, würden Neuseelandäpfel boykottieren, nie wieder Urlaub auf Malle machen, Lesebühnentexte immer einzeilig, in 10er Schriftgröße auf bereits einseitig bedrucktem Papier ausdrucken und jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren!<br />
Wenn die Kollegen uns nur nicht so mitleidig ansehen würden!<br />
Ich hab mir sogar schon eine Zeitschaltuhr gekauft, damit mein W-LAN nicht ständig läuft, wenn ich es nicht brauche. W-LAN, das ist so ein Funkgerät fürs Internet, gibts bei Euch bestimmt nicht mehr.<br />
Aber ich befürchte, wenn ich die Uhr vorschalte, dass ich alles neu konfigurieren muss, weil der Strom dann nachts ja weg ist. Das wird bei Euch sicherlich einfacher, aber heute ist sowas verdammt knifflig und ich bin froh, wenn alles einmal läuft! </p>
<p>Und ich würde auch sofort eine Partei wählen, die für den Umweltschutz eintritt! Aber dann kommt die FDP und will genau meine Steuern senken! Und das nicht nur ein bisschen, sondern so, dass es sich echt lohnt! Da wäre ich doch blöd, wenn ich die dann nicht wähle, oder? Und mehr Atomkraftwerke heute sind ja eigentlich auch gut für Euch, da schmilzt kein Gletscher von!</p>
<p>Einen herzlichen Gruß</p>
<p>Deine Generation von heute</p>
<p><strong>Die Wahrheit ist auffem Platz</strong></p>
<p>Los, Jungs, noch 5 Minuten! Dat is doch wohl zu schaffen!<br />
Los, los, los, denen hängt schon die Zunge bis zum Bauchnabel!<br />
Rennen, rennen!</p>
<p>Ker, dat darf doch jetz nich wahr sein.<br />
3 Meter-Pass und der trifft genau den Gegner anne Beine.</p>
<p>Nu pass doch rüber!<br />
Und jetzt schießen! Ja,<br />
&#8230;ne!<br />
Schießen hab ich gesacht, nich kullern!<br />
Mitten dem Torwat inne Arme!<br />
Der Torwart von die is do zu blöd sich auffen Boden zu schmeißen!<br />
Da musse nur durche Beine schießen und dat Dingen is drin!<br />
Und wat machter? Kullert ihm die Pocke inne Arme.<br />
Dat is aber auch en Fetten, wenn ich dem seim Vatter wär, dan gäb dat aber keine Hamburger mehr!<br />
Den hätte doch selbst Ernst Kuzorra seine Oma mit links&#8230;.,<br />
Ne, ne, ne! Nur mein Herr Sohnemann nicht! Mann, mann, mann!<br />
Wenigstens noch den Ausgleich, komm!</p>
<p>So, komm, jetz nochma!<br />
Ja!<br />
Nä!<br />
Justin! Trau dich doch ma wat zu! Spiel nich immer so feige! Schieß do endlich ma Dein Tor! Du kannßet doch!<br />
Eigentlich! Ne, er schaftet nich, isser zu blöde für. Von mir hatta dat nich, dat sach ich aber.<br />
Voll dat Weichei, &#8230;, dat hatter von meine Ollen, is do so.<br />
Nu hau em die Beine wech, der ollen Heulsuse!<br />
Un dann rin mitte Kirsche! Rin sachich!</p>
<p>Nichma en ordentlichet Foul lärn&#8217; se im Verein.<br />
Wozu schick ich en dann noch zum Training?<br />
Kriechen und Streben! Dat kanner auch inne Schule lernen! Is do so!<br />
Für-et Leben soll er wat lerne hier!<br />
Ker, ker, ker!<br />
Peinlich, verlieren gegen die Knirpse von Wanne-Eickel.<br />
Die ham wa zu meine Zeit 12:0 weggeputzt.<br />
Ja, Junge, schneid Dir ma von deinem Papa ne Scheibe ab, wenne wat werden wills!<br />
Dat ganze Geld wat we inne Fußballschule Ingo-Anderbrügge stecken, dat is doch zum Fenster rausgeschmissen!<br />
Also dat Geld, vonne Tante Gisela. Na, se kannet sich ja leisten!<br />
Sollset lieber mir geben, da unterstütz ich die regionale Kleinwirtschaft mit, anne Ecke, is do so!<br />
Nich ma en ordentlichet Bier gibbet hier, wegen Jugendschutz! Lächerlich, hattet zu meine Zeit nich gegeben.</p>
<p>Da, Schiri, haßet nich gesehen? Der hat meinen Jungen umgerempelt!<br />
Dat musse doch ahnden! Ahnden musse dat! Wofür haße denn die Katten!<br />
Sonß verrohen hier die Sitten auffem Platz! Gleich ma Rot für sowat, dann is Schluß! Dat darf ga nich einreißen!<br />
Du wills en Vorbild sein, für Fair-Play und so?</p>
<p>Is do so!<br />
Ja, is gut, ich bin ja schon still.<br />
Pfeif schon ab. So!<br />
Hömma, Justin, ich ruf die Mama an, die holt dich gleich ab, ich geh schon ma zum Kalle, ne, Tüss!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ihr Klatschen auf CD auf Video Teil 2</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/07/04/videos-werk3-teil-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 22:12:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier ist der zweite Rutsch werk3 Videos:
Frau jules liest: Frau Punkt und der Würfelbecher

Andersen Storm singt: So schnell kannst Du nicht laufen

Herr thom* liest und singt mit Andersen Storm: In der Nachbarschaft

Herr ivalo und Andersen Storm: Protestsong

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ist der zweite Rutsch werk3 Videos:</p>
<p><strong>Frau jules liest: Frau Punkt und der Würfelbecher</strong><br />
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/bHe-gdDg8Bs&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/bHe-gdDg8Bs&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p><strong>Andersen Storm singt: So schnell kannst Du nicht laufen</strong><br />
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/gBPc5sgMvH0&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/gBPc5sgMvH0&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p><strong>Herr thom* liest und singt mit Andersen Storm: In der Nachbarschaft</strong><br />
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/oUTsapArimM&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/oUTsapArimM&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p><strong>Herr ivalo und Andersen Storm: Protestsong</strong><br />
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/zkHm1F_6c9s&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/zkHm1F_6c9s&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/07/04/videos-werk3-teil-2/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Ihr Klatschen auf CD auf Video</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/06/24/ihr-klatschen-auf-cd-auf-video/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/06/24/ihr-klatschen-auf-cd-auf-video/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 12:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=875</guid>
		<description><![CDATA[Liebe Schmalz und Marmelade-Blog-Leserinnen und -leser,
da sie ja eigentlich wissen, dass wir keine Mondgesichter mit Perücke sind, möchte ich Ihnen gern hier unsere ersten Videomitschnitte der CD Aufnahme im werk3 präsentieren.
Der Ton wird auf der CD besser werden, das Bild ist dort besser, aber zusammen ist&#8217;s doch gar nicht schlecht, oder??
Viel Spaß beim Anschauen.
Frau jules [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Schmalz und Marmelade-Blog-Leserinnen und -leser,<br />
da sie ja eigentlich wissen, dass wir keine Mondgesichter mit Perücke sind, möchte ich Ihnen gern hier unsere ersten Videomitschnitte der CD Aufnahme im werk3 präsentieren.<br />
Der Ton wird auf der CD besser werden, <a href="http://www.flickr.com/photos/sandmann/sets/72157620011917701/">das Bild ist dort besser</a>, aber zusammen ist&#8217;s doch gar nicht schlecht, oder??<br />
Viel Spaß beim Anschauen.</p>
<p><strong>Frau jules liest: Herr Sonntag und ich &#8211; sieben</strong><br />
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/cjzE6yDiwOk&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/cjzE6yDiwOk&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p><strong>Andersen Storm liest: Da sitzen</strong><br />
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/yuqlWIlu4xM&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/yuqlWIlu4xM&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p><strong>Herr thom* singt: Unsichtbar</strong><br />
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Cg7-xqxZBP0&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Cg7-xqxZBP0&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p><strong>Herr ivalo liest: Der, der nicht Kalle heißt in Schwerin</strong><br />
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/yIOsjmhjsq8&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/yIOsjmhjsq8&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object><br />
<strong><br />
Zugabe, Zugabe: Carsten Stotco und Herr thom*: Schwerin Schwerin</strong><br />
<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/En6IMMfXR78&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/En6IMMfXR78&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Ihr Klatschen auf CD &#8211; wir im Werk3</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/06/21/ihr-klatschen-auf-cd-wir-im-werk3/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 18:02:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie erinnern sich, die erste CD ist nun schon etwas in die Jahre gekommen. Die ist in den letzten Tagen des Jahres 2006 entstanden. Haben wir gedacht, da muss was Neues her. Und weil das Staatsheater sich in Bühnenfragen spendabel zeigte, haben wir am Donnerstag, Freitag und Sonnabend jeweils das Beste, Schönste und Größte unserer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_856" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2009/06/klatschen_i-11-500x333.jpg" alt="Ihr Klatschen auf CD - Volker Mischok bei Schmalz und Marmelade" title="Ihr Klatschen auf CD - Volker Mischok bei Schmalz und Marmelade" width="500" height="333" class="size-medium wp-image-856" /><p class="wp-caption-text">Ihr Klatschen auf CD - Volker Mischok bei Schmalz und Marmelade</p></div>
<p>Sie erinnern sich, <a href="http://www.schmalzundmarmela.de/cd-bestellung/">die erste CD</a> ist nun schon etwas in die Jahre gekommen. Die ist in den letzten Tagen des Jahres 2006 entstanden. Haben wir gedacht, da muss was Neues her. Und weil das Staatsheater sich in Bühnenfragen spendabel zeigte, haben wir am Donnerstag, Freitag und Sonnabend jeweils das Beste, Schönste und Größte unserer vergangenen Jahre im <a href="http://werk3-schwerin.de/">Werk3</a> gesungen und gespielt. Leider ohne Frau nadine, die diese drei Jahre ja ebenso geprägt hat, wie die anderen. Wir sagen von Herzen &#8220;Schade!&#8221; und umarmen so gut das mit Buchstaben möglich ist. Aber manchmal sind andere Dinge wichtiger. Gibt da so ein paar Sachen, Sie können sich sicher die eine oder andere denken. </p>
<p>Aufgenommen hat, wie schon unsere erste CD, Thomas Fink, dessen kleines Unternehmen <a href="http://www.soundlounge-studio.de/">Soundlounge-Studio</a> wir ja seit 2006 sehr gern mögen. <a href="http://www.stotco.de">Carsten Stotco</a>, quasi Schmalz-und-Marmelado ehrenhalber, war alle drei Abende musikalischer Partner bei &#8220;Schwerin Schwerin&#8221; &#8211; Domprediger Volker Mischok war unser Gast am ersten Abend, <a href="http://www.tinobittner.de/">Tino Bittner</a>, der Tausendsassa, am zweiten und <a href="http://www.schulzenhof.de">Regge vom Schulzenhof</a> am dritten. Volle Pulle treu war uns, wie seit drei Jahren schon, unser lieber Fotograf, <a href="http://snmv.blogspot.com/">Ulli Wille</a>. Die ersten seiner Bilder sind schon in unserer <a href="http://www.flickr.com/photos/sandmann/sets/72157620011917701/">Foto-Sammlung</a> zu finden.</p>
<div id="attachment_857" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2009/06/klatschen_i-17-500x333.jpg" alt="Ihr Klatschen auf CD - Carsten Stotco bei Schmalz und Marmelade" title="Ihr Klatschen auf CD - Carsten Stotco bei Schmalz und Marmelade" width="500" height="333" class="size-medium wp-image-857" /><p class="wp-caption-text">Ihr Klatschen auf CD - Carsten Stotco bei Schmalz und Marmelade</p></div>
<p>Großes Kino, sach ich Ihnen. Drei ganz unterschiedliche Abende &#8211; Donnerstag wars etwas kleiner, aber sehr fein, weil Sie, liebe Gäste des ersten Abends, sich so ganz auf uns und den ungeheuer athmosphärischen Vortrag von Volker Mischok eingelassen haben. So jedenfalls mein Gefühl&#8230; Am zweiten Abend wars dann richtig knallig. Ein ziemlich volles Haus und Sie, liebe Gäste des Freitag, Sie hatten ja richtig Lust, sich zu amüsieren. Entsprechend Rückenwind gabs auf der Bühne &#8211; Tino Bittner hat seine Beatbox ja gleich im ersten Stück ausgepackt, das prägte den Abend, und seine Interpretation des Zauberlehrlings, die drückte so richtig auf den Ohren. Gestern dann, am Sonnabend, da war der Laden richtig voll &#8211; Regge vom Schulzenhof hatte komische Sachen im Gepäck und so war alles bereit, für einen bemerkenswerten Abend. Und der wurde es auch &#8211; manche Texte liefen gut wie nie zuvor, wenige nicht so und das Puppenspiel mit Regge (dafür die seltsamen Sachen im Gepäck), das war äußerst spaßig. Am Schluss, na da mussten wir uns leider ein wenig beeilen, weil der Spielplan für diesen Abend recht eng geplant und die &#8220;Spätschicht&#8221; dran war. Weil wir ja noch die Studiotechnik abbauen und wegbringen mussten und auch, weil wir ziemlich platt waren, sind wir nicht geblieben, aber ich geh mal davon aus, dass die Damen und Herren in bewährter Weise die Nacht gerockt haben.</p>
<div id="attachment_858" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2009/06/klatschen_i-05-500x333.jpg" alt="Ihr Klatschen auf CD - Frau jules" title="Ihr Klatschen auf CD - Frau jules" width="500" height="333" class="size-medium wp-image-858" /><p class="wp-caption-text">Ihr Klatschen auf CD - Frau jules</p></div>
<p>Herausgekommen sind nun drei mal zwei Stunden Material &#8211; dreißg Stücke vielleicht &#8211; ein paar sehr schöne Beatbox-Varianten unseres Namens und auch drei Videomitschnitte von einer kleinen Stativkamera. Ich gehe mal davon aus, dass wir das eine oder andere Filmchen in den nächsten Tagen hier zeigen können.  <a href="http://www.youtube.com/user/schmalzundmarmelade">Oder da.</a> Oder hier und da.</p>
<div id="attachment_866" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2009/06/klatschen_i-03-500x333.jpg" alt="Ihr Klatschen auf CD - Herr ivalo" title="Ihr Klatschen auf CD - Herr ivalo" width="500" height="333" class="size-medium wp-image-866" /><p class="wp-caption-text">Ihr Klatschen auf CD - Herr ivalo</p></div>
<p>Wie gehts jetzt weiter? </p>
<p>Na erstmal werden jetzt die Titel zusammen gesucht und in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht. Dann wirft Thomas Fink seine geballte Kompetenz in die Wagschale, schneidet, mischt, mastert und vollendet die CD &#8211; <a href="http://www.mmgd.de/">Martin Molter</a>, der ja schon unser <a href="http://www.schmalzundmarmela.de/wer-gehort-zu-schmalz-und-marmelade/">Gruppengemälde</a> gemalt hat, kümmert sich um die Gestaltung des Covers, wir gucken nach Presswerken und Preisen. Im September zur Saisoneröffnung dürfte dann die CD vorliegen.</p>
<div id="attachment_860" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2009/06/klatschen_i-061-500x333.jpg" alt="Ihr Klatschen auf CD - Andersen Storm" title="Ihr Klatschen auf CD - Andersen Storm" width="500" height="333" class="size-medium wp-image-860" /><p class="wp-caption-text">Ihr Klatschen auf CD - Andersen Storm</p></div>
<p>Wie wann und wo wir ab September spielen, das ist noch nicht in Sack und Tüten. Wir grübeln derzeit an einer Reihe von Varianten &#8211; lassen wir uns also allesamt überraschen. Insofern, sach ich mal, wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, was Schmalz und Marmelade betrifft, dann wärs gut, sich in den <a href="http://www.schmalzundmarmela.de/post_notification_header/">Newsletter</a> einzutragen. Oder unsere <a href="http://www.schmalzundmarmela.de/feed/">Beiträge als RSS</a> zu abonnieren. Wir jedenfalls sagen Danke und freuen uns auf den echten Sommer und auf eine neue Saison ab September. </p>
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		<title>Die Wasserlese: Frau Jules las&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 20:18:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jules</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Kontaktanzeige 
Herr Sonntag und ich &#8211; Bier
Herr Sonntag und ich – Wiedersehen 

Kontaktanzeige 
Sie, 19jähriges Herzblatt, mit Zu-spät-komm-Lizenz weil „Kiddybonus“ mit Erfahrung als Notenständer und Double für den Dicken aus der Olsenbande und Münchhausens Kanonenkugel, möchte gerne Tänzerin werden, was mit Politik oder Wurst machen oder Rockstar werden. Versuche seit vier Jahren erwachsen zu werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kontaktanzeige</strong> </p>
<p><strong>Herr Sonntag und ich &#8211; Bier</strong></p>
<p><strong>Herr Sonntag und ich – Wiedersehen</strong> </p>
<p><span id="more-835"></span></p>
<p><strong>Kontaktanzeige</strong> </p>
<p>Sie, 19jähriges Herzblatt, mit Zu-spät-komm-Lizenz weil „Kiddybonus“ mit Erfahrung als Notenständer und Double für den Dicken aus der Olsenbande und Münchhausens Kanonenkugel, möchte gerne Tänzerin werden, was mit Politik oder Wurst machen oder Rockstar werden. Versuche seit vier Jahren erwachsen zu werden und suche deshalb drei vierzigjährige Männer zum Chatten und/oder Lesebühne gründen, die lässig und jung geblieben sind. Das hilft wie sau nämlich. Wir könnten verrückte Sachen machen, eine Deutsch-, Geschichts- und DS- Lehrerin fragen ob sie die Lektoratsarbeit, Spielleitung und emotionalpsychologische Betreuung macht.</p>
<p>Wir könnten unsere künstlerischen und spirituellen Grenzen ausloten,  vielleicht werden wir mehr daraus. Freunde zum Beispiel.  </p>
<p>P.S. Melde dich auch, wenn du Nadine, Sophie oder Jati heißt.  </p>
<p><strong>Herr Sonntag und ich &#8211; Bier</strong> </p>
<p>Herr Sonntag bat mich diese Nachricht laut vorzulesen:  </p>
<p>Lieber Horst, lieber Kalle &#8211; ach ne, deinen Namen, egal &#8211;  wir sollten mal ein Bier zusammen trinken.  </p>
<p>Euer Herr Sonntag </p>
<p><strong>Herr Sonntag und ich – Wiedersehen</strong></p>
<p>Herr Sonntag hat eine Beule am Kopf. Schmerzen zwischen Ohren und rund um den Bauchnabel plagen ihn seit Wochen. Jeden Morgen beobachtet er die Beule im Badezimmerspiegel. Jeden Morgen sagt er: „Sowas haben sonst nur Menschen, Tiere und Kartoffeln.“ Viel mehr sagt er nicht.</p>
<p>Vorgestern hat Herr Sonntag der Beule noch einen Namen geben wollen, einen seiner Scherze machen wollen. Aber seit ihn sitzen und bücken quälen, ist er nicht mehr bei sich. Er hatte vergessen, dass er seiner Beule einen Namen geben wollte. Früher hat er immer gesagt: „Allem was Mist ist, musst du einen Namen geben. Dann ist es nur noch halb so schlimm.“ Er hat seiner Beule keinen Namen gegeben. Er hat es einfach vergessen. Als ich gesagt habe, du wolltest deiner Beule noch einen Namen geben, hat er gesagt: „Sowas haben sonst nur Menschen, Tiere und Kartoffeln.“ Seit es vom Bauchnabel zum rechten Ohr „so zieht“ wie er sagt, macht er keine Scherze mehr. Herr Sonntag sagt seit Wochen fast nur noch „Sowas haben sonst nur Menschen, Tiere und Kartoffeln.“ und guckt aus dem Fenster. Er sitzt dann im Korbstuhl in der Küche auf einem plüschigen gelben Kissen, in das er einmal „Herr Sonntag und ich“ gestickt hat. Herr Sonntag sitzt da, trinkt Kamillentee, lutscht Zwieback und verzieht sein Gesicht, wenn es wieder zieht.</p>
<p>Wenn Kater Egon dann zwischen Herr Sonntags und den Stuhlbeinen umherschnurrt, am Korbstuhl seine Krallen wetzt,  mauzt und jault, dann wirft Herr Sonntag eine Zitrone in die Stube und guckt nicht mal hinterher. Kater Egon schnappt sie sich dann und zutscht die Zitrone unter dem Sofa aus. Früher hat es ihm immer Spaß gemacht Kater Egon zu füttern. Er hat die Zitrone manchmal in Stückchen geschnitten, überall in der Wohnung verteilt und Kater Egon suchte dann wie irre. Herr Sonntag hat sich den Korbstuhl aus der Küche geholt und sich in der Stube neben Seemanns Kugelglas gesetzt. Dann haben sich Seemann und er über die drolligen Verstecke und den tollwütigen Kater amüsiert. Stundenlang. Dafür hat sich Kater Egon dann später ja auch gerächt. Davon weiß Herr Sonntag aber nichts. Von Herrn Sonntag lässt Kater Egon sich alles gefallen aber Seemann, ist in Wirklichkeit Seemann2.  </p>
<p>Seit ihn seit Wochen die Schmerzen zwischen Ohren und rund um den Bauchnabel plagen, ist selten eine glückliche Mine aus dem Korbstuhl zu sehen oder mehr als ein „Sowas haben sonst nur Menschen, Tiere und Kartoffeln.“ zu hören.  </p>
<p>Jeden Tag schüttele ich sein Kissen auf, positioniere die Milchbank so, dass er seine Füße gemütlich darauf ablegen kann.</p>
<p>Jeden Tag bekommt er seinen Zwieback. Jeden Tag koche ich Kamillentee für ihn. Er bekommt seine Lieblingstasse  mit dem Foto von mir und ihm. Mit dem Foto von der Unterwasserkamera. Mit den Schnorcheln. Im Freibad. Herr Sonntag und ich.</p>
<p>Ich spiele seine Lieblingsweihnachtslieder. Auf der Mundharmonika, die er von seiner Uroma mit den zwei Holzbeinen geerbt hatte. Vor neun Jahren hatte Herr Sonntag die Mundharmonika vermöhlt. Sie war neun Jahre lang im Gefrierfach und niemand hat es gemerkt. Die Lieder habe ich mir in den letzten Nächten beigebracht.  </p>
<p>„Herr Sonntag, seit fünf vermaledeiten Wochen plagst du dich vom Bett in den Küchenstuhl und zurück. Gut, es fing mit einem Schnupfen an, aber jetzt kannst du dich nicht bücken und sitzen ohne dein Gesicht zu verziehen, weil es krampft und ziept im großen Zeh und in deiner Rübe. Schluss. Morgen rufe ich deinen Arzt an, er soll kommen und gucken was dir fehlt und woher diese Beule kommt.“ „Unfug. Das ist bald vorbei“, sagt Herr Sonntag und hebt die Teetasse, als wollte er auf mein Wohl trinken. „Mach dir keine Sorgen. &#8211; Weißt du, wo ich gerne Mal hinfahren würde?“ „Hmm?“ „Nach Ägypten.“ Immer wenn es um den Arzt geht, fängt Herr Sonntag mit Ägypten an.  </p>
<p>Herr Sonntag verzieht plötzlich sein Gesicht und lässt seine Teetasse fallen und zittert und schwitzt und ich trage ihn lieber in das Schlafzimmer. </p>
<p>Als Herr Sonntag am nächsten Morgen neben mir im Bett liegt, kann ich ihn nicht wecken. Nicht einmal mit der Mundharmonika, mit seinen Lieblingsweihnachtsliedern.  </p>
<p>Aus dem Vogelhaus, das er im Winter immer renoviert hat, habe ich eine Kiste gebaut. Eine Locke von Kater Egon habe ich rein gelegt, die Postkarte von Seemann aus Ägypten, also Seemann1, eine Schuppe von Seemann2, die Mundharmonika von der Uroma mit den zwei Holzbeinen, seine Lieblingstasse und einen Zwanziger für den Fährmann, mein Herr Sonntag soll es bequem haben.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Wasserlese &#8211; Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/06/14/die-wasserlese-herr-ivalo-las/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 19:36:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Dialog zweier zu 50 Prozent mit Wasser gefüllter Gläser 
und
Wasser, Du Arschloch
und für Frau jules
Herr Freitag und ich &#8211; Abschied

Dialog zweier zu 50 Prozent mit Wasser  gefüllter Gläser 
E: Bonjour, ich aiße Evian
S: Tach, ick bin Seltas!
E: Oh, Seltas, was für ein schöner Name!
S: Willste ma verschaukeln!
E: No, no, no, ich find escht tres [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dialog zweier zu 50 Prozent mit Wasser gefüllter Gläser </strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Wasser, Du Arschloch</strong></p>
<p>und für Frau jules</p>
<p><strong>Herr Freitag und ich &#8211; Abschied</strong><br />
<span id="more-831"></span></p>
<p><strong>Dialog zweier zu 50 Prozent mit Wasser  gefüllter Gläser </strong></p>
<p>E: Bonjour, ich aiße Evian<br />
S: Tach, ick bin Seltas!<br />
E: Oh, Seltas, was für ein schöner Name!<br />
S: Willste ma verschaukeln!<br />
E: No, no, no, ich find escht tres chic!<br />
S: Nu hör aba ma uff, ick meen so&#8217;n Name, dit is do eh bloß Schall und Rauch, oda?<br />
E: No, no, no,ein Name ist sehr wischtisch! Ein Name macht aus den Charakter! Sonst wären wir doch bloß Wasser, e? L&#8217;aque mineral!<br />
S: Na, ick find dit wurscht, weeßte, ik meen, würd nich so&#8217;n Schlucke Wasser jenauso schmecken, ejal, ob et nu Asta-la-vista schnicki schnacki oda Kraneberjer heeßt?<br />
E. Hm.<br />
S: Na, oder kiek ma: so ne Rose, die würd do jenau so lieblich duften, och wennse nu anders heißen würde, oder?<br />
E: Hm.<br />
S: Na, übazeucht!<br />
E: No, no, no, isch find der Name trinkt mit! Der Name ist für die Fantasie! Isch find es ist wischtisch, dass isch einen schönen Namen habe. Isch trinke liebe Evian als Kraneberg.<br />
S: Na, ick weeß nich, dit is do ejal, weil du trinks in beide Fälle Wasser, datte keene Jülle oda so trinkß, dit is do klar, dit riechßte do schon, da macht der Name auch nüscht mehr aus!<br />
E: Mon dieu, aber die Fantasie, das ist erotique und die ist drin in die Kopf! Da passiert alles und da schmeckt Wasser nach Erotique oder nach Güll!<br />
S: Nu hör do ma uff, dit kannste ma nich erzählen, wenn ick dir Leberwurst jeb und sach, dit is Schokolade, dann sachste do och du piepst und nicht „Oh, ja, tres schick, das ist lecker, so süß, so süß!“<br />
E: Non, non, ganz ruhisch, aber es ist der feine Unterschied zwischen Wasser und Genuss, und der liegt im Namen!</p>
<p>S: Hoppla, nich jlei ajressiv werden, bloß weil ma eener ne andere Meinung vertritt, heute janz schön ete pe-tete, wa! Tschuldije: et-pet-eht!</p>
<p>E: Dieu, die Welt ist schlescht! Niemand versteht misch! Dabei seh isch doch nur die Schönheit in den Dingen!</p>
<p>S: Ja ni wahr, Du siehst überall nur dit schlechte in die Dinge, wat Kraneberjer heeßt, det is für Dich schlecht, wa! Du bist irjendwie voll der Pessimist. Ick wette, Du denkß ooch, datte halb leer bist, oder?</p>
<p>E: No, no, no isch kenn die Welt nur zu gut! Es gibt überall viel schlescht Qualität,<br />
Es ist zum Kopfschmerzen kriegen, aber die Welt ist wirklisch so, isch bin ein Realist! Und schau, auch Du bist halb leer, Seltas!</p>
<p>S: Ne, ne, Evi, ick laß ma vor allem nich verschaukeln! Und kiek ma, hier, halb voll!</p>
<p>E: No, halb leer!</p>
<p>S: Ne, ne, halb voll!</p>
<p>etc.</p>
<p><strong>Wasser, Du Arschloch</strong></p>
<p>Ich weiß,  das klingt jetzt undankbar, Wasser. Ja, ich sollte Dir danken, Dir huldigen, ich weiß, ich weiß! La Ola, die Welle und so! Weil Du halt toll bist, ja Du bist toll. Okay, okay, ich geb&#8217;s ja zu.<br />
Trinken, Regnen, die Pflanzen wachsen, Paddelbootfahren, Eisblumen am Fenster, ja, ja ich weiß. Ginge alles nicht, ohne Dich! Selbst ich, bin ja auch zu 70 % aus Wasser. Aber he! Was soll ich machen?<br />
Also, ich sag mal, so rein rationell ist mir das alles klar. Aber hier! Da stimmt&#8217;s halt nicht! Soll ich meine Gefühle verbergen? Dir was vorgaukeln, was nicht ist? Mich verbiegen und so sein, wie ich gar nicht bin? Geht&#8217;s Dir dann gut, ja?<br />
Willst Du das, Wasser?<br />
Komm, lass uns einfach ehrlich sein, miteinander.<br />
Auch wenn das im ersten Moment vielleicht schwierig ist, für Dich, ich denke, wir haben nur so eine Chance uns überhaupt noch in die Augen zu sehen – auf Dauer. Wir werden uns ganz sicher mal begegnen, wenn ich mal den Schirm vergessen, oder so.</p>
<p>Ich sag&#8217;s jetzt einfach, ganz direkt: ich find dich saublöd! So, jetzt ist es raus.<br />
Geht mir schon besser, Danke!<br />
Ich sag das jetzt nicht einfach so, das hat alles seine Geschichte, da ist echt viel kaputt gegangen! Ja, Du hast Dich nicht wirklich geschickt angestellt.<br />
 Okay, blöd gelaufen, aber irgendwie, &#8211; es hätte Dir halt wenigstens leid tun können. Aber ne, machst auf cool! Ich hatte nämlich echt nicht das Gefühl, das Dir irgendwas leid täte.<br />
Ich sach nur Pfütze, weißt Du noch? Letztes Jahr November. arschkalt, ich schon am frieren und Du die Idee mit der blöden Pfütze.<br />
Hast mich sogar noch ausgelacht, irgendwie, fühlte mich jedenfalls ganz schön beschissen.<br />
Oder 95, der Keller, war das etwa nett? Und nicht mal sorry oder so was. Das war total übertrieben von Dir. Hätte echt nicht gemusst. Und Zelten in Holland! Was sollte die Aktion da?<br />
Solange das alles noch zwischen uns steht, kann ich nicht mal unbefangen duschen!<br />
Und nicht nur mit mir. Ich finde Du bist total ungerecht! Global gesehen. Fast überall gibt es zuviel von Dir, aber in der Sahara! He? Da verdursten die Menschen, Deinetwegen! Ja, da könntest Du echt mal drüber nachdenken. Und ganzen Kriege und so, alles nur wegen Dir. Pazifismus ist wohl nicht mehr, oder? So wie in Berlin 91, Du und ich und 100.000 auf der großen Demo! Darf gar nicht dran denken.<br />
Ja, guck jetzt nich so bedröppelt, das zieht auch nicht mehr.<br />
Keine Träne von mir, nein, soweit kriegst Du mich nicht!</p>
<p>Wir sollten uns eine Weile nicht sehen. Uns aus dem Weg gehen und der ganze Quatsch. Ich denke, das wäre besser. Ich trinke jetzt erst mal ne Weile Milch. Und waschen tu ich mich mit dem Trockentuch. Ich ruf Dich dann mal an, irgendwann, mal sehen, ja, machs gut.</p>
<p><strong>Herr Freitag und ich, Abschied</strong></p>
<p>Das sind so die Momente, die ich absolut nicht kann. Abschied. Wenn&#8217;s irgendwie geht, dann leugne ich den Tatbestand bis zur letzten Minute, verzögere tragische Worte und verfalle, wenn der Zug einfährt, in bedeutungslose Worthülsen. Ja, man sieht sich, ruft sich an, so lange ist es ja nicht und heute ist man ja nicht aus der Welt, Mail, ja, genau!<br />
Herr Freitag ist da ganz anders. Ich denke noch nicht mal dran, dass Frau jules heute fährt, endgültig fährt, da sitzt Herr Freitag schon pfeifend auf dem Wohnzimmerteppich, hat Schere, Klebstoff und den großen Bastelkoffer aus dem Keller parat und bastelt Fähnchen. Dabei ist er fröhlich und beschwingt.<br />
Ich bin grummelig. „Nu grummel nicht,“ sagt Herr Freitag. „Ich grummel nicht, „ sag ich. Und laß ihn basteln. Und wenn Herr Freitag zu ende gebastelt hat, dann holt er die Kiste mit den Schokoriegeln, den Pralinen, den Weingummifröschen und den Lakritzen heraus, die er in wechselnden Kisten und Schränken immer vor mir versteckt und sucht die drei schönsten Stücke raus. Wie liebevoll er sie einpackt, jedes einzeln in andersfarbigem buntem Papier mit Schleifchen drum.<br />
So, fertig, sagt er irgendwann und es geht los.<br />
Während die Stimmung bei allen trübe ist, ist Herr Freitag äußerst fröhlich.<br />
„Nur wer fortgeht, der kommt auch wieder“, sagt er mit einem Unschuldsgrinsen für das ich ihn schlagen könnte, „und Wiederkommen ist das schönste überhaupt!“<br />
Und während alle so ganz langsam anfangen sich eine Träne zu verdrücke oder sich eine Träne zu erlauben, sagt Herr Freitag nur: „Ich bin vorbereitet, ich bin bewaffnet.“<br />
Er holt die große, Fahne raus, „damit Frau jules sie noch in Basel sehen kann und weiß, dass wir noch winken.“<br />
Und dann holt er die drei bunten Pakete raus und gibt sie Frau jules, für Herrn Sonntag. „Damit er weiß, wie gut wir von ihm denken,“ sagt er und ich merke, dass auch Herrn Freitag die Worte stocken.<br />
Ich glaube er hat geschluchzt.</p>
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