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Sonntag: Schmalz und Marmelade sagt Basta!

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

Schmalz und Marmelade wird 5 und nu heißt es Basta! Tatsächlich, um gleich mit der Tür ins Haus zu Fallen: die Geburtstagsfeier wird zugleich ein Abschied, denn die Lesebühne Schmalz und Marmelade wird es fortan in der bekannten Form nicht mehr geben.

Basta! ist neben einem Ausdruck strenger Erziehungsmethoden ja ganz simpel Schluss! Schluss mit Lustig! Saisonabschluss oder Schluss-aus-vorbei. Auf Italienisch. So wie “Basta Silvio!” oder der Basta-Pfiff bei Milano gegen Juve. Oder auch Basta! Ende der Debatta! Undemokratisch. Weil wir haben Sie/Euch ja auch nicht gefragt, ob Ihr Basta! wollt.

Uns haben wir übrigens auch nicht gefragt. Nur irgendwie gefühlt, es ist Zeit für was Neues und da schneidet man eben erst mal alte Zöpfe ab. Basta! Und was gäbe es da Schöneres, als den fünften Geburtstag mit Menschen zu feiern, die man in fünf Jahren lieb gewonnen hat. Also mit Euch und mit Dir und auch mit Ihnen, bei schönem Wetter, noch mal Texten und lecker Essen und Trinken. Und zum Schluss dann leise Servus zu sagen.

Was noch?
Es gibt ein “Offenes Mikro” und ein Wünsch-Dir-Was aus 5 Jahren Lesebühne. Also wer möchte bringe eigene Texte, Lieder, Faxen und Kram mit (bei großem Andrang entscheidet das Los und die Eieruhr) und stöbere auch in unserem Archiv, was wir noch einmal zum Vortrag bringen sollen, bevor es dann tatsächlich Basta! heißt.

In aller Kürze:
Basta! Das große Abschlussfest der Lesebühne Schmalz und Marmelade
19. Juni 2011 – Schleswig-Holstein-Haus Schwerin – 12 Uhr

Warum Schluss ist? Nun, wir haben fünf Jahre lang Literatur, Lieder, Faxen und Kram serviert, nun soll Zeit sein für etwas Neues.
Wir alle haben große Pläne, Herr ivalo improvisiert auf der Bühne, Andersen Storm hat seinen Podcast wieder aufleben lassen, Max und Tini sind eifrig mit dabei, eine Lesereihe im Goethe-Gymnasium aufzubauen, Herr thom läuft mit dem großen blauen Mikrophon im Land herum, er und auch Max suchen ansonsten gerne Dosen. Also: Wir werden vielleicht doch nicht ganz aus Eurem Blickfeld verschwinden und weil wir uns mögen, werden wir natürlich auch immer mal wieder gemeinsam auf die Bühne gehen.
Der Lesebühne in dieser Form allerdings, der sagen wir Adieu.

Es wäre wirklich schön, wenn wir Geburtstag und Abschied mit Dir gemeinsam feiern könnten.

Tini, Max, Andersen Storm, Herr ivalo und Herr thom*

Sonderlese: 15. Mai, 12 Uhr
Drisbeth, Gartencafé Sonntagsgrün

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

wir haben einen wunderbaren Ort ausgemacht, den wir gern mit Ihnen teilen möchten: das Café Sonntagsgrün in Drisbeth. Dort residiert, serviert, sät, pflanzt, erntet, lebt und genießt die ausgewiesene Gartenexpertin und Journalistin Beate Schöttke-Penke und sie lädt gern sich Gäste ein. In ihr Café Sonntagsgrün, das wir am 15. Mai auch zu dem Ihren machen wollen. Mit Lesung, mit Suppe und Kaffee, mit Lauf-Enten in Sichtweite zwischen Backsteinhaus, Gartenteich und Streuobstwiese.

Schmalz und Marmelade lädt Sie ein ins Gartencafé Sonntagsgrün

Wann?
Am Sonntag, dem 15. Mai

Wann genau?
Um 11.30 Uhr gibts Mittag mit Antipasti und Suppe – um 12 wird losgelesen

Wer liest was?
Beate Schöttke-Penke und Christian Lehsten stellen ihr Buch vor: “Ein stimmungsvoller Rosengarten: Romantisch eingebettet in die Landschaft”
Schmalz und Marmelade liest das Beste aus den vergangenen fünf Jahren.

Wie kommen wir da hin?
Am schnellsten sind Sie natürlich mit dem Auto – hier sagt Ihnen Google, wo Sie hin müssen.

Wenn allerdings das Wetter mitspielt und das hoffen wir natürlich, dann wollen wir mit dem Rad nach Drisbeth. Vielleicht wollen Sie ja mit? Ob die Radtour stattfindet, oder nicht, wo wir uns treffen und wo wir langfahren, das sagen wir Ihnen allerspätestens am 14. Mai, wenn der Wetterbericht zuverlässig ist – dann wiederum mit einem Newsletter und natürlich im Blog auf www.schmalzundmarmela.de

Wir freuen uns auf Sie, auf den Garten in Drisbeth, auf das Buch und den Kaffee und wir hoffen, es geht Ihnen genauso.

Bis zum 15. Mai!

i.A. Herr thom*

PS: Ganz unverblümt möchten wir Ihnen noch sagen, dass Sie das beste Lesebühnenpublikum sind. Ehrlich. Das allerbeste. Klug, aufmerksam, treu, liebevoll, klatscherprobt. Und…. Da gibt es aber noch etwas, dass wir sagen wollen: Es wird die vorletzte Lesung von Schmalz und Marmelade sein und wir wollen uns mit dieser Gartenlese in Drisbeth im kleinen Kreis von Ihnen verabschieden. Im hoffentlich großen Kreis tun wir das ja dann mit einer Fete namens “Basta!”, mit Musik, Büfett, Literatur, Faxen und Kram, am 19. Juni, im Schleswig-Holstein-Haus! Nun aber nicht den Kopf hängen lassen, fünf jahre sind eine lange Zeit und Sie wissen ja: Blaukraut bleibt Brautkleid und Schmalz bleibt Marmelade. Oder so ähnlich. Insofern: Bitte beide Termine in den Kalender und zwei letzte Male feiern mit Schmalz und Marmelade: 15. Mai, Drisbeth, 19. Juni, Schleswig-Holstein-Haus. Bis dann!

Sonntag: Schmalz und Marmelade im Planetarium

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

wissen Sie, wie man es schafft ruckzuck aus der Sternwarte geworfen zu werden? Ganz einfach: Man gehe hin zum obersten Sternengucker und beginne die Konversation mit: “Was machen Sie als Astrologe eigentlich genau?” Haben wir unlängst ausprobiert und dabei natürlich wohlweislich den Lesebühnen-Nachwuchs vorgeschickt. Und dann, als das Kind schon fast im Brunnen lag, haben wir schnell behauptet, das wäre alles nur Spaß. Und schließlich haben wir noch einen anzüglichen Witz nachgelegt, den Klassiker mit dem falsch betonten Uranus.

Und was sollen wir sagen: Die Damen und Herren des Planetariums sind mit enormem Langmut geschlagen und von so einer Lesebühne, die einen Clown gefrühstückt hat, lassen die sich nicht ins Boxhorn jagen. Im Gegenteil: Mit offenen Türen wurden und werden wir empfangen zwischen der echten Sternenkuppel oben im Turm und dem Himmelszelt, dem nachgemachten, im Erdgeschoss.

Ich sehe Sie schon ungeduldig diesen Text überfliegen und mit dem Kopf wackeln, ob der ausufernden Ankündigungsprosa und so will ich Sie auch nicht länger hinhalten:

Lesebühne Schmalz und Marmelade zum Thema Himmel und Erde
Ort: Planetarium Schwerin, Weinbergstraße 17
Zeit: Sonntag, 13. Februar, 12 Uhr
Gäste: das A-Capella-Quartett Vibes und Peter Schmiedeberg vom Planetarium

Eintritt frei – über Spenden freuen wir uns.

WICHTIG: Es gibt nur 55 Plätze und ein paar sind schon über unsere Facebook-Seite reserviert worden. Weitere Vorbestellungen bitte über orga@schmalzundmarmela.de

Der Gast:
Peter Schmiedeberg, unser Gast und Gastgeber zugleich, ist übrigens – das lässt sich ohne Übertreibung sagen – im Planetarium aufgewachsen. Von Kindesbeinen an hat er in der Sternwarte und unter dem künstlichen Himmel seine Freizeit verbracht – heute ist er für die vielen Besucher des Planetariums einer derjenigen, die mit Witz und für ein Laienpublikum spannend die Himmelsphänomene erklären können. Die Woche über arbeitet Peter Schmiedeberg fern der Heimatstadt, aber an jedem Wochenende zieht ihn sein Planetarium wieder magisch in den Norden.

Kurz: Peter Schmiedeberg kennt den Himmel über Schwerin wie kaum ein anderer und als unser Gast im zweiten Teil wird er uns und allen, die Lust haben, dabei zu sein erzählen, was da Besonderes geschieht in den Weiten über dem Horizont.

Der Soundtrack zum Sternenhimmel
Die Vibes, ein A-Capella-Quartett, bringen ganz dem Namen gemäß gute Schwingungen mit – sie sagen über sich selbst:

“Vibes” bedeutet Vibrationen – in diesem Fall gute – Schwingungen, und: weil es auch nach Weibs klingt, war der Name für das Ensemble gefunden. Vibes singen alte Lieder auf Kisuaheli, Maoori, Gälisch, Deutsch, Althebräisch u.a. Dass diese Mischung gut ankommt, beweisen unter anderem ein ausverkauftes Konzert mit “Reel” am 27.11.2010 im Speicher Schwerin und die Anfrage des Sängers und Songwriters Marco Pohl der Gruppe “Anti Avanti”, ein Konzert sowie die Produktion der nächsten CD (Feb. 2011) durch den Gesang der Vibes zu bereichern. “Vibes” machen Gänsehaut, bringen zum Schmunzeln und Lachen, beschwingen und verführen zum Träumen. “Vibes” wissen, dass jeder Mensch singen kann. Manche tun es heimlich – andere unheimlich. Singen ist atmen und atmen heißt Leben. Vier Frauen, die sich zu ihrer heimlichen Liebe – dem Singen – gerne öffentlich bekennen und die Freude daran mit Publikum teilen möchten…

Damit ist die Bühne bereitet, die Verlautbarung ist erfolgt – es fehlen nur noch Sie und wir und der Sonntag selbst, aber den Gesetzen von Zeit und Raum folgend kommt Letzterer ganz bestimmt. Und Sie doch auch, oder? Wir jedenfalls freuen uns auf einen Sonntag mit ganz neuen Perspektiven und auf den Himmel über Schwerin.

Auf Sonntag!

i.A. thom*

PS: Wir sind die Borg! Sie werden assimiliert werden. Widerstand ist zwecklos!
PSPS: Sie finden die Lesebühne auch bei Facebook. Dort sind bereits alle Veranstaltungen bis zum großen Jubiläum im Juni verzeichnet. Und wenn Sie “Gefällt mir” klicken, bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
PSPSPS: Wir haben Ihr Horoskop gestalkt. Für diese Woche lautet es: “Am Sonntag stehen die Sterne günstig. Sie werden Ihnen leuchten am hellichten Tag!” Wenn das mal kein Zeichen ist…
PSPSPSPS: Die besten Texte des kommenden Sonntags können Sie neu arrangiert auch in Parchim erlauschen – am 15. März, 19 Uhr, in der Theatergaststätte des Mecklenburgischen Landestheaters Parchim.

Sonntag, 10. Oktober, Lese zum Thema Pro!

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

gern wird Schreibenden vorgeworfen, sie seien vor allem dagegen. Ihre Berufung sei es, immer schön aus der Distanz zu nölen und die schmale Literatenbrust hinter den Dornenhecken schöner Worte zu verbergen… Das ist falsch. Jedenfalls am kommenden Sonntag. Da ist „Pro!“. Da ist dafür, da ist mit und dran und mitten drin. „Pro!“ ist das Manifest der Lesebühne „Schmalz und Marmelade“ für den kommenden Oktobersonntag. „Pro!“ ist positiv und potenziell poetisch. „Pro!“ ist lokal-patriotisch wie unser Hang zum Freischütz, „Pro!“ ist Profit, Produktivität und Prokrastination. „Pro!“ ist die Poolposition im Schwimmhallenstreit und Produkt der Protagonisten von Schmalz und Marmelade. „Pro!“ ist Dada, nur prositiv.

Sonntag, 10. Oktober, Zum Freischütz, Am Ziegenmarkt in Schwerin
11.30 Uhr – Frühstück mit Schmalz und Marmelade
12 Uhr – Frühlese für Spätaufsteher

Gast: Lutz Dettmann

Lutz Dettmann ist sicher vielen von Ihnen, liebe Lesenden, ein Begriff – „Tiefenkontrolle“ heißt sein jüngstes Buch, „Wer die Beatles nicht kennt“ und „Sommertage in Estland – Aufzeichnungen einer Reise” seine Veröffentlichungen davor. Lutz Dettmann vermisst beruflich die Welt, weniger sehnsuchtsvoll als vielmehr mit GPS und Lasertechnik und schreibt Reiseberichte, Romane, Kurzgeschichten und Drehbücher.

Auf der Lesebühne wird Lutz Dettmann neue Texte vorstellen – wir sind sehr gespannt.

Weitere Infos zu Lutz Dettmann: http://www.lutzdettmann.de

Apropos pro… Als ich unlängst meinen 80-jährigen Großvater besuchte, stand der mit Meißel, Hammer und Trennschleifer am massiven Stahlgerüst der Kreissäge. Die hatte er vor vielen Jahren selbst zusammen geschweißt und zum Transport hatte die Säge Räder bekommen, an der Stirnseite – zwei Räder. An der anderen waren Einschübe für Stahlstangen, die dienten als Griffe – wie eine Schubkarre ließ sich das Monster so bewegen. Jedenfalls von Menschen, die von Feldarbeit gestählt auch dann nicht ins Schwitzen kommen, wenn sie einen Nachmittag lang Baumstämme zu Brennholz zerkleinern.

Das mit den Rädern hinten, das sei nicht so glücklich, hatte mein Großvater nun nach 25 Jahren aber festgestellt und war dabei, die achstragenden Winkeleisen hinten abzukloppen, um sie danach mittig wieder anschweißen zu können. Als ich meine Hilfe anbot, deutete Großvaddern nur auf den Vorschlaghammer, sagte dann aber vorsichtshalber dazu – “Is schwer”. Und nachdem ich zwei, dreimal gekloppt hatte, guckte er mitleidig, nahm mir den Hammer aus der Hand und nach wenigen Minuten war alles erledigt. “Is kein Komm-Puter nich, is was mit Muskeln”, sachte Opa mitleidig und ging Kaffee kochen. Da musste ich an Pro! denken, wie Profi und Pro! wie produktiv und gleich noch einmal, als mir beim Versuch, wenigstens das zweite Winkeleisen selbstständig vom Gerüst zu trennen, der Hammer aus der Hand rutschte und im Garagentor eine mächtige Beule hinterließ.

Ich befürchte, es war wiederum Mitleid, als Großvaddern mich später bat, ihm das Radio richtig einzustellen. So von wegen Erfolgserlebnis. War halt mal Chef, der Mann und als Chef musste er wissen: Erfolg tut Not, damit die Motivation nicht erlahmt.

Was das für Sie bedeutet und für den Sonntag?

Weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber ich bin sicher, Sie werdens herausfinden. Im Freischütz – am 10. Oktober. Mit Christin Neuber, Max Darsow, Herrn ivalo, Andersen Storm und mir, dem Herrn thom* Bei Schmalz, Marmelade, Milchkaffee und Brause. Den Garten können Sie ein andermal winterfest machen.

Wir freuen uns auf Sie,

i.A. Herr thom*

PS: Neulich an der Haltestelle hat einer gesagt: “Baden gegangen ist die Stadt auch schon ohne neue Schwimmhalle.” Fand ich erzählenswert.
PSPS: Diese Ankündigung bis zu Ende gelesen zu haben, entbindet Sie nicht von der Verpflichtung, am Sonntag bei uns zu sein!
PSPSPS: Schmalz und Marmelade wird unterstützt von ja! Natürliches Mineralwasser. Alle Texte wurden ermöglicht von ja! Buchstabensuppe.
PSPSPSPS: Haben Sie schonmal im Freischütz Mittag gegessen? Nur zu!
PSPSPSPSPS: Wenn Sie diese Lese zweimal genießen möchten, so ist das möglich. Am 10. Oktober im Freischütz – am 16. November, 19 Uhr, im Landestheater Parchim. Da sind wir jetzt öfter. Im Januar zum Beispiel und im März und im Mai!

Sonntag: Schmalz und Marmelade zum Thema “Wieder da!”

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

wir sind gar nicht weg. Ganz im Gegenteil: Die Lesebühne Schmalz und Marmelade ist wieder da. Und wir sind da ja nicht die Einzigen – der Winter zum Beispiel, der ist ja auch wieder da und all die Urlauber, die waren erst weg, ihre Arbeitsplätze waren verwaist, die sind jetzt auch wieder da und wenn ich mal so einen Seitenblick in die Stadtpolitik werfe, dann sind auch dort all die Akteure wieder da, paulen sich an und fordern dann Entschuldigungen voneinander – alle, alle sind wieder da und so haben wir uns schlicht von der Tatsache “Wieder da!” inspirieren lassen.

Und weil manchmal das Naheliegenste eben auch das Beste ist, heißt unsere Lese am kommenden Sonntag:

Wieder da!
Schmalz und Marmelade im Lokal Zum Freischütz am Ziegenmarkt

Sonntag, 12. September
11.30 Uhr Frühstück mit Schmalz und Marmelade
12 Uhr Frühlese für Spätaufsteher

Auf einen Gast verzichten wir in diesem Fall, denn wir möchten Ihnen zwei neue Lesebühnen-Protagonisten vorstellen: Christin Neuber und Max Darsow werden in dieser Saison dabei sein – das freut uns mächtig. Die beiden sind aufs Charmanteste bühnensicher – als Mitglieder der Theatergruppe am Goethe-Gymnasium sind sie die zarte Luft öffentlicher Auftritte gewöhnt und beide sind überaus feine Texter – wer sie bei der Lesung im Jugendprojekt Mein Block erlebt hat, wird das wissen.

Und deshalb wollen wir auch gar nicht lange um den heißen Brei reden, wir sehen uns am Sonntag zu Schmalz und Marmelade, zu Literatur, Gebrauchspoesie, Liedern, Faxen und Kram.

Bis dann!

i.A Herr thom*

PS: Im Juni 2011 wird Schmalz und Marmelade fünf Jahre alt. Wir feiern am 19. Juni mit Ihnen im Schleswig-Holstein-Haus, ja?

PSPS: Fünf Jahre – das ist echt ne lange Zeit.

PSPSPS: Wir eröffnen eine Filiale in Parchim: 1. Vorstellung am Dienstag, 21. September, 19 Uhr, Theatergaststätte im Landestheater – und von da an alle zwei Monate – Lesebühnen-Rock´n Roll in Parchim

PSPSPSPS: Wir twittern – www.twitter.com/schmaluma – wenn auch selten, wir hängen bei Facebook rum und befüllen nun, da die Saison beginnt, auch unser Blog unter www.schmalzundmarmela.de wieder regelmäßig.

PSPSPSPSPS: Diese Mail erscheint nicht in 3D. Sollten Sie Probleme mit roten oder grünen Schatten an den Buchstabenrändern haben, überprüfen Sie Ihre Beleuchtungsanlage oder fragen Sie Ihren Augenarzt oder Apotheker.

Sonntag: Die Lese “Wiedergänger” im Capitol

ivalo als Wiedergänger

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

wenn meine Großmutter uns Kinder durch die Felder spazieren sah, warnte sie uns mit steter Regelmäßigkeit vor der Kornmume. Eine alte Frau stellte ich mir dann vor, die Acht gab auf den Weizen, die Gerste den Roggen, was eben so wuchs hinter dem Haus im Dorf am Ende der Straße. Das Gesicht für die Kornmume lieh ich mir bei unserer Nachbarin. Die hatte noch Reisig auf dem Rücken aus dem Wald geschleppt für den kleinen Ofen in der Küche und gleich neben ihrem Wohnzimmer lebten Kücken unter Rotlichtlampen. Das Kleid der Kornmume nahm ich aus Illustrationen der Märchenbücher – die waren in altdeutscher Schrift gedruckt und zerfleddert, wie so manches Gemüt, das – wie das Märchenbuch – die große Wanderschaft vom Stettiner Haff in die Mecklenburger Ackerlandschaft überstanden hatte. “Die hat das zweite Gesicht”, sagte meine Großmutter über die Kornmume, ob sie die Alte je “Wiedergänger” genannt hat, weiß ich nicht mehr. Spielt eigentlich auch keine Rolle, denn die Lese am kommenden Sonntag ist weniger von der Geschichte der Kornmume, als vielmehr von schlecht geschminkten Zombies und Raumschiffen an Angelsehne inspiriert. Von improvisiertem Grauen, könnte man sagen, wenn man noch etwas sagen wollte dazu.

Das war nun schon wieder viel Text, bevor wir endlich einmal zum Punkt kommen. Ich verstehe, Sie wollen Fakten.

Schmalz und Marmelade – Wiedergänger
Die Lese im Kino Capitol

Sonntag, 11. April, 12 Uhr – Eintritt frei

Gast: Martin Sancassani
Musik: Carsten Stotco und das Peter-Olejko-Trio

Martin Sancassani ist einer der Menschen, die man, hat man sie einmal getroffen, nicht mehr vergisst. Martin kann Geschichten erzählen, ganz eigenwillig und konsequent an jedem Zeitgeist vorbei, Martin Sancassani kann Gitarren bauen aus Zigarrenkisten und darauf spielen – die größten Songs der Weltmusikgeschichte in Versionen, die immer etwas nach den frühen Velvet Underground klingen. Und Martin schmeißt die Haartolle immer so toll zur Seite. Auch das ist sehr, sehr einprägsam. Und nicht zuletzt hat Martin in den ach so kalten 80ern Musik gemacht – ziemlich erfolgreich. In einer Aufzeichnung der Musiksendung “Formel 1″ hab ich ihn neulich gesehen und war so irritiert wie angetan.

Etwas zu Carsten Stotco zu schreiben, ist in diesem Kontext ja schon fast unnötig. In unserer Radio-Show Hundamat war er der Musikredakteur, auf unserer CD hat er markante Spuren hinterlassen und wer ihn einmal mit seinem Damien-Rice-Programm gehört hat, ist nicht nur den Songs, sondern auch Carsten und seiner musikalischen Partnerin Elisa Hartwig verfallen. Diesmal hat er sich das Peter-Olejko-Trio an die Seite geholt – als Schweriner ist einem der Name Olejko sicher schon untergekommen – und sicher, sicher, sicher im Zusammenhang mit fein gespielter Musik. Carsten und das Trio haben beschlossen, uns zu überraschen und damit auch Sie – seien wir also zusammen gespannt auf das, was da wird.

Wir setzen mit dieser Lese – Sie haben es bemerkt – die Partnerschaft mit dem Schweriner Kino Capitol fort. Zum dritten mal sind wir zu Gast in einem Kino, das wir alle sehr schätzen, ob seiner kleinen, feinen Aktionen wie zum Beispiel dem “Kino für Fortgeschrittene”, aber vor allem wohl, weil es ein Kino ist, wie ein Kino sein soll: Mit einem großen Saal, der Geschichte hat und Leuten, denen diese Geschichte nicht egal ist. Trotz Dolby-Faxen und HD-Hightech-Schnickschnack.

Vielleicht haben Sie den Herrn ivalo, der da oben so böse vom Foto grient, ja auch schon auf unserem Plakat entdeckt. Das Foto stammt wie stets aus den Händen und der Kamera von Ulli Wille – das Plakat gestaltet hat das Büro für visuelle Gestaltung Maik Gleitsmann. Den Herrn ivalo derart übel zugerichtet hat mit kunstvollem Pinselstrich die Maskenbildnerin Soraya Stabenow.

So, ich denke damit hätten wir alles beieinander – nur Sie fehlen noch. Sie werden es gemütlich haben im Capitol, Sie werden umsorgt und bespaßt, insofern gibts eigentlich keinen Grund, den Sonntagmittag anderweitig zu verplanen. Ein Tipp noch: Frühstücken Sie doch einfach spät, dann schmeckt nach 14 Uhr das späte Mittag nebenan im Zeppelin nochmal so gut – wir werden dort in jedem Fall den Nachmittag in freundlicher Runde einläuten.

“Bis Sonntag also!”, rufen wir Ihnen zu und wenn Sie durch die Saat auf den Feldern stapfen, denken Sie an meine Großmutter – sie war eine weise Frau, an der Geschichte von der Kornmume muss also etwas dran sein.

i.A. thom*

PS: Schmalz und Marmelade wird Ihnen präsentiert vom Alten Friedhof Schwerin – dem Ort für chefmäßiges Rumliegen unter spitzenmäßigen Bäumen.
PSPS: Sie haben diese Mail bekommen, weil es irgendwann einmal so sein sollte. Sollte es nicht mehr so sein, sagen Sie kurz Bescheid.
PSPSPS: Am 30. April eröffnen wir das Filmfest, am 1. Mai sind wir im Landestheater Parchim. Jucheh!
PSPSPSPS: Schmalz und Marmelade distanziert sich von Gerüchten, eine Schweriner Lesebühne wolle die Weltherrschaft an sich reißen.

Sonntag, 14. Februar: Schmalz und Marmelade startet “Radio Hundamat”

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

nachdem sich die Schweriner Lesebühne Schmalz und Marmelade nun lange acht Wochen unter dem Tiefschnee versteckt hielt, rattert und klappert sie nun wieder, die große Lesebühnenuntermaschinerie. Und Sie, liebe Freunde, Kollegen, Mitstreiter und Teilzeittextgenießer sind herzlich eingeladen dabei zu sein:

Schmalz und Marmelade – die Frühlese für Spätaufsteher
Sonntag, 14. Februar – Freischütz am Ziegenmarkt

Thema: RadioGaGa
Gast: Siv Stippekohl
Spezialgast: Frau jules
Musikalische Leitung: Carsten Stotco

Dass wir ein gewisses Sendungsbewusstsein mitbringen, das haben Sie sicher in den vergangenen Jahren bemerkt. Sonst hätten Sie ja von uns nie gehört, im stillen Kämmerlein hätten wir gesessen und keinen Buchstaben hätten wir in die Welt geschickt. Nun aber soll Butter bei die Fische kommen und das Wort “Sendungsbewusstsein” soll neu definiert sein. Das Orchester bitte!

Begrüßen Sie mit uns den neuen Stern am Rundfunkhimmel: Tusch!

Radio Hundamat geht auf Sendung. Radio Hundamat, Ihr Lokalradio vom Ziegenmarkt – live und ungeschnitten, mit dem Neuesten aus der Region, dem Wichtigsten aus der Welt. Mit allen Blitzern, allen Staus, mit allen wichtigen Leuten vor und hinter den Mikrofonen, mit Tipps, Tricks und allen nur denkbaren Lebens- und Überlebenshilfen. Und natürlich: mit allen Hits der 10er, 20er, 30er, 40er, 50er, 60er, 70er, 80er, 90er, 00er Jahre und allen Songs, die übermorgen Evergreens sein werden. Schalten Sie ein: Radio Hundamat, Ihr Lokalradio vom Ziegenmarkt. Am 14. Februar, 12 Uhr, live aus dem Freischütz am Ziegenmarkt. Stay tuned!

Zu unserem Gast: Siv Stippekohl ist Redakteurin bei NDR1 Radio MV – bei Schmalz und Marmelade ist sie zu Gast mit ihrem Buch “Grenzenlos im Norden – Menschen und der Mauerfall”. Darin versammelt sind die kleinen, die persönlichen und oft nahezu unglaublichen Geschichten rund um die politische Wende 1989. Siv Stippekohl hat aus unzähligen Interviews mit Zeitzeugen die bemerkenswertesten Begebenheiten herausgesucht und zu Geschichten geformt, sprachlich wie dramaturgisch fein und sorgsam bearbeitet. In der Schmalz-und-Marmelade-Produktion “Radio Hundamat” wird sie einige dieser Geschichten in der Sendung “Das gute Buch” vorstellen.

Besonders freuen wir uns aber auch darüber, dass Frau jules ihr Schweizer Exil für ein paar Wochen verlassen hat, um mit uns auf die Bühne zu gehen. Jippie!

Die musikalische Leitung bei Radio Hundamat hat Carsten Stotco übernommen. Er hat die komplexen Testfelder professioneller Radiogestaltung nicht gescheut und wird über ihren Köpfen ein Füllhorn musikalischer Hochgenüsse ausschütten.

Wer nicht kommt ist nicht da und macht uns traurig. Dann dauert der Winter noch bis in den April.

Mit hochfrequenten Grüßen,

i.A. thom* – Chefredakteur der Kulturredaktion bei Schmalz und Marmelade, Abteilung “Das gute Buch”

PS: Wer die CD “Ihr Klatschen auf CD” kennt, weiß, wo der Name “Hundamat” herkommt.
PSPS: Wer die CD “Ihr Klatschen auf CD” nicht kennt, kann sie hier auf der Seite bestellen.
PSPSPSPS: Schmalz und Marmelade wird ohne Zugabe von Nanopartikeln hergestellt.

Sonntag: Schmalz und Marmelade feiert den 3. Advent

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

zuerst die Fakten – damit ja nichts durcheinander geht:

Schmalz und Marmelade, die Schweriner Lesebühne, feiert Advent

Wann: Sonntag, 13. Dezember, 12 Uhr
Wo: Zum Freischütz – Ziegenmarkt – Schwerin
Thema: Advent, Advent
Gäste: Spieler der Theatergruppe am Goethe-Gymnasium

Nun aber fix die Schleifchen ums Faktenpaket geschnürt:

Als sei sie nicht wunderlich genug – diese Weihnachtsmaschine mit ihren Spekulatiusrädchen, ihren Schokoladenhebelchen und Mandelnieten, die da Stimmung produziert weil sie in die Maschinenhallenwelt Last Christmas sumselt und Lebkuchenmänner stampft und Zimt in die Luft schleudert, Zimt, der sich nach den Rezepten zweifelhafter Sterneköche sogar in Bratensoße wiederfindet – als sei diese Weihnachtsmaschine selbst nicht genug an Skurrilität, setzen sich nun auch noch drei Alltagspoeten, drei Halbtagslyriker, drei Butzenscheibenschreiber ans Steuerpult.

Zur Adventslese im Schweriner Lokal zum Freischütz treiben sich Gäste und Protagonisten der Lesebühne Schmalz und Marmelade gegenseitig durch Weihnachtsfrust und Festtagszauber und lassen dabei ihrer eigenen Unentschiedenheit freien Lauf. Ganz in der Vermutung, nicht allein zu sein in dieser Vorweihnachtszerrissenheit.

Und weil Weihnachten ja eines der wenigen Familienfeste ist, bei denen sich auch der halbwüchsigste Nachkomme nicht erdreisten kann, fern zu bleiben, oder nach zwei Höflichkeitssätzen das Geschehen in Richtung Bushaltestelle zu verlassen, verstärkt diesmal die geballte Kreativität junger Menschen die Adventslese:

Taggs – das ist die Theatergruppe am Goethe-Gymnasium in Schwerin, ihr ist die Schmalz-und-Marmelade-Mitgründerin Frau jules einst entstiegen, Taggs jedenfalls wird an diesem Sonntag, dem 13. die Lese nicht nur eröffnen, die jungen Spielerinnen und Spieler werden auch mittendrin Märchen erzählen, wie sie bisher noch auf keiner Bühne gesehen wurden. Das wird absurd und schräg und respektlos und – bitte Sitzkissen mitbringen – etwas enger als sonst. Aber gemeinsam werden wir die Sache schon schaukeln und einen Advent herbeilesen, dass die Weihnachtsmarktveranstalter neidisch würden, wüssten sie davon.

Wir freuen uns auf Taggs, auf den Freischütz, auf den Advent und die Geschenke und auf Sie und eine kleine Ankündigung wo immer es passt, geblogt, gedruckt, durch den Äther gejagt, auf Flyern verteilt und schlicht Mund-zu-Mund erzählt und sagen Hohoho,

i.A. Herr thom*

PS: Wieder einmal mussten wir den Newsletterversendungsroboter bemühen. Wir hoffen, er zickt nicht.

PSPS: Bis hier gelesen zu haben befreit nicht von der Verpflichtung zu erscheinen.

PSPSPS: Sollten Sie gerne kommen wollen, aber nicht können können, können Sie erst wieder im Februar Schmalz und Marmelade mampfen.

Twitter: www.twitter.com/schmaluma
SuM-Bilderdienst – mit Dank an Uli Wille

Zum Freischütz: www.zum-freischuetz.de
Theatergruppe Taggs: www.taggs-schwerin.de


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