<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Schmalz und Marmelade &#187; Marmelade</title>
	<atom:link href="http://www.schmalzundmarmela.de/category/marmelade/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.schmalzundmarmela.de</link>
	<description>Die Frühlese für Spätaufsteher in Schwerin</description>
	<lastBuildDate>Mon, 20 Jun 2011 20:07:00 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Sonderlese: 15. Mai, 12 Uhr  Drisbeth, Gartencafé Sonntagsgrün</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/05/05/sonderlese-15-mai-12-uhr-drisbeth-gartencafe-sonntagsgrun/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/05/05/sonderlese-15-mai-12-uhr-drisbeth-gartencafe-sonntagsgrun/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 May 2011 16:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1335</guid>
		<description><![CDATA[Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
wir haben einen wunderbaren Ort ausgemacht, den wir gern mit Ihnen teilen möchten: das Café Sonntagsgrün in Drisbeth. Dort residiert, serviert, sät, pflanzt, erntet, lebt und genießt die ausgewiesene Gartenexpertin und Journalistin Beate Schöttke-Penke und sie lädt gern sich Gäste ein. In ihr Café Sonntagsgrün, das wir am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],</p>
<p>wir haben einen wunderbaren Ort ausgemacht, den wir gern mit Ihnen teilen möchten: das <a href="http://www.sonntagsgruen.de/">Café Sonntagsgrün in Drisbeth</a>. Dort residiert, serviert, sät, pflanzt, erntet, lebt und genießt die ausgewiesene Gartenexpertin und Journalistin Beate Schöttke-Penke und sie lädt gern sich Gäste ein. In ihr Café Sonntagsgrün, das wir am 15. Mai auch zu dem Ihren machen wollen. Mit Lesung, mit Suppe und Kaffee, mit Lauf-Enten in Sichtweite zwischen Backsteinhaus, Gartenteich und Streuobstwiese. </p>
<p><strong>Schmalz und Marmelade lädt Sie ein ins Gartencafé Sonntagsgrün</strong></p>
<p><strong>Wann?</strong><br />
Am Sonntag, dem 15. Mai</p>
<p><strong>Wann genau?</strong><br />
Um 11.30 Uhr gibts Mittag mit Antipasti und Suppe &#8211; um 12 wird losgelesen</p>
<p><strong>Wer liest was?</strong><br />
Beate Schöttke-Penke und Christian Lehsten stellen ihr Buch vor: <a href="http://www.amazon.de/Ein-stimmungsvoller-Rosengarten-Romantisch-eingebettet/dp/3421037981/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1296069008&#038;sr=8-1">&#8220;Ein stimmungsvoller Rosengarten: Romantisch eingebettet in die Landschaft&#8221;</a><br />
Schmalz und Marmelade liest das Beste aus den vergangenen fünf Jahren.</p>
<p><strong>Wie kommen wir da hin?</strong><br />
Am schnellsten sind Sie natürlich mit dem Auto &#8211; <a href="http://www.sonntagsgruen.de/anfahrt.html">hier sagt Ihnen Google, wo Sie hin müssen.</a></p>
<p>Wenn allerdings das Wetter mitspielt und das hoffen wir natürlich, dann wollen wir mit dem Rad nach Drisbeth. Vielleicht wollen Sie ja mit? Ob die Radtour stattfindet, oder nicht, wo wir uns treffen und wo wir langfahren, das sagen wir Ihnen allerspätestens am 14. Mai, wenn der Wetterbericht zuverlässig ist &#8211; dann wiederum mit einem Newsletter und natürlich im Blog auf <a href="http://www.schmalzundmarmela.de">www.schmalzundmarmela.de</a></p>
<p>Wir freuen uns auf Sie, auf den Garten in Drisbeth, auf das Buch und den Kaffee und wir hoffen, es geht Ihnen genauso.</p>
<p>Bis zum 15. Mai!</p>
<p>i.A. Herr thom*</p>
<p>PS: Ganz unverblümt möchten wir Ihnen noch sagen, dass Sie das beste Lesebühnenpublikum sind. Ehrlich. Das allerbeste. Klug, aufmerksam, treu, liebevoll, klatscherprobt. Und&#8230;. Da gibt es aber noch etwas, dass wir sagen wollen: Es wird die vorletzte Lesung von Schmalz und Marmelade sein und wir wollen uns mit dieser Gartenlese in Drisbeth im kleinen Kreis von Ihnen verabschieden. Im hoffentlich großen Kreis tun wir das ja dann mit einer Fete namens &#8220;Basta!&#8221;, mit Musik, Büfett, Literatur, Faxen und Kram, am 19. Juni, im Schleswig-Holstein-Haus! Nun aber nicht den Kopf hängen lassen, fünf jahre sind eine lange Zeit und Sie wissen ja: Blaukraut bleibt Brautkleid und Schmalz bleibt Marmelade. Oder so ähnlich. Insofern: Bitte beide Termine in den Kalender und zwei letzte Male feiern mit Schmalz und Marmelade: 15. Mai, Drisbeth, 19. Juni, Schleswig-Holstein-Haus. Bis dann!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/05/05/sonderlese-15-mai-12-uhr-drisbeth-gartencafe-sonntagsgrun/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rot-Weiß: Tini las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-tini-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-tini-las/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 14:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1320</guid>
		<description><![CDATA[Frau K.
Rot-Weiß
Pommesglück

Frau K.
Es ist so ein warmes, prickelndes Gefühl in mir. So in die Knie zwingend und aufstoßend und mich schüttelnd kriecht es erst allmählich brodelnd meine Speiseröhre hoch, wird schneller und schießt schließlich als Schwall aus mir heraus. Jetzt liegt es als sie beschämt in unserem dunklen Hausflur vor mir. Und ich brülle: „Du!“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frau K.</p>
<p>Rot-Weiß</p>
<p>Pommesglück</strong></p>
<p><span id="more-1320"></span></p>
<p><strong>Frau K.</strong><br />
Es ist so ein warmes, prickelndes Gefühl in mir. So in die Knie zwingend und aufstoßend und mich schüttelnd kriecht es erst allmählich brodelnd meine Speiseröhre hoch, wird schneller und schießt schließlich als Schwall aus mir heraus. Jetzt liegt es als sie beschämt in unserem dunklen Hausflur vor mir. Und ich brülle: „Du!“ es blickt mich schulbewusst an „Du&#8212; Du komisches Gefühl! Endlich bist du raus.“ Guter Einstieg, ja, weiter so. „Du bist hier, weil ich ein Wörtchen mit dir reden will.“ Genau. „Du&#8212;fühlst dich komisch an!“<br />
Zuerst scheint sie wenigstens noch irritiert, aber ihr Blick ernüchtert sich zunehmend, im Gegensatz zu mir. Mist. Jetzt ist mir das schon wieder peinlich. Jetzt stehen wir beide  beschämt da. „Weißt du-aus meiner Position – bist du auch nicht ganz angenehm.“ Das geht aber zu weit. Ich greife zurück zu meinem roten Faden und schwinge mich daran weiter durch den verworrenen Urwald meines alkoholisierten Denkens. „Ich wollte dir nämlich mal sagen, dass das so nicht weitergeht. Ehrlich. Du musst dich entscheiden. Rauf oder Runter? Das ist wie Links oder Rechts und… Wein oder Bier und Schwarz oder Grün! Ich meine, da geht nur eins, und je länger du wartest, desto schmerzhafter wird beides.“<br />
Ihr  Blick sagt mir, das sie weiß das ich nicht weiß wohin, sie es aber weiß und sie weiß, dass ich weiß dass sie es weiß und weiß das ich es nicht von ihr wissen möchte. Oder so. Auf jeden Fall mach ich weiter: „Ja ich meine damit…“<br />
„Es ist mir klar, was Sie meinen.“ Hey, das wusste ich nicht. „Jetzt würde ich gern mal was sagen.“ Na ja, Gespräch sind ja immer zwei. Und angefangen hat sie jetzt sowieso auch schon. „ Ich weiß nur noch nicht, wie ich es anfangen soll.“ Man könnte meinen, dass sollte ihr bei ihrem Anblick doch egal sein. „Ich muss doch wohl bitten.“ Hab ich das laut gesagt? „Sie reden schon die ganze Zeit  ohne- verzeihen Sie &#8211; einen Ansatz des Denkens zu zeigen. Aber der Einstieg ist gut, vielen Dank. Sehen Sie uns doch mal an; wir haben viel gemeinsam nicht?“ Das geht jetzt aber…. „Ich meine es doch folgendermaßen: wir sind doch gerade beide nichts Halbes und nichts Ganzes, nicht wahr? Wir beide sind der trübe braune Alltagsbrei, der zwischen rauf und runter hin- und her zuckt. Und wissen Sie – ich habe beschlossen, ich ändere mich. Ich möchte anders sein.“<br />
„Soll ich Waldi holen? Wenn der dich aufschlabbert und erbricht, schaust du ganz bestimmt anders aus…“ Sie rümpft hörbar die Nase: „Ich meinte eigentlich nicht diese Art von Anders. Ich möchte raus in die Welt und etwas Erzählenswertes  erleben, anstatt in ihrer Magenhöhle eingesäuert und verdaut zu werden. Ich möchte nach Südamerika,  Schiff fahren, an den Nordpol! Ich &#8212;ich möchte Geschichtenschreiber werden. Und dafür reichen Sie mir nicht aus, tut mir Leid.“<br />
Auf die Gefahr, schon wieder prollig zu sein, muss eines mal gesagt werden: du bist meine Kotze! „Dessen bin ich mir durchaus bewusst; doch ich habe befunden, dass ich mich davon nicht hindern lasse, das zu tun, was ich mir wünsche.“<br />
Aus, Vorbei, Tiefpunkt. Nicht mal sie hat Bock auf mich. „Ach kommen Sie“ tröstet sie mich, ich hab offensichtlich schon wieder laut gedacht, „ Nehmen Sie es nicht so hart. Morgen sieht alles bestimmt anders aus, Sie sind jetzt ja noch völlig ausgetrocknet und bleich. Und &#8211; m-hüm“ hüstelt sie verlegen, „sie haben da noch etwas von mir im Gesicht. M-hüm. Nun ja.“<br />
Sie steht auf und blickt prüfend zum Hutständer, von dem sie sich schließlich Omas abgewetzten altrosa Damenhut mit Plastikstreublümchen greift und aufsetzt, dann geht sie in Richtung Tür. „Wenn Sie mich in nächster Zeit treffen sollten, wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mich Frau K. nennen und  Siezen könnten.“  Ich nicke nur noch, aber ein bisschen stolz. Ich meine, wer wird mir schon glauben, was für höfliche und intellektuelle Kotze ich habe? „Dankeschön.“ sagt sie. Mist.<br />
Sie steht schon in der Tür, doch da dreht sie sich nochmal um und betrachtet mich sehr genau. „Denken Sie daran“ sagt sie eindringlich, „Man sieht sich immer zweimal!“<br />
Und so ist sie durch die Tür verschwunden.</p>
<p><strong>Rot-Weiß</strong><br />
Sie ist wunderschön, einfach mit ihrer Anwesenheit.<br />
So herausragend aus der grün-grauen Landmasse von vertrockneten Grasbüscheln und verbrannter Erde, in der sie steht, schillernd von Farbe. Vielleicht schon etwas älter, aber ehrlich gesagt macht sie das nur noch eingängiger, attraktiver und sogar ein bisschen autoritär. Sie ist nicht irgendeine, sie ist die. Einzig. Wahre. Schranke.</p>
<p>Aber er will an ihr vorbei. Sie endlich hinter sich lassen. Schluss machen. Abhauen.<br />
Und dafür gilt es allen Charme und Wortwitz zu versprühen, obwohl das sowieso an diesen  Altmetallteilen abzuprallen scheint. Die müssen einfach um jeden Preis den Anschein irgendeiner unnötigen Ehrwürdigkeit zu wahren und sind dabei nur extrem hochnäsig und eingebildet. Und wehe man kommt ihnen auch nur ein Müh falsch. Da ist man für die nächsten fünf Jahre weg vom Fenster.<br />
Und jetzt das hier. Aber er kann nicht mehr anders.<br />
Er holt lange und bedeutungsschwanger Luft. Sein Lungenvolumen vervierfacht sich und sein Hemdknopf wackelt schon gefährlich, er lässt den Augenblick der Stille stehen, um diese unglaublich überzeugende Atmosphäre einzufangen – jetzt setzt er seinen vertrauenswürdigsten und zugleich ernsten Blick und sein allerbreitestes Lächeln auf, sein Mund öffnet sich und er bietet es ihr dar wie auf Silber:„Bitte.“<br />
Der Hauch des Wortes hängt kurz und schön als leichte Brise der Hoffnung in der Luft. Er kann es spüren – jetzt wird sie es sagen und dann wird er &#8211;<br />
„Nein.“<br />
Wusste er. Als wenn eine Schranke jemals etwas Anderes beim ersten Mal rausbrächte.<br />
„Oh bitte!“ säuselt er. „Nein.“ „Es ist aber absolut-“ „Nein.“ „Und wenn-“ „N-E-I-N.“ „Und wenn ich kein Nein verstehe?“ „Niemals.“<br />
Er heuchelt ein falsches Lachen über seine aufsteigende Wut. Das die auch  immer so starrköpfig sein müssen.<br />
„Ich weiß genau, wohinter du her bist.“<br />
 Aha.<br />
„Ich sehe doch, wie du sie anstierst.“ Oh, sie weiß es tatsächlich. Und er hatte angenommen, die gucken niemals hinter sich, was ein Reinfall. Doch leugnen will er jetzt auch nicht mehr: Hinter ihr steht: DIE ANDERE.<br />
Die Figur eines weit entfernten und jetzt so greifbar nahen Traumes, so wonniglich rund und wohl geformt, so eindeutig, handfest und unumstößlich, unverrückbar in all der porzellanenen Schönheit. Straffes, weißes Diensthemd, schwarze bürokratisch anmutende Hose. Blond; natürlich, mit Locken deren Kringel Abenteuer in die Luft schreiben, dabei die Arme in die Hüfte gestemmt, die Ellenbogen scheinbar schon in Richtung des Vollzuges deutend, aber er darf jetzt nicht sabbern. Die Brille zwinkernd auf der Nase ein wenig vorgerückt und mit langen Wimpern klimpernd steht dort:<br />
Agentin U.N.G.<br />
Fräulein Agentin Versuch U.N.G. Ein Fräulein, vor dem kein Kraut gewachsen ist – und eigentlich auch keine Schranke wachsen sollte. „Ja“ legt die Schranke jetzt spitz ein, „ du geiferst schon vor Lust du unersättlicher Lümmel, aber ich bin eine SCHRANKE. S-C-H-R-A-N-K-E. An mir gibt’s keine Schlupflöcher, keine Ausnahmen, kein Weg vorbei. Haha.Ha.“<br />
Ihr tonloses Lachen klingt wie Drahtbürstenschrubben und es sagt ihm alles.<br />
Sie ist eifersüchtig. Niedlich. Nein – Bösartig! Gnade! Wer von einer Schranke verdächtigt wird, ist praktisch  schon vom bürokratischen Dschihad gefressen. Soviel hatte er während dieser Beziehung gelernt. Und der bürokratische Dschihad ist groß. Und Mächtig. Und Grau. Und voller Formulare. Er beginnt zu winseln.<br />
Die Arme in die Luft werfend reißt er sich zu Boden und wühlt und wälzt sich im Dreck, während er schreienderweise klagt: „Ich Unheiliger! Ich Ignorant! Habe mich verleiten lassen, obwohl ich dich doch bereits vor mir habe, ich unterwürdigestes Gekreuch aus Mutter Erde Schoß!“<br />
„Nun..“ will Schranke anfangen.<br />
„Nein. Ich weiß, was zu tun ist.“<br />
Das überrascht sie. „Was denn?“<br />
Versteckt holt er tief Luft, denkt ein letztes Stoßgebet und vergräbt dann sein Gesicht tief und lange im Matsch. Sehr lange. Seine Lungenflügel biegen sich unter dem hin-und her zuckenden Kohlendioxid, das sich verzweifelt einen Ausweg sucht. Komm schon murmelt er lautlos. Mit jeder Sekunde wächst das Gas in seiner Brust zu einen noch größerem Ungetüm. Komm…<br />
Ein unsicheres Hüsteln und dann: Erlösung. „Du-kannst jetzt wieder hochkommen…Ähm…wenn du noch lebst.“ Das Gasmonster brüllt triumphierend und leitet so den schwersten Teil der Inszenierung ein: Er zwingt sich, das Gesicht in langsamster Slow Motion zu heben und das Riesentier nicht abprubt aus und sofort ein Neues einbrechen zu lassen; tröpfchenweise lässt er das Tier schrumpfen, mit jedem Millimeter nach oben und lässt  das neue wachsen, bis er auf einer wahrhaft eindrucksvollen, sinntragenden  Höhe ist: zwei Zentimeter über dem Schlamm.<br />
Jetzt muss er etwas Sagen und es muss das richtige sein, etwas, das nur Gnade als mögliche Gefühlsregung zulässt &#8211; es muss episch sein, zugleich natürlich und irgendwie vertraut, dezent heroisch, mit ein wenig Einsamkeit in der Formulierung, einer Spatelspitze Pathos und vor allem REUE&#8212;-<br />
„Mit Toten spricht man nicht.“ sagt er und will seinen Worten hinterher schreien, dass sie zurückkommen sollen. Jetzt wird der Dschihad kommen und ihn schlucken, und er wird nie wieder frei sein, denn mit so einem Spruch ist nicht mal ein Baustein zu überzeugen.<br />
„Nun“ hüstelte die Schranke ein wenig eingeschüchtert „man muss ja nicht gleich.“ Sie bricht ab, offensichtlich platzend vor Stolz.<br />
Das ist unfassbar, denkt er, so unfassbar &#8212; beschränkt.<br />
„ Nun ja.“ sagte die Schranke noch mal, „Ich bin ja auch nur eine Schranke, nicht? Aber für uns Schranken gibt es nun einmal nur zwei Möglichkeiten: Man verehrt oder bricht uns.<br />
„AHA!<br />
„Wie?“<br />
Krchnkrachknorzquietschnuauffschrrachtonk.</p>
<p>Und er steigt über die Trümmer<br />
Nun wird er leben wie noch nie<br />
Wo und wie er hat kein Schimmer<br />
Es lebe fort die Anarchie.</p>
<p><strong>Pommesglück.</strong><br />
„Cheinmal Poomees rrroot-weiiß biette.“<br />
Das bestellte Kalash jeden Tag bei mir, immer mittags viertel nach eins, sechs Tage die Woche, am siebten kochte seine Frau, so ging das seit vier Jahren. Er war Bauarbeiter im Bürogebiet. Kaum stand ein neues Glasmonstrum, war das andere nicht mehr schick genug. Und so stand er dort am wackligen weißen Steh-Klapptisch und mampfte Pommes rot-weiß, jeden Tag.<br />
Kalash war Russe und verdiente als Bauarbeiter bestimmt nicht viel Geld, trotzdem hatte er 5 Kinder, von denen 4 bereits Enkelkinder mit nach Hause brachten und auch regelmäßig dort ließen. Er lebte in einer ausgebauten Gartenlaube in einer kleinen Grüngartenanlage am Rande der Stadt, deren Dach er permanent flickte, dessen Überholung für ihn allerdings nicht zu haben war, weswegen ihm die pensionierten Nachbarn wegen optischer Verschandelung der Anlage alle zwei Monate verklagten. Er besaß kein Auto sondern fuhr Bahn oder ging zu Fuß. Auf jeder Baustelle wurde er belächelt für seinen starken Akzent mit den viel zu langen Vokalen, den lustig gerollten r’s und  ch’s an falscher Stelle und jeder Arbeitgeber zahlte ihm höchstens den halben Lohn.<br />
Das war eine grobe Übersicht der Dinge, die ich Kalash beim Essen aus der Nase gezogen hatte. Was ich jedoch immer noch nicht wusste, war, warum Kalash trotz alle dem so lächeln  konnte. Im Gegensatz zu all den grauen, hastenden Büromenschen und auch allen anderen Bauarbeitern. Kalash trug praktische, ausgeblichene Kleidung und geflickte Arbeitshosen, die Mütze auf seinem Kopf war das Erbe seines Großvaters, hatte also ergo beide Weltkriege gesehen und sah dementsprechend aus. Das Einzige, was aus der Kleidersammlung herausragte, waren Hände und Gesicht. Sie hatten den eigenwilligen, gegerbten Braunton, der vom vielen Aufenthalt draußen zeugte und waren übersät mit kleinen Narben und Wunden der harten, körperlichen Arbeit. Aber ich kannte keinen Menschen mit so vielen Lachfalten im Gesicht. Ja, wenn Kalash anfing zu lachen, war man glücklich genug, die stattfindende Apokalypse zu vergessen; die vielen Fältchen schienen sich zu einem verkehrten Regenbogen zu formen, der sich am Himmel spiegelte.<br />
„Alles klar. Wie geht’s dir, Kalash?“ „Guut. Uund dier?“ „Gut. Wie geht’s deiner Frau?“ „Seehrrr guut. Meiine kleiinstee Enkeelien chaat geeraade Laufeen geleerrrnt uund ien sieben Woochen kaann Iyonna uuns besuuchen kommen.“ „Schön. Haben deine Nachbarn also eine Pause eingelegt?“ „Siie weechseln geeraade deen Aanwaalt, chaberrr meiin Soohn saagt, deen kriiegt er auch weiich. Siie sietzen dafuurrr gaanzen Taag hienterrr Cheecke uund beoobachten meiine Zwiellinge beiim Fuußball.“ „Und der Bau? Wie kommt der Bau voran?“ „Beesteens. Iech glauubee aaberrr, Herrr Schuulzee – wie cheiißt- verrrmeiiert miech. Iech arrrbeiite iemmerrr einee Stuunde längerrr als Anderrree. Aberrr iech werrrdee iehm zeigeen, waas bedeuteen Arrrbeit Kalash.“<br />
„Na gut. Hier sind deine Pommes, Kalash.“ Ich hatte ihm einmal angeboten, ihm mit seinen ausländerfeindlichen Chefs zu helfen. Da hat Kalash mir sehr ernst, vertraut und ganz ruhig erklärt, dass er als 8-jähriger mit seiner Familie zu Fuß von Weißrussland bis nach Deutschland gelaufen war und er hätte seinen Vater nicht einmal gefragt, ob er den Rucksack abnehmen und auf den Wagen legen dürfe. Es ginge ihm einfach wider die Moral zu jammern. Seitdem sagte ich dazu nichts mehr.<br />
„Ich hab mir auch Pommes gemacht. Ich stell mich zu dir, ja?“ „Daanke, daas iest neet.“  Wir schwiegen ein bisschen und ließen die Pommes zwischen unseren Kiefern krachen, während graue Büromäuse an uns vorbei zu ihren Glasmonstern hasteten und uns dabei einen abfälligen, kopfschüttelnden Seitenblick zuwarfen. „Chaast duu cheutee gaar keiinee luustiegee Frrraage füürrr miech?“ fragte Kalash und grinste, weil ich rot wurde. „Lustige Frage?“ versuchte ich abzutäuschen. „Wiee iech überr Deeprrressiioneen deenke oderrr ob iech miech naach frrrüherrr seehnee.“<br />
Ach was sollt’s. Ich hatte den ganzen gestrigen Abend über eine neue Frage nachgegrübelt mit der ich seinem Geheimnis näher kommen könnte und jetzt wollte ich eine Antwort haben, auch wenn er mich dafür milde belächelte. „Ist es dir nicht langweilig, Kalash?“ „Wiie meiinst duu?“ „Naja- du arbeitest, isst Pommes und gehst dann heim zu deiner Familie. Arbeit, Pommes, Familie. Seit vier Jahren futterst du Pommes rot-weiß! Ist dir das nicht mal über?<br />
„Meiine Faamilieee iest seehrrr schneell und wuuselieg. Iech brrrauchee auch eiin biesschen Beeständiegkeiit. Und iech essee jeedeen Soonntaag eetwaas aanderrrees aals Poomees.“<br />
„Und du willst nicht manchmal etwas ganz Anderes?“ Da lachte Kalash sein tolles Lachen.<br />
„weiißt duu, meiin Mädcheen: Iech sietze jeeden Aabeend drrraußeen. Iech trienkee eiin kaaltes Bierrr, meiinee Frrrau errrzählt mierrr voon deen Naachrrriechten uund uunserrren Kienderrn uund diee Zwiellienge spiieleen fußbaal. Uund Geesterrrn Aabeend hhaabe iech meiine Naachbarrn duurch eiin Looch ein deerrr Checke geeseehn. Beiidee! Siee chaaben meiinen Eenkeeln zugeseehen. Uund chjeetzt weiiß iech, waarrruum siee chiemmerrr soo sauerrr guucken. Siie chaben es niecht, aabeerrr iech: Iech  chabe meiin Glüück geefuunden.“ Und lächelnd lehnt er sich ein Stück zurück und schaut mich sehr zufrieden an.<br />
So zurückgelehnt lächelnd sieht er aus wie mein Opa, der sich freut, weil seine Enkelin aus Wallenstein zitieren kann.<br />
Oder wie mein Onkel, nachdem ich auf der Jugendweihe den dritten Eimer gefüllt habe.<br />
Mein Bankberater, der mir den Kredit für die Bude gewährt hat und von der Provision ein Kinderrad kaufen wollte.<br />
Mein Vorgänger, der endlich seine Bude los war.<br />
Mein Klassenlehrer, der mir wieder zünftig einen reingedrückt hat.<br />
Meine Mutter nachdem ich ihr erklärt hatte, dass ich ausziehen würde.<br />
Meine Schwester am Traualtar.<br />
Und dann sieht Kalash aus wie ich. Wow-ich habe Falten wie ein Mops und sollte eindeutig weniger Pommes essen. Aber dann könnten diese ganzen Röllchen und Fältchen sich auch gar nicht krümmen und hüpfen, während ich aus voller Kehle lache. Schallend und strahlend wie zwanzig Neon-Honig-Sonnen. Die Bretter in meinem Kopf fallen wie ein Dominospiel, ich sehe Lottozahlen an mir vorbeifliegen und ignoriere sie, denn vor mir steht Fred und sagt: „Mensch-wir werden Eltern!“ und ich fühle mich zehn kilo leichter obwohl mir im Zeitraffer eine Kugel wächst. Denn es ist schön und richtig und endlich leicht. Wie Kalashs Lachen.<br />
Dann steht da wieder nur Kalash. Ich bemerke, dass ich ziemlich breit grinse.<br />
„Duu siiehst chübsch aus, wenn duu lächeelst. Schmeecken Poomees gleiich nooch beesserrr.“ „Schön“ stammle ich und muss wieder grinsen. „Iech muus chjeetzt zuurrrück zuurrr Aarrrbeiit. Bies moorrrgen.“ „Ja-bis morgen Kalash.“ Ich sehe dem alten, sonnengegerbtem Russen nach, wie er straff davon marschiert. Ich winke ihm, obwohl er nicht guckt. Mir ist so anders. Ich beschließe, schwanger zu werden und weiß gleichzeitig, dass ich nichts mehr beschließen muss. Ich gehe zurück in meine Bude, kniee mich unter die Theke und breche drei Eimer voll, wobei ich aus Wallenstein zitiere. Ich habe die richtige Frage gestellt, obwohl ich weniger darauf eine Antwort bekommen habe.<br />
Und alles- ist leicht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-tini-las/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rot-Weiß: Max las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-max-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-max-las/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 13:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1318</guid>
		<description><![CDATA[Der Hohn des Telefon
Kontraproduktiv

Kontraproduktiv
1 Minute seit Fahrtbeginn
Das Auto ist voll. Zum ersten mal haben wir nichts vergessen und müssen nicht nochmal zurück.
Alles ist verstaut: Die Koffer, die Pakete, der Hund und meine Schwester. Alle sind glücklich, denn in zwei Stunden werden wir bei Oma mit einer dampfenden Tasse Kakao empfangen.
Und morgen ist Weihnachten!
3 Stunden seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Hohn des Telefon</p>
<p>Kontraproduktiv</strong></p>
<p><span id="more-1318"></span></p>
<p><strong>Kontraproduktiv</strong><br />
<em>1 Minute seit Fahrtbeginn</em><br />
Das Auto ist voll. Zum ersten mal haben wir nichts vergessen und müssen nicht nochmal zurück.<br />
Alles ist verstaut: Die Koffer, die Pakete, der Hund und meine Schwester. Alle sind glücklich, denn in zwei Stunden werden wir bei Oma mit einer dampfenden Tasse Kakao empfangen.<br />
Und morgen ist Weihnachten!</p>
<p><em>3 Stunden seit Fahrtbeginn</em><br />
Es schneit.<br />
Und zwar waagerecht.<br />
Auf einer Skala von 1 bis 10 kriegt der Schneesturm, der sich da draußen gerade abspielt eine glatte 11. Die Autobahn eins versinkt mit jeder Minute tiefer im Chaos und wir stecken mitten drin.<br />
Im Fernsehen hatten sie noch gesagt, dass der Treibhauseffekt für warme Winter sorgen wird. Aha. Ich merk&#8217;s&#8230;<br />
Außerdem bekomme ich langsam Platzangst und es fängt an komisch zu riechen. Der sanfte Duft eines halb gegessenen McDonald&#8217;s Maxi-Menüs mischt sich mit den säuselnden Darmwinden des Dackels hinter mir. Ich hätte jetzt nichts gegen Guantanamo.</p>
<p><em>4 Stunden 17 Minuten seit Fahrtbeginn</em><br />
Der Typ im Radio rattert seit einer viertel Stunde Unwetterwarnungen und Verkehrsmeldungen herunter, ein Wunder, das der noch Luft kriegt. Aber verstehen kann ihn sowieso keiner, weil meine Schwester wieder in eine Mischung aus Heulen, Kreischen und Gurgeln verfallen ist.<br />
Das nützt sowieso nichts: Wir Stehen seit einer Stunde.<br />
Ich will Papa fragen, ob er Oma anrufen kann, weil wir ein klitzekleines Bisschen zu spät kommen, aber ich lasse es lieber: Er hat rote Ohren. Eigentlich ist es ganz praktisch wenn man den Gemütszustand eines Menschen an seinen Ohren ablesen kann, aber derzeit sind sie dunkelrot und ich kann förmlich sehen wie sich eine dünne Rauchsäule daraus empor windet.</p>
<p><em>4 Stunden 48 Minuten seit Fahrtbeginn</em><br />
Der Labersack  im Radio ist endlich verstummt. Nur gelegentlich dringt ein leises Schluchzen aus dem Apparat. Der menschliche Verstand ist für soviel Schnee und Leid einfach nicht gemacht. Da schau ich mir lieber die Apokalypse an. Live in Farbe und vor meinem Fenster. Ein Eichhörnchen fliegt vorbei. Es guckt verdutzt. Kein Wunder, so hat es sich die globale Erwärmung sicher nicht vorgestellt.<br />
Ich frage mich ob ich jemals soviel Schnee gesehen habe. Mein Opa würde diesen nassen, weißen Schmutz wahrscheinlich als „kontraproduktiv“ bezeichnen, wie er wie ein riesiger Marshmallow die Straßen verstopft.<br />
Papas Ohren sind jetzt weinrot.</p>
<p><em>5 Stunden 21 Minuten seit Fahrtbeginn</em><br />
Das Auto liegt jetzt völlig ruhig da. In stiller Resignation gammelt sein Inhalt vor sich hin, irgendwo zwischen Apathie und Wachkoma. Bis auf Papa, der dampft weiter.<br />
Im Kofferraum quiekt der Hund. Die arme Wurst will natürlich Gassi gehen, aber das geht nicht. Ich glaube ich habe da draußen einen Eisbären gesehen.<br />
Da warte ich lieber weiter auf die Kerle die in den Nachrichten alle mit Decken und heißen Getränken versorgen, aber ich glaub, da kann ich lange warten.<br />
Zustand von Papas Ohren: Purpur.</p>
<p><em>6 Stunden seit Fahrtbeginn</em><br />
Irgendwie komme ich mir vor wie in einer schlechten Realityshow.<br />
4 Menschen für 6 Stunden auf 4 Quadratmetern gefangen. Den eigenen Ausdünstungen schutzlos ausgeliefert. Bleibt nur zu warten bis einer durchdreht oder beginnt ein Familienmitglied anzuknabbern.<br />
Und der blöde Hund ist im Kofferraum Gassi gegangen.<br />
Die Einzige, die das nicht stört ist Mama. Die schläft seit 6 Stunden. Oder ist erstickt. Würde mich nicht wundern.<br />
Papas Ohren sind jetzt lila.<br />
Ich blicke wieder nach draußen in die weiße Nacht.<br />
Dann wird mir eins klar:<br />
Es ist Winter.</p>
<p><strong>Der Hohn des Telefon</strong><br />
Im Sommer herrscht in Schwerin eine große Nachfrage an Pensionen, Hotels und Unterkünften. Unglücklicherweise hat meine Familie eine Pension, aber glücklicherweise haben sie mich als strafversetzten Sekretär. Also schiebe ich mal wieder Telefondienst. Das wäre halb so schlimm, hätten wir nicht „Pipi Langstrumpf“ als Klingelton.<br />
An einem Sonntag um halb zehn liege ich also auf dem Sofa und gucke Fernsehen. Das Telefon klingelt. Düdü. Zum siebten mal an diesem Morgen. Ich gehe ran.<br />
„Pension am Lewenberg, Max Darsow am Apparat, guten Tag.“ , sage ich mit gespielter Freude. Eine zögernde, möglicherweise männliche Stimme antwortet mir.<br />
„Hallo, ähm spreche ich mit der Pension am Lewenberg?“, ich dachte ich hätte das gerade erwähnt, aber ich antworte stattdessen:<br />
„Ja, da sind sie richtig.“<br />
Eine kurze Pause.<br />
„Vermieten sie auch Zimmer?“, fragt es aus dem Telefon.<br />
„Wir sind eine Pension, also ja, wir vermieten Zimmer.“<br />
Stille. Noch mehr Sttille.<br />
„Möchten sie denn vielleicht ein Zimmer buchen?“, mache ich einen Versuch.<br />
„Ähm, ähm, ja?“<br />
Ich liebe ja solche Leute, die immer gleich zum Punkt kommen.<br />
„Für wann möchten sie denn ein Zimmer buchen?“<br />
„Öff, tja, Sommer denke ich.“<br />
Langsam werde ich ein klein wenig gereizt.<br />
„Könnten sie das nicht ein Bisschen päzisieren?“<br />
„Öchoahh. Ich, äh, ähm. Da muss ich kurz überlegen&#8230;“<br />
„Also, ich mach Ihnen einen Vorschlag: Sie überlegen sich, ob und wann sie ein Zimmer brauchen und melden sich dann wieder.“<br />
Dieser plötzliche Verlauf der Unterhaltung scheint meinen Gesprächspartner zu überfordern.<br />
„Öh, ähm, jaa&#8230;“<br />
„Schönen Tag noch“, sage ich, dann lege ich auf.<br />
Ich hab den Knopf noch gar nicht gedrückt, da klingelt es schon wieder. Düdü.<br />
„Pension am Lew&#8230;“<br />
„Ah guten Tag Herr Darsow!“, unterbricht mich eine barsche Stimme, „ich wollte mich nur noch einmal melden um über unser letztes&#8230;“ „Hier ist Max Darsow, rufen Sie bitte später noch einmal an wenn mein Vater zu sprechen ist. Auf Wiederhören.“ Und Auflegen. Unverschämter Kerl, denke ich, mir einfach ins Wort zu fallen. Außerdem hab ich Wochenende. Aufs Sofa sinken. In die Kissen. Düdü. Ich spüre wie mein Auge zuckt. „Pension am Lewenberg, Max Darsow am Apparat, guten Tag.“<br />
„Hallo, ähm, spreche ich mit der Pension am Lewenberg?“ Der schon wieder.<br />
„Ja das ist richtig. Haben sie sich jetzt entschieden?“<br />
Keine Antwort. Man hört es denken.<br />
„Ähm. Ja?“<br />
„Gut, und für wann möchten sie dann ein Zimmer haben?“<br />
Grübeln.<br />
„Ich glaub Juli. Vielleicht&#8230;.“<br />
„Und wann im Juli?“<br />
„Öff.“<br />
„Ich denke Sie melden sich wieder wenn sie sich entschieden haben. Guten Tag!“<br />
 So. Jetzt aber Wochenende. Düdü.<br />
„Pension am Lewenberg. Max Darsow am Apparat, guten Tag.“<br />
„Ach hallo Andrea, hier ist die Ines. Ich wollt noch mal mit dir reden, wegen dem nächsten Kochabend und außerdem&#8230;“ „Hier ist ihr Sohn, Max. Meine Mutter ist leider gerade nicht zu Hause. Tschüss.“ Und weggedrückt.<br />
Wieder einmal stelle ich mir die alten Fragen: warum ich? Warum am Sonntag? Und warum&#8230;<br />
Düdü.<br />
„Hallo?“<br />
„Öhm, guten Tag, ähm. Ist da die Pension am Lewenberg?“<br />
Ich werd noch bekloppt. Aber jetzt reichts.<br />
„Nein hier ist die Pizzeria Roma und wir haben Sonntags geschlossen. Eigentlich auch sonst immer. Rufen sie also am besten NIE wieder an!“Weggedrückt. Und das Telefon schweigt. Düdü.<br />
Denkste.<br />
„Pension am Lewenberg, Max Darsow am Apparat. Und ja wir vermieten Zimmer. Und nein ich bin  nicht Herr Darsow, oder Frau Darsow, ich bin ihr Sohn. Oder Opfer wie mans nimmt!“</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-max-las/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fundstück: Wir sind Garten</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/05/03/fundstuck-wir-sind-garten/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/05/03/fundstuck-wir-sind-garten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 May 2009 20:58:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=756</guid>
		<description><![CDATA[Wir sind Garten.
Wir sind Garten.
Wir sind Garten.
Gänseblümchens Kaderschmiede
Jäten und beeten.
Totentrompeten vergehen
Im Datschenalltag. Wir Kleingartenkinder
wir Frühbrüher &#8211; sogar die Wurst patzt.
Fliederbieder, wir sind so fliederbieder.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind Garten.<br />
Wir sind Garten.<br />
Wir sind Garten.</p>
<p>Gänseblümchens Kaderschmiede<br />
Jäten und beeten.</p>
<p>Totentrompeten vergehen<br />
Im Datschenalltag. Wir Kleingartenkinder<br />
wir Frühbrüher &#8211; sogar die Wurst patzt.</p>
<p>Fliederbieder, wir sind so fliederbieder.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/05/03/fundstuck-wir-sind-garten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was ist eigentlich bei Heldens los? II</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/10/16/was-ist-eigentlich-bei-heldens-los-ii/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/10/16/was-ist-eigentlich-bei-heldens-los-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2007 21:56:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2007/10/16/was-ist-eigentlich-bei-heldens-los-ii/</guid>
		<description><![CDATA[Bei Funny van Dannen war ich schon so lange nicht, dass ich noch eine ganz altertümliche, aber inhaltsreiche Seite in Erinnerung habe. Die neue ist bei aller Lässigkeit doch irgendwie sachlich, ganz großartig für alle Gitarristen ist vor allem die Möglichkeit, die Tabs für alle Songs herunterzuladen. Die Biographie ist lustig, die Seite mit all [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.funny-van-dannen.de">Bei Funny van Dannen</a> war ich schon so lange nicht, dass ich noch eine ganz altertümliche, aber inhaltsreiche Seite in Erinnerung habe. Die neue ist bei aller Lässigkeit doch irgendwie sachlich, ganz großartig für alle Gitarristen ist vor allem die Möglichkeit, die Tabs für alle Songs herunterzuladen. Die Biographie ist lustig, die Seite mit all dem, was Funny van Dannen schon veröffentlicht hat machte, dass ich für wenige Minuten bereit war, mich finanziell komplett ins Unlück zu stürzen. Jetzt hoffe ich auf Weihnachten.<br />
<a href="http://www.funny-van-dannen.de"></p>
<p>http://www.funny-van-dannen.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/10/16/was-ist-eigentlich-bei-heldens-los-ii/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sehen und Ernten: Herr thom* las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/10/14/sehen-und-ernten-herr-thom-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/10/14/sehen-und-ernten-herr-thom-las/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Oct 2007 16:30:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marmelade]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2007/10/14/sehen-und-ernten-herr-thom-las/</guid>
		<description><![CDATA[Jolanda

I
Als Jolanda Hochzeit hielt, spannten die Kinder Seile quer über die Dorfstraße, so dass Jolandas Gemahl Bonbons spendieren musste, um weiterfahren zu dürfen. Er tat das, weil er einer aus der Stadt war, sagte man, mit säuerlicher Miene. Aber er hatte keine Wahl; Jolanda fauchte, wenn er Anstalten machte, die Spendierhosen auszuziehen. Sie wäre sicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b>Jolanda</b></p>
<p><span id="more-333"></span></p>
<p><b>I</b><br />
Als Jolanda Hochzeit hielt, spannten die Kinder Seile quer über die Dorfstraße, so dass Jolandas Gemahl Bonbons spendieren musste, um weiterfahren zu dürfen. Er tat das, weil er einer aus der Stadt war, sagte man, mit säuerlicher Miene. Aber er hatte keine Wahl; Jolanda fauchte, wenn er Anstalten machte, die Spendierhosen auszuziehen. Sie wäre sicher gnädiger mit ihm gewesen, wenn sie gewusst hätte, dass er bereits Tage nach der Hochzeit von einem Pferd in den Zustand völligen Schwachsinns verbracht werden würde.<br />
Jahre später sagte Jolanda allerdings, dass sie dem Pferd eigentlich dankbar gewesen sei, denn sein aufbrausendes Wesen hätte sich nach dem Unfall in nichts aufgelöst. </p>
<p><b>II</b><br />
Jolanda ist sehr zufrieden. Sie hat ausgiebig gebadet, das beste Kleid aus dem Schrank genommen und es übergestreift. Ein wenig schwerer ist es schon, jetzt, da sie kleine Metallplättchen in den Saum genäht hat. Aber das mußte sein, sonst wäre die Magnetsalbe auf dem Fußboden komplett verschwendet. Als Jolanda ihr Häuschen zum ersten mal auf den Kopf gestellt hatte, gab das ein heilloses Durcheinander. Alles das, was sie vergessen hatte, was sie verloren wähnte oder auf Nimmerwiedersehen verbannt, war nun wieder da und flog unkontrolliert in den sieben Zimmern umher. An diesem Tag machte Jolanda keine gute Figur. Sie stand ausgesprochen wackelig auf dem Fußboden, der jetzt die Decke war. Ihr Kleid war zum Leben erwacht und verdeckte die Sicht. Da sah sie ein, dass man nicht so einfach den Antigravitationskuchen aufschneiden, das Haus drehen und sich wohlfühlen konnte. Heute hingegen ist Jolanda zufrieden, denn sie hat alles bedacht. Die drei Schornsteine schnurren wie zufriedene Katzen, die Dinge behalten dank der angeklebten Metallsplitter ihre Plätze, Jolanda ist gebadet und ihr bestes Kleid sitzt gebügelt der Decke zustrebend, die einst der Fußboden war. &#8220;Manchmal muß man eben die Dinge auf den Kopf stellen&#8221; denkt sie und winkt ein letztes Mal der tintenspritzergroßen Menschenansammlung am Boden, bevor ihr Häuschen endgültig hinter den Wolken ist und dann im weiten Weltraum verschwindet und &#8220;Im Sommer bin ich zurück!&#8221;</p>
<p><b>III</b><br />
&#8220;Ach Jolanda,&#8221; sagte ich in den Himmel. &#8220;Jolanda, lass uns durchbrennen. Wir gehen weg, nach Panama, nach Lummerland, nach Südfrankreich oder wenigstens an die Küste.&#8221; Jolanda guckte ein bisschen, erst auf den Himmel, dann auf ihr Kleid, dann auf ihre Füße. &#8220;Warum?&#8221; &#8220;Na, weil es Zeit ist Jolanda, weil die Zugvögel schon längst weg sind und weil man Dinge auf den Kopf stellen muss, dann und wann.&#8221; &#8220;Und in Panama, Lummerland, Südfrankreich oder wenigstens an der Küste stehen die Dinge auf dem Kopf?&#8221; fragte sie ungläubig. &#8220;Nein&#8221; gab ich zu &#8220;stehen sie nicht.&#8221; Jolanda ging wortlos ins Haus und kurz danach roch es nach Kaffee. Ich folgte ihr, wir saßen um den Kühlschrank, aus dem sie die dampfende Kanne nahm, dann holte sie die Milch aus dem Herd, den Zucker aus dem Salzfach und die Löffel aus dem Kleiderschrank. Sie lächelte, wie sie immer lächelt, wenn sie stocksauer ist. &#8220;Du kommst auf Ideen&#8221; sagte sie, umarmte und küßte mich und ich wußte, es war Zeit zu gehen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/10/14/sehen-und-ernten-herr-thom-las/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Radtour: Nachwehen</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/16/radtour-nachwehen/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/16/radtour-nachwehen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 May 2007 13:43:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marmelade]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/16/radtour-nachwehen/</guid>
		<description><![CDATA[
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photo_zoom.gne?id=496553869&amp;size=l&amp;context=photostream"><img src="http://farm1.static.flickr.com/230/496553869_7042dd36fd.jpg" height="333" width="443" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/16/radtour-nachwehen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lesebühne nun im Freischütz: Ich sag ganz leis zum Abschied: Danke!</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/16/lesebuhne-nun-im-freischutz-ich-sag-ganz-leis-zum-abschied-danke/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/16/lesebuhne-nun-im-freischutz-ich-sag-ganz-leis-zum-abschied-danke/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 May 2007 06:17:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/16/lesebuhne-nun-im-freischutz-ich-sag-ganz-leis-zum-abschied-danke/</guid>
		<description><![CDATA[Ganz aufmerksame Leser haben es bereits rechts in der Ankündigung bemerkt: Wir werden genau zu unserem ersten Geburtstag am zweiten Sonntag des Juni mit der Frühlese für Spätaufsteher in den Freischütz umziehen. Grund genug, um dem Speicher, insbesondere Andy, dem Mann hinter der Theke, und dem Kulturbüro der Stadt Schwerin einmal herzlichen Dank für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz aufmerksame Leser haben es bereits rechts in der Ankündigung bemerkt: Wir werden genau zu unserem ersten Geburtstag am zweiten Sonntag des Juni mit der Frühlese für Spätaufsteher in den <a href="http://www.zum-freischuetz.de">Freischütz</a> umziehen. Grund genug, um dem Speicher, insbesondere <a href="http://www.andys-party.de">Andy</a>, dem Mann hinter der Theke, und dem <a href="http://www.schwerin.de">Kulturbüro der Stadt Schwerin</a> einmal herzlichen Dank für die schöne Zeit dort zu sagen. Und einmal zu erzählen, wie alles wirklich begann.<span id="more-278"></span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">Die Lesenester</span><br />
Im März 2006 muss es gewesen sein, da wurden die Lesenester geboren &#8211; eine Initiative, die sich zur Aufgabe gemacht hat, junge Schreibende in Schwerin zu fördern. Um diesen Plan all jenen vorzustellen, die dabei helfen könnten, initiierte die Theatergruppe am Goethe-Gymnasium einen Abend im Schleswig-Holstein-Haus, an dem das Projekt vorgestellt wurde. Unter anderem das Kulturbüro der Stadt Schwerin, der Kulturbund und die Stadtbibliothek zeigten sich sehr interessiert. Leider gibt es ein Lesenest, also eine Veranstaltung, bei der sich junge Autoren gegenseitig ihre Texte vorlesen und diese diskutieren, bis heute nur am Goethe-Gymnasium. Aber es soll weitere Kreise ziehen &#8211; die Stadtbibliothek zum Beispiel hat schon Werkstätten für junge Autoren eingerührt. Zur Zeit ist ein Blog in Arbeit und ein Forum, so dass der Austausch von Texten auch im Internet möglich wird. In jedem Fall aber brachte dieser erste Abend im März Menschen zusammen, die Literatur zusätzlich zu den etablierten Strukturen fördern wollten.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Die Lesebühne</span><br />
Doch was hat das alles mit Schmalz und Marmelade zu tun? Antwort kommt: Herr ivalo hatte die Idee einer Lesebühne aus Berlin mitgebracht und die Frau jules, den Herrn jati und mich dafür begeistert. Aufbauend auf das Konzept der Lesenester sollte Schmalz und Marmelade das Podium für die etwas älteren Schreibenden sein. Die Lesebühne sollte einerseits die Brücke zu gestandenen Autoren schlagen, andererseits ein Publikum für junge Literatur begeistern. Brigitte Wils vom Kulturbüro &#8211; vielen ist sie als die kreative Organisatorin der Literaturtage bekannt &#8211; stellten wir das Konzept vor, baten um den Speicher als Veranstaltungsort und um einen finanziellen Zuschuss für die Gastleser, die im Konzept bereits vorgesehen waren. Brigitte Wils stieg ein, öffnete uns die Speichertüren, Andreas Hömke, der Gastronom vor Ort, nahm das Risiko geringer Einnahmen in Kauf und öffnete seinen Tresen für uns. &#8220;Theater&#8221; hieß das erste Thema, Schauspieler Horst Rehberg war unser erster Gast.<br />
Was mit etwa 35 Menschen im Juni 2006 begann fand, was das Pubikumsinteresse betrifft, seinen Höhepunkt im Januar 2007, als mehr als hundert Gäste den Speicher stürmten. Da allerdings war der Herr jati bereits in den <a href="http://www.danijati.de">Weiten</a> <a href="http://www.upload-magazin.de">des</a> <a href="http://www.nanopub.de">Netzes</a> verschwunden &#8211; Frau sophie und Frau nadine aber hatten schon im Herbst zu uns gefunden und so war die Lesebühne wieder komplett.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Die CD</span><br />
Im November erhielten wir von Brigitte Wils eine verdammt gute Nachricht: Das Kulturbüro sagte uns finanzielle Hilfe für die Vervielfältigung unserer ersten CD zu &#8211; für die Aufnahmen und das Mastering stand uns Thomas Fink vom Soundlounge-Studio als Sponsor zur Seite. Die CD wurde am 1. März dem Publikum vorgestellt &#8211; das Schleswig-Holstein-Haus war ein perfekter Rahmen dafür. Dass wir uns in diesen Rahmen stellen durften, ist wiederum Brigitte Wils zu verdanken.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Der Speicher</span><br />
Zweimal durften wir im Speicher unten im Saal spielen. Ärgerlicherweise ist beim zweiten Mal das Klavier auf der Bühne umgestürzt &#8211; ein bitteres Missgeschick, das zwar finanziell eine Versicherung regelte, aber den Speicher-Leuten doch viel Organisationsarbeit aufgebürdet hat. Dass wir uns damit natürlich nicht unbedingt ins Herz der Speicherbesatzung gekickt hatten, sollte jedem klar sein und irgendwie haben beide Seiten in dieser Phase keine kommunikativen Glanzleistungen vollbracht.<br />
Sicher haben auch Sie es gehört &#8211; der Speicher soll laut der kommunalen Sparpläne zukünftig mit deutlich weniger Geld auskommen. Das ist sicher ein Grund, warum man an uns herantrat, um über Mietzahlungen für unsere Lesebühnentermine zu reden. </p>
<p>Schmalz und Marmelade war von vornherein als ein Frühstück mit Gästen und Lesung geplant und Frühstücksgästen nimmt man keinen Eintritt ab. Das soll so bleiben. Schließlich ist die Förderung junger Literatur nach wie vor ein Ziel der Lesebühne und unser junges Publikum ist, das kennen wir selbst auch noch ganz gut, traditionell  knapp bei Kasse. Wenn man aber auf Spendenbasis arbeitet, dann gibt es keine Möglichkeit, eine feste Miete zu zahlen, schließlich kann man nicht wissen, wieviel am Ende im Topf landet.  So mussten wir schweren Herzens auf die Suche nach einem neuen Ort gehen.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Der Freischütz</span><br />
Im Dezember bereits gab uns der Freischütz ein Obdach, als im Speicher die Termine kollidierten. Zur Adventslese waren etwa 60 Leute zu Gast, das war schön kuschelig. Insofern lag es nahe, dass wir bei Matti wegen des neuen Domizils anklopften. Und Matti ließ uns ein. Am 10. Juni werden wir dort unsere erste Frühlese über die Dielen bringen, Juli und August sind für uns die Sommerpause und von September bis Dezember &#8211; soviel steht jetzt schon fest &#8211; geht es im Freischütz mit neuen Texten, neuen Themen, neuen Gästen, mit Faxen, Unfug und Kram weiter.</p>
<p>Wie in der Vorrede angekündigt: Wir haben sowohl dem Kulturbüro als auch dem Speicher und Tresenmann Andreas Hömke zu danken. Wer Kinder hat weiß: Das erste Jahr ist prägend und das erste Jahr der Lesebühne haben wir mit ihnen verbracht. Schön wars. </p>
<p>Und jetzt: den Blick nach vorn und auf ein Neues im Freischütz. Matti &#8211; wir kommen!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/16/lesebuhne-nun-im-freischutz-ich-sag-ganz-leis-zum-abschied-danke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fahrradtour: Frau jules las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/15/fahrradtour-frau-jules-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/15/fahrradtour-frau-jules-las/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 May 2007 18:47:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marmelade]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/15/fahrradtour-frau-jules-las/</guid>
		<description><![CDATA[Herr Sonntag &#038; Ich &#8211; Miesmuscheln 

Schlecht gelaunt wie ich war saß ich im Sonnenschein des schönen Mai im Gras unseres grünen Gartens und dachte nach. Ich dachte darüber nach warum ich einer derer war, die trotz des großen Sonnenscheins fies drein schauten und beobachtete mich dabei im Spiegel.
Ein Rad schepperte gegen unsere Blechmülltonne hinter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b>Herr Sonntag &#038; Ich &#8211; Miesmuscheln </b></p>
<p><span id="more-279"></span></p>
<p>Schlecht gelaunt wie ich war saß ich im Sonnenschein des schönen Mai im Gras unseres grünen Gartens und dachte nach. Ich dachte darüber nach warum ich einer derer war, die trotz des großen Sonnenscheins fies drein schauten und beobachtete mich dabei im Spiegel.</p>
<p>Ein Rad schepperte gegen unsere Blechmülltonne hinter der Hausecke. Herr Sonntag. Dieses Trampel. Dachte ich. Herr Sonntag tanzte um die Ecke und pfiff ein lustiges Lied. Keine lustigen Lieder. Dachte ich. Ich möchte jetzt einfach nur ein bisschen frustriert sein. Im Spiegel sah ich hinter mir Herrn Sonntag. Ein Flickflack. Und zurück . Noch ein Flickflack. Herr Sonntag, ich möchte einfach nur ein bisschen frustriert sein. Akzeptier das. Sagte ich. Ich drehte mich und den Spiegel um. Herr Sonntag drückte seine Nase an meine Wange. Was ist denn? Ja genau, was ist denn? Du bist so glücklich. So als wäre was. Was Gutes. Ja, was Gutes. Sagte Herr Sonntag. Was Gutes. Ach weißt du, ich glaub ich bin verliebt. Verliebt? Verliebt. Wie heißt sie denn? Laura. Laura? Laura. Was schlimmer ist, sie ist auch verliebt. Schade… Sie ist in mich verliebt, du Miesmuschel.</p>
<p>Weißt du was?  Laura sagt, dass es wichtig ist, dass man auf einander aufpasst. Kluges Mädchen was? Ich finde das jedenfalls auch. Ich passe ab jetzt noch mehr auf dich auf und auf Laura. Und du und Laura, ihr passt auf mich auf. Und weißt du was? Laura sagt auch, dass man auf sich aufpassen muss, damit man auf andere aufpassen kann. Du zum Beispiel kannst gerade überhaupt nicht aufpassen. Du Miesmuschel. Das ist nicht gut. Denn wenn man nicht aufpasst, passiert was. Dann wird man noch mehr miesmuschelig. Das ist nicht gut. Du willst doch nicht, dass mir was passiert oder? Genauso wenig wie ich will, dass dir was passiert. Genauso wenig wie ich will, dass Laura was passiert. Miesmuschelig sein, macht allein. Merke. Wann hast du denn das gereimt…? Gerade eben. Damit du lachst. Siehst du weil ich auf dich aufpasse. So wie Laura sagt. Viele Andere machen das nicht sagt Laura. Deswegen ist sie ja auch was Besonderes. Weil sie denkt, wie andere nicht denken. Deswegen bin ich ja auch verliebt. Das verstehe ich dachte ich, das verstehe ich. Jetzt pack den blöden blauen Spiegel weg. Pass auf…. Ja dachte ich, ich pass auf.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/15/fahrradtour-frau-jules-las/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schlussverkauf: Die Plakate sind da</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/03/schlussverkauf-die-plakate-sind-da/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/03/schlussverkauf-die-plakate-sind-da/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 May 2007 14:37:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/03/schlussverkauf-die-plakate-sind-da/</guid>
		<description><![CDATA[Sie erinnern sich? Zur Präsentation unserer CD am 1. März hat das Schmalz-und-Marmelade-Lesekollektiv ein zaubehaftes Bild aus dem Hause Molter geschenkt bekommen. Was dann kam, ist schnell erzählt: Wir trafen uns auf einer Wiese vor der Stadt und haben mit Zähnen und Klauen um das Original gerungen. Ich hatte ob meines Gewichts ganz gute Chancen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie erinnern sich? Zur Präsentation unserer CD am 1. März hat das Schmalz-und-Marmelade-Lesekollektiv ein zaubehaftes Bild aus dem Hause <a href="http://www.mmgd.de">Molter</a> geschenkt bekommen. Was dann kam, ist schnell erzählt: Wir trafen uns auf einer Wiese vor der Stadt und haben mit Zähnen und Klauen um das Original gerungen. Ich hatte ob meines Gewichts ganz gute Chancen, aber Frau jules hat mir ganz fies ins Ohr gebissen und <a href="http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/22/es-ist-da/">damit den Molter gewonnen.</a></p>
<p>Dann hat <a href="http://www.schmalzundmarmela.de/2007/03/08/ein-molter-fur-die-welt/">Jörn Lehmann das Bild fotografiert</a> und Steffen Kusebauch von <a href="http://www.drei-j.de/">3J</a> hat uns zehn Ausdrucke, etwas größer als A1, vorbeigebracht. Vier dieser Ausdrucke gehen ans Lesekollektiv, einer ist bereits verkauft. Jetzt haben wir noch fünf dieser Meisterwerksreproduktionen und die möchten wir Ihnen andienen. Vorteile: Sie bekommen die Reproduktion eines umwerfenden Bildes und unterstützen damit sowohl die Lesebühne als auch den Herrn Molter. Nachteil: Der Druck ist wegen der kleinen Auflage nicht ganz billig, 25 Euro kostet das Stück.</p>
<p>Wir wären nicht Schmalz und Marmelade, würden wir diesen Schlussverkauf nicht mit einer kleinen Aktion verbinden: Schicken Sie uns doch bitte ein Foto von dem Ort, an dem das Bild nun hängt. Die Käuferin des ersten Bildes hat das schon getan, ich werde meines noch dazupacken und beide heute abend veröffentlichen. Nun sind Sie dran &#8211; erst kaufen, dann knipsen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/05/03/schlussverkauf-die-plakate-sind-da/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anti-Diät- und Lachtag: Schmalz und Marmelade sagt sich an</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/26/anti-diat-und-lachtag-schmalz-und-marmelade-sagt-sich-an/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/26/anti-diat-und-lachtag-schmalz-und-marmelade-sagt-sich-an/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2007 23:59:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/26/anti-diat-und-lachtag-schmalz-und-marmelade-sagt-sich-an/</guid>
		<description><![CDATA[Sie wissens ja schon: Am 6. Mai tritt Schmalz und Marmelade zum Welt-Anti-Dlättag beziehungsweise zum Weltlachtag &#8211; das können Sie sich aussuchen &#8211; zweimal im Freilichtmuseum Mueß auf. Voraussichtlich um 11.30 Uhr und um 14.30 Uhr lesen wir jeweils eine halbe Stunde. Aber was man gehört hat, merkt sich ja noch besser:
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie wissens ja schon: Am 6. Mai tritt Schmalz und Marmelade zum Welt-Anti-Dlättag beziehungsweise zum Weltlachtag &#8211; das können Sie sich aussuchen &#8211; zweimal im Freilichtmuseum Mueß auf. Voraussichtlich um 11.30 Uhr und um 14.30 Uhr lesen wir jeweils eine halbe Stunde. Aber was man gehört hat, merkt sich ja noch besser:</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/26/anti-diat-und-lachtag-schmalz-und-marmelade-sagt-sich-an/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
<enclosure url="http://www.schmalzundmarmela.de/audio/sum_002_diaettag.mp3" length="963105" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>Schmalz und Feuerwehrmarmelade</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/21/schmalz-und-feuerwehrmarmelade/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/21/schmalz-und-feuerwehrmarmelade/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Apr 2007 07:41:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/21/schmalz-und-feuerwehrmarmelade/</guid>
		<description><![CDATA[Rein prophylaktisch melde ich hier an, dass ich gegen das Thema Feuerwehr bei Schmalz und Marmelade bin. Deshalb. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rein prophylaktisch melde ich hier an, dass ich gegen das Thema Feuerwehr bei Schmalz und Marmelade bin. <a href="http://www.mundmische.de/entries/view/6784-Feuerwehrmarmelade">Deshalb</a>. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/21/schmalz-und-feuerwehrmarmelade/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schöne Wörter</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/19/schone-worter/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/19/schone-worter/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2007 19:55:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/19/schone-worter/</guid>
		<description><![CDATA[Shishaskischulschwammschieberschürzenshopschwuchtel
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Shishaskischulschwammschieberschürzenshopschwuchtel</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/19/schone-worter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lug und Trug: Frau jules las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/04/lug-und-trug-frau-jules-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/04/lug-und-trug-frau-jules-las/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2007 16:30:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/04/lug-und-trug-frau-jules-las/</guid>
		<description><![CDATA[And all should know that they ´re the law 
Zweimal gelogen

And all should know that they ´re the law 
Es war einer dieser Tage. Einer dieser wenig Guten. 
Als welche von denen, die sagen sie wären die Netten vor der Tür standen im dritten Stock.  
Und klopften.
Die, die aufpassen auf sich und auf andere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b>And all should know that they ´re the law </b></p>
<p><b>Zweimal gelogen</b></p>
<p><span id="more-242"></span></p>
<p><b>And all should know that they ´re the law </b></p>
<p>Es war einer dieser Tage. Einer dieser wenig Guten. </p>
<p>Als welche von denen, die sagen sie wären die Netten vor der Tür standen im dritten Stock.  </p>
<p>Und klopften.</p>
<p>Die, die aufpassen auf sich und auf andere auch, klopften an der Tür um ihn zu holen.  </p>
<p>Ihn der gehurt haben sollte, gestohlen, gebockt und gestritten.  </p>
<p>Ihn, den man gegriffen haben wollte und wegsperren sollte.</p>
<p>In eines der tieferen Löcher unter den Kellern der staatlichen Festen.</p>
<p>Wo er nicht mehr huren sollte, stehlen, bocken und streiten wie bisher an frischer Luft.  </p>
<p>Und als die Netten die Türen sprengten, die Türen zum Heim des Versprengten, da griffen sie ihn.</p>
<p>An jedem Arm einer und schliffen ihn auf die Straße.  </p>
<p>Auf die Straße, auf das Pflaster der Gerechten und Netten und Guten.</p>
<p>Um ihn denen zu zeigen, die nicht huren, stehlen, bocken und streiten.  </p>
<p>Denen, die bitte und Danke sagen und Zähne</p>
<p>      putzen, die sie später anderen zeigen als Trophäe in der Glasvitrine. </p>
<p>Denen, die aufpassen auf sich und auf andere.</p>
<p>Denen, die sagen sie wären die Netten.  </p>
<p>And all should know that they ´re the law.  </p>
<p>Er, den man holte, verlor was er hatte.</p>
<p>Davon alles und noch mehr, wenn  man das sagen kann, als man ihn auf die Straße schliff.</p>
<p>Und er keuchte, fiepte zwischen Schuhsohle und  kopfsteingepflasterter Straße. </p>
<p>Alle sollten sehen was passiert,</p>
<p>wenn du  auf der Straße redest.</p>
<p>Wenn du auf die große Fahrt hoffst.</p>
<p>Wenn auf dich keiner mehr aufpasst.</p>
<p>Wenn du ins Messer beißt und dabei dein Gesicht verziehst. </p>
<p>Die Netten sagten, er sei keiner von Ihnen. Nicht mehr. </p>
<p>Seit er einer war, der redete auf der Straße.</p>
<p>Seit er auf die große Fahrt hoffte.</p>
<p>Seit auf ihn keiner mehr aufpasste</p>
<p>Seit er ins Messer gebissen hatte und dabei sein Gesicht verzog. </p>
<p>Er war einer von denen. Einer dieser wenig Guten. </p>
<p>Und es war einer dieser Tage. Einer dieser wenig Guten.</p>
<p><b>Zweimal gelogen</b></p>
<p>Lieber Leser,</p>
<p>sie kennen mich. Sie kennen mich gut. Mit ihnen kann man reden, das weiß ich. Ich muss ihnen was sagen.</p>
<p>Ich habe gelogen. Ich habe einfach gelogen. Ich weiß, dass man das nicht macht…aber…Ich habe gelogen…gleich zwei Mal…da mit was ich werden will und so… Ich habe ihnen Geschichten erzählt. Die so klingen als wären wahr, es aber doch nicht sind. Erinnern sie sich? An diese Tage im September und Januar als ich von Bundeskanzlern und Tänzerinnen sprach?</p>
<p>Sie erinnern sich. Ich wusste es ja, mit ihnen kann man reden. </p>
<p>Wissen sie, lieber Leser, ich will kein Bundeskanzler  werden.</p>
<p>Das sind  Wortverdreher, die immer keiner mag.</p>
<p>Ich will ja auch was schaffen, in meinem Leben. Meiner Familie was bieten können. Ein Haus mit Garten. Ein  Auto mit einem großen Kofferraum. Ein Hund, ein Goldfisch, Klavierunterricht und Schulhefte wollen alle bezahlt sein. Und als Bundeskanzler…pffff….da hat man keine Zeit für so was. Eigenheime, Hausaufgaben, TÜV, DSL, Chi Gong und andere wichtige Sachen bleiben da auf der Strecke.</p>
<p>Dunkelblaue Hosenanzüge, stetige Nettigkeit, Presse, Reisen, mit anderen Bundeskanzlern reden, sich Gesetzte ausdenken. Das ist mir nichts… Schau´n die lieber Leser, so einem Bundeskanzler wird dem ganzen Tag Honig um´s Maul geschmiert – das klebt doch. Und Bundeskanzler will man auch immer ganz schnell wieder weg haben.</p>
<p>Dann stänkern alle rum und sagen…is´  doch blöd was du da machst. Was soll ´n die scheiße. Dich wähle ich nicht noch mal. Du Arsch. </p>
<p>Und denn steht man da und wird doch noch mal gewählt weil die anderen noch viel blöder sind und muss wieder den dunkelblauen Hosenanzug anziehen…Wissen sie lieber Leser, ihnen kann ich´s ja sagen: Der kneift am Hintern.  </p>
<p>Und Tanzen? Ja, tanzen…. Ach…Ich mach mich doch zum Ei…Da muss man schlank sein und schön. …die können sich in meinem Schlüpfer einwickeln – zwei Mal, drei Mal… wenn sie wollen…oder zu zweit. So lange meine Beckenknochen nicht pieken, wenn ich jemanden umarme  mach ich mich da nur zum Ei.</p>
<p>Dickes Trampel werden sie sagen, du stehst im Licht. Außerdem mag ich nicht immer nur Wasser trinken und rauchen und in Orangensaft getränkte Wattebäusche essen&#8230; Und wenn ich mich dann bücke und mein rosa Kostümchen reist, dann steh ich da und alle lachen… Mit Schuhen, die nicht passen.120 Kilo die nicht tanzen können, zwischen zwölf man XXS. Erinnern sie sich, lieber Leser, erinnern sie sich? An den Traum vom geplatzten Würstchen…? Sie erinnern sich. Ich wusste es ja, mit ihnen kann man reden. Was soll ich sagen…</p>
<p>Ich habe gelogen. Ich habe einfach gelogen. Ich weiß, dass man das nicht macht…aber…Ich habe gelogen…gleich zwei Mal…da mit was ich werden will und so…  </p>
<p>Ich will ja auch was schaffen, in meinem Leben. Meiner Familie was bieten können. Ein Haus mit Garten. Ein  Auto mit einem großen Kofferraum. Ein Hund, ein Goldfisch, Klavierunterricht und Schulhefte wollen alle bezahlt sein. Eigenheime, Hausaufgaben, TÜV, DSL, Chi Gong und andere wichtige Sachen…die Kosten. Da muss mir was suchen, was Hand und Fuß hat…wo ich was werden kann damit. Lieber Leser verstehen sie? Ich habe gelogen. Ich wollte träumen, wovon alle träumen. Bundeskanzler oder Ballerina werden… das will jeder. Aber Chi gong, ein Eigenheim, ein Auto mit großem Kofferraum… </p>
<p>Ich möchte viel, viel lieber kleine Bratwürstchen verkaufen. Die ich selber durch den Wolf gedreht und in Schweinedarm gestopft habe. Hmmmm… kleine Bratwürstchen verkaufen…Und Sülze und Hackepeter und Leberwurst und Schweinenieren und Rinderhälften und Teewurst und Leberwurst und Zungenwurst und Bärchenwurst und Pferdewurst und Bierschinken und Schinken und Klopse und Wiener Würstchen und Bockwürstchen und Hühnchenhälften &#8211;  gleich neben der Käsetheke…</p>
<p>Das will ich, lieber Leser. Das. Ich will auch über Leben und Tod entscheiden dürfen.</p>
<p>Ich will Fleischfachverkäuferin werden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/04/04/lug-und-trug-frau-jules-las/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein Molter für die Welt</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/03/08/ein-molter-fur-die-welt/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/03/08/ein-molter-fur-die-welt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2007 18:05:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2007/03/08/ein-molter-fur-die-welt/</guid>
		<description><![CDATA[
Martin Molter hat das Lesekollektiv mit seinem Geschenk an den Rand der Auflösung gebracht. Mit Zähnen und Klauen haben wir fünf um das Original seines Bildes gekämpft und &#8211; das muss ich mal selbstgefällig loswerden &#8211; meine Chancen standen nicht schlecht.
Zerkratzt, zerbissen und voller blauer Flecken aber erinnerten wir uns alle daran, dass wir ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img width="474" height="355" src="http://farm1.static.flickr.com/165/414714138_4c04703a4c.jpg" /></p>
<p>Martin Molter hat das Lesekollektiv mit seinem Geschenk an den Rand der Auflösung gebracht. Mit Zähnen und Klauen haben wir fünf um das Original seines Bildes gekämpft und &#8211; das muss ich mal selbstgefällig loswerden &#8211; meine Chancen standen nicht schlecht.</p>
<p>Zerkratzt, zerbissen und voller blauer Flecken aber erinnerten wir uns alle daran, dass wir ja eigentlich Frieden und so gut finden und versuchten eine einvernehmliche Lösung zu finden.</p>
<p>&#8220;Jörn Lehmann&#8221; (<a href="http://www.amazon.de/Schloss-Schwerin-J%C3%B6rn-Lehmann/dp/3000150234/sr=1-3/qid=1168168204/ref=sr_1_3/028-1913308-8516511?ie=UTF8&#038;s=books">Schlossbuch!</a>) heißt diese Lösung. Der Erstligafotograf aus Schwerin wird das Bild mittels seiner magischen Kästchen und einem ganzen Haufen Licht reproduzieren. Dann geht das Ding in die Druckerei und jeder kriegt einen Molter im Format A1.</p>
<p>Das Original wird seinen Platz an der Wand der Frau jules finden.</p>
<p>Aber auch Sie können dann ein Exemplar dieses einmaligen Kunstwerkes erwerben. Das wird wegen der Druckkosten nicht  ganz billig, aber es lohnt sich. Mehr als 50 Stück wird es nicht geben.</p>
<p>Wenn Sie übrigens mal exzellente Fotos brauchen, ich meine, richtig gute Fotos, dann finden Sie den Herrn Lehmann in seinem <a href="http://www.m-vp.de/fotograf-lehmann/">virtuellen Zuhause.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/03/08/ein-molter-fur-die-welt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schmalz und Marmelade gratuliert</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/02/27/schmalz-und-marmelade-gratuliert/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/02/27/schmalz-und-marmelade-gratuliert/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Feb 2007 20:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2007/02/27/schmalz-und-marmelade-gratuliert/</guid>
		<description><![CDATA[Schmalz und Marmelade wurde heute verschenkt. Eine Stammzuschauerin feierte ihren Geburtstag und wir wurden von ihrem Enkel nackt in eine Torte gesperrt, aus der wir dann singend hüpfen mussten als Geburtstagsgeschenk ins Weststadtcafé eingeladen. Zu dritt haben wir ein kleines halbstündiges Programm gebastelt und &#8211; so jedenfalls unser Eindruck &#8211;  die Überraschung hat durchaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schmalz und Marmelade wurde heute verschenkt. Eine Stammzuschauerin feierte ihren Geburtstag und wir wurden von ihrem Enkel <strike>nackt in eine Torte gesperrt, aus der wir dann singend hüpfen mussten</strike> als Geburtstagsgeschenk ins Weststadtcafé eingeladen. Zu dritt haben wir ein kleines halbstündiges Programm gebastelt und &#8211; so jedenfalls unser Eindruck &#8211;  die Überraschung hat durchaus funktioniert.</p>
<p>Es gab Schmalz und Marmelade. Extra für uns.</p>
<p>Überdies sprach uns ein freundlicher Herr an, und lud uns ein, eine Show live im Hausfunk der <a href="http://www.sozius-schwerin.de/">Sozius-Seniorenheime</a> zu spielen. Na und, hey, das ist gemeinnützig. Das machen wir doch.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/02/27/schmalz-und-marmelade-gratuliert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Marketingleiter</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/02/20/marketingleiter/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/02/20/marketingleiter/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2007 20:58:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2007/02/20/marketingleiter/</guid>
		<description><![CDATA[Schmalz und Marmelade wurde in letzter Zeit unter anderem in Zusammenhang mit dem gänzlich unpoetischen Begriff &#8220;Marketingleiter&#8221; gefunden. Unklar bleibt, ob die oder der Leiter gemeint ist.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schmalz und Marmelade wurde in letzter Zeit unter anderem in Zusammenhang mit dem gänzlich unpoetischen Begriff &#8220;Marketingleiter&#8221; gefunden. Unklar bleibt, ob die oder der Leiter gemeint ist.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/02/20/marketingleiter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Terminologisches</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/01/11/terminologisches/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/01/11/terminologisches/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Jan 2007 23:07:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marmelade]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2007/01/11/terminologisches/</guid>
		<description><![CDATA[Schmalz und Marmelade ist eine Lesebühne. In unserer Pressemitteilung zu &#8220;Wurst und Durst&#8221; am kommenden Sonntag, haben wir uns mit leichter Anspielung an die &#8220;elf Freunde&#8221; fünf Lesefreunde genannt. Kein Wort vom Schreiben! Man könnte meinen, wir lesen Zeuch von Fremden&#8230;
Ich mein, man kann drauf kommen, dass eine Lesebühne von Schreiberlingen betrieben wird, auch wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schmalz und Marmelade ist eine <em>Lesebühne</em>. In unserer Pressemitteilung zu &#8220;Wurst und Durst&#8221; am kommenden Sonntag, haben wir uns mit leichter Anspielung an die &#8220;elf Freunde&#8221; fünf <em>Lese</em>freunde genannt. Kein Wort vom Schreiben! Man könnte meinen, wir lesen Zeuch von Fremden&#8230;</p>
<p>Ich mein, man kann drauf kommen, dass eine <em>Lesebühne</em> von Schreiberlingen betrieben wird, auch wenn es absurd klingt. Klarheit in der Sprache wiederum ist essenziell. Insofern&#8230; Umbennenen?<br />
<em>Schreibebühne?</em> Och nö.</p>
<p><em>Literatenfrühstück?</em> Hihi. nee, ganz sicher nicht&#8230; Literaten&#8230; tststs&#8230;</p>
<p>Ach, alles Quatsch. Wir lassen das so. Wer liest der schreibt, wer schreibt, der bleibt. Ist doch einfach.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2007/01/11/terminologisches/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Marmeladentest im ZDF</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2006/10/17/marmeladentest-im-zdf/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2006/10/17/marmeladentest-im-zdf/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2006 19:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2006/10/17/marmeladentest-im-zdf/</guid>
		<description><![CDATA[Die ZDF-Magazinsendung WISO lud für ihre gestrige Ausstrahlung (16.10.2006) zum großen Test des süßen Fruchtaufstrichs. 10 verschiedene Erbeermarmeladen standen auf dem Prüfstand. Erdbeer, der Klassiker, der Deutschen liebste Marmelade.
Getestet wurde pur, nicht als Aufstrich. Die Schmalz &#038; Marmelade Hausmarke aus Rostock war im Wettbewerb nicht vertreten. Die MV-Landesfarben wurden allerdings vom Boitzenburger Früchtezauber ehrenvoll hochgehalten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die ZDF-Magazinsendung <a target="_blank" title="Link Marmeladetest bei WISO" href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/0,1872,3987659,00.html">WISO</a> lud für ihre gestrige Ausstrahlung (16.10.2006) zum großen Test des süßen Fruchtaufstrichs. 10 verschiedene Erbeermarmeladen standen auf dem Prüfstand. Erdbeer, der Klassiker, der Deutschen liebste Marmelade.</p>
<p><span id="mce_editor_0_parent" /><span id="more-86"></span>Getestet wurde pur, nicht als Aufstrich. Die Schmalz &#038; Marmelade Hausmarke aus Rostock war im Wettbewerb nicht vertreten. Die MV-Landesfarben wurden allerdings vom <a title="Link Boitzenburger Fruchtzauber" target="_blank" href="http://www.boitzenburger-fruechtezauber.de/">Boitzenburger Früchtezauber</a> ehrenvoll hochgehalten, die Marke eines Uckermärkischen 3-Frauen-Betrieb, &#8220;gekocht wie zu Hause&#8221;, deren Produkt also bestens in unsere Novemberlesung zum Thema &#8220;Heimat&#8221; passen würde. Und das mit dem 3. Platz auch hervorragend abgeschnitten hat. Übertroffen nur von der hanseatisch-eidgenössischen Koproduktion des Fruchtaufstriches von Mövenpick-Schwartau und der österreichischen Marke Darbo.</p>
<p>Bei Schmalz &#038; Marmelade haben Sie eine einfachere Wahl, liebe Leserin, lieber Leser, nämlich nur Schmalz oder Marmelade und das Ergebnis fällt eindeutig aus, Marmelade: mmhh, lecker süß und fruchtig und Schmalz: aahh, herzhaft!</p>
<p>Bei WISO finden Sie allerdings auch noch <a target="_blank" title="Link Marmeladerezepte von WISO" href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,2005409,00.html">leckere Rezepte</a> für das selber Marmeladekochen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2006/10/17/marmeladentest-im-zdf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wir sind die Marmeladinger</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2006/08/07/wir-sind-die-mameladinger/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2006/08/07/wir-sind-die-mameladinger/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Aug 2006 08:33:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmelade.de/?p=48</guid>
		<description><![CDATA[Und zwar wir alle, zumindest aus Sicht unserer südlichen Nachbarn. &#8220;Marmeladinger ist eine in Österreich geläufige Bezeichnung für Deutsche, speziell für Norddeutsche.&#8221; sagt uns Wikipedia. Das österreichisch-Versteher-Lexikon www.piefke.at bringt es sogar noch deutlicher auf den Punkt.
Marmeladinger: Bundesdeutscher, Norddeutscher, Tölpel.
Hintergrund ist nicht etwa die in Österreich bekannte Vorliebe der Deutschen für den Fruchtaufstrich, zudem Marmelade in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und zwar wir alle, zumindest aus Sicht unserer südlichen Nachbarn. &#8220;Marmeladinger ist eine in Österreich geläufige Bezeichnung für Deutsche, speziell für Norddeutsche.&#8221; sagt uns <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marmeladinger">Wikipedia</a>. Das österreichisch-Versteher-Lexikon <a href="http://www.piefke.at/Lexikon.htm">www.piefke.at</a> bringt es sogar noch deutlicher auf den Punkt.<br />
Marmeladinger: Bundesdeutscher, Norddeutscher, Tölpel.<br />
Hintergrund ist nicht etwa die in Österreich bekannte Vorliebe der Deutschen für den Fruchtaufstrich, zudem Marmelade in Österreich eigentlich eher bezeichnet, was hierzulande als Rote Grütze gegessen wird. Die Bezeichnung kommt aus dem Ersten Weltkrieg. Die &#8220;reichsdeutschen&#8221; Soldaten wurden aus Mangel an fetthaltiger Speise eben mit Marmelade versorgt, sehr zum Spott ihrer österreichischen Bundesgenossen. Diese machten aus der Marmelade mal &#8220;Heldenbutter&#8221; mal &#8220;Hindenburgfett&#8221;. Da haben wir auch die Verbindung von der Marmelade zum Schmalz. Guten Appetit!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.schmalzundmarmela.de/2006/08/07/wir-sind-die-mameladinger/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

