Archiv der Kategorie ‘Ausblick‘

 
 

Sonderlese: 15. Mai, 12 Uhr
Drisbeth, Gartencafé Sonntagsgrün

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

wir haben einen wunderbaren Ort ausgemacht, den wir gern mit Ihnen teilen möchten: das Café Sonntagsgrün in Drisbeth. Dort residiert, serviert, sät, pflanzt, erntet, lebt und genießt die ausgewiesene Gartenexpertin und Journalistin Beate Schöttke-Penke und sie lädt gern sich Gäste ein. In ihr Café Sonntagsgrün, das wir am 15. Mai auch zu dem Ihren machen wollen. Mit Lesung, mit Suppe und Kaffee, mit Lauf-Enten in Sichtweite zwischen Backsteinhaus, Gartenteich und Streuobstwiese.

Schmalz und Marmelade lädt Sie ein ins Gartencafé Sonntagsgrün

Wann?
Am Sonntag, dem 15. Mai

Wann genau?
Um 11.30 Uhr gibts Mittag mit Antipasti und Suppe – um 12 wird losgelesen

Wer liest was?
Beate Schöttke-Penke und Christian Lehsten stellen ihr Buch vor: “Ein stimmungsvoller Rosengarten: Romantisch eingebettet in die Landschaft”
Schmalz und Marmelade liest das Beste aus den vergangenen fünf Jahren.

Wie kommen wir da hin?
Am schnellsten sind Sie natürlich mit dem Auto – hier sagt Ihnen Google, wo Sie hin müssen.

Wenn allerdings das Wetter mitspielt und das hoffen wir natürlich, dann wollen wir mit dem Rad nach Drisbeth. Vielleicht wollen Sie ja mit? Ob die Radtour stattfindet, oder nicht, wo wir uns treffen und wo wir langfahren, das sagen wir Ihnen allerspätestens am 14. Mai, wenn der Wetterbericht zuverlässig ist – dann wiederum mit einem Newsletter und natürlich im Blog auf www.schmalzundmarmela.de

Wir freuen uns auf Sie, auf den Garten in Drisbeth, auf das Buch und den Kaffee und wir hoffen, es geht Ihnen genauso.

Bis zum 15. Mai!

i.A. Herr thom*

PS: Ganz unverblümt möchten wir Ihnen noch sagen, dass Sie das beste Lesebühnenpublikum sind. Ehrlich. Das allerbeste. Klug, aufmerksam, treu, liebevoll, klatscherprobt. Und…. Da gibt es aber noch etwas, dass wir sagen wollen: Es wird die vorletzte Lesung von Schmalz und Marmelade sein und wir wollen uns mit dieser Gartenlese in Drisbeth im kleinen Kreis von Ihnen verabschieden. Im hoffentlich großen Kreis tun wir das ja dann mit einer Fete namens “Basta!”, mit Musik, Büfett, Literatur, Faxen und Kram, am 19. Juni, im Schleswig-Holstein-Haus! Nun aber nicht den Kopf hängen lassen, fünf jahre sind eine lange Zeit und Sie wissen ja: Blaukraut bleibt Brautkleid und Schmalz bleibt Marmelade. Oder so ähnlich. Insofern: Bitte beide Termine in den Kalender und zwei letzte Male feiern mit Schmalz und Marmelade: 15. Mai, Drisbeth, 19. Juni, Schleswig-Holstein-Haus. Bis dann!

Sonntag: Schmalz und Marmelade liest Rot-Weiß

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

Rot-Weiß ist Pommes, ist Fußball, ist Fahnenkult und Fieberthermometer. Rot-Weiß ist Sascha Lobo, Heuschnupfen und Taschentuch und Erdbeeren mit Sahne. Und die Tapete nach einem Filzstiftangriff ist auch Rot-Weiß. Deshalb und weil Schmalz irgendwie weiß und Marmelade, so man will, irgendwie rot sein kann, ist Rot-Weiß das perfekte Thema für eine unentschiedene Aprillese auf den Brettern des Freischütz am Schweriner Ziegenmarkt. Also laden wir ein mit Winkelement und Wattewölkchen – wir wären froh Sie zu sehen, am kommenden Sonntag und ebenso froh wären wir, wenn Sie so freundlich wären, den Termin weiter zu sagen:

Sonntag, 10. April, Freischütz am Ziegenmarkt, Schwerin
Schmalz und Marmelade – die Schweriner Lesebühne
Thema: Rot-Weiß
Gast: Siegfried Jürgensen*
Frühstück mit Schmalz und Marmelade ab 11.30 Uhr – Texte vor die Nase um 12 Uhr

*Siegfried Jürgensen nimmt uns mit in eine Kindheit in Schleswig-Holstein – “Der Familienpapagei” heißt seine Sammlung – wir sind sehr gespannt. Wenn er nicht schreibt ist Siegfried Jürgensen Leiter der Schuldnerberatung Lichtblick in Schwerin.

Wir freuen uns auf Sie, auf den Sonntag und eine Lese Rot-Weiß!

i.A.

thom*

Statusmeldung: Anmeldungen für Sonntag

Moin in die Runde,

eine kleine Durchsicht aller Anmeldungen ergab, dass genau jetzt 54 Plätze vorbestellt sind. Dabei sind sowohl die Mails als auch die Facebook-Veranstaltungszusagen (mit je einer Person pro Facebook-Account) berücksichtigt. Sprich – es ist noch 1 bequemer Sessel zu haben. Danach kriegen wir nochmal gut 10 Menschen auf etwas unbequemeren Möbeln beziehungsweise dem Fußboden unter. Also – keine Scheu, immer ran.

Nun aber noch die Bitte an Sie, an Euch, doch eine kurze Absage in eine Mail an bekannte Adresse zu schreiben, wenn vorbestellte Plätze nicht genutzt werden können. Dann haben andere noch eine Chance dabei zu sein, wenn sie mögen.

Wir freuen uns wie Bolle auf Sonntag!

i.A. thom*

Sonntag: Schmalz und Marmelade im Planetarium

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

wissen Sie, wie man es schafft ruckzuck aus der Sternwarte geworfen zu werden? Ganz einfach: Man gehe hin zum obersten Sternengucker und beginne die Konversation mit: “Was machen Sie als Astrologe eigentlich genau?” Haben wir unlängst ausprobiert und dabei natürlich wohlweislich den Lesebühnen-Nachwuchs vorgeschickt. Und dann, als das Kind schon fast im Brunnen lag, haben wir schnell behauptet, das wäre alles nur Spaß. Und schließlich haben wir noch einen anzüglichen Witz nachgelegt, den Klassiker mit dem falsch betonten Uranus.

Und was sollen wir sagen: Die Damen und Herren des Planetariums sind mit enormem Langmut geschlagen und von so einer Lesebühne, die einen Clown gefrühstückt hat, lassen die sich nicht ins Boxhorn jagen. Im Gegenteil: Mit offenen Türen wurden und werden wir empfangen zwischen der echten Sternenkuppel oben im Turm und dem Himmelszelt, dem nachgemachten, im Erdgeschoss.

Ich sehe Sie schon ungeduldig diesen Text überfliegen und mit dem Kopf wackeln, ob der ausufernden Ankündigungsprosa und so will ich Sie auch nicht länger hinhalten:

Lesebühne Schmalz und Marmelade zum Thema Himmel und Erde
Ort: Planetarium Schwerin, Weinbergstraße 17
Zeit: Sonntag, 13. Februar, 12 Uhr
Gäste: das A-Capella-Quartett Vibes und Peter Schmiedeberg vom Planetarium

Eintritt frei – über Spenden freuen wir uns.

WICHTIG: Es gibt nur 55 Plätze und ein paar sind schon über unsere Facebook-Seite reserviert worden. Weitere Vorbestellungen bitte über orga@schmalzundmarmela.de

Der Gast:
Peter Schmiedeberg, unser Gast und Gastgeber zugleich, ist übrigens – das lässt sich ohne Übertreibung sagen – im Planetarium aufgewachsen. Von Kindesbeinen an hat er in der Sternwarte und unter dem künstlichen Himmel seine Freizeit verbracht – heute ist er für die vielen Besucher des Planetariums einer derjenigen, die mit Witz und für ein Laienpublikum spannend die Himmelsphänomene erklären können. Die Woche über arbeitet Peter Schmiedeberg fern der Heimatstadt, aber an jedem Wochenende zieht ihn sein Planetarium wieder magisch in den Norden.

Kurz: Peter Schmiedeberg kennt den Himmel über Schwerin wie kaum ein anderer und als unser Gast im zweiten Teil wird er uns und allen, die Lust haben, dabei zu sein erzählen, was da Besonderes geschieht in den Weiten über dem Horizont.

Der Soundtrack zum Sternenhimmel
Die Vibes, ein A-Capella-Quartett, bringen ganz dem Namen gemäß gute Schwingungen mit – sie sagen über sich selbst:

“Vibes” bedeutet Vibrationen – in diesem Fall gute – Schwingungen, und: weil es auch nach Weibs klingt, war der Name für das Ensemble gefunden. Vibes singen alte Lieder auf Kisuaheli, Maoori, Gälisch, Deutsch, Althebräisch u.a. Dass diese Mischung gut ankommt, beweisen unter anderem ein ausverkauftes Konzert mit “Reel” am 27.11.2010 im Speicher Schwerin und die Anfrage des Sängers und Songwriters Marco Pohl der Gruppe “Anti Avanti”, ein Konzert sowie die Produktion der nächsten CD (Feb. 2011) durch den Gesang der Vibes zu bereichern. “Vibes” machen Gänsehaut, bringen zum Schmunzeln und Lachen, beschwingen und verführen zum Träumen. “Vibes” wissen, dass jeder Mensch singen kann. Manche tun es heimlich – andere unheimlich. Singen ist atmen und atmen heißt Leben. Vier Frauen, die sich zu ihrer heimlichen Liebe – dem Singen – gerne öffentlich bekennen und die Freude daran mit Publikum teilen möchten…

Damit ist die Bühne bereitet, die Verlautbarung ist erfolgt – es fehlen nur noch Sie und wir und der Sonntag selbst, aber den Gesetzen von Zeit und Raum folgend kommt Letzterer ganz bestimmt. Und Sie doch auch, oder? Wir jedenfalls freuen uns auf einen Sonntag mit ganz neuen Perspektiven und auf den Himmel über Schwerin.

Auf Sonntag!

i.A. thom*

PS: Wir sind die Borg! Sie werden assimiliert werden. Widerstand ist zwecklos!
PSPS: Sie finden die Lesebühne auch bei Facebook. Dort sind bereits alle Veranstaltungen bis zum großen Jubiläum im Juni verzeichnet. Und wenn Sie “Gefällt mir” klicken, bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
PSPSPS: Wir haben Ihr Horoskop gestalkt. Für diese Woche lautet es: “Am Sonntag stehen die Sterne günstig. Sie werden Ihnen leuchten am hellichten Tag!” Wenn das mal kein Zeichen ist…
PSPSPSPS: Die besten Texte des kommenden Sonntags können Sie neu arrangiert auch in Parchim erlauschen – am 15. März, 19 Uhr, in der Theatergaststätte des Mecklenburgischen Landestheaters Parchim.

Sonntag: 5. Advent im Freischütz

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

mit vorweihnachtlichem Strahlen in den Gesichtern schreiten wir dem 5. Advent entgegen. Als bibelfeste, allgemeingebildete Menschen werden Sie nun mit einem triumphierenden Lächeln sagen: 5. Advent? Hä? Und wir antworten: Jo! 5. Advent! Denn zum fünften Mal bereits lesen wir zum Thema Advent, das erklärt den seltsamen Titel, und zum fünften Mal wollen wir mit Ihnen aus der Adventslese eine kleine Weihnachtsfeier im engsten Kreise machen. Und “engster Kreis”, das meint eben so viele Menschen, wie der Freischütz fassen kann.

Zu Gast ist in diesem Advent ein Mann, auf den wir uns ungeheuer freuen, ist er doch als famoser Musiker, als Kenner der Musikgeschichte und als überaus charmanter Plauderer bekannt: Ralf Gehler ist Historiker, sein Arbeitsplatz ist das Museum in Hagenow und Ralf Gehler spielt so ziemlich alles, was Töne macht. Und: er kennt sich aus in der Folklore Mecklenburgs. Mit seiner Band Kwart hat er in diesem Jahr den Weltmusikpreis “RUTH” abgeräumt und die Laudatio liest sich wie eine gerade noch zurückhaltend formulierte Lobeshymne auf das Schaffen der Musiker. Da werden Sie sicher verstehen, dass wir ganz hin und weg und schlicht verzaubert sind, Ralf Gehler in unserer Mitte zu haben am kommenden Sonntag.

Hier also die nackten Fakten:

Sonntag, 12. Dezember, Freischütz
Thema: 5. Advent
Gast: Ralf Gehler
Wie immer gilt:
11.30 Uhr Frühstück mit Schmalz und Marmelade – 12 Uhr Frühlese für Spätaufsteher.

Nun fehlen nur noch Sie und Ihre Vorfreude auf einen wunderbaren Sonntagmittag,

i.A. thom*

PS: Die Adventszeit ist lang in diesem Jahr – da werden die Texte kürzer.
PSPS: Diese Ankündigung belastet nicht den Schweriner Haushalt und wurde deshalb vom Innenministerium ohne Zögern genehmigt.
PSPSPS: Wenn Sie gerne kommen wöllten, aber können können Sie nicht können, dann kommen Sie doch am 18. Januar nach Parchim – dort lesen wir das Gegenstück zur Lese “Pro!” – unter dem Titel “Kontra!” singen und klamauken wir um 19 Uhr im Café des Landestheaters.
PSPSPSPS: Und wenn Ihnen Parchim zu weit ist und auch der kommende Sonntag schon verplant, dann schreiben Sie sich doch einfach den 13. Februar in den Kalender – da lesen wir für Sie unter dem Sternenhimmel der Sternwarte in Schwerin.
PSPSPSPSPS: Wussten Sie schon, dass die Lesebühne im Juni ihren fünften Geburtstag feiert? Am Wochenende nach Pfingsten, im Schleswig-Holstein-Haus. Mit Rumtata und Tirallala!
PSPSPSPSPSPS: Im ersten Satz ist keine Anspielung an den Castor versteckt.

Sonntag, 10. Oktober, Lese zum Thema Pro!

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

gern wird Schreibenden vorgeworfen, sie seien vor allem dagegen. Ihre Berufung sei es, immer schön aus der Distanz zu nölen und die schmale Literatenbrust hinter den Dornenhecken schöner Worte zu verbergen… Das ist falsch. Jedenfalls am kommenden Sonntag. Da ist „Pro!“. Da ist dafür, da ist mit und dran und mitten drin. „Pro!“ ist das Manifest der Lesebühne „Schmalz und Marmelade“ für den kommenden Oktobersonntag. „Pro!“ ist positiv und potenziell poetisch. „Pro!“ ist lokal-patriotisch wie unser Hang zum Freischütz, „Pro!“ ist Profit, Produktivität und Prokrastination. „Pro!“ ist die Poolposition im Schwimmhallenstreit und Produkt der Protagonisten von Schmalz und Marmelade. „Pro!“ ist Dada, nur prositiv.

Sonntag, 10. Oktober, Zum Freischütz, Am Ziegenmarkt in Schwerin
11.30 Uhr – Frühstück mit Schmalz und Marmelade
12 Uhr – Frühlese für Spätaufsteher

Gast: Lutz Dettmann

Lutz Dettmann ist sicher vielen von Ihnen, liebe Lesenden, ein Begriff – „Tiefenkontrolle“ heißt sein jüngstes Buch, „Wer die Beatles nicht kennt“ und „Sommertage in Estland – Aufzeichnungen einer Reise” seine Veröffentlichungen davor. Lutz Dettmann vermisst beruflich die Welt, weniger sehnsuchtsvoll als vielmehr mit GPS und Lasertechnik und schreibt Reiseberichte, Romane, Kurzgeschichten und Drehbücher.

Auf der Lesebühne wird Lutz Dettmann neue Texte vorstellen – wir sind sehr gespannt.

Weitere Infos zu Lutz Dettmann: http://www.lutzdettmann.de

Apropos pro… Als ich unlängst meinen 80-jährigen Großvater besuchte, stand der mit Meißel, Hammer und Trennschleifer am massiven Stahlgerüst der Kreissäge. Die hatte er vor vielen Jahren selbst zusammen geschweißt und zum Transport hatte die Säge Räder bekommen, an der Stirnseite – zwei Räder. An der anderen waren Einschübe für Stahlstangen, die dienten als Griffe – wie eine Schubkarre ließ sich das Monster so bewegen. Jedenfalls von Menschen, die von Feldarbeit gestählt auch dann nicht ins Schwitzen kommen, wenn sie einen Nachmittag lang Baumstämme zu Brennholz zerkleinern.

Das mit den Rädern hinten, das sei nicht so glücklich, hatte mein Großvater nun nach 25 Jahren aber festgestellt und war dabei, die achstragenden Winkeleisen hinten abzukloppen, um sie danach mittig wieder anschweißen zu können. Als ich meine Hilfe anbot, deutete Großvaddern nur auf den Vorschlaghammer, sagte dann aber vorsichtshalber dazu – “Is schwer”. Und nachdem ich zwei, dreimal gekloppt hatte, guckte er mitleidig, nahm mir den Hammer aus der Hand und nach wenigen Minuten war alles erledigt. “Is kein Komm-Puter nich, is was mit Muskeln”, sachte Opa mitleidig und ging Kaffee kochen. Da musste ich an Pro! denken, wie Profi und Pro! wie produktiv und gleich noch einmal, als mir beim Versuch, wenigstens das zweite Winkeleisen selbstständig vom Gerüst zu trennen, der Hammer aus der Hand rutschte und im Garagentor eine mächtige Beule hinterließ.

Ich befürchte, es war wiederum Mitleid, als Großvaddern mich später bat, ihm das Radio richtig einzustellen. So von wegen Erfolgserlebnis. War halt mal Chef, der Mann und als Chef musste er wissen: Erfolg tut Not, damit die Motivation nicht erlahmt.

Was das für Sie bedeutet und für den Sonntag?

Weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber ich bin sicher, Sie werdens herausfinden. Im Freischütz – am 10. Oktober. Mit Christin Neuber, Max Darsow, Herrn ivalo, Andersen Storm und mir, dem Herrn thom* Bei Schmalz, Marmelade, Milchkaffee und Brause. Den Garten können Sie ein andermal winterfest machen.

Wir freuen uns auf Sie,

i.A. Herr thom*

PS: Neulich an der Haltestelle hat einer gesagt: “Baden gegangen ist die Stadt auch schon ohne neue Schwimmhalle.” Fand ich erzählenswert.
PSPS: Diese Ankündigung bis zu Ende gelesen zu haben, entbindet Sie nicht von der Verpflichtung, am Sonntag bei uns zu sein!
PSPSPS: Schmalz und Marmelade wird unterstützt von ja! Natürliches Mineralwasser. Alle Texte wurden ermöglicht von ja! Buchstabensuppe.
PSPSPSPS: Haben Sie schonmal im Freischütz Mittag gegessen? Nur zu!
PSPSPSPSPS: Wenn Sie diese Lese zweimal genießen möchten, so ist das möglich. Am 10. Oktober im Freischütz – am 16. November, 19 Uhr, im Landestheater Parchim. Da sind wir jetzt öfter. Im Januar zum Beispiel und im März und im Mai!

Donnerstag: Mein Block – die Lesung

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

sicher haben Sie schon von “Mein Block” in Schwerin gehört – junge Kunst tritt da zum dritten Mal bereits ins Licht der Öffentlichkeit, in einem eigenen Haus, dessen Inneres nun vor der Kreativität der Akteure nur so strotzt. Auch Texte haben sich schon im Blockhaus verbreitet – an den Wänden sind sie zu lesen, als Spuren der Arbeit bisher.

Nun soll im Rahmen der Blockschau das gelesene Wort dazu kommen.

Am kommenden Donnerstag, dem 1. Juli, um 19 Uhr, bekommen die jungen Texter ihre Bühne und ein hoffentlich geneigtes Publikum. Für die meisten ist es das erste Mal, dass ihre Geschichten so aus den heimischen Schubladen auf eine Bühne purzeln. Und sie alle, wir alle, würden uns sehr freuen, wenn Sie dabei wären. Geboten werden – eine Stunde junge Lyrik, dazu etwas Prosa, absurd oder konkret, in jedem Falle aber die in Text gegossene Sicht junger Menschen auf ihre Welt.

Entstanden sind die Texte in den Dichterkammern der Stadt – in einem Workshop, der seit April die an Text interessierten Woche für Woche zusammen führt, haben sie miteinander gefeilt an den Worten und gerungen um Formulierungen und Themen und das Beste aus dieser Zeit bekommen Sie nun am Donnerstag um die Ohren gelesen.

Für Ihren Veranstaltungskalender nochmal die Kurzform:

Was: Mein Block – die Lesung
Wann: Donnerstag, 1. Juli, 19 Uhr
Wo: Blockhaus – Franz-Mehring-Straße – gegenüber der Paulskirche
Hä? http://tinyurl.com/blockhaus-wo

Häää? Einfach mal gucken. Hier.

Hintergrund:
Die BLOCKschau läuft bis zum 29. Juli 2010. In dieser Zeit erwartet Sie jeden Donnerstag von 19 bis 22 Uhr BLOCKstoff mit Theater, Musik und Lesungen. Am Freitag, Sonnabend und Sonntag können Sie sich die Ausstellung von 13 bis 18 Uhr ansehen. Für diese Tage gilt: Eintritt nach eigenem Ermessen. Statt eines festgelegten Eintrittspreises freut sich das BLOCK-Team über eine kleine Spende nach dem Motto “Jeder so viel, wie er kann”.
Wer sich für Führungen durch das BLOCKhaus außerhalb der Öffnungszeiten anmelden will, tut dies einfach per E-Mail an info@meinblock-schwerin.de.

Liebe Grüße,

Herr thom*

Sonntag – Schmalz und Marmelade zum Thema: Raten!

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

schreiten wir zur 50-Euro-Frage: Ist Schmalz und Marmelade – a) eine Lesebühne b) ein Handarbeitszirkel c) eine Selbsthilfegruppe oder d) eine neue Bezeichnung für die Infoschalter der Deutschen Bahn?

Richtig!

Und nun die 100-Euro-Frage: Ist am kommenden Sonntag bei Schmalz und Marmelade zu Gast – a) Katja Ebstein b) Horst Köhler c) Nike van Eppstein oder d) ein Sparpaket?

Jepp. Stimmt auch! Und alles ohne Joker!

Und nun schalten wir rüber in die Werbung – danach sehen Sie die Dokumentation “Buckelwale – behindert in den Weltmeeren” und wir sehen uns wieder, wenn Sie mögen, am kommenden Sonntag, 12 Uhr im Freischütz in Schwerin. Gast der Lesebühne Schmalz und Marmelade ist dann Nike van Eppstein.

[hier bitte selbstständig einen Werbeblock vorstellen - am Ende geht der Fernseher aus]

Liebe Mitleser, liebe Zufallsbekanntschaften, liebe Freunde, liebes Volk!

Raten ist, Raten sind: beliebt. Selbst mein Großvater hat immer gesagt, spare in der Not, dann kannste, wennde musst, auch die Raten bezahlen. Nützlich insbesondere in ärmlichen Wohnvierteln sind auch Ratenköder, Ratatouille ist mancherorts sogar ein Gericht. Und vor Gericht und auf hoher See, das wissen Sie – sind wir in Gottes Hand. Gott würfelt nicht, hat ein schlauer Mann einmal gesagt und auch wenn es niemand aufgeschrieben hat, so ist es doch die Wahrheit: derselbe Mann ergänzte Sekunden später seinen Ausspruch um die kurze Erkenntnis – Gott rät. Er rät zum Beispiel die Eltern zu ehren oder nicht zu stehlen. Insofern sind Ratesendungen, auch wenn sie in dieser Kausalität religiös motiviert wirken, doch in Wahrheit gotteslästerliche Zivilisationsunfälle, stehlen sie doch, nämlich den Menschen die Zeit. Und genau das hat mein Großvater schon meiner Mutter vorgeworfen – wenn sie mit dem Schulheft nach Hause kam, das Ergebnis einer Klassenarbeit ankündigend und dann auf die Frage, was denn herausgekommen sei, geheimnisvoll sagte: Rate mal. Wollte mein Großvater aber nicht, der wollte auf den Acker mit dem blauen Kugeltrabant und so hat er sich abgewendet und auf Gott verwiesen – du sollst nicht stehlen. Erst recht nicht die Zeit Deiner Eltern, die Du doch ehren sollst.

Doch zurück zur Lesebühne: Immer wieder gibt es, immer wieder gab es bei uns Texte, die Sie geradezu zum Raten herausgefordert haben. Texte, die kryptisch und unverständlich blieben, so dass Sie am Ende – oder in der Pause schon – rätselten: Was will uns der Schreiber damit sagen. Nicht immer weiß es der Schreiber, diesmal aber ist Raten Programm. Und damit Sie sich nun nicht weiter fragen müssen, wer denn diese ominöse Nike van Eppstein ist, sagen wirs Ihnen einfach:

Nike van Eppstein singt, liest und ist ganz und gar bezaubernd dabei. Ihr musikalischer Weg schrappte kurz an Buxtehudes Kyrie eléison vorbei, touchierte die Beatles um dann zu einer Stichstraße eigener Lieder zu werden. Und weil Lieder mit korrekt gearbeiteten Texten einfach besser klingen, hat sich Frau van Eppstein an ihre Kindheit erinnernd ein großes Vorbild für Rhythmus und Versmaß gesucht – das Kleinod ”Fuchs und Igel” von Wilhelm Busch. Indes treibt sie die Ungeduld der inneren Jugend – wohl nie werden wir deshalb einen Roman aus ihren Fingern aufs Nachttischchen legen können – dafür Kurzgeschichten, was ja in diesem Fall ganz hervorragend zu Schmalz und Marmelade passt, schließlich haben Sie – das geneigte Publikum ja nicht ewig Zeit.

Nach einem Rücktritt vor dreizehn Jahren – begründet hatte Nike van Eppstein den übrigens mit den Worten, sie vermisse den Respekt vor ihrem Amt, ein Spruch, den unlängst ein Politiker ohne mit der Wimper zu zucken abkupferte – ist Nike van Eppstein nun zurück auf den deutschen Bühnen. Premiere feiert sie dabei im Schweriner Freischütz bei der Lesebühne Schmalz und Marmelade.

Die Fakten:

Was: Schmalz und Marmelade – die Schweriner Lesebühne
Wann: Sonntag, 13. Juni 2010 – 11.30 Uhr Frühstück mit Schmalz und Marmelade – 12 Uhr Lesung 
Wo: Zum Freischütz am Ziegenmarkt
Thema: Raten
Gast: Nike van Eppstein

Damit dürfte Sie im Bilde sein, wir fallen für Sie aus dem Rahmen – aber am Sonntag erst, bis dahin verbleiben wir Ihre überaus mitfühlenden Kasperköppe von der Lesebühne Schmalz und Marmelade.

i.A. thom*

PS: Schmalz und Marmelade wird Ihnen präsentiert von Horsts Rücktrittsbremse und dem Festkommitee “Wir können auch ohne Geld glücklich sein” der Landeshauptstadt Schwerin
PSPS: Wenn Sie nicht kommen sind Sie nicht da. Und das wollen wir doch nicht, oder?
PSPSPS: Taggs – die Theatergruppe am Goethe-Gymnasium – ist toll. Sie haben am Freitag, Sonnabend und Sonntag noch die Chance, die fantastische Inszenierung “Unser Haus” zu sehen. www.taggs-schwerin.de

Angucken: “werkstatt der künste” zum filmkunstfest

Wir kommen ja geradewegs von der Bühne im Schleswig-Holstein-Haus und haben da ein sehr freundliches Publikum vor der Nase gehabt. Das Programm war für uns ein kleines Experiment – wir haben geschaut, was an deutschen Befindlichkeiten wir in unseren Texten finden und da hab ich, also der Herr thom*, vor allem ein paar Klassiker des ersten Jahres Lesebühne gefunden, ähnlich gings dem Herrn ivalo und Andersen Storm hat mit ganz neuen Liedern dagegen gehalten.

Das mit den deutschen Befindlichkeiten kommt daher, dass im 20. Jahr der Einheit Deutschland selbst das Gastland des 20. filmkunstfestes ist, zu dem wiederum die “werkstatt der künste” traditionell gehört.

Und genau die sollten Sie in den kommenden Tagen genau verfolgen. Die Ausstellung im Holstein-Haus, natürlich, aber auch die vielen großartigen Veranstaltungen drumrum.

23./24. April: Wir lesen in Bönen und Köln

Vorab die harten Fakten:

Freitag, 23. April, 19.30 Uhr
Förderturm Bönen
Google-Maps-Link
iCal-Datei

Sonnabend, 24. April, 19 Uhr
Bistro im Tagungs- und Gästehaus St. Georg, Rolandstraße 61
Google-Maps-Link
iCal-Datei

Pressetext

Schweriner Lesebühne am 23. April zu Gast in Bönen / Schweriner Lesebühne am 24. April zu Gast in Köln
„Literatur, Lieder, Faxen und Kram“

Was haben ein herzloser Kapitän der Weißen Flotte, ein Dauerstudent mit Bausparvertrag und ein im Kreisverkehr des Dörfchens Tretmühl gefangenes Filmteam gemeinsam? Sie alle werden auf der Lesebühne “Schmalz und Marmelade” lebendig. Sie winden sich aus Textblättern auf denen sie erdacht wurden, um einem Publikum, das Literatur mit Augenzwinkern schätzt, zu gefallen.

Schmalz und Marmelade – das ist seit mehr als drei Jahren die Schweriner Lesebühne.  Andersen Storm, Herr ivalo und Herr thom* lesen sich dort um Kopf und Kragen – ihre Texte sind für die Bühne gemacht, sie leben von der Überraschung und vom Spaß an Sprache, von Holzhammerwitzen ebenso wie von mehr oder weniger zarten zwischen-den-Zeilen-Pointen. In Schwerin trifft sich die Lesebühne stets an einem Sonntagmittag um das Neueste aus den heimischen Tastaturen auf die Bühne zu bringen – in Köln und Bönen hat Schmalz und Marmelade das Beste aus den vergangenen drei Jahren im Gepäck.

Die Lesebühne Schmalz und Marmelade (Bild: Regge vom Schulzenhof)

Die Lesebühne Schmalz und Marmelade: Andersen Storm, Herr thom*, Frau jules (in Köln nicht dabei), Herr ivalo

Die CDs
An drei Abenden live eingespielt ist die aktuelle Tonträger „Ihr Klatschen auf CD“ ein perfekter Einblick in die vergangenen drei Jahre „Schmalz und Marmelade“. „Ihr Klatschen auf CD“ ist für 10 Euro auf der Internetseite der Lesebühne zu bestellen. Ebenfalls zu haben ist die erste CD „Ohren“ – eine Studioproduktion aus dem jahr 2007.

Hintergrund

Einmal im Monat: Literatur, Lieder, Faxen und Kram
Schmalz und Marmelade – die Schweriner Lesebühne

Schmalz und Marmelade ist eine literarisch-theatrale Veranstaltungsreihe, die regelmäßig alle zwei Monate sonntags zur Mittagszeit in das Schweriner Lokal “Zum Freischütz” einlädt. Nur zu besonderen Anlässen wie der Lesung im November 2007 zum Thema “Großes Kino” oder dem Schmalz-und-Marmelade-Sportfest im Mai 2008 werden die Autoren dem Schützen untreu und steuern andere Orte an. Immer aber lesen, spielen und singen die Vier zu einem vorher gewählten Thema ihre extra für diesen Tag geschriebenen Texte – ein zum Thema passender Gast ist ebenfalls immer dabei und schon so erhält jede Veranstaltung eine besondere Note.

Seit Juni 2006 hat sich Schmalz und Marmelade in mehr als 30 eigenen Veranstaltungen und zahlreichen Gastlesungen ein treues Publikum erspielt. Bis zu 200 Gäste sind dabei, wenn Gedichte, Geschichten und Aktionen Themen wie “Heimat”, “Fußball isst unser Leben”, “Schützenfest” oder “Wurst und Durst” gegen den Strich bürsten.

Gründungsmitglieder der Lesebühne sind Julia Gräfner, Jan Tißler, Oliver Hübner und Thomas Naedler. Später stießen Sophie Kirschke und Nadine Bähring dazu. Derzeit aktiv in der Organisation und auf der Bühne sind Andersen Storm, Oliver Hübner alias Herr ivalo und Thomas Naedler alias Herr thom*.

Schmalz und Marmelade hat bewusst von Anfang an einen nichtkommerziellen Ansatz gewählt: Es wird bei allen eigenen Veranstaltungen grundsätzlich kein Eintrittsgeld erhoben, die Brötchen mit den namensgebenden Zutaten gibt es für einen geringen Unkostenbeitrag. Wie ein erweitertes Frühstück mit Freunden sollen die “Frühlesen für Spätaufsteher” sein – für die Kommunikation der Gäste untereinander lassen zwei Pausen ausreichend Zeit. Seit September 2007 versucht die Lesebühne verstärkt Instrumentalmusiker in die Programme einzubeziehen. Den Anfang für die musikalische Begleitung einer Lese machte das “Schweriner Saxophon-Quartett”.

Schmalz und Marmelade konnte auf eine Starthilfe des Soziokulturellen Zentrums “Der Speicher” und des Kulturbüros der Landeshauptstadt Schwerin bauen. Seit Juni 2007 findet die Veranstaltung dank der Kneipeninhaber und -mitarbeiter im Lokal “Zum Freischütz” am Ziegenmarkt statt. Weiterhin wird die Lesebühne unterstützt von Planet IC und dem farbfigur Verlag Gneven. Die Familiendynastie Wille sorgt für die fotografische Dokumentation der Lesungen, die Familien der Lesenden kochen Schmalz und Marmelade, helfen mit Fahrzeugen, Technik, gutem Rat. Bedingt durch Freundschaften oder personelle Verquickungen schätzt die Lesebühne ganz besonders die Arbeit der Theatergruppe am Goethe-Gymnasium Schwerin und der Impro-Theatergruppe “Die Wortlichter”. Alle anderen Freunde, Helden, Gäste und Unterstützer sind auch im Internet nachzulesen: www.schmalzundmarmela.de

Sonntag: Die Lese “Wiedergänger” im Capitol

ivalo als Wiedergänger

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

wenn meine Großmutter uns Kinder durch die Felder spazieren sah, warnte sie uns mit steter Regelmäßigkeit vor der Kornmume. Eine alte Frau stellte ich mir dann vor, die Acht gab auf den Weizen, die Gerste den Roggen, was eben so wuchs hinter dem Haus im Dorf am Ende der Straße. Das Gesicht für die Kornmume lieh ich mir bei unserer Nachbarin. Die hatte noch Reisig auf dem Rücken aus dem Wald geschleppt für den kleinen Ofen in der Küche und gleich neben ihrem Wohnzimmer lebten Kücken unter Rotlichtlampen. Das Kleid der Kornmume nahm ich aus Illustrationen der Märchenbücher – die waren in altdeutscher Schrift gedruckt und zerfleddert, wie so manches Gemüt, das – wie das Märchenbuch – die große Wanderschaft vom Stettiner Haff in die Mecklenburger Ackerlandschaft überstanden hatte. “Die hat das zweite Gesicht”, sagte meine Großmutter über die Kornmume, ob sie die Alte je “Wiedergänger” genannt hat, weiß ich nicht mehr. Spielt eigentlich auch keine Rolle, denn die Lese am kommenden Sonntag ist weniger von der Geschichte der Kornmume, als vielmehr von schlecht geschminkten Zombies und Raumschiffen an Angelsehne inspiriert. Von improvisiertem Grauen, könnte man sagen, wenn man noch etwas sagen wollte dazu.

Das war nun schon wieder viel Text, bevor wir endlich einmal zum Punkt kommen. Ich verstehe, Sie wollen Fakten.

Schmalz und Marmelade – Wiedergänger
Die Lese im Kino Capitol

Sonntag, 11. April, 12 Uhr – Eintritt frei

Gast: Martin Sancassani
Musik: Carsten Stotco und das Peter-Olejko-Trio

Martin Sancassani ist einer der Menschen, die man, hat man sie einmal getroffen, nicht mehr vergisst. Martin kann Geschichten erzählen, ganz eigenwillig und konsequent an jedem Zeitgeist vorbei, Martin Sancassani kann Gitarren bauen aus Zigarrenkisten und darauf spielen – die größten Songs der Weltmusikgeschichte in Versionen, die immer etwas nach den frühen Velvet Underground klingen. Und Martin schmeißt die Haartolle immer so toll zur Seite. Auch das ist sehr, sehr einprägsam. Und nicht zuletzt hat Martin in den ach so kalten 80ern Musik gemacht – ziemlich erfolgreich. In einer Aufzeichnung der Musiksendung “Formel 1″ hab ich ihn neulich gesehen und war so irritiert wie angetan.

Etwas zu Carsten Stotco zu schreiben, ist in diesem Kontext ja schon fast unnötig. In unserer Radio-Show Hundamat war er der Musikredakteur, auf unserer CD hat er markante Spuren hinterlassen und wer ihn einmal mit seinem Damien-Rice-Programm gehört hat, ist nicht nur den Songs, sondern auch Carsten und seiner musikalischen Partnerin Elisa Hartwig verfallen. Diesmal hat er sich das Peter-Olejko-Trio an die Seite geholt – als Schweriner ist einem der Name Olejko sicher schon untergekommen – und sicher, sicher, sicher im Zusammenhang mit fein gespielter Musik. Carsten und das Trio haben beschlossen, uns zu überraschen und damit auch Sie – seien wir also zusammen gespannt auf das, was da wird.

Wir setzen mit dieser Lese – Sie haben es bemerkt – die Partnerschaft mit dem Schweriner Kino Capitol fort. Zum dritten mal sind wir zu Gast in einem Kino, das wir alle sehr schätzen, ob seiner kleinen, feinen Aktionen wie zum Beispiel dem “Kino für Fortgeschrittene”, aber vor allem wohl, weil es ein Kino ist, wie ein Kino sein soll: Mit einem großen Saal, der Geschichte hat und Leuten, denen diese Geschichte nicht egal ist. Trotz Dolby-Faxen und HD-Hightech-Schnickschnack.

Vielleicht haben Sie den Herrn ivalo, der da oben so böse vom Foto grient, ja auch schon auf unserem Plakat entdeckt. Das Foto stammt wie stets aus den Händen und der Kamera von Ulli Wille – das Plakat gestaltet hat das Büro für visuelle Gestaltung Maik Gleitsmann. Den Herrn ivalo derart übel zugerichtet hat mit kunstvollem Pinselstrich die Maskenbildnerin Soraya Stabenow.

So, ich denke damit hätten wir alles beieinander – nur Sie fehlen noch. Sie werden es gemütlich haben im Capitol, Sie werden umsorgt und bespaßt, insofern gibts eigentlich keinen Grund, den Sonntagmittag anderweitig zu verplanen. Ein Tipp noch: Frühstücken Sie doch einfach spät, dann schmeckt nach 14 Uhr das späte Mittag nebenan im Zeppelin nochmal so gut – wir werden dort in jedem Fall den Nachmittag in freundlicher Runde einläuten.

“Bis Sonntag also!”, rufen wir Ihnen zu und wenn Sie durch die Saat auf den Feldern stapfen, denken Sie an meine Großmutter – sie war eine weise Frau, an der Geschichte von der Kornmume muss also etwas dran sein.

i.A. thom*

PS: Schmalz und Marmelade wird Ihnen präsentiert vom Alten Friedhof Schwerin – dem Ort für chefmäßiges Rumliegen unter spitzenmäßigen Bäumen.
PSPS: Sie haben diese Mail bekommen, weil es irgendwann einmal so sein sollte. Sollte es nicht mehr so sein, sagen Sie kurz Bescheid.
PSPSPS: Am 30. April eröffnen wir das Filmfest, am 1. Mai sind wir im Landestheater Parchim. Jucheh!
PSPSPSPS: Schmalz und Marmelade distanziert sich von Gerüchten, eine Schweriner Lesebühne wolle die Weltherrschaft an sich reißen.

Sonntag, 14. Februar: Schmalz und Marmelade startet “Radio Hundamat”

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

nachdem sich die Schweriner Lesebühne Schmalz und Marmelade nun lange acht Wochen unter dem Tiefschnee versteckt hielt, rattert und klappert sie nun wieder, die große Lesebühnenuntermaschinerie. Und Sie, liebe Freunde, Kollegen, Mitstreiter und Teilzeittextgenießer sind herzlich eingeladen dabei zu sein:

Schmalz und Marmelade – die Frühlese für Spätaufsteher
Sonntag, 14. Februar – Freischütz am Ziegenmarkt

Thema: RadioGaGa
Gast: Siv Stippekohl
Spezialgast: Frau jules
Musikalische Leitung: Carsten Stotco

Dass wir ein gewisses Sendungsbewusstsein mitbringen, das haben Sie sicher in den vergangenen Jahren bemerkt. Sonst hätten Sie ja von uns nie gehört, im stillen Kämmerlein hätten wir gesessen und keinen Buchstaben hätten wir in die Welt geschickt. Nun aber soll Butter bei die Fische kommen und das Wort “Sendungsbewusstsein” soll neu definiert sein. Das Orchester bitte!

Begrüßen Sie mit uns den neuen Stern am Rundfunkhimmel: Tusch!

Radio Hundamat geht auf Sendung. Radio Hundamat, Ihr Lokalradio vom Ziegenmarkt – live und ungeschnitten, mit dem Neuesten aus der Region, dem Wichtigsten aus der Welt. Mit allen Blitzern, allen Staus, mit allen wichtigen Leuten vor und hinter den Mikrofonen, mit Tipps, Tricks und allen nur denkbaren Lebens- und Überlebenshilfen. Und natürlich: mit allen Hits der 10er, 20er, 30er, 40er, 50er, 60er, 70er, 80er, 90er, 00er Jahre und allen Songs, die übermorgen Evergreens sein werden. Schalten Sie ein: Radio Hundamat, Ihr Lokalradio vom Ziegenmarkt. Am 14. Februar, 12 Uhr, live aus dem Freischütz am Ziegenmarkt. Stay tuned!

Zu unserem Gast: Siv Stippekohl ist Redakteurin bei NDR1 Radio MV – bei Schmalz und Marmelade ist sie zu Gast mit ihrem Buch “Grenzenlos im Norden – Menschen und der Mauerfall”. Darin versammelt sind die kleinen, die persönlichen und oft nahezu unglaublichen Geschichten rund um die politische Wende 1989. Siv Stippekohl hat aus unzähligen Interviews mit Zeitzeugen die bemerkenswertesten Begebenheiten herausgesucht und zu Geschichten geformt, sprachlich wie dramaturgisch fein und sorgsam bearbeitet. In der Schmalz-und-Marmelade-Produktion “Radio Hundamat” wird sie einige dieser Geschichten in der Sendung “Das gute Buch” vorstellen.

Besonders freuen wir uns aber auch darüber, dass Frau jules ihr Schweizer Exil für ein paar Wochen verlassen hat, um mit uns auf die Bühne zu gehen. Jippie!

Die musikalische Leitung bei Radio Hundamat hat Carsten Stotco übernommen. Er hat die komplexen Testfelder professioneller Radiogestaltung nicht gescheut und wird über ihren Köpfen ein Füllhorn musikalischer Hochgenüsse ausschütten.

Wer nicht kommt ist nicht da und macht uns traurig. Dann dauert der Winter noch bis in den April.

Mit hochfrequenten Grüßen,

i.A. thom* – Chefredakteur der Kulturredaktion bei Schmalz und Marmelade, Abteilung “Das gute Buch”

PS: Wer die CD “Ihr Klatschen auf CD” kennt, weiß, wo der Name “Hundamat” herkommt.
PSPS: Wer die CD “Ihr Klatschen auf CD” nicht kennt, kann sie hier auf der Seite bestellen.
PSPSPSPS: Schmalz und Marmelade wird ohne Zugabe von Nanopartikeln hergestellt.


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