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	<title>Schmalz und Marmelade &#187; thom*</title>
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	<description>Die Frühlese für Spätaufsteher in Schwerin</description>
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		<title>Ein lieber Dank in die Walfischbucht&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 20:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;für diesen freundlichen Rückblick auf Sonntag.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://walfischbucht.wordpress.com/2011/06/20/das-war-schmalz-und-marmelade/">&#8230;für diesen freundlichen Rückblick auf Sonntag.</a></p>
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		<title>Basta! Herr thom* las</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 03:46:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo, mein Name ist Horst Schwerinski und manchmal denk ich so: Haha.

Haha!
Ganz oft. Wenn ick sone Fips Asmussen Kassette einlege, und denn hör ick den Witz von den Verkäufer, einen Verkäufer wa, der so jut is, dass der einen Mann der ne Packung Slipeinlagen haben will, jleichn neuet Auto mit Wohnwagen dran verkooft. Damit er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, mein Name ist Horst Schwerinski und manchmal denk ich so: Haha.</p>
<p><span id="more-1351"></span></p>
<p>Haha!</p>
<p>Ganz oft. Wenn ick sone Fips Asmussen Kassette einlege, und denn hör ick den Witz von den Verkäufer, einen Verkäufer wa, der so jut is, dass der einen Mann der ne Packung Slipeinlagen haben will, jleichn neuet Auto mit Wohnwagen dran verkooft. Damit er angeln jehen kann. Haha. </p>
<p>Dabei is der jut, der Witz. Der is schon mehr als 40 Jahre jut, det isn Klassiker, saubret Handwerk eines anständigen Humorschaffenden und ick denk nur: Haha. </p>
<p>Weil: Kenn ick schon. </p>
<p>Oder: Internet. Ne Katze schläft aufm Rücken und wackelt flauschig mitte Beene dabei. Süß. Haha. Kenn ick schon. Oder: Junge macht mit so chinesischen Kampfstöckern rum und haut det Kinderzimmeraquarium in Scherben. Haha. Oder  Ick krich ne E-Mail. Haha. Brauch ick nich. Haick doch schon so viele von. Überrasch mich ma. Haha.</p>
<p>Ick hab in den letzten Jahren meiner Vataschaft allet jemacht, wat da ßu machen is. Ick hab allet jesehen, wat da ßu sehen is &#8211; wenn det Kind Mittachsschlaf jemacht hat, hab ick allet jesehen. Fenster, Fernsehen, Internet. Leer. Allet leer.</p>
<p>Und och mit den Kind selbst bin ick fertich. Wir warn in Zoo, in Zirkus, in Puppentheater und sind mit der Straßenbahn einmal von Endhaltestelle zu Endhaltestelle jefahrn. Wir ham Jeburtstach jefeiert, wir ham uns n Kinderjarten anjeguckt und ein Haustier beerdigt. Wenn ick da ma so meine Kindheit als Vagleich nehme, denn ham wa dat wichtigste abjehakt. In Rekordzeit. Nu kommt nur noch erster Schnapps und erste Bettjeschichte, aba da muss ick ja nu nüscht für tun. </p>
<p>Langsam vasteh ick, wieso sich Leute an son Jummiseil hängen und denn wo runterspringen. Weil det innerlich dann einfach anders klingt, det Haha. Haaaaaaaaaaa</p>
<p>Meine Frau sacht, ick hab ne Depression. Ick sach bei Männern heißt det Alkoholismus. Sie wieder: aba nur wennde och trinkst dabei. Und denn haick kurz überlecht, trinken, trinken, trinken&#8230; Und denn isses mir wieder einjefallen. Haick ma jemacht. Und als ick denn voll war haick jedacht haha.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Basta! Das Abschiedsbild</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 03:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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Die Lesebühne noch einmal fast komplett. Nur Frau Sophie fehlt leider. Foto: Ulli Wille
Danke an alle für die großartigen fünf Jahre!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/sandmann/sets/72157627002162648/"><img alt="Foto: Ulli Wille" src="http://farm4.static.flickr.com/3039/5851604926_d39a91541c.jpg" title="Foto: Ulli Wille" /></a></p>
<p>Die Lesebühne noch einmal fast komplett. Nur Frau Sophie fehlt leider. Foto: Ulli Wille</p>
<p>Danke an alle für die großartigen fünf Jahre!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sonderlese: 15. Mai, 12 Uhr  Drisbeth, Gartencafé Sonntagsgrün</title>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 16:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
wir haben einen wunderbaren Ort ausgemacht, den wir gern mit Ihnen teilen möchten: das Café Sonntagsgrün in Drisbeth. Dort residiert, serviert, sät, pflanzt, erntet, lebt und genießt die ausgewiesene Gartenexpertin und Journalistin Beate Schöttke-Penke und sie lädt gern sich Gäste ein. In ihr Café Sonntagsgrün, das wir am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],</p>
<p>wir haben einen wunderbaren Ort ausgemacht, den wir gern mit Ihnen teilen möchten: das <a href="http://www.sonntagsgruen.de/">Café Sonntagsgrün in Drisbeth</a>. Dort residiert, serviert, sät, pflanzt, erntet, lebt und genießt die ausgewiesene Gartenexpertin und Journalistin Beate Schöttke-Penke und sie lädt gern sich Gäste ein. In ihr Café Sonntagsgrün, das wir am 15. Mai auch zu dem Ihren machen wollen. Mit Lesung, mit Suppe und Kaffee, mit Lauf-Enten in Sichtweite zwischen Backsteinhaus, Gartenteich und Streuobstwiese. </p>
<p><strong>Schmalz und Marmelade lädt Sie ein ins Gartencafé Sonntagsgrün</strong></p>
<p><strong>Wann?</strong><br />
Am Sonntag, dem 15. Mai</p>
<p><strong>Wann genau?</strong><br />
Um 11.30 Uhr gibts Mittag mit Antipasti und Suppe &#8211; um 12 wird losgelesen</p>
<p><strong>Wer liest was?</strong><br />
Beate Schöttke-Penke und Christian Lehsten stellen ihr Buch vor: <a href="http://www.amazon.de/Ein-stimmungsvoller-Rosengarten-Romantisch-eingebettet/dp/3421037981/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1296069008&#038;sr=8-1">&#8220;Ein stimmungsvoller Rosengarten: Romantisch eingebettet in die Landschaft&#8221;</a><br />
Schmalz und Marmelade liest das Beste aus den vergangenen fünf Jahren.</p>
<p><strong>Wie kommen wir da hin?</strong><br />
Am schnellsten sind Sie natürlich mit dem Auto &#8211; <a href="http://www.sonntagsgruen.de/anfahrt.html">hier sagt Ihnen Google, wo Sie hin müssen.</a></p>
<p>Wenn allerdings das Wetter mitspielt und das hoffen wir natürlich, dann wollen wir mit dem Rad nach Drisbeth. Vielleicht wollen Sie ja mit? Ob die Radtour stattfindet, oder nicht, wo wir uns treffen und wo wir langfahren, das sagen wir Ihnen allerspätestens am 14. Mai, wenn der Wetterbericht zuverlässig ist &#8211; dann wiederum mit einem Newsletter und natürlich im Blog auf <a href="http://www.schmalzundmarmela.de">www.schmalzundmarmela.de</a></p>
<p>Wir freuen uns auf Sie, auf den Garten in Drisbeth, auf das Buch und den Kaffee und wir hoffen, es geht Ihnen genauso.</p>
<p>Bis zum 15. Mai!</p>
<p>i.A. Herr thom*</p>
<p>PS: Ganz unverblümt möchten wir Ihnen noch sagen, dass Sie das beste Lesebühnenpublikum sind. Ehrlich. Das allerbeste. Klug, aufmerksam, treu, liebevoll, klatscherprobt. Und&#8230;. Da gibt es aber noch etwas, dass wir sagen wollen: Es wird die vorletzte Lesung von Schmalz und Marmelade sein und wir wollen uns mit dieser Gartenlese in Drisbeth im kleinen Kreis von Ihnen verabschieden. Im hoffentlich großen Kreis tun wir das ja dann mit einer Fete namens &#8220;Basta!&#8221;, mit Musik, Büfett, Literatur, Faxen und Kram, am 19. Juni, im Schleswig-Holstein-Haus! Nun aber nicht den Kopf hängen lassen, fünf jahre sind eine lange Zeit und Sie wissen ja: Blaukraut bleibt Brautkleid und Schmalz bleibt Marmelade. Oder so ähnlich. Insofern: Bitte beide Termine in den Kalender und zwei letzte Male feiern mit Schmalz und Marmelade: 15. Mai, Drisbeth, 19. Juni, Schleswig-Holstein-Haus. Bis dann!</p>
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		<title>Rot-Weiß &#8211; Blicke</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 20:48:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1332" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2011/04/20110410_SuM_Rot-Weiß_016-500x333.jpg" alt="Blicke - Foto: Ulli Wille" title="Blicke - Foto: Ulli Wille" width="500" height="333" class="size-medium wp-image-1332" /><p class="wp-caption-text">Blicke - Foto: Ulli Wille</p></div>
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		<title>Rot-Weiß: Herr thom* las, kann hier aber nicht veröffentlichen&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 18:50:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;denn der Text soll zuerst woanders erscheinen. In der Mai/Juni-Ausgabe des Geocaching-Magazins nämlich.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;denn der Text soll zuerst woanders erscheinen. In der Mai/Juni-Ausgabe des <a href="http://www.geocaching-magazin.com/">Geocaching-Magazins</a> nämlich.</p>
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		<title>Rot-Weiß: Tini las</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 14:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

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		<description><![CDATA[Frau K.
Rot-Weiß
Pommesglück

Frau K.
Es ist so ein warmes, prickelndes Gefühl in mir. So in die Knie zwingend und aufstoßend und mich schüttelnd kriecht es erst allmählich brodelnd meine Speiseröhre hoch, wird schneller und schießt schließlich als Schwall aus mir heraus. Jetzt liegt es als sie beschämt in unserem dunklen Hausflur vor mir. Und ich brülle: „Du!“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frau K.</p>
<p>Rot-Weiß</p>
<p>Pommesglück</strong></p>
<p><span id="more-1320"></span></p>
<p><strong>Frau K.</strong><br />
Es ist so ein warmes, prickelndes Gefühl in mir. So in die Knie zwingend und aufstoßend und mich schüttelnd kriecht es erst allmählich brodelnd meine Speiseröhre hoch, wird schneller und schießt schließlich als Schwall aus mir heraus. Jetzt liegt es als sie beschämt in unserem dunklen Hausflur vor mir. Und ich brülle: „Du!“ es blickt mich schulbewusst an „Du&#8212; Du komisches Gefühl! Endlich bist du raus.“ Guter Einstieg, ja, weiter so. „Du bist hier, weil ich ein Wörtchen mit dir reden will.“ Genau. „Du&#8212;fühlst dich komisch an!“<br />
Zuerst scheint sie wenigstens noch irritiert, aber ihr Blick ernüchtert sich zunehmend, im Gegensatz zu mir. Mist. Jetzt ist mir das schon wieder peinlich. Jetzt stehen wir beide  beschämt da. „Weißt du-aus meiner Position – bist du auch nicht ganz angenehm.“ Das geht aber zu weit. Ich greife zurück zu meinem roten Faden und schwinge mich daran weiter durch den verworrenen Urwald meines alkoholisierten Denkens. „Ich wollte dir nämlich mal sagen, dass das so nicht weitergeht. Ehrlich. Du musst dich entscheiden. Rauf oder Runter? Das ist wie Links oder Rechts und… Wein oder Bier und Schwarz oder Grün! Ich meine, da geht nur eins, und je länger du wartest, desto schmerzhafter wird beides.“<br />
Ihr  Blick sagt mir, das sie weiß das ich nicht weiß wohin, sie es aber weiß und sie weiß, dass ich weiß dass sie es weiß und weiß das ich es nicht von ihr wissen möchte. Oder so. Auf jeden Fall mach ich weiter: „Ja ich meine damit…“<br />
„Es ist mir klar, was Sie meinen.“ Hey, das wusste ich nicht. „Jetzt würde ich gern mal was sagen.“ Na ja, Gespräch sind ja immer zwei. Und angefangen hat sie jetzt sowieso auch schon. „ Ich weiß nur noch nicht, wie ich es anfangen soll.“ Man könnte meinen, dass sollte ihr bei ihrem Anblick doch egal sein. „Ich muss doch wohl bitten.“ Hab ich das laut gesagt? „Sie reden schon die ganze Zeit  ohne- verzeihen Sie &#8211; einen Ansatz des Denkens zu zeigen. Aber der Einstieg ist gut, vielen Dank. Sehen Sie uns doch mal an; wir haben viel gemeinsam nicht?“ Das geht jetzt aber…. „Ich meine es doch folgendermaßen: wir sind doch gerade beide nichts Halbes und nichts Ganzes, nicht wahr? Wir beide sind der trübe braune Alltagsbrei, der zwischen rauf und runter hin- und her zuckt. Und wissen Sie – ich habe beschlossen, ich ändere mich. Ich möchte anders sein.“<br />
„Soll ich Waldi holen? Wenn der dich aufschlabbert und erbricht, schaust du ganz bestimmt anders aus…“ Sie rümpft hörbar die Nase: „Ich meinte eigentlich nicht diese Art von Anders. Ich möchte raus in die Welt und etwas Erzählenswertes  erleben, anstatt in ihrer Magenhöhle eingesäuert und verdaut zu werden. Ich möchte nach Südamerika,  Schiff fahren, an den Nordpol! Ich &#8212;ich möchte Geschichtenschreiber werden. Und dafür reichen Sie mir nicht aus, tut mir Leid.“<br />
Auf die Gefahr, schon wieder prollig zu sein, muss eines mal gesagt werden: du bist meine Kotze! „Dessen bin ich mir durchaus bewusst; doch ich habe befunden, dass ich mich davon nicht hindern lasse, das zu tun, was ich mir wünsche.“<br />
Aus, Vorbei, Tiefpunkt. Nicht mal sie hat Bock auf mich. „Ach kommen Sie“ tröstet sie mich, ich hab offensichtlich schon wieder laut gedacht, „ Nehmen Sie es nicht so hart. Morgen sieht alles bestimmt anders aus, Sie sind jetzt ja noch völlig ausgetrocknet und bleich. Und &#8211; m-hüm“ hüstelt sie verlegen, „sie haben da noch etwas von mir im Gesicht. M-hüm. Nun ja.“<br />
Sie steht auf und blickt prüfend zum Hutständer, von dem sie sich schließlich Omas abgewetzten altrosa Damenhut mit Plastikstreublümchen greift und aufsetzt, dann geht sie in Richtung Tür. „Wenn Sie mich in nächster Zeit treffen sollten, wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mich Frau K. nennen und  Siezen könnten.“  Ich nicke nur noch, aber ein bisschen stolz. Ich meine, wer wird mir schon glauben, was für höfliche und intellektuelle Kotze ich habe? „Dankeschön.“ sagt sie. Mist.<br />
Sie steht schon in der Tür, doch da dreht sie sich nochmal um und betrachtet mich sehr genau. „Denken Sie daran“ sagt sie eindringlich, „Man sieht sich immer zweimal!“<br />
Und so ist sie durch die Tür verschwunden.</p>
<p><strong>Rot-Weiß</strong><br />
Sie ist wunderschön, einfach mit ihrer Anwesenheit.<br />
So herausragend aus der grün-grauen Landmasse von vertrockneten Grasbüscheln und verbrannter Erde, in der sie steht, schillernd von Farbe. Vielleicht schon etwas älter, aber ehrlich gesagt macht sie das nur noch eingängiger, attraktiver und sogar ein bisschen autoritär. Sie ist nicht irgendeine, sie ist die. Einzig. Wahre. Schranke.</p>
<p>Aber er will an ihr vorbei. Sie endlich hinter sich lassen. Schluss machen. Abhauen.<br />
Und dafür gilt es allen Charme und Wortwitz zu versprühen, obwohl das sowieso an diesen  Altmetallteilen abzuprallen scheint. Die müssen einfach um jeden Preis den Anschein irgendeiner unnötigen Ehrwürdigkeit zu wahren und sind dabei nur extrem hochnäsig und eingebildet. Und wehe man kommt ihnen auch nur ein Müh falsch. Da ist man für die nächsten fünf Jahre weg vom Fenster.<br />
Und jetzt das hier. Aber er kann nicht mehr anders.<br />
Er holt lange und bedeutungsschwanger Luft. Sein Lungenvolumen vervierfacht sich und sein Hemdknopf wackelt schon gefährlich, er lässt den Augenblick der Stille stehen, um diese unglaublich überzeugende Atmosphäre einzufangen – jetzt setzt er seinen vertrauenswürdigsten und zugleich ernsten Blick und sein allerbreitestes Lächeln auf, sein Mund öffnet sich und er bietet es ihr dar wie auf Silber:„Bitte.“<br />
Der Hauch des Wortes hängt kurz und schön als leichte Brise der Hoffnung in der Luft. Er kann es spüren – jetzt wird sie es sagen und dann wird er &#8211;<br />
„Nein.“<br />
Wusste er. Als wenn eine Schranke jemals etwas Anderes beim ersten Mal rausbrächte.<br />
„Oh bitte!“ säuselt er. „Nein.“ „Es ist aber absolut-“ „Nein.“ „Und wenn-“ „N-E-I-N.“ „Und wenn ich kein Nein verstehe?“ „Niemals.“<br />
Er heuchelt ein falsches Lachen über seine aufsteigende Wut. Das die auch  immer so starrköpfig sein müssen.<br />
„Ich weiß genau, wohinter du her bist.“<br />
 Aha.<br />
„Ich sehe doch, wie du sie anstierst.“ Oh, sie weiß es tatsächlich. Und er hatte angenommen, die gucken niemals hinter sich, was ein Reinfall. Doch leugnen will er jetzt auch nicht mehr: Hinter ihr steht: DIE ANDERE.<br />
Die Figur eines weit entfernten und jetzt so greifbar nahen Traumes, so wonniglich rund und wohl geformt, so eindeutig, handfest und unumstößlich, unverrückbar in all der porzellanenen Schönheit. Straffes, weißes Diensthemd, schwarze bürokratisch anmutende Hose. Blond; natürlich, mit Locken deren Kringel Abenteuer in die Luft schreiben, dabei die Arme in die Hüfte gestemmt, die Ellenbogen scheinbar schon in Richtung des Vollzuges deutend, aber er darf jetzt nicht sabbern. Die Brille zwinkernd auf der Nase ein wenig vorgerückt und mit langen Wimpern klimpernd steht dort:<br />
Agentin U.N.G.<br />
Fräulein Agentin Versuch U.N.G. Ein Fräulein, vor dem kein Kraut gewachsen ist – und eigentlich auch keine Schranke wachsen sollte. „Ja“ legt die Schranke jetzt spitz ein, „ du geiferst schon vor Lust du unersättlicher Lümmel, aber ich bin eine SCHRANKE. S-C-H-R-A-N-K-E. An mir gibt’s keine Schlupflöcher, keine Ausnahmen, kein Weg vorbei. Haha.Ha.“<br />
Ihr tonloses Lachen klingt wie Drahtbürstenschrubben und es sagt ihm alles.<br />
Sie ist eifersüchtig. Niedlich. Nein – Bösartig! Gnade! Wer von einer Schranke verdächtigt wird, ist praktisch  schon vom bürokratischen Dschihad gefressen. Soviel hatte er während dieser Beziehung gelernt. Und der bürokratische Dschihad ist groß. Und Mächtig. Und Grau. Und voller Formulare. Er beginnt zu winseln.<br />
Die Arme in die Luft werfend reißt er sich zu Boden und wühlt und wälzt sich im Dreck, während er schreienderweise klagt: „Ich Unheiliger! Ich Ignorant! Habe mich verleiten lassen, obwohl ich dich doch bereits vor mir habe, ich unterwürdigestes Gekreuch aus Mutter Erde Schoß!“<br />
„Nun..“ will Schranke anfangen.<br />
„Nein. Ich weiß, was zu tun ist.“<br />
Das überrascht sie. „Was denn?“<br />
Versteckt holt er tief Luft, denkt ein letztes Stoßgebet und vergräbt dann sein Gesicht tief und lange im Matsch. Sehr lange. Seine Lungenflügel biegen sich unter dem hin-und her zuckenden Kohlendioxid, das sich verzweifelt einen Ausweg sucht. Komm schon murmelt er lautlos. Mit jeder Sekunde wächst das Gas in seiner Brust zu einen noch größerem Ungetüm. Komm…<br />
Ein unsicheres Hüsteln und dann: Erlösung. „Du-kannst jetzt wieder hochkommen…Ähm…wenn du noch lebst.“ Das Gasmonster brüllt triumphierend und leitet so den schwersten Teil der Inszenierung ein: Er zwingt sich, das Gesicht in langsamster Slow Motion zu heben und das Riesentier nicht abprubt aus und sofort ein Neues einbrechen zu lassen; tröpfchenweise lässt er das Tier schrumpfen, mit jedem Millimeter nach oben und lässt  das neue wachsen, bis er auf einer wahrhaft eindrucksvollen, sinntragenden  Höhe ist: zwei Zentimeter über dem Schlamm.<br />
Jetzt muss er etwas Sagen und es muss das richtige sein, etwas, das nur Gnade als mögliche Gefühlsregung zulässt &#8211; es muss episch sein, zugleich natürlich und irgendwie vertraut, dezent heroisch, mit ein wenig Einsamkeit in der Formulierung, einer Spatelspitze Pathos und vor allem REUE&#8212;-<br />
„Mit Toten spricht man nicht.“ sagt er und will seinen Worten hinterher schreien, dass sie zurückkommen sollen. Jetzt wird der Dschihad kommen und ihn schlucken, und er wird nie wieder frei sein, denn mit so einem Spruch ist nicht mal ein Baustein zu überzeugen.<br />
„Nun“ hüstelte die Schranke ein wenig eingeschüchtert „man muss ja nicht gleich.“ Sie bricht ab, offensichtlich platzend vor Stolz.<br />
Das ist unfassbar, denkt er, so unfassbar &#8212; beschränkt.<br />
„ Nun ja.“ sagte die Schranke noch mal, „Ich bin ja auch nur eine Schranke, nicht? Aber für uns Schranken gibt es nun einmal nur zwei Möglichkeiten: Man verehrt oder bricht uns.<br />
„AHA!<br />
„Wie?“<br />
Krchnkrachknorzquietschnuauffschrrachtonk.</p>
<p>Und er steigt über die Trümmer<br />
Nun wird er leben wie noch nie<br />
Wo und wie er hat kein Schimmer<br />
Es lebe fort die Anarchie.</p>
<p><strong>Pommesglück.</strong><br />
„Cheinmal Poomees rrroot-weiiß biette.“<br />
Das bestellte Kalash jeden Tag bei mir, immer mittags viertel nach eins, sechs Tage die Woche, am siebten kochte seine Frau, so ging das seit vier Jahren. Er war Bauarbeiter im Bürogebiet. Kaum stand ein neues Glasmonstrum, war das andere nicht mehr schick genug. Und so stand er dort am wackligen weißen Steh-Klapptisch und mampfte Pommes rot-weiß, jeden Tag.<br />
Kalash war Russe und verdiente als Bauarbeiter bestimmt nicht viel Geld, trotzdem hatte er 5 Kinder, von denen 4 bereits Enkelkinder mit nach Hause brachten und auch regelmäßig dort ließen. Er lebte in einer ausgebauten Gartenlaube in einer kleinen Grüngartenanlage am Rande der Stadt, deren Dach er permanent flickte, dessen Überholung für ihn allerdings nicht zu haben war, weswegen ihm die pensionierten Nachbarn wegen optischer Verschandelung der Anlage alle zwei Monate verklagten. Er besaß kein Auto sondern fuhr Bahn oder ging zu Fuß. Auf jeder Baustelle wurde er belächelt für seinen starken Akzent mit den viel zu langen Vokalen, den lustig gerollten r’s und  ch’s an falscher Stelle und jeder Arbeitgeber zahlte ihm höchstens den halben Lohn.<br />
Das war eine grobe Übersicht der Dinge, die ich Kalash beim Essen aus der Nase gezogen hatte. Was ich jedoch immer noch nicht wusste, war, warum Kalash trotz alle dem so lächeln  konnte. Im Gegensatz zu all den grauen, hastenden Büromenschen und auch allen anderen Bauarbeitern. Kalash trug praktische, ausgeblichene Kleidung und geflickte Arbeitshosen, die Mütze auf seinem Kopf war das Erbe seines Großvaters, hatte also ergo beide Weltkriege gesehen und sah dementsprechend aus. Das Einzige, was aus der Kleidersammlung herausragte, waren Hände und Gesicht. Sie hatten den eigenwilligen, gegerbten Braunton, der vom vielen Aufenthalt draußen zeugte und waren übersät mit kleinen Narben und Wunden der harten, körperlichen Arbeit. Aber ich kannte keinen Menschen mit so vielen Lachfalten im Gesicht. Ja, wenn Kalash anfing zu lachen, war man glücklich genug, die stattfindende Apokalypse zu vergessen; die vielen Fältchen schienen sich zu einem verkehrten Regenbogen zu formen, der sich am Himmel spiegelte.<br />
„Alles klar. Wie geht’s dir, Kalash?“ „Guut. Uund dier?“ „Gut. Wie geht’s deiner Frau?“ „Seehrrr guut. Meiine kleiinstee Enkeelien chaat geeraade Laufeen geleerrrnt uund ien sieben Woochen kaann Iyonna uuns besuuchen kommen.“ „Schön. Haben deine Nachbarn also eine Pause eingelegt?“ „Siie weechseln geeraade deen Aanwaalt, chaberrr meiin Soohn saagt, deen kriiegt er auch weiich. Siie sietzen dafuurrr gaanzen Taag hienterrr Cheecke uund beoobachten meiine Zwiellinge beiim Fuußball.“ „Und der Bau? Wie kommt der Bau voran?“ „Beesteens. Iech glauubee aaberrr, Herrr Schuulzee – wie cheiißt- verrrmeiiert miech. Iech arrrbeiite iemmerrr einee Stuunde längerrr als Anderrree. Aberrr iech werrrdee iehm zeigeen, waas bedeuteen Arrrbeit Kalash.“<br />
„Na gut. Hier sind deine Pommes, Kalash.“ Ich hatte ihm einmal angeboten, ihm mit seinen ausländerfeindlichen Chefs zu helfen. Da hat Kalash mir sehr ernst, vertraut und ganz ruhig erklärt, dass er als 8-jähriger mit seiner Familie zu Fuß von Weißrussland bis nach Deutschland gelaufen war und er hätte seinen Vater nicht einmal gefragt, ob er den Rucksack abnehmen und auf den Wagen legen dürfe. Es ginge ihm einfach wider die Moral zu jammern. Seitdem sagte ich dazu nichts mehr.<br />
„Ich hab mir auch Pommes gemacht. Ich stell mich zu dir, ja?“ „Daanke, daas iest neet.“  Wir schwiegen ein bisschen und ließen die Pommes zwischen unseren Kiefern krachen, während graue Büromäuse an uns vorbei zu ihren Glasmonstern hasteten und uns dabei einen abfälligen, kopfschüttelnden Seitenblick zuwarfen. „Chaast duu cheutee gaar keiinee luustiegee Frrraage füürrr miech?“ fragte Kalash und grinste, weil ich rot wurde. „Lustige Frage?“ versuchte ich abzutäuschen. „Wiee iech überr Deeprrressiioneen deenke oderrr ob iech miech naach frrrüherrr seehnee.“<br />
Ach was sollt’s. Ich hatte den ganzen gestrigen Abend über eine neue Frage nachgegrübelt mit der ich seinem Geheimnis näher kommen könnte und jetzt wollte ich eine Antwort haben, auch wenn er mich dafür milde belächelte. „Ist es dir nicht langweilig, Kalash?“ „Wiie meiinst duu?“ „Naja- du arbeitest, isst Pommes und gehst dann heim zu deiner Familie. Arbeit, Pommes, Familie. Seit vier Jahren futterst du Pommes rot-weiß! Ist dir das nicht mal über?<br />
„Meiine Faamilieee iest seehrrr schneell und wuuselieg. Iech brrrauchee auch eiin biesschen Beeständiegkeiit. Und iech essee jeedeen Soonntaag eetwaas aanderrrees aals Poomees.“<br />
„Und du willst nicht manchmal etwas ganz Anderes?“ Da lachte Kalash sein tolles Lachen.<br />
„weiißt duu, meiin Mädcheen: Iech sietze jeeden Aabeend drrraußeen. Iech trienkee eiin kaaltes Bierrr, meiinee Frrrau errrzählt mierrr voon deen Naachrrriechten uund uunserrren Kienderrn uund diee Zwiellienge spiieleen fußbaal. Uund Geesterrrn Aabeend hhaabe iech meiine Naachbarrn duurch eiin Looch ein deerrr Checke geeseehn. Beiidee! Siee chaaben meiinen Eenkeeln zugeseehen. Uund chjeetzt weiiß iech, waarrruum siee chiemmerrr soo sauerrr guucken. Siie chaben es niecht, aabeerrr iech: Iech  chabe meiin Glüück geefuunden.“ Und lächelnd lehnt er sich ein Stück zurück und schaut mich sehr zufrieden an.<br />
So zurückgelehnt lächelnd sieht er aus wie mein Opa, der sich freut, weil seine Enkelin aus Wallenstein zitieren kann.<br />
Oder wie mein Onkel, nachdem ich auf der Jugendweihe den dritten Eimer gefüllt habe.<br />
Mein Bankberater, der mir den Kredit für die Bude gewährt hat und von der Provision ein Kinderrad kaufen wollte.<br />
Mein Vorgänger, der endlich seine Bude los war.<br />
Mein Klassenlehrer, der mir wieder zünftig einen reingedrückt hat.<br />
Meine Mutter nachdem ich ihr erklärt hatte, dass ich ausziehen würde.<br />
Meine Schwester am Traualtar.<br />
Und dann sieht Kalash aus wie ich. Wow-ich habe Falten wie ein Mops und sollte eindeutig weniger Pommes essen. Aber dann könnten diese ganzen Röllchen und Fältchen sich auch gar nicht krümmen und hüpfen, während ich aus voller Kehle lache. Schallend und strahlend wie zwanzig Neon-Honig-Sonnen. Die Bretter in meinem Kopf fallen wie ein Dominospiel, ich sehe Lottozahlen an mir vorbeifliegen und ignoriere sie, denn vor mir steht Fred und sagt: „Mensch-wir werden Eltern!“ und ich fühle mich zehn kilo leichter obwohl mir im Zeitraffer eine Kugel wächst. Denn es ist schön und richtig und endlich leicht. Wie Kalashs Lachen.<br />
Dann steht da wieder nur Kalash. Ich bemerke, dass ich ziemlich breit grinse.<br />
„Duu siiehst chübsch aus, wenn duu lächeelst. Schmeecken Poomees gleiich nooch beesserrr.“ „Schön“ stammle ich und muss wieder grinsen. „Iech muus chjeetzt zuurrrück zuurrr Aarrrbeiit. Bies moorrrgen.“ „Ja-bis morgen Kalash.“ Ich sehe dem alten, sonnengegerbtem Russen nach, wie er straff davon marschiert. Ich winke ihm, obwohl er nicht guckt. Mir ist so anders. Ich beschließe, schwanger zu werden und weiß gleichzeitig, dass ich nichts mehr beschließen muss. Ich gehe zurück in meine Bude, kniee mich unter die Theke und breche drei Eimer voll, wobei ich aus Wallenstein zitiere. Ich habe die richtige Frage gestellt, obwohl ich weniger darauf eine Antwort bekommen habe.<br />
Und alles- ist leicht.</p>
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		<title>Rot-Weiß: Max las</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 13:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Marmelade]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Hohn des Telefon
Kontraproduktiv

Kontraproduktiv
1 Minute seit Fahrtbeginn
Das Auto ist voll. Zum ersten mal haben wir nichts vergessen und müssen nicht nochmal zurück.
Alles ist verstaut: Die Koffer, die Pakete, der Hund und meine Schwester. Alle sind glücklich, denn in zwei Stunden werden wir bei Oma mit einer dampfenden Tasse Kakao empfangen.
Und morgen ist Weihnachten!
3 Stunden seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Hohn des Telefon</p>
<p>Kontraproduktiv</strong></p>
<p><span id="more-1318"></span></p>
<p><strong>Kontraproduktiv</strong><br />
<em>1 Minute seit Fahrtbeginn</em><br />
Das Auto ist voll. Zum ersten mal haben wir nichts vergessen und müssen nicht nochmal zurück.<br />
Alles ist verstaut: Die Koffer, die Pakete, der Hund und meine Schwester. Alle sind glücklich, denn in zwei Stunden werden wir bei Oma mit einer dampfenden Tasse Kakao empfangen.<br />
Und morgen ist Weihnachten!</p>
<p><em>3 Stunden seit Fahrtbeginn</em><br />
Es schneit.<br />
Und zwar waagerecht.<br />
Auf einer Skala von 1 bis 10 kriegt der Schneesturm, der sich da draußen gerade abspielt eine glatte 11. Die Autobahn eins versinkt mit jeder Minute tiefer im Chaos und wir stecken mitten drin.<br />
Im Fernsehen hatten sie noch gesagt, dass der Treibhauseffekt für warme Winter sorgen wird. Aha. Ich merk&#8217;s&#8230;<br />
Außerdem bekomme ich langsam Platzangst und es fängt an komisch zu riechen. Der sanfte Duft eines halb gegessenen McDonald&#8217;s Maxi-Menüs mischt sich mit den säuselnden Darmwinden des Dackels hinter mir. Ich hätte jetzt nichts gegen Guantanamo.</p>
<p><em>4 Stunden 17 Minuten seit Fahrtbeginn</em><br />
Der Typ im Radio rattert seit einer viertel Stunde Unwetterwarnungen und Verkehrsmeldungen herunter, ein Wunder, das der noch Luft kriegt. Aber verstehen kann ihn sowieso keiner, weil meine Schwester wieder in eine Mischung aus Heulen, Kreischen und Gurgeln verfallen ist.<br />
Das nützt sowieso nichts: Wir Stehen seit einer Stunde.<br />
Ich will Papa fragen, ob er Oma anrufen kann, weil wir ein klitzekleines Bisschen zu spät kommen, aber ich lasse es lieber: Er hat rote Ohren. Eigentlich ist es ganz praktisch wenn man den Gemütszustand eines Menschen an seinen Ohren ablesen kann, aber derzeit sind sie dunkelrot und ich kann förmlich sehen wie sich eine dünne Rauchsäule daraus empor windet.</p>
<p><em>4 Stunden 48 Minuten seit Fahrtbeginn</em><br />
Der Labersack  im Radio ist endlich verstummt. Nur gelegentlich dringt ein leises Schluchzen aus dem Apparat. Der menschliche Verstand ist für soviel Schnee und Leid einfach nicht gemacht. Da schau ich mir lieber die Apokalypse an. Live in Farbe und vor meinem Fenster. Ein Eichhörnchen fliegt vorbei. Es guckt verdutzt. Kein Wunder, so hat es sich die globale Erwärmung sicher nicht vorgestellt.<br />
Ich frage mich ob ich jemals soviel Schnee gesehen habe. Mein Opa würde diesen nassen, weißen Schmutz wahrscheinlich als „kontraproduktiv“ bezeichnen, wie er wie ein riesiger Marshmallow die Straßen verstopft.<br />
Papas Ohren sind jetzt weinrot.</p>
<p><em>5 Stunden 21 Minuten seit Fahrtbeginn</em><br />
Das Auto liegt jetzt völlig ruhig da. In stiller Resignation gammelt sein Inhalt vor sich hin, irgendwo zwischen Apathie und Wachkoma. Bis auf Papa, der dampft weiter.<br />
Im Kofferraum quiekt der Hund. Die arme Wurst will natürlich Gassi gehen, aber das geht nicht. Ich glaube ich habe da draußen einen Eisbären gesehen.<br />
Da warte ich lieber weiter auf die Kerle die in den Nachrichten alle mit Decken und heißen Getränken versorgen, aber ich glaub, da kann ich lange warten.<br />
Zustand von Papas Ohren: Purpur.</p>
<p><em>6 Stunden seit Fahrtbeginn</em><br />
Irgendwie komme ich mir vor wie in einer schlechten Realityshow.<br />
4 Menschen für 6 Stunden auf 4 Quadratmetern gefangen. Den eigenen Ausdünstungen schutzlos ausgeliefert. Bleibt nur zu warten bis einer durchdreht oder beginnt ein Familienmitglied anzuknabbern.<br />
Und der blöde Hund ist im Kofferraum Gassi gegangen.<br />
Die Einzige, die das nicht stört ist Mama. Die schläft seit 6 Stunden. Oder ist erstickt. Würde mich nicht wundern.<br />
Papas Ohren sind jetzt lila.<br />
Ich blicke wieder nach draußen in die weiße Nacht.<br />
Dann wird mir eins klar:<br />
Es ist Winter.</p>
<p><strong>Der Hohn des Telefon</strong><br />
Im Sommer herrscht in Schwerin eine große Nachfrage an Pensionen, Hotels und Unterkünften. Unglücklicherweise hat meine Familie eine Pension, aber glücklicherweise haben sie mich als strafversetzten Sekretär. Also schiebe ich mal wieder Telefondienst. Das wäre halb so schlimm, hätten wir nicht „Pipi Langstrumpf“ als Klingelton.<br />
An einem Sonntag um halb zehn liege ich also auf dem Sofa und gucke Fernsehen. Das Telefon klingelt. Düdü. Zum siebten mal an diesem Morgen. Ich gehe ran.<br />
„Pension am Lewenberg, Max Darsow am Apparat, guten Tag.“ , sage ich mit gespielter Freude. Eine zögernde, möglicherweise männliche Stimme antwortet mir.<br />
„Hallo, ähm spreche ich mit der Pension am Lewenberg?“, ich dachte ich hätte das gerade erwähnt, aber ich antworte stattdessen:<br />
„Ja, da sind sie richtig.“<br />
Eine kurze Pause.<br />
„Vermieten sie auch Zimmer?“, fragt es aus dem Telefon.<br />
„Wir sind eine Pension, also ja, wir vermieten Zimmer.“<br />
Stille. Noch mehr Sttille.<br />
„Möchten sie denn vielleicht ein Zimmer buchen?“, mache ich einen Versuch.<br />
„Ähm, ähm, ja?“<br />
Ich liebe ja solche Leute, die immer gleich zum Punkt kommen.<br />
„Für wann möchten sie denn ein Zimmer buchen?“<br />
„Öff, tja, Sommer denke ich.“<br />
Langsam werde ich ein klein wenig gereizt.<br />
„Könnten sie das nicht ein Bisschen päzisieren?“<br />
„Öchoahh. Ich, äh, ähm. Da muss ich kurz überlegen&#8230;“<br />
„Also, ich mach Ihnen einen Vorschlag: Sie überlegen sich, ob und wann sie ein Zimmer brauchen und melden sich dann wieder.“<br />
Dieser plötzliche Verlauf der Unterhaltung scheint meinen Gesprächspartner zu überfordern.<br />
„Öh, ähm, jaa&#8230;“<br />
„Schönen Tag noch“, sage ich, dann lege ich auf.<br />
Ich hab den Knopf noch gar nicht gedrückt, da klingelt es schon wieder. Düdü.<br />
„Pension am Lew&#8230;“<br />
„Ah guten Tag Herr Darsow!“, unterbricht mich eine barsche Stimme, „ich wollte mich nur noch einmal melden um über unser letztes&#8230;“ „Hier ist Max Darsow, rufen Sie bitte später noch einmal an wenn mein Vater zu sprechen ist. Auf Wiederhören.“ Und Auflegen. Unverschämter Kerl, denke ich, mir einfach ins Wort zu fallen. Außerdem hab ich Wochenende. Aufs Sofa sinken. In die Kissen. Düdü. Ich spüre wie mein Auge zuckt. „Pension am Lewenberg, Max Darsow am Apparat, guten Tag.“<br />
„Hallo, ähm, spreche ich mit der Pension am Lewenberg?“ Der schon wieder.<br />
„Ja das ist richtig. Haben sie sich jetzt entschieden?“<br />
Keine Antwort. Man hört es denken.<br />
„Ähm. Ja?“<br />
„Gut, und für wann möchten sie dann ein Zimmer haben?“<br />
Grübeln.<br />
„Ich glaub Juli. Vielleicht&#8230;.“<br />
„Und wann im Juli?“<br />
„Öff.“<br />
„Ich denke Sie melden sich wieder wenn sie sich entschieden haben. Guten Tag!“<br />
 So. Jetzt aber Wochenende. Düdü.<br />
„Pension am Lewenberg. Max Darsow am Apparat, guten Tag.“<br />
„Ach hallo Andrea, hier ist die Ines. Ich wollt noch mal mit dir reden, wegen dem nächsten Kochabend und außerdem&#8230;“ „Hier ist ihr Sohn, Max. Meine Mutter ist leider gerade nicht zu Hause. Tschüss.“ Und weggedrückt.<br />
Wieder einmal stelle ich mir die alten Fragen: warum ich? Warum am Sonntag? Und warum&#8230;<br />
Düdü.<br />
„Hallo?“<br />
„Öhm, guten Tag, ähm. Ist da die Pension am Lewenberg?“<br />
Ich werd noch bekloppt. Aber jetzt reichts.<br />
„Nein hier ist die Pizzeria Roma und wir haben Sonntags geschlossen. Eigentlich auch sonst immer. Rufen sie also am besten NIE wieder an!“Weggedrückt. Und das Telefon schweigt. Düdü.<br />
Denkste.<br />
„Pension am Lewenberg, Max Darsow am Apparat. Und ja wir vermieten Zimmer. Und nein ich bin  nicht Herr Darsow, oder Frau Darsow, ich bin ihr Sohn. Oder Opfer wie mans nimmt!“</p>
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		<title>Sonntag: Schmalz und Marmelade liest Rot-Weiß</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 17:43:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
Rot-Weiß ist Pommes, ist Fußball, ist Fahnenkult und Fieberthermometer. Rot-Weiß ist Sascha Lobo, Heuschnupfen und Taschentuch und Erdbeeren mit Sahne. Und die Tapete nach einem Filzstiftangriff ist auch Rot-Weiß. Deshalb und weil Schmalz irgendwie weiß und Marmelade, so man will, irgendwie rot sein kann, ist Rot-Weiß das perfekte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],</p>
<p>Rot-Weiß ist Pommes, ist Fußball, ist Fahnenkult und Fieberthermometer. Rot-Weiß ist Sascha Lobo, Heuschnupfen und Taschentuch und Erdbeeren mit Sahne. Und die Tapete nach einem Filzstiftangriff ist auch Rot-Weiß. Deshalb und weil Schmalz irgendwie weiß und Marmelade, so man will, irgendwie rot sein kann, ist Rot-Weiß das perfekte Thema für eine unentschiedene Aprillese auf den Brettern des Freischütz am Schweriner Ziegenmarkt. Also laden wir ein mit Winkelement und Wattewölkchen &#8211; wir wären froh Sie zu sehen, am kommenden Sonntag und ebenso froh wären wir, wenn Sie so freundlich wären, den Termin weiter zu sagen:</p>
<p><strong>Sonntag, 10. April, Freischütz am Ziegenmarkt, Schwerin </strong><br />
Schmalz und Marmelade &#8211; die Schweriner Lesebühne<br />
<strong>Thema:</strong> Rot-Weiß<br />
<strong>Gast:</strong> Siegfried Jürgensen*<br />
Frühstück mit Schmalz und Marmelade ab 11.30 Uhr &#8211; Texte vor die Nase um 12 Uhr</p>
<p>*Siegfried Jürgensen nimmt uns mit in eine Kindheit in Schleswig-Holstein &#8211; &#8220;Der Familienpapagei&#8221; heißt seine Sammlung &#8211; wir sind sehr gespannt. Wenn er nicht schreibt ist Siegfried Jürgensen Leiter der Schuldnerberatung Lichtblick in Schwerin. </p>
<p>Wir freuen uns auf Sie, auf den Sonntag und eine Lese Rot-Weiß!</p>
<p>i.A. </p>
<p>thom*</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Himmel und Erde: Max las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/18/himmel-und-erde-max-las/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 19:24:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Schmoo
Der Fremde

Der Fremde
Montag,
Liebes Tagebuch,
Heute morgen als ich aufgestanden bin ist mir etwas seltsames passiert. In unserem Treppenhaus ist mir ein fremder Mann begegnet. Der hatte ein glattes rotes und pausbäckiges Gesicht, aber er kam mir irgendwie gruselig vor. Wahrscheinlich war es ein Heizungsableser oder so. Ich werde mal Mama fragen.
Dienstag,
Ich habe Mama gefragt aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herr Schmoo</p>
<p>Der Fremde</strong></p>
<p><span id="more-1313"></span></p>
<p><strong>Der Fremde</strong><br />
Montag,<br />
Liebes Tagebuch,<br />
Heute morgen als ich aufgestanden bin ist mir etwas seltsames passiert. In unserem Treppenhaus ist mir ein fremder Mann begegnet. Der hatte ein glattes rotes und pausbäckiges Gesicht, aber er kam mir irgendwie gruselig vor. Wahrscheinlich war es ein Heizungsableser oder so. Ich werde mal Mama fragen.</p>
<p>Dienstag,<br />
Ich habe Mama gefragt aber sie hat gelacht und gemeint, das müsse ich schon selbst herausfinden. Ich habe Papa jetzt schon seit zwei Tagen nicht mehr gesehen. Langsam frage ich mich wo er ist und ob der Dicke von gestern etwas mit seinem Verschwinden zu tun hat.</p>
<p>Mittwoch,<br />
Papa ist immer noch nicht aufgetaucht, aber der Dicke war heute zum Abendessen da. Natürlich hab ich mich nicht zu ihm gesetzt, wer weiß wer das ist. Ich befürchte, das Papa abgehauen ist, weil Mama einen neuen Freund hat. Aber warum dann so einen komischen zwielichtigen Typen, ich dachte immer Mama hätte Geschmack! Vielleicht hat der Dicke Papa aus dem Weg geräumt, damit er Mama ganz für sich allein hat. Ich werde ihn überwachen müssen.</p>
<p>Donnerstag,<br />
Noch immer keine Spur von Papa, aber Mama behandelt den Dicken, als würde er fest zur Familie gehören. Vielleicht ist das alles eine große Verschwörung in der Papa entführt und dann durch den Dicken ersetzt wurde. Und dann haben sie meine ganze Familie einer Gehirnwäsche unterzogen und nur mich übersehen. Ich muss nur noch herausfinden wer hinter der ganzen Geschichte steckt. War es der Geheimdienst, oder vielleicht die Freimaurer. Und was haben die Illuminaten damit zu tun? Ich werde es herausfinden. Aber zuerst muss ich den Dicken ausschalten.</p>
<p>Freitag,<br />
Ich bin mir jetzt fast sicher, dass Außerirdische hinter der Entführung stecken. Sie haben meinen Vater entfernt und durch eine dicke, pausbäckige Überwachungsdrohne ersetzt um die Menschen auszuspionieren. Ich habe versucht die Regierung anzurufen, aber da ging niemand ran. Vielleicht sind die auch schon infiltriert. Meine Freunde glauben mir nicht, aber wahrscheinlich sind das auch alles Außerirdische.  Ich schreibe ihre Namen bei Gelegenheit auf meine Verdächtigenliste. Ich habe die Sonde noch nicht ausschalten können, ich kenne ihre Schwachstelle noch nicht. Aber ich werde erst einmal versuchen sie auf die herkömmliche Weise aus dem Weg räumen. Zum Glück weiß ich wo Papas Gewehr liegt.</p>
<p>Samstag,<br />
Die Drohne ist heute den ganzen Tag zuhause geblieben. Ich versuche sie nicht zu auffällig zu überwachen, sonst schöpft sie Verdacht. Ich befürchte sie hat vor Mamas Gehirn zu essen. Ich habe begonnen mein Zimmer mit Alufolie auszukleiden, die  Außerirdischen können vielleicht meine Gedanken lesen. An Papas Gewehr bin ich nicht rangekommen. Ich wusste die Kombination vom Waffenschrank nicht. Aber ich habe mir eine Rohrzange genommen, um es zu erledigen. Ich warte bis die Drohne allein ist, sonst mache ich Mama nur Angst. Aber die werden ihr Gehirn nie kriegen!</p>
<p>Sonntag,<br />
Mama hat mich gefragt warum ich heute nur Alufolie anhabe, aber ich habe ihr nicht geantwortet, sie wird schließlich überwacht. Ich lege mich mit der Rohrzange auf die Lauer und warte den passenden Moment ab, um die Drohne zu eliminieren. Ich schreibe wieder wenn es erledigt ist.</p>
<p>Noch einmal Sonntag,<br />
Ich war mit Mama und dem Anderen in der Küche und sie hat mit mir geschimpft, weil wir keine Alufolie mehr haben. Und dann hat sie gesagt, ich soll mich nicht so aufregen nur weil Papa sich den Bart abrasiert hat. Dann hab ich die dicke Drohne angeguckt und hab gemerkt, dass das Papa ist und er gar nicht entführt wurde und es gar keine Drohne gab und ich Papa nur nicht erkannt habe, weil er keinen Bart mehr hat. Ich kam mir irgendwie dumm vor.</p>
<p>Montag,<br />
Das Missverständnis mit dem Drohnen-Papa hat sich ja jetzt geklärt. Aber seit heute hab ich eine neue Englischlehrerin und ich bin sicher sie kommt vom Jupiter. Ich werde sie auf meine Verdächtigenliste schreiben. Zum Glück habe ich die Kombination von Papas Waffenschrank herausgefunden.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><strong>Herr Schmoo</strong><br />
Einige sagten Herr Schmoo sei gefährlich. Andere hielten ihn für einen echten Helden. Aber für die meisten war er nur ein armer alter Hippie.<br />
Herr Schmoo selbst wollte von dem ganzen Kram nichts wissen. Ein Hippie? Gut er hatte schon etwas ökohaftes mit seinem langen grauen Pferdeschwanz, dem Ziegenbärtchen und der selbst genähten Kleidung. Aber Herr Schmoo war gegen Vorurteile. Er gehörte einfach nicht zu diesen Weltverbesserern, die nackt im Regen tanzten. Oder den Idioten, die ihre Umgebung mit „Rettet den Regenwald“-Flyern tapezierten, für deren Produktion ein Großteil des Selben wahrscheinlich draufgegangen war, während die Ausdünstungen ihrer Haare ihr Übriges zum Treibhauseffekt taten.<br />
Nein, da war Herr Schmoo gegen.<br />
Er war einfach jemand der gerne protestierte, jemand, der seine Meinung sagte, wenn sie gehört werden wollte. Zugegeben auch, wenn sie niemand hören wollte.<br />
Herr Schmoo hatte schon mit den Linken gegen die Rechten protestiert und mit den Rechten gegen die Linken. Und dann mit den Protestgegnern gegen die ganzen Demonstrationen.<br />
Er hatte sogar die Partei der Nichtwähler gewählt. Einfach aus Protest.<br />
Einmal hatte ihn jemand gefragt, ob er eigentlich gegen alles sei. Herr Schmoo hatte kurz überlegt, dann hatte er gesagt: „Ich hab nichts gegen Protest.“ Natürlich hatte er auch schon gegen die freie Meinungsäußerung demonstriert, aber da hatte ihm schon keiner mehr zugehört.<br />
Auch als er anfing über die Dinge nachzudenken, gegen die er protestiert hatte und eine vertretbare Meinung entwickelte, hatten die Jüngeren ihn nur belächelt. „Er wird senil, der Schmoo.“, hatten sie gesagt und ihn in ein Altersheim gesteckt. Natürlich hatte Herr Schmoo protestiert, doch es hatte nichts geholfen. Irgendwann kamen sie in seinen Bungalow und nahmen ihn einfach mit.<br />
Und als er ankam in der Hölle aus Beton und Haferbrei und durch die endlosen kalten Flure schlurfte, da wurde Herrn Schmoo klar, dass er endlich seinen Platz gefunden hatte. Das Heim war ein Paradies für jeden Protestierenden.<br />
Und Herr Schmoo protestierte: Gegen das schlechte Essen, das ihm den Magen verdarb, gegen die harten Matratzen, die ihm das Rückgrat zermalmten, gegen zu wenig Medikamente, gegen zu kalte Zimmer und gegen die hässlichen Pflegerinnen.<br />
Er fand einfach immer neue Probleme gegen die er wettern konnte.<br />
Und zum ersten Mal in seinem Leben war Herr Schmoo wirklich glücklich.</p>
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		<item>
		<title>Himmel und Erde: Herr thom* las</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 19:31:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich werde Stechbeitel aus dem Holz ziehen
Dieser Text wurde live gelesen zum Titel &#8220;Alte Juwel (feat. Rudi Stöher)&#8221; von der Platte &#8220;Am Ende der Kirschallee&#8221;, einem Album aus den elektronischen Instrumenten eines Künstlers entstanden, der sich &#8220;Das Kraftfuttermischwerk&#8221; nennt. Die gesamte, im Übrigen fantastische Platte steht zum Download zur Verfügung unter: www.kraftfuttermischwerk.de
Horst Schwerinskis erster Job
Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich werde Stechbeitel aus dem Holz ziehen</strong><br />
Dieser Text wurde live gelesen zum Titel &#8220;Alte Juwel (feat. Rudi Stöher)&#8221; von der Platte &#8220;Am Ende der Kirschallee&#8221;, einem Album aus den elektronischen Instrumenten eines Künstlers entstanden, der sich &#8220;Das Kraftfuttermischwerk&#8221; nennt. Die gesamte, im Übrigen fantastische Platte steht zum Download zur Verfügung unter: <a href="http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/">www.kraftfuttermischwerk.de</a></p>
<p><strong>Horst Schwerinskis erster Job</strong><br />
Im zweiten Teil des Textes kam wiederum &#8220;Das Kraftfuttermischwerk&#8221; zum Einsatz &#8211; diesmal mit dem Titel &#8220;Birkenholzkompott&#8221;</p>
<p><span id="more-1296"></span></p>
<p><strong>Ich werde Stechbeitel aus dem Holz ziehen</strong><br />
Ich werde Stechbeitel aus dem Holz ziehen unter blinden Fenstern und den Kindern zeigen, wo der Gummihammer hängt &#8211; kopfüber im Schrank. Dessen Tür wir öffnen werden, so sanft es eben geht mit sechs Händen, damit UrUropa nicht klappert. Der hängt gerahmt in der Tür &#8211; UrUropa &#8211; und klappert solang die Tür sich rührt. Dann werden wir nehmen: die Sägelade und den Fuchsschwanz und das Kantholz und den Zollstock. Und was die anderen vier Hände greifen konnten, das legen wir zurück.</p>
<p>Der Schraubstock macht die Backen eng und enger, quetscht das Kantholz und quietscht unser Lied, einen Hocker stellen wir davor für kleine Beine. Sägen ab, raspeln rund, schleifen nach. Stemmen aus, bohren an, takeln auf. Das Segel am Kantholzboot wird gewesen sein ein Laken unter schweren Federbetten, wurde Mottenfutter, dann ein Lappen, ein Flicken. Nun wird es dem Schiff die Farbe geben auf den Söllen und unsere Farbe wird sein: ölfleckengrau.</p>
<p>Wir werden alles einfach liegen lassen und ich werd an Dich denken. Und nochmal wenn wir Luft in die Schläuche pumpen, den Daumen auf den Mantel gepresst. Am Teich, zu dem wir radeln, stehn Pompesel kerzengerade und die Gummistiefel schmatzen jeden Schritt. Unser stolzes Schiff pusten wir hinaus hinter die Seerosen, sehen Wasserläufern zu, die fliehn.</p>
<p>Zu Hause werden wir uns auf den Kirschbaumstubben stützen, wenn wir das Wasser aus den Gummistiefeln gießen. Die Regentonne wird der Hafen sein. In ihrer Sternensuppe schwimmt das Boot. Wir werden Wolken atmen unter den Abendhimmel und kurz bevor wir unter schwere Federbetten kriechen, trinken wir die Neigen aus. </p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><strong>Horst Schwerinskis erster Job</strong><br />
Hallo, mein Name ist Horst Schwerinski und ich habn Job.</p>
<p>Hat allet damit anjefangen, das die Frau mich in son Lyrikabend jeschleppt hat. Det Kind is jroß jenuch hatse jesacht, da kannste ruich ma wieder mit mir ausjehen. Nu war det außjerechnet sowat wo verjeistichte Männer uffe Bühne Jedichte vorlesen, um die verjeistichten Frauen in Publikum&#8230; na ich sach mal vorsichtich&#8230; für sich zu jewinnen. Und weil wir ja nu ausse Biologie wissen, das nich immer die Stärksten zum Zuge kommen, sondern oft eher die wo am meisten auffallen, hat einer von die Dichter seine Werke nich einfach so vorjetragen, sondern mit &#8211; wie nenn ick dit jetzte möglichst neutral&#8230; Jeblubber! unterlecht.</p>
<p>Und ick hab dit aus Spaß mitjeschnitten. Mitn Telefon. Für youtube. </p>
<p>Seit dit Jugendamt mir aufn Kieker hat wejen der vielen lustigen Kinderunfälle in mein Channel, ha ick dit Süjet erstma jelassen. War ja och immer schwerer, die Jörn auszutricksen&#8230; Ick hatte denn ja sojar in Kindergarten Hausverbot&#8230;</p>
<p>Aba son balzenden Dichter ha ick mir jedacht, den kannste ma bringen uf youtube&#8230; Und son Monat später krich ich ein Brief von den Schweriner Kurier, oder Express oder Blitz, einer von denen jedenfalls, die wären an einer längerfristigen Zusammenarbeit interessiert in Sachen Erstellung von digitalem Content. Kam denn raus, die wollen, dass ick für die ßu so Ereijnissen hinjeh, bissgen Filme und was dazu schreibe. Fürn Zehner pro Film. Ha ick erstma jesacht, kommt gar nich in Fraje, so billig vakoof ick mir nich. </p>
<p>Ick will auf alle Fälle nochn Presseschild fürs Auto. Hamse sich jewunden und jeklacht hamse, aba ick bin hart jeblieben und an Ende wollten se mich haben und warn denn och bereit mein Preis ßu ßahln.</p>
<p>Und deshalb ha ick nu n Job. Journalist bin ick. Nächste Woche ßum Beispiel mach ick ne Reportage, da spielen die Orjinal Störtaler in Augustenstüft. Mannmannmann&#8230;</p>
<p>Und dit allet wejen ein Film. Apropropro&#8230; Den mach ick nochma an&#8230; Mit Gucken is ja bisschen schlecht heute, aba hörn reicht bei dem im Prinzip aus&#8230;</p>
<p>WER SCHÜTZT UNS?<br />
VOR DER ALTERNDEN GESELLSCHAFT?<br />
DEM DEMOGRAFISCHEN WANDEL?<br />
DER ANHALTENDEN ABWANDERUNG?<br />
WIR WERDEN EIN DEMENZZENTRUM!<br />
WENN DIE DÖRFER VERGREISEN<br />
WERDEN SCHULWEGE WEITER<br />
WERDEN GANZE LANDSTRICHE FÜR JUNGE FAMILIEN ALS LEBENS- UND WIRKUNGSKRAUM &#8211; ICH DENKE DA AUCH ANS EHRENAMT &#8211; </p>
<p>UNINTERESSANT.</p>
<p>ANDERERSEITS!<br />
SIND WIR DANN DIE ZIELGRUPPE<br />
GIBT ES DANN KEINE ARBEITSLOSEN MEHR<br />
ALTENPFLEGER WERDEN FÜRSTLICH BEZAHLT<br />
UNSERE KINDER KÖNNTEN ALTENPFLEGER WERDEN<br />
WELCHE KINDER, FRAGST DU UND ICH SAGE<br />
KINDER, DIE WIR, WIR ALLE, DRINGEND BRAUCHEN UND<br />
DEREN GEBURT WIR BEIDE VORBEREITEN SOLLTEN<br />
DU UND ICH HEUTE NACHT. WIR GEGEN DEN DEMOGRAFISCHEN WANDEL!</p>
<p>WAS DENKST DU?</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Statusmeldung: Anmeldungen für Sonntag</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/10/statusmeldung-anmeldungen-fur-sonntag/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 14:50:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2011/02/10/statusmeldung-anmeldungen-fur-sonntag/</guid>
		<description><![CDATA[Moin in die Runde,
eine kleine Durchsicht aller Anmeldungen ergab, dass genau jetzt 54 Plätze vorbestellt sind. Dabei sind sowohl die Mails als auch die Facebook-Veranstaltungszusagen (mit je einer Person pro Facebook-Account) berücksichtigt. Sprich &#8211; es ist noch 1 bequemer Sessel zu haben. Danach kriegen wir nochmal gut 10 Menschen auf etwas unbequemeren Möbeln beziehungsweise dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Moin in die Runde,</p>
<p>eine kleine Durchsicht aller Anmeldungen ergab, dass genau jetzt 54 Plätze vorbestellt sind. Dabei sind sowohl die Mails als auch die Facebook-Veranstaltungszusagen (mit je einer Person pro Facebook-Account) berücksichtigt. Sprich &#8211; es ist noch 1 bequemer Sessel zu haben. Danach kriegen wir nochmal gut 10 Menschen auf etwas unbequemeren Möbeln beziehungsweise dem Fußboden unter. Also &#8211; keine Scheu, immer ran.</p>
<p>Nun aber noch die Bitte an Sie, an Euch, doch eine kurze Absage in eine Mail an bekannte Adresse zu schreiben, wenn vorbestellte Plätze nicht genutzt werden können. Dann haben andere noch eine Chance dabei zu sein, wenn sie mögen.</p>
<p>Wir freuen uns wie Bolle auf Sonntag!</p>
<p>i.A. thom*</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sonntag: Schmalz und Marmelade im Planetarium</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 18:28:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
wissen Sie, wie man es schafft ruckzuck aus der Sternwarte geworfen zu werden? Ganz einfach: Man gehe hin zum obersten Sternengucker und beginne die Konversation mit: &#8220;Was machen Sie als Astrologe eigentlich genau?&#8221; Haben wir unlängst ausprobiert und dabei natürlich wohlweislich den Lesebühnen-Nachwuchs vorgeschickt. Und dann, als das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],</p>
<p>wissen Sie, wie man es schafft ruckzuck aus der Sternwarte geworfen zu werden? Ganz einfach: Man gehe hin zum obersten Sternengucker und beginne die Konversation mit: &#8220;Was machen Sie als Astrologe eigentlich genau?&#8221; Haben wir unlängst ausprobiert und dabei natürlich wohlweislich den Lesebühnen-Nachwuchs vorgeschickt. Und dann, als das Kind schon fast im Brunnen lag, haben wir schnell behauptet, das wäre alles nur Spaß. Und schließlich haben wir noch einen anzüglichen Witz nachgelegt, den Klassiker mit dem falsch betonten Uranus.</p>
<p>Und was sollen wir sagen: Die Damen und Herren des Planetariums sind mit enormem Langmut geschlagen und von so einer Lesebühne, die einen Clown gefrühstückt hat, lassen die sich nicht ins Boxhorn jagen. Im Gegenteil: Mit offenen Türen wurden und werden wir empfangen zwischen der echten Sternenkuppel oben im Turm und dem Himmelszelt, dem nachgemachten, im Erdgeschoss.</p>
<p>Ich sehe Sie schon ungeduldig diesen Text überfliegen und mit dem Kopf wackeln, ob der ausufernden Ankündigungsprosa und so will ich Sie auch nicht länger hinhalten:</p>
<p><strong>Lesebühne Schmalz und Marmelade zum Thema Himmel und Erde</strong><br />
<strong>Ort:</strong> Planetarium Schwerin, Weinbergstraße 17<br />
<strong>Zeit:</strong> Sonntag, 13. Februar, 12 Uhr<br />
<strong>Gäste:</strong> das <a href="http://www.myspace.com/vibesschwerin">A-Capella-Quartett Vibes</a> und Peter Schmiedeberg vom Planetarium</p>
<p>Eintritt frei &#8211; über Spenden freuen wir uns. </p>
<p><strong>WICHTIG:</strong> Es gibt nur 55 Plätze und ein paar sind schon über unsere Facebook-Seite reserviert worden. Weitere Vorbestellungen bitte über orga@schmalzundmarmela.de</p>
<p><strong>Der Gast:</strong><br />
Peter Schmiedeberg, unser Gast und Gastgeber zugleich, ist übrigens &#8211; das lässt sich ohne Übertreibung sagen &#8211; im Planetarium aufgewachsen. Von Kindesbeinen an hat er in der Sternwarte und unter dem künstlichen Himmel seine Freizeit verbracht &#8211; heute ist er für die vielen Besucher des Planetariums einer derjenigen, die mit Witz und für ein Laienpublikum spannend die Himmelsphänomene erklären können. Die Woche über arbeitet Peter Schmiedeberg fern der Heimatstadt, aber an jedem Wochenende zieht ihn sein Planetarium wieder magisch in den Norden. </p>
<p>Kurz: Peter Schmiedeberg kennt den Himmel über Schwerin wie kaum ein anderer und als unser Gast im zweiten Teil wird er uns und allen, die Lust haben, dabei zu sein erzählen, was da Besonderes geschieht in den Weiten über dem Horizont.</p>
<p><strong>Der Soundtrack zum Sternenhimmel</strong><br />
Die Vibes, ein A-Capella-Quartett, bringen ganz dem Namen gemäß gute Schwingungen mit &#8211; sie sagen über sich selbst:</p>
<p><em>&#8220;Vibes&#8221; bedeutet Vibrationen &#8211; in diesem Fall gute &#8211; Schwingungen, und: weil es auch nach Weibs klingt, war der Name für das Ensemble gefunden. Vibes singen alte Lieder auf Kisuaheli, Maoori, Gälisch, Deutsch, Althebräisch u.a. Dass diese Mischung gut ankommt, beweisen unter anderem ein ausverkauftes Konzert mit &#8220;Reel&#8221; am 27.11.2010 im Speicher Schwerin und die Anfrage des Sängers und Songwriters Marco Pohl der Gruppe &#8220;Anti Avanti&#8221;, ein Konzert sowie die Produktion der nächsten CD (Feb. 2011) durch den Gesang der Vibes zu bereichern. &#8220;Vibes&#8221; machen Gänsehaut, bringen zum Schmunzeln und Lachen, beschwingen und verführen zum Träumen. &#8220;Vibes&#8221; wissen, dass jeder Mensch singen kann. Manche tun es heimlich &#8211; andere unheimlich. Singen ist atmen und atmen heißt Leben. Vier Frauen, die sich zu ihrer heimlichen Liebe &#8211; dem Singen &#8211; gerne öffentlich bekennen und die Freude daran mit Publikum teilen möchten&#8230;</em></p>
<p>Damit ist die Bühne bereitet, die Verlautbarung ist erfolgt &#8211; es fehlen nur noch Sie und wir und der Sonntag selbst, aber den Gesetzen von Zeit und Raum folgend kommt Letzterer ganz bestimmt. Und Sie doch auch, oder? Wir jedenfalls freuen uns auf einen Sonntag mit ganz neuen Perspektiven und auf den Himmel über Schwerin.</p>
<p>Auf Sonntag!</p>
<p>i.A. thom*</p>
<p>PS: Wir sind die Borg! Sie werden assimiliert werden. Widerstand ist zwecklos!<br />
PSPS: <a href="http://www.facebook.com/pages/Schmalz-und-Marmelade/129688713757133">Sie finden die Lesebühne auch bei Facebook</a>. Dort sind bereits alle Veranstaltungen bis zum großen Jubiläum im Juni verzeichnet. Und wenn Sie &#8220;Gefällt mir&#8221; klicken, bleiben Sie immer auf dem Laufenden.<br />
PSPSPS: Wir haben Ihr Horoskop gestalkt. Für diese Woche lautet es: &#8220;Am Sonntag stehen die Sterne günstig. Sie werden Ihnen leuchten am hellichten Tag!&#8221; Wenn das mal kein Zeichen ist&#8230;<br />
PSPSPSPS: Die besten Texte des kommenden Sonntags können Sie neu arrangiert auch in Parchim erlauschen &#8211; am 15. März, 19 Uhr, in der Theatergaststätte des Mecklenburgischen Landestheaters Parchim.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>5. Advent &#8211; Fotos des Tages</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/12/12/5-advent-fotos-des-tages/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 18:18:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch mehr Fotos gibt es hier als Diashow
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1267" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/12/20101212_5.Advent_027-500x333.jpg" alt="5. Advent - Foto: Ulli Wille" title="5. Advent - Foto: Ulli Wille" width="500" height="333" class="size-medium wp-image-1267" /><p class="wp-caption-text">5. Advent - Foto: Ulli Wille</p></div>
<div id="attachment_1268" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/12/20101212_5.Advent_014-500x333.jpg" alt="5. Advent - Foto: Ulli Wille" title="5. Advent - Foto: Ulli Wille" width="500" height="333" class="size-medium wp-image-1268" /><p class="wp-caption-text">5. Advent - Foto: Ulli Wille</p></div>
<div id="attachment_1269" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/12/20101212_5.Advent_033-500x333.jpg" alt="5. Advent - Foto: Ulli Wille" title="5. Advent - Foto: Ulli Wille" width="500" height="333" class="size-medium wp-image-1269" /><p class="wp-caption-text">5. Advent - Foto: Ulli Wille</p></div>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/sandmann/sets/72157625583496016/show/">Noch mehr Fotos gibt es hier als Diashow</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>5. Advent &#8211; Tini las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/12/12/5-advent-tini-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/12/12/5-advent-tini-las/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 17:52:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Du &#038; ich
AN, NICHT ZU WEIHNACHTEN

Du &#038; ich
Du und ich.
Ich und du.
Müllers Esel das
sind manchmal wir beide
wahrscheinlich öfter ich
du erklärst nämlich logischer warum jetzt ich
trotzdem: wir beide.
Du und ich.
Mal bist du
und ich bin weg
wenn wir uns dann sehen
trinken wir Kaffee
und oft rauchst du doppelt, hast aber nur eine in der Hand
Vieles was dein Stil ist,
 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Du &#038; ich</strong></p>
<p><strong>AN, NICHT ZU WEIHNACHTEN</strong></p>
<p><span id="more-1275"></span></p>
<p><strong>Du &#038; ich</strong></p>
<p>Du und ich.<br />
Ich und du.<br />
Müllers Esel das<br />
sind manchmal wir beide<br />
wahrscheinlich öfter ich<br />
du erklärst nämlich logischer warum jetzt ich<br />
trotzdem: wir beide.</p>
<p>Du und ich.<br />
Mal bist du<br />
und ich bin weg<br />
wenn wir uns dann sehen<br />
trinken wir Kaffee<br />
und oft rauchst du doppelt, hast aber nur eine in der Hand</p>
<p>Vieles was dein Stil ist,<br />
 ist nicht meiner<br />
Vieles, was ich schätze,<br />
schätzt du nicht;<br />
du bist am Ziel,<br />
 ich reise noch.<br />
Aber was am Anfang steht und stand das<br />
sind du und ich. </p>
<p><strong>AN, NICHT ZU WEIHNACHTEN</strong></p>
<p>24.Dezember, 6.30:<br />
Mein Wecker klingelt.</p>
<p>6.35:<br />
Mama kommt rein. „Hey du musst aufstehen! Du hattest versprochen mitzukommen.“</p>
<p>7.00<br />
Ich quetsche mich mit neben Mama in eine Tiefkühltruhe von Auto, die über Nacht von zwanzig Zentimetern Neuschnee zu gedeckt wurde. Ich bibbere im Auto, Mama schippt draußen, zehn Minuten später rasen wir dem um 8.00  Uhr öffnendem Fischhändler entgegen. Wie jedes Jahr erklärt sie, dass sie nächstes Jahr den Fisch vorher bestellen wird, und ich nicke wie jedes Jahr und mein Déjà-vu beginnt. Gleich wird sie fragen….<br />
„Weißt du noch was wir alles kaufen müssen?“fragt Mama. Wieder nicke ich und beginne aufzusagen: Lachs.<br />
Bei uns gibt es Weihnachten immer Lachs, niemals Karpfen blau. Meine Mama hasst Karpfen. Als Kind schwamm bei ihr der Karpfen am 17.  in der heimischen Badewanne, um sie dann an Heiligabend  von der Servierplatte aus anzustarren. Also&#8212;Lachs. Nicht vorbestellt. Dummerweise gilt beim Fischhändler eisernes Marktgesetz:<br />
Wer zuerst kommt, kauft zuerst, und immer ein bisschen mehr als nötig: „Man kann ja nie wissen.“<br />
Zwanzig vor Acht reihen wir uns in die Schlange der wartenden.</p>
<p>9.30<br />
Man erlaubt mir neben Weihnachtsbaum schmücken, Weihnachtslieder singen und zwischen Küche und Keller hin und her zu hetzen tatsächlich einen lauwarmen Kaffee zu trinken.<br />
Papa und Clara singen aus voller Kehle, ich kriege einen Ohrwurm von  „Oh du Fröhliche“.</p>
<p>10.30<br />
Ich soll mein Zimmer aufräumen, sagt Mama. Mit 5 Jahren habe ich mal gefragt, was das denn hieße, aufräumen; worauf meine Mutter antwortete: „Du sollst dein Spielzeug zur Seite räumen, damit man durch dein Zimmer gehen kann. Fataler Fehler. Ich schaufele einen Weg durch mein Zimmer zum Bett, lasse mich fallen und schlafe ein.</p>
<p>11.30<br />
Mama hat mich beim Schlafen erwischt und ist jetzt noch nervöser als vorher. Zimmer nicht aufräumt, Müll nicht draußen, Kind liegt noch im Bett und riecht auch so. Sie beginnt in leisem Gemurmel vor sich hin zu fluchen. Ich schätze: „Nervositätsstufe zwei von zehn“ und drehe mich nochmal um.<br />
Mama ruft im Rausgehen, ich solle den Tisch decken und mich bitte mal waschen.</p>
<p>13.00<br />
Ein kaltes Mittagsessen aus Toast und Geflügelsalat wird schweigend eingenommen. Mama ist sauer weil sie mich gerade mit einer Standpauke aus dem Bett getrieben hat und weder der Tisch gedeckt ist noch ich gewaschen bin. Papa und Clara sind ein wenig heiser vom Singen.<br />
Stille Nacht, heilige Nacht.</p>
<p>15.00:„Zieh dir was Ordentliches an!“<br />
15.15:„Das ist nicht dein Ernst!“</p>
<p>15.30<br />
Meine Großeltern treffen wie üblich eine halbe Stunde vorher ein, die Skala meiner Mama erreicht die Stufe fünf. Die beiden werden mit Kaffee, Kuchen und geringfügigem Small-Talk versorgt und vor dem Fernseher mit der Feuerzangenbowle-DVD geparkt.</p>
<p>18.15<br />
Opa Nummer zwei, ich nenne ihn den großen Opa, erreicht die Stätte des heiligen Beschenkvollzuges, augenblicklich wird ein Spaziergang iniziert. Ich darf mit dem Opa Nummer eins, meinem kleinen Opa, zuhause bleiben. Ich höre mir die Geschichte von seinem Jagdunfall in der neusten Version und noch einmal meinen Familienstammbaum mütterlicherseits an.</p>
<p>18.35<br />
Beim Wiedereintreffen der Spaziergänger stehen -Oh Wunder!- zwei Säcke mit eindeutigen Ausbeulungen vor der Tür. „Geschenke!“  schreit Clara und läuft ab da nur noch im Kreis.<br />
Mama reist mir die Widmungskarte von einem der Säcke aus der Hand, in der golden gedruckt „Mit besten Grüßen- Äpfel Maier“ steht.</p>
<p>18.45<br />
Wir gehen zum kulturellen Pflichtprogramm über.<br />
Clara beginnt mit: „Lieber guter Weihnachtsmann..“ ist sofort Liebling der Versammlung (was sie sowieso schon ist) und darf sich wieder setzen.<br />
Als ich ähnliche Versuche starte, wird direkt abgebrochen. Nicht mal Heinz Erhardt zieht. Seufzend hole ich die Gitarre, spiele einen unpassenden aber komplizierten Walzer, alle sind begeistert.<br />
Geschenke? Wo denke ich hin, jetzt kommt doch der eigentliche Höhepunkt:<br />
Das „Oh Tannebaum“.<br />
Wir kreisen den selbst geschlagenen und geschmückten Weihnachtsbaum ein. Dieses Jahr, erklärt Papa stolz, habe er ihn in die Akazie gehängt, damit er nicht wieder von Nachbarkatzen markiert wird.<br />
Doch in so engem Kontakt zum Baum und unterstützt von der Hitze der Kerzen geht jedem von uns auf, dass es auch dieses Jahr wieder nicht so ganz geklappt hat.<br />
Papa räuspert sich verlegen und stimmt „Oh Tannebaum“ an.<br />
Mit einer Verzögerung von insgesamt zehn Sekunden zieht der Rest der Familie hinterher, der Refrain: laut, nur dezent wacklig, leicht kanonartig. Erste Strophe.: tadellos. Ab Strophe zwei geht die Gesangsgruppe ins piano  und in eine Stimmführung, die ich hier mal als „voce nuschel“ bezeichne über. Dafür aber der Refrain wieder so laut und falsch wie eh und je. Schön.</p>
<p>19.05<br />
Jetzt aber: Geschenke!<br />
Clara hüpft ähnlich einer auf Herdplatten wandelnden Katze, hilft beim Sack auspacken mit fleißigen Namenvorlesen, schmeißt zufällig auch Päckchen mit der Aufschrift Mama, Papa und Opa auf ihr Häufchen, das innerhalb kürzester Zeit Bergeshöhe  erreicht . Mama erklärt nebenher lächelnd, dass sie das gar nicht verstehen könne und dass Clara dem Weihnachtsmann aber sehr danken müsste.</p>
<p>20.10<br />
Essen. Lachs auf Spinat, vier Sorten Gemüse, Fischstäbchen. Oma fragt wie jedes Jahr warum es kein Karpfen blau gibt und wird wie jedes Jahr übergangen. Der kleine Opa packt noch eine Runde Jägerlatein zum sanften Duft des Weihnachtsbaumes aus, der große Opa ist schon zu den Enkelkindern drei Kilometer weiter gedüst. Die sind nämlich älter und können deswegen länger auf Geschenke warten. Ätsch.<br />
Nach dem Essen werden sich auch meine anderen Großeltern schnell verziehen,  weil dem kleinem Opa fahren im Dunkeln immer ein bisschen unheimlich ist.</p>
<p>21.55<br />
Das Auto der Großeltern rollt vom Hof.<br />
Das Gesicht meiner Mama entspannt sich zu einem Lächeln.<br />
 Sie denkt an das morgige große Familienessen mit besagten Verwandten in drei Kilometern Entfernung, bei dem wir uns jedes Jahr mit ihnen abwechseln und wir dieses Jahr nicht dran sind. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>5. Advent &#8211; Max las</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 17:45:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1264</guid>
		<description><![CDATA[Was ist Weihnachten?
Töchterchens Weihnachtswünsche

Was ist Weihnachten?
Wenn Sie jemand fragt, was Weihnachten ist, und keine Ahnung hat worum es dabei geht, wie würden sie es ihm erklären? Tja, das ist gar nicht so einfach, nicht wahr? Aber ich habe es einmal versucht.
Weihnachten, das ist wenn sich die ganze Familie zusammen in einen, recht sauerstoffarmen Raum zwängt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was ist Weihnachten?</strong></p>
<p><strong>Töchterchens Weihnachtswünsche</strong></p>
<p><span id="more-1264"></span></p>
<p><strong>Was ist Weihnachten?</strong></p>
<p>Wenn Sie jemand fragt, was Weihnachten ist, und keine Ahnung hat worum es dabei geht, wie würden sie es ihm erklären? Tja, das ist gar nicht so einfach, nicht wahr? Aber ich habe es einmal versucht.<br />
Weihnachten, das ist wenn sich die ganze Familie zusammen in einen, recht sauerstoffarmen Raum zwängt, wohl wissend, dass sie sich nach diesem Abend wahrscheinlich für lange Zeit aus dem Weg gehen werden.<br />
Das ist, wenn ein kleines fettleibiges Kind im Wohnzimmer ein kitschiges Gedicht herausrotzt.<br />
An Weihnachten schleppt man ein stachliges Gestrüpp in sein Haus und behängt es mit allerlei Schwermetall.<br />
Und, an Weihnachten wird gestritten. Die wohl wichtigste Tradition, ist der gute alte Weihnachtsstreit. Die Familienmitglieder keifen sich gegenseitig an, während die Kinder weinen.<br />
Da wird noch einmal das gesamte letzte Jahr in recht pessimistischer Art und Weise zusammengefasst. Den Sabberbrocken sollte man dabei ausweichen.<br />
Nachdem entweder Luft oder Argumente ausgegangen sind, und sich dadurch alles wieder beruhigt hat, werden die Kinder in einen Raum gesperrt und an ein Massenverblödungsmittel angeschlossen<br />
Während die Verwandten eine beträchtliche Menge bunter Pakete vor dem Ofen stapeln, glotzen die Kleinen weiter, in der naiven Annahme ein rot gekleideter, adipöser Greis würde sich durch ihren Kamin zwängen, um sie zu beschenken.<br />
Nun trifft sich die Familie wieder in der Stube, die Geschenke werden ausgepackt und die materielle Wollust der Kinder wird endlich befriedigt.<br />
Ach ja, und dann war da noch was mit Religion. Aber, das ist nicht so wichtig.</p>
<p><strong>Töchterchens Weihnachtswünsche</strong></p>
<p>Papi.<br />
Ja, Zuckermaus?<br />
Papi, weißt du was ich mir zu Weihnachten wünsche?<br />
Nein, mein Honigkuchenpferdchen.<br />
Papi, ich will ein I Phone!<br />
Wir haben doch schon einen Eierkocher, wozu brauchst du da noch einen Eierföhn?<br />
Nicht Eierföhn, Papi, sondern I Phone!<br />
I Phone&#8230; Und was ist das?<br />
Das ist ein Handy.<br />
Ein Handy? Aber du hast doch ein Neues zu deinem letzten Geburtstag bekommen.<br />
Och Papa, das ist aber sooo alt! Das I Phone ist viel besser.<br />
Kannst du dir nichts sinnvolles wünschen? Etwas kleineres? Oder etwas, das uns allen etwas bringt?<br />
O.K., dann wünsche ich mir den Weltfrieden!<br />
Den Weltfrieden&#8230; Den Weltfrieden?<br />
Ja genau!<br />
Nun hör mir mal zu mein kleines Hasenfürzchen: Das mit dem Weltfrieden ist so eine Sache&#8230;<br />
Papiiii, ich will meinen Weltfrieden.<br />
Aber Mäuschen&#8230;<br />
Ich will meinen Weltfrieden.<br />
Aber ich kann die keinen Weltfrieden schenken!<br />
Wenn ich keinen Weltfrieden kriege, dann schrei ich!<br />
Aber Spätzchen!<br />
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah&#8230;<br />
Prinzessin!<br />
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah&#8230;<br />
Schmusebärchen!<br />
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah&#8230;<br />
O.K., O.K., sei nur bitte still!<br />
Aaaaaaah! Ich will meinen Weltfrieden.<br />
Aber wie soll ich das machen?<br />
Ichwillichwillichwillichwillichwillichwillichwill!<br />
Aber ich kann nicht!<br />
Papi, ich will meinen Weltfrieden!<br />
Rattenzähnchen, das wollen wir doch alle! Aber, das ist nicht so leicht.Wir Menschen führen einfach manchmal Krieg. Und da kann ich nichts dran ändern. Manchmal ist jemandem halt jedes Mittel recht um seinen Willen zu bekommen.<br />
Ich halt jetzt so lange die Luft an, bis kriege was ich will.<br />
Aber Katzenpfötchen!<br />
Hooooooooooooouuuuuuup<br />
Käferäuglein, der Papa bekommt Angst.<br />
…<br />
Stikefüßchen, hör auf damit!<br />
…<br />
Schon gut, schon gut, du kriegst ja alles was du willst. Aber kann es nicht etwas Kleineres sein?<br />
Huuuuuuuuuuu&#8230; O.K., ich will ein I Phone.</p>
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		<item>
		<title>5. Advent &#8211; Herr thom* las</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 15:37:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo, mein Name ist Horst Schwerinski und das Kind ist weg.
Amok

&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;
Hallo, mein Name ist Horst Schwerinski und das Kind ist weg.
Eben bei de Bescherung wars noch da. Jetzt isses weg. Und nu is die janze bucklige Verwandtschaft am Suchen. 
Hamse wenigstens ma was zu tun &#8211; Pfeifen die. Hocken hier seit drei Tagen rum und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo, mein Name ist Horst Schwerinski und das Kind ist weg.</strong></p>
<p><strong>Amok</strong></p>
<p><span id="more-1262"></span></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p><strong>Hallo, mein Name ist Horst Schwerinski und das Kind ist weg.</strong></p>
<p>Eben bei de Bescherung wars noch da. Jetzt isses weg. Und nu is die janze bucklige Verwandtschaft am Suchen. </p>
<p>Hamse wenigstens ma was zu tun &#8211; Pfeifen die. Hocken hier seit drei Tagen rum und rühren keinen Finger. Glaubense nich, das da ma einer gesacht hätte, komm ick helf dir, ick kratze mir den Kartoffelsalat selber ausse Aldi-Packung. Neee, lassen sich bedienen von vorn bis hinten.</p>
<p>Mein Schwager zum Beispiel, krümmt keinen Finger hier in unsern Haushalt&#8230; stattdessen hüppt der den ganzen Tag nur um seine Holde rum, Küsschen vorne, Küsschen hinten&#8230; „Meine Elfe“ sacht er zu ihr&#8230; Elfe!!!! </p>
<p>Man soll ja nich im Glashaus steinigen, aber jestern wurd mir das denn zu bunt&#8230; Ha ick ihn jefragt, ob er Peter Pan jesehen hat und ob ihm da vielleicht auch aufjefallen ist, dass Julia Roberts da die Elfe spielt und nich John Goodman.  Hatter nich verstanden&#8230; </p>
<p>Und abends bein Fernsehen massiert er ihr die Füße.  Musste dir ma vorstellen, die leecht ihre Mauken so von Sessel zu Sessel quer über unsern Adventskranz und denn knetet der los. Mit einer Hinjabe! Und sie macht denn immer so mhhhh und aaaahhh dazu&#8230; Wenn denn noch Bilder von nem Pumajehege im Zoo inne Tagesschau kommen, denkste, det is Jeruchsfernsehen. </p>
<p>Wenn die dat morjen wieder machen, zünd ick aba die Kerzen an, kannste wissen.</p>
<p>Aba ick jloob nich, dat die das morjen wieder macht&#8230; An Ende hat sich nämlich det Kind nen Spaß draus jemacht und seine Luftballons auf der ihr Schienbein geschubst und sich diebisch jefreut, wie die jeplatzt sind&#8230;</p>
<p>Aba det is ja nun wech dat Kind&#8230; Eben beide Bescherung wars noch da&#8230; Nu isses wech&#8230;. Und die janze bucklige Verwandtschaft is an Suchen&#8230;  </p>
<p>Ick? Ick nich&#8230; Einer muss doch aufn Adventskranz ufpassen. Kind wech und Adventskranz abjebrannt &#8211; da wär ja det janze Fest in Eimer&#8230;</p>
<p>Aprospos in Eimer&#8230; Mein Schwager und die Elfe, die haben det ja janz anders jelöst als wie wir. Bei denen jeht er arbeiten und sie bleibt ßu Hause. Kann man machen. Klar. Aba det hat nu den Effekt, dass wenn er ihr nich die Füße massiert, dasser denn immer mit sein Handy an Spielen is&#8230; Weil er ja was mit Internet macht, sacht er und da musser immer gucken, ob seine Surfer noch laufen&#8230; </p>
<p>Aber ick jloobe, dat sind eher so Surferinnen und janz in Ordnung schienen die nich zu sein, denn wie ick neulich mal jeguckt hab, uff sein Handy, da stand da „Kreditkarte nicht akzeptiert &#8211; Verbindung mit www.Schlampenlaufenheiß.de wurde unterbrochen&#8230;“ Wie er das mitjekricht hat, wurd er janz rot und hat jestammelt, det sei ne Testumjebung für son neuet Projekt.  Na det is halt die neue Welt, wa&#8230; bei uns hieß Testumjebung noch Rotlichtviertel&#8230; Und wir ham auch nie nich Projekt dazu jesacht&#8230;</p>
<p>Aprospos Projekt&#8230; Det Kind is immer noch weg, wa? Eben beide Bescherung wars noch da&#8230;</p>
<p>Den Weihnachtsmann ha ick ja in diesen Jahr selber jespielt. Ha ick mir die Sackkarre ausn Keller jeholt, den janzen Krempel in son jroßen Kartoffelsack jepackt und hab mir det schön uffn Balkon zurecht jestellt.  Bein Einpacken ha ick noch jedacht, wenn det Kleene lesen könnte, würds sicher denken, der Weihnachtsmann heißt Amazon&#8230; </p>
<p>Ick also raus aufn Balkon, rote Mütze, Bart, Mantel, ne Rute ha ick mir aus unsern Ficus jeschnitzt und denn bin ick rinjestürzt inne jute Stube. Wat vor allem daran lag, det die Sackkarre nich über die Schwelle wollte, ick aba schon so in Schwung war. Und denn bin ick mitn Fuß och noch inne Lichterkette hängen jeblieben und denn war det Schlamassel perfekt. Mein Schwager is vor Schreck det Handy ausse Hand jefallen und ausjerechnet uf det Schienbein von seine Elfe jeplumps &#8211; nu hat der Bildschirm lauter hässliche Kratzer. Nur det Kind is janz ruhig jeblieben und hat jefracht, Papa is Dir wat passiert?</p>
<p>An Ende ham wir denn den Baum wieder uffjestellt und denn wurd det ja noch janz harmonisch. Ick hab Socken und Deo ausjepackt, meine Frau ha ickn Jutschein für Blume 2000 jeschenkt und als hätt sies jeahnt hat die Elfe mein Schwager ne Schutzhülle fürs Telefon jekooft. Ick hatte denn nur das Jefühl das die Elfe höchstselbst ihre Begeisterung für den w-lan-router nur jespielt hat. </p>
<p>Damit warn wir denn auch nach drei Minuten durch und denn fing det Kind an. Puppenstube, Autorennbahn, Cornelia Funkes gesammelte Werke, das Laborset für die kleine Chemikerin und und und. Ick hab denn aus lauter Langeweile schon det Weihnachtsmärchen in Fernsehen anjemacht, det fing nämlich jrad an und wat soll ick sagen pünktlich mitten Abspann, da war det Kind denn och endlich mit auspacken fertig. </p>
<p>Aber det is nu weg, det Kind&#8230; Ick überlech grad, wann ick det das letzte Mal jesehen hab&#8230; Hat det Kleene nich nachn Auspacken so voller Inbrunst mit den Pappkartons jespielt? Aba die ha ick doch nu schon in Papierkontainer jebracht&#8230; Mh&#8230;</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><strong>Amok &#8211; ein Lied</strong></p>
<p>Amok<br />
Die Welt läuft Amok<br />
Der Grund steht im Kalender &#8211; es ist Dezember.<br />
Amok. Die Welt läuft Amok<br />
Der Grund steht im Kalender &#8211; es ist Dezember.</p>
<p>Meine Bank hat sich saniert mit meinen Dispozinsen<br />
Im Einzelhandel sehe ich die Einzelhändler grinsen<br />
Mein Tankwart hat sich nagelneue Preise ausgedacht<br />
Und spielt als Soundtrack an der Autobahn: Stille Nacht</p>
<p>Stille Nacht, heilige Nacht,<br />
alles schläft, einsam wacht<br />
nur das traute hochheilige Paar<br />
der Mann am Schwenkgrill &#8211; die Frau an der Bar</p>
<p>&#8230;da gibts Glühwein und Met bis keiner mehr steht.<br />
Last Christmas i gave you my heart<br />
&#8230;da gibt Mutzen und Glögg &#8211; die Welt ist verröckt<br />
but the very next day you gave it away&#8230;</p>
<p>Amok<br />
Die Welt läuft Amok<br />
Der Grund steht im Kalender &#8211; es ist Dezember.<br />
Amok. Die Welt läuft Amok<br />
Der Grund steht im Kalender &#8211; es ist Dezember.</p>
<p>Jedes Kind spielt im Schnitt 15 Weihnachtskonzerte<br />
Der Pastor kommt ins Radio als Weihnachtsexperte<br />
Doch bevor er kurz und knapp die frohe Botschaft verkündet<br />
Spielt der Radiomann: Sind die Lichter angezündet</p>
<p>Sind die Lichter angezündet, Freude zieht in jeden Raum.  Weihnachtsfreude wird verkündet,<br />
Im Dezember brennt der Baum</p>
<p>&#8230;dann gibts Glühwein und Met bis keiner mehr steht.<br />
Last Christmas i gave you my heart<br />
&#8230;da gibt Mutzen und Glögg &#8211; die Welt ist verröckt<br />
but the very next day you gave it away&#8230;</p>
<p>Amok<br />
Die Welt läuft Amok<br />
Der Grund steht im Kalender &#8211; es ist Dezember.<br />
Amok. Die Welt läuft Amok<br />
Der Grund steht im Kalender &#8211; es ist Dezember.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Sonntag: 5. Advent im Freischütz</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/12/08/sonntag-5-advent-im-freischutz/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 17:16:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
mit vorweihnachtlichem Strahlen in den Gesichtern schreiten wir dem 5. Advent entgegen. Als bibelfeste, allgemeingebildete Menschen werden Sie nun mit einem triumphierenden Lächeln sagen: 5. Advent? Hä? Und wir antworten: Jo! 5. Advent! Denn zum fünften Mal bereits lesen wir zum Thema Advent, das erklärt den seltsamen Titel, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],</p>
<p>mit vorweihnachtlichem Strahlen in den Gesichtern schreiten wir dem 5. Advent entgegen. Als bibelfeste, allgemeingebildete Menschen werden Sie nun mit einem triumphierenden Lächeln sagen: 5. Advent? Hä? Und wir antworten: Jo! 5. Advent! Denn zum fünften Mal bereits lesen wir zum Thema Advent, das erklärt den seltsamen Titel, und zum fünften Mal wollen wir mit Ihnen aus der Adventslese eine kleine Weihnachtsfeier im engsten Kreise machen. Und &#8220;engster Kreis&#8221;, das meint eben so viele Menschen, wie der Freischütz fassen kann.</p>
<p>Zu Gast ist in diesem Advent ein Mann, auf den wir uns ungeheuer freuen, ist er doch als famoser Musiker, als Kenner der Musikgeschichte und als überaus charmanter Plauderer bekannt: Ralf Gehler ist Historiker, sein Arbeitsplatz ist das Museum in Hagenow und Ralf Gehler spielt so ziemlich alles, was Töne macht. Und: er kennt sich aus in der Folklore Mecklenburgs. Mit seiner Band <a href="http://www.myspace.com/kwartfolk">Kwart</a> hat er in diesem Jahr den Weltmusikpreis &#8220;RUTH&#8221; abgeräumt und <a href="http://www.weltmusikpreis.de/2010/deutsche.html">die Laudatio liest sich wie eine gerade noch zurückhaltend formulierte Lobeshymne auf das Schaffen der Musiker.</a> Da werden Sie sicher verstehen, dass wir ganz hin und weg und schlicht verzaubert sind, Ralf Gehler in unserer Mitte zu haben am kommenden Sonntag.</p>
<p>Hier also die nackten Fakten:</p>
<p><strong>Sonntag, 12. Dezember, Freischütz</strong><br />
<strong>Thema:</strong> 5. Advent<br />
<strong>Gast:</strong> Ralf Gehler<br />
<strong>Wie immer gilt:</strong><br />
11.30 Uhr Frühstück mit Schmalz und Marmelade &#8211; 12 Uhr Frühlese für Spätaufsteher.</p>
<p>Nun fehlen nur noch Sie und Ihre Vorfreude auf einen wunderbaren Sonntagmittag,</p>
<p>i.A. thom*</p>
<p>PS: Die Adventszeit ist lang in diesem Jahr &#8211; da werden die Texte kürzer.<br />
PSPS: Diese Ankündigung belastet nicht den Schweriner Haushalt und wurde deshalb vom Innenministerium ohne Zögern genehmigt.<br />
PSPSPS: Wenn Sie gerne kommen wöllten, aber können können Sie nicht können, dann kommen Sie doch am 18. Januar nach Parchim &#8211; dort lesen wir das Gegenstück zur Lese &#8220;Pro!&#8221; &#8211; unter dem Titel &#8220;Kontra!&#8221; singen und klamauken wir um 19 Uhr im Café des Landestheaters.<br />
PSPSPSPS: Und wenn Ihnen Parchim zu weit ist und auch der kommende Sonntag schon verplant, dann schreiben Sie sich doch einfach den 13. Februar in den Kalender &#8211; da lesen wir für Sie unter dem Sternenhimmel der Sternwarte in Schwerin.<br />
PSPSPSPSPS: Wussten Sie schon, dass die Lesebühne im Juni ihren fünften Geburtstag feiert? Am Wochenende nach Pfingsten, im Schleswig-Holstein-Haus. Mit Rumtata und Tirallala!<br />
PSPSPSPSPSPS: Im ersten Satz ist keine Anspielung an den Castor versteckt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Pro! &#8211; Max las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/10/10/pro-max-las/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 18:20:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Probieren
Der Fremde
Provokativ

Probieren
Ich sollte das Zeug mal probieren.
Was habe ich schon zu verlieren?
Und was sind das auch für Manieren:
Fast geifernd nach was ander&#8217;m gieren
und Speichelmassen produzieren.
Gedanken von gebrat&#8217;nen Tieren
auf Tellern, die den Tisch verzieren,
die werde ich jetzt ignorieren.
Ich höre auf zu fantasieren!
Ich sollt&#8217; mich besser konzentrieren.
Ich werd&#8217; den Ekel terminieren!
Und aufhör&#8217;n zu halluzinieren.
Und wie die andern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Probieren</strong></p>
<p><strong>Der Fremde</strong></p>
<p><strong>Provokativ</strong><br />
<span id="more-1273"></span></p>
<p><strong>Probieren</strong></p>
<p>Ich sollte das Zeug mal probieren.<br />
Was habe ich schon zu verlieren?<br />
Und was sind das auch für Manieren:<br />
Fast geifernd nach was ander&#8217;m gieren<br />
und Speichelmassen produzieren.<br />
Gedanken von gebrat&#8217;nen Tieren<br />
auf Tellern, die den Tisch verzieren,<br />
die werde ich jetzt ignorieren.<br />
Ich höre auf zu fantasieren!<br />
Ich sollt&#8217; mich besser konzentrieren.<br />
Ich werd&#8217; den Ekel terminieren!<br />
Und aufhör&#8217;n zu halluzinieren.<br />
Und wie die andern nach mir stieren&#8230;<br />
Das geht mir richtig auf die Nieren!<br />
Ich hör sie in Gedanken wiehern<br />
vor Lachen, das liegt an der schieren<br />
Angst von mir es anzurühren.<br />
Ich will mich aber nicht blamieren!<br />
Ich will mein&#8217; Mut zwar demonstrieren,<br />
doch trotzdem weiter existieren.<br />
Ich könnt&#8217; von dem Zeug ja krepieren.<br />
Wer will sein Leben schon riskieren<br />
beim abendlichen Schnabulieren?<br />
Ich darf die Nerven nicht verlieren!<br />
das Zeug wird mich nicht ausradieren.<br />
Na gut, ich werd&#8217; mich nicht mehr zieren<br />
und vom Spinatauflauf probieren.</p>
<p><strong>Der Fremde</strong></p>
<p>Montag,<br />
Liebes Tagebuch,<br />
Heute morgen als ich aufgestanden bin ist mir etwas seltsames passiert. In unserem Treppenhaus ist mir ein fremder Mann begegnet. Der hatte ein glattes rotes und pausbäckiges Gesicht, aber er kam mir irgendwie gruselig vor. Wahrscheinlich war es ein Heizungsableser oder so. Ich werde mal Mama fragen.</p>
<p>Dienstag,<br />
Ich habe Mama gefragt aber sie hat gelacht und gemeint, das müsse ich schon selbst herausfinden. Ich habe Papa jetzt schon seit zwei Tagen nicht mehr gesehen. Langsam frage ich mich wo er ist und ob der Dicke von gestern etwas mit seinem Verschwinden zu tun hat.</p>
<p>Mittwoch,<br />
Papa ist immer noch nicht aufgetaucht, aber der Dicke war heute zum Abendessen da. Natürlich hab ich mich nicht zu ihm gesetzt, wer weiß wer das ist. Ich befürchte, das Papa abgehauen ist, weil Mama einen neuen Freund hat. Aber warum dann so einen komischen zwielichtigen Typen, ich dachte immer Mama hätte Geschmack! Vielleicht hat der Dicke Papa aus dem Weg geräumt, damit er Mama ganz für sich allein hat. Ich werde ihn überwachen müssen.</p>
<p>Donnerstag,<br />
Noch immer keine Spur von Papa, aber Mama behandelt den Dicken, als würde er fest zur Familie gehören. Vielleicht ist das alles eine große Verschwörung in der Papa entführt und dann durch den Dicken ersetzt wurde. Und dann haben sie meine ganze Familie einer Gehirnwäsche unterzogen und nur mich übersehen. Ich muss nur noch herausfinden wer hinter der ganzen Geschichte steckt. War es der Geheimdienst, oder vielleicht die Freimaurer. Und was haben die Illuminaten damit zu tun? Ich werde es herausfinden. Aber zuerst muss ich den Dicken ausschalten.</p>
<p>Freitag,<br />
Ich bin mir jetzt fast sicher, dass Außerirdische hinter der Entführung stecken. Sie haben meinen Vater entfernt und durch eine dicke, pausbäckige Überwachungsdrohne ersetzt um die Menschen auszuspionieren. Ich habe versucht die Regierung anzurufen, aber da ging niemand ran. Vielleicht sind die auch schon infiltriert. Meine Freunde glauben mir nicht, aber wahrscheinlich sind das auch alles Außerirdische. Ich schreibe ihre Namen bei Gelegenheit auf meine Verdächtigenliste. Ich habe die Sonde noch nicht ausschalten können, ich kenne ihre Schwachstelle noch nicht. Aber ich werde erst einmal versuchen sie auf die herkömmliche Weise aus dem Weg räumen. Zum Glück weiß ich wo Papas Gewehr liegt.</p>
<p>Samstag,<br />
Die Drohne ist heute den ganzen Tag zuhause geblieben. Ich versuche sie nicht zu auffällig zu überwachen, sonst schöpft sie Verdacht. Ich befürchte sie hat vor Mamas Gehirn zu essen. Ich habe begonnen mein Zimmer mit Alufolie auszukleiden, die Außerirdischen können vielleicht meine Gedanken lesen. An Papas Gewehr bin ich nicht rangekommen. Ich wusste die Kombination vom Waffenschrank nicht. Aber ich habe mir eine Rohrzange genommen, um es zu erledigen. Ich warte bis die Drohne allein ist, sonst mache ich Mama nur Angst. Aber die werden ihr Gehirn nie kriegen!</p>
<p>Sonntag,<br />
Mama hat mich gefragt warum ich heute nur Alufolie anhabe, aber ich habe ihr nicht geantwortet, sie wird schließlich überwacht. Ich lege mich mit der Rohrzange auf die Lauer und warte den passenden Moment ab, um die Drohne zu eliminieren. Ich schreibe wieder wenn es erledigt ist.</p>
<p>Noch einmal Sonntag,<br />
Ich war mit Mama und dem Anderen in der Küche und sie hat mit mir geschimpft, weil wir keine Alufolie mehr haben. Und dann hat sie gesagt, ich soll mich nicht so aufregen nur weil Papa sich den Bart abrasiert hat. Dann hab ich die dicke Drohne angeguckt und hab gemerkt, dass das Papa ist und er gar nicht entführt wurde und es gar keine Drohne gab und ich Papa nur nicht erkannt habe, weil er keinen Bart mehr hat. Ich kam mir irgendwie dumm vor.</p>
<p>Montag,<br />
Das Missverständnis mit dem Drohnen-Papa hat sich ja jetzt geklärt. Aber seit heute hab ich eine neue Englischlehrerin und ich bin sicher sie kommt vom Jupiter. Ich werde sie auf meine Verdächtigenliste schreiben. Zum Glück habe ich die Kombination von Papas Waffenschrank herausgefunden.</p>
<p><strong>Provokativ</strong></p>
<p>Das Publikum,<br />
ist ziemlich dumm.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Pro! &#8211; Foto des Tages</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 17:54:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Foto: Ulli Wille &#8211; Diashow
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1247" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/10/20101010_SuM_PRO_020-Kopie-500x333.jpg" alt="Pro!" title="Pro!" width="500" height="333" class="size-medium wp-image-1247" /><p class="wp-caption-text">Pro!</p></div>
<p>Foto: Ulli Wille &#8211; <a href="http://www.flickr.com/photos/sandmann/sets/72157625133863840/show/">Diashow</a></p>
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