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	<title>Schmalz und Marmelade &#187; thom*</title>
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	<description>Die Frühlese für Spätaufsteher in Schwerin</description>
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		<title>Donnerstag: Mein Block &#8211; die Lesung</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 11:38:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
sicher haben Sie schon von &#8220;Mein Block&#8221; in Schwerin gehört &#8211; junge Kunst tritt da zum dritten Mal bereits ins Licht der Öffentlichkeit, in einem eigenen Haus, dessen Inneres nun vor der Kreativität der Akteure nur so strotzt. Auch Texte haben sich schon im Blockhaus verbreitet &#8211; an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],</p>
<p>sicher haben Sie schon von &#8220;Mein Block&#8221; in Schwerin gehört &#8211; junge Kunst tritt da zum dritten Mal bereits ins Licht der Öffentlichkeit, in einem eigenen Haus, dessen Inneres nun vor der Kreativität der Akteure nur so strotzt. Auch Texte haben sich schon im Blockhaus verbreitet &#8211; an den Wänden sind sie zu lesen, als Spuren der Arbeit bisher. </p>
<p>Nun soll im Rahmen der Blockschau das gelesene Wort dazu kommen.</p>
<p>Am kommenden Donnerstag, dem 1. Juli, um 19 Uhr, bekommen die jungen Texter ihre Bühne und ein hoffentlich geneigtes Publikum. Für die meisten ist es das erste Mal, dass ihre Geschichten so aus den heimischen Schubladen auf eine Bühne purzeln. Und sie alle, wir alle, würden uns sehr freuen, wenn Sie dabei wären. Geboten werden &#8211; eine Stunde junge Lyrik, dazu etwas Prosa, absurd oder konkret, in jedem Falle aber die in Text gegossene Sicht junger Menschen auf ihre Welt.</p>
<p>Entstanden sind die Texte in den Dichterkammern der Stadt &#8211; in einem Workshop, der seit April die an Text interessierten Woche für Woche zusammen führt, haben sie miteinander gefeilt an den Worten und gerungen um Formulierungen und Themen und das Beste aus dieser Zeit bekommen Sie nun am Donnerstag um die Ohren gelesen. </p>
<p>Für Ihren Veranstaltungskalender nochmal die Kurzform:</p>
<p>Was: <strong>Mein Block &#8211; die Lesung</strong><br />
Wann: <strong>Donnerstag, 1. Juli, 19 Uhr</strong><br />
Wo: <strong>Blockhaus &#8211;  Franz-Mehring-Straße &#8211; gegenüber der Paulskirche</strong><br />
Hä? <a href="http://tinyurl.com/blockhaus-wo">http://tinyurl.com/blockhaus-wo</a></p>
<p>Häää? <a href="http://www.meinblock-schwerin.de">Einfach mal gucken. Hier.</a></p>
<p><strong>Hintergrund:</strong><br />
Die BLOCKschau läuft bis zum 29. Juli 2010. In dieser Zeit erwartet Sie jeden Donnerstag von 19 bis 22 Uhr BLOCKstoff mit Theater, Musik und Lesungen. Am Freitag, Sonnabend und Sonntag können Sie sich die Ausstellung von 13 bis 18 Uhr ansehen. Für diese Tage gilt: Eintritt nach eigenem Ermessen. Statt eines festgelegten Eintrittspreises freut sich das BLOCK-Team über eine kleine Spende nach dem Motto “Jeder so viel, wie er kann”.<br />
Wer sich für Führungen durch das BLOCKhaus außerhalb der Öffnungszeiten anmelden will, tut dies einfach per E-Mail an info@meinblock-schwerin.de.</p>
<p>Liebe Grüße,</p>
<p>Herr thom*</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schmalz und Marmelade &#8211; Raten: Die Fotos</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 19:37:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Und hier die ganze Serie &#8211; wie immer fotografiert und bereit gestellt von Ulli Wille.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/06/Raten-02.jpg" alt="Quizmaster Andy Mol" title="Quizmaster Andy Mol" width="500" class="size-full wp-image-1202" />
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/sandmann/sets/72157624150553475/show/">Und hier die ganze Serie</a> &#8211; wie immer fotografiert und bereit gestellt von <a href="http://snmv.blogspot.com/">Ulli Wille.</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Raten: Herr thom* las</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 14:31:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Vergeigt
Herr Hanke legt auf
Fragen Sie mich doch nicht

Vergeigt
Als er bei Jauch der Joker war
für seinen herrischen Papa
war das kein guter Tag
Die Milch verbrannt, das Kind verschreckt
er wäre lieber zugedeckt
geblieben, wo er lag
Dann sagt er C, ganz sicher C
Papa loggt ein und Jauch sagt Nee
und Papa fällt vom Sitz
Der Jauch danach am Telefon
sagt, raten Sie, Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vergeigt</p>
<p>Herr Hanke legt auf</p>
<p>Fragen Sie mich doch nicht</strong><br />
<span id="more-1188"></span></p>
<p><strong>Vergeigt</strong><br />
Als er bei Jauch der Joker war<br />
für seinen herrischen Papa<br />
war das kein guter Tag</p>
<p>Die Milch verbrannt, das Kind verschreckt<br />
er wäre lieber zugedeckt<br />
geblieben, wo er lag</p>
<p>Dann sagt er C, ganz sicher C<br />
Papa loggt ein und Jauch sagt Nee<br />
und Papa fällt vom Sitz</p>
<p>Der Jauch danach am Telefon<br />
sagt, raten Sie, Sie Supersohn,<br />
es war sein letztes Quiz</p>
<p><strong>Herr Hanke legt auf</strong><br />
Die Fahnen vor dem Hotel im Gewerbegebiet hängen schlaff an den Seilen. Ein bärtiger Kerl im Blaumann raucht vor der Schiebetür, wenn er sich zum Aschenbecher dreht, schaltet die Automatik mit einem Klicken und das Glas setzt sich in Bewegung. „Es zieht“, brüllt dann eine blondierte Frau im Dindl von der Rezeption her, der Bärtige tritt einen Schritt vor, schschschschscht, und die Tür ist wieder zu. Dreimal geht das so.</p>
<p>Da ist ein Schild an der Blaumannbrust, doch weil es ausgewaschen ist und ohne Kontraste kann Herr Hanke den Namen darauf nicht erkennen. Nicht von hier. Am Anfang ist ein P, rät er und beschließt, dass der Mann Pomerenke heißt. Pomerenke passt. Herr Hanke hat ein Gespür dafür, wie Menschen heißen sollten. Herr Hanke mag Namen. Er sammelt sie in einem kleinen Büchlein, das in seiner Brusttasche steckt, die schönsten schreibt er in rot auf eine extra Seite. „Indira Fiebelkorn“ steht da zum Beispiel ganz oben und in der Spalte für die Erläuterungen hat Herr Hanke verzeichnet: „Schulkameradin von U. Hussel“, später Textilverkäuferin, Erzgebirge.  </p>
<p>Herr Hanke steht auf dem Hotel-Parkplatz zehn Meter entfernt von der Automatiktür und starrt über das Lenkrad. In seinem verwaschen roten Kombi sitzt er vorgebeugt, die Fenster sind herunter gelassen. Da ist ein Schleier auf der Scheibe denkt Herr Hanke und schnippst die Kippe auf den Asphalt. Noch zwei Stunden. Jetzt lässt er einen Ruck durch seine Glieder gehen und steigt aus. Das lila Jackett nimmt er aus dem Kofferraum, zusammen mit einem entwaffnenden Lächeln und grüßt. Tach! nuschelt es aus den Barthaaren zurück, im Vorübergehen liest Hanke „Paulsen“ auf dem Blaumannschild und ist enttäuscht. Paulsen trägt keinen Blaumann, denkt er, Paulsen ist Mittelstürmer oder Sportjournalist und keinesfalls bräsig-bärtig vor einem Hotel im Gewerbegebiet. Pomerenke sollte da stehen. Pomerenke passt! Dann klickt die Automatik, die Tür geht auf, an der Rezeption streckt Hanke der Blondierten die Hand entgegen und sagt „Moderation und Musik für Sie und ihre Gäste &#8211; das beste von gestern von heute und ein Blick in die Zukunft, verschmitzt und mit Witz! Hanke! Angenehm“</p>
<p>Die Einrichtung im Saal ist nicht mehr neu, die Kunstblumen nicht mehr grün und hinter den altrosa Vorhängen findet Hanke die Steckdosen, die er braucht. Als das letzte Kabel verlegt ist, spuckt draußen eine Kutsche 35 Senioren aus. Zum Einlass entscheidet sich Herr Hanke für deutsche Schlager &#8211; Lautstärke 3.<br />
Die Veteranen der hiesigen Agrargenossenschaft sind guter Dinge. Sie trinken Schnaps aus kleinen Flaschen, vorn, die Dame im Rollstuhl &#8211; Hanke hat sie Kosmehl getauft &#8211; tippt mit dem Zeigefinger den Takt bis der Kuchen serviert wird und die Blondierte ihren Dirndl-Busen beim Kaffee-Einschenken nacheinander auf allen Seniorenschultern parkt. Ein Mann im schwarzen Beerdigungsanzug hält nach der eigenen gleich noch die Tassen seiner Nachbarn hin und lächelt selig. „Nanana! Junger Mann!“, wird er ermahnt, dann klappern die Kuchengabeln. Das ist Herr Brückner, beschließt Hanke und wählt Volksmusik &#8211; Lautstärke 4.</p>
<p>Inzwischen ist der Chef der Agrargenossenschaft eingetroffen, im Anzug mit einer gelben Krawatte, gelb wie der Raps, der rund ums Gewerbegebiet blüht. Nach dem Kaffee hält er eine Rede, in der die Wörter Erfolg, Aufbau, Brüssel und Milchpreis etwas zu oft vorkommen. Frau Kosmehl sucht im Redefluss einen Takt, Herr Brückner geht aufs Klo, kurz vor der Rezeption streckt er sich, schreitet, schreitet und schreitet, solange es sein Ischias erlaubt. Und der erlaubt es tatsächlich bis an die Klotür, Hanke indessen beschließt einen Scherz zu wagen und spielt im Anschluss an die Rede „Du hast mich tausendmal belogen“ von Andrea Berg.</p>
<p>Vor 15 Jahren hatte ein junger Historiker ein Quiz zur Geschichte der Genossenschaft entwickelt. Der hatte eine Arbeit geschrieben über den Kartoffelanbau in der Landwirtschaft der DDR und als Dankeschön für die unzähligen Interviews 20 Fragekarten gebastelt. Der Rapsschlips überreicht sie wie eine Reliquie. Gleich die erste Karte zieht Hanke die Schuhe aus: Welches Pflanzenschutzmittel wurde in unserer LPG am häufigsten eingesetzt &#8211; a) Namedit, b) Plantulin, c) Trazalex oder d) Trizilin. Hanke stottert und verspricht sich viermal, Frau Kosmehl, Herr Brückner und die anderen jedoch schreiben innerhalb von Sekunden einen Buchstaben aufs Papier. Allein Frau Stern &#8211; Hanke hatte sie ihres verträumten Blicks wegen so genannt &#8211; allein Frau Stern schaut hilflos. Dann kämmt sie weiter das braune Haar ihrer Puppe und flüstert „Damit Du schön bist, Mariannchen“. </p>
<p>Nach dem Quiz schickt Hanke „Stand up for the Champions“ aus dem Laptop in die Boxen &#8211; Champion, das ist heute Herr Brückner, der hatte alles richtig, der kannte die Zahlen der Rekordernte ebenso wie den Tierbestand im Jahr 63 und bekommt nun einen Präsentkorb mit Wurst, Schnaps und Mandarinen. Alle anderen dürfen sich etwas aussuchen aus einer großen Kühltasche, daneben liegen Anstecker und Kugelschreiber vom Landestourismusverband und einem Futtermittellieferanten. Produkte aus der Region sagt der Chef und zeigt auf die Tasche &#8211; Hanke ist noch immer nicht sicher, wie er ihn nennen soll. Ludwig, so wie der 14.? Ist ihm zu einfach. Der Rest des Nachmittags wird vertanzt, Volksmusik und deutsche Schlager, Du kannst nicht immer 17 sein als Höhepunkt, Lautstärke 6.</p>
<p>Die Straßenlaternen im Gewerbegebiet flackern schon, als Herr Hanke vor die Tür tritt. In der Ferne hört er noch das Klackern der Hufeisen auf Asphalt, dann legt er das lila Jackett zurück in den Kofferraum und das entwaffnende Lächeln legt er dazu. Hanke geht noch einmal zur Rezeption und fragt nach dem Bärtigen im Blaumann. Pomerenke? fragt die Blondierte zurück und dann nickt Herr Hanke sich wortlos lächelnd auf den Heimweg.</p>
<p><strong>Fragen Sie mich doch nicht</strong><br />
Fragen Sie mich doch nicht.<br />
Ich kann doch auch nur raten &#8211; a b c oder d<br />
Gleich nach der Werbung kommt einer, der weiß die Antwort<br />
Und vielleicht ist die Antwort </p>
<p>Hühnerfrikassee<br />
Hühnerfrikassee</p>
<p>Ich bin kein Experte, ich kenne mich nicht. Aus. Ich bin kaum in der Lage, meinen Geschirrspüler so einzuräumen, dass mein Geschirr sauber wird. Ich kann kein Fahrrad reparieren und keine Mauer hochziehen, ich kann kein Feld bestellen und keinen Ringkampf bestehen. Ich bin ein Produkt der Dienstleistungsgesellschaft. Wer sich auf einen wie mich verlässt, muss Vertrauen haben in den Fortbestand der Zivilisation, wie wir sie kennen.</p>
<p>Fragen Sie mich doch nicht.<br />
Ich kann doch auch nur raten &#8211; a b c oder d<br />
Gleich nach der Werbung kommt einer, der weiß die Antwort<br />
Und vielleicht ist die Antwort </p>
<p>Hühnerfrikassee<br />
Hühnerfrikassee</p>
<p>Und so kann ich Ihnen nur sagen: Ich habe keinen Bausparvertrag. Ich habe keine Riesterrente, ich habe kein Immobilienportfolio. Ich hatte mal ein Sparbuch und heute, hier hab ich fünf Minuten und Sie sind meine Quote &#8211; und da soll ich Ihnen raten? Nichts da! Damit Sie hinterher mir vorwerfen, ich hätte mich hinab begeben in die Niederungen der Stammtische. Ich hätte die komplexe Wahrheit auf plumpe Bauernweisheiten reduziert. Ich hätte Parodie und Parole verwechselt. Also bitte!</p>
<p>Fragen Sie mich doch nicht.<br />
Ich kann doch auch nur raten &#8211; a b c oder d<br />
Gleich nach der Werbung kommt einer, der weiß die Antwort<br />
Und vielleicht ist die Antwort </p>
<p>Hühnerfrikassee<br />
Hühnerfrikassee</p>
<p>Und wahrscheinlich, wahrscheinlich, nun ich bin kein Experte wie gesagt, ist die Antwort NICHT Hühnerfrikasse, dafür ist das alles viel zu komplex. Alles hängt von allem ab und manchmal scheint es mir, als könnten wir gar nicht wissen, obs besser ist friedlich durchs zu Watt waten und Kleckerburggräben auszuheben mit dem Klappspaten, als sagen wir, bei einer Ölbohrinsel den Stöpsel zu ziehen. Denn es könnte doch ohne Frage ein Sack Reis sein, der umfällt in China und alles aus der Bahn wirft, alles. Und wenn Sie dann da stehen so ganz ohne Planeten, urplötzlich, und mich verfluchen, weil ich Ihnen kurz zuvor noch geraten hattee, jetzt zur Arbeit zu gehen, anstatt Fahrrad zu fahren mit den Kindern. Wie stünde ich denn dann da? Hören Sie mal!</p>
<p>Also: Fragen Sie mich doch nicht.<br />
Ich kann doch auch nur raten &#8211; a b c oder d<br />
Gleich nach der Werbung kommt einer, der weiß die Antwort<br />
Und vielleicht ist die Antwort </p>
<p>Hühnerfrikassee<br />
Hühnerfrikassee</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Sonntag &#8211; Schmalz und Marmelade zum Thema: Raten!</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/06/09/sonntag-schmalz-und-marmelade-zum-thema-raten/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 13:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
schreiten wir zur 50-Euro-Frage: Ist Schmalz und Marmelade &#8211; a) eine Lesebühne b) ein Handarbeitszirkel c) eine Selbsthilfegruppe oder d) eine neue Bezeichnung für die Infoschalter der Deutschen Bahn?
Richtig!
Und nun die 100-Euro-Frage: Ist am kommenden Sonntag bei Schmalz und Marmelade zu Gast &#8211; a) Katja Ebstein b) Horst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],</p>
<p>schreiten wir zur 50-Euro-Frage: Ist Schmalz und Marmelade &#8211; a) eine Lesebühne b) ein Handarbeitszirkel c) eine Selbsthilfegruppe oder d) eine neue Bezeichnung für die Infoschalter der Deutschen Bahn?</p>
<p>Richtig!</p>
<p>Und nun die 100-Euro-Frage: Ist am kommenden Sonntag bei Schmalz und Marmelade zu Gast &#8211; a) Katja Ebstein b) Horst Köhler c) Nike van Eppstein oder d) ein Sparpaket?</p>
<p>Jepp. Stimmt auch! Und alles ohne Joker!</p>
<p>Und nun schalten wir rüber in die Werbung &#8211; danach sehen Sie die Dokumentation &#8220;Buckelwale &#8211; behindert in den Weltmeeren&#8221; und wir sehen uns wieder, wenn Sie mögen, am kommenden Sonntag, 12 Uhr im Freischütz in Schwerin. Gast der Lesebühne Schmalz und Marmelade ist dann Nike van Eppstein.</p>
<p>[hier bitte selbstständig einen Werbeblock vorstellen - am Ende geht der Fernseher aus]</p>
<p>Liebe Mitleser, liebe Zufallsbekanntschaften, liebe Freunde, liebes Volk!</p>
<p>Raten ist, Raten sind: beliebt. Selbst mein Großvater hat immer gesagt, spare in der Not, dann kannste, wennde musst, auch die Raten bezahlen. Nützlich insbesondere in ärmlichen Wohnvierteln sind auch Ratenköder, Ratatouille ist mancherorts sogar ein Gericht. Und vor Gericht und auf hoher See, das wissen Sie &#8211; sind wir in Gottes Hand. Gott würfelt nicht, hat ein schlauer Mann einmal gesagt und auch wenn es niemand aufgeschrieben hat, so ist es doch die Wahrheit: derselbe Mann ergänzte Sekunden später seinen Ausspruch um die kurze Erkenntnis &#8211; Gott rät. Er rät zum Beispiel die Eltern zu ehren oder nicht zu stehlen. Insofern sind Ratesendungen, auch wenn sie in dieser Kausalität religiös motiviert wirken, doch in Wahrheit gotteslästerliche Zivilisationsunfälle, stehlen sie doch, nämlich den Menschen die Zeit. Und genau das hat mein Großvater schon meiner Mutter vorgeworfen &#8211; wenn sie mit dem Schulheft nach Hause kam, das Ergebnis einer Klassenarbeit ankündigend und dann auf die Frage, was denn herausgekommen sei, geheimnisvoll sagte: Rate mal. Wollte mein Großvater aber nicht, der wollte auf den Acker mit dem blauen Kugeltrabant und so hat er sich abgewendet und auf Gott verwiesen &#8211; du sollst nicht stehlen. Erst recht nicht die Zeit Deiner Eltern, die Du doch ehren sollst.</p>
<p>Doch zurück zur Lesebühne: Immer wieder gibt es, immer wieder gab es bei uns Texte, die Sie geradezu zum Raten herausgefordert haben. Texte, die kryptisch und unverständlich blieben, so dass Sie am Ende &#8211; oder in der Pause schon &#8211; rätselten: Was will uns der Schreiber damit sagen. Nicht immer weiß es der Schreiber, diesmal aber ist Raten Programm. Und damit Sie sich nun nicht weiter fragen müssen, wer denn diese ominöse Nike van Eppstein ist, sagen wirs Ihnen einfach:</p>
<p>Nike van Eppstein singt, liest und ist ganz und gar bezaubernd dabei. Ihr musikalischer Weg schrappte kurz an Buxtehudes Kyrie eléison vorbei, touchierte die Beatles um dann zu einer Stichstraße eigener Lieder zu werden. Und weil Lieder mit korrekt gearbeiteten Texten einfach besser klingen, hat sich Frau van Eppstein an ihre Kindheit erinnernd ein großes Vorbild für Rhythmus und Versmaß gesucht &#8211; das Kleinod &#8221;Fuchs und Igel&#8221; von Wilhelm Busch. Indes treibt sie die Ungeduld der inneren Jugend &#8211; wohl nie werden wir deshalb einen Roman aus ihren Fingern aufs Nachttischchen legen können &#8211; dafür Kurzgeschichten, was ja in diesem Fall ganz hervorragend zu Schmalz und Marmelade passt, schließlich haben Sie &#8211; das geneigte Publikum ja nicht ewig Zeit.</p>
<p>Nach einem Rücktritt vor dreizehn Jahren &#8211; begründet hatte Nike van Eppstein den übrigens mit den Worten, sie vermisse den Respekt vor ihrem Amt, ein Spruch, den unlängst ein Politiker ohne mit der Wimper zu zucken abkupferte &#8211; ist Nike van Eppstein nun zurück auf den deutschen Bühnen. Premiere feiert sie dabei im Schweriner Freischütz bei der Lesebühne Schmalz und Marmelade.</p>
<p>Die Fakten: </p>
<p>Was: Schmalz und Marmelade &#8211; die Schweriner Lesebühne<br />
Wann: Sonntag, 13. Juni 2010 &#8211; 11.30 Uhr Frühstück mit Schmalz und Marmelade &#8211; 12 Uhr Lesung <br />
Wo: Zum Freischütz am Ziegenmarkt<br />
Thema: Raten<br />
Gast: Nike van Eppstein</p>
<p>Damit dürfte Sie im Bilde sein, wir fallen für Sie aus dem Rahmen &#8211; aber am Sonntag erst, bis dahin verbleiben wir Ihre überaus mitfühlenden Kasperköppe von der Lesebühne Schmalz und Marmelade.</p>
<p>i.A. thom*</p>
<p>PS: Schmalz und Marmelade wird Ihnen präsentiert von Horsts Rücktrittsbremse und dem Festkommitee &#8220;Wir können auch ohne Geld glücklich sein&#8221; der Landeshauptstadt Schwerin<br />
PSPS: Wenn Sie nicht kommen sind Sie nicht da. Und das wollen wir doch nicht, oder?<br />
PSPSPS: Taggs &#8211; die Theatergruppe am Goethe-Gymnasium &#8211; ist toll. Sie haben am Freitag, Sonnabend und Sonntag noch die Chance, die fantastische Inszenierung &#8220;Unser Haus&#8221; zu sehen. <a href="http://www.taggs-schwerin.de">www.taggs-schwerin.de</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>TaGGS &#8211; die neue Inszenierung</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/05/03/taggs-die-neue-inszenierung/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 17:31:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Theatergruppe am Goethe-Gymnasium Schwerin (TaGGS) hat für ihre neue Inszenierung ein Werbevideo gedreht. Mit Musik von Carsten Stotco und im bewährten Team mit dem Ideengeber, Kameramann und Cutter Benno Jonitz. 

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Theatergruppe am Goethe-Gymnasium Schwerin (TaGGS) hat für ihre neue Inszenierung ein Werbevideo gedreht. Mit Musik von <a href="http://www.stotco.de">Carsten Stotco</a> und im bewährten Team mit dem Ideengeber, Kameramann und Cutter Benno Jonitz. </p>
<p><object width="500" height="300"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/acKC0YkFDdk&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/acKC0YkFDdk&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="300"></embed></object></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Angucken: &#8220;werkstatt der künste&#8221; zum filmkunstfest</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/04/30/angucken-werkstatt-der-kunste/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/04/30/angucken-werkstatt-der-kunste/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 20:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>
		<category><![CDATA[Einblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir kommen ja geradewegs von der Bühne im Schleswig-Holstein-Haus und haben da ein sehr freundliches Publikum vor der Nase gehabt. Das Programm war für uns ein kleines Experiment &#8211; wir haben geschaut, was an deutschen Befindlichkeiten wir in unseren Texten finden und da hab ich, also der Herr thom*, vor allem ein paar Klassiker des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir kommen ja geradewegs von der Bühne im Schleswig-Holstein-Haus und haben da ein sehr freundliches Publikum vor der Nase gehabt. Das Programm war für uns ein kleines Experiment &#8211; wir haben geschaut, was an deutschen Befindlichkeiten wir in unseren Texten finden und da hab ich, also der Herr thom*, vor allem ein paar Klassiker des ersten Jahres Lesebühne gefunden, ähnlich gings dem Herrn ivalo und Andersen Storm hat mit ganz neuen Liedern dagegen gehalten. </p>
<p>Das mit den deutschen Befindlichkeiten kommt daher, dass im 20. Jahr der Einheit Deutschland selbst das Gastland des 20. filmkunstfestes ist, zu dem wiederum die &#8220;werkstatt der künste&#8221; traditionell gehört.</p>
<p>Und genau die sollten Sie in den kommenden Tagen genau verfolgen. Die Ausstellung im Holstein-Haus, natürlich, <a href="http://www.filmkunstfest.de/index.php?id=werkstatt">aber auch die vielen großartigen Veranstaltungen drumrum. </a></p>
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		<title>Danke Bönen, danke Köln</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 17:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[

Knapp 50 Leute, ein toller Gast mit uns der Bühne, eine ganz liebevoll arrangierte Bühne in diesem Industriedenkmal &#8211; ein wunderbarer Abend. Danke dafür.

Ein kleines Bistro in der Südstadt &#8211; so ein bisschen der Friedrichshain von Köln, 20 Gäste &#8211; alles bekannte Gesichter, viel Applaus, viel Lob. Köln rockt, wenn auch, was die Zahlen betrifft, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMG_0473-375x500.jpg" alt="Der Zechenturm in Bönen" title="Der Zechenturm in Bönen" width="500" class="alignnone size-medium wp-image-1165" /></p>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMG_0479-500x375.jpg" alt="Im Zechenturm in Bönen" title="Im Zechenturm in Bönen" width="500" height="375" class="alignnone size-medium wp-image-1164" /></p>
<p>Knapp 50 Leute, ein toller Gast mit uns der Bühne, eine ganz liebevoll arrangierte Bühne in diesem Industriedenkmal &#8211; ein wunderbarer Abend. Danke dafür.</p>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMG_0481-500x375.jpg" alt="Plakat in Köln" title="Plakat in Köln" width="500" height="375" class="alignnone size-medium wp-image-1166" /></p>
<p>Ein kleines Bistro in der Südstadt &#8211; so ein bisschen der Friedrichshain von Köln, 20 Gäste &#8211; alles bekannte Gesichter, viel Applaus, viel Lob. Köln rockt, wenn auch, was die Zahlen betrifft, verhalten. Ebenfalls ein überaus feiner Auftritt. Dank der Ohrstöpsel hat ivalo sogar die Nacht überstanden.</p>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMAG0017-500x333.jpg" alt="Auftritt" title="Auftritt" width="500" height="333" class="alignnone size-medium wp-image-1170" /></p>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMAG0020-500x333.jpg" alt="Mehr Auftritt" title="Mehr Auftritt" width="500" height="333" class="alignnone size-medium wp-image-1171" /></p>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/IMAG0029-333x500.jpg" alt="Stargast Fikki" title="Stargast Fikki" width="500" class="alignnone size-medium wp-image-1173" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>23./24. April: Wir lesen in Bönen und Köln</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 18:03:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorab die harten Fakten:
Freitag, 23. April, 19.30 Uhr
Förderturm Bönen
Google-Maps-Link
iCal-Datei
Sonnabend, 24. April, 19 Uhr
Bistro im Tagungs- und Gästehaus St. Georg, Rolandstraße 61
Google-Maps-Link
iCal-Datei
Pressetext
Schweriner Lesebühne am 23. April zu Gast in Bönen / Schweriner Lesebühne am 24. April zu Gast in Köln
„Literatur, Lieder, Faxen und Kram“
Was haben ein herzloser Kapitän der Weißen Flotte, ein Dauerstudent mit Bausparvertrag und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vorab die harten Fakten:</strong></p>
<p>Freitag, 23. April, 19.30 Uhr<br />
<a href="http://www.foerderturm-boenen.de/">Förderturm Bönen</a><br />
<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=F%C3%B6rderturm+B%C3%B6nen&#038;sll=51.521553,7.265751&#038;sspn=1.104031,2.90863&#038;ie=UTF8&#038;hq=F%C3%B6rderturm&#038;hnear=B%C3%B6nen&#038;ll=51.591862,7.749449&#038;spn=0.004306,0.011362&#038;t=h&#038;z=17">Google-Maps-Link</a><br />
<a href="http://www.dosenfischer.de/wp-content/uploads/boenen.ics">iCal-Datei</a></p>
<p>Sonnabend, 24. April, 19 Uhr<br />
<a href="http://www.dpsg-koeln.de/gaestehaus-st-georg/besonderheiten/bistro/">Bistro im Tagungs- und Gästehaus St. Georg, Rolandstraße 61</a><br />
<a href="http://maps.google.de/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=+K%C3%B6ln,+Bistro+im+Tagungs-+und+G%C3%A4stehaus+St.+Georg,+Rolandstr+61&#038;sll=51.151786,10.415039&#038;sspn=17.844126,46.538086&#038;ie=UTF8&#038;hq=Bistro+im+Tagungs-+und+G%C3%A4stehaus+St.+Georg,+Rolandstr+61&#038;hnear=K%C3%B6ln&#038;ll=50.918857,6.957009&#038;spn=0.00105,0.00284&#038;t=h&#038;z=19">Google-Maps-Link</a><br />
<a href="http://www.dosenfischer.de/wp-content/uploads/koeln.ics">iCal-Datei</a></p>
<p><strong>Pressetext</strong></p>
<p><em>Schweriner Lesebühne am 23. April zu Gast in Bönen / Schweriner Lesebühne am 24. April zu Gast in Köln</em><br />
<strong>„Literatur, Lieder, Faxen und Kram“</strong></p>
<p>Was haben ein herzloser Kapitän der Weißen Flotte, ein Dauerstudent mit Bausparvertrag und ein im Kreisverkehr des Dörfchens Tretmühl gefangenes Filmteam gemeinsam? Sie alle werden auf der Lesebühne &#8220;Schmalz und Marmelade&#8221; lebendig. Sie winden sich aus Textblättern auf denen sie erdacht wurden, um einem Publikum, das Literatur mit Augenzwinkern schätzt, zu gefallen.</p>
<p>Schmalz und Marmelade &#8211; das ist seit mehr als drei Jahren die Schweriner Lesebühne.  Andersen Storm, Herr ivalo und Herr thom* lesen sich dort um Kopf und Kragen &#8211; ihre Texte sind für die Bühne gemacht, sie leben von der Überraschung und vom Spaß an Sprache, von Holzhammerwitzen ebenso wie von mehr oder weniger zarten zwischen-den-Zeilen-Pointen. In Schwerin trifft sich die Lesebühne stets an einem Sonntagmittag um das Neueste aus den heimischen Tastaturen auf die Bühne zu bringen &#8211; in Köln und Bönen hat Schmalz und Marmelade das Beste aus den vergangenen drei Jahren im Gepäck.</p>
<div id="attachment_951" class="wp-caption alignnone" style="width: 366px"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2006/05/flyer_2009.jpg" alt="" title="flyer_2009" width="356" height="500" class="size-full wp-image-951" /><p class="wp-caption-text">Die Lesebühne Schmalz und Marmelade (Bild: Regge vom Schulzenhof)</p></div>
<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/schmalz_und_marmelade-500x333.jpg" alt="" title="Schmalz und Marmelade" width="500" height="333" class="alignnone size-medium wp-image-1150" /></p>
<p>Die Lesebühne Schmalz und Marmelade: Andersen Storm, Herr thom*, Frau jules (in Köln nicht dabei), Herr ivalo</p>
<p><strong>Die CDs</strong><br />
An drei Abenden live eingespielt ist die aktuelle Tonträger „Ihr Klatschen auf CD“ ein perfekter Einblick in die vergangenen drei Jahre „Schmalz und Marmelade“.  „Ihr Klatschen auf CD“ ist für 10 Euro auf der Internetseite der Lesebühne zu bestellen. Ebenfalls zu haben ist die erste CD „Ohren“ &#8211; eine Studioproduktion aus dem jahr 2007. </p>
<p><strong>Hintergrund</strong></p>
<p>Einmal im Monat: Literatur, Lieder, Faxen und Kram Schmalz und Marmelade &#8211; die Schweriner Lesebühne  Schmalz und Marmelade ist eine literarisch-theatrale Veranstaltungsreihe, die regelmäßig alle zwei Monate sonntags zur Mittagszeit in das Schweriner Lokal &#8220;Zum Freischütz&#8221; einlädt. Nur zu besonderen Anlässen wie der Lesung im November 2007 zum Thema &#8220;Großes Kino&#8221; oder dem Schmalz-und-Marmelade-Sportfest im Mai 2008 werden die Autoren dem Schützen untreu und steuern andere Orte an. Immer aber lesen, spielen und singen die Vier zu einem vorher gewählten Thema ihre extra für diesen Tag geschriebenen Texte &#8211; ein zum Thema passender Gast ist ebenfalls immer dabei und schon so erhält jede Veranstaltung eine besondere Note.  Seit Juni 2006 hat sich Schmalz und Marmelade in mehr als 30 eigenen Veranstaltungen und zahlreichen Gastlesungen ein treues Publikum erspielt. Bis zu 200 Gäste sind dabei, wenn Gedichte, Geschichten und Aktionen Themen wie &#8220;Heimat&#8221;, &#8220;Fußball isst unser Leben&#8221;, &#8220;Schützenfest&#8221; oder &#8220;Wurst und Durst&#8221; gegen den Strich bürsten.  Gründungsmitglieder der Lesebühne sind Julia Gräfner, Jan Tißler, Oliver Hübner und Thomas Naedler. Später stießen Sophie Kirschke und Nadine Bähring dazu. Derzeit aktiv in der Organisation und auf der Bühne sind Andersen Storm, Oliver Hübner alias Herr ivalo und Thomas Naedler alias Herr thom*.  Schmalz und Marmelade hat bewusst von Anfang an einen nichtkommerziellen Ansatz gewählt: Es wird bei allen eigenen Veranstaltungen grundsätzlich kein Eintrittsgeld erhoben, die Brötchen mit den namensgebenden Zutaten gibt es für einen geringen Unkostenbeitrag. Wie ein erweitertes Frühstück mit Freunden sollen die &#8220;Frühlesen für Spätaufsteher&#8221; sein &#8211; für die Kommunikation der Gäste untereinander lassen zwei Pausen ausreichend Zeit. Seit September 2007 versucht die Lesebühne verstärkt Instrumentalmusiker in die Programme einzubeziehen. Den Anfang für die musikalische Begleitung einer Lese machte das &#8220;Schweriner Saxophon-Quartett&#8221;.  Schmalz und Marmelade konnte auf eine Starthilfe des Soziokulturellen Zentrums &#8220;Der Speicher&#8221; und des Kulturbüros der Landeshauptstadt Schwerin bauen. Seit Juni 2007 findet die Veranstaltung dank der Kneipeninhaber und -mitarbeiter im Lokal &#8220;Zum Freischütz&#8221; am Ziegenmarkt statt. Weiterhin wird die Lesebühne unterstützt von Planet IC und dem farbfigur Verlag Gneven. Die Familiendynastie Wille sorgt für die fotografische Dokumentation der Lesungen, die Familien der Lesenden kochen Schmalz und Marmelade, helfen mit Fahrzeugen, Technik, gutem Rat. Bedingt durch Freundschaften oder personelle Verquickungen schätzt die Lesebühne ganz besonders die Arbeit der Theatergruppe am Goethe-Gymnasium Schwerin und der Impro-Theatergruppe &#8220;Die Wortlichter&#8221;. Alle anderen Freunde, Helden, Gäste und Unterstützer sind auch im Internet nachzulesen: www.schmalzundmarmela.de</p>
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		<title>Wiedergänger &#8211; die Bilder sind da</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 20:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Fotos der Lese
Die Fotos des Making up
Fotos: Ulli Wille
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/sandmann/4512190646/" title="Wiedergänger-34 von sandmann bei Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4047/4512190646_9b8176ac3c.jpg" width="500" height="333" alt="Wiedergänger-34" /></a></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/sandmann/sets/72157623707523531/">Die Fotos der Lese</a></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/sandmann/sets/72157623708676727/">Die Fotos des Making up</a></p>
<p>Fotos: Ulli Wille</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wiedergänger &#8211; Herr thom* las</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 16:16:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Spinnen
Osterfeuer

Spinnen
Schwarze haarige Spinnen, jede kaum größer als eine Reißzwecke, krochen aus dem Handrücken des Herrn S. und von dort den Unterarm entlang bis zum Ellenbogen, unter dem Stoff des kurzärmligen Beamtenhemdes ein Stück &#8211; bis zur schlaffen Haut des Doppelkinns und dann zwängten sie sich eine nach der anderen in das kleine schwarze Loch, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Spinnen</strong></p>
<p><strong>Osterfeuer</strong></p>
<p><span id="more-1139"></span></p>
<p><strong>Spinnen</strong></p>
<p>Schwarze haarige Spinnen, jede kaum größer als eine Reißzwecke, krochen aus dem Handrücken des Herrn S. und von dort den Unterarm entlang bis zum Ellenbogen, unter dem Stoff des kurzärmligen Beamtenhemdes ein Stück &#8211; bis zur schlaffen Haut des Doppelkinns und dann zwängten sie sich eine nach der anderen in das kleine schwarze Loch, das zwischen den Lippen geblieben war, als der Herr S. in einem trägen Seufzer zum letzten Mal ausgeatmet hatte. So sah es aus, als wanderten die Spinnen einen Rundweg durch den Herrn S., denn die schwarze Spur aus der Handrückenbeule, der braun vereiterten, riss nicht ab und oben verschwanden die Tiere im Gänsemarsch wie eine Reisegruppe im Stolleneingang zur Baumannshöhle im Harz.</p>
<p>Am Rande des Harz hatte der Herr S. seine Kindheit verbracht &#8211; als Sohn eines Unteroffiziers und einer Kindergärtnerin und wenn sich der Herr S. daran erinnerte, dann sah er den Vater einen dicken Lederkoppel aus den Schlaufen ziehen und die Mutter, wie sie den Kopf tief zwischen den Schultern das Radio lauter drehte. Deshalb erinnerte sich der Herr S. nicht gern und wenn es doch unvermeidlich war, dann begann es zu kneifen in seiner Brust, und dieses Kneifen verschwand erst, wenn er wenigstens einen Menschen tief hinein tauchen konnte in diesen, seinen inneren Unrat. </p>
<p>Herr S. ging dabei immer auf die gleiche Weise vor: In einer scheinbar belanglosen Plauderei sprach er erst langsam und mit langen Pausen, leise und immer leiser. Wenn sein Gegenüber dann näher gekommen war, und arglos in das Neonlicht des Büros blinzelte, kippte er die Stimme eine Quarte hinauf, zog das Tempo an und schließlich peitschte der Herr S. jedes einzelne Wort in das wehrlose Gesicht seines Opfers. Einen Anlass zu finden, war für ihn nicht schwer. </p>
<p>Wo gehobelt wird, da fallen Späne, sagt der Volksmund und der Herr S. war ein Meister darin, jeden einzelnen Span solange aufzubewahren, bis die Zeit gekommen war, ihn mit Gift und Galle versetzt auf den Schreibtisch eines Büronachbarn zu spucken. In einem Seminar für Führungskräfte hatte der Herr S. gelernt, dass so ein Verhalten, wöchentlich an den Tag gelegt, die Autorität stärkt und auch wenn er es selbst nie für nötig erachtet hatte, seine Ausbrüche zu begründen, so war ihm doch ganz recht, dass sein Verhalten von höherer Stelle aus gedeckt schien. Und so hatte es der Herr S. auch nur als seine Pflicht angesehen, eine Spinnwebe unter seinem Schreibtisch solange zu beobachten, bis ihre Zeit gekommen war.</p>
<p>Es schien Frau D., als dröhnte der Staubsauger heute nacht besonders laut unter ihrem dunkelgrauen Haaransatz und wenn sie die Schlüssel herum drehte in den Bürotürschlössen, dann hallte hinter ihrer Stirn das Klappern lange nach.  Gern hätte sie sich mit einem Lächeln verabschiedet, doch wenn sie zu lächeln versuchte im Bad zum Beispiel beim Putzen der marmorgemaserten Waschtische, dann warf ihr der Spiegel nur ein gequältes Grinsen entgegen. Und so ließ sie nach einigen Versuchen einfach los und schob lediglich mechanisch noch den Sauger auf dem Teppichboden hin und her. Am Schluss, da hielt sie ihn oben unter die Schreibtische. Nicht, dass es noch eine Rolle spielte, die Würfel waren ja gefallen, doch schätzte Frau D. die menschliche Eigenschaft, aus Fehlern lernen zu können. Und wer weiß, was es ihr nützen würde, bei der nächsten Stelle, derer wegen sie morgen das Fahrrad aus dem Keller holen und zum Amt radeln würde. Wer weiß, was es nützen würde. </p>
<p>Ein einziges Versäumnis gönnte sich Frau D. zum Abschied, das aber nur, weil sie eine Begründung hatte dafür: Den Putzfrauen war es streng verboten, die Computer, die Bildschirme, ja generell die Technik anzurühren. Und so hielt Frau D. nur kurz inne, angesichts einer kleinen, haarigen reißzweckengroße Spinne auf der Tastatur im Büro des Herrn S. Dann zog sie den Staubsaugerstecker aus der Dose, genoss die plötzliche Stille und holte sich vom Automaten heißes Wasser für einen Tee.</p>
<p>Angesichts der Spinnen, die dem Herrn S. auch noch nach einer halben Stunde aus dem Handrücken krochen, zog der junge Bestattungshelfer eine Augenbraue in die Höhe. Er nahm eine Sprühflasche aus seiner Hebammentasche und sprühte oben und unten, so lange, bis die schwarze Spur zwischen Handrücken und Lippen unterbrochen war. Dann rollte er den schlaffen Körper vom Schreibtisch weg ans Kopfende der Bahre und als sein Kollege eintraf, ließen sie gemeinsam den Herrn S. mit den Füßen voran vom Bürostuhl auf den abwaschbaren Kunststoff plumpsen. Als ganz zuletzt und federnd der Kopf aufschlug, erbrach sich der Leib des Herrn S. wie er selbst sich zu Lebzeiten nur einmal erbrochen hatte, damals war die Ursache ein seltsamer Pfefferminzlikör, den er als Kind in Köhlers Klause aus den Neigen genippt hatte, eine Verfehlung für den sein schmaler Rücken tags drauf mit dem Koppel bearbeitet worden war. Diesmal allerdings quoll keine grüne Suppe sondern vielmehr ein unerhörten Schwall aus tausenden haarigen Spinnentieren aus seinem Mund und hätte jemand eine Lupe auf das Geschehen gerichtet, hätte er tote Spinnen gesehen, die gefressen werden von den Überlebenden der Sprühflasche und ein winziges Stück Zunge des Herrn S., das in ein Netz gesponnen wird in Sekunden. Doch weil da keine Lupe war hob der Bestattungshelfer nur die zweite Augenbraue, griff erneut in die Hebammentasche, holte die Sprühflasche heraus und während das Gewimmel erstarb sagte er leise „Krematorium“. In einem Seufzer, in dem Hoffnung lag, sagte er leise: Krematorium.</p>
<p><strong>Osterfeuer</strong></p>
<p>Ein Osterfeuer, das nicht brennen will, ist ein schlechtes Omen. Wie eine schwarze Katze von links nach rechts oder eine Krähe auf dem Fensterbrett eines Kranken. Und Vadder Thesers Osterfeuer im Dorf am Ende der Straße, das hat nicht gebrannt. Nicht mit Drohen und nicht mit gut Zureden war das zu entfachen, nicht mit Spiritus und nicht mit Grillanzünder. Vadder Theser ist vor Schreck gleich am nächsten Tag in die Kirche gegangen, es war der Ostersonntag und Vadder Theser hat beim Gottesdienst sogar ins Gesangsbuch geguckt und die Lippen bewegt. Macht er sonst nie. Dafür fallen ihm in letzter Zeit ein paar Lieder seiner Kindheit wieder ein. Die singt er manchmal beim Umgraben. Heute gehört uns noch Deutschland und morgen das ganze Feld. In die Kirche geht er sonst nur zum Subotnik, wie er das nennt. Wenn mal wieder die Bänke zu streichen sind.</p>
<p>Drei Tage später erzählt Vadder Theser der Nachbarin, das Kirche nicht geholfen hat. Blase verkühlt, sachter Dokter. Musst ja so kommen &#8211; wegen dem Osterfeuer.„Joa. Ganz schön kalt noch, wenns Feuer nich wärmt.“, sagt die Nachbarin um höflich zu sein und lässt ihre Skistöcke dazu auf dem Asphalt der Dorfstraße klackern. Die hat sie bestellt übers Fernsehen und nu pieckt sie damit Löcher in die Natur. Vadder Theser guckt, als sei hinter ihr der Schäferhund auferstanden, den er vor einigen Jahren am Gewächshaus vergraben hatte. So wenig Verständnis für Zeichen, Wunder und Flüche hätte denn doch nicht erwartet. Doch weil die Nachbarin kurzsichtig ist, bemerkt sie sein Entsetzen nicht, nickt und lässt Vadder Theser an der Eiche stehen. „Wat weiß sone Stadtschickse schon&#8230;“, murmelt der und später im Wohnzimmer schiebt er den Sessel dichter an den Schrank.</p>
<p>Die Hochzeit, sagt Vadder Theser und legt ein großes, in Leder gebundenes Buch beiseite. Und hier die Kinder. Ein weiterer Band. Das letzte der vielen Alben ist eine Sammlung von alten Zeitungsartikeln zu Spuk und Geistertreiben. Es liegt etwas abseits im Fach unter den russischen Cognacschwenkern. Da ist es wenn man es genau nimmt hingekommen aus dem Hessischen. Mit dem Zug bis ins Nachbardorf und dann zusammen mit den anderen Sachen, dem Geschirr, den Kleidern, den Möbeln mit dem Leiterwagen bis aufs Gehöft. Das war damals noch neu gewesen und es gab Pferde, Kühe im Stall und einen Dreschkasten in der Scheune. Vadder Theser nimmt das Album zur Hand, blättert hin und her, macht immer wieder den Finger feucht dabei, Seite um Seite. Klabautermann, Kornmume, das zweite Gesicht,  Bummelux&#8230; Osterfeuer. </p>
<p>Als die Nachbarin am nächsten Tag in aller Frühe ihre Hüfte zwischen den Stöckern schwenkt, ist Vadder Theser nicht zu sehen. Dafür krakeelt es aus dem Hühnerstall. Dann geht die Tür, ein dumpfer Schlag und es ist still. Die Nachbarin folgt dem Geräusch und sieht wie der Vadder ein Huhn ausbluten lässt über dem Holzstapel, der das Osterfeuer hätte werden sollen. </p>
<p>Zur Mittagszeit hat die Nachbarin endlich die Telefonnummer des Pastors gefunden. Der ist auf einer Tagung in der Kreisstadt und hat gerade seinen Kollegen erzählt, was ihm Vadder Theser vorgeschlagen hatte angesichts der knappen Gemeindekasse: Ein Stück Land und einen Pflug sollte er sich anschaffen, hatter Vadder gesacht, und denn vom Feld zwischendurch schnell mal auf die Beerdigung und denn wieder rauf aufs Feld. Die Runde lacht noch ein etwas gequältes Lachen, als die Nachbarin das Mobiltelefon in der ledernen Aktentasche klingeln lässt.</p>
<p>Zum Abendbrot liegt Rauch in der Luft. Die Nachbarin steht im Wintergarten vor dem angekippten Küchenfenster. Sie kann Vadder Theser sehen, da am Herd, wie er sich müht, das Suppenhuhn aus dem Topf zu ziehen. Na, haste das Essen gerochen, sagt der Vadder durch die Scheibe und die Nachbarin lächelt gequält. Dauert noch, wird Frikasse.</p>
<p>Knapp eine Stunde später sitzt die Nachbarin satt und zufrieden vor ihrem Kamin, blättert hin und her, macht immer wieder den Finger feucht dabei, Seite um Seite. Klabautermann, Kornmume, das zweite Gesicht,  Bummelux&#8230; Osterfeuer. Vadder Theser schaut noch einmal nach der Glut, dann nascht er noch ein Gabel voll und den Rest des Frikasses, den friert er ein.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Danke an die Wiedergänger-Runde</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/04/11/danke-an-die-wiederganger-runde/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 16:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;mehr mag ich gar nicht sagen. Bilder wirds ja spätestens morgen geben, die sagen dann ne Menge, denk ich mal. Danke für die schöne Show zwischen Genie und Wahnsinn, danke Martin Sancassani, danke Maraike Lohse, danke Carsten Stotco, ein dickes Dankeschön an das Peter-Olejko-Trio und die Gruppe Rubigos. Und natürlich: Ein Hoch aufs Capitol. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;mehr mag ich gar nicht sagen. Bilder wirds ja spätestens morgen geben, die sagen dann ne Menge, denk ich mal. Danke für die schöne Show zwischen Genie und Wahnsinn, danke Martin Sancassani, danke Maraike Lohse, danke Carsten Stotco, ein dickes Dankeschön an das Peter-Olejko-Trio und die Gruppe Rubigos. Und natürlich: Ein Hoch aufs Capitol. Der Saal ist fantastisch. Großes Kino halt.</p>
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		<title>Sonntag: Die Lese &#8220;Wiedergänger&#8221; im Capitol</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 10:34:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>

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		<description><![CDATA[
Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
wenn meine Großmutter uns Kinder durch die Felder spazieren sah, warnte sie uns mit steter Regelmäßigkeit vor der Kornmume. Eine alte Frau stellte ich mir dann vor, die Acht gab auf den Weizen, die Gerste den Roggen, was eben so wuchs hinter dem Haus im Dorf am Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/04/ivalo-500x333.jpg" alt="ivalo als Wiedergänger" title="ivalo als Wiedergänger" width="500" height="333" class="alignnone size-medium wp-image-1131" /></p>
<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],</p>
<p>wenn meine Großmutter uns Kinder durch die Felder spazieren sah, warnte sie uns mit steter Regelmäßigkeit vor der Kornmume. Eine alte Frau stellte ich mir dann vor, die Acht gab auf den Weizen, die Gerste den Roggen, was eben so wuchs hinter dem Haus im Dorf am Ende der Straße. Das Gesicht für die Kornmume lieh ich mir bei unserer Nachbarin. Die hatte noch Reisig auf dem Rücken aus dem Wald geschleppt für den kleinen Ofen in der Küche und gleich neben ihrem Wohnzimmer lebten Kücken unter Rotlichtlampen. Das Kleid der Kornmume nahm ich aus Illustrationen der Märchenbücher &#8211; die waren in altdeutscher Schrift gedruckt und zerfleddert, wie so manches Gemüt, das &#8211; wie das Märchenbuch &#8211; die große Wanderschaft vom Stettiner Haff in die Mecklenburger Ackerlandschaft überstanden hatte. &#8220;Die hat das zweite Gesicht&#8221;, sagte meine Großmutter über die Kornmume, ob sie die Alte je &#8220;Wiedergänger&#8221; genannt hat, weiß ich nicht mehr. Spielt eigentlich auch keine Rolle, denn die Lese am kommenden Sonntag ist weniger von der Geschichte der Kornmume, als vielmehr von schlecht geschminkten Zombies und Raumschiffen an Angelsehne inspiriert. Von improvisiertem Grauen, könnte man sagen, wenn man noch etwas sagen wollte dazu. </p>
<p>Das war nun schon wieder viel Text, bevor wir endlich einmal zum Punkt kommen. Ich verstehe, Sie wollen Fakten. </p>
<p><strong>Schmalz und Marmelade &#8211; Wiedergänger</strong><br />
Die Lese im Kino Capitol</p>
<p><strong>Sonntag, 11. April, 12 Uhr &#8211; Eintritt frei</strong></p>
<p><strong>Gast:</strong> Martin Sancassani<br />
<strong>Musik:</strong> Carsten Stotco und das Peter-Olejko-Trio</p>
<p><strong>Martin Sancassani</strong> ist einer der Menschen, die man, hat man sie einmal getroffen, nicht mehr vergisst. Martin kann Geschichten erzählen, ganz eigenwillig und konsequent an jedem Zeitgeist vorbei, Martin Sancassani kann Gitarren bauen aus Zigarrenkisten und darauf spielen &#8211; die größten Songs der Weltmusikgeschichte in Versionen, die immer etwas nach den frühen Velvet Underground klingen. Und Martin schmeißt die Haartolle immer so toll zur Seite. Auch das ist sehr, sehr einprägsam. Und nicht zuletzt hat Martin in den ach so kalten 80ern Musik gemacht &#8211; ziemlich erfolgreich. In einer Aufzeichnung der Musiksendung &#8220;Formel 1&#8243; hab ich ihn neulich gesehen und war so irritiert wie angetan.</p>
<p>Etwas zu <strong>Carsten Stotco</strong> zu schreiben, ist in diesem Kontext ja schon fast unnötig. In unserer Radio-Show Hundamat war er der Musikredakteur, auf unserer CD hat er markante Spuren hinterlassen und wer ihn einmal mit seinem Damien-Rice-Programm gehört hat, ist nicht nur den Songs, sondern auch Carsten und seiner musikalischen Partnerin Elisa Hartwig verfallen. Diesmal hat er sich das <strong>Peter-Olejko-Trio</strong> an die Seite geholt &#8211; als Schweriner ist einem der Name Olejko sicher schon untergekommen &#8211; und sicher, sicher, sicher im Zusammenhang mit fein gespielter Musik. Carsten und das Trio haben beschlossen, uns zu überraschen und damit auch Sie &#8211; seien wir also zusammen gespannt auf das, was da wird.</p>
<p>Wir setzen mit dieser Lese &#8211; Sie haben es bemerkt &#8211; die Partnerschaft mit dem <strong>Schweriner Kino Capitol</strong> fort. Zum dritten mal sind wir zu Gast in einem Kino, das wir alle sehr schätzen, ob seiner kleinen, feinen Aktionen wie zum Beispiel dem &#8220;Kino für Fortgeschrittene&#8221;, aber vor allem wohl, weil es ein Kino ist, wie ein Kino sein soll: Mit einem großen Saal, der Geschichte hat und Leuten, denen diese Geschichte nicht egal ist. Trotz Dolby-Faxen und HD-Hightech-Schnickschnack.</p>
<p>Vielleicht haben Sie den Herrn ivalo, der da oben so böse vom Foto grient, ja auch schon auf unserem Plakat entdeckt. Das Foto stammt wie stets aus den Händen und der Kamera von <strong>Ulli Wille</strong> &#8211; das Plakat gestaltet hat das Büro für visuelle Gestaltung <strong>Maik Gleitsmann</strong>. Den Herrn ivalo derart übel zugerichtet hat mit kunstvollem Pinselstrich die Maskenbildnerin <strong>Soraya Stabenow</strong>.</p>
<p>So, ich denke damit hätten wir alles beieinander &#8211; nur Sie fehlen noch. Sie werden es gemütlich haben im Capitol, Sie werden umsorgt und bespaßt, insofern gibts eigentlich keinen Grund, den Sonntagmittag anderweitig zu verplanen. Ein Tipp noch: Frühstücken Sie doch einfach spät, dann schmeckt nach 14 Uhr das späte Mittag nebenan im Zeppelin nochmal so gut &#8211; wir werden dort in jedem Fall den Nachmittag in freundlicher Runde einläuten.</p>
<p>&#8220;Bis Sonntag also!&#8221;, rufen wir Ihnen zu und wenn Sie durch die Saat auf den Feldern stapfen, denken Sie an meine Großmutter &#8211; sie war eine weise Frau, an der Geschichte von der Kornmume muss also etwas dran sein.</p>
<p>i.A. thom*</p>
<p>PS: Schmalz und Marmelade wird Ihnen präsentiert vom Alten Friedhof Schwerin &#8211; <em>dem</em> Ort für chefmäßiges Rumliegen unter spitzenmäßigen Bäumen.<br />
PSPS: Sie haben diese Mail bekommen, weil es irgendwann einmal so sein sollte. Sollte es nicht mehr so sein, sagen Sie kurz Bescheid.<br />
PSPSPS: Am 30. April eröffnen wir das Filmfest, am 1. Mai sind wir im Landestheater Parchim. Jucheh!<br />
PSPSPSPS: Schmalz und Marmelade distanziert sich von Gerüchten, eine Schweriner Lesebühne wolle die Weltherrschaft an sich reißen. </p>
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		<title>Wiedergänger &#8211; Vorbereitungen fürs Capitol</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 18:20:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 11. April sind wir im Capitol zu Gast und spielen die wie immer einmalige Show &#8220;Wiedergänger&#8221;. Mit Martin Sancassani und Carsten Stotco. Für das Kinoplakat hat sich Herr ivalo in die Maske begeben. Was er da genau gemacht hat und warum &#8211; Überraschung. (Foto: Ulli Wille)
Die unglaublich feine, sorgsame und &#8211; wie man später [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 11. April sind wir im Capitol zu Gast und spielen die wie immer einmalige Show &#8220;Wiedergänger&#8221;. Mit Martin Sancassani und Carsten Stotco. Für das Kinoplakat hat sich Herr ivalo in die Maske begeben. Was er da genau gemacht hat und warum &#8211; Überraschung. (Foto: Ulli Wille)</p>
<div id="attachment_1123" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/03/20100303_Oli_0129-Kopie.JPG"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/03/20100303_Oli_0129-Kopie-500x333.jpg" alt="Herr ivalo in der Maske" title="Herr ivalo in der Maske" width="500" height="333" class="size-medium wp-image-1123" /></a><p class="wp-caption-text">Herr ivalo in der Maske</p></div>
<p>Die unglaublich feine, sorgsame und &#8211; wie man später sehen wird &#8211; effektvolle Schminkarbeit hat freundlicherweise die Maskenbildnerin <a href="http://www.sorayasmaskengalerie.de/">Soraya Stabenow</a> übernommen.</p>
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		<title>Mit Radio Hundamat auf Sendung</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 23:05:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Fotos: Ulli Wille
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1113" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/02/RadioGaGa-13.jpg"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/02/RadioGaGa-13-500x333.jpg" alt="Andersen Storm, Herr ivalo und Frau jules auf Sendung" title="Andersen Storm, Herr ivalo und Frau jules auf Sendung" width="500" height="333" class="size-medium wp-image-1113" /></a><p class="wp-caption-text">Andersen Storm, Herr ivalo und Frau jules auf Sendung</p></div>
<div id="attachment_1114" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/02/RadioGaGa-17.jpg"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/02/RadioGaGa-17-333x500.jpg" alt="Frau jules als Petra Körner aus dem Stau an der B96" title="Frau jules als Petra Körner aus dem Stau an der B96" width="500" height="790" class="size-medium wp-image-1114" /></a><p class="wp-caption-text">Frau jules als Petra Körner aus dem Stau an der B96</p></div>
<div id="attachment_1117" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/02/RadioGaGa-19.jpg"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/02/RadioGaGa-19-500x333.jpg" alt="Die Musikredaktion bei der Arbeit" title="Die Musikredaktion bei der Arbeit" width="500" height="333" class="size-medium wp-image-1117" /></a><p class="wp-caption-text">Die Musikredaktion bei der Arbeit</p></div>
<div id="attachment_1120" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/02/RadioGaGa-08.jpg"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2010/02/RadioGaGa-08-500x333.jpg" alt="Siv Stippekohl zu Gast bei Schmalz und Marmelade" title="Siv Stippekohl zu Gast bei Schmalz und Marmelade" width="500" height="333" class="size-medium wp-image-1120" /></a><p class="wp-caption-text">Siv Stippekohl zu Gast bei Schmalz und Marmelade</p></div>
<p>Fotos: <a href="http://snmv.blogspot.com/">Ulli Wille</a></p>
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		<title>Sonntag, 14. Februar: Schmalz und Marmelade startet &#8220;Radio Hundamat&#8221;</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/02/10/sonntag-14-februar-schmalz-und-marmelade-startet-radio-hundamat/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 16:10:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
nachdem sich die Schweriner Lesebühne Schmalz und Marmelade nun lange acht Wochen unter dem Tiefschnee versteckt hielt, rattert und klappert sie nun wieder, die große Lesebühnenuntermaschinerie. Und Sie, liebe Freunde, Kollegen, Mitstreiter und Teilzeittextgenießer sind herzlich eingeladen dabei zu sein:
Schmalz und Marmelade &#8211; die Frühlese für Spätaufsteher
Sonntag, 14. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],</p>
<p>nachdem sich die Schweriner Lesebühne Schmalz und Marmelade nun lange acht Wochen unter dem Tiefschnee versteckt hielt, rattert und klappert sie nun wieder, die große Lesebühnenuntermaschinerie. Und Sie, liebe Freunde, Kollegen, Mitstreiter und Teilzeittextgenießer sind herzlich eingeladen dabei zu sein:</p>
<p><strong>Schmalz und Marmelade &#8211; die Frühlese für Spätaufsteher</strong><br />
Sonntag, 14. Februar &#8211; Freischütz am Ziegenmarkt</p>
<p><strong>Thema:</strong> RadioGaGa<br />
<strong>Gast:</strong> Siv Stippekohl<br />
<strong>Spezialgast:</strong> Frau jules<br />
<strong>Musikalische Leitung:</strong> Carsten Stotco</p>
<p>Dass wir ein gewisses Sendungsbewusstsein mitbringen, das haben Sie sicher in den vergangenen Jahren bemerkt. Sonst hätten Sie ja von uns nie gehört, im stillen Kämmerlein hätten wir gesessen und keinen Buchstaben hätten wir in die Welt geschickt. Nun aber soll Butter bei die Fische kommen und das Wort &#8220;Sendungsbewusstsein&#8221; soll neu definiert sein. Das Orchester bitte! </p>
<p>Begrüßen Sie mit uns den neuen Stern am Rundfunkhimmel: Tusch!</p>
<p>Radio Hundamat geht auf Sendung. Radio Hundamat, Ihr Lokalradio vom Ziegenmarkt &#8211; live und ungeschnitten, mit dem Neuesten aus der Region, dem Wichtigsten aus der Welt. Mit allen Blitzern, allen Staus, mit allen wichtigen Leuten vor und hinter den Mikrofonen, mit Tipps, Tricks und allen nur denkbaren Lebens- und Überlebenshilfen. Und natürlich: mit allen Hits der 10er, 20er, 30er, 40er, 50er, 60er, 70er, 80er, 90er, 00er Jahre und allen Songs, die übermorgen Evergreens sein werden. Schalten Sie ein: Radio Hundamat, Ihr Lokalradio vom Ziegenmarkt. Am 14. Februar, 12 Uhr, live aus dem Freischütz am Ziegenmarkt. Stay tuned!</p>
<p>Zu unserem Gast: Siv Stippekohl ist Redakteurin bei NDR1 Radio MV &#8211; bei Schmalz und Marmelade ist sie zu Gast mit ihrem Buch &#8220;Grenzenlos im Norden &#8211; Menschen und der Mauerfall&#8221;. Darin versammelt sind die kleinen, die persönlichen und oft nahezu unglaublichen Geschichten rund um die politische Wende 1989. Siv Stippekohl hat aus unzähligen Interviews mit Zeitzeugen die bemerkenswertesten Begebenheiten herausgesucht und zu Geschichten geformt, sprachlich wie dramaturgisch fein und sorgsam bearbeitet. In der Schmalz-und-Marmelade-Produktion &#8220;Radio Hundamat&#8221; wird sie einige dieser Geschichten in der Sendung  &#8220;Das gute Buch&#8221; vorstellen.</p>
<p>Besonders freuen wir uns aber auch darüber, dass Frau jules ihr Schweizer Exil für ein paar Wochen verlassen hat, um mit uns auf die Bühne zu gehen. Jippie!</p>
<p>Die musikalische Leitung bei Radio Hundamat hat Carsten Stotco übernommen. Er hat die komplexen Testfelder professioneller Radiogestaltung nicht gescheut und wird über ihren Köpfen ein Füllhorn musikalischer Hochgenüsse ausschütten.</p>
<p>Wer nicht kommt ist nicht da und macht uns traurig. Dann dauert der Winter noch bis in den April.</p>
<p>Mit hochfrequenten Grüßen,</p>
<p>i.A. thom* &#8211; Chefredakteur der Kulturredaktion bei Schmalz und Marmelade, Abteilung &#8220;Das gute Buch&#8221;</p>
<p>PS: Wer die CD &#8220;Ihr Klatschen auf CD&#8221; kennt, weiß, wo der Name &#8220;Hundamat&#8221; herkommt.<br />
PSPS: Wer die CD &#8220;Ihr Klatschen auf CD&#8221; nicht kennt, kann sie hier auf der Seite bestellen.<br />
PSPSPSPS: Schmalz und Marmelade wird ohne Zugabe von Nanopartikeln hergestellt. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Advent: Herr thom* sang und las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/12/17/advent-herr-thom-sang-und-las-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 00:26:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rückgängig-Taste
Download
Interview mit dem Weihnachtsmann
Advent im Dorf am Ende der Straße

Die Rückgängig-Taste
Ich möchte eine Rückgängig-Taste Steuerung Z oder Apfel Z je nach System
eine Rückgängig-Taste, die immer geht, eine Rückgängig-Taste fürs wirkliche Leben
Die hätte ich gedrückt noch in der Heiligen Nacht, als Du so wütend warst auf mich. Ich hatte Dir einen Auftritt geschenkt in einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/herr_thom_die_rueckgaengig_taste.mp3">Die Rückgängig-Taste</a></p>
<p><a href="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/herr_thom_die_rueckgaengig_taste.zip">Download</a></p>
<p>Interview mit dem Weihnachtsmann</p>
<p>Advent im Dorf am Ende der Straße</p>
<p><span id="more-1089"></span></p>
<p>Die Rückgängig-Taste<br />
Ich möchte eine Rückgängig-Taste Steuerung Z oder Apfel Z je nach System<br />
eine Rückgängig-Taste, die immer geht, eine Rückgängig-Taste fürs wirkliche Leben</p>
<p>Die hätte ich gedrückt noch in der Heiligen Nacht, als Du so wütend warst auf mich. Ich hatte Dir einen Auftritt geschenkt in einer Stylingshow im Fernsehen. Ich hatte gedacht in so einer Stylingshow würdest Du Dich wohlfühlen. Und hinterher würde mich ganz Deutschland um Dich beneiden. Und eine Visitenkarte hatte ich dazu gelegt von einem Schönheitschirurgen in Hamburg. Da wären wir dann erst zum Phantom der Oper gegangen und dann hätte ich Dich da abgegeben. Und später wieder abgeholt. Ist doch Ehrensache&#8230;</p>
<p>Doch irgendwie muss bei dir da der Eindruck entstanden sein, ich fände dich nicht mehr so schön wie am ersten Tag. Dabei dacht ich doch nur, dass eine Frau von heute, dass eine selbstbewusste und glückliche Frau sowas mag&#8230;</p>
<p>Und deshalb möchte ich gern eine Rückgängig-Taste Steuerung Z oder Apfel Z je nach System<br />
eine Rückgängig-Taste, die immer geht, eine Rückgängig-Taste fürs wirkliche Leben</p>
<p>Und manchmal hätt ich gern drei Knöpfe, drei Knöpfe fürs wirkliche Leben<br />
mit denen ich wählen kann zwischen „abbrechen“ „überspringen“ oder „ok“ </p>
<p>Und wenn mein Chef dann vor mir steht und sagt, Herr thom*, Sie sind mein bestes Pferd im Stall. Dann wiehere ich kurz und bestätige mit ok. Aber wenn das Finanzamt kommt und Geld will, dann drück ich überspringen. Und dann kommen die, so meine Theorie erst im nächsten Jahr wieder. Und wenn mich Gliederschmerzen plagen und Du mich beiläufig fragst ob wir schlafen gehen. Dann muss ich nur abbrechen drücken und schon ist die Situation gerettet.<br />
Aber vielleicht bist Du ja dann die ganze Nacht lang gekränkt. Und am morgen so sauer wie ein Tagebausee in der Lausitz. Dann muss ich vielleicht ein wenig improvisieren. Und es doch noch einmal mit dem ersten Geschenk probieren</p>
<p>Mit meiner Rückgängig-Taste Steuerung Z oder Apfel Z je nach System<br />
eine Rückgängig-Taste, die immer geht, eine Rückgängig-Taste fürs wirkliche Leben</p>
<p>Was ich mir auch gut vorstellen könnte, wäre eine Suchfunktion für meine Wohnung<br />
Also jetzt nicht für die Wohnung selbst, die finde ich in der Regel ganz gut, vielmehr für die Sachen die da drin sind. Dann wärs auch gar nicht mehr schlimm, dass Du immer alles vermöhlst. Natürlich Du jemand anders räumt bei uns ja nicht auf. Was soll das heißen ich sei faul, was willst du denn damit sagen&#8230;  Ich mach gleich das Fenster auf und dann kannst du ja mal zeigen, was du mit dem Besen drauf hast. Flieg davon Herzallerliebste flieg davon&#8230;. Dein Besen ist gesattelt, folge nur dem Luftballon</p>
<p>Gottseidank hab ich die Rückgängig-Taste Steuerung Z oder Apfel Z je nach System<br />
eine Rückgängig-Taste, die immer geht, eine Rückgängig-Taste fürs wirkliche Leben</p>
<p>Ich fand Deinen Setzkasten schon immer blöd und das Geschirr von Deiner Mutter, das ist eine Zumutung. Als wären Deine Kochkünste noch nicht abschreckend genug, muss ich auch noch von gepunkteten Tellern essen. Nur weil Deine Mutter mit diesem Töpferamateur liiert ist und Du nicht nein sagen kannst. Und das mit der Zahnpastatube, das hab ich Dir auch noch nie gesagt, also hör her &#8211; ich hasse es, wenn Du den Deckel nicht wieder drauf machst, ich hasse es, denn dann kommt am nächsten Morgen statt Zahnpasta ein trockener Klumpen aus der Tube, das ist eklig, das ist Verschwendung, das muss nicht sein, dafür hasse ich Dich ich könnte wahnsinnig werden, Gottseidank ist das endlich raus&#8230;</p>
<p>Gottseidank hab ich die Rückgängig-Taste Steuerung Z oder Apfel Z je nach System<br />
eine Rückgängig-Taste, die immer geht, eine Rückgängig-Taste fürs wirkliche Leben</p>
<p>Aaaaauuuuuu</p>
<p><strong>Interview mit dem Weihnachtsmann</strong><br />
Fragenfrager<br />
Herzlich willkommen zurück, das war Wham mit Last Christmas und nun habe ich einen ganz besonderen Gast hier an meiner Seite, den Weihnachtsmann, Guten Abend und herzlich willkommen.</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Danke. Ich freue mich hier zu sein. </p>
<p>Fragenfrager<br />
Lieber Weihnachtsmann, ich weiß, Ihr Beruf lebt von Geheimnissen, aber dennoch möchte ich mich gleich am Anfang ein wenig vorwagen in ihre Kindheit&#8230; Erzählen Sie mir von ihrem Vater&#8230;</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Mein Vater war, wie soll ich sagen, mein Vater war ein einfacher Mann. Der war selbst aufgewachsen in vorweihnachtlichen Verhältnissen, in einem kleinen Dorf zwischen Sternberg und Parchim. Seine Eltern, also meine Großeltern, die haben noch im Stall geschuftet damals, Ostereier bemalt.  Das war ein hartes Brot&#8230; Morgens ganz früh gings raus und Feierabend war erst, wenn die letzten Eier von der Stiege waren. Es gab ja eine Menge Osterhasen damals, die ihre Mitarbeiter wie Sklaven behandelten. Gerade hier in Mecklenburg&#8230; Woanders da konnten die ihre Wunschzettel schon ganz offen schreiben, und hier war faktisch ja noch Leibeigenschaft. Mein Großvater hat mal erzählt, dass er seine Geschenke noch in den 30er Jahren suchen musste&#8230; Naja, ich wills kurz machen, als das dann endlich vorbei war mit den Osterhasen und ihren zweifelhaften Ritualen, da hat mein Vater denn auch zur Schule gehen dürfen. Er hat dann in einer Schleifenfabrik angefangen, als Binder und hat sich hochgearbeitet. Am Schluss hat er die Weihnachtsfeiern organisiert.</p>
<p>Fragenfrager<br />
&#8230;so dass ihnen ihr Beruf quasi in die Wiege gelegt wurde?</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Wenn Sie so wollen, ja. Wobei ich zugeben muss, dass es nie mein Traumberuf war. Als Kind, da wollte ich immer Sandmann werden, das ist ja so ein klassischer Kindertraum&#8230; Später da hab ich aber dann die Musik für mich entdeckt. Ich hab im Chor der Engel mitgesungen, ich hab Laute gelernt und Harfe, wir haben das Weihnachtsoratorium aufgeführt und den Messias, aber dann bin ich etwas aus der Form geraten. Naja und irgendwann nahm mich dann mein Chorleiter beiseite und meinte, ich würde die Proportionen stören, also optisch. Engel sind ja eher zart, wissen Sie. Ich hab dann eine Weile nur rumgehangen und Mist gebaut &#8211; hab mein Rentier tiefer gelegt und bin illegal Rennen gefahren&#8230; hab heimlich Eier geschlürft und Osterwasser gesoffen&#8230; Naja was man so macht&#8230; Und dann ist mir irgendwann im Rausch mein Vater erschienen, und der hat gesagt, Junge, Dir wird nichts geschenkt. Ja und da hats dann Klick gemacht. Ich habs dann erst ein paar Monate als Sack probiert, aber da fühlte ich mich unterfordert und dann hat mein Abteilungsleiter gesagt, wir brauchen einen Weihnachtsmann, traust Du Dir das zu. Na und da bin dann hängen geblieben&#8230;</p>
<p>Fragenfrager<br />
Was wünscht sich eigentlich ein Weihnachtsmann vom Weihnachtsmann?</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Sehr witzig.</p>
<p>Fragenfrager<br />
Hat ihre Mutter so gar nichts zu ihrem beruflichen Werdegang beigetragen?</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Von meiner Mutter hab ich den Bartwuchs&#8230; Nein im Ernst. Meine Mutter ist eine zauberhafte Frau. Wenn ich sie besuche und nicht einschlafen kann, dann bringt sie mir noch heute eine von ihren fantastischen Weihnachtsgänsen ans Bett&#8230;.  Sie hat immer an mich geglaubt und es gab nach ihr nie wieder eine Frau in meinem Leben.</p>
<p>Fragenfrager<br />
Sie leben keusch?</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Ich lebe in einer ehe-ähnlichen Gemeinschaft. </p>
<p>Fragenfrager<br />
Sie sind homosexuell? Rot alleine reicht ihnen wohl noch nicht?</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Das ist hochgradig albern und wenn Sie so weiter machen, sehe ich, was Geschenke betrifft, für Sie schwarz.</p>
<p>Fragenfrager<br />
Sie haben Recht, es ist mit mir durchgegangen. Wie muss ich mir ihren Alltag vorstellen?</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Einmal im Jahr reise ich durch die Welt &#8211; in der Regel aber ist das ein ganz normaler Innendienst. Gleitzeit. </p>
<p>Fragenfrager<br />
Jetzt haben Sie aber angefangen&#8230;</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Bitte?</p>
<p>Fragenfrager<br />
Wenn Sie für einen Tag Chef sein dürften, also so richtig oberster Chef, Gott meinetwegen, wenn Sie es so nennen wollen, was würden Sie verändern?</p>
<p>Weihnachtsmann<br />
Ich würde einiges verbieten &#8211; zum Beispiel, dass Kinder Weihnachtsgedichte aufsagen müssen bevor sie ihr Geschenk kriegen. In letzte Zeit wird auch immer häufiger Blockflöte gespielt, ich weiß nicht, ob Sie sich vorstellen können, was das für mich bedeutet. Ich würde auch die Weihnachtsaufführungen in Schulen und Kindergärten verbieten, das ginge bei vielen Eltern sicher sogar als Geschenk durch. Und den Zeitungen würde ich die Glühweintests untersagen und die Plätzchentests und die Weihnachtsmarkttests und die Mutzentests und die Rostbratwurttests. Ich würde alle Kirchenbänke durch Couchen ersetzen und im Dezember hätten immer alle frei. Und ich würde eine Sache ungeschehen machen.  Last Christmas von Wham.</p>
<p>Fragenfrager<br />
Vielen Dank!</p>
<p><strong>Advent im Dorf am Ende der Straße</strong><br />
Als Weihnachten naht im Dorf am Ende der Straße besinnt sich Vadder Theser der Kraftstromanschlüsse, die in jeder Scheune im Ort verlegt sind. Er schlurft in sein Glühbirnenlager, das hatte er eingerichtet, als das Gerücht umging, die Glühbirnen würden verboten, und zählt. Es sind genau 716 Stück. Dazu die Baustrahler vonner alten LPG und die Scheinwerfer von dem Theaterheini, der vor zwei Jahren versucht hatte hier heimisch zu werden, es aber nicht wurde, weil er es sich schon am ersten Tag mit Vadder Theser verscherzt hatte, was nicht einfach ist, denn Vadder Theser ist ein gutmütiger Mann, aber ein gutmütiger Mann, der es auf den Tod nicht ausstehen kann, wenn jemand das Maul aufreißt am ersten Tag, der Theaterheini jedenfalls ist dann wieder weggezogen, hat aber die Scheinwerfer dagelassen. </p>
<p>Die Scheinwerfer und die Baustrahler und die 716 Glühbirnen, das sollte reichen, denkt Vadder Theser und dass es noch gar nicht lange her ist, dass sie da Straßenlaternen angeschraubt haben an die Strompfähle. Da schwirrten dann sommers die Viecher rum und von da wo die Landstraße einen Knick macht und die Dorfstraße abzweigt an allen Häusern entlang war es taghell mitten in der Nacht. Vadder Theser hatte damals extra Rollos gekauft. Irgendwann aber hat die Gemeinde dann Kassensturz gemacht und von fortan brannte nur noch jede zweite Laterne. Dann kam die Finanzkrise und nun ist es wieder dunkel, wie es sein soll nachts und die Theserschen Rollos bleiben oben. Die Nachbarin tottert zwar darüber beim morgendlichen Hofgespräch, sie in blauer Schürze und in Gummischlappen tottert, das gehöre sich nicht wenn da jeder reingucken kann, aber Vadder Theser denkt nur daran, dass er ja sogar vor dem FKK nicht gekniffen hatte, 1974 beim Brigadeausflug, und es nun auch nicht mehr drauf an kommt&#8230;</p>
<p>Is dein Heino schon duhn, oder kann der noch, fragt Theser. Die Nachbarin guckt aufs Küchenfenster, hinter der Scheibe auf dem Fensterbrett steht eine Flasche, sie ist voll. Vadder Theser geht rein und verlässt das Haus erst wieder, als die Nachbarsfrau fragen will, ob er zum Mittag bleibt. Nein. Zum Mittag will Vadder Theser gewiss nicht bleiben, was nicht an der Gesellschaft liegt, sondern an den Katzen, die durch die Küche streifen wie hochwohlgeboren und die Vadder Theser riechen kann schon an der Haustür und im Flur und im Bad und in der Küche erst recht. Wenn es etwas gejaucht röche, der Vadder ertrüge es, aber Katzen, die riechen wie nur Katzen riechen und bei jeder Kartoffel hätte er das Gefühl von Haaren im Mund, bei jeder Kartoffel neu. </p>
<p>Am nächsten Morgen bringt Heino einen Schaltplan. Auf einem kleinkarierten Block hat er das Dorf eingezeichnet und dicke Kugelschreiberstriche gehen kreuz und quer. Am Kirchturm laufen sie zusammen. Vadder Theser steckt den Plan ein und tritt das alte Fahrrad zur Kirche hin. Bis zum Ende der Straße lässt er rollen, dann kommt der Feldweg durch den Gutspark, die Grundmauern des Gutshauses bleiben rechts liegen und da, wo der Weg sandiger wird und in einer Kurve hinanführt, steigt Vadder Theser ab und schiebt die letzten Meter bis zur Eisenpforte in der Feldsteinmauer.  Beim Pfarrer gibt es den Kaffee koffeinfrei und aus dicken Töpfertassen. </p>
<p>In den folgenden Tagen besucht der Pfarrer den Bürgermeister und der Bürgermeister den Chef der LPG und der Chef der LPG fährt in die Kreisstadt zu den Stadtwerken und auf dem Rückweg macht er bei Vadder Theser halt. Er holt sich das Schweißgerät und die Maske mit dem dunkelblauen Glas in der Mitte, seinen Zaun will er schweißen, da ist ihm neulich die Nachbarsfrau reingerauscht. Die hat zu sehr auf das Schlafzimmerfenster geachtet, vermutet Vadder Theser, doch das will der LPGer nicht bestätigen. Dafür legt er den Schaltplan auf den Tisch und sacht, der Vadder soll mal morgen in sein Büro kommen. Und den Heino  den soller gleich mitbringen, jedenfalls wenn er nicht duhn ist, und denn kommt noch der Betriebselektriker und gut, sacht der LPGler und als er gegangen ist kriecht Vadder Theser auf den Heuboden und kramt zwischen Büchern, Puppengeschirr und Rollschuhen die bunte Partylichterkette hervor. Als er die Kabel am Zaun des Zwingers entlang windet sacht er zum Hund: Der Anfang ist gemacht.</p>
<p>Ein paar Tage später hängen 716 Thesersche Glühbirnen die Dorfstraße auf und ab. Und noch einmal 900 fremde. Die Scheinwerfer sind auf den Ställen montiert und machen die Felder hell, die Baustrahler leuchten den Kirchturm an, direkt die Mauern hoch, dass die Feldsteinen Schatten schlagen. Oben im Glockenstuhl steht Vadder Theser wie ein Kapitän auf der Brücke steht und in die Ferne stiert. Nur das Fenster ist nicht weit und gläsern sondern wehrkirchenschmal und kein Steuerrad hat der Vadder unter den Händen, sondern ein Schaltpult, das hatte einmal die Melkmaschinen befehligt im alten Kuhstall, jetzt konnte der Vadder ein Lauflicht damit zaubern die ganze Dorfstraße entlang. </p>
<p>Am nächsten Abend kommt die Zeitung und macht ein Foto, an den folgenden drei Abenden dreht das Fernsehen für eine 40-Sekunden-Nachricht. Und die Zeitung, das Fernsehen und das Radio drängen sich unter den Lichtern, als etwas später ein Sportflieger nahezu unbeschädigt am Ende der Dorfstraße zum Stehen kommt. Doch da hatte Vadder Theser das Schaltpult schon auf Automatik umgestellt, war nach Hause geradelt und hatte die Rollos heruntergezogen.</p>
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		<title>Sonntag: Schmalz und Marmelade feiert den 3. Advent</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 14:39:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
zuerst die Fakten &#8211; damit ja nichts durcheinander geht:
Schmalz und Marmelade, die Schweriner Lesebühne, feiert Advent
Wann: Sonntag, 13. Dezember, 12 Uhr
Wo: Zum Freischütz &#8211; Ziegenmarkt &#8211; Schwerin
Thema: Advent, Advent
Gäste: Spieler der Theatergruppe am Goethe-Gymnasium
Nun aber fix die Schleifchen ums Faktenpaket geschnürt:
Als sei sie nicht wunderlich genug &#8211; diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],</p>
<p>zuerst die Fakten &#8211; damit ja nichts durcheinander geht:</p>
<p>Schmalz und Marmelade, die Schweriner Lesebühne, feiert Advent</p>
<p><strong>Wann:</strong> Sonntag, 13. Dezember, 12 Uhr<br />
<strong>Wo:</strong> Zum Freischütz &#8211; Ziegenmarkt &#8211; Schwerin<br />
<strong>Thema:</strong> Advent, Advent<br />
<strong>Gäste:</strong> Spieler der Theatergruppe am Goethe-Gymnasium</p>
<p>Nun aber fix die Schleifchen ums Faktenpaket geschnürt:</p>
<p>Als sei sie nicht wunderlich genug &#8211; diese Weihnachtsmaschine mit ihren Spekulatiusrädchen, ihren Schokoladenhebelchen und  Mandelnieten, die da Stimmung produziert weil sie in die Maschinenhallenwelt Last Christmas sumselt und Lebkuchenmänner stampft und Zimt in die Luft schleudert, Zimt, der sich nach den Rezepten zweifelhafter Sterneköche sogar in Bratensoße wiederfindet &#8211; als sei diese Weihnachtsmaschine selbst nicht genug an Skurrilität, setzen sich nun auch noch drei Alltagspoeten, drei Halbtagslyriker, drei Butzenscheibenschreiber ans Steuerpult.</p>
<p>Zur Adventslese im Schweriner Lokal zum Freischütz treiben sich Gäste und Protagonisten der Lesebühne Schmalz und Marmelade gegenseitig durch Weihnachtsfrust und Festtagszauber und lassen dabei ihrer eigenen Unentschiedenheit freien Lauf. Ganz in der Vermutung, nicht allein zu sein in dieser Vorweihnachtszerrissenheit.</p>
<p>Und weil Weihnachten ja eines der wenigen Familienfeste ist, bei denen sich auch der halbwüchsigste Nachkomme nicht erdreisten kann, fern zu bleiben, oder nach zwei Höflichkeitssätzen das Geschehen in Richtung Bushaltestelle zu verlassen, verstärkt diesmal die geballte Kreativität junger Menschen die Adventslese:</p>
<p>Taggs &#8211; das ist die Theatergruppe am Goethe-Gymnasium in Schwerin, ihr ist die Schmalz-und-Marmelade-Mitgründerin Frau jules einst entstiegen, Taggs jedenfalls wird an diesem Sonntag, dem 13. die Lese nicht nur eröffnen, die jungen Spielerinnen und Spieler werden auch mittendrin Märchen erzählen, wie sie bisher noch auf keiner Bühne gesehen wurden. Das wird absurd und schräg und respektlos und &#8211; bitte Sitzkissen mitbringen &#8211; etwas enger als sonst. Aber gemeinsam werden wir die Sache schon schaukeln und einen Advent herbeilesen, dass die Weihnachtsmarktveranstalter neidisch würden, wüssten sie davon.</p>
<p>Wir freuen uns auf Taggs, auf den Freischütz, auf den Advent und die Geschenke und auf Sie und eine kleine Ankündigung wo immer es passt, geblogt, gedruckt, durch den Äther gejagt, auf Flyern verteilt und schlicht Mund-zu-Mund erzählt und sagen Hohoho,</p>
<p>i.A. Herr thom*</p>
<p>PS: Wieder einmal mussten wir den Newsletterversendungsroboter bemühen. Wir hoffen, er zickt nicht.</p>
<p>PSPS: Bis hier gelesen zu haben befreit nicht von der Verpflichtung zu erscheinen.</p>
<p>PSPSPS: Sollten Sie gerne kommen wollen, aber nicht können können, können Sie erst wieder im Februar Schmalz und Marmelade mampfen.</p>
<p>Twitter: <a href="http://www.twitter.com/schmaluma">www.twitter.com/schmaluma</a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/sandmann/3936645165/">SuM-Bilderdienst &#8211; mit Dank an Uli Wille</a></p>
<p>Zum Freischütz: <a href="http://www.zum-freischuetz.de">www.zum-freischuetz.de</a><br />
Theatergruppe Taggs: <a href="http://www.taggs-schwerin.de">www.taggs-schwerin.de</a></p>
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		<title>Sonnabend &#8211; 21 Uhr &#8211; Schmalz und Marmelade kunterbunt</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 11:33:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
am Sonnabend lesen wir zum letzten Mal in diesem Jahr in den Abend hinein. Ab 21 Uhr ist Schmalz und Marmelade im Café Kunterbunt in der Schweriner Geschwister-Scholl-Straße zu Gast &#8211; bei uns ist (Juchuh!) Katrin Sobotha-Heidelk, eine wunderbare Schreiberin, auf deren Kurzgeschichte wir uns schon mächtig freuen.
Von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],</p>
<p>am Sonnabend lesen wir zum letzten Mal in diesem Jahr in den Abend hinein. Ab 21 Uhr ist Schmalz und Marmelade im Café Kunterbunt in der Schweriner Geschwister-Scholl-Straße zu Gast &#8211; bei uns ist (Juchuh!) Katrin Sobotha-Heidelk, eine wunderbare Schreiberin, auf deren Kurzgeschichte wir uns schon mächtig freuen.</p>
<p>Von uns gibts wie immer im Kunterbunt ein Programm aus allem, was wir schon immer mal vorlesen wollten, Literatur, Lieder, Faxen und Kram eben. Das kennen Sie ja.</p>
<p>Hier die kommenden Termine auf einen Blick:</p>
<p>Sonnabend, 28. November, ab 15.30 Uhr &#8211; Herr thom* und Regge vom Schulzenhof auf dem Weinaxtmarkt in Gneven</p>
<p>Sonnabend, 28. November, 21 Uhr, Schmalz und Marmelade kunterbunt im Café Kunterbunt in Schwerin &#8211; Gast: Katrin Sobotha-Heidelk</p>
<p>Sonntag, 13. Dezember, 12 Uhr, Freischütz am Ziegenmarkt, Schmalz und Marmelade &#8220;Advent Advent&#8221; &#8211; die traditionelle Adventslese</p>
<p>Wir freuen uns auf Sie!</p>
<p>i.A. thom*</p>
<p>PS:  Aus technischen Gründen haben wir heute unsere Newslettermaschine für den Newsletter-Versand aktiviert. Wir hoffen, dass alles gut geht. Wenn nicht &#8211; es könnte sein, dass Sie wieder mehrere Mails bekommen &#8211; dann steinigen Sie uns bitte nicht. </p>
<p>PSPS: Wenn Sie uns mittlerweile nicht mehr leiden können &#8211; das ist zwar unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie, dann können Sie den Newsletter einfach abbestellen &#8211; kurze Mail reicht, oder Sie tragen sich auf unserer Newsletter-Seite ganz einfach alleine aus.</p>
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		<title>Kurzfristig: Lesebeginn in Parchim 20 Uhr</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 16:40:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Freunde der gepflegten Buchstabensuppe, es gab ein Versehen. Was unsere Anfangszeit in Parchim betrifft. Da waren ganz verschiedene Zeiten im Gespräch. Nur eine gilt:
Parchim liest &#8211; wir lesen um 20 Uhr im Theater, 20 Uhr!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Freunde der gepflegten Buchstabensuppe, es gab ein Versehen. Was unsere Anfangszeit in Parchim betrifft. Da waren ganz verschiedene Zeiten im Gespräch. Nur eine gilt:</p>
<p><strong>Parchim liest &#8211; wir lesen um 20 Uhr im Theater, 20 Uhr!</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Terminschwierigkeiten: Herr thom* las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/11/09/terminschwierigkeiten-herr-thom-las/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 05:15:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thom*</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Schweinegrippe
und
Horst Schwerinski &#8211; Web 2 Punkt 0
und 
Konjunktiv

Schweinegrippe
Im Dorf am Ende der Straße hat der Nachbar Küchenrollen gekauft. Den alten Anhänger hat er an das neue Auto gehängt, mit Band und Klebestreifen hat er den festgetüddelt und die Deichsel, die hat er mit Schaumgummi gepolstert, weil keine Anhängerkupplung lieferbar war in diesem Abwrack-Sommer und dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schweinegrippe</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Horst Schwerinski &#8211; Web 2 Punkt 0</strong></p>
<p>und </p>
<p><strong>Konjunktiv</strong></p>
<p><span id="more-1032"></span></p>
<p><strong>Schweinegrippe</strong><br />
Im Dorf am Ende der Straße hat der Nachbar Küchenrollen gekauft. Den alten Anhänger hat er an das neue Auto gehängt, mit Band und Klebestreifen hat er den festgetüddelt und die Deichsel, die hat er mit Schaumgummi gepolstert, weil keine Anhängerkupplung lieferbar war in diesem Abwrack-Sommer und dann hat er Küchenrollen gekauft in der Kaufhalle der kleinen Stadt. Wenn seine Schweine Grippe kriegen, will er gerüstet sein, hat er zu Vadder Theser gesagt, Küchenrollen rechnen sich, wenn man mal guckt, was Papiertaschentücher kosten und Vadder Theser hat Schnaps eingegossen für zwei.</p>
<p>Am Ende haben die Schweine aber gar keine Grippe gekriegt, nur die Nachbarsfrau und die war schon immer so blass und kränklich, dass die Leute im Dorf bereits bei der Hochzeit unkten, die werde dem Hof nicht nützen. Damit aber hatten sie Unrecht, denn wenn die Nachbarsfrau in einer Nacht in den 70ern nicht rechtzeitig die Zigarette ihres Mannes gelöscht hätte, gäbe es den Nachbarshof schon gar nicht mehr. Da ist es durchaus zu verzeihen, dass sie heute darniederliegt mit Husten, Schnupfen, Fieber und Schüttelfrost und nicht den Stall ausmisten kann, so wie es ihre Pflicht ist auf dem Nachbarshof im Dorf am Ende der Straße.</p>
<p>Nun hat sie Zeit den Fernseher zu durchzappen und da kriegt sie erzählt, wie das war vor 20 Jahren, als die Leute noch Zeit hatten, Plakate zu malen und sich damit auf den Straßen der Städte zu treffen. Hier gehen sie heute zum Malen ins Dorfgemeinschaftshaus, da ist mittwochs Kreativ-Kurs mit der Zahnarztfrau. Die ist zugezogen aus Göttingen oder so und etwas überkandidelt, das weiß jeder hier. Um nicht in Langeweile zu zerfließen gibt sie Kurse im Dorfgemeinschaftshaus, das früher die Kneipe war. Was hab ich eigentlich damals gemacht, vor 20 Jahren, fragt sich die Nachbarsfrau und dann guckt sie aus dem Fenster auf den Schweinestall und weiß es wieder.</p>
<p>Auch Vadder Theser guckt aus dem Fenster, dann schaltet er den Fernsehen ein. Eine Minute nach vier.  Nach vier erst schaltet Vadder Theser den Fernseher ein, weil wer vor vier fernsieht, der steht mit einem Bein schon in der Assozialität, das ist ein Prinzip auf dem Theserschen Hof genauso wie die aufgeräumte Werkstatt, wo selbst die Sägespäne am Boden ein ordentliches Quadrat bilden. Und im Fernseher, da sieht Vadder Theser den alten Pastor aus der Kreisstadt, wie er sich erinnert an die erste Demonstration hier, im Oktober war die und Vadder Theser erinnert sich, wie er damals hat warten müssen an einer Innenstadt-Kreuzung mit seinem blauen Trabant, weil die Leute so langsam demonstrierten, so langsam, wie sie auch gearbeitet haben, denkt Vadder Theser ohne Hohn.</p>
<p>Ohne Hohn, denn in seiner LPG kam damals das Korn auch nicht sonderlich schnell von den Feldern und in der Kartoffelscheune, da haben die Olschen auch mehr geraucht als alles andere. Das war eben so und wer die Leute heute faul nennt, der hätte mal sehen sollen, wie schnell der Nachbar seinen Stall ausgebaut hatte, jedenfalls nachdem das Material zusammen organisiert war.</p>
<p>Als es im Fernseher wieder um die großen Städte geht, schaltet Vadder Theser um. Am nächsten Morgen lässt er vorm Nachbarshof die Fahrradklingel schellen, bis sich die Nachbarsfrau Küchenkrepp in die Ohren steckt und der Nachbar die Bettdecke lüftet. Als der endlich über den Hof geschlurrt kommt sagt Vadder Theser Tachschön und Mach hin und dann tüddeln sie den Hänger mit den Küchenrollen an den Wagen und machen sich auf den Weg.</p>
<p>In der Kaufhalle der Kreisstadt wollte der Kassierer erst noch ein wenig diskutieren, hatte er doch vor einer Woche erst die Monatsbestellung Küchenrollen vor die Tür geschleppt und auf den Hänger geladen. Erst als Vadder Theser droht, herumzutratschen, was er da neulich durch die halbgeöffnete Tür hinter dem Fleisch- und Wurststand gesehen hat, fügt sich der Mann und nimmt die Pakete zurück.</p>
<p>Auf dem Heimweg sagt Vadder Theser zum Nachbarn, er soll mal durch die Innenstadt fahren, an der Kreuzung vorbei, wo sie damals die Kerzen spazieren getragen hatten und der Nachbar machts. Hier im Kern der alten Kreisstadt ist jetzt alles verkehrsberuhigt und der Dacia rollt über zwei tote Polizisten, dass der Hänger scheppert. Tote Polizisten, das sind diese Huckel, die sie heute auf die Straßen legen, damit der Verkehr langsamer rollt, tote Polizisten, der Name gefällt Vadder Theser, seit er ihn beim Schwipp-Schwager im Hessischen zum ersten Mal gehört hat. Da war Vadder Theser gewesen schon im Frühling vor dem besagten Herbst vor 20 Jahren und da hat der Vadder schon gesagt, dass das nicht mehr lange gut gehen kann. Ein Land, in dem keine Bohrmaschinen zu kriegen sind, hat seine Daseinsberechtigung verwirkt, soll er damals im hessischen Baumarkt ausgerufen haben und dem Parteiler seiner LPG, dem hat er das nach seiner Rückkehr sogar ins Gesicht gesagt. Aber weil die auf dem Lande schneller mit der Mistgabel sind als mit dem Denunzianten-Stift, hat der Parteiler nur resignierend genickt und keinen Bericht geschrieben. Erzählt Vadder Theser jedenfalls.</p>
<p>Als am Abend die Nachrichten voll sind von Schweinegrippe, ruft Vadder Theser der Reihe nach alle Verwandten an. Zwei Minuten gönnt er sich pro Telefonat, sonst wird das zu teuer. Auch ein Prinzip. Von Oberursel bis Zinnowitz hat niemand mehr als einen Schnupfen und weil auch die Nachbarsfrau schon wieder aus den Augen gucken kann, sagt Vadder Theser zum Fernseher, dass keinem mehr zu trauen sei heutzutage, wenn selbst die Tagesschau so einen Unfug verbreitet. Und angestiftet dazu hätten doch bestimmt die Dokters, damit die mehr zu spritzen kriegen. Oder die Papierwerke, die diese Küchenrollen machen. Aber denen hätten sies ja nun gezeigt.</p>
<p><strong>Horst Schwerinski &#8211; Web 2 Punkt 0</strong><br />
Hallo, mein Name ist Horst Schwerinski und ich bin volle Pulle Web 2 0.</p>
<p>Wartense mal. Ick kann noch nich&#8230; ick muss das erstmal fertig machen hier&#8230; „Schmaluma. Text vorlesen von mein aufregenden Leben.“ Nu nochn meine Koordinaten dabei&#8230; undn Foto. </p>
<p>Sie hier vorne&#8230;</p>
<p>Lächeln se mal, det is gleich im Internet und denn lesen det alle meine Follower. Echtzeitkommunikation is det&#8230; also ick schreib was und die können das gleich, sofort, augenblicklich, also ohne Verzögerung, in dem Moment können die das lesen, die Follower&#8230; Echtzeitkommunikation. Twitter&#8230; heißt soviel wie „zwitscher“ Tschiep tschiep&#8230; </p>
<p>Ha ick neulich in Väterkreis jelernt. So nennen wir aus Spaß unseren Stammtisch. Nu ham ja auch schon der Michel und der Matthias Kinder jekricht. Und wie wir denn neulich schon zum dritten Mal die Frequenzgänge von Babyfonen besprochen haben, und wie man da den Polizeifunk reinkricht, da hat der Wirt jesagt, ihr seid ja son richtiger Väterkreis ihr Tratschtanten. Wir ham ihm denn in die Nacht noch als Strafe Penatencreme auf die Windschutzscheibe jeschmiert, wat man so bei hat als Vata, aber der Name, der is irgendwie geblieben. </p>
<p>Kurz mal an Rande, is aban Insider&#8230; Kurz nache Jeburt hat die Hebamme jesacht, ick soll mal dat Jrundsortiment Vileda kaufen. Haick jemacht und mich nich jewundert. Bei Hebammen soll man sich ja nich wundern haick jelernt, det sind weise Frauen mit Sonne Mond und Sterne in Rücken, die manadschen schließlich det Wunder der Jeburt, buah!, und so haick denn den Kinderarsch die ersten Tage mit son Fensterputztuch sauber jemacht. Und mitn Wischmob haick det Kind bein Baden hin und herjeschubst im Wasser&#8230; War ja keene Bedienungsanleitung bei&#8230; </p>
<p>Aba zurück zum Web 2 0</p>
<p>Seit der Matthias n Kind hat, macht der auch am Stammtisch immer mit sein Handy rum. Inne Schwangerschaft von Manu, seine Holde, hat er sichn neues gekauft, damit sie ihn besser erreichen kann, hat er ihr gesagt, mit Puschtotohk, mit E-Mail, mit Twitter, mit flickr, mit integriertem Wordpress-Zugang, mit Mondphasenkalender und Ultraschall und mit ner 5 Megapixelkamera und denn ging das los, das web 2 0. </p>
<p>Für die Verwandten hatte der Manu jesacht, det die teilhaben können auch wennse in Übersee wohnen, oder in Überlingen. Da is ja seine Holde her, wa, von Überlingen. Det s am Bodensee. Vom Bodensee annen Schweriner See&#8230; watn Abstieg sach ich immer&#8230;</p>
<p>Und denn hat die Familie in Überlingen aba wat zu gucken jekricht, bei den Matthias: Manus Bauchnabel, wie der plötzlich rausploppte als Video auf youtube, ihr neuer Riesen-BH als Poster zum Download, das Kinderbett bei Ikea, Matthias und Manu beim Bezahlen von Kinderbett bei Ikea, det Kinderbett, wies nich in Polo passt, det Kinderbett, wie der Matthias det nich aufjebaut kricht im neuen Kinderzimmer, der Vorbereitungskurs mit Manu wiese hechelt, den hatter aus der Froschperspektive jefilmt, die Jeburt natürlich fontal, der Matthias hat jefilmt und jeknipst mit sein neuen Handy und denn hat der hier gedrückt und da und zack war das alles weltweit im Netz.</p>
<p>Allerdings sacht der Matthias, det die Frauen, det nich so kapieren, auch die Vorteile vonne Echtzeitkommunikation nich. Wenn der Matthias den Müll fotografiert, statt ihn runterzubringen, denn sorgt det rejelmäßig für Diskussionen. </p>
<p>Und seit ick auch son Handy wie der Matthias hab, da bin ick bei den Diskussionen nu immer dabei. Is jetzt auch son kleiner Wettstreit jeworden, wer die meisten Follower kricht mit seinen Jeschichten&#8230; </p>
<p>Ick hab mir spezialisiert auf lustige Kinderfilmchen. Da bau ick manchmal so heimlich Parcours auf inne Wohnung, mach ma ne Türklinke locker, lech da maln Schuh auffe Türschwelle, zum Stolpern, oder wenn ja nix hilft, denn zieh ick auch ma an Teppich, wenn det Kleene jrade versucht zu stehen. Na und det film ick denn alles&#8230; </p>
<p>An Anfang, da war det noch einfach, da war det Kleene ja noch nich vorjewarnt. Wenns mich heute sieht, denn jehtet immer wie auf Eiern durch die Wohnung&#8230; Jaaaaanz vorsichtig&#8230; Det hatn extrem wachen Blick jekricht&#8230; det sagen alle&#8230; und wennde mal irjendwo zu Besuch bist, glaub ma nich, det Kind fasst wat an&#8230; Det is jut. Weniger jut is, det ick mir nu schon richtig was einfallen lassen muss, damits noch lustige Videos jibt&#8230; </p>
<p>Ick hab jetzt in meiner Not schon bein Kinderjarten vonne Kleene anjefracht, wejen son Väterpraktikum. Rein statistisch jesehen müsste det ja ne Fundjrube sein. Ick hab mir schon kundich jemacht, wie man die Lenker vonne Dreiräder locker kricht. 10er Schlüssel müsste reichen, sacht det Internetz. Aba am meisten freu ick mir auf die Schaukeln&#8230;</p>
<p>Wartense mal&#8230; wir ham ja heute auch Kinder hier&#8230; Mh. Wir jehen nachher ma vor die Tür. Und denn können Sie ja einfach mal die Kamera halten und Sie nehmen mal ihr Glas inne Hand, son bisschen locker und det Kind, det lassen wir denn inne Kamera winken und dabei rückwärts jehen, bisses an Sie ranstößt. Jut wa? Und ick schick det denn gleich ma nach youtube&#8230; </p>
<p><strong>Konjunktiv</strong><br />
Wär ich in den Konjunktiv verliebt<br />
Wir wären die Eltern von könnte und müsste<br />
Wär ich in den Konjunktiv verliebt<br />
Ich würde uns ein Häuschen bauen, an der Küste</p>
<p>Da hätte ich längst den Schrott runtergebracht und den Keller aufgeräumt<br />
ich hätte den Ausweis verlängert, die Versicherung gekündigt und die Frist nicht versäumt<br />
ich hätte die Steuer erklärt und die Hecke geschert und der Konjunktiv hätte mich lieb<br />
denn ich wäre gut frisiert, ich wäre durchtrainiert,<br />
ich wär, wie der Konjunktiv,<br />
mehr so der athletische Typ</p>
<p>Wär ich in den Konjunktiv verliebt<br />
Wir wären die Eltern von könnte und müsste<br />
Wär ich in den Konjunktiv verliebt<br />
Ich würde uns ein Häuschen bauen, an der Küste</p>
<p>Ich würde täglich laufen, die Friteuse wär verkauft, wir hätten Beete mit Gurken und Kohl<br />
Es gäbe Schwarzbrot zum Frühstück und in den Ferien wanderten wir durch Tirol<br />
Der Rasen vorm Haus wäre immer gepflegt und der Konjunktiv wär auf mich stolz<br />
ich wüsste nichtmal mehr wie man Rauchen buchstabiert,<br />
Statt Aschenbechern sammelte ich<br />
Koalabären aus Holz</p>
<p>Wär ich in den Konjunktiv verliebt<br />
Wir wären die Eltern von könnte und müsste<br />
Wär ich in den Konjunktiv verliebt<br />
Ich würde uns ein Häuschen bauen, an der Küste</p>
<p>Wir hätten immer was vor und erzählten uns davon<br />
Die lange Bank gewährte endlos uns Kredit<br />
Wir wären in vollendeter Möglichkeitsform<br />
Das Wenn-wäre-würde-könnte-hätte-Prinzip</p>
<p>Wär ich in den Konjunktiv verliebt<br />
Wir wären die Eltern von könnte und müsste<br />
Wär ich in den Konjunktiv verliebt<br />
Ich würde uns ein Häuschen bauen, an der Küste </p>
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