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Kulturkonflikt

Ich mag ja Kultur, wirklich. Glaubt mir keiner? Doch echt. Aber manchmal, wissen Se, da isses mir einfach zuviel. Ehrlich. Und das sind dann gar nicht mal die Typen mit den Proseccos, die überall rumstehen und genau wissen, warum Hamlet am Ende sterben muss, die mir auf den Kranz gehen, oder die Literaten, die nie zuhören, weil sie aus Versehen den Stift ins statt hinters Ohr gesteckt haben… Nee, die alle sind es gar nicht mal. Manchmal ist es mir einfach zu viel. Zuviel Kultur. Zuviel davon in dieser Stadt.

Freitag, 16. Mai
Storm und thom* und Gäste
Lieder, Literatur, Faxen, Kram
Beginn: 20.00 Uhr
Ort: Zeppelin, im “Wurm”, Schwerin

Und dann sowas:

Freitag, 16. Mai
“Rum und Wodka” von Conor McPhersen
mit Martin Neuhaus, Musik: Oli Schneider, Bilder: Karen Obenauf
Beginn: 20.30 Uhr
Ort: werk3

Nee, da reicht’s mir dann einfach. Ich bin ‘ne Frau – ich weiß ja schon immer nicht, was ich anziehen soll. Jetzt muss ich auch noch überlegen, wo ich hingehen soll. Echt Leute. Kulturfuzzis!

(So, das war jetzt meine Anti-Hommage an all jene, die immer meckern, dass in Schwerin zu wenig los sei. Was ist eigentlich das Antonym von ‘Hommage’?)

Frau nadine las: Minutentext

Vernissage


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“Großes Kino”: Frau Jules las

Herr Sonntag & ich – Lichtblickkino

Dynastie

Für A. zum Vortreffen


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“Großes Kino”: Frau nadine las

Cineast

Laudatio für Bärbel Naedler

Laudatio für John R. Carlson


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Ablenkungsmanöver: Was ist eigentlich bei Heldens los?

Während wir, das Lesekollektiv, hier fleißig sehen und ernten und die Weltöffentlichkeit gespannt darauf wartet, wie wohl ein Schmalz-und-Marmelade-Filmplakat aussehen würde, habe ich mich mal auf die Reise begeben und bei unseren Helden vorbeigeschaut.
Ein Blick auf die Homepage meines persönlichen Jazzhelden verrät mir: “Letzte Aktualisierung: 10.05.2006″
Nun. Das war kurz, nachdem ich die Ehre hatte, ihn persönlich kennen zu lernen. (Danke, Rudi!) Nun macht er seinem Namen alle Ehre. Tim? Ich zehre doch noch heut von diesem Tag! Wo sind Sie? “Es fehlt etwas” auf dieser Welt, wenn Sie nicht musizieren!
Herr Isfort, ich höre? Hallo?

Na, hoffen wir mal, dass Du nicht auf einer “Oortschen Wolke” davongeschwebt bist, sondern einfach Deine Seite nicht aktualisieren konntest, weil Du Tag und Nacht, “Die Ganze Zeit”, im Studio bist und mit anderen fantastischen Musikern voller “Absolute Activity” an einem neuen Album schraubst.

Herr thom*, was machen eigentlich Ihre Helden? Herr ivalo?

Sehen und Ernten: Frau jules las

Der Spieler

und

Herr Sonntag und ich – Herbsttag


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Sehen und Ernten: Frau nadine las

Erntedankfest

und

Lebensernte

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Schützenfest: Frau jules las

Wildschwein

“Schützenkönig 1″

“Schützenkönig 2″


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Schützenfest-Rückblick: High noon in Schwerin city

High noon in Schwerin city
Oder: Die wilde 13

Ein Schützenfest wollten wir mit Ihnen feiern, liebes Publikum, eine Schussfahrt in die neue Saison sollte es werden.
Herauskam ein Showdown um 12 Uhr Mittags, mit vier Helden, die hereingeritten kamen in den Saloon auf einer musikalischen Welle, bereit mit Gags zu feuern und Pointen zu schießen. Der “Freischütz“ war bis auf den letzten Platz gefüllt – das freute uns sehr, duellierten wir uns an diesem Tag doch mit Altstadtfest und dem Tag des offenen Denkmals.
Pünktlich um 12 und ganz westernmäßig durften Sie aber erst einmal auf uns, die Tells, schießen, bevor wir an unserem Festtisch Platz nahmen. Begleitet wurden wir vier Leseschützen von unserer Schützenkapelle für diesen Tag: von dem Saxophonquartett der Stadt.
Herr thom* läutete das Schützenfest ein mit einer galoppierend schnell erzählten Kurzfassung des “Freischütz“, gefolgt vom Medieval Action Adventure von Frau nadine, das wiederum direkt überleitete zur Geschichte des Herrn thom*, in der er davon berichtete, wie er, ganz shootermäßig, mit zwei unbekannten Helden – dem Fatalisten und dem Berliner – das Schlaraffenland erobern wollte.
Frau jules erzählte uns vom Kugel und später Hoffnung durchbohrten Schützenkönig, und Herr ivalo erklärte, warum Regentropfen es verdient hätten zu Königen gekrönt zu werden, warum diese Ehre bisher jedoch noch nie einem Regentropfen zuteil wurde. Nach dem “Wildschwein“ von Frau jules ging es dann – mit Blasmusik – beschwingt in die Pause.
Nach der Pause betrat unser Schützenkönig und Lesegast, der Schweriner Schauspieler Andreas Lembcke, den Schützenplatz und erzählte uns vom Erlegen einer Currywurst, liebenden Rittern in quietschenden Rüstungen und sang ein traumhaft schönes Lied über Hansa Rostock.
In den dritten Leseblock schritten wir – den mussten wir uns dann doch noch geben – zum Jägerchor aus Carl Maria von Webers “Freischütz“ ein.
Herr ivalo bot – die Besucher der Kochlese mit Horst Matthies werden sich an seine monovokalischen Texte erinnern – ein Bivokalisches Schützenfestgedicht feil, während Frau nadine der Schweriner Wirtschaft huldigte, Frau jules ihren zweiten Schützenkönig krönte und Herr ivalo über das einzig wahre Schützenfest für einen ostwestfälischen Fußballfan sinnierte: das Schützenfest in Dortmund. Herr thom* ließ zum krönenden Abschluss noch einmal “Helga“ musikalisch wiederauferstehen, um sie dann – “Schuss“ – vermittels Liedende zu erlegen.
Das Publikum dankte es mit reichlich Applaus – hatten wir wohl mit diesem Saisonauftakt ins Schwarze getroffen. Für die Schweriner Lesebühne war’s die 13. Frühlese – kein Grund, abergläubisch zu werden. Für Sie war es hoffentlich einer der schönsten literarisch-musikalischen Shoot-outs der FilmSchützenfestgeschichte.

Schützenfest: Frau nadine las

Eine Hommage an die Schweriner Wirtschaft

Schützen fest: Medieval Action Adventure im Mehrspielermodus mit Option zum Finishing Move


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2. September: Saisonauftakt außer der Reihe – Der Rückblick

Oder: That’s what friends are for…

Eine “klitzekleine” Auswertung solle ich schreiben, sagte der Herr thom*. Hmm… er hätte auch Lehrer werden können, der Herr thom*. Denn eine klitzekleine Auswertung, wo wir – Sie, liebes Publikum, und ich – doch alle wissen, dass ich nichts lieber tue, als ein paar mehr Worte zu machen um die Dinge, die mich bewegen. Nun gut, Herr thom*, ich versuch’s:

Also wir waren da, an diesem frühherbstlichen Spätsommersonntag, in Barnin, und wir wollten uns ja eigentlich mit diesem kleinen Picknick außer der Reihe bei Ihnen bedanken, bei Ihnen, unseren Freunden, unserem Publikum, unseren treuen Gästen, fleißigen Helfern, tapferen Schmalzvertilgern… Eigentlich. Aber dann waren da auch noch Axel Göttsch, in dessen Kulturscheune vom Atelier am Barniner See wir zu Gast sein durften, dessen blaue Bühne uns die schönste Picknickwiese war, die man sich vorstellen kann! Und Sannah, die ganz oft hin- und herrannte, damit auch alle Gäste einen Teller hatten und frischen heißen Kaffee und Stühle und Tische; und dann war da noch die Weltreisende Maschi, extra angereist, um fleißig Marmelade umzuschichten, bis die Gläschen platzten, Anderson Storm, der für Sie und uns die Bretter der wunderbaren blauen Picknickwiese zum Erbeben brachte mit seinen Liedern; und Carlo, unser Live-Pianist, in den sich doch glatt Frau Jules fast verliebt hätte; und da waren die Wortlichter, das treueste Publikum der Welt und ihre Improtheater-Gäste von ImProgramm und Impromptü… Kurz: dann waren da schon wieder so viele Helfer und Freunde und Stammgäste, dass wir glatt nächsten Sonntag gleich noch mal mit Ihnen dankeschönpicknicken müssten. Aber da es draußen langsam kalt wird, gehen wir lieber rein. Am 9. September, in den Freischütz. Um 11.30 Uhr. Mit Ihnen.

Reiselese: Manja “Maschi” Graaf las

Höchst flexibel.

Pioniergeburtstag


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