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	<title>Schmalz und Marmelade &#187; ivalo</title>
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	<description>Die Frühlese für Spätaufsteher in Schwerin</description>
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		<title>Basta! Herr ivalo las</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 21:19:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Basta!
und
Kalle, ich mach ma Schluß!

Basta!
Wenn der Kellner ewig braucht
nach dreimal Rufen erst auftaucht
und dann kalt und fade ist die Pasta
sag ihm einfach Basta!
willst du mit dem Fahrrad reisen
ganz gemütlich Landschaft preisen
hinter dir da hupt der Laster
zeig ihm deutlich deinen Basta!
willst du ordentlich mal zocken
Grand mit Vieren, das soll rocken
doch die Freunde wolln Canaster
sag zu ihnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Basta!</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Kalle, ich mach ma Schluß!</strong><br />
<span id="more-1343"></span><br />
<strong>Basta!</strong></p>
<p>Wenn der Kellner ewig braucht<br />
nach dreimal Rufen erst auftaucht<br />
und dann kalt und fade ist die Pasta<br />
sag ihm einfach Basta!</p>
<p>willst du mit dem Fahrrad reisen<br />
ganz gemütlich Landschaft preisen<br />
hinter dir da hupt der Laster<br />
zeig ihm deutlich deinen Basta!</p>
<p>willst du ordentlich mal zocken<br />
Grand mit Vieren, das soll rocken<br />
doch die Freunde wolln Canaster<br />
sag zu ihnen tschüß und Basta!</p>
<p>Was befreit und macht schnell Schluss<br />
mit allem, was Dir bringt Verdruss?<br />
was wirkt schnell, spontan, sofort?<br />
Basta! ist das Zauberwort</p>
<p>Hast Du Dir den Arm gebrochen<br />
schauen aus der Haut die Knochen<br />
und der Doktor flickts mit Pflaster<br />
sag ihm einfach Basta!</p>
<p>Die Merkel will den Euro retten<br />
und der Griechen Schulden glätten<br />
holt aus der Schatulle noch mehr Zaster<br />
sag ihr einfach Basta!</p>
<p>schwer verliebt und Händchen halten<br />
süße Küsse ewig walten<br />
sie flüstert: your my slave and I`m your master<br />
flüster leis ihr: Baby, Basta!</p>
<p>wo nur mißlich ist die Lage<br />
was macht schnell ein ein End der Klage?<br />
bringt zurück Dir den Komfort<br />
Basta! ist das Zauberwort</p>
<p><strong>Kalle, ich mach ma Schluß!</strong></p>
<p>So, Kalle, weiße wat ich mach? Ich mach Schluß!<br />
Doch echt! Obßet glaubs oda nich: ich mach Schluß. Und zwar richtig, ordentlich ratz-fatz! Ich hab dat nämlich zuletzt ma festgestellt. Es ist einfach Zeit. Für zum Schluß machen! Und ich meine so richtig, mit alles, doch, doch. Schlußstrich. Aus. Vorbei.</p>
<p>Ja, da kuckße, woll?</p>
<p>Wat?</p>
<p>Quatsch, do nich so! Ich nehm mir do jetz keinen Strick. Ne, ich meine einfach &#8211; mit dem ganzen Unsinn aufhören &#8211; dat wat nich gut is für Dich! Hab ich nämlich festgestellt. Mach ich viel zu viel. Und Du ganz sicher auch! Unnützes Zeug. Den ganzen Tach! Unproduktiv! Und jetz is einfach Zeit für &#8230;, ich sach ma, endlich vernünftig werden. Doch, doch, dat is mein Ernst!</p>
<p>Weiße, dat lenkt dich auch alles bloß viel zu viel vonne wesentlichen Dinge ab. </p>
<p>Jau, gib erst ma en Bier!</p>
<p>Dat hab ich nämlich festgestellt. Weiße, wieviel Zeit Du am Tag mitte unwesentlichen Dinge verbringst? Ne? Ja, überleg doch ma!</p>
<p>Und damit is jetzt Schluß.</p>
<p>Jau, danke, Prost.</p>
<p>Mit Bier trinken übrigens auch.</p>
<p>Doch, doch. </p>
<p>Ab morgen.</p>
<p>Komm, hör mittem Weinen auf. Dat macht mich ganz sentemental! Kuck nich, is mein Ernst!</p>
<p>Wie schaff ich nich?</p>
<p>Wette machen?</p>
<p>Also, Bier is dann das erste, womit ich aufhör. Morgen. Schwör ich.</p>
<p>Tüllich, schaff ich dat.</p>
<p>Wie? Ach Kalle, quatsch, tüllich komm ich noch zu Dir inne Kneipe.</p>
<p>Obwohl? &#8211; Ne, war gezz bloss en Scherz, Kalle, Prost!</p>
<p>Und mittem Bier, dat is dann noch nich alles:<br />
Weiße, ich will vor allem mit diesem Leben aufhören. Also mit dem sinnlosen Leben vor allem. Und ma echt was verändern. Weiße, ich hab doch noch en Ziel, Visionen!</p>
<p>Weiße, ich kann doch sicha auch ma wat Arbeiten. Wat vernünftiges. Kumma, gibt doch Menschen, die viel weniger intelligent sind wie ich, die auch Arbeiten. Beie Stadtwerke oder so. Warum ich also nich?</p>
<p>Hab do Mittlere Reife. Und dann werd ich en treusorgenden Vatter und Ehemann werden. Schwör ich!</p>
<p>Vielleicht kann ich dann auch wirklich nich mehr zu Dir kommen, Kalle.</p>
<p>Oder sieße hier einen vonne Stadtwerke rumsitzen?</p>
<p>Ebend!</p>
<p>Die sitzen nämlich woanders, mit ihre feinen Ärsche, is doch so! Die sitzen piekfein inne Stadt drinnen, hab ich gesehen.<br />
Und ich dann auch, Kalle!</p>
<p>Is traurig, jetzt für uns, aber &#8211;  man muss auch ma grausam sein, wenn ma wirklich nomma wat werden will.</p>
<p>Weiße eigentlich, was dat heißt, Kalle? Veränderung? Wat dat bedeutet?</p>
<p>Glaub ich nämlich nich, hier sieht dat doch seit 1983 genau gleich aus. Nur dat Bier is dreima so teuer.</p>
<p>Ach hör do auf. Bisken auffrrischen, täte Dir gut! Dann kommen vielleicht auch welche vonne Stadtwerke, Kalle. Mitte Zeit gehen, weiße!</p>
<p>Jau, noch en Bier.</p>
<p>Neeeeeee, halt, ha-ha, watte, gib ma ne Cola, he-he!</p>
<p>Jau.</p>
<p>Doch, is mein voller Ernst. Schon ma Probetrinken für ab morgen.</p>
<p>Und Sport mach ich auch. Ab morgen. 5 Kilometer am Kanal lang bis nach Herne.</p>
<p>Jau. Wat denkst denn Du?</p>
<p>Hier, kumma, hab ich mir ebend beiem Aldi gekauft. Jokkyschuhe! Für zum Laufen.</p>
<p>Jeder Tag, schwör ich, 100 pro!</p>
<p>Du wirs mich ga nich wieder erkennen. Musse ja auch nich, weil ich geh dann ja fein inne Stadt, ne?!</p>
<p>Jau Prost, he-he!</p>
<p>Iieehhhhhh, wat is datten? Öah!</p>
<p>Natürlich weiß ich wat dat is, Kalle, bin doch nich doof, hab doch Mittlere Reife, schließlich.  Bäh! Igitt. Wat ne Süßplörre!</p>
<p>Wat soll ich gezz pobieren? Bionade?<br />
Wat is datten?</p>
<p>Hör auf, dat is doch bloß Beschiß, dat weiß do jedes Kind mittem Biozeugs!</p>
<p>Komm, geh wech, hau ab mittem Scheiß.</p>
<p>Dann trink ich ebend ga nix.</p>
<p>Wie dann soll ich zahlen und gehen? Kannße doch nich machen, mittem alten Freund, Kalle, mittem Stammkunden! Wat bis Du den für en Wirtschaftsexperten?!</p>
<p>Wie mitte Zeit gehen?</p>
<p>Dat macht mich jetzt ganz schön traurig, Kalle, weiße dat?!</p>
<p>Du bis nacher der Klotz an meinem Bein, innem Willen vonne Veränderung! Is doch so!</p>
<p>Ich erzähl allen, wenne Kalle kennß, kannße nix werden im Leben! Jedenfalls nix vernünftiges. </p>
<p>Und weiße wat? Selbs dat is mir gezz egal. Ich hab Mittlere Reife, schließlich. Ich werd schon noch wat!</p>
<p>Un weiße wat, gezz wo die Kinder doch fast schon groß sind &#8211; können ja quasi auf eigene Beine schon stehen, sogar der Kleine. Und meine Olle freut sich do eh, wenn ich wech bin.<br />
Weiße: da kann ich doch sogar noch ma ganz neu anfangen, inne neue Stadt. Duisburg, oder so. Da gibbet bestimmt auch Stadtwerke. Und die suchen ja jetzt alle, so mitte Konjunktur un so!</p>
<p>Wat?</p>
<p>Hast ja Recht.</p>
<p>Na klar, mach noch ma eins. En kleines aber, un nich so viel Schaum!</p>
<p>Jau.</p>
<p>Danke.</p>
<p>Jau.</p>
<p>Prost.</p>
<p>So.</p>
<p>Muss dann ma.</p>
<p>Hier stimmt so.<br />
Bis morgen.<br />
Tüss!  </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sonntag: Schmalz und Marmelade sagt Basta!</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 16:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Newsletter]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen], 
Schmalz und Marmelade wird 5 und nu heißt es Basta! Tatsächlich, um gleich mit der Tür ins Haus zu Fallen: die Geburtstagsfeier wird zugleich ein Abschied, denn die Lesebühne Schmalz und Marmelade wird es fortan in der bekannten Form nicht mehr geben.
Basta! ist neben einem Ausdruck strenger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen], </p>
<p>Schmalz und Marmelade wird 5 und nu heißt es Basta! Tatsächlich, um gleich mit der Tür ins Haus zu Fallen: die Geburtstagsfeier wird zugleich ein Abschied, denn die Lesebühne Schmalz und Marmelade wird es fortan in der bekannten Form nicht mehr geben.</p>
<p>Basta! ist neben einem Ausdruck strenger Erziehungsmethoden ja ganz simpel Schluss! Schluss mit Lustig! Saisonabschluss oder Schluss-aus-vorbei. Auf Italienisch. So wie &#8220;Basta Silvio!&#8221; oder der Basta-Pfiff bei Milano gegen Juve. Oder auch Basta! Ende der Debatta! Undemokratisch. Weil wir haben Sie/Euch ja auch nicht gefragt, ob Ihr Basta! wollt. </p>
<p>Uns haben wir übrigens auch nicht gefragt. Nur irgendwie gefühlt, es ist Zeit für was Neues und da schneidet man eben erst mal alte Zöpfe ab. Basta! Und was gäbe es da Schöneres, als den fünften Geburtstag mit Menschen zu feiern, die man in fünf Jahren lieb gewonnen hat. Also mit Euch und mit Dir und auch mit Ihnen, bei schönem Wetter, noch mal Texten und lecker Essen und Trinken. Und zum Schluss dann leise Servus zu sagen.</p>
<p>Was noch?<br />
Es gibt ein &#8220;Offenes Mikro&#8221; und ein Wünsch-Dir-Was aus 5 Jahren Lesebühne. Also wer möchte bringe eigene Texte, Lieder, Faxen und Kram mit (bei großem Andrang entscheidet das Los und die Eieruhr) und stöbere auch in unserem Archiv, was wir noch einmal zum Vortrag bringen sollen, bevor es dann tatsächlich Basta! heißt.</p>
<p>In aller Kürze:<br />
Basta! Das große Abschlussfest der Lesebühne Schmalz und Marmelade<br />
19. Juni 2011 &#8211; Schleswig-Holstein-Haus Schwerin &#8211; 12 Uhr</p>
<p>Warum Schluss ist? Nun, wir haben fünf Jahre lang Literatur, Lieder, Faxen und Kram serviert, nun soll Zeit sein für etwas Neues.<br />
Wir alle haben große Pläne, Herr ivalo improvisiert auf der Bühne, Andersen Storm hat seinen Podcast wieder aufleben lassen, Max und Tini sind eifrig mit dabei, eine Lesereihe im Goethe-Gymnasium aufzubauen, Herr thom läuft mit dem großen blauen Mikrophon im Land herum, er und auch Max suchen ansonsten gerne Dosen. Also: Wir werden vielleicht doch nicht ganz aus Eurem Blickfeld verschwinden und weil wir uns mögen, werden wir natürlich auch immer mal wieder gemeinsam auf die Bühne gehen.<br />
Der Lesebühne in dieser Form allerdings, der sagen wir Adieu.</p>
<p>Es wäre wirklich schön, wenn wir Geburtstag und Abschied mit Dir gemeinsam feiern könnten.</p>
<p>Tini, Max, Andersen Storm, Herr ivalo und Herr thom* </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rot-Weiß: Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2011/04/10/rot-weis-herr-ivalo-las/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 19:25:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Guten und die Bösen
und
Als ich einmal Polnisch lernen wollte

Die Guten und die Bösen
Noch bevor ich wusste, wie das Spiel geht, wußte ich, wer die Guten und wer die Bösen waren. Von meiner Großmutter bekam ich zum ersten Zeugnis den Schal, gestreift, so wie sie ihn alle hatten, meiner in den richtigen Farben: rot und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Guten und die Bösen</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Als ich einmal Polnisch lernen wollte</strong><br />
<span id="more-1329"></span><br />
<strong>Die Guten und die Bösen</strong></p>
<p>Noch bevor ich wusste, wie das Spiel geht, wußte ich, wer die Guten und wer die Bösen waren. Von meiner Großmutter bekam ich zum ersten Zeugnis den Schal, gestreift, so wie sie ihn alle hatten, meiner in den richtigen Farben: rot und weiß Ich wollte dazugehören und nun gehörte ich dazu.<br />
Schlimmer noch, als hinter der Engländersiedlung oder in den Zechensiedlungen zu wohnen war es, die falschen Farben zu tragen. Richtig und falsch war in etwa gleich verteilt in meiner Klasse. Wir wohnten zwar in der Nachbarstadt der Stadt, des Vereins, der die guten Farben trug, so hat sich mein Vater und vor ihm ganz sicher schon mein Großvater entschieden, doch gab es genug, die für den anderen Verein aus der Stadt hinter der Stadt mit dem guten Verein waren, warum auch immer. Besser, bzw. erfolgreicher war er zu jener Zeit nicht, im Gegenteil: die Titel lagen noch länger zurück und sein Ansehen war, sagen wir es mal, sogar etwas robuster. Nichts desto trotz, entschieden hatten sich fast alle, ich mich für rot und weiß.<br />
Wir wußten damals eher, für welchen Fußballverein ein Klassenkamerad war, als ob er evangelisch oder katholisch war &#8211; in der ersten Klasse auf der Schule, als ich dazu gehören wollte.<br />
Wenn der beste Freund für den anderen Verein war, dann war er zwar immer noch der beste Freund, doch es schmerzte. Und man hatte einen dauernden Anlaß für Sticheleien. Selbst die Mädchen mischten irgendwie mit, auch wenn sie keine Schals trugen, aber hatte der Bruder den falschen Schal, dann war auch die Schwester blöd, jedenfalls irgendwie. Abgesehen davon, dass Mädchen sowieso alle blöd waren,  irgendwie.<br />
Es gab damals noch keine Schals mit Vereinswappen oder mit Sprüchen wie &#8220;wir hassen den FC&#8221; oder &#8220;Halbfinale gegen den TSV&#8221;, oder &#8220;Ewige Freundschaft mit dem VfB&#8221;, es gab sie nur gestreift, bei uns in Blau-Weiß wenn man blöd war, oder in Rot-Weiß, wenn man zu den Guten gehörte. Der Schal, ganz einfach, grob gestrickt, von der Oma. Strickpullover war peinlich, Schal war ein Muss!<br />
So hing der seinerzeit, als er neu war, noch auf beiden Seiten bis auf den Boden, die Fransen waren nur ganz zu Anfang weiß. Und als ich wuchs, wuchs auch der Schal mit, jedenfalls eine ganze Weile. Waschen iwar übrigens nich! Das brachte ganz sicherlich Unglück für das nächste Heimspiel, soviel wußte ich schon vor dem ersten Zeugnis. Auch wenn ich nie wußte, wann das nächste Heimspiel war, noch wer der Gegner sein würde, geschweige denn, wie die Spiele ausgingen. Oder wie diejenigen hießen, die auf dem Platz standen und die Hemden trugen in den Farben meines Schals.<br />
Hauptsache Schal, Hauptsache Rot-Weiß!</p>
<p><strong>Als ich einmal Polnisch lernen wollte</strong></p>
<p>Die Prinzipien der Welt sind, wenn man es mal genau betrachtet, so kompliziert gar nicht. Es gibt Menschen, die wollen das Eine und es gibt Menchen, die wollen etwas anders. Manchmal funktioniert das bestens, manchmal kommen sich die Vorstellungen und Wünsche aber auch in die Quere, beeinträchtigen sich oder schließen sich gar aus. Verhandeln, Kompromisse, Verträge und wenn das nicht hilft Gerichte, Schiedstellen, Mediatoren.<br />
Das menschliche Miteinander unter Nachbarn, gar unter Völkern oder in Usercommunities hat sich seit der Steinzeit enorm verbessert. Falls jetzt jemand denkt hä? schon klar, dass es usercomminities noch nicht so lange gibt.<br />
Was in der Stzeinzeit die Keule, bei den Römern der Meuchelmord bis 1790 das Ehrenduell ist heute vielerrorts das gesprochen oder geschriebene Wort. Kommunikation. Miteinander reden, noch wichtiger: einander zuhören.<br />
Je mehr man da aufeinander zugeht, sein Gegenüber nicht nur im wörtlichen Sinn, sondern auch in seinen Befindlichkeiten und Gemütslagen, Sorgen und Wünschen verstehen mag, der tut sehr viel für eine fruchtbare Koexistenz.<br />
Als vertreter einer zahlenmäßig großen Bevölkerungsgruppe, die umgeben von zahlreichen zahlenmäßig kleineren Bevölkerungsgruppen diese in Urlaubszeiten regelmäßig in größeren Gruppen heimsucht – meine frühen Urlaube habe ich in den Niederlanden und in Dänemark verbracht – war es mir früh ein Bedürfnis auch die dortige Sprache zu lernen. Klar englisch, geht auch, aber das verdutzte Gesicht, den ein einziger Satz auf Dänisch bei den Schülern bewirkte, die sehr amüsiert minutenlang neben mir in Hörweite geplaudert haben, hat zwei Semester Volkshochschule gerechtfertigt. Schade, dass sie nur gleubten, ich habe sie verstanden.<br />
Nach dem relativ einfachen, bzw. einfach zuu verstehenden Nachbarn im Westen und Norden wurde ich allerdings übermutig. Ich wollte auch die Nachbarn im Osten verstehen. Nein, nicht die ehemaligen DDR-Bürger, Broiler und Co und viertel fünf hab ich schneller verstanden, als die Trabbis wieder vom Kudamm bis nach Eisenhüttenstadt zurück waren. Nein, die Polen sollten es sein. Und zwar ohne Vorbildung der großen Sprache des großen Bruders mit den lustigen Schriftzeichen. Dwa Piweu war alles, was ich sagen konnte, das Bier dort bei meinen ersten Besuchen war lecker und günstig.<br />
Ich also nach dem Standardverfahren mich versucht der Sprache zu nähern. Youtube, Sprach-CD und erstmal was aufs Ohr. Das hörte sich auch ganz gut an. Bis zur Lektion 2: Schischesche tschicheschiesche! Schatscheschetscheschetschiesche! Das war ein ganzer Satz, der sogar eine Bedeutung hatte. Die Sprach-CD hatte so einen ganzheitlicher Ansatz. Es wurden nicht Worte, nur ganze Sätze übersetzt. Und dieser Satz hieß tatsächlich etwas und er hatte verschiedene Worte in sich. Also nicht: Ja, ja, ja, ja, ja-ja, ja-ja! Sondern eher &#8220;Guten Tag, ich hätte gern 12 Brötchen&#8221;, also vom Prinzip.<br />
Aber wer sich so weigert verstanden zu werden, finde ich, der darf sich nicht wundern, wenn es bis zur Völkerverständigung noch zwei-drei Generationen dauert.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Himmel und Erde: die Horoskope</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 19:25:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Spülgehilfe (21. Januar &#8211; 19. Februar) 
He, Du hast es doch auch satt, oder? Immer nur die Reste der anderen wegzuräumen! Heute ist Dein Tag, werde aktiv! Hinterlasse eigene Spuren! Werde auch Du ein Teil der Geschichte. Dann wirst Du auch diese dauernden Zahnschmerzen endlich los. Vergiß nicht Deine Schuhe gut zu schnüren und ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Spülgehilfe (21. Januar &#8211; 19. Februar) </strong><br />
He, Du hast es doch auch satt, oder? Immer nur die Reste der anderen wegzuräumen! Heute ist Dein Tag, werde aktiv! Hinterlasse eigene Spuren! Werde auch Du ein Teil der Geschichte. Dann wirst Du auch diese dauernden Zahnschmerzen endlich los. Vergiß nicht Deine Schuhe gut zu schnüren und ein frisches Taschentuch einzustecken.</p>
<p><strong>Salzstange (20. Februar &#8211; 20. März) </strong><br />
Heute ist nicht Dein Tag. Geh nicht aus dem Haus, bleib in der Tüte. Der erste Hund pinkelt an Dein Bein, die erste Straßenbahn wird über Deine heruntergewehte Mütze fahren. Nur mit viel Glück siehst Du heute keine Notaufnahe von innen. Aber Glückstag war ja gestern erst.<br />
&#8230;</p>
<p><strong>Steinmetz (22. Dezember &#8211; 20. Januar)</strong><br />
Das Leben ist hart wie Brot von vorgestern. Wenn Du nicht verhungern willst, musst Du es aber essen. Trenne Verbündete von falschen Freunden. Und geh endlich mal zum Friseur, es sieht schon lange nicht mehr schön aus!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Himmel und Erde: Herr ivalo las</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 19:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Himmel un Ähd (en Büddenrääd)
und
Kalle und de Stärnkes

Himmel un Ähd (en Büddenrääd)
Der Mensch in singem Wesen is putzisch un klein
Der Mensch in singem Wesen könnt nitt niedlischer sein!
Er rackert und schuftet von früh bis noch spät
Un sieht doch am Abend, dat kaum jet ens jeht!
Er denkt sich so jenn, er wör enne Held
hät ville Fründe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Himmel un Ähd (en Büddenrääd)</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Kalle und de Stärnkes</strong><br />
<span id="more-1301"></span><br />
<strong>Himmel un Ähd (en Büddenrääd)</strong></p>
<p>Der Mensch in singem Wesen is putzisch un klein<br />
Der Mensch in singem Wesen könnt nitt niedlischer sein!<br />
Er rackert und schuftet von früh bis noch spät<br />
Un sieht doch am Abend, dat kaum jet ens jeht!</p>
<p>Er denkt sich so jenn, er wör enne Held<br />
hät ville Fründe un jott ens wat Jeld<br />
Doch bitter is de wahre Nuud<br />
Dem Menschen jot ett seltlisch juut</p>
<p>De arme Tropf, wat makt-i nu, wie küt er da dr&#8217;rus<br />
Hei dut sich dann upp singe Kopp, een Mözzche met Kapuzz<br />
Drum Mensche, laßt uns fröhlisch sinn, und laßt ons rischtisch fiere<br />
Morjen müss mer artisch sinn, et wörd schon nex passiere</p>
<p>Un wenn mer sin fröhlich, dann kein schuldisch Jekreisch<br />
Denn we sinn doch alle nur uss menschlich Jefleisch<br />
Denn der Mensch wörd verleitet, mähr als er lenkt<br />
Un zwischen Himmel un Ähd jiddet mähr als man denkt!</p>
<p>3 x Helau und 3 x Allaaf!!</p>
<p><strong>Kalle und de Stärnkes</strong></p>
<p>Mensch Kalle, weiße, wat heute in meim Horroskop drinne stand? Ich soll auch ma zuhören. Als ob ich nich dauernd auch zuhören würde! Also ehrlich!<br />
Aber wat soll ich machen, Du sachs ja nich viel.<br />
&#8230;<br />
&#8230;<br />
Siehße!<br />
Und wieso, Kalle, wieso weiß soen Horoskop eigentlich imme genau was grad für mich gut is und was nich? Weiße, als obbet nur 12 verschiedene Menschen gibt. Für die einen is dat gut, für die anderen dat andere. Und alle, die mein Sternzeichen haben, die sollen heute ma die Klappe halten un nich so viel labern. Dat können die doch vonne Zeitung gar nich wissen, selbs nich vonne Bildzeitung, is doch so!<br />
Is ja gut, ich bin ja schon still. &#8230; Dann zapf abba auch schnell ma wat!<br />
Jau, Danke.<br />
Jau, Prost.<br />
&#8230;<br />
Na, los, erzähl schon!<br />
Wie was erzählen? Na irgendwas, wat weiß ich, ich soll do nich.<br />
Ach, hör auf, irgendwat zum Erzählen wirße schon wissen.<br />
Wat issen heute so passiert?<br />
Na so früh is dat au nich mehr!<br />
Wat bis Du den überhaupt füren Sternzeichen? Komm ich les ma Deins vor!<br />
Wie Du glaubs nich an soen Tinnef?<br />
Ach, komm, dat steht do in jede Zeitung drinne, alle lesen dat, dann muss da doch auch wat dran sein, oder? Hier, inne Bildzeitung. Direkt neben dat wat de Merkel sacht, also stimmt dat doch!<br />
Ja, is gut, ich bin ja schon still.<br />
So, ich sach jetzt gar nix mehr!<br />
&#8230;<br />
So!<br />
&#8230;<br />
Sach ma Kalle, weiße eigentlich, wieviele Sternkes dat so gibt?<br />
Dat sind bestimmt 10.000 oder sowat, oder? Dat sind doch eigentlich alles nur so kleine Sonnen, die nur viel zu klein sind, dassese nich groß sehen kanns, oder?<br />
Is ja, gut, ich sach nichts mehr!<br />
&#8230;<br />
Obbet da oben wohl Menschen gibt?<br />
Oder Tiere, Insekten und soen Zeuch?<br />
&#8230;<br />
Oder Pflanzen?<br />
&#8230;<br />
Oder sonne kleine Mennekes, die uns dann besuchen kommen, irgendwann und uns alle entführen auffen anderen Planeten, oder so?<br />
Stell Dir dat bloß ma vor, Kalle, auffen anderen Planeten!<br />
Schön kann dat da eigentlich nich sein.<br />
Dat siehße doch im Fernsehen immer, da sieht dat immer voll öde aus. So wie inne Sahara oder inne Steppe. Und dann is dat völlig heiß oder arschkalt und voll mit Wolken und dat blubbert überall. Ne, ne, da bleib ich schön gemütlich hier, dat sachich Dir abba!<br />
Ja, dat stimmt, wissen kannse dat nicht. Kannsse ja auch nich hingucken.<br />
Weiße, wär do auch gar nich schlecht, ma so innem Raumschiff zu fahren, auch wenne blos entführt wirß.<br />
Vielleicht bisse da dann soen Gott oder so wat und die behängen Dich mit Ketten und Kränzkes&#8230;<br />
Ne, ne, eher kommße da in soen Zoo rein und wirße gefüttert. Oder wat auch immer.<br />
&#8230;<br />
Jau, Prost, ja, ich nehm no ein.<br />
Bin ja schon still.<br />
&#8230;<br />
Sach ma, Kalle, wann hasse denn jetz Geburtstag?<br />
Ey, hömme, kann do nich sein! Dat geht nich, dat ich jezz seit 20 Jahre in Deine Kneipe renn un nich weiß, wann Du Gebutstag has, is doch so!<br />
Du bis mir echt en schönen Wirt!<br />
Ne, ne, ne!<br />
&#8230;<br />
Jau Danke, Prost.<br />
Ich bin schon still.<br />
&#8230;<br />
Aber weiße, wenn et da kein Bier gibt, dann is dat da auch scheiße. Auch wenne jeden Tag Dein Futter kriß in soem Zoo und nich ständig auffet Amt rennen mus.<br />
Oder Deine Alte anpumpen.<br />
Ne, ne.<br />
&#8230;<br />
Weiße Kalle, wat ich glaube, dat Du bis: Steinbock! So stur wie Du bis. Ich würd sogar extra wat für dich erfinden: Sturbock wärße von mir aus, Stur-bock!<br />
Is gut!<br />
Is ja guut!<br />
&#8230;<br />
Weiße, Kalle, wat ich schomma gehört hab? Ich hab schomma gehört, dat immer wenn was passiert, dat dann auch dat andere passiert, wat gerade nich passiert is. Egal was! Nur eben auf ne andere Welt. Stand die Tage inne Bild, hat irgendsoen Wissenschaftsfuzzie rausgefunden, in Amerika oder so.<br />
Doch, gez ma ganz ehrlich. Da gibt dat Planeten die sind irgendwie parallel zu uns.<br />
Und, und wenn es nich Tor is sondern Pfosten, is dat auf ne anderen Welt irgendwo doch Tor. Geht halt irgendwie doch rein! So krumm, oder irgendwie, parallel halt.<br />
Weiße, dann gibt dat irgendwo da draussen ne Welt, wo wir genau so gemütlich wie hier zusammensitzen und in mein Horoskop steht aber, &#8220;erzähl ma bisken wat von Dir, öffne dich und du wirs Freunde finden&#8221;, doch, doch, so ham die dat erklärt!<br />
Und weisse: da stehen dann auch unsere königsblauen Jungs wo se auf unsere Welt auch hingehörn, vorre Schwatt-Gelben Angeberköppe aussem Sauerland!<br />
Und sicher gibbet dann da draussen auch ne Welt, wo in meine Lieblingskneipe der Wirt auch für meinen Lieblingsverein is und nich für Rot-Weiß Oberhausen.<br />
Und weiße was noch: von denen las ich mich gern entführen.<br />
Ne, nich von Oberhausen, sondern von denen auf der Welt, die parallel is zu uns!<br />
Ach wat erzähl ich Dir dat, is ja doch verschwendung!<br />
Brauchße gezz gar nich so beleidigt zu gucken, Du ollen Sturbock, is doch so!<br />
So, und gezz ge ich nach Hause, da hab ich nämlich au nix zu sagen!<br />
Jau, tüss,  bis morgen.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>5. Advent &#8211; Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/12/12/5-advent-herr-ivalo-las/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 19:24:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Jahresrückblick – das war das Jahr 2010 (ohne das Wort Herbstmeister zu erwähnen)
und
Dezember
und
Mein Adventskalender

Mein Jahresrückblick – das war das Jahr 2010 (ohne das Wort Herbstmeister zu erwähnen)
Hatten Sie in diesem Jahr eine Hausgeburt? Nein? Ich auch nicht. Und doch war 2010 das Jahr der Hausgeburt.
Und was soll man von einem Jahr erwarten, dessen Pilz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mein Jahresrückblick – das war das Jahr 2010 (ohne das Wort Herbstmeister zu erwähnen)</strong><br />
und<br />
<strong>Dezember</strong><br />
und<br />
<strong>Mein Adventskalender</strong><br />
<span id="more-1277"></span><br />
<strong>Mein Jahresrückblick – das war das Jahr 2010 (ohne das Wort Herbstmeister zu erwähnen)</strong></p>
<p>Hatten Sie in diesem Jahr eine Hausgeburt? Nein? Ich auch nicht. Und doch war 2010 das Jahr der Hausgeburt.<br />
Und was soll man von einem Jahr erwarten, dessen Pilz des Jahres die Schleiereule ist? Und dessen Schmetterling des Jahres Schönbär heißt.<br />
Wort des Jahres wird garantiert Bioflexibilität!<br />
Und Unwort des Jahres wird sicher Quotendruck.<br />
Ach nein, der hat ja überlebt.<br />
Dann wird es eben „Love Parade“. Oder Amtsmüdigkeit. Oder „Oben ohne“.<br />
Aber meist wird es eher ein Euphemismus. Also was, was besser klingt, als es eigentlich ist. Z.B. Sandstrand mit Öldressing. Ist jetzt erfunden, aber vom Prinzip!</p>
<p>Aus rein numerischer Sicht war es ein wunderbares Jahr, man konnte am 20.10. 2010 heiraten, wenn man nicht schon verheiratet war und jemanden zum Heiraten parat hatte.  Zwanzig zehn, schöne klare Zahlen, zwei mal rund und vorne doppelt so viel wie hinten.<br />
Allein das ist schon Grund genug, ein Jahr zu feiern. 2010, Du Jahr der Kulturhauptstadt Ruhr!<br />
2010 war nach dem iranischen Kalender 1388/89.<br />
Der bengalische Kalender hatte 1415/16.<br />
Nach dem islamischen Kalender war es bereits 1431/32 und das Land des Buddha schrieb 2554.<br />
Während im Iran also Papst Urban VI. herrschte, erfanden die Bengalen gerade das Feuerpulver und beim Buddha war schon Raumschiff Enterprise Staffel 3!</p>
<p>Aber wir alle waren Lena! Und werden es bald wieder sein, denn nicht mehr lange, dann ist 2011!<br />
Was wir heute sind ist nicht gewiss, irgendwie zwischen den Jahren, also in der Zeit zwischen Jahresrückblick und Neujahr.</p>
<p>2010 starben Christoph Schlingensieff und Heidi Kabel. Auch Loki Schmidt und Lech Kaszinski.<br />
Beunruhigend ist, dass niemand Prominentes geboren wurde.<br />
So sterben die bald aus!</p>
<p>Das Oktoberfest wurde 200, der FC St. Pauli 100.<br />
Das macht gekürzt 2:1 für Bayern. Obwohl gestern 3:0.</p>
<p>11 Spanier wurden Fußballweltmeister. In Afrika.<br />
Mehr als 11 Afrikaner strandeten in Schlauchbooten, vor Spanien.</p>
<p>Schwerin wurde 850 und Facebook 5.<br />
Und doch wohnen in Facebook schon mehr als in Schwerin.</p>
<p>Christian Wulff wurde neuer Bundespräsident und wir sind immer noch Lena!</p>
<p>Google Street View durfte keine Bilder von der innerkoreanischen Grenze aufnehmen.<br />
Und wenn, musste es sie verpixeln.<br />
WikiLeaks darf sowieso gar nichtsmehr.</p>
<p>Hat mal wer was von der PiratenPartei gehört? Außer der einzelne junge Herr dahinten in der Ecke meine ich!</p>
<p>Papst Benedikt XVI. kreiert beim Konsistorium am Christkönigsfest 24 neue Kardinäle.<br />
Der zwölfte Castor-Transport startete in Nordfrankreich mit dem Ziel Gorleben.<br />
Das macht gekürzt 2:1 für den Vatikan!</p>
<p>In Kalifornien scheitert der Versuch der Legalisierung der Droge Cannabis per Volksentscheid.</p>
<p>Hamburg stimmte gegen die Schulreform,<br />
Deutschland holte trotzdem in Pisa auf.<br />
Das ist gut für die 5-Jahreswertung!</p>
<p>Der Golf war gut geölt, die FIFA gut geschmiert. Die FIFA ist das, was immer die Fußballweltmeisterschaft vergibt. Zum Beispiel nach Qatar, das 2010 plötzlich alle Kattar nannten.</p>
<p>Apotheker kritisierten die Gesundheitsreform.<br />
Der Marathon wurde 2500.<br />
Länger laufen nur deutsche Atomkraftwerke.</p>
<p>Wolfgang Joop rettete Feinripp und Deutschland hatte immer noch nicht den Superstar gefunden. Deshalb suchte es ihn in Staffel sieben.</p>
<p>Ausblick 2011: Vogel des Jahres wird der Gartenrotschwanz und Blume des Jahres der Beinbrech. Und die beste Nachricht: es wird 2011 eine königliche Hochzeit geben, allerdings nicht am 20.11.!</p>
<p><strong>Dezember</strong></p>
<p>Dezember ist ein Kind mit Mütze.<br />
Es sitzt auf seinem Schlitten im Rest Schnee.<br />
Seine Handschuhe baumeln aus den Ärmeln an der Ärmelschnur.<br />
Die Arme weit vom Körper abgespreizt.</p>
<p>Zu viel Verpackung.</p>
<p><strong>Mein Adventskalender</strong></p>
<p>In der Eins, da war was Fein’s<br />
In der Zwei war ein Ei<br />
In der Drei war leckres Allerlei<br />
In der Vier war ein Tier<br />
in der Fünf war ein Schlumpf<br />
in der Sechs ein gelber Klecks<br />
in der Sieben stand was geschrieben<br />
in der Acht hat was gelacht<br />
in der Neun war was zum Freun<br />
in der Zehn war ein Zahn<br />
in der Elf war ein Elf<br />
in der Zwölf ein Bild vom Rolf<br />
in der Dreizehn war Blei, schön!<br />
in der Vierzehn war &#8216;n Klavier, kleen<br />
in der Fünfzehn waren Plüschfeen<br />
die Sechzehn war echt scheen!<br />
in der Siebzehn war „wird schon schief gehen“<br />
in der Achtzehn ein Pferd mit Prachtmähn&#8217;<br />
in der Neunzehn konnt ich &#8216;nen Freund sehen<br />
in der Zwanzig roch es ranzig<br />
in der Einundzwanzig leuter Steine fand ich<br />
in der Zweiundzwanzig war ne Seife, handlich<br />
in der Dreiundzwanzig war ein Hai aus Danzig<br />
in der Vierundzwanzig war ein Bier</p>
<p>nun tanz ich.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>PRO! Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/10/15/pro-herr-ivalo-las/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 19:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Kalle und die Prozente
und
Pro Beziehung

Kalle und die Prozente
Mensch, Kalle, sachma, gibt dat bei Dir eigentlich Prozente?
Ja, ja, Tach.
Schon gut, Tach!
Sach schon, Prozente bei Dir, gibbet dat?
Wieso, wieso ich frag. Ich frag halt!
Also, wat is nu mitte Prozente.
Wie Prozente auf was?  &#8211; Auffet Bier natürlich.
Hör getzt auf mittem Scheiß, ich weiß dat da Promille drin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kalle und die Prozente</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Pro Beziehung</strong><br />
<span id="more-1249"></span><br />
<strong>Kalle und die Prozente</strong></p>
<p>Mensch, Kalle, sachma, gibt dat bei Dir eigentlich Prozente?<br />
Ja, ja, Tach.<br />
Schon gut, Tach!<br />
Sach schon, Prozente bei Dir, gibbet dat?</p>
<p>Wieso, wieso ich frag. Ich frag halt!<br />
Also, wat is nu mitte Prozente.<br />
Wie Prozente auf was?  &#8211; Auffet Bier natürlich.<br />
Hör getzt auf mittem Scheiß, ich weiß dat da Promille drin ist, aber auf den Preis, da will ich Prozente. Wie im Medienmarkt. Und beiem Baumarkt. Da gibt dat doch auch immer Prozente, damit dat billiger is und dann tun eben mehr Leute dat kaufen!</p>
<p>Wat hat dat gezz mitte Tiere zu tun?</p>
<p>Hä?</p>
<p>Bier is do nix füre Tiere für zum trinken!<br />
Dat is mir jetzt au egal!<br />
Komm, wenigstens ne Treuekarte oder nen Sammelbonus oder sowat. Jedes 6 Bier für umsonst, &#8230;<br />
Türlich bin ich Dir auch so treu!<br />
Aber füre Stammkunden, da musse ma wat machen, ne Aktion oder so!<br />
Du verstehßest nich mitte Wirtschaft, wie dat geht, da brauchße Kundenanbindung!<br />
Du haß do hier ne Wirtschaft am Laufen, da musse doch auch denken, wie inne Wirtschaft, versteße?<br />
Dat machen jetz nämlich alle so!<br />
Und nich bloß im Schlußverkauf, sondern dauernd!</p>
<p>Jetz pass ma auf, immen Baumarkt, da geh ich einfach hin, weiße, egal, ob ich da Stammkunde bin, und, &#8230;<br />
&#8230; dat weiß ich selba, dat ich da eigentlich nich hingeh, aber mal angenommen, &#8230;<br />
wat? ach hör do auf!</p>
<p>Also, ma angenommen, ich geh in soen Baumarkt, da kririch richtig Prozente, 50 % und so. Oder 70, egal ob die mich kennen, weiße! Dat kricht da jeder!<br />
Und hier bei Dir: nix! Da kost dat Bier immer dat gleiche. Oder wie letzlich, da is dat sogar teurer geworden.</p>
<p>Also hömme, wennet 10 % teurer machß und dann 50 % Prozente gibß, dann is mir dat recht, aber dat machße ja nich!</p>
<p>Mensch Kalle, DU versteßet nich!<br />
Du versteßet nich, wa??!!</p>
<p>Na, is auch egal, ich nehm jez en Bier.</p>
<p>Danke.</p>
<p>Prost.</p>
<p>Jau.</p>
<p>Prost!</p>
<p>Hör do auf!</p>
<p>Is gu-ut!</p>
<p>Tüllich weiß ich, wat Prozente is, dat is wenne wat billiga kriß.<br />
Ich sach ma, so 10 Prozent is schon gut, aber 50 Prozent is noch bessa! Und wenne willß, dat ich bei Dir weiterhin Kunde bleib, dann willich dat in Zukunft auch, is dat klar?</p>
<p>Dann ebend nich!</p>
<p>Kuck Dir ma die SPD hier bei uns im Stadtrat an, die weint doch, wennse bloss 50 % Prozent kricht!<br />
Ich will bloß 10 Prozent is dat denn zu viel verlangt!</p>
<p>Tüllich bin ich inne SPD, wat soll dat denn wieder!</p>
<p>Ich bin doch no echt von Gelsenkirchen, nich von Oberhausen, so wie Du!</p>
<p>Ich bin nämlich en echten Prototyp! Weiße?! En echten außem Kohlenpott!<br />
Und ich bin auch en echten Prototyp von Kneipenkunde. Wenn ich ma aussterben tu, dann kannße den Laden hier do dicht machen! Un nich ma Prozente kririch dafür!</p>
<p>Tüllich weiß ich wat en Prototyp is! Dat is en echten Kerl! Der so typisch is halt.<br />
Eben dat Gegenteil von em Nettotypen, so wie Du einen bis!</p>
<p>Wat weißt Du denn schon wieder Kalle! Also Proleten, dat sind doch die von drüben, inne Zone, die Kommunisten, &#8230;</p>
<p>Ach hör do auf!</p>
<p>Ach komm, geh wech!</p>
<p>Ne, laß ma, reicht,</p>
<p>Ich muss dann ma, &#8230;</p>
<p>Ne na Hause muss ich, na Hause! meine Olle hat heute Probe.</p>
<p>Wat weiß denn ich?<br />
Ich weiß nur, datt ich den Lütten dann ins Bett bringen muss.</p>
<p>Ne, ne, lass ma, stimmt so.</p>
<p>Jau, bis morgen, &#8230;</p>
<p>Tüss!</p>
<p><strong>Pro Beziehung</strong></p>
<p>professor hat sie ihn genannt<br />
entzückend er ihr antlitz fand</p>
<p>profund so wars die erste Zeit<br />
in permanenter zweisamkeit</p>
<p>projekt so wurds danach genannt<br />
man bastelt, schraubt, hat sich erkannt</p>
<p>produkt das ward zur welt gebracht<br />
erst schries, dann hat&#8217;s davon gemacht</p>
<p>produkt das ward zur welt gebracht<br />
erst schries, dann hat&#8217;s davon gemacht</p>
<p>profan so ging die zeit ins land<br />
zweisamkeit man selten fand</p>
<p>protest sich nur noch wenig regt<br />
tagein tagaus man sich erträgt</p>
<p>prothesen auf dem nachttisch stehen<br />
durchs glas den gang des lebens sehen</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wieder da &#8211; Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/09/12/wieder-da-herr-ivalo-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/09/12/wieder-da-herr-ivalo-las/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 16:06:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Böötchen fahren
und
Hallo Mutti, wir sind wieder da!
und
Ode an das Fischbrötchen

Böötchen fahren
Die Wellen plätschern mit einem monotonen Rauschen aufeinander, bilden kleine Kronen, etwas Gischt, ein weißer Schaum, der sodann auch wieder im Tiefblau des Mittelmeeres aufgeht.
Die Luft ist ergefüllt von einer salzigen Feuchte, beinahe wie an der Gradieranlage, die den Parkplatz der Therme von Bad Wilsnack [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Böötchen fahren</strong><br />
und<br />
<strong>Hallo Mutti, wir sind wieder da!</strong><br />
und<br />
<strong>Ode an das Fischbrötchen</strong><br />
<span id="more-1211"></span><br />
<strong>Böötchen fahren</strong></p>
<p>Die Wellen plätschern mit einem monotonen Rauschen aufeinander, bilden kleine Kronen, etwas Gischt, ein weißer Schaum, der sodann auch wieder im Tiefblau des Mittelmeeres aufgeht.<br />
Die Luft ist ergefüllt von einer salzigen Feuchte, beinahe wie an der Gradieranlage, die den Parkplatz der Therme von Bad Wilsnack mit einem solehaltigen Wind überzieht. Nur hier ist es echt, Meersalz, aufgewühlt von der heißen Septembersonne und der Bugwelle, die unser Boot durchs Mittelmeer zieht.<br />
Boot nenne ich es. Lieber noch Böötchen, mit zwei Ö. Das ist falsch, sieht aber besser aus als  Bötchen. Und mehr Schiff als das würde ich nicht ertragen, auf dem Balkon unserer Kabine sitzend, den Blick auf die Glitzerwelt aus Licht und Wasser gerichtet.<br />
Der Motor ist kaum zu hören, so ruhig ist die Fahrt und so wenig beeindruckt der Wellengang von zwei Metern Höhe unser Gefährt.<br />
Ich gebe zu, es ist ein wahrer Berg aus Stahl und Glas. Doppelt so hoch, wie unser Mietshaus und so lang wie 10 davon: unser Böötchen. Doch es beim Namen zu nennen würde umgehend aus mir einen Luxusurlauber gesetzten Alters machen, Speck in die Sonne halten, ab mittags das Bier in der Hand und von Mahlzeit zu Mahlzeit träumen. Will ich nicht. Bin ich auch irgendwie noch nicht. Ich bin doch Aktivurlauber im Geiste! Individualtourist. Mit dem Fahrrad zum Himalaya oder mindestens zur Ruhrquelle!<br />
Nicht Club Mediteranéé ***** all-inclusive!</p>
<p>Trotzdem schön, dass ein gnädiges Schicksal mich hier auf den Balkon auf Deck sieben verschlagen hat. Denn der Ausblick ist einfach herrlich! Und wollte unser indonesicher Zimmerdienst nicht eine neue Flasche Wasser bringen? No sparkling!<br />
Ich lausche dem feinen Knistern der aufsteigenden Luftbläschen, die ein Rüschenmuster aus Türkis ins Dunkelblau des Wassers zeichnen.<br />
Vielleicht mal einen Delfin sehen! Vielleicht, hier gibt es doch welche, sollte doch, müsste doch, na, ja. Beine ausstrecken.</p>
<p>Unser Böötchen ist 252 Meter lang, 32 Meter breit und wiegt 200.000 Tonnen. Es hat 13 Decks, und 1025 Kabinen für bis zu 2500 Passagiere. Das Sonnendeck ist so groß wie ein Fußballfeld, alle sieben Restaurants, die elf Bars und der Wellnessbereich zusammen wie ein zweites Fußballfeld. Uns bewegen 35.000 PS mit 21,8 Knoten, wenn sie müssen. Meistens müssen sie nicht, ganz gemächlich geht es zum nächsten Ziel. Auf unserem Böötchen.</p>
<p>Zu wissen, dass Wellen von maximal zwei Metern nicht viel anrichten können, die Ruhe nicht stören und die Gemächlichkeit nicht beeinträchtigen, beruhigt ungemein.<br />
Schlimm soll es werden, wenn sie Tüten an die Reeling hängen, oben auf dem Sonnendeck. Soll vorkommen.<br />
Ich strecke die Beine wieder aus, schmiere noch etwas Sonnenmilch nach und denke an einen Ausflug zu einer Insel, auf der angeblich Papageientaucher nisten sollten. Fünf Meilen vor der irischen Küste mit einem Fischerboot 2006. Zwölf Passagiere an Bord, ein Mann Besatzung und eine Spucktüte für alle. Theoretisch, praktisch war sie nur für sechs.<br />
Und geniesse.</p>
<p>Trotz der relativ ruhigen Fahrt fällt die Bewegung an Bord in den ersten Tagen schwer. Die Knie sind zittrig und die Schritte vorsichtig tastend. Und bei unseren Landgängen schwankt der türkische oder der griechische Boden. Ganz deutlich, da, bin ganz sicher!</p>
<p>Ja, die Menschen an Bord. Na, ja, die Menschen. So ein Schiff hat halt auch Menschen. Und zwar zwei Sorten von Menschen, die in Uniform, entweder Team oder maritim, und die in Bademantel. Doch die meisten Passagiere sind ganz normale Mitmenschen, ganz normale Mitreisende. Normale Menschen, über die man sich im überfüllten ICE von Würzburg nach Fulda ebenso aufregen würde, wie an der Autobahnraststätte Linumer Bruch, wenn sie mit ihrem Tablett vor einem an die Kasse schwanken. Nur weil sie komische sch-Laute in ihre Wörter einbauen, wo es unpassend klingt oder eben, weil sie mit ihrem Teller um einen herum schwanken oder eben weil es an Deck mancherorts so voll ist, wie im ICE von Würzburg nach Fulda. Aber ich habe ja unseren Balkon auf Deck sieben, und wenn ich will, ja, dann bin ich dort.</p>
<p>Es gibt natürlich auch die Fraktion, gegen deren Poolgarderobe ich mich in meinen chicksten Klamotten underdressed fühle. Aber die ist überschaubar. Und wie die das machen ist mir fraglich, wir befinden uns mitten auch hoher See, auf einem bügeleisenfreien Schiff bei 35° C Außentemperatur, 2500 Kilometer von Baden-Baden entfernt. Und ich habe nur einen Rollkoffer mit 20 kg zulässigem Höchstgewicht dabei.</p>
<p>Ich lächle dem freundlichen philippinischen Kellner zu, er lacht zurück. Genauso freundlich, wie der Dame, die in ihrer Poolgarderobe zum Captainsdinner gehen könnte. Alles gut. Man muss sich die richtigen Leute aussuchen, mit denen man sich vergleicht. Hört sich an wie bei &#8220;Glücklich mit Dr. Hirschhausen&#8221; aber mich überzeugt das gerade.</p>
<p>Ja, die Kellner. Noch so ein ungelöstes Rätsel. Wie sie mir mit der stets gleichen Freundlichkeit und einem Lächeln, dass nicht wie ein aufgemaltes Servicelächeln wirkt, vier mal pro Mahlzeit den Teller unter dem letzten fallenden Brötchenkrümel wegnehmen und dabei noch &#8220;Mehr Wein? Wasser? Kaffee?&#8221; fragen. Völlig entspannt, ganz ohne Hektik.<br />
Wieviele dauerlächelnde Philippinos und Indonesier mag es wohl geben, weltweit? Sind die alle hier? Lächeln während sie die Gänge staubsaugen, und das tun sie scheinbar andauernd, dabei ein freundliches &#8220;Hallo!&#8221;, wenn sie einem beim Reinigen Platz machen. Lächeln, während sie Besteck nachsortieren, sieben Wasserflaschen auf einem Tablett wegschaukeln, immerhin bei einem Seegang von 2 Metern Wellenhöhe, und auch lächeln während sie Orangenmousse mit kandierten Kiwischeibchen in die Kühlvitrinen nachstellen.<br />
Macht es glücklich, eine Woche keinen nennenswerten Seegang zu haben? Oder ist bereits diese Arbeit auf dem Böötchen so erfüllend?<br />
Ich beschließe letzteres und gebe meine Theorie auf, nach der auf Deck eins und zwei, zu denen kein Fahrstuhl fährt, den je ein Passagier von Innen sah, kleine, hühnerkäfiggroße Crewkabinen sind, vielleicht auch 10er Kabinen und wo um Schiffsdiesel zu sparen noch echte Galeerenruder aus dem Schiffsrumpf ragen.</p>
<p>Der Rhythmus der Tage wird bestimmt von den Liegezeiten des Böötchens in den Häfen von Marmaris, an der türkischen Küste gegenüber von Rhodos gelegen, Santorin, dem größte Vulkankrater des Mittelmeers, der glücklicherweise zuletzt vor 3500 Jahren eine nennenswerte Zerstörung verursachte, sowie die eher hektischen Hafenstädte Heraklion auf Kreta, Port Said an der Mündung des Suez Kanals und Limassol auf Zypern.<br />
Vor allem aber von den Essenszeiten.</p>
<p>Für die Tage mit Landgang hat sich so sehr schnell ein Muster eingespielt.<br />
Frühsport im Fitnesstudio, weil das Essen üppig ist und weil es später zu heiß ist und damit das für den Tag schon mal erledigt ist. Laufband mit Pulsuhr und Aussicht auf die schönsten Archipele der Ägäis und die stattlichsten Hafenkräne zwischen Athen und Tel Aviv. 20:00 Minuten Fetburning mit Powermusik und den Highlights des Tages auf dem Schiffs-TV.<br />
Dann ausgiebig frühstücken, ausgiebig und üppig, sehr ausgiebig und sehr üppig.<br />
Nach einer kurzen Erholungspause dann das Mittagessen. Ausgiebig und üppig, sehr ausgiebig und sehr üppig. </p>
<p>Und dann an Land.<br />
Die organisierten Ausflüge sind zwar beliebt, uns aber zu teuer. So gehen wir auf eigene Faust an Land. Reiten mit dem Esel die Steilküste von Santorin hinauf, entdecken auf Kreta das Grab des griechischen Nationalautors Nikis Kasanzakis, schlürfen einen griechischen Kaffee mit grandioser Aussicht und dürfe in Port Said einmal Fischmarkt riechen. Der besteht aus drei Schubkarren auf dem Mittelstreifen einer breiten Straße am Fischerhafen, der Beifang in den Straßengraben gekippt. Es ist Ramadan, der Muezzin ruft zum Gebet und Touristen in T-Shirts werden argwönische beäugt.<br />
Dieser Teil Ägyptens sieht von Deck sieben schöner aus, so geht es rasch zurück und wir genießen die Stille an Bord, bis die 30 Reisebusse aus Kairo zurückkehren.<br />
Auf Zypern haben wir dann mal eine Tour gebucht. 25 Kilometer Fahrradtour durch karges Land, über einen Salzsee zu einer schönen Badebucht. Ab in die Wellen, hier reicht ein Meter Wellenhöhe völlig für das Spaßbadgefühl. Mit den 15 Kilometern Rückweg durch die Vororte von Limassol ersetzt der Ausflug bei 32° das Sportprogramm des Tages.<br />
Rechtzeitig zum Kaffee zurück – juhu! Das ist der latente Druck des all-inclusive.</p>
<p>Die Woche war natürlich viel zu kurz, für diese wundervolle Reise mit dem Kreuzfahrtschiff AIDAdiva, ein Genuss, nicht nur für die Haut ab 50.<br />
Ein Dankeschön an dieser Stelle auch noch mal an unseren Sponsor! Danke, Papa.<br />
Und ich sag jetzt auch ganz ordentlich Schiff oder Luxusliner oder Traumschiff oder Ozeanriese oder so. Freue mich, dass mit der AIDA Cruises Germany aus Rostock auch die mecklenburg-vorpommersche Tourismusbranche boomt, so gesehen war es doch Urlaub in M-V.</p>
<p><strong>Hallo Mutti, wir sind wieder da!</strong></p>
<p>- Hallo Mutti, wollt nur sagen, ich bin wieder da!<br />
- Joooo, ganz gut.<br />
- Mh-mh-m, gut! Doch, doch!<br />
- Na, gut halt.<br />
- Wie Urlaub halt ist, gut eben.<br />
- Natürlich haben wir uns erholt!<br />
- Natürlich haben wir auch was unternommen, &#8230;<br />
- Gut.<br />
- Doch, ganz schön!<br />
- Na, einen Ausflug halt,  mit Besichtigung, Klosteranlage, Altstadt, Shoppen auch mal Baden, &#8230;<br />
- Ganz gut.<br />
- Ja, ja, sehr schön.<br />
- Auch gut!<br />
- Na-ja, halt Süden, warm, bisschen zu warm fast<br />
- Ach, da gewöhnt man sich doch schnell dran!<br />
- Doch, doch, ganz gut!<br />
- Aber dafür fährt man ja auch in den Süden, &#8230;<br />
- Doch, doch, sehr schön!<br />
- Gut.<br />
- Doch, doch, sehr gut.<br />
- Doch, doch, alles lecker.<br />
- Gut, doch, doch gut!<br />
- Ist uns gut bekommen, ja.<br />
- Ja, den Kindern auch, &#8230;<br />
- Ja-a-a, es gab reichlich!<br />
- Nein, nein, Mutti, nicht so lecker wie bei Dir, das ist doch klar!<br />
- Ganz gut.<br />
- Sogar Oliven zum Frühstück, doch, doch, aber das ist ja nicht jedermanns Geschmack, ne.<br />
- Doch, doch, ganz gut.<br />
- Gut.<br />
- Doch, doch. Alles sauber. Hotel und so, alles sauber!<br />
- Natürlich ging da da das Handy!<br />
- Mutti, &#8230;<br />
- Mutti!<br />
- Mutti, ich &#8230;<br />
- &#8230;ich bin doch nicht mehr 15!<br />
- Mutti!<br />
- Ja, ist gut, versprochen,<br />
- Ja, ist gut.<br />
- Ist gut!<br />
- Versprochen!<br />
- Das nächste Mal dann, okay?<br />
- Versprochen!<br />
- Gleich wenn wir ankommen, ja.<br />
- Ja, nächstes Mal.<br />
- Och, schreiben tu ich doch nicht so gern aus dem Urlaub, weißt doch.<br />
- Na, mal sehen, &#8230;<br />
- Okay versprochen!<br />
- Ja nächstes Mal.<br />
- Versprochen, &#8230;<br />
- Nein, wir haben uns nicht geimpft, &#8230;<br />
- Muss man nicht.<br />
- Nein.<br />
- Meinst Du?<br />
- Und wo hast Du das gelesen?<br />
- Meinst Du ehrlich?<br />
- Aber, &#8230;<br />
- Ja, versprochen.<br />
- Nächstes Mal!<br />
- Gut.<br />
- Gut.<br />
- Nein, wir sind übers Ohr gehauen worden.<br />
- Nein, nein, zumindest haben wir es nicht bemerkt.<br />
- Mutti!<br />
- Ja, ja, wir konnten uns überall gut verständigne.<br />
- Doch, doch.<br />
- Ja, die meisten haben Deutsch verstanden<br />
- Und die meisten haben auch Hochdeutsch geredet, also das Personal und die Kellner.<br />
- Mutti!<br />
- Wir waren doch nur in Bayern, und nicht in Afrika!!<br />
- Jau, tschüß, grüß mal alle!<br />
- Jau, tschüß.<br />
- Tschüüß.<br />
- Mach ich, ja.<br />
- Tschüüß!</p>
<p><strong>Ode an das Fischbrötchen</strong></p>
<p>Liebes Bismarckhering-Brötchen<br />
knusprig frisch mit Zwiebeln drin<br />
Mayonnaise für’s besondre Nötchen<br />
lustvoll geb ich Dir mich hin</p>
<p>Liebes Bismarckhering-Brötchen<br />
das mir gestern wohl geschmeckt<br />
gabst den ganzen Abend Pfötchen<br />
hast mich in der Nacht geneckt</p>
<p>Liebes Bismarckhering-Brötchen<br />
in der frühen Morgenstund<br />
sah ich Dich mit zahlreich Fädchen<br />
kommen aus erlöstem Schlund</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Raten: Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/06/13/raten-herr-ivalo-las/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 15:54:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Rate den Tag
und
4 literarische Rätsel

Rate den Tag
Es gibt so Tage, da weiß ich, ich habe die Welt verstanden. Ich stehe morgens auf, schaue aus dem Fenster und weiß, wie
a)  der Hamster bohnert b) das Kaninchen humpelt, c) das Eichhörnchen schleicht oder d) der Hase läuft.
Noch vor dem ersten Weckerklingeln bin ich hellwach! Ich grinse
a) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rate den Tag</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>4 literarische Rätsel</strong><br />
<span id="more-1190"></span><br />
<strong>Rate den Tag</strong></p>
<p>Es gibt so Tage, da weiß ich, ich habe die Welt verstanden. Ich stehe morgens auf, schaue aus dem Fenster und weiß, wie<br />
<em>a)  der Hamster bohnert b) das Kaninchen humpelt, c) das Eichhörnchen schleicht oder d) der Hase läuft</em>.<br />
Noch vor dem ersten Weckerklingeln bin ich hellwach! Ich grinse<br />
<em>a) hindurchpositionieren b) unterplatzieren c) zwischenstellen oder d) überlegen</em>.<br />
Auf dem Nachttisch liegen ein 50 und ein 100 €-Schein, ich stecke mir beide in die<br />
<em>a) Backentasche b) Versandtasche c) Hosentasche oder d) Plundertasche</em>,<br />
nehme mir sicherheitshalber noch 200 € aus der Schublade und gehe für die Frühstücksbrötchen<br />
<em>a) zum Frühschoppen b ) zur Lesebühne c) zum Bäcker oder d) zur Agentur für Arbeit</em>.<br />
Ich tendiere zu a) Frühschoppen, bin aber nicht hundertprozentig sicher. Ich rufe scherheitshalber meine Frau an und vertraue ihrem Rat: der lautet Bäcker.<br />
Beim Frühshoppen hatte ich zuletzt auch 300 € gelassen, das kann ich mir erstmal nicht mehr<br />
<em>a) Hobel b) Pflock c) Kanten oder d) Leisten</em>.<br />
500 € waren es auch, oder? Verdammter Frühschoppen, aber ich musste ja die ganze Fußballmannschaft einladen!<br />
Hm, Flurlicht kaputt? Warum flackert das jetzt hier so komisch?? Könnte ja auch mal jemand was machen!<br />
Das Glück ist heute direkt auf meiner Seite, direkt vor der Haustür trete ich nämlich gleich in<br />
<em>a ) eine Tretmine b) eine Landmine c ) eine Seemine oder d ) einen Hundehaufen</em>.<br />
Hab zum Glück nicht meine 1000 €-Schuhe an, die sonst eigentlich immer trage!<br />
Beim Bäcker riecht es, zum Glück! verbrannt. Ich kaufe zum Frühstück 2 Croissants, 2 Körnerbrötchen, 1 Mohnbrötchen und 2<br />
<em>a) Europameisterwürstchen b) Weltmeisterbrötchen c) Nürnberger Meistersänger oder d) Meisenringe</em>.<br />
Und eine Tageszeitung. Geld reicht gerade noch. Verrückt! Jugendliche erbeuten 2000 € in Tankstelle, nachdem sie den Kassierer mit einem<br />
<em>a) Butterkeksmesser b) Butterbrotmesser c) Butterflymesser oder d) einem Buttersäuremesser </em><br />
bedrohten. Schlimm das! Also wenn ich ne Tanke überfalle, dann will ich mindestens 4000 € erbeuten, denke ich, lohnt sich ja sonst nicht. Das ist ja ne ganz einfache<br />
<em>a) Quartalsbilanz b ) Kosten-Nutzen-Rechnung c) Riskoabschätzung oder d) Qualitätssicherung</em>.<br />
Aber da steckt man halt nicht drin. Und es sollten wohl besser 8.000 € sein, denk ich so.<br />
Ups, jetzt aber schnell! Nehme besser die Straßenbahn nach Hause! Also, wenn die Linie 3 alle 15 Minuten fährt und eine um 9 nach kommt, es jetzt aber 28 nach ist, dann kommt die nächste Bahn in<br />
<em>a) 3 b) 9 c) 11 oder d) 19 Minuten</em>,<br />
Mal keine Verspätung angenommen. Ich bin zu faul zu rechnen und frage mal die Herumstehenden. 67 % der Befragten sagen, sie käme in b) 9 Minuten. Ich glaube dieser Mehrheit und gehe lieber zu Fuß nach Hause.  Und rechne derweil nach, wie lange es wohl dauern würde, bis ich die 16.000 € zusammengspart hätte, die dieser kleine Flitzer wohl kostet, 2,3 Liter 6-Gang-Getriebe, Xenon-Scheinwerfer, Heckscheibe beheizbar, mit Abschaltautomatik  Heckscheibenwischer mit Intervallschaltung und Wisch-Wasch-Funktion,  Leichtmetallfelgen 7,0 x 17&#8243;, mit Bereifung 215/55R17, der mich gerade mit seiner Lichthupe so dämlich anblinkt.<br />
Auf dem Weg nach Hause verspüre ich ein dringendes Verlangen nach Verbraucherinformationen. Glück gehabt! Eine 4 Seitige Sonderbeilage vom Mediamarkt liegt der Tageszeitung bei! Ich setze mich, verbringe fünf Minuten mit der ausführlichen Lektüre, sende dann noch schnell eine SMS an Herrn thom*, der unbedingt wissen wollte, ob in Südafrika derzeit die<br />
<em>a ) Fußball oder die b) Wok-WM</em><br />
ausgetragen wird. Seine Sorgen will ich haben! Und die Straßenbahn fährt an mir vorbei. 2 Minuten Verspätung! Ha! Alles richtig gemacht!<br />
Am Geldautomaten erfahre ich, dass mein<br />
<em>a ) Disko- b) Fresko- c) Bistums- oder d ) Dispo-Kredit</em><br />
auf 32.000 € erhöht wurde! Ich klopfe mir auf die Schulter, für meine gestiegene Kreditwürdigkeit und überlege, ob ich mir den Flitzer von vorhin, 155 PS, Panorama-Glasdach mit elektrischem Lamellen-Rollo, direkt kaufen soll.<br />
So jetzt aber nach Hause. Oder noch schnell für den Urlaub einen Regenschirm besorgen? In der Normandie kann es immer mal regnen. Wie hieß gleich Regenschirm nochmal auf Französisch? War das<br />
<em>a) paracetamol b) paraplu c) parlament oder d) parlez-vous.</em><br />
 Na, vielleicht regnets dort ja auch nicht! Die Nachbarn fahren auf Kreuzfahrt in die Karibik. Aber 64.000 € für ne Außenkabine für die ganze Familie finde ich einfach übertrieben.<br />
Gut dass ich jetzt den Regenschirm habe, denn am Himmel türmen sich gerade dicke Wolken auf, diese regenbringenden<br />
<em>a) Nimbostratus b) Altostrato c) Cumulonimbus oder d ) Cirrus-Wolken</em>.<br />
Die gibt es in der Karabik natürlich nicht, aber für das doppelte der Kreuzfahrt bekomme ich ja schon ein schickes Haus, ein Bungalow, Stadtrandlage, das ganze schon für 125.000 €.<br />
Jugendliche laufen an  mir vorbei zur Schule, Obersekundaner seien sie, sagen sie, was war das nochmal? War das jetzt<br />
<em>a) 9. b) 10. c) 11. oder d) 12. Klasse?</em><br />
Altsprachler-Schnösel! Papi hat bestimmt die Stadtvilla für 500.000 €, zwei Stellplätze, muss ja sein, kleiner Pool, die kleinen Angeber, die!<br />
Beschließe sie zu ignorieren!<br />
Vor mir geht nämlich ein Frau mit einem beachtlichen Hüftschwung, der ihren wohlgeformten, in eine knackige Jeans gehüllten<br />
<em>a) Gluteus b) Gluratis c) Glutamat oder d) Glumen</em><br />
sehr betont.<br />
Zur Sicherheit rufe ich einen guten Freund an, bloss um mir meine Vorahnung bestätigen zu lassen. Er ist Arzt und kann mir da weiterhelfen, manchen Dingen sollte man eben besser auf den Grund gehen!<br />
Ich laufe eine Weile hinter ihr her und fühle mich direkt, wie ein Milionär!</p>
<p>Ich glaube, ich bekomme eine<br />
<em>a) Fiktion  b) Injektion c) Erektion oder d) Sanktion, </em><br />
aber das würde hier den Rahmen sprengen.</p>
<p><strong>Litererisches Rätsel #1</strong></p>
<p>“Hey, Jungs, Mädels, wir müssen da mal was bequatschen. Also, die Halbfetten sind jetzt viel weiter nach rechts gerückt worden, die Bios sind dafür ein Regal weiter oben, da ist es 2° wärmer, ist das okay für Euch? Die Bios fallen durch ihren grünen Karton eh schon mehr auf, müssen die wirklich auch noch weiter oben stehen? Und jetzt haben wir ja auch noch die länger haltbaren! Wir sollten uns wirklich einig sein, ob es auch alle akzeptieren, dass da wieder ein eigenes Fach für freigeräumt wird! Kann das mal jemand mit den Haltbaren drüben im Warmregal bereden? Ich find’s nämlich total wichtig, eine Einigung zu finden, mit der alle wirklich leben können!” </p>
<p>Wer spricht?</p>
<p><strong>Litererisches Rätsel #2</strong></p>
<p>“Ach, wisst Ihr noch damals, war das nicht schön?! Der herrliche Sommer, die leichte Brise, die vom Mittelmeer in unseren Hain hinaufzog. Hab ich Euch eigentlich erzählt, wie ich kurz bevor wir gepflückt wurden beinahe noch von einem Vogel aufgefressen wurde? Hat uns wohl mit Weintrauben verwechselt. Ne, war das ein Abenteuer! Aber letztendlich ist ja alles gut gelaufen und ich bin hier bei Euch gelandet! Ach, und ich muss Euch noch von Elena erzählen, die mich sortiert hat und vom Kaltpresswerk und dann der gemeinsamen Fahrt hierher, wie’s da gewackelt und geschaukelt hat! Schön war’s, ach, es gäbe noch so viel zu erzählen! Aber wir haben ja auch Zeit! Also, &#8230;.” </p>
<p>Wer spricht?</p>
<p><strong>Litererisches Rätsel #3</strong></p>
<p>“Unser Briefkasten ist schon wieder voll mit diesen kleinen Schweinen! Die brauchen wir gar nicht, wer wirft die bloß immer da rein! Ich hab jetzt extra einen eigenen Briefkasten eingerichtet, extra für diese kleinen Schweine. Normalerweise sortiert der Briefträger die schon immer in den richtigen Kasten. Der ist so ekelig voll! Aber es landen immer mal wieder welche im normalen Briefkasten. Versteh ich nicht! Das ist echt ne kleine Schweinerei”</p>
<p>Um welche Schweine handelt es sich?</p>
<p><strong>Litererisches Rätsel #4</strong></p>
<p>Liebe Schwestern, liebe Brüder, wir wollen uns heute versammeln im Namen des Herrn und unser Wort an ihn richten. Zunächst habe ich allerdings ein wichtiges Anliegen. Es ist Euch sicherlich aufgefallen, dass unsere Ansprache an den Herrn zuletzt wenig Hoffnung in unsere Runde brachte. Ja, dass viele in unserer Runde hoffnungslos und unzufrieden waren. Im Sinne unserer Runde möchte ich also Vorschlagen, die Ansprache an den Herrn zu erneuern. Wir werden also die Art und Weise, in der wir unser Wort an den Herrn richten von nun an verändern, auf dass unsere Ansprache mehr Hoffnung in unsere Runde bringen möge. Bevor wir abstimmen, auf welche Weise wir fortan unsere Ansprache sprechen wollen, lasst uns zunächst diejenigen, die noch in Ecken sitzen ebenfalls in die Runde holen, dass wir auch eine runde Runde sind, habt Dank, liebe Schwestern, liebe Brüder!</p>
<p>Welches Vorhaben ist hier beschrieben?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wiedergänger: Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/04/18/wiederganger-herr-ivalo-las/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 19:46:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Ode an das Fischbrötchen
und
Wieder gehen

Ode an das Fischbrötchen
Liebes Bismarckhering-Brötchen
knusprig frisch mit Zwiebeln drin
Mayonnaise für’s besondre Nötchen
lustvoll geb ich Dir mich hin
Liebes Bismarckhering-Brötchen
das mir gestern wohl geschmeckt
gabst den ganzen Abend Pfötchen
hast mich in der Nacht geneckt
Liebes Bismarckhering-Brötchen
in der frühen Morgenstund
sah ich Dich mit zahlreich Fädchen
kommen aus erlöstem Schlund
Wieder gehen
Mit Anfang 40, da ist der Mensch, besonders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ode an das Fischbrötchen</strong><br />
und<br />
<strong>Wieder gehen</strong><br />
<span id="more-1146"></span><br />
<strong>Ode an das Fischbrötchen</strong></p>
<p>Liebes Bismarckhering-Brötchen<br />
knusprig frisch mit Zwiebeln drin<br />
Mayonnaise für’s besondre Nötchen<br />
lustvoll geb ich Dir mich hin</p>
<p>Liebes Bismarckhering-Brötchen<br />
das mir gestern wohl geschmeckt<br />
gabst den ganzen Abend Pfötchen<br />
hast mich in der Nacht geneckt</p>
<p>Liebes Bismarckhering-Brötchen<br />
in der frühen Morgenstund<br />
sah ich Dich mit zahlreich Fädchen<br />
kommen aus erlöstem Schlund</p>
<p><strong>Wieder gehen</strong></p>
<p>Mit Anfang 40, da ist der Mensch, besonders der Mann in der Blüte, seines Lebens. Er strotzt vor Gesundheit und Testosteron.<br />
Ein bischen Geld ist inzwischen da, die Bafög Schulden abbezahlt, es geht aufwärts. Wenn nicht, hilft ein Kleinkredit, das Eigentumshaus mit Garten am Stadtrand ist geplant, der sportliche Mittelklassewagen ist kein Gebrauchter mehr.</p>
<p>W, 42 Jahre alt, mittlere Beamtenlaufbahn, ist genau von diesem Schlag</p>
<p>W. 42 Jahre alt, war angekommen. Privat, im Job, alles bestens. Eben war er zum Abteilungsleiter befördert worden, sein Konkurrent in eine andere Abteilung weggelobt, die Ehe mit P. 36, glücklich, der Sohn 7, nicht auf den Kopf gefallen, hat das erste Schuljahr mit Bravour überstanden.</p>
<p>Die Osterfeiertage verbrachte man in einem Luftkurort an einem schönen See nicht weit von zu Hause. Die Sonne tunkte den See in der noch winterlich braun-grauen Landschaft in ein mildes Licht. Im Seeparadies dachte man sich gut untergeracht, </p>
<p>Zwei Reisebusse standen auf dem Parkplatz. Aus Berlin und aus Schwaben.</p>
<p>Der Eindruck in einem Wellnesstempel gelandet zu sein, ließ sich nr schwerlich vermeiden,</p>
<p>Rollatorparkplätze, dezenter Duft nach Rheumacreme.</p>
<p>Ich hab nichts gegen Alte Menschen, dachte W. bin ja auch nicht mehr der Jüngste</p>
<p>Wolfgang, 42, war ein Mann, ein typischer Mann, typisch Mann und typisch Anfang 40. Ein gewinnendes Lächeln und ein gebügeltes Hemd. So eben war er zum Abteilungsleiter befördert worden, sein Sohn war in der dritten Klasse Klassenbester, seine Frau ehrenamtlich bei der Diakonie.<br />
Es ging aufwärts, seit Jahren schon, das Eigentumshaus am Stadtrand war fertig, der Kredit schon ein Stück weit getilgt. Der Mittelklassewagen war sportlich und kein Gebrauchter mehr. Im örtlichen Segelverein war man wer, Schriftwart aber immerhin im Vorstand. Mit dem Bürgermeister per Du, auf Empfängen ein gern gesehener Gast.<br />
Die Retrieverhündin Xenia war &#8230; und viellicht, ja vielleicht, würde das zweite Kind ja eine Tochter. Bald ist es soweit.</p>
<p>W. war sportlich fit, lief jedes Jahr den 20 Kilometerlauf der Seglerjugend, &#8230;</p>
<p>Über Ostern fuhr man in ein Wellnesshotel an einem bezaubernden See in der Nähe, man muss ja nicht zwei Mal im Jahr in den Urlaub fliegen und die Heimat, sie war doch schön.<br />
Die Frau wünschte sich halt Wellness und W., nun er willigte ein.<br />
Der Sportwagen fuhr rasant auf dem Parkplatz vor und bremste mit einem energischen Quietschen. Zwei Reisebusse standen auf dem Parkplatz und eine reihe Klein- bis Mitelklassewagen. Zwei Damen um die 60 in grell gefärbten Sportanzügen steuerten ihre stattlichen Körper richtung Walking-Strecke am Seeufer.  W. machte einen Spruch, in dem die Wörter üppig und Kampfgeschwader vorkamen.<br />
Im Foyer roch es nach Massageöl, oder war es Rheumacreme. W. schaute besorgt auf das Aktivtätsprogramm, Wassergymnastik, Seniorenschwimmen und machte einen Spruch in dem die Wörter Apothekenumschau und Einbalsamieung vorkamen.</p>
<p>der Mann mit dem Rollator drehte seine Runden im Park.<br />
W. machte einen Spruch, in dem die Wörter senil und Schnecke vorkamen.</p>
<p>Zum Abendessen ging man ins Hotelrestaurant, rechts war reserviert für Reisegruppe Graf aus Bottrop, links für Reisegruppe Zumwinkl aus Memmingen. Gegessen wurde laut, platz war noch an Einzeltischen in der Mitte.<br />
Die Reisegruppen teilten sich in Alleinunterhalten, Mitschunkler und Griesgrämige.<br />
W., nuschelte was von Vollpension, machte keinen Spruch mehr und sagte nur, gegehn wir lieber in den Ort.<br />
Hier geschah es nu n wie aus heiterem Himmel, beim Aufstehen durchfuhr W. ein blitzartiger Schmerz, er hielt sich den Rücken stieß wohl einen Schrei aus, den amn am andeern seeufer wird gehört haben muss und setzte sich umgehend wieder hin. W. &#8217;s gesicht durchzog eine Leichenblässe. Ihm? Rücken? Nie!<br />
Entschlossen stand er auf, nur um abermals einen lauten Schrei ausszustoßén,den er allerdings abwürgen konnte und in einem lauten Fluchen enden lassen konnte.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Advent-Advent: Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/12/13/advent-advent-herr-ivalo-las/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 17:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich einmal für fünf Minuten nicht Teil dieser Gesellschaft war
und

Regierungserklärung des wiedergewählten Weihnachtsmannpräsidenten

Als ich einmal für fünf Minuten nicht Teil dieser Gesellschaft war
Menschen gehen an mir vorbei. Schauen mich nicht an oder schauen durch mich hindurch. Ich steh da. Fühle mich unsichtbar.
Da, einer registriert mich für einen kurzen Augenblick, eine Millisekunde, aus dem Augenwinkel. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als ich einmal für fünf Minuten nicht Teil dieser Gesellschaft war</strong></p>
<p>und<br />
<strong><br />
Regierungserklärung des wiedergewählten Weihnachtsmannpräsidenten</strong><br />
<span id="more-1085"></span><br />
<strong>Als ich einmal für fünf Minuten nicht Teil dieser Gesellschaft war</strong></p>
<p>Menschen gehen an mir vorbei. Schauen mich nicht an oder schauen durch mich hindurch. Ich steh da. Fühle mich unsichtbar.</p>
<p>Da, einer registriert mich für einen kurzen Augenblick, eine Millisekunde, aus dem Augenwinkel. Genau so lange, wie er braucht um einzuordnen, was ich wohl von ihnen wollen könnte.<br />
Dann sieht er mich nicht mehr. Filterleistung seinerseits.</p>
<p>Der Blick der Vorbeigehenden ist fest geradeaus gerichtet. Ihr Weg macht eine schöne Kurve um mich herum. Obwohl es recht gedrängt ist, bleibt immer ein Raum um mich frei. Also kann ich nicht unsichtbar sein. Aber es scheint mich auch niemand zu bemerken.<br />
Da, einer lächelt mich kurz an. Ich gehe einen halben Schritt auf ihn zu.<br />
Doch bevor ich ihn ansprechen kann, zuckt er zusammen.<br />
Er bemerkt seinen Fehler und starrt unfokussiert in die Ferne. Sucht einen neuen Ankerpunkt.<br />
Was ist los? Ich sehe ganz normal aus! Ich stinke auch nicht! Hoffe ich.<br />
Bin normal gekleidet, nicht schick, aber passabel.</p>
<p>Mein Makel: ich habe einige 20 Cent Münzen in der ausgestreckten Hand!<br />
Mein Fehler: ich sage Sätze, die mit „Entschuldigung, &#8230;“ anfangen und mit „könnten Sie mir&#8230;“ aufhören sobald die Angesprochenen außer Hörweite sind.</p>
<p>Ich stehe an einem, für eine westdeutsche Landeshauptstadt eigentlich zu kleinen Hauptbahnhof.<br />
Und brauche eine Euromünze fürs Gepäckschließfach.<br />
Ich vertraute auf die gesellschaftliche Solidarität und wählte die offensiv kommunikative Strategie.<br />
Ich habe nicht mit zwei gesellschaftlichen Mechanismen gerechnet, der sozialen Kommunikationsphobie kombiniert mit dem Millisekunden-Urteil.<br />
In meinem Fall fatal!</p>
<p>In der Ferne sehe ich eine Bahnwachschutzgruppe sich formieren und mit Funkgeräten auf mich deuten. Entschlossen setzt sie sich in Bewegung.<br />
Ein Abfalleimerpfandflaschendurchsucher macht einige Schritte auf mich zu, hält an und ändert ganz plötzlich seine Richtung.<br />
Ein Straßenmagazinverläufer spuckt auf die Steinplatte, direkt vor meine Füße.<br />
Tauben flattern aufgeregt mit ihren Flügeln in der Fensterniesche hinter mir und fliegen auf kürzestem Weg hinaus ins Freie.<br />
Ich meine sogar eine stattliche Anzahl Käfer in Richtung Nebenbahnsteig krabbeln zu sehen.</p>
<p>Ein amerikanischer Tourist grinst mich jovial an und legt mir einen Fünf-Euro-Schein in meine Hand zu den Münzen.</p>
<p>„&#8230;, mir das wechseln?“ vervollständige ich meinen Satz, den ich bisher nicht zu Ende sprechen konnte, „mir das wechseln?“<br />
 Nur für mich, nur um mich zu vergewissern, dass ich nichts Unanständiges möchte.</p>
<p>Ich kaufe jetzt ein Croissant und bin ganz mutig nach der richtigen Wechselgeldstückelung zu fragen.</p>
<p><strong><br />
Regierungserklärung des wiedergewählten Weihnachtsmannpräsidenten</strong></p>
<p>Weihnachtsfrauen, Weihnachtsmänner, Nikoläusinnen und Nikoläuse!</p>
<p>Nun stehe ich hier in diesem Jahr erneut vor Euch und bin stolz und froh, dass Ihr mich wieder zu Eurem Präsidenten gewählt habt!<br />
Das Amt, ich muss es hier mal in aller Deutlichkeit und ohne Umschweife sagen, es ist kein leichtes. Oh, nein! Und doch erfüllt es mich mit stolz, von Euch einmal mehr zu diesem schweren, doch ehrenvollen Amt berufen worden zu sein.</p>
<p>Auch an uns &#8211; viele von uns wissen es ja und viele von uns spüren den kalten Wind in unseren weißen Bärten, liebe Mit-Weihnachtsfrauen und Mit-Weihnachtsmänner &#8211; auch an uns ist die Krise nicht vorbei gegangen! In den ersten zwei Adventswochen ist die Geschenkekaufrate um Sage und Schreibe 45% gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum gesunken.<br />
45 % verehrte Mit-Nikoläusinnen und Mit-Nikoläuse!</p>
<p>Einige von uns, die mögen sich vielleicht freuen, dann haben wir weniger zu tragen. Denken sie vielleicht!<br />
Das ist aber zu kurz gedacht! Denn auch wir haben unsere Geschenkeverteilquote zu erfüllen. Und wir liegen deutlich, ich betone deutlich hinter unser Geschenkeverteilzuwachsprognose von 2005 zurück! Und nicht zuletzt darauf beruht doch unser Geschenkeverteiltarifvertrag. Dieser Hinweis sei mir hier einmal gestattet.</p>
<p>Aber, hochgeschätzte Mitbärtiginnen und Mitbärtige, ich war im Sommer nicht untätig. Da nun wir von der rot-weißen Fraktion wieder die Verantwortung über das Weihnachtsmann- bzw. Weihnachtsfrau- und Nikolaus bzw. Nikoläusinnenwesen angetragen bekommen haben, von Euch, liebe Schlittenlenkerinnen und Schlittenlenker, nehme ich die Verantwortung wahr und führe uns heraus aus dieser schwersten Krise seit Weihnachtsmanngedenken und natürlich auch Weihnachtsfraugedenken.<br />
Denn Schenken ist ja wohl, und das sage ich doch in unser aller Sinne, das letzte, und das meine ich genau so, das letzte, an dem gespart werden sollte!<br />
Oder ist da jemand im Saal anderer Meinung?<br />
Nein, vielen Dank, das hätte mich auch überrascht. Ja, überrascht.</p>
<p>Denn: denkt allein an die vielen Kinder! Denkt an die vielen Kinder, die laut einer Prognose des Weihnachtsprognoseinstituts in diesem Jahr 3,5 Pakete weniger bekommen werden. 3,5 Pakete! Zu unserer Zeit, liebe Mit-Geschenkeausträgerinnen und Mit-Geschenkeausträger, zu unsere Zeit waren 3,5 Pakete alles, was wir uns auszupacken erhoffen durften! Da muss auch mal dran erinnert werden!<br />
100 % dessen, was wir überhaupt als Geschenke bekamen, meine lieben Kaminbesteigerinnen und Kaminbesteiger!<br />
Und ein Rückschritt um 100%, das ist ein Rückschritt auf 0!<br />
Das können wir nicht wollen und das dürfen wir nicht zulassen und ich setze alle meine Kräfte, jawohl, 100% meiner Kraft dafür ein, dass dieses nicht geschieht!</p>
<p>Nun, ich habe mir folgenden Plan.</p>
<p>Wir brauchen ein Weihnachtsgeschenkebeschleunigungsgesetz.<br />
Lassen Sie es mich wiederholen: Weihnachtsgeschenkebeschleunigungsgesetz. Denn beschleunigte Geschenke sind schnellere Geschenke. Und wo die Geschenke schneller sind, da können und da werden mehr Geschenke kommen, die verteilt werden, und zwar von uns! Jawohl, von uns, werte Mit-Rotbemänteltinnen und Mit-Rotbemäntelte!</p>
<p>Ich möchte auch sagen, und da bin ich ganz ehrlich, dass dieser Weg keine Garantie auf ein Gelingen mit sich bringt.<br />
Aber, und das sage ich hier in aller Deutlichkeit, geschätzte und treue Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, jede andere Alternative wäre unverantwortlich und nur das  Weihnachtsgeschenkebeschleunigungsgesetz ist ein vernünftiger, gangbarer Weg, nach allem weihnachtsmännlichen und auch weihnachtsfraulichem Ermessen.</p>
<p>Denn nur so erfüllen wir wieder die alte Quote und ich frage, was wäre denn die Alternative?<br />
Schulden für neue Schlitten, Arbeitslosigkeit unter den Weihnachtsfrauen und Weihnachtsmännern! In letzter Konsequenz: Weihnachtslosigkeit! Das wäre doch Folge, wenn wir jetzt nicht entschieden handeln. Und das kann doch keine wollen!</p>
<p>Also, vertrauen wir auf eine starke rot-weiße Koalition, auf starken und kräftigen Bartwuchs, damit wir nicht bald grüne Mäntel anziehen müssen!</p>
<p>Auf ein Neues. Ich wünsche auch in diesem Jahr, frohes Geschenkeverteilen.</p>
<p>Halleluhja!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Büchertaxi, ökologisch</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/11/24/buchertaxi-okologisch/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 20:49:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Mannmannmann, is das &#8216;en Wetter draussen. Da geh ich doch nicht vor die Tür! Da les ich &#8216;en Buch! Hm, mal schauen, olle Goethe? Ach ne, Donna Leon? Hm, weeß nich, zum fünften Mal Per Anhalter durch die Galaxis, ach, immer, wenn man was zum Lesen braucht ist gerade nix da!
Aber in die freundliche Buchhandlung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mannmannmann, is das &#8216;en Wetter draussen. Da geh ich doch nicht vor die Tür! Da les ich &#8216;en Buch! Hm, mal schauen, olle Goethe? Ach ne, Donna Leon? Hm, weeß nich, zum fünften Mal <em>Per Anhalter durch die Galaxis</em>, ach, immer, wenn man was zum Lesen braucht ist gerade nix da!</p>
<p>Aber in die freundliche Buchhandlung um die Ecke gehen, das geht gerade nicht, weil der Postbote noch kommt, das Kind gleich aufwacht, Milch auf dem Herd steht, die Haare noch feucht sind und es sowieso regnet und um die Ecke vielleicht doch ganz schön weit ist.<br />
Und ich will jetzt lesen und nicht erst wenn amaxxon.com liefert!<br />
Situation bekannt?<br />
Ha! Dafür gibt es jetzt DIE Lösung:<br />
<strong> Patrick Dettmanns mobiler Büchertisch.</strong></p>
<div id="attachment_1066" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><img src="http://www.schmalzundmarmela.de/wp-content/uploads/2009/11/patrick.jpg" alt="Patrick Dettmann mit seinem mobilen Büchertischmobil" title="Patrick Dettmann" width="375" height="500" class="size-full wp-image-1066" /><p class="wp-caption-text">Patrick Dettmanns mobiles Büchertischmobil</p></div>
<p>Anrufen, Lieblingslektürengattung nennen und Patrick bringt innerhalb kurzer Zeit innerhalb Schwerins eine passende Auswahl an Lektüre vorbei. Mit kompetenter und freundlicher Beratung und alles zu Buchhandelspreisen.<br />
Und am besten, Sie wollen den Büchertisch auch bei gutem Wetter, denn Patrick kommt mit dem Fahrrad angedüst. Völlig emissionsfrei.<br />
Ich bin restlos begeistert!<br />
Und da auch das Lesebühnenkollektiv von der Idee angetan ist, haben wir Patrick am kommenden Samstag ins Café Kunterbunt eingeladen, dort bei unserer Lese einen Büchertisch zu präsentieren.<br />
Das macht er nämlich auch: Büchertische für Ihre Schulfeier, Ihre Bücherparty oder Ihren Kindergartenbilderbucherlebnistag.</p>
<p>Kontakt:<br />
Patrick Dettmann,<br />
Tel.: 0151 28133721<br />
Mail: patrick_dettmann@yahoo.de</p>
<p>Montag bis Samstag von 8.00 bis 22.00 Uhr.</p>
<p>Oder am Samstag im Café Kunterbunt und dabei eine schicke Lese mitnehmen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schmalz und Marmelade steigt auf ins Kultiversum</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 15:50:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht schlecht: Schmalz und Marmelade auf www.kultiversum.de, &#8220;Die Kulturplattform&#8221;. Egal, ob es sich hierbei um das Kultur-Universum oder um Kult handelt. Danke!
Und auch Danke! google alerts, die das in meine Inbox gespült hat.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht schlecht: <a href="http://www.kultiversum.de/Literatur-Literaturen/Briefwechsel-Hans-Fallada-Uli-Ditzen-Mein-Vater-und-sein-Sohn-.html">Schmalz und Marmelade auf www.kultiversum.de, <em>&#8220;Die Kulturplattform&#8221;</em>.</a> Egal, ob es sich hierbei um das Kultur-Universum oder um Kult handelt. Danke!<br />
Und auch Danke! google alerts, die das in meine Inbox gespült hat.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Morgen lesen wir die Straße</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 19:26:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon eine kleine Tradition ist die Gastlese von Schmalz und Marmelade anlässlich der Benefizlesereihe &#8220;Eine Straße liest&#8230;&#8221;.
Viele Schweriner Persönlichkeiten lesen in den Galerien, Geschäften und Gaststätten der Münz- und Puschkinstraße in diesem Jahr zugunsten des Kinderschutzbundes Schwerin.
Eine ganz klasse Sache!
Das Leseprogramm startet morgen, am 14.11., um 14.00 Uhr, die letzten Lesen beginnen um 19.00 Uhr. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon eine kleine Tradition ist die Gastlese von Schmalz und Marmelade anlässlich der Benefizlesereihe <a href="http://www.eine-strasse-liest.de/index.html">&#8220;Eine Straße liest&#8230;&#8221;</a>.<br />
Viele Schweriner Persönlichkeiten lesen in den Galerien, Geschäften und Gaststätten der Münz- und Puschkinstraße in diesem Jahr zugunsten des <a href="http://www.kinderschutzbund-schwerin.de/">Kinderschutzbundes Schwerin</a>.<br />
Eine ganz klasse Sache!<br />
Das Leseprogramm startet morgen, am 14.11., um 14.00 Uhr, die letzten Lesen beginnen um 19.00 Uhr. Am besten schon vorab das Programm zusammenstellen!<br />
Herr thom* und Herr ivalo lesen in der <s>Suppenküche</s> Suppenstube Texte aus dem Gemüsegarten, um 16.00 Uhr.<br />
Als Eintritt sammeln wir im Anschluß der Lese zugunsten des Kinderschutzbundes Schwerin.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Terminschwierigkeiten: Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/11/08/terminschwierigkeiten-herr-ivalo-las/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 17:28:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin Hauptbahnhof
und
Mit dem Universum Reisen


Berlin Hauptbahnhof
Berlin ist groß. In Berlin ist alles groß: die Stadt, die Straßen, die Häuser, der Bahnhof. Vor allem der Bahnhof. Er hat fünf Ebenen mit Geschäften, Imbissen, Werbetafeln, Kaffeestuben, Servicepoints, Reisecentern, Fast-Food-Ketten, ach so: und Bahnsteigen. Doch, Bahnsteige hat er auch. Gaaanz oben und gaaanz unten. Wenn man gaaanz oben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Berlin Hauptbahnhof</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Mit dem Universum Reisen</strong><br />
<span id="more-1028"></span><br />
<strong><br />
Berlin Hauptbahnhof</strong><br />
Berlin ist groß. In Berlin ist alles groß: die Stadt, die Straßen, die Häuser, der Bahnhof. Vor allem der Bahnhof. Er hat fünf Ebenen mit Geschäften, Imbissen, Werbetafeln, Kaffeestuben, Servicepoints, Reisecentern, Fast-Food-Ketten, ach so: und Bahnsteigen. Doch, Bahnsteige hat er auch. Gaaanz oben und gaaanz unten. Wenn man gaaanz oben steht kann man die ipsi-mini Züge unten sehen. Die Ebenen sind mit Fahrtreppen und Aufzügen verbunden.<br />
Eines Sonntags wollte ich aus unserer großen Bundes- in unsere kleine Landeshauptstadt reisen. Mit der Regionalbahn um 17:23 Uhr, weiter nichts. Gemeinsam mit meinem Fahrrad betrat ich das Bahnhofsgebäude um 17:11 Uhr, orientierte mich schnell und war um 17:16 Uhr im Besitz einer Fahrkarte. Kein Ding für einen Bahnfahrprofi, wie mich.<br />
Das Gleis und ein Aufzug, der mich ins Untergeschoss bringen sollte waren auch schnell gefunden. Super. Knopf drücken. Tür schon zu, Aufzug fährt los ohne mich.<br />
Mist. Zum Nachbaraufzug gehen? Warten? Warten.<br />
Um 17:19 Uhr war der Aufzug wieder da, ich rein. Unten sehe ich durch den Vollglaskäfig meinen knallroten Doppelstöcker ins Gleis einfahren. Der Aufzug fuhr – hinauf! OG1, Türen öffnen, Aussteigen, Einsteigen, Türen schließen, OG2, Türen öffnen, Aussteigen, Einsteigen, hallo, macht mal hinne, Türen schließen, 17:21 Uhr, das darf doch jetzt nicht sein, he, nicht auf alle Knöpfe drücken! OG1, raus, rein, EG, raus rein, 17:22 Uhr, UG1, raus rein, 17:23 Uhr, 12 Meter unter mir die Schaffnerin, Pfeife im Mund schaut auf die Uhr, nein! Endlich ganz unten, UG2, ich raus, renne zur Waggontür, Fahrradabteil? Egal! Nicht zumachen!!<br />
Tür schließt, Zug fährt ab. Puls auf 190, ich außer Atem von 40 Meter Aufzugfahren in 4 Minuten 30.<br />
Da stehe ich, just aus Gefangenschaft befreit, vollgepumpt mit Adrenalin, unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen. Schlimmes Fluchwort leise. Schlimmeres Fluchwort laut. Nicht mit mir! Nicht so! Ich drücke irgendwelche Knöpfe von Informationsfernsprechsäulen und höre Warteschleifentöne. Aber was sollte ich auch sagen?<br />
Durchatmen.<br />
Servicepoint. Der nächste Zug nach Schwerin. Was 20:25 Uhr? Das ist in 3 Stunden! Oder EC um 19 Uhr nochwas, Fahrrad aber nur vielleicht. Wie vielleicht? Na, hingehen, fragen. Ne, oder? Ich will Genugtuung, Schadensersatz, Entschuldigung für die Umstände, die unser lahmer Aufzug Ihnen bereitet hat, hier Reisegutschein, Herr Stammkunde, so was will ich hören! Nicht bloß Achselzucken.<br />
So. Noch ein letztes Mal Fluchwort Deutsche Bahn und dann egal!<br />
Ich gehe in den Imbiss was essen, dann in den Snackpoint was trinken und danach in eine Kaffeelounge. Hab ja 3 Stunden Zeit, die mach ich mir jetzt richtig nett!</p>
<p><strong><br />
Mit dem Universum Reisen</strong></p>
<p>Dieser Text steht mit hübschen Bildern dabei auch auf meinem Blog. Ich erlaube mir einfach mal, <a href="http://ivalo.de/blog/2009/10/mit-dem-universum-reisen/">den Beitrag hier lediglich zu verlinken</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Morgen im Kunterbunt: Surfpoet Ahne</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/11/05/morgen-im-kunterbunt-surfpoet-ahne/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 21:40:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Ahne kommt, dann kommt auch Gott, denn Gott ist Ahnes Nachbar. Gott wohnt in der Choriner Straße 13 in Berlin-Mitte und Ahne in der 12, oder andersrum. Jedenfalls unterhalten sie sich häufig. Ahne ist Surfpoet und Lesebühnenaktivist aus Berlin. Morgen liest er in Schwerin. 
Freitag, 6.11.2009, 21.00 Uhr im Kunterbunt.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ahne-international.de/">Wenn Ahne kommt</a>, dann kommt auch Gott, denn Gott ist Ahnes Nachbar. Gott wohnt in der Choriner Straße 13 in Berlin-Mitte und Ahne in der 12, oder andersrum. Jedenfalls unterhalten sie sich häufig. <a href="http://www.surfpoeten.de/">Ahne ist Surfpoet </a>und Lesebühnenaktivist aus Berlin. Morgen liest er in Schwerin. </p>
<p><strong>Freitag, 6.11.2009, 21.00 Uhr im Kunterbunt.</strong></p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/7pCk8VlFnUg&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=de&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/7pCk8VlFnUg&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=de&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="425" height="344"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>tEXTRAbatt bei Schmalz und Marmelade</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/10/19/textrabatt-bei-schmalz-und-marmelade/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 16:28:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>
		<category><![CDATA[Einblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie? Was? Jetzt gibt es bei Schmalz und Marmelade schon Rabatt auf die Texte? Die nehmen doch eh keinen Eintritt! Ich soll also nachher irgendwie 15% weniger spenden, &#8230;? Das ist ein Trick! Hab ich voll gemerkt!
Äh, hallo?!
tEXTRAbatt ist eine Lesebühne aus Stralsund. Drei Damen, deren Initialen geeignet angeordnet POESIS ergeben performen seit Juni dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wie? Was? Jetzt gibt es bei Schmalz und Marmelade schon Rabatt auf die Texte? Die nehmen doch eh keinen Eintritt! Ich soll also nachher irgendwie 15% weniger spenden, &#8230;? Das ist ein Trick! Hab ich voll gemerkt!</p></blockquote>
<p><em>Äh, hallo?!</em><br />
<a href="http://textrabatt.blogspot.com/">tEXTRAbatt ist eine Lesebühne aus Stralsund</a>. Drei Damen, <a href="http://www.cyberprosa.de/textrabatt/textrabatt.htm">deren Initialen geeignet angeordnet <em>POESIS </em>ergeben </a>performen seit Juni dieses Jahres monatlich Lyrisches.<br />
Wir sind neugierig und gespannt, denn am kommenden Samstag (24.10.) kommen zwei (oder drei) Autorinnen von tEXTRAbatt zu uns nach Schwerin. Wir lesen gemeinsam im Kunterbunt, ab 21.00 Uhr.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>SuM – die bessere Wahl</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/09/25/sum-%e2%80%93-die-bessere-wahl/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 05:52:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein, nein, liebe Freundinnen und Freunde der Vorleseseliteratur,
in dieses Horn will ich jetzt nicht stoßen. Alle Parteien sind schlecht und so, Wahlkampf langweilig. Will ich nicht! Warum mach ich&#8217;s dann? Hm. Vielleicht aus dem gleichen Grund, aus dem die Politiker immer und überall alles versprechen und insgeheim schon wissen, dass sie es nicht halten können. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, nein, liebe Freundinnen und Freunde der Vorleseseliteratur,</p>
<p>in dieses Horn will ich jetzt nicht stoßen. Alle Parteien sind schlecht und so, Wahlkampf langweilig. Will ich nicht! Warum mach ich&#8217;s dann? Hm. Vielleicht aus dem gleichen Grund, aus dem die Politiker immer und überall alles versprechen und insgeheim schon wissen, dass sie es nicht halten können. Wenn sie es aber nicht versprächen, würden sie erst gar nicht gewählt werden und könnten es dann später nicht nicht umsetzen. </p>
<p>Ich verspreche, wenn Sie am Samstag SuM wählen, haben sie schon die erste Wahlhürde des kommenden Wochenendes gemeistert. Ich verspreche außerdem:</p>
<ul>
<li>ein wohlkomponiertes Unterhaltungsprogramm aus gesicherten Texten der Vorratsdatenspeicherung</li>
<li>familienfreundliche Anfangszeiten (20.00 Uhr)</li>
<li>sozialverträgliche Eintrittspreise (erst nix, später dann so viel Sie möchten)</li>
<li>umweltfreundliche Anfahrt (Kulturbuchhaus Kunterbunt, direkt am Marienplatz, Sie können also prima zu Fuß, mit dem Rad oder der Bahn kommen)</li>
<li>Förderprogramm für den technologischen Mittelstand (wir wollen uns irgendwann mal einen Verstärker anschaffen)</li>
<li>Integration von Mitlesern mit Migrationshintergrund (der da aus dem Westen)</li>
<li>Abrüstung sofort (wir haben einen ehemaligen NVA-Mitarbeiter in unseren Reihen)</li>
<li>wir sind christlich und sozial (wir laden regelmäßig den Dompfarrer ein und wir zahlen unseren Solidarzuschlag)</li>
</ul>
<p>Bevorzugen auch Sie das Lesebühnenprodukt aus Ihrer Region und kommen Sie am Samstag, den 26. September 2009 zu Schmalz und Marmelade in das <a href="http://www.kulturbuchhaus.de/">Kulturbuchhaus Kunterbunt</a>, Geschwister-Scholl-Straße 2, Beginn ist 20.00 Uhr.</p>
<p>Erststimme SUM!</p>
<p>Ihr Kandidat ivalo</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nachwuchs: Herr ivalo las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/09/20/nachwuchs-herr-ivalo-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/09/20/nachwuchs-herr-ivalo-las/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 12:51:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=977</guid>
		<description><![CDATA[Lieber Nachwuchs, Brief an die zukünftige Generation
und
Die Wahrheit ist auffem Platz

Lieber Nachwuchs, Brief an die zukünftige Generation
Liebe zukünftige Generation,
alle reden immer von Dir. Wir müssen an Dich denken, gerecht zu Dir sein, dürfen heute nicht so viele Schulden machen, nicht alles Öl verbrauchen und so.
Obwohl es Dich ja noch gar nicht gibt!
Du lebst irgendwann, vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lieber Nachwuchs, Brief an die zukünftige Generation</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Die Wahrheit ist auffem Platz</strong><br />
<span id="more-977"></span><br />
<strong>Lieber Nachwuchs, Brief an die zukünftige Generation</strong></p>
<p>Liebe zukünftige Generation,</p>
<p>alle reden immer von Dir. Wir müssen an Dich denken, gerecht zu Dir sein, dürfen heute nicht so viele Schulden machen, nicht alles Öl verbrauchen und so.<br />
Obwohl es Dich ja noch gar nicht gibt!<br />
Du lebst irgendwann, vielleicht in 50 Jahren, vielleicht auch in 100 Jahren.<br />
Ich schreibe Dir jetzt einfach mal, um Dir zu sagen, wie es heute wirklich ist!<br />
Klar, wenn Du dann mal lebst, dann sieht die Erde anders aus als heute. Die Deiche sind vielleicht höher oder die ganzen Holländer wollen bei uns wohnen und ein paar hübsche Korallenriffinseln gibt es nicht mehr. Ihr habt Elektroautos und Windkraftflugzeuge und überall Solarzellen. Wer weiß!<br />
Vielleicht denkst Du ja später, wir sind heute Schuld, dass es keine Eisbären mehr gibt, nur noch im Zoo!<br />
Aber denk doch bitte auch mal an uns heute! Wie schwierig das ist, so von heute auf morgen alles zu verändern! Das ist nicht leicht!</p>
<p>Wir wollen ja eigentlich schon jetzt weniger Energie verbrauchen!<br />
Wir wollen gar nicht so dicke Autos fahren und den Fernseher auf Standby lassen! Aber wie gesagt, das ist nicht leicht! Das mit dem Fernseher vergisst man nämlich meistens und dann steht man nachts nicht noch mal auf, wegen ein paar Milligramm CO2!<br />
Und das mit dem Autofahren, das ist aber auch verdammt geil! Weiß nicht was Ihr da später mal zu sagt, das ist cool, fresh, hip, das geht ab! Mit 250 auf der Autobahn zu fahren. Und wenn man&#8217;s doch darf? Und wenn das Fahrzeug es drauf hat, hey, dann fahr ich auch! Das merkt man manchmal nicht mal, bei den tollen Autos, die wir heute haben!<br />
Und der Blick vom Nachbarn, wenn ich mit unserem City-Jeep in der Siedlung Einzug halte. Das ist schon cool, geht ab und so! Du glaubst gar nicht wie gut das tut! Der mit seinem lächerlichen Toyoto-Hybrid und seinem Jägerzaun!<br />
Warum also darauf verzichten, wenn wir&#8217;s uns doch leisten können?<br />
Also, Du verstehst uns!</p>
<p>Und weißt Du, so ein Einzelner, der könnte doch auch gar nichts machen! Es geht ja darum Millionen Tonnen CO2 einzusparen, das schafft einer alleine gar nicht!<br />
Die Politik, weißt Du, die muss endlich mal was tun. Wir wollen ja!<br />
Aber wie sollen wir das schaffen, wenn wir gar nicht müssen?<br />
Verstehst Du?<br />
Klar, es gibt auch ein paar Idioten, die Brüllen gleich laut auf. Die sagen dann „Wo kommen wir denn da hin!“ wenn der Sprit teurer wird oder wenn es Tempolimit geben soll: „Dann geht die Wirtschaft vor die Hunde!“<br />
Aber das sind ja auch Idioten. Die haben Kampfhunde und schlagen Ihre Kinder im Keller.<br />
Wir anderen, also die meisten anderen, sind dafür, dass gespart wird. Wir sind nämlich vernünftig.<br />
Wir hätten schon längst überall Energiesparlampen, Recyclingtoilettenpapier, Gemüse vom Biobauern, Kaffee aus fairem Handel, Ökostrom, würden Neuseelandäpfel boykottieren, nie wieder Urlaub auf Malle machen, Lesebühnentexte immer einzeilig, in 10er Schriftgröße auf bereits einseitig bedrucktem Papier ausdrucken und jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren!<br />
Wenn die Kollegen uns nur nicht so mitleidig ansehen würden!<br />
Ich hab mir sogar schon eine Zeitschaltuhr gekauft, damit mein W-LAN nicht ständig läuft, wenn ich es nicht brauche. W-LAN, das ist so ein Funkgerät fürs Internet, gibts bei Euch bestimmt nicht mehr.<br />
Aber ich befürchte, wenn ich die Uhr vorschalte, dass ich alles neu konfigurieren muss, weil der Strom dann nachts ja weg ist. Das wird bei Euch sicherlich einfacher, aber heute ist sowas verdammt knifflig und ich bin froh, wenn alles einmal läuft! </p>
<p>Und ich würde auch sofort eine Partei wählen, die für den Umweltschutz eintritt! Aber dann kommt die FDP und will genau meine Steuern senken! Und das nicht nur ein bisschen, sondern so, dass es sich echt lohnt! Da wäre ich doch blöd, wenn ich die dann nicht wähle, oder? Und mehr Atomkraftwerke heute sind ja eigentlich auch gut für Euch, da schmilzt kein Gletscher von!</p>
<p>Einen herzlichen Gruß</p>
<p>Deine Generation von heute</p>
<p><strong>Die Wahrheit ist auffem Platz</strong></p>
<p>Los, Jungs, noch 5 Minuten! Dat is doch wohl zu schaffen!<br />
Los, los, los, denen hängt schon die Zunge bis zum Bauchnabel!<br />
Rennen, rennen!</p>
<p>Ker, dat darf doch jetz nich wahr sein.<br />
3 Meter-Pass und der trifft genau den Gegner anne Beine.</p>
<p>Nu pass doch rüber!<br />
Und jetzt schießen! Ja,<br />
&#8230;ne!<br />
Schießen hab ich gesacht, nich kullern!<br />
Mitten dem Torwat inne Arme!<br />
Der Torwart von die is do zu blöd sich auffen Boden zu schmeißen!<br />
Da musse nur durche Beine schießen und dat Dingen is drin!<br />
Und wat machter? Kullert ihm die Pocke inne Arme.<br />
Dat is aber auch en Fetten, wenn ich dem seim Vatter wär, dan gäb dat aber keine Hamburger mehr!<br />
Den hätte doch selbst Ernst Kuzorra seine Oma mit links&#8230;.,<br />
Ne, ne, ne! Nur mein Herr Sohnemann nicht! Mann, mann, mann!<br />
Wenigstens noch den Ausgleich, komm!</p>
<p>So, komm, jetz nochma!<br />
Ja!<br />
Nä!<br />
Justin! Trau dich doch ma wat zu! Spiel nich immer so feige! Schieß do endlich ma Dein Tor! Du kannßet doch!<br />
Eigentlich! Ne, er schaftet nich, isser zu blöde für. Von mir hatta dat nich, dat sach ich aber.<br />
Voll dat Weichei, &#8230;, dat hatter von meine Ollen, is do so.<br />
Nu hau em die Beine wech, der ollen Heulsuse!<br />
Un dann rin mitte Kirsche! Rin sachich!</p>
<p>Nichma en ordentlichet Foul lärn&#8217; se im Verein.<br />
Wozu schick ich en dann noch zum Training?<br />
Kriechen und Streben! Dat kanner auch inne Schule lernen! Is do so!<br />
Für-et Leben soll er wat lerne hier!<br />
Ker, ker, ker!<br />
Peinlich, verlieren gegen die Knirpse von Wanne-Eickel.<br />
Die ham wa zu meine Zeit 12:0 weggeputzt.<br />
Ja, Junge, schneid Dir ma von deinem Papa ne Scheibe ab, wenne wat werden wills!<br />
Dat ganze Geld wat we inne Fußballschule Ingo-Anderbrügge stecken, dat is doch zum Fenster rausgeschmissen!<br />
Also dat Geld, vonne Tante Gisela. Na, se kannet sich ja leisten!<br />
Sollset lieber mir geben, da unterstütz ich die regionale Kleinwirtschaft mit, anne Ecke, is do so!<br />
Nich ma en ordentlichet Bier gibbet hier, wegen Jugendschutz! Lächerlich, hattet zu meine Zeit nich gegeben.</p>
<p>Da, Schiri, haßet nich gesehen? Der hat meinen Jungen umgerempelt!<br />
Dat musse doch ahnden! Ahnden musse dat! Wofür haße denn die Katten!<br />
Sonß verrohen hier die Sitten auffem Platz! Gleich ma Rot für sowat, dann is Schluß! Dat darf ga nich einreißen!<br />
Du wills en Vorbild sein, für Fair-Play und so?</p>
<p>Is do so!<br />
Ja, is gut, ich bin ja schon still.<br />
Pfeif schon ab. So!<br />
Hömma, Justin, ich ruf die Mama an, die holt dich gleich ab, ich geh schon ma zum Kalle, ne, Tüss!</p>
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		<title>Schmalz und Marmelade geht mit der schnellen Zeit</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 16:22:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ivalo</dc:creator>
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Hier gibt es wie immer ausführliche Informationen, Ankündigungen, Texte und Berichte und die tollen Fotos von Familie Wille.
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