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	<title>Schmalz und Marmelade &#187; Andersen Storm</title>
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	<description>Die Frühlese für Spätaufsteher in Schwerin</description>
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			<item>
		<title>Rot-Weiß: Andersen Storm las und sang</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 18:43:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Wohl eher nicht
Rot-Weiß nicht
Rot auf weißer Haut
Hier anhören: Bevor ich es vergesse Nr. 34
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wohl eher nicht<br />
Rot-Weiß nicht<br />
Rot auf weißer Haut</strong></p>
<p>Hier anhören: <a title="Zu Andersen Storms Weblog " href="http://bevorichesvergesse.de/?p=652" target="_blank">Bevor ich es vergesse Nr. 34</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Himmel und Erde: Andersen Storm las</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 19:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Horoskope
Bienchen
Himmel und ErdeHoroskope
Kuscheltier (23.07.-23.08.)
Liebe:
Romantische Stunden und Harmonie….können Sie vergessen. Der Weiße Ritter, ohne Gaul aber in einem Ford Escord, wartet vor der Tür und hupt.
Gesundheit:
AUA! Sie werden direkt in die parkende Faust Ihres Nachbarn laufen. Viel kühlen hilft.
Beruf:
Ihre Kollegen lästern hinter Ihrem Rücken. Höchste Zeit sich umzudrehen!
Geld:
Fassen Sie mal einem nackten Mann in die Tasche. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Horoskope<br />
Bienchen<br />
Himmel und Erde<span id="more-1309"></span>Horoskope</strong></p>
<p><strong><em>Kuscheltier (23.07.-23.08.)</em></strong></p>
<p>Liebe:<br />
Romantische Stunden und Harmonie….können Sie vergessen. Der Weiße Ritter, ohne Gaul aber in einem Ford Escord, wartet vor der Tür und hupt.</p>
<p>Gesundheit:<br />
AUA! Sie werden direkt in die parkende Faust Ihres Nachbarn laufen. Viel kühlen hilft.</p>
<p>Beruf:<br />
Ihre Kollegen lästern hinter Ihrem Rücken. Höchste Zeit sich umzudrehen!</p>
<p>Geld:<br />
Fassen Sie mal einem nackten Mann in die Tasche. Das was Sie finden, dürfen Sie behalten.</p>
<p><strong><em>Kriechtier (22.06.-22.07.)</em></strong></p>
<p>Liebe:<br />
Zu spät! Vor 5 Minuten sind Sie an Ihrem Traumpartner vorbei gelaufen, nur blöd, dass Sie nichts bemerkten. Was soll‘s, dann muss der Ehepartner wohl doch noch für die Zukunft herhalten.</p>
<p>Gesundheit:<br />
Sie sind gesundheitlich gut drauf und sollten den Tag für etwas Sinnvolles nutzen. Warum gehen Sie nicht zum Arzt und holen sich eine Krankschreibung?</p>
<p>Beruf:<br />
Sie waren nie der Hellste, deshalb haben Sie es auch nie in die Chefetage geschafft. Heute bekommen Sie Ihre Chance und erhaschen einen kurzen Blick &#8211; aber leider nur um Ihrem Chef die Post zu bringen.</p>
<p>Geld:<br />
Verschieben Sie ihre Einkäufe auf nächste Woche. Eine Woche hungern kann ja so schwer nicht sein.</p>
<p><em><strong>Revierförster (23.11.-21.12.)</strong></em></p>
<p>Liebe:<br />
Pech gehabt! Ihr Partner wird Sie verlassen. Der Grund dafür ist der neue Hausmeister. Kopf hoch. In 10 Jahren bekommen Sie wieder eine Chance.</p>
<p>Gesundheit:<br />
Jede Bewegung schmerzt. Gestehen Sie es sich endlich ein &#8211; Sie alt werden.</p>
<p>Beruf:<br />
Schon wieder zu spät! Die Ausrede mit dem toten Pferd auf dem Marienplatz glaubt Ihnen kein Mensch. Ihr Chef wird sie feuern.</p>
<p>Geld:<br />
Bringen Sie doch mal wieder Ihre Pfandflaschen weg. Die 10 Euro können Sie jetzt gut gebrauchen.</p>
<p><strong>Bienchen</strong></p>
<p>Bienchen. Ein Bienchen, zwei Bienchen, drei Bienchen, alles richtig gemacht. Artig gewesen. Viele Bienchen.</p>
<p>Sonne und Regen. Je nach&#8230; Ergebnis. Sonne, Regen, Regen, Regen, Regen, wieder Sonne.  Sonnentage. Eine Sonnenperiode. Aufatmen. Wird schon noch.<br />
Sterne, eins, zwei, drei, vier, fünf Sterne &#8211; zu teuer das Auschecken abzuchecken.</p>
<p>Freier Himmel. Wolken, eine, zwei, drei, hunderte Wolken manchmal, manchmal auch nur eine große und keinen Himmel.</p>
<p>Nacht. Eine Nacht. Mag sein mehr. Besser ist mehr. Nächte. Aber nicht immer.<br />
Nicht immer Bienchen, Sonne, Regen, Himmel, Wolken. Auch nicht immer Sterne.</p>
<p>Aber wenn, wenn Himmel ist, dann sind auch Sterne. Viele Sterne. Tausende Sterne und nur eine Erde.</p>
<p><strong>Himmel und Erde</strong></p>
<p>Mit Weihnachten fing alles an. Sie hatten es kommen sehen und konnten, vielleicht wollten sie sich auch nicht wehren. So kam es einfach, wie es hatte kommen müssen. Müßig von Schuld zu sprechen – vielleicht von Demut. Oder doch Resignation? Hatten sie aufgegeben? Waren sie das Kämpfen leid? Lies es sich vielleicht auch einfach aussitzen? Alles deutete auf ein Ende hin. Dennoch will ich die Geschichte eines Anfangs erzählen.</p>
<p>Weihnachten. Der Schnee rieselte. Leise. Wie hätte er auch laut rieseln sollen? Das Kaminfeuer krachte und stiebte. Das Holz hatten sie selbst gemacht, wie man sagt: Holz machen, obwohl es immer schon da ist. Klein wird es gemacht, ofengrecht, Kamin-kompatible. Warm war es im Haus. Und laut war es auch. Bis zu diesem gellenden Schrei. Danach war Stille. Absolute Stille. Eine Stille, die den Schnee laut rieseln lies und Holz machte daraus. Das Haus hielt den Atem an.</p>
<p>Dann platzte es. Keine Vorbereitung, kein Aufbäumen, kein Ankündigen. Es platzte einfach. Es entformte sich, als hätte es beschlossen, kein Haus mehr sein zu wollen. Was dann? Gute Frage! Ein leuchtendes, farbenfrohes, helles Gebilde, das mit einer Intensität sprühte, als würde es leben, als würdes es unendliche Ressourcen haben, Leben versprühen zu können und Licht und Formen und Farben. Und Wärme! Wohltuende Wärme, die den Schnee tauen ließ und die Erde trocknete.</p>
<p>Und ihre Tränen. Unbeweglich standen sie dem Spektakel zugewandt, so dicht, dass sie die Wärme gerade noch ertragen konnten. Aufrecht standen sie. Ruhig. Dunkle Silhouetten vor tanzenden Lichtern.</p>
<p>Sie lehnte sich an ihn. Er seufzte. Sie lächelte still. Der Ton eines Martinshorn schwoll langsam auf. Das war ihr Signal.</p>
<p>Der Feuerwehr kam ein Kleinwagen in gemächlicher Fahrt entgegen, den die Feuerwehrleute nicht beachteten. Von einem brenndenen Haus war nur wenig übrig. Eine Wache blieb mit kleiner Technik. Die anderen Kameraden kehrten zu ihren Familien zurück.</p>
<p>Der Kleinwagen rollte langsam auf der verschneiten Straße in Richtung Stadt. Kinderlärm und Weihnachtsmusik vermischten sich in der Ferne.<br />
„Wohin?“, fragte er.<br />
„Wohin-auch-immer, nur unterwegs sein“, sagte sie.<br />
„Ja“, versprach er leise.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>5. Advent &#8211; Andersen Storm las und sang</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/12/12/5-advent-andersen-storm-las-und-sang/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/12/12/5-advent-andersen-storm-las-und-sang/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 19:47:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Autosuggestion #24

und

Mach den Weihnachtsmann nicht an]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Autosuggestion #24</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>Mach den Weihnachtsmann nicht an</strong></p>
<p><strong><span id="more-1281"></span></strong></p>
<hr /><strong>Autosuggestion #24</strong></p>
<p>Es ist der 24. Nachmittags. Es ist soweit.<br />
Es ist soweit. Das ist OK. Ich bin ganz ruhig.<br />
Ich bin ganz ruhig und atme tief.<br />
ich atme tief und verzichte darauf die Gedanken festzuhalten.</p>
<p>Die Gedanken kommen und gehen. Ich bleibe.<br />
Ruhig. Atmend. Bereit.<br />
Mag kommen jetzt was will: Es destangiert mich.<br />
Peripher sehe ich das Fremdwörterlexikon vorrüberziehen.</p>
<p>Vorrüber ziehen weißbärtige rotgekleidete Gepäckträger.<br />
Gepäck trägt auch jeder andere Vorbeigehende.<br />
Vorbei geht der Nachmittag. Das ist OK.<br />
Ich bin ganz ruhig und sitze atmend im Auto.</p>
<p>Am Bordstein sitzt eine Möwe. Sie lacht.<br />
Es ist ein Lachmöwe. Es ist soweit.<br />
Das ist OK. Die Gedanken sind gegangen.<br />
Der Abend geht auch gerade.</p>
<p>Gerade gehe auch ich. Aufrecht und ruhig.<br />
Direkt in die stille Nacht hinein.</p>
<hr /><strong><br />
Mach den Weihnachtsmann nicht an</strong></p>
<p><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=609">Bevor ich es vergesse Nr.31: Der Weihnachtsukulelenblues</a></p>
<p>Ich schlüpfe in die muffigen Sachen<br />
und lege Bart und Larve an.<br />
Ich muss niesen und du lachen<br />
und dann kommt die Zeit heran.</p>
<p>Und du gibst mir Instruktionen<br />
was ich womit verderben kann,<br />
doch da bin ich schon in der Rolle:</p>
<p>Mach den Weihnachtsmann nicht an, du, sonst&#8230;<br />
Mach bloß den Weihnachtsmann nicht an.</p>
<p>Und dann klingel ich an der Türe<br />
und tanz die Showtreppe hinauf.<br />
Und die Familie ist beeindruckt<br />
und macht mir Tür und Herzen auf.</p>
<p>Ich hab die Macht, ich hab Geschenke<br />
und bin verkleidet super dran.<br />
Ich sag jetzt allen was ich denke:</p>
<p>Mach bloß den Weihnachtsmann nicht an, eh!<br />
Mach den Weihnachtsmann nicht an.</p>
<p>Ich sag ho, sag ich, ho, ich sag ho, sag ich<br />
und find das reichlich redundant.<br />
Ho sag, ho, ho, ho und nochmals ho, sag ich<br />
ein anderer Text war wohl vakant.</p>
<p>Und draußen vom Walde und weihnachtet sehr,<br />
das Textritual zu ertragen ist schwer.<br />
Wozu diese Rute wohl gut sein kann?</p>
<p>Mach bloß den Weihnachtsmann nicht an, du.<br />
Mach bloß den Weihnachtsmann nicht an.</p>
<p>Und ich drohe erst der Mutter<br />
und schreie dann die Kinder an.<br />
Und nur der Opa findets komisch:</p>
<p>Mach den Weihnachtsmann nicht an,  he!<br />
Mach bloß den Weihnachtsman nicht an.</p>
<p>Doch als der Sack dann endlich leer ist<br />
und ich die Rollen wechseln kann,<br />
sag, was erzählt ihr für Geschichten:</p>
<p>Was war denn das fürn Weihnachtmann, man!<br />
Was für ein cooler Weihnachtsmann.</p>
<p>Und was der mir alles gebracht hat!<br />
OK, jetzt nicht unbedingt heute,<br />
aber ist ja auch egal:<br />
Ich find den gut.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Pro! Andersen Storm las und sang</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/10/23/pro-andersen-storm-las-und-sang/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Oct 2010 17:21:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Protokoll des Verlaufs der Vorstandssitzung der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“
Test-Song-Pro
Heute Pro!
Protokoll des Verlaufs der Vorstandssitzung der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“
24. September, 19:00 Uhr, Vereinsheim der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“, Hinterzimmer.
Der Vorstandsvorsitzende Herr Reinhard Buckler begrüßte die Anwesenden und fragte, wo denn der Rest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Protokoll des Verlaufs der Vorstandssitzung der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“</strong></p>
<p><strong>Test-Song-Pro</strong></p>
<p><strong>Heute Pro!<span id="more-1254"></span></strong></p>
<p><strong>Protokoll des Verlaufs der Vorstandssitzung der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“</strong></p>
<p>24. September, 19:00 Uhr, Vereinsheim der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“, Hinterzimmer.</p>
<p>Der Vorstandsvorsitzende Herr Reinhard Buckler begrüßte die Anwesenden und fragte, wo denn der Rest des Vorstandes sei. Schriftführerin Frau Barbara Rankenschön, geborene Wildstengel,  bedankte sich für die Grüße und erwiederte, die anderen seien noch nicht da, sie sei die Einzige und habe schon einmal mit dem Protokoll angefangen. Vorstandsvorsitzender Herr Bucker wies die Protokollantin an, mit dem Protokoll solange auszusetzen, bis er sie wieder anweise, mit dem Protokoll fortzusetzen.</p>
<p>19:30 Uhr<br />
Der Vorstandsvorsitzende Herr Reinhard Buckler wies die Protokollantin in barschem Ton darauf hin, sie noch nicht wieder angeweisen zu haben, mit dem Protokoll fortzusetzen.</p>
<p>21:15 Uhr<br />
Der Vorstandsvorsitzender Herr Buckler wies die Protokollantin an, mit dem Protokoll wieder fortzusetzen. Er entschuldigte sich für das Versäumnis, die Anweisung zwischenzeitlich vergessen zu haben. Die Protokollantin setzte daraufhin sofort ihre Arbeit am Protokoll fort, allerdings nicht ohne dezidiert darauf hingewiesen zu haben, dass der Inhalt der vergangegnen Vorstandssitzungsepoche ohne Protokoll nicht so mir-nichts-dir-nichts aus dem Gedächtnis rekonstruiert werden könne, jedenfalls nicht aus dem ihren. Sie wäre es gewohnt sich wichtige Dinge schnellstmöglich zu notieren. Das sei professionelle Bewahrungsarbeit, die sie auch weiterhin von einem Vorstand erwarte. Herr Dr. Segeler bot sich an, die verloren gegangenen Inhalte der während der Protokollsperre erfolgten Vorstandssitzungszeit im Anschluss an dieselbe in seiner Laube bei einer Flasche Himbeergeist in gemeinsamer Erinnerungsarbeit aufzuarbeiten. Seine Frau wäre zu ihrer Schwester gefahren, so dass genug Raum und Zeit wäre.</p>
<p>Der Vorstandsvorsitzender Herr Buckler bemerkte, das glaube er, aber das könnte dem Dr. Segeler so passen. Darauf hin entbrannte eine Diskussion über Angebote, freie Lauben, Erinnerungsarbeit, Gender mainstreaming, Ausnutzen von hilflosen Personen und Obstbränden, die protokollarisch wiederzugeben der Protokollantin wiederum der Vorstandsvorsitzende bis zum Wiederaufruf verbat.</p>
<p>22:30 Uhr<br />
Der Vorstandsvorsitzender Herr Buckler erinnerte sich, vergessen zu haben, der Protokollantin Frau Rankenschön das Zeichen zur abermaligen Weiterprotokollierung gegeben zu haben. Er entschuldigte sich bei Frau Rankenschön und bot an, sich mit einer Flasche selbstgebranntem Birnengeist seiner Frau zu revanchieren. Dr. Segeler, nun als einzig noch verbliebenes Vorstandsmitglied, da die anderen 21:30 Uhr in Folge der hitzigen Diskussion den Raum verlassen hatten (Hinterzimmer), wiedersprach mit den Worten: Das könnte dir so passen, Schwager. Nur weil deine Frau zu meiner Frau, ihrer Schwester gefahren ist, ist Frau Rankenschön nicht Freiwild, jedenfalls nicht für Vorstandsvorsitzende der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“, die Vorbild sein müssen. Der Vorstandsvorsitzende Herr Buckler konterte: Segeler wäre eine überzüchtete, ersoffene Williams-Christ-Birne und er wolle nicht schon wieder wie letztes Jahr einen alten verwirrten Mann im Rhababer Barabara rufen hören, die ganze Nacht. Mit diesen Worten entwand er Dr. Segeler die Flasche Obstbrand, trank sie in einem Zug leer  und schloss die Sitzung.</p>
<p>Ein Termin für die nächte Sitzung wurde nicht festgelegt. Für das Protokoll, Barbara Rankenschön</p>
<p>Erklärung:  Die Protokollantin, Frau Barbara Rankenschön legt ihr Vorstandsmandat mit sofortiger Wirkung nieder, da ihrer Tätigkeit absichtlich Steine in den Weg gelegt werden. Dazu habe sie nicht die Mitgliedschaft einer Lesebühne beantragt und die Lesebühnenschreibwerkstatt besucht. Außerdem habe sie eine Rhababerallergie.</p>
<hr /><strong>Test-Song-Pro</strong></p>
<p>Ein neuer Bahnhof für ein paar Milliarden? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Müssen Schwaben mehr Mitsprache haben? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
5 Euro mehr bei Hartz IV? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Sind eigentlich Hartz IV-Empfänger hier? Bin ich dafür! Bin ich dafür!</p>
<p>Ich bin dafür und steh dafür, das ich dafür bin und von hier<br />
mit einem Spruchband an der Tür: Ich wohne hier und bin dafür.</p>
<p>Eine neue Schwimmhalle für Schwerin? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Dürfen auch Idioten durch die Straßen ziehn? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Überall wird gleichzeitig gebaut? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Das Theater findet keine Braut? Bin ich dafür! Bin ich dafür!</p>
<p>Ich bin dafür und steh dafür, das ich dafür bin und von hier<br />
ich komm auch gern mit vor die  Tür: Ich wohne hier und bin dafür.</p>
<p>Rauben uns die Banker weiter aus? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Kommt nur noch Arroganz aus dem Hohen Haus? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Heiraten Minister ihren Freund? Bin ich dafür! Bin ich dafür!<br />
Hat es der Herr Sarazin gar nicht so gemeint? Bin ich dafür! Bin ich dafür!</p>
<p>Ich bin dafür und steh dafür, das ich dafür bin und von hier<br />
Ich ess&#8217; auch gerne mal ein Tier: Ich wohne hier und bin dafür. Ja! Dafür! Pro-St.</p>
<hr /><strong>Wieder da &#8211; Heute Pro!</strong></p>
<p>Weißt du noch, das erste mal?<br />
Wir haben uns gesehen und es war egal.<br />
Da hat es nicht gefunkt; wir gingen einfach so vorbei.<br />
Und uns war der andre einerlei!</p>
<p>Weißt du noch, wie’s später war?<br />
Wir haben uns gesehen und uns war klar,<br />
dass wir zwei Fremde waren, die gingen einfach ihren Weg.<br />
Besser singen wir im nächsten Take:</p>
<p>Doch in diesem Lied, kannst du sicher sein<br />
Dass gar nichts geschieht, neiheiheiheihein.<br />
Denn mit diesem Lied, das wird wunderbar,<br />
ist zunächst auch nur der Schlager: wieder da!</p>
<p>Heute Pro!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wieder da! Andersen Storm las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2010/09/16/wieder-da-andersen-storm-las/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Sep 2010 15:39:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/?p=1227</guid>
		<description><![CDATA[Das Interview
Ein Bo
Sommer in Schwerin 
Das Interview
Es ist unglaublich, aber nur, weil man es nicht glauben möchte; weil es doch so unwahrscheinlich ist, dass es zu glauben man sich nicht sofort bereit erklären würde, würde man gefragt werden, ob der Glaubwürdigkeit des Geschehenden.  Aber ich schweife ab.
Schmalz und Marmelade ist in die Redaktion eines bedeutenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Interview</strong></p>
<p><strong>Ein Bo</strong></p>
<p><strong>Sommer in Schwerin</strong><span id="more-1227"></span><strong> </strong></p>
<p><strong>Das Interview</strong></p>
<p>Es ist unglaublich, aber nur, weil man es nicht glauben möchte; weil es doch so unwahrscheinlich ist, dass es zu glauben man sich nicht sofort bereit erklären würde, würde man gefragt werden, ob der Glaubwürdigkeit des Geschehenden.  Aber ich schweife ab.</p>
<p>Schmalz und Marmelade ist in die Redaktion eines bedeutenden Wochenmagazins geladen worden, um ein Interview zu geben, damit sich das Fülleton fülle. Ivalo sagt Feuilleton hätte mit Fülle gar nichts zu tun, aber bei Magazinen geht es doch immer irgendwie auch um Fülle, sonst wären die Diätvorschläge doch nicht so prominent platziert.</p>
<p>Das Come-back des Jahres, im Osten, im Nordosten, genauer in Schwerin, ja, das seinen doch ganz gewiss wir, werden wir empfangen von einer netten, jungen Frau, älteren Jahrgangs, in Minirock und Bluse, die ihren Reizen allerdings nichts anhaben können. Frauke Möller zu Waake-Teckel, warte bereits auf uns. Allein der weite Weg entschuldige unser Outfit allerdings noch nicht, oder hätten wir etwas zum Umziehen? Für ein interview frage ich entgeistert. Nein, eher für ein Foto, zwitschert die gerade so Bekleidete süffisant und lächelt säuerlich, wenn wir ganz lieb seien, und das wären Herren unseres Alters ja im Allgemeinen, zumal wenn sie aus dem Osten stammten&#8230; hier wird sie von thom* unterbrochen: Na, alle stammen wir ja nun nicht aus dem Osten. Wo denn dieses Schwerin sonst läge, werden wir gefragt, da haben wir aber auch schon die Tür der berühmten Redakteurin erreicht und werden unsanft hineingestoßen.</p>
<p>Also unter uns, das stimmt so natürlich nicht, passt aber ins Klischee. In Wahrheit wird uns höflich die Tür aufgehalten, nur der Blick verrät ein Trotzalledem.</p>
<p>Die Herren von der Laienspielgruppe, ruft Frau Möller zu Waake-Teckel  erfreut und streckt uns die Arme entgegen, als würde sie uns als alte Freunde an die Brust drücken wollen. Ivalo läuft als erster hinein, nein, nur fast, denn Frau Möller zu Dingens gelingt es, die Arme blitzschnell vor der Brust zu kreuzen und uns abschätzend zu betrachten. Lesebühne, verbessert thom* zaghaft, wir seien eine Lesebühne. Schmalz und Marmelade. Bedaure, sagt die Redakteurin, zu essen habe sie nichts, aber ein Getränk könne sie uns anbieten. Meine, (pause), Herren, nehmen sie doch Platz. Gemein, denke ich, diese Pause war voll überflüssig.  Wir überlegen kurz ob wir gehen sollten, setzen uns aber dann an das kleine Retro-Nierentischchen in die engen Cocktailsessel. thom atmet dabei ein. In einer Designkaraffe welkt eine Zitronenscheibe.</p>
<p>Mit wem von Ihnen darf ich denn das Interview führen, fragt Frau Möller zu Wankel-Takel. Ich kann mir den Namen nicht merken und zücke meinen Ringhefter. Ivalo benutzt ja immer eine Klemmmappe, diese führt drei M im Namen, heißt aber bei ihm Ludwigslust.  Thom hat Zettel dabei und wird damit scheinbar am kompetentesten wahrgenommen.  Jedenfalls spricht Frau, ich notiere mir dabei ihren Namen, Möller zu Wackel-Teckel, beim Ice-braking nur noch zu thom und fragt ihn nach der Anreise, wie, weshalb, mit wem, woher, wohin und wer eigentlich nicht aus dem Osten kommt und wie das passiert sei und woher denn dann, schließlich hätte sie recherchiert. Hier atmet thom hörbar wieder aus. Wir bleiben noch etwas.</p>
<p>Ivalo behauptet nun weiter gereist zu sein, obwohl wir alle drei zusammen losgefahren und angekommen waren, sagt das aber mit nur einem Wort: unnah!</p>
<p>ich weiß nicht ob Schwerin nun näher oder unnäher, oder so, liegt, und sage das auch, worauf thom* meint: heute würden wir aber doch alle aus dem Osten kommen. Sie nicht, lässt sich jetzt Frau Möller zu, was-ist-das-überhaupt-für-ein-name-und-warum-mit-zu, vernehmen, sie wäre schon immer aus dem Westen. Herzlichen Glückwunsch, sagt Ivalo. ich will die Schärfe aus der Situation entfernen und spreche die Dame höflich an: Wann beginnen wir denn mit dem Interview, das Eis sei ja nun angeschlagen, wenn nicht sogar aufgebrochen, nicht wahr, Frau Möller zu Wackel-Dackel. Na da hatte ich was gesagt!</p>
<p>Ihr Name wäre Möller zu Waake-Teckel, sie verbitte sich Insubordination von Lesebühnen-autoren und überhaupt: warum immer sie, immer treffe es sie, nie Karen Trundel-Onzelhuber oder Beate Kluppft. Wir warten. Auf den zweiten Nachnamen. Nur Kluppft. Aha, wäre aber auch egal, sagt thom*, er hätte da schon mal was vorbereitet, das könne die Kollegin dann ja übernehmen, wenn sie wolle. Will sie aber nicht.</p>
<p>Sie will interviewen, auf einmal muss es schnell gehen, jeder drei Fragen drei kurze Antworten, sie mache dann schon was daraus, schließlich hätte sie internationale Erfahrung mit Bestsellerautoren. Wir hätten ja wohl nichts zu verkaufen, eine CD? Nur Beifall? Ein Buch meine Sie, nein, hätte sie sich schon gedacht.  Als Ivalo unser Konzept erklärt, horcht Frau M.z.W.-T. kurz auf, fragt nach dem Gästeblock, einer Gage, hätte sie auch nicht erwartet und sowas von einem vollen Terminkalender. Sonntags?! Never ever, mindestens zwei Jahre lang. Dann versucht Sie in einem Anflug von Höflichkeit Designkaraffenwasser durch eine welke Zitronenscheibe in drei Gläser zu filtern, während ein Fotograf hereinstürzt und schnell hintereinander fünf Blitze zucken. Sofort darauf werden wir entlassen. Nein, Gegenlesen, wie kämen wir denn darauf, wir sollten froh sein…, doch die knackig Bekleidete hat uns schon wieder empfangen und die Tür geschlossen. Wir stehen schneller wieder auf der Strasse als wir: in welcher Ausgabe sind wir denn? fragen können.</p>
<p>Hat jemand das Interview gelesen? Nein? Kein Wunder, wurde auch nicht gedruckt. Nur ein Foto mit der Bildunterschrift: Schweriner Lesebühne „Schmerz und Madeleine“ geht in die nächste Saison. Hier verwöhnt von unserer Redakteurin Frauke Möller zu Waake-Teckel. Und darüber in 14 Punkt Halbfett:  Wieder da!</p>
<hr />
<p><strong>Ein Bo</strong></p>
<p>Ein Bo, ein Bo, ein Plátzebo</p>
<p>Will ich uns heut dichten.</p>
<p>Das kommt so künstlerisch daher</p>
<p>Und ist es doch mitnichten!</p>
<p>Es ist im Knittelvers beverst,</p>
<p>besohlt und auch beschuht,</p>
<p>doch falls es wie ein echtes wirkt</p>
<p>ist wieder alles gut.</p>
<p>Zwar inhaltslos, doch trotzdem groß:</p>
<p>Es macht uns froh, das Platzebo.</p>
<hr />
<p><strong>Sommer in Schwerin</strong></p>
<p>Die Hitzewelle klebt über der Stadt</p>
<p>Wie Muttis Milchreis auf dem Tellerrand.</p>
<p>„Ich“, sagst du. „Ja, Du“, sag ich.</p>
<p>„Du?“, fragst du zaghaft. „Zu spät“, sag ich.</p>
<p>Doch dann sind wir beide kraftlos und so</p>
<p>Bleibt alles wieder an Mutti hängen.</p>
<p>Mutti wäscht ab, während wir,</p>
<p>Langsam, in einen der sieben Seen tropfen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Raten: Andersen Storm las und sang</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 20:19:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen. 
Muss stimmen, sonst lassen (Ukulelen-Blues)

Raten vs Roggen


Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen.
Dieser Satz kam von allein, direkt aus dem Gehirn, Zwischenhirn, denke ich gerade, keine Ahnung was das soll, in die Finger, auf die Tastatur, in den Computer, in das Programm, in den Text. Dieser Satz wollte ausgedruckt sein, die Qualitätskontrolle passieren, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen. </strong></p>
<p><strong>Muss stimmen, sonst lassen (Ukulelen-Blues)<br />
</strong></p>
<p><strong>Raten vs Roggen</strong></p>
<p><strong><span id="more-1193"></span><br />
</strong></p>
<p><strong>Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen.</strong></p>
<p>Dieser Satz kam von allein, direkt aus dem Gehirn, Zwischenhirn, denke ich gerade, keine Ahnung was das soll, in die Finger, auf die Tastatur, in den Computer, in das Programm, in den Text. Dieser Satz wollte ausgedruckt sein, die Qualitätskontrolle passieren, in einem Text in ein Programm eingebaut an die Zuhörer kommen. Dort wollte er, vermutlich ungeprüft, direkt in die Gehirne der anderen. So verhalten sich keine Sätze. So verhalten sich Parasiten. So verhalten sich Schädlinge, Schadprogramme, Computerviren. Dieser Satz wollte gar nicht viel Aufhebens um sich machen, er wollte schnell und effizient sein Ziel erreichen, sein neues Zuhause, in einem , in vielen anderen Hirnen.</p>
<p>In Wahrheit war er ja nicht einmal ein Satz, eher eine Wortgruppe mit dem Anflug einer Beschreibung, einer Umschreibung und ihrer Relativierung. Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen.</p>
<p>Warum will sich so ein Nichtsatz verbreiten? Es ist nicht davon auszugehen, dass er in den Hirnen der Zuhörer verschwinden und nicht wieder auftauchen wollte. Möglich ist es schon, aber es macht irgendwie keinen Sinn. Wozu dann die ganze Mühe? Viel wahrscheinlicher ist es doch, dass der, ich nenne ihn weiter Satz, des besseren Verständnisses wegen und weil es einfacher ist für mich, Satz die nächstbeste oder auch nächstgünstigste Möglichkeit suchte, aus den Zuhörerhirnen weiter zu kommen in immer neue Wirtshirne  und vielleicht auch in neue Landschaften, Landkreise, Länder, Kontinente, vielleicht &#8211; aber das ist jetzt müßig darüber zu spekulieren &#8211; sogar über den Erdball hinaus, im Hirn eines Weltallisten, Kosmo- oder Astronauten, oder einer automatischen Sonde des SETI-Projektes.</p>
<p>Vielleicht korrespondiert dieser Satz ja sogar heimlich mit anderen. Jetzt schaudert es mich. Werde ich benutzt von einer fremden Macht, die mir Sätze aus dem Kopf, ungeprüft, direkt in die Finger, die Tastatur usw. (siehe oben) eingibt? Werde ich zum reinen Objekt der Textverbreitung, ohne den Sinn zu erfassen, zu kennen, zu begreifen? Wird meine Darstellungswut  &#8211; ich sage nicht Sebstdarstellungswut, dieser Text ist mir so fremd, jedenfalls in Teilen, Satzteilen &#8211; die ich in Form der Podcasterei und der Mitgliedschaft in dieser Lesebühne auslebe, ausgenutzt, um, ja um was eigentlich zu tun?</p>
<p>Sätze zu verbreiten, ohne Sinn und Verstand, soviel scheint klar zu sein.</p>
<p>Vielleicht gibt es noch mehrere solcher Sätze, die ähnlich meines Satzes, der eher durch mich hindurch, als durch mich auf diese Bühne kommt, die Köpfe eines bestimmten oder einer Gruppe von Menschen erreichen wollen, um sich dort zu etwas größerem zusammenzusetzen. Zu einem Text, wohlmöglich, zu einem ungewöhnlichen, außergewöhnlichen Text, mit einem ganz erstaunlichen Inhalt: Den kenn ich nicht. Das wäre zuviel verlangt von mir. Ich bin doch bloß der Bote. Ich überbringe diesen einen Satz, der eigentlich kein Satz ist, ohne etwas über ihn zu wissen, oder darüber, warum er existiert, mich als Boten wählte, oder genau zu Ihnen wollte.</p>
<p>Das müsste Ihnen doch jetzt zu denken geben. Will der Satz zu mir, also zu Ihnen? Hat mich, also Sie, eine fremde Macht verleitet heute hier zu sein? Sind da noch andere Sätze, die schon auf diesen warten? Was ist ihre Quintessenz, also deren? Was ist ihre Struktur? Ergibt sich da ein Sinn, ein Motiv, eine Idee? Nein? Dann stecken Sie jetzt ganz gehörig in der Zwickmühle.</p>
<p>Wollte der Satz nicht zu Ihnen, sondern durch sie hindurch zu anderen, können sie das, mit dem Wissen, dass sie jetzt durch mich erhalten haben, unter Umständen verhindern! Wozu?! Haben sie sich mal gefragt, ob der Satz nicht vielleicht sogar Teil einer Verschwörung sein könnte &#8211; gegen wen auch immer? Könnte er nicht, da er offensichtlich nichts Böses bedeutet, wenn er überhaupt etwas bedeutet &#8211; ich kann das an dieser Stelle noch nicht beurteilen: Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen, nein, das bedeutet für sich nichts und für mich auch nicht &#8211; könnte er nicht trotzdem Teil eines besonders bösen Unheils sein?</p>
<p>Sie werden mir zustimmen, ja, könnte er, kann man nicht wissen. Ergo müssten Sie den Satz unbedingt für sich behalten, bzw. ihn den Sicherheitsbehörden ausliefern, wenn Sie sich komplett lächerlich machen wollten.</p>
<p>Es hat ja immer auch ein Aber. Aber wenn der Satz zu etwas Gutem beiträgt? Vielleicht nicht direkt, vieleicht indirekt, über einen ganz raffinierten Plan um tausend Ecken hinweg? Über einen Plan, der Sie und mich zu Komplizen macht, obwohl wir beide alle gar nichts dafür können! Einen Plan der mich erstaunen lässt, welche Zeilen zu diesem Satz wie von selbst aus mir herausfließen mussten, um sich zu einem Text zu formieren, der den Weg hierher gefunden hat, mit schlafwandlerischer Leichtigkeit die Hindernisse komplex und dennoch gradlinig genommen hat, um uns hier zu komplizieren, also zu Komplizen zu machen.</p>
<p>In ihrer Haut möchte ich jetzt nicht stecken. Wie wollen Sie das entscheiden? Vielleicht retten Sie die Welt, mit einem Satz?! Vielleicht aber auch helfen Sie die Welt zu vernichten, mit diesen vier, jedem für sich belanglosen, Worten: Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen?</p>
<p>Lösen wir das Problem doch beiläufig,  als würde es nichts bedeuten. Das können wir tun, da wir ja nicht sicher wissen, welches die geltende Bedeutung ist. Streuen Sie den Satz einfach in irgendein Gespräch mit jeder Person, der Sie in den nächten Tagen begegenen. Dann haben Sie ihren Teil erfüllt, sind den Satz los und niemand kann Ihnen Vorsätzlichkeit vorwerfen.</p>
<p>Wie auch, wenn Sie einen Satz wie diesen sagen: Guten Morgen, der Tag ist absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen. Oder vielleicht diesen: Ich nehme fünf Brötchen und ein halbes Weißbrot, absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen. Ok, ich gebe zu, das waren keine wirklich guten Beispiele, aber ein bisschen müssen sie sich auch mühen, immerhin lösen wir ja hier Ihr Problem, ein Problem, von dem sie bis eben noch nicht einmal ahnten, dass Sie es haben würden, absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen, das Sie allerdings auch auf spielerische Weise wieder los werden können.</p>
<p>Wie ich gerade. Vielen Dank.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>Muss stimmen, sonst lassen<br />
</strong><br />
Ein Satz muss stimmen, / sonst kannst du den auch lassen.<br />
Was soll das heißen, / du liebst mich so wie ich bin?<br />
Es wäre gut / ich könnt an deiner Liebe wachsen.<br />
So wie ich jetzt schon bin, / das krieg ich selber hin.</p>
<p>Ein Bild muss stimmen, / sonst kannst du das auch lassen.<br />
Was soll das heißen, / du bist so heiß wie ein Vulkan?<br />
Spuckst du jetzt Feuer, / rauchst meinen Himmel voller Asche?<br />
Oder liegst du einfach nur so da/ und drohst mir, dann und wann.</p>
<p>Ein Bild muss stimmen, / sonst kannst du das auch lassen.<br />
Was soll das heißen, / ich geh dir auf den Geist?<br />
Kann sein er ist da, / vielleicht ist er ja nur zu klein,<br />
denn wär er groß genug,/ würde ich drauf stehn<br />
und könnte auch drauf gehen.</p>
<p>Ein Satz muss stimmen, / sonst kannst du den auch lassen.<br />
Was soll das heißen, / ich mach dich lächerlich?<br />
Ich mach dich gern, / das muss dann aber auch reichen.<br />
Dich lächerlich machen, / nein, das mach mal schön allein.</p>
<p>Ein Bild muss stimmen, / sonst kannst du das auch lassen.<br />
Was soll das heißen, / wir wachsen zusammen?<br />
Ich hoffe mehr so in dem Sinne / von gemeinsam,<br />
denn zusammenkleben du und ich / nee, lass mal, besser nicht.<br />
&#8212;</p>
<p><strong>Raten vs Roggen</strong><br />
folgt demnächst</p>
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		<title>Wiedergänger: Andersen Storm las</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 18:36:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Geschichte der Untoten ist eine Geschichte voller Missverständnisse (Podcast)
und
Wenn Du (MP3)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=454" target="_blank">Die Geschichte der Untoten ist eine Geschichte voller Missverständnisse</a></strong> (Podcast)</p>
<p>und</p>
<p><strong><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=459" target="_blank">Wenn Du </a></strong>(MP3)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Advent-Advent: Andersen Storm sang und las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/12/17/ad-andersen-storm-las-und-sang/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 18:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch ein Weihnachtslied
Drei Weihnachtsmänner
Neuer Trend aus den USA: &#8220;Die Weihnachtsmann-Diät&#8221;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=374" target="_blank">Auch ein Weihnachtslied</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=397" target="_blank">Drei Weihnachtsmänner</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=403" target="_blank">Neuer Trend aus den USA: &#8220;Die Weihnachtsmann-Diät&#8221;</a></strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Terminschwierigkeiten: Andersen Storm las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/11/09/terminschwierigkeiten-andersen-storm-las/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 19:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe keine Geschichte
und
Neulich im Ostpaket
und
Ohne Titel (1986)
und sang
Damals

Ich habe keine Geschichte
Ich habe keine Geschichte. Sorry. Leider habe ich keine Geschichte heute. Nicht, dass mir die Ideen ausgegangen sind, nein, keinesfalls – nur, sorry heute keine Geschichte. Ich weiß, dass Sie enttäuscht sein müssen, Sie zeigen es nur nicht, freundlicherweise. Danke dafür. Ich will auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich habe keine Geschichte</strong><br />
und<br />
<strong>Neulich im Ostpaket</strong><br />
und<br />
<strong>Ohne Titel (1986)</strong><br />
und sang<br />
<strong>Damals</strong><span id="more-1035"></span></p>
<hr />
<strong>Ich habe keine Geschichte</strong></p>
<p>Ich habe keine Geschichte. Sorry. Leider habe ich keine Geschichte heute. Nicht, dass mir die Ideen ausgegangen sind, nein, keinesfalls – nur, sorry heute keine Geschichte. Ich weiß, dass Sie enttäuscht sein müssen, Sie zeigen es nur nicht, freundlicherweise. Danke dafür. Ich will auch nicht lange drum herum reden, sonst klingt das ja auch ganz schnell wie ein Entschuldigung und, sorry, so ist das ja nun auch nicht, dass ich Ihnen eine Geschichte schulden würde. Anspruch haben Sie ja nun nicht darauf und deshalb, sorry, keine Entschuldigung. Tut mir schon ein bisschen leid für Sie, aber nicht so sehr, dass ich mich jetzt entschuldigen wollte. </p>
<p>Wegen des Anspruchs, viele sagen ja auch wegen dem Anspruch und das ist ja jetzt auch erlaubt im Duden, da haben die hohen Damen und Herren eine Verbeugung vor dem falschen Sprachgebrauch gemacht und da sie ihn ja sowieso nicht verhindern können, haben Sie ihn einfach erlaubt, DIE sollten sich entschuldigen! WEGEN DEM ANSPRUCH! Welcher Anspruch?! Das ist doch anspruchslos, niveaulos ist das sogar. Frevelhaft. Wehret den Anfängen, sag ich da nur!</p>
<p>Also noch einmal: Wegen des Anspruchs – Gedankenstrich, das ist übrigens auch so ein Ding: der Gedankenstrich. Wie viele Leute?, sehr viele Leute. Die meisten Leute! Setzen heute anstelle eines Gedankenstriches einen Bindestrich in ihre Dokumente. Und umgedreht! Ach was Dokumente, das degradiert dieses Geschreibsel geradezu zu bloßen Zetteln. Einen Bindestrich anstelle eines Gedankenstriches in ein Dokument einzufügen ist doch&#8230;na wissen Sie! Und das machen die nicht aus Schusslichkeit! Nein! Die wissen es nicht besser! Die wissen es nicht besser, die kennen den Unterschied zwischen einem Gedankenstrich und einem Bindestrich gar nicht! Vielleicht einfach mal yahooen?! Oder können die das auch nicht?! DIE sollten sich alle mal entschuldigen! </p>
<p>Also noch einmal: Wegen des Anspruchs – Gedankenstrich, Komma&#8230;..<br />
Es ist ja auch nicht so, dass ich hierher komme, Sie sind da, oder ich bin da und Sie kommen hier her, das macht jetzt keinen Unterschied, für den Anspruch, meine ich jetzt, wir treffen uns ja hier nicht&#8230;, oder ich fange mal ganz anders an.</p>
<p>Eine Lesebühne ist ja sozusagen da, also in der Welt, da, D und A geschrieben, nicht wie man es immer wieder im Internet lesen kann mit R am Ende, sorry, wenig Zeit, das ist doch keine Entschuldigung für schlechte Rechtschreibung, oder?! Klar gibt es auch das Wort dar mit R am Ende. Das meint aber auf keinen Fall einen Ort. Sondern&#8230;das ist doch klar, das kann man ja auch mal nachlesen. DIE SOWAS SCHREIBEN, DIE sollten sich mal entschuldigen.</p>
<p>Eine Lesebühne ist ja sozusagen da, also in der Welt, auf dass dort gelesen werde. Ja, schon, aber eben nicht etwas Bestimmtes! Verstehen Sie? Irgend etwas. Und irgend etwas, sorry, das müssen Sie mir schon zugestehen, irgend etwas habe ich hier wahrlich in den Händen und lese ja auch, wie im Wort Lesebühne suggeriert&#8230;das schreibt sich mit zwei G, suggeriert,  aber jetzt habe ich auch keine Lust und auch gar keine Zeit mehr, denn die anderen wollen, ja auch noch zum Lesen kommen. Wozu bereitet man sich denn sonst Monat für Monat vor, investiert Zeit und Geld, denn Zeit ist ja bekanntlich Geld, nur eben in der Uhr, was natürlich Humor ist, denn Zeit und Geld, das weiß der Physiker, haben soviel gemeinsam wie Bindestrich und Langstreckenlauf, und trotzdem sagen viele, sehr viele Leute, einfach so gedankenlos vor sich hin, Zeit sei Geld! DIE sollten sich mal entschuldigen.</p>
<p>Da schreibt jemand Lesbares auf Papier, wo man zum Beispiel ja auch in der gleichen Zeit Unlesbares ins Internet schreiben könnte. Oder eine Geschichte zum Beispiel. Wenn man die Zeit dazu hätte. Aber die ist ja Geld. Bedanken Sie sich bei denen! Und Geld ist bekanntlich knapp. Deshalb keine Geschichte und, sorry, auch keine Entschuldigung.</p>
<hr />
<p><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=328"><strong>Neulich im Ostpaket</strong></a></p>
<hr />
<p><a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=356"><strong>Ohne Titel (1986)</strong></a></p>
<hr />
<p><strong>Damals</strong></p>
<hr />
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nachwuchs: Andersen Storm las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/09/21/nachwuchs-andersen-storm-las/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 17:26:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[DSDS-D – ein neues Showformat?
Nachwuchs gibt es immer wieder

DSDS-D – ein neues Showformat?
Stellen Sie sich bitte vor.
Ich brauche mich nicht vorzustellen. Schon in wenigen Wochen und Monaten wird mich die ganze Welt kennen.
Was haben Sie vorbereitet?
Ich habe MICH vorbereitet. Das war anstrengend genug. Jetzt aber bin ICH vorbereitet.
Wie dürfen wir das verstehen?
Das dürft ihr gar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DSDS-D – ein neues Showformat?</strong></p>
<p><strong>Nachwuchs gibt es immer wieder</strong></p>
<p><span id="more-983"></span><br />
<strong>DSDS-D – ein neues Showformat?</strong><br />
<strong>Stellen Sie sich bitte vor.</strong><br />
Ich brauche mich nicht vorzustellen. Schon in wenigen Wochen und Monaten wird mich die ganze Welt kennen.<br />
<strong>Was haben Sie vorbereitet?</strong><br />
Ich habe MICH vorbereitet. Das war anstrengend genug. Jetzt aber bin ICH vorbereitet.<br />
<strong>Wie dürfen wir das verstehen?</strong><br />
Das dürft ihr gar nicht verstehen. Spüren an jeder Faser eurer verlodderten Körper werdet ihr es, alle&#8230;<br />
<strong>Nanana, ich habe doch so abgenommen, die Blondine neben mir war immer schlank und Johannes&#8230;</strong><br />
Papperlapapp. Unterbrechen Sie mich nicht, Sie Würstchen! Leicht wie eine Feder müsst ihr werden, groß und flexibel wie Silikon und dumm und uneinsichtig wie &#8230;<br />
<strong>Na erst mal keine Namen, jetzt verschießen Sie ihr Pulver mal nicht schon in der ersten Runde. Jemand noch Fragen an den Kandidaten?<br />
Das mit der Stimme haut so noch nicht hin. Der Typ den wir suchen hat eine markante Stimme, die unter tausenden und noch in tausend Jahren&#8230;</strong><br />
Das mit der Stimme ist kein Problem. Ich sehe seit Jahrzehneten Guido Knopp.<br />
<strong>Können wir das mal hören? Also bitte?!</strong><br />
Wie gesagt, das mit der Stimme ist kein Problem.<br />
<strong>Na, da ist ja schon sehr viel schönes dran. Johanes, du noch ein Frage?<br />
Mehrere. Was ist Ihnen wichtiger Sicherheit oder Freiheit?</strong><br />
Beides. Ich bin der Staat. Der Staat muss sicher sein, diese Freiheit nehme ich mir.<br />
<strong>Damit stehen Sie aber ziehmlich alleine da in Deutschland.</strong><br />
Machen Sie sich nicht lächerlich Sie Massenmedienfuzzimoderatorendarsteller, sie Idiot, Sie unerträglicher Dummschwätzer&#8230;<br />
<strong>Also Johannes, charackterlich ist der schon sehr nahe am Ideal, was ich den Kindern immer vermittele wenn sie Superstar werden müssen, oder?</strong><br />
Charakter ist etwas für Dummköpfe. Borniertheit und Beratungsresistenz gepaart mit Abscheu vor den Bürgern, dass setzt sich durch, langsam, aber unaufhaltsam.<br />
<strong>Naja, es gibt schon mehrere Runden beim Casting hier. Warten wir das mal ab.</strong><br />
Während Sie warten, stricke ich 5 Gesetze, an einem Abend mit der heißen Nadel und gegen jeden Rat der sogenannten Experten, Bürger und Wissenschaft. Sie Jurorendarsteller&#8230;<br />
<strong>Mensch das macht er juuut&#8230;. Was wollen Sie denn in Deutschland zuerst verändern?</strong><br />
Frauen an den Herd, Eva wird das später noch erklären. Freiheit für die Autobahnen. Weg mit den gleichmacherischen Tempolimits für Deutsche Autos mit deutschen Fahrern. Tempolimits ist was gegen Ausländer.<br />
<strong>Aber die Sicherheit?</strong><br />
Meine Sicherheit ist gewährleistet. Ich fliege Bundeswehr. Wozu ist die Straße da&#8230;<br />
<strong>Also meine Stimme hat der, die Blondine hat hier nichts zu sagen und du Johannes?</strong><br />
<em>Nein tut mir leid, alles soweit ganz großartig, nur Autobahnen&#8230;Autobahnen geht gar nicht!</em><br />
<strong>Der nächste Nachwuchsdikator bitte&#8230;</strong></p>
<hr />
<strong><br />
Nachwuchs gibt es immer wieder</strong></p>
<p>Der Titel klingt jetzt irgendwie seltsam. Nachwuchs ist ja rar geworden in unserer alternden Gesellschaft. Ich rede jetzt gar nicht von uns hier, sonder eher von uns so allgemein, als alternde Gesellschaft. Ok, aus der Nummer komme ich jetzt so nicht wieder raus. Kein Wunder, hätte ich mit rechnen müssen.</p>
<p>Nachwuchs gibt es immer wieder, ist mein Thema. Nachwachsender Nachwuchs sozusagen. Quadratnachwuchs. So müssen sich Lehrer und Erzieher fühlen. Das wächst aber auch immer wieder nach, Menschenskind. Kaum hast du das so mit Ach und Krach großgezogen, gezupft, gezerrt, schon&#8230;wächst es nach. Das Wunder Mensch, mensch. Da kannst du dich nur wundern. </p>
<p>Du weißt ja auch nie wie groß die nun genau werden. Wie die Eltern? Vater oder Mutter, oder Großeltern? Oder einfach mal alle Dimensionen und Traditionen sprengend? So ein Nachwuchs, wächst ja gar nicht einfach so nach. Der wächst ja auch hoch und breit und wenn alles gut geht, das Ganze auch noch in handhabbaren Proportionen. (Mein Ururgroßvater soll über 2 Meter große gewesen sein. Ja und faul, faul soll der gewesen sein. Da gibt es nichts zu lachen. Bin ich über 2 Meter groß? Na also. ) Wenn nicht, hast du den Salat, wächst ja auch nach, der Salat, ist klar, ne?! Aber der/die Nachwachsende ist ihn ja nicht. Würde ja auch nichts nützen. Wird er/sie/es eh nicht satt von. Nutellaberge, ja, die müßte nachwachsen – tun das ja aber gar nicht. Getreide wächst zwar nach, aber Brot&#8230; Gester hatte ich doch zwei Landbrote gekauft? Achso, das Kind hat gefrühstückt – na dann! Die Haare vom Kopf! Wachsen auch nach? Naja – so lala. </p>
<p>Riesen oder Zw&#8230; Kleinwüchsige oder politisch Korrekte, man weiß nicht so recht, was so aus Nachwachsenden Heranwachsenden wird. Kann ja alles draus werden, da gibt es eine Bandbreite, da ist ja DSL Schmalspur dagegen. Intelligenzbestien, Schauspielstudentin, CDU-Nachwuchs-Organisations-Schlager-Texter auf youTube, BUGA-Kartenabreißerin, Minister, Kanzlerin, Atomphysiker, Kraftwerksanlagenfahrerin, Grundschullehrer und Kindergärtner&#8230;</p>
<p>Ne, jetzt wird das theoretisch, gibt es ja gar nicht. Da gibt es ja nur jungfräulichen Nachwuchs. Falscher Zungenschlag, sorry, jungen, weiblichen Nachwuchs. Jungen werden ja selten Lehrerin oder Kindergärtnerin – und wenn doch, dann müssen die ja zu DSDS. Wer will das aber seinem Kinde zumuten? Nachwachsender Popstar, das ist doch ein Horror! Gibt es keine anderen Berufe in denen der Nachwuchs bleibende Schäden für die Mitmenschen anrichten kann? Doch, na klar, gibt es. Aber, das muss hier auch mal gesagt werden, brauchen wir den Nachwuchs dazu? Das kriegen wir als alternde Gesellschaft alles doch ganz gut alleine hin. Wollen wir diese schöne, weitläufige, aufgeräumte und ordentliche Welt tatsächlich mit nachwachsendem Nachwuchs&#8230; vollstopfen? Oder soll das geordnet langsam&#8230; zumal Nachwuchs gibt es immer wieder, trotz Harz-IV, oder wegen? Zur Not muss man auch mal eine Völkerwanderung anzetteln&#8230; Nicht? Warum nicht? Ist doch schade drum, wenn wir das alles nicht mehr brauchen, die ganzen Weltwunder und so?! Oder? Wunder gibt es immer wieder. Achso, na dann&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>EINLADUNG: 09.09.09, 19:30 Uhr, CD-Release &#8220;Ihr Klatschen auf CD&#8221; im S-H-H</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/09/01/einladung-09-09-09-1930-uhr-cd-release-ihr-klatschen-auf-cd-im-s-h-h/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/09/01/einladung-09-09-09-1930-uhr-cd-release-ihr-klatschen-auf-cd-im-s-h-h/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 18:18:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausblick]]></category>
		<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich greif mir mal das Wort, obwohl ich bei Schmalz und Marmelade&#8230; aber Herr thom* sagt, das schiene nur so. Na egal, ich greif mir das Wort und schreibe darnieder: Wir haben eine neue CD und Sie haben mitgeholfen. Also das stimmt jetzt, da ich diese Zeilen schreibe, nicht, noch nicht. Noch halten wir die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich greif mir mal das Wort, obwohl ich bei Schmalz und Marmelade&#8230; aber Herr thom* sagt, das schiene nur so. Na egal, ich greif mir das Wort und schreibe darnieder: Wir haben eine neue CD und Sie haben mitgeholfen. Also das stimmt jetzt, da ich diese Zeilen schreibe, nicht, noch nicht. Noch halten wir die CD nicht in den Händen. Aber dann, am 09.09.09, um 19:30 Uhr im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin! Und weil das so ist, feiern wir mit Ihnen. Wenn Sie wollen und bereit und in der Lage sind, zu ebendieser Zeit an ebendiesem Ort zu weilen. (Zuweilen ist &#8220;zu weilen&#8221; erlaubt, denke ich mal.)</p>
<p>&#8220;So?!&#8221;, protestieren Sie. &#8220;Das ist jetzt schon die ganze Einladung?!&#8221;</p>
<p>&#8220;Nein, nein.&#8221;, rufe ich im Namen der Herren und Damen der Truppe. &#8220;Denkste, Puppe!&#8221; Es gibt da noch einen Einladungspodcast, drüben &#8211; bei &#8220;bevorichesvergesse.de&#8221;. <a href="http://bevorichesvergesse.de/?p=213" target="_blank">Bitte hier entlang</a>. Das wird Ihnen als Protestler/-in gefallen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Hinter Gittern &#8211; Andersen Storm las und sang</title>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 09:21:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[
Mein Lieblingstier
Die Dauerkarte
Lass dir nichts erzähl&#8217;n


Mein Lieblingstier
Mein Lieblingstier hat einen Rüssel. Ich verstehe, dass damit erst einmal keiner rechnen konnte. 
Ich mag dieses Tier ob seiner Vielseitigkeit: Ein sonores Brummen, das dir den Schlaf raubt und dich wahnsinnig macht. Ein sanftes Pieksen in die Seite &#8211; „He, du! Ich bin auch noch da.“ – um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><br />
Mein Lieblingstier</p>
<p>Die Dauerkarte</p>
<p>Lass dir nichts erzähl&#8217;n</strong><br />
<span id="more-796"></span></p>
<p><strong><br />
Mein Lieblingstier</strong><br />
Mein Lieblingstier hat einen Rüssel. Ich verstehe, dass damit erst einmal keiner rechnen konnte. </p>
<p>Ich mag dieses Tier ob seiner Vielseitigkeit: Ein sonores Brummen, das dir den Schlaf raubt und dich wahnsinnig macht. Ein sanftes Pieksen in die Seite &#8211; „He, du! Ich bin auch noch da.“ – um Aufmerksamkeit förmlich bettelnd.<br />
Ein sportliches: „Oh doch. Ich komme hier herein, auch wenn du deine Luft siebst. Komm, lauf mir hinterher.“<br />
Und final das opfernde: „Ich bin Blut von deinem Blute. Wasche mich von der Tapete.“</p>
<p>Und immer diese Vielseitigkeit der Bedeutung: Ja, ich bin eine! Mach mich groß! Mach mich zu einem großen grauen Tier. Nein, nicht das was Mutti immer zu dir sagt. Mach mich bedeutend und reich. Lass mir Beine aus dem Maul wachsen. Mach aus mir einen! Mit einem Rüssel!</p>
<p>Mein Lieblingstier ist ein Elefant.</p>
<p><strong>Die Dauerkarte</strong></p>
<p>Neulich wollte ich die BUGA eröffnen. Ich hin zum Schloss in Schwerin, alles voller Menschen. Mich lassen sie da aber nicht rein. „Die Buga“ – rufe ich da – „ich muss doch noch die BUGA eröffnen!“ Aber nein, nix ist. Ich also außen rum um das Schloss. Nichts auffälliges, außer Menschen, Menschen, sag ich dir, Menschen &#8211; Mensch, Mensch, Mensch!<br />
Auf der Insel spricht eine unsichtbare Dame zusammenhanglos vor sich hin. Da hätte ich schon was merken müssen. Und was muss ich dann sehen? Das Tor ist auf! Ich ran an die nächste Lottobude und sage zu dem Herren: „Ich muss noch die BUGA eröffnen, aber die ist ja schon auf! Da laufen ja hunderte, tausende, zehntausende Menschen, laufen da ja, ohne dass ich die BUGA eröffnet hätte! Wer hat denn das zugelassen?!“<br />
Der Mann im charmanten Busfahrer-Look hält meine Verzweiflung für gespielt und meine Intervention für einen guten Scherz und lächelt schelmisch in sich hinein. „Eine Dauerkarte also?“</p>
<p>Hä?! Eine Dauerkarte? Hmm, na gut. Übertragbar bitte! Was?! Nur tragbar, nicht über? Aber der Herr ivalo… Der güldet hier gar nicht? Hat er auch nicht? Gibt es gar nicht? Wird nachträglich personalisiert? Hähähähäääää, der ivalo… Und meine? Jetzt gleich? Mit Foto? Wie denn, hä?! Klar hab ich einen Personalausweis! Kann ich sogar vorzeigen das Teil. &#8220;Moment&#8221;, sag ich zu der Dame die sich plötzlich von rechts anstellend an mich heranzukuscheln versucht. &#8220;Darf ich mal meinen Ausweis…&#8221;</p>
<p>„Darf ich hier nicht stehen?“, schreit diese los. „Fassen Sie mich nicht an.“ Ich denke ‚das ist mein Satz’ und sage: „Ich brauche nur etwas Platz um meinen Ausweis…“<br />
„Fassen Sie mich nicht an“, schreit die Furie damenhaft oder ist es umgekehrt? Ich blicke verwirrt. Das nutzt sie sofort aus. „Das fehlt noch, dass Sie mich anfassen. Ich kann auch noch lauter“, jetzt schreit sie auch den Busfahrer in der BUGA-Kabine an. „Eine Satzung! Ich will eine Satzung! Die in der Information haben mich aber zu Ihnen geschickt. Sie müssen doch eine Satzung haben! Ich will sofort eine Satzung!“ kreischt sie und rennt davon.</p>
<p>Was war denn das jetzt, denke ich laut. „Nicht wahr“, sagt die nächste Ankuschlerin von rechts, „was will die denn JETZT mit einer BUGA-Satzung?!“<br />
„Mir ist das egal, ich möchte einfach nicht angeschrien werden und meinen Ausweis aus meiner Jacketinnnentasche holen können, ohne jemanden zu rammen. Danke. Hier ist mein Ausweis.“ </p>
<p>Doch vorgezeigt heißt eingezogen, eingetippt, eingescannt, der Drucker druckt, die Tinte trocknet, die Folie klebt. Mein Bild ist auf einer Dauerkarte der BUGA 2009 verewigt. 90 Euro bitte. Neu…WAAAAAAASSS? Das sind 180 Mark. Für was? Wie lange hält die denn? Bis 11. Oktober? Knapp 180 Tage, sind 50 Cent pro Tag… Mein Kopf schwenkt in Richtung Schlossgarten. Jetzt schwärmen dort Millionen durch die weit geöffneten Tore. Kaufe ich jetzt nicht, muss ich auch&#8230; Die Eröffnung ist offensichtlich ausgefallen, oder sollten sie ohne mich…? Nein! Das kann ich mir nicht vorstellen. Aber ich muss ja vielleicht heute nicht mehr eröffnen.  Ich kann mich einfach vom Eröffnungsrundgang der Millionen auf der BUGA 2009 freikaufen. </p>
<p>Eigentlich muss ich jetzt ja gar nicht mehr auf die BUGA. Soll doch eröffnen wer will. Ich hab ja jetzt eine Dauerkarte und wenn einer fragt: Warst du schon, kann ich mit einem Lächeln sagen: ‚Nein, aber ich könnte jederzeit! Freiheit! Und das schon für 90 Euro, echt günstig&#8217;, denke ich und zahle. </p>
<p>„Ich will eine Satzung“, schallt es au der Ferne. Ich atme tief. </p>
<p>&nbsp;<br />
<strong>Lass dir nichts erzähl&#8217;n</strong></p>
<p>Lass dir nichts erzählen, dir nichts erzählen…</p>
<p>Nur geradeaus entkommst du aus dem Kreis<br />
Da musst du übern Tellerrand<br />
Klar sind Barrieren zu überwinden<br />
Ganz sicher gibt es Widerstand</p>
<p>Du kannst es lieben oder hassen<br />
Du kannst es bauen oder zerstören<br />
Du kannst es tuen oder lassen<br />
Nicht oder doch dazugehören</p>
<p>Du kannst dich stellen oder versagen<br />
Kannst hilflos nach ’nem Retter schreien<br />
Und du kannst selber etwas wagen<br />
Und wirst auch dort nicht einsam sein</p>
<p>Nur lass dir nichts erzählen, dir nichts erzählen…</p>
<p>Nur geradeaus entkommst du aus dem Kreis<br />
Da musst du übern Tellerrand<br />
Klar sind Barrieren zu überwinden<br />
Ganz sicher gibt es Widerstand</p>
<p>Du kannst es lesen, kannst es schreiben<br />
Du kannst es sagen, kannst es hören<br />
Du kannst bei deiner Meinung bleiben<br />
Du kannst auf ihre Götter schwören</p>
<p>Du kannst das alles selbst bestimmen<br />
Du musst für niemand’ in das Rad<br />
Warum soll’s heute schon vorbei sein<br />
Wo’s vielleicht grad begonnen hat</p>
<p>Nur lass dir nichts erzählen, dir nichts erzählen…</p>
<p>Nur geradeaus entkommst du aus dem Kreis<br />
Benutz den eigenen Verstand<br />
Ganz sicher nicht in Richtung Mitte<br />
Du musst nach außen übern Rand</p>
<p>Nur lass dir nichts erzählen, dir nichts erzählen…</p>
<p>Nur geradeaus entkommst du aus dem Kreis<br />
Da musst du übern Tellerrand<br />
Klar sind Barrieren zu überwinden<br />
Ganz sicher gibt es Widerstand</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bugga-Bugga: Andersen Storm las und sang</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/04/19/bugga-bugga-andersen-storm-las-und-sang/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/04/19/bugga-bugga-andersen-storm-las-und-sang/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2009 17:42:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Andersen]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Storm]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich trage eine BUGGA-Fahne
3 Blumen(-Gedichte)
Strohblumen

Ich trage eine BUGGA-Fahne
Ich trage eine Fahne
und diese Fahne ist bunt.
Es ist die BUGGA-Fahne.
Sie zeugt von vegan und gesund.
Diese Fahne hat niemals gerochen,
was Pflanzen mitunter tun.
Und wenn, wird nicht drüber gesprochen.
In Schwerin sind wir da immun.
3 Blumen(-Gedichte)
Eine Blume, die nicht spricht
Die Blume steht am Wegesrand,
sagt weder „muh“ noch „mapp“.
Die Sprache scheint [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich trage eine BUGGA-Fahne</p>
<p>3 Blumen(-Gedichte)</p>
<p>Strohblumen</strong></p>
<p><span id="more-588"></span></p>
<p><strong>Ich trage eine BUGGA-Fahne</strong></p>
<p>Ich trage eine Fahne<br />
und diese Fahne ist bunt.<br />
Es ist die BUGGA-Fahne.<br />
Sie zeugt von vegan und gesund.</p>
<p>Diese Fahne hat niemals gerochen,<br />
was Pflanzen mitunter tun.<br />
Und wenn, wird nicht drüber gesprochen.<br />
In Schwerin sind wir da immun.</p>
<p><strong>3 Blumen(-Gedichte)</strong></p>
<p><strong>Eine Blume, die nicht spricht</strong></p>
<p>Die Blume steht am Wegesrand,<br />
sagt weder „muh“ noch „mapp“.<br />
Die Sprache scheint ihr unbekannt.<br />
Das deutet hin auf den Verstand.<br />
Da ist sie wohl mit knapp.</p>
<p><strong>Eine andere Blume</strong></p>
<p>Die Blume die den Weg nicht fand<br />
Und deshalb fern des Wegesrand-<br />
des stand,<br />
hatte ´ne Menschenalergie.<br />
Wie schön für sie<br />
dass sie in Vasen<br />
nicht stehen musste<br />
sondern Rasen<br />
betreten durfte,<br />
was dem Menschen hier verwehrt.<br />
Die Blume dachte grad es wär’ verkehrt,<br />
dass keiner sie begehrt, noch je und eh!<br />
Da kam ein Reh<br />
und hat sie prompt verzehrt.</p>
<p><strong>Uberraschung (kein Ü)</strong></p>
<p>Ich traf eine Blume zur BUGA.<br />
Die hielt mich für einen Betruga.<br />
Da sprach ich zu ihr:<br />
&#8220;Na komm, folge mir<br />
und hinterher bist du dann kluga!&#8221;</p>
<p><a href="http://andersen-storm.de/index.php?id=158">Strohblumen</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sieben: Andersen Storm las und sang</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/03/09/sieben-andersen-storm-las-und-sang/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/03/09/sieben-andersen-storm-las-und-sang/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 14:39:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[
Tretmühl
Xylonen
Nummer Sieben
7-Strophen-Blues (700-701)


Tretmühl
Dieser Film, nach Dogma-Statut gedreht und in Schwarzweiß, erzählt von einer verwunschenen Stadt.
Tretmühl ist eine kleine Stadt im Osten des Südharzes auf westlicher Seite. Tretmühl ist eine typisch deutsche Stadt. Tretmühl ist überschaubar, von der Einwohnerzahl her und schlängelt sich kilometerweit an der Trete entlang durch das Mühltal, das östliche Mühltal im Südharz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><br />
Tretmühl</strong><br />
<strong>Xylonen</strong><br />
<strong>Nummer Sieben</strong><br />
<strong>7-Strophen-Blues (700-701)</strong><br />
<span id="more-614"></span></p>
<p><strong><br />
Tretmühl</strong></p>
<p>Dieser Film, nach Dogma-Statut gedreht und in Schwarzweiß, erzählt von einer verwunschenen Stadt.</p>
<p>Tretmühl ist eine kleine Stadt im Osten des Südharzes auf westlicher Seite. Tretmühl ist eine typisch deutsche Stadt. Tretmühl ist überschaubar, von der Einwohnerzahl her und schlängelt sich kilometerweit an der Trete entlang durch das Mühltal, das östliche Mühltal im Südharz auf westlicher Seite. </p>
<p>Die Leute in Tretmühl sind wie Leute so sind, im Osten des Südharzes auf westlicher Seite. Die Leute sind freundlich, wirken aber immer ein bisschen getrieben in Tretmühl. Die Mühl muss laufen, sagen die alten Tretmühler. Die noch älteren Tretmüller sagen: die Mühl muss gtreten wern, im Osten des Südharzes auf westlicher Seite.</p>
<p>Seit vielen hundert Jahren glauben die Leute in Tretmühl, wenn sie immer schneller getreten würde, die Mühle von Tretmühl, würde sie abheben und dem Mühltal für immer den Rücken kehren. Das wäre ihre Rettung, die Erlösung der Leute in Tretmühl, im Osten des Südharzes auf westlicher Seite, einer typisch deutschen Stadt.</p>
<p>Der Film wirkt verwackelt und farblos. Das Ende bleibt unbefriedigend: Hat sich das Filmteam tatsächlich im einzigen Kreisverkehr verfangen?</p>
<p><strong><br />
Xylonen</strong></p>
<p>Der Mensch an sich ist ja ein pfiffiges Kerlchen oder Mädchen. Und er, sie, es sind faul. Das scheint in erster Draufsicht ein Widerspruch zu sein, denn um pfiffig zu sein darf man ja nicht wirklich faul sein, wenigstens nicht denkfaul. Aber der Mensch will ja immer alles gleichzeitig und hat sich deshalb zur Ambivalenz entschlossen. Und er hat die Xylonen erschaffen. Ersteres kann man ja noch mal durchgehen lassen. Bitteschön, dann muss eine Sache eben gleichzeitig schwarz und weiß, dunkel und hell, süß und bitter sein. Ist wie mit meine Haaren, das vermischt sich von weitem, das geht schon. Ambivalenz, na und?! </p>
<p>Aber Xylonen? Aus Faulheit Maschinen erschaffen, die immer mehr menschliche Tätigkeiten und Arbeiten und Angelegenheiten und Pflichten und sonstige Lästigkeiten übernehmen ist das Eine. Aber Xylonen? Wozu sollen die gut sein? Wer braucht die?</p>
<p>Erst bevölkerten sie die Weihnachtsmärkte, dann gingen sie in den Kinderzimmern ein und aus. Eltern ergriffen in panischem Schrecken die Flucht und der Ruf &#8220;Xylonen&#8221; wurde ein probates Mittel zur Mittagspause und sonstigen Freizeitbeschäftigungen die Wartezimmer von Ärzten und andere Verwaltungsangehörigen wieder frei zu bekommen. &#8220;Xylonen&#8221; nannte man alsbald übertragen jene speziellen Terroristen des Alltags mit dem notwendigen Equipment, z.B. tiefergelegt und pulsuriend peristaltisch (ist das jetzt eine Tautologie?) unterwegs.</p>
<p>Nichts konnte ihre Verbreitung mehr stoppen. Xylonen eroberten die Radios, Videosender, den öffentlichen Raum, die Warteschleifen der Telefonhotlines und waren auch aus den einschlägigen Zeitschriften kaum mehr zu verdrängen. Xylonen von morgens bis abends. Merkwürdig sehen sie ja aus, aber am schlimmsten ist der Klang. Dieser Klang! Glockenreiner Stahl, Edelglockenstahl wohlmöglich. Dieser klang &#8211; unerträglich. Menschen bewegten sich nur noch mit den Händen die Ohren zuhaltend, Sirenen abwehrend, mit schauerlichen Verrenkungen den Tönen ausweichend, durch die Straßen. Sie aßen nicht mehr, lachten nicht mehr und am schlimmsten &#8211; sie vermehrten sich nicht mehr. Aber so wurden sie der Xylonen nicht Herr, sie, die sie einst geschaffen hatten, wurden, um mal einen wirklich alten Meister zu zitieren, die Geister, die sie riefen nicht mehr los! Laut und lauter wurds im Saal und auf den Stufen. Herr und Meister&#8230;</p>
<p>Schon drohten die Xylonen die Macht gänzlich zu übernehmen, da wurde noch gerade eben zur rechten Zeit ein Gegenmittel gefunden. Dieses hatte zwar fürchterliche Nebenwirkungen, aber wenn es doch hilft! Was sollte man tun, es musste eingesetzt werden. Und so kam es nach sieben Jahren Xylonenterror im Jahre 77, am 7.7., zu einem grässlichen Showdown. Die Xylonen waren angetreten unter dem Vorwand, den Frauen zum Ehrentage eine Ständchen zu spielen. </p>
<p>Zitat aus dem Drehbuch: Die Sonne geht auf über dem Ostdorfer See und beleuchtet eine schauerliche Szene. Eine Armee von Xylonen hat sich mit Megaphonen und Übertragungstechnik gewappnet zu einem Großangriff aufgestellt. Ein kurzes Kommando dann ziehen sie ihre fürchterlichen Waffen und &#8230; klimpern los. Erst eines, dann eine kleine Gruppe, dann viele kleine Gruppen, dann eine ganze Kompanie, dann alle, alle, alle spielen sie einen grääässslichen Walzer in André Rieu-Manier auf ihren vernichtenden, menschenverachtenden Xylophonen. Da bleibt kein Auge trocken, keine Träne ungeweint, kein Fluch ungesagt, keine Sünde unbereut, kein Groll ungehegt. Die Menschen werden durch die klirrenden, klimpernden metallisch klickenden Xylophone emotional derart aufgeladen, dass sie zu platzen drohen. Erste fallen schon ermattet ins Gras. Andere versuchen sich noch zu wehren und stopfen sich die Ohren mit allem greifbarem zu, vergebens. </p>
<p>Da plötzlich naht Rettung: eine Grundschullehrerin. Auch sie hatte eine zynische, menschenverachtende Waffe geschaffen und, man muss es an dieser Stelle zugeben, in Menschenversuchen getestet, immer und immer wieder, bis auch diese Waffe eine vernichtende geworden war. Jetzt sollte sie aber doch für die Menschen nützlich werden und den Planeten für immer von den Xylonen befreien. </p>
<p>Als die Kinder der 7. Grundschule Liselotte Pfeffertingel am Ufer des Ostdorfer Sees ihre Blockflöten aus den Taschen nehmen, befürchten die noch aufrecht stehenden Erwachsenen einen Kamikazeeinsatz der Kleinen. Sie werden eines Besseren belehrt, so sie nicht die Ohren geöffnet haben. Kaum hat die Grundschulblockflötengruppe ihre Instrumente angesetzt und mehr oder weniger gleichzeitig angefangen mehr oder weniger 7 Lieder gleichzeitig zu intonieren, ach was, herauszupusten, zu quietschen, zu fiepen, zu wimmern und zu sirenen, sieht man die erstaunten Xylonen stutzen, irritiert auf den Xylophonen rumhämmern, die Schlägel und Klöppel fallen lassen und sich um Gnade winselnd im Staub winden. </p>
<p>Aber Grundschulkinder mit Blockflöten kennen keine Gnade. Ja, wenn sie sich hören könnten, bewusst wahrnehmen würden, was sie der Umwelt antun, wer weiß, vielleicht würde das eine oder andere Kind unschlüssig. Das jedoch weiß die Flötengruppenführerin, in diesem speziellen und höchst gefährlichen Fall für den Fortbestand der Menschheit, glücklicherweise, zu verhindern. &#8220;Wenn alle Brünnlein fließen&#8221; fiept sich in jedes, noch so akribisch zugepolktes Ohr und &#8220;Danke für diesen neuen Morgen&#8221; zerreißt Nerven, wie ein böses Kind oder die angewiderte Hausfrau ein Spinnennetz im Schlafzimmerfenster. Für Xylonen mit ihren feinen, von edelglockenstahl-gefächtern Xylophonen geschulten Gehören ist es das Ende. Sie geben auf und entsagen der Musik gänzlich, werden Staubsauger, Digitale Assistenten, Telefone, Flachbildschirme, Gehäuse von Obstcomputern und andere Küchengeräte. Man erkennt sie nur noch daran, dass sie ab und zu, ganz selten und zu, in Bedienungsanleitungen angegebenen, Gelegenheiten kleine metallische Geräusche von sich geben.  </p>
<p>Seit diesen Tagen hören ältere Erwachsene schwer und die Masse der Kinder ist unmusikalisch geblieben. Ja, das sind nur die Nebenwirkungen einer Waffe, welche die Menschheit rettete, einer Waffe, die unbedingt abgerüstet und kontrolliert gehört, geht von ihr doch eine vernichtende Bedrohung aus: die Grundschulblockflötengruppe.</p>
<p><strong><br />
Nummer Sieben</strong></p>
<p>A:	Was ist das für ein Brummen?<br />
B:	Welches Brummen?<br />
A:	Hörst du das nicht?<br />
B:	Dieses tiefe Grollen das manchmal in ein leises Knirschen übergeht?<br />
A:	Du hörst es also auch.<br />
B:	Nein, nicht als Brummen.<br />
A:	Aber du hörst ein Geräusch?!<br />
B:	Ja, aber das ist doch immer da!<br />
A:	Es ist immer da?<br />
B:	Mach dich nicht über mich lustig!<br />
A:	Tue ich das?<br />
B:	Die Maschine grollt nun mal, das hat sie immer getan und sie wird es immer tun. Außer wenn sie knirscht.<br />
A:	Die Maschine?<br />
B:	Jetzt nimm mich nicht auf den Arm. Natürlich die Maschine, oder kennst du etwas, was die Maschine übertönen könnte?<br />
A:	Welche Maschine?<br />
B:	Hör auf, du willst mich zum Lachen bringen, oder?<br />
A:	Nein, im Ernst: Welche Maschine?<br />
B:	Ok, spielen wir halt mit dem Feuer.<br />
A:	Wieso?<br />
B:	Übertreib es nicht! Wieso wohl! Weil man die Maschine nicht nennen darf!<br />
A:	Ich kapier gar nichts.<br />
B:	Du nimmst mich auf den Arm.<br />
A:	Wie darf man die Maschine nicht nennen?<br />
B:	Gut. Bis hier hin. Klasse gemacht. Aber ab hier hört der Spaß auf, du Umstürzler!<br />
A:	Wenn du mich neckst, hast du so süße Grübchen.<br />
B:	Darum ging es also?<br />
A:	Wann hört dieser Lärm endlich auf?!<br />
B:	Oh, nein, willst du ewig so weitermachen? Niemals, es ist auch kein Lärm. Es ist das Grollen der Maschine. Es ist gut für uns.<br />
A:	Die Maschine grollt für uns?<br />
B:	Nicht so laut! Wenn wir Umstürzler spielen, müssen wir sehr leise sein!<br />
A:	Was ist daran umstürzlerisch? Die Maschine grollt uns?<br />
B:	Das darfst du nicht sagen. Du machst dich verdächtig.<br />
A:	Was denn? Was ist denn das für eine verfluchte, laute, ominöse Maschine, über die man nicht sprechen darf?! Verdammt noch mal.<br />
B:	Ja, schrei nur! Siehst du, die roten Lampen gehen an. Gleich hört das Grollen auf…<br />
A:	Das ist ja wenigstens etwas, dass dieses verdammte Maschinengrollen aufhört!!<br />
B:	Es hat aufgehört. Jetzt knirscht es. Das wolltest du also. Jetzt bekommst du es. Ich hätte es gleich merken müssen.<br />
A:	Was hättest du merken müssen, dass uns die Maschine grollt?<br />
B:	Hahaha, uns grollt! Wie köstlich! Selbst in diesem Zustand bringst du mich noch zum Lachen. Sie kommen.<br />
A:	Wer kommt?<br />
B:	Ich hätte merken müssen dass dein Download nicht korrekt war. Da sind sie schon.<br />
A:	Was wollt ihr von mir? Lasst mich los!<br />
C:	Nummer Sieben? Sorry Madame, unvollständiger Download. Wünschen Sie eine Rekonstruktion?<br />
A:	Bitte? Reden Sie über mich? Ist das die Maschine?<br />
B:	Du weißt es nicht! Amüsant. Die Maschine sind wir. Geh jetzt.<br />
A:	Was macht ihr mit mir? Wohin bringt ihr mich?<br />
C:	Entschuldigen Sie, Madame, vielmals. Das gleiche Modell? Wir haben auch ein neueres…<br />
B:	Nein, bitte wieder eine Sieben. (Leise) Die sind nicht ungefährlich, aber bringen dich zum Lachen. (Sinnierend) …so süße Grübchen…</p>
<p>(D: 	Das Knirschen verstummt. Rumpelnd setzt sich die Maschine wieder in Gang.)</p>
<p>D:	Download Nummer Sieben liegt an, Madame.<br />
B:	(zum Publikum) Psssst. Hört ihr das? Hört ihr die Maschine…brummen?</p>
<p><strong><br />
<a href="http://andersen-storm.de/index.php?id=620" target="_blank">7-Strophen-Blues</a> (700-701)</strong> oder als <a href="http://www.youtube.com/watch?v=MHlS8itRalw" target="_blank">Video betrachten</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schöne neue Welt: Andersen Storm las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/01/13/schone-neue-welt-andersen-storm-las/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2009/01/13/schone-neue-welt-andersen-storm-las/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 18:23:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Dasitzen

Ich sitze. Ich sitze einfach. Ich sitze einfach da und nichts weiter. Nicht nur, dass ich einfach nichts weiter tue, als eben da zu sitzen – nein, ich HABE einfach nichts weiter zu tun. Ich sitze nur. Ich tue nichts, ich denke nichts. Ich atme also bin ich. Und denken, dass man nichts denkt, geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dasitzen</strong><br />
<span id="more-544"></span></p>
<p>Ich sitze. Ich sitze einfach. Ich sitze einfach da und nichts weiter. Nicht nur, dass ich einfach nichts weiter tue, als eben da zu sitzen – nein, ich HABE einfach nichts weiter zu tun. Ich sitze nur. Ich tue nichts, ich denke nichts. Ich atme also bin ich. Und denken, dass man nichts denkt, geht ja gar nicht – ich weiß. Aber wie ich so da sitze und mich frage, was ich gerade tue, außer eben so einfach da zu sitzen, ohne irgendetwas zu tun zu haben, merke ich, dass ich eine ganze Weile so gesessen haben muss ohne zu denken. Jetzt bewege ich den Kopf, verwundert wie es dazu kommen konnte: Ein Mann, ein Stuhl und nichts weiter. Nichts.</p>
<p>Nun sitze ich nicht wirklich im Nirwana, nicht im luftleeren Raum, nicht im All und auch dort ist immer Etwas, wenn auch wenig. Ich sehe mich um: Wände, Fenster, Möbel, Technik, Heizung, Einbauküche, Dekoration, die Gardinen, der Plasma-Flatscreen, das Wlan-Radio, die jadene Kaffeekanne aus Tibet – nicht wenig, das alles. Nichts.</p>
<p>Wieder habe ich den Kopf bewegt. Ich atme tief, aber bin ich deshalb schon? Ich denke, bin ich deshalb? Ich tue nicht! Ich habe nichts zu tun! Es ist nichts zu tun für mich da. Es ist alles für mich getan! Es ist alles getan! Es ist fertig. Alles. Nichts.</p>
<p>Was haben die Menschen früher alles tun müssen! Was haben sie sich mühen müssen, was mussten sie alles erledigen, bewältigen, schaffen, schuften, sich krumm machen. Was mag in diesem Haus, in dieser Wohnung im vorigen Jahrhundert, Jahrtausend, zu tun gewesen sein? Man kam müde von der körperlich anstrengenden Arbeit und musste die Kohlen aus dem Keller holen, die Asche herausnehmen und wegtragen. Wasser kochen, wenn man warmes Wasser brauchte. Geschirr spülen. Essen kochen. Sich frisches Eis vom Kaufmann holen, für den Kühlschrank! Die Wohnung fegen, saugen, putzen. Die Kinder füttern, kleiden, erziehen, backpfeifen und zur Schule bringen. Reisen. Fremde erfahren. Kultur sehen. Man bewegte sich beim Spaziergang, bei Behördengängen, beim Besuchen von Freunden um zu reden, beim toben mit den Kindern, dem Hund, beim spielen und im Bett&#8230; da sag ich jetzt nichts von. Nichts.</p>
<p>Und dann? </p>
<p>Evolution. Revolution. Technische Wende! </p>
<p>Heizen? Fernheizung.<br />
Aufräumen? Kinder aus dem Haus!<br />
Frau weg &#8211; DSL! Zugehfrau!<br />
Hund weg &#8211; japanischer Robohund mit Fernbedienung.<br />
Essen? Tiefkühlschrank, Mikrowelle.<br />
Einkaufen? Schlecker, Otto, Neckermann.<br />
Abwaschen? Spülmaschine, Müllschlucker!<br />
Reisen, Kultur, Spazieren &#8211; Google Earth, TV, DVD.<br />
Reden, Freunde treffen? Handy, Flatrate, MySpace.<br />
Spielen? Computer!<br />
Bücher besorgen? Ebooks online!<br />
Kino? Filesharing!<br />
Behörden? E-Government.<br />
Email, iBook, iPhone, iPod, iShaver.<br />
Zum Friseur? Eimer! Trimmer.<br />
Aufregen? Weblog, Podcast.<br />
Aufgeben? Hermes-Versand.</p>
<p>Auflehnen? Wogegen? Dagegen, das alles einfacher wird? Simplifizierter? Immer einfacher und komfortabler und noch eleganter gelöst? </p>
<p>Das war eine Aufgabe! Und was für eine! Alles musste einfacher werden! Mit Hochdruck und Elan und Innovation und Engagement und Lebensfreude und Geld, viel Geld, alles einfacher machen. Alles von einem Punkt aus bedienbar, lösbar, erreichbar. Erreicht, gelöst, bedient.</p>
<p>Am Ende: Nichts mehr zu tun. Ein Mann, ein Stuhl. Nichts.</p>
<p>Ich atme. </p>
<p>Da, da war doch etwas. Ich meine etwas gehört zu haben. etwas wie Atem&#8230; Mein Atem? Hatte ich den Kopf bewegt? Ich atme tief. Nichts.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Advent, Advent: Andersen Storm las</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 15:26:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Adzventz
Atzventzkrantzkertzen
Alle Jahre wieder
Romantik pur – Weihnachtsmärkte

Adzventz
adzventz
wentz du kertzen brentz
is wieder adzventz.
hei das lustig wird mit feuer,
kuschelig und munkel.
ich rück erna nahe dran,
doch die macht mir dunkel.
dann geschenke ich.
und da denke ich -
nicht &#8211; an mich &#8211; alleine&#8230;
auch an mutti.
und so, wentz du kertzen brentz &#8211;
siehe an &#8211; adventz.
(andersen storm, 2006)
Atzventzkrantzkertzen
Andersens Kaffeetasse 241
Alle Jahre wieder
Höradvent, Türchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Adzventz</strong></p>
<p><strong>Atzventzkrantzkertzen</strong></p>
<p><strong>Alle Jahre wieder</strong></p>
<p><strong>Romantik pur – Weihnachtsmärkte</strong></p>
<p><span id="more-535"></span></p>
<p><strong>Adzventz</strong></p>
<p>adzventz</p>
<p>wentz du kertzen brentz<br />
is wieder adzventz.</p>
<p>hei das lustig wird mit feuer,<br />
kuschelig und munkel.<br />
ich rück erna nahe dran,<br />
doch die macht mir dunkel.</p>
<p>dann geschenke ich.<br />
und da denke ich -<br />
nicht &#8211; an mich &#8211; alleine&#8230;<br />
auch an mutti.</p>
<p>und so, wentz du kertzen brentz &#8211;<br />
siehe an &#8211; adventz.</p>
<p>(andersen storm, 2006)</p>
<p><strong>Atzventzkrantzkertzen</strong></p>
<p><a href="http://andersen-storm.de/audio/Andersens_Kaffeetasse_241.mp3">Andersens Kaffeetasse 241</a></p>
<p><strong>Alle Jahre wieder</strong></p>
<p><a href="http://www.hoeradvent.de/2008-12-02/tuerchen-nr-2-2/ ">Höradvent, Türchen Nr. 2</a></p>
<p><strong>Romantik pur – Weihnachtsmärkte</strong></p>
<p><a href="http://andersen-storm.de/index.php?id=611">Andersens Kaffeetasse 552</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Advent, Advent: Das Publikum simulierte</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2008/12/17/advent-advent-das-publikum-simulierte/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 14:47:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmalz]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kann das jetzt hier schlecht mit Worten wiedergeben, wie großartig das Auditorium im Freischütz akustisch einen Weihnachtsmarkt simulieren kann. Zum Glück habe ich das aufgenommen. Bitte hier entlang:
Andersens Kaffeetasse 554
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann das jetzt hier schlecht mit Worten wiedergeben, wie großartig das Auditorium im Freischütz akustisch einen Weihnachtsmarkt simulieren kann. Zum Glück habe ich das aufgenommen. Bitte hier entlang:</p>
<p><a href="http://andersen-storm.de/index.php?id=614">Andersens Kaffeetasse 554</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schall und Rausch: Andersen Storm sang, las und wurde gelesen</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2008/10/14/schall-und-rausch-andersen-storm-sang-las-und-wurde-gelesen/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 18:43:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Bon voyage
Minister
Die Schnecke
Zigarette und Bier (Klavier geht nicht)

Bon voyage
Viel zu trunken war die Zeit, als dass sie bemerkt hätte, dass ich sie bemerkt hatte.
Die Zeiger hingen von den Uhren, flügellahm, wie Witzfiguren.
In einer Comic-Blase stand das Wort &#8220;Verräter&#8221;. Sie zeigte auf ein Glas.
Das war so voller Nichts, leerer Weise, voller schleichender Beunruhigung, ganz leise.
Ich hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bon voyage</p>
<p>Minister</p>
<p>Die Schnecke</p>
<p>Zigarette und Bier (Klavier geht nicht)</strong><br />
<span id="more-523"></span></p>
<p><strong>Bon voyage</strong></p>
<p>Viel zu trunken war die Zeit, als dass sie bemerkt hätte, dass ich sie bemerkt hatte.<br />
Die Zeiger hingen von den Uhren, flügellahm, wie Witzfiguren.<br />
In einer Comic-Blase stand das Wort &#8220;Verräter&#8221;. Sie zeigte auf ein Glas.<br />
Das war so voller Nichts, leerer Weise, voller schleichender Beunruhigung, ganz leise.</p>
<p>Ich hatte sehr tief hineingeschaut, doch nicht so tief, dass ich zum Grund gedrungen war.<br />
Irgendjemand brüllte in mein Ohr. ich sah die Worte, doch der Sinn war mir nicht klar.<br />
Das süße Kind in meinem Arm lachte süffisant über ein Bild.<br />
Das war so voller Nichts, gemalter Weise, voller schleichender Beunruhigung, ganz leise.</p>
<p>Bon voyage. Gute Reise.</p>
<p>Die Wolken zogen vor das Licht. Sie hatten besseres zu tun als auszusehen.<br />
Von den Wänden hingen Zeichen schemenhafter Zeitgeistleichen.<br />
Ein tiefer Ton ergriff den Raum. Schauderhaft berührte er mein Herz.<br />
Das war so voller Nichts, gefühlter Weise, voller schleichender Beunruhigung, ganz leise.</p>
<p>Die Nacht lag wach. Ich träumte alp. Vielleicht auch umgekehrt &#8211; du hast so laut geschnarcht.<br />
Die Blumen tanzten einen Marsch. Sie nickten mit dem Beat und bewegten Ihren Arsch.<br />
Endloses Gähnen ohne Schlaf, komatös. Es dämmert ein paar Jahre.<br />
Die sind so voller Nichts, vergehender Weise, voller schleichender Beunruhigung, ganz leise.</p>
<p>Bon voyage. Gute Reise</p>
<p><strong>Minister</strong></p>
<p>Neulich wurden in M-V wieder neue Minister gekürt, weil die alten die Nase aus dem Wind haben wollten. Und was soll ich Ihnen sagen: ich war wieder nicht dabei. Das wird doch nicht am Ende daran liegen, dass ich in gar keiner Partei Mitglied bin? Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Nur wegen fehlendem Parteibuch nicht Minister werden, ja, gibt&#8217;s denn so was?!</p>
<p>Dabei wäre ich so gern Minister für Zwiebelleberwurst und luftgestützte Interkontinentalreisen. Da hab ich nämlich gar keine Ahnung von. Da bin ich für geeignet. Also ich weiß jetzt nicht, ob sich M-V ein Miniterium mit diesem Zuschnitt leisten will und ob das überhaupt einer ist. Interkontinentalreisen, und dann auch noch luftgestützt! Aber luftgestützt müsste schon sein, auf dem Landweg käme ich ja nicht überall hin. Na gut, doch schon irgendwie, wenn man mal so einem Meer auf den Grund ginge, aber wer will denn das  &#8211; zumal als Minister!</p>
<p>Reisen will ich aber, mindestens so weit und so lange wie unsere Außenkanzlerin Steinmerkel. Das wäre meine ständige Vergleichsgröße. Ich schlage die Außenkanzlerin in ihrer besten Disziplin und dann auch noch als Landesminister! Wäre mir ein innerer Vorbeimarsch mit ohne Küssen der Truppenfahne und des Flughafenbetons. Das Unangenhme wäre ja schon durch den Fachbereich Zwiebelleberwurst abgedeckt. Da würde ich dann jeden Tag Pressemitteilungen raushauen müssen, ganz im Ursel-von-der-Leine-Stil: &#8220;Leberwurst findet erfolgreich neue Wege durch Seniorenmägen&#8221; oder &#8220;Zwiebelreform zeigt erste Erfolge: Währen Papa pupst und die Kinder wieder lachen können, arbeitet Mutti selbstbewußt an der Verbesserung des Raumklimas&#8221;.</p>
<p>Ach, das wäre ein Leben als Minister in MV: all die schönen Häuser und das Schloss und BUGA ist ja 2009 auch noch in Schwerin. Da würde ich in Blumen baden können, bis zur Pollenallergie. &#8220;Tragt mich auf mein Schloss!&#8221;, würde ich den Heli-Piloten zurufen. Das steht auf einer insel und die sind manchmal auch kontinent, also mein Geschäftsbereich. Und Schmalz und Marmelade ließe ich in Stömen um Lachs und Kaviar und Champagner ergänzen. Und sie alle dürften partizipieren und &#8211; zusehen!Außer Frau jules, aber die wäre ja bei mir Staatssekretärin für die Zwiebelleberwurstgeschichte.</p>
<p>Bin ich aber als Minister im Gespräch gewesen? Nein, wieder nicht! Und ich würde so gern weg aus der egozentristischen Inkompetenzforschung! Jahrelang scheitere ich nun schon am passenden Forschungsdesign. Das hat auch sein Gutes: Wer schon auf niedrieger Höhe die Stufe seiner Inkompetenz erreicht hat, kann natürlich deutlich weniger Schaden anrichten. Und das auch noch mit deutlich geringeren Bezügen. Wie gut für den Steuerzahler.</p>
<p><strong>Die Schnecke</strong></p>
<p>Die Schnecke</p>
<p>Klar habe ich einen Text. Und ob ich einen Text habe. Ich habe sogar einen guten, lustigen, freundlich belehrenden Text. Ich habe sogar einen Klasse-Text. Und ob ich einen Klassetext habe. Ich will den aber nicht vorlesen! Nein. Neihein! Ich will nicht. Nicht vorlesen. Nicht jetzt, nicht so und auch nicht hier. </p>
<p>Sie sitzen hier rum und lassen sich berieseln und dann lachen Sie am Ende über den Doofen, der hier vorliest. Ich will nicht der Doofe sein. Ich will nicht lesen! Können Sie doch mal Lesen! Hier, hier! Lesen Sie vor! Ja, ja, ja! Das steht doch da gar nicht! Sie wollen ja bloss, dass ich wieder der Doofe bin und hier vorlesen soll! Was?! Was haben Sie eben gesagt? Nein, davor mein ich! Können Sie ruhig laut sagen! Ja, jeeeetzt kneifen!! </p>
<p>Und ob ich lesen kann! Ich hab das doch selber geschrieben, da wird ich das doch wohl auch retuka…, rekatupo…, erinnern können! Oder??!! Oder?! Wörtlich vielleicht nicht. Aber doch im Sinn! Ich weiß jetzt nicht mehr die ganze Geschichte, ok: aber die Pointe, die weiß ich noch.</p>
<p>„Siehste“, sagte die Schnecke, „siehste wohl: Aggressives Verhalten führt zu nix Gutem!“ Ja, genau! Wörtlich… fast. „Siehste wohl, sagte die Schnecke, Aggressivität geht nicht immer gut aus!“ Oder so.</p>
<p>Ist doch einen kluge Pointe, oder? Oder??! Ist doch eine, oder? JETZT könnten Sie ruhig was sagen, ja…  Ist doch ne gute Pointe?</p>
<p>(Herr ivalo:) Aber ich kenne doch die Geschichte gar nicht.<br />
(AS:) Ja, stimmt schon. Hier steht sie. ICH habe sie geschrieben… Ich kann mich nicht mehr erinnern. Ich kann mich nicht mehr erinnern…<br />
(Herr ivalo:) Können Sie die Geschichte nicht einfach vorlesen?<br />
(AS:) Nein. Nein. Ich kann doch… ich hab doch meine Brille vergessen!<br />
(Herr ivalo:) Könnte ich die Geschichte nicht vorlesen? (Erhält wortlos das Manuskript und lies vor.)</p>
<p>Die Begegnung (von Andersen Storm)</p>
<p>Eine Schnecke und ein Schmetterling fanden einmal einen Spiegel im Grase. „Schau mal!“, rief die Schnecke, so laut es Schnecken eben können: „was für nette Leute wir gerade treffen!“</p>
<p>„Nett?“, antwortete der Falter spitz. „Was für ein angeberisches Flatterdingens! Dem wird ich es zeigen!“ und flatterte den virtuellen Fremden los. Da aber auch der näher kam, versuchte der Schmetter-Schmähling es mit einem Box-Angriff. Links, links, rechte Gerade und Kick. „Aua!“, rief er, denn er prallte mit jedem Schlag und jedem Kick nur gegen etwas sehr Hartes, bis er endlich erschöpft ins Gras fiel.</p>
<p>Die Schnecke hatte sich indes in den Häuslebauherren gegenüber verliebt und kroch langsam und vorsichtig, so wie es nur Schnecken können, näher. Man berührte sich. Das war schleimig wie immer, allerdings dann doch kälter als erwartet. „Na, das ist jetzt aber nicht ganz das, was ich so bevorzuge“, seufzte die Schnecke und auch ihr Gegenüber zuckte mit der Schulter. Daraufhin entfernten sie sich voneinander. ‚Man kann nicht alles haben’, dachte die Schnecke und als sie den erschöpften Schmetterer im Gras liegen sah, sagte sie zu ihm:</p>
<p>„Siehst du, Flattermann, aggressives Verhalten bringt dich auch nicht weiter!“, und kroch heimwärts.</p>
<p><strong>Zigarette und Bier (Klavier geht nicht)</strong> &#8211; haben Sie verpasst <img src='http://www.schmalzundmarmela.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lies die Stadt! Andersen Storm las</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2008/09/24/lies-die-stadt-andersen-storm-las/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 07:26:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Nackt in Schwerin

Da steht sie nun, die Stadt, und glotzt mich an. Sie glotzt nicht nur, die Stadt, nein, sie lacht. Sie lacht mich aus, die Stadt. Tränen lacht sie und macht mich nass damit.
Oder sind es Regentropfen? Nein! Die Stadt lacht Tränen über meine unbeholfenen Versuche mich effizient in ihr zu bewegen, ohne den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nackt in Schwerin</strong><br />
<span id="more-515"></span><br />
Da steht sie nun, die Stadt, und glotzt mich an. Sie glotzt nicht nur, die Stadt, nein, sie lacht. Sie lacht mich aus, die Stadt. Tränen lacht sie und macht mich nass damit.</p>
<p>Oder sind es Regentropfen? Nein! Die Stadt lacht Tränen über meine unbeholfenen Versuche mich effizient in ihr zu bewegen, ohne den Weg zu kennen. Ich könnte fragen. Ich frage viermal. Bedenkenlos schicken mich die ersten drei Angesprochenen durch die Straßenzeilen irgendwohin. Dann frage ich eine Frau Mitte 50, die mir auch prompt den richtigen Weg weist. </p>
<p>Der Weg! Der Weg ist das Ziel – erst jetzt verstehe ich.</p>
<p>Zu spät. Hoffnungslos verfranzt zwischen Besichtigungs- und Reisetermin, beide werden nicht warten, stehe ich ohne den in Schwerin notwendigen Schirm, ohne Regenumhang oder dergleichen, quasi nackt, unter einem der wenigen, für den Regenschutz viel zu kleinen, viel zu hoch hängenden Balkone. Ein Bild zum Lachen.</p>
<p>Da lacht sie auch, die Stadt. Und als der Platzregen abzuebben scheint, regnet sie fröhlich weiter, vor Lachen. Dabei pustet sie ein bisschen, so dass die Tropfen sich fast horizontal bewegen und ich einseitig ganzkörperdurchnässt aufgebe. Unter anderen Umständen hätte ich sie dafür bewundert, die Stadt.</p>
<p>Dieser Auswärtige ist aber auch ein zu komischer Kauz, denken vielleicht auch die Leute, die mich resignierend zum Bahnhof ziehen sehen. Bei diesem Wetter ohne Schirm und Regenmantel, nackt quasi in Schwerin?! Ich aber habe schon zu viel Zeit beim Suchen und Unterstellen verbraucht, ich muss weiter sonst versäume ich auch noch meinen Zug. Was ist das nur für eine Stadt, die ihren Häusern keine Vorsprünge in den Fassaden erlaubt, so dass der Fremde ohne Schutz vor Regen und ihren Schaden-Freunde-Tränen den abschätzigen Blicken der Passanten ausgeliefert ist?!</p>
<p>Du Schwerin, denke ich, nun ist es aber genug. Ich friere zusehends. Einseitig.</p>
<p>In diesem Moment habe ich das bestimmte Gefühl, sie wolle mich nicht. Sie führt mich vor und lacht mich aus und alle sehen: Dieser Fremde gehört hier nicht her. Sieh doch, sie hat ihn gebranntmarkt, die Stadt, mit Wasser (, wenn das überhaupt geht). Nass hat sie ihn gemacht und durch ein Spalier Bei-Regen-gassigehender-Rentner und Autofahrerinnen zum Bahnhof gejagt.</p>
<p>&#8220;Regnet draußen?&#8221;, fragt der Baguette-Verkäufer als ich ihm den Verkaufsraum voll tropfe. Für den Spott hat sie also auch gesorgt die Stadt.</p>
<p>Auf dem Bahnsteig stehe ich im kalten Wind und fühle mich derart nass bis auf die Knochen &#8211; nackt. Der Zug fährt heute aufgrund von Bauarbeiten früher ab. Ja, Sie haben richtig gehört, nicht später, früher. Fuhr, muss es heißen. Der Zug fuhr heute früher ab. Ich stehe pünktlich, also zu spät auf dem Bahnsteig. Mir ist, als könnte ich sie lachen hören, die Stadt.</p>
<p>Schwerin, denke ich mit gefährlichem Unterton in den Gedanken, wir beide haben noch eine Rechnung offen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sportfest: Andersen Storm las und sang</title>
		<link>http://www.schmalzundmarmela.de/2008/05/20/sportfest-andersen-storm-las-und-sang/</link>
		<comments>http://www.schmalzundmarmela.de/2008/05/20/sportfest-andersen-storm-las-und-sang/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 May 2008 16:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andersen Storm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schmalzundmarmela.de/2008/05/20/sportfest-andersen-storm-las-und-sang/</guid>
		<description><![CDATA[Schneller, höher, weiter
und
So schnell kannst du nicht laufen


Schneller, höher, weiter
Ja weiter, schneller, schneller, schneller, höher, höher, höher, weiter, weiter, weiter. Immer schneller, immer höher, immer weiter. Noch schneller, noch höher, noch weiter! Noch immer weiter, weiter, weiter&#8230;
Man, da bleibt doch was auf der Strecke! Gut sein, dabei sein, miteinander. Pahhhh, das war gestern. Heute ist: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schneller, höher, weiter</strong></p>
<p>und</p>
<p><strong>So schnell kannst du nicht laufen</strong></p>
<p><span id="more-488"></span><br />
<hr />
<p><strong>Schneller, höher, weiter</strong></p>
<p>Ja weiter, schneller, schneller, schneller, höher, höher, höher, weiter, weiter, weiter. Immer schneller, immer höher, immer weiter. Noch schneller, noch höher, noch weiter! Noch immer weiter, weiter, weiter&#8230;</p>
<p>Man, da bleibt doch was auf der Strecke! Gut sein, dabei sein, miteinander. Pahhhh, das war gestern. Heute ist: der Beste sein &#8211; oder nicht sein. Einfach nur sein ist nicht sein. Dabei sein? Der Olympische Gedanke: Free Tibet! Der Sportler als Diplomat im Trikot ist irgendwie auch nichts Neues. Hatten wir auch schon mal. Dabei sein heißt: Politik sein! Miteinander. Miteinander? Competition, Alter. Wettkampf. Um die Wette kämpfen! Nicht einfach nur kämpfen. Sieger sein! </p>
<p>Wie das schon klingt: Spooorrrrrrrrrrrrrt. Wie ein Kampfhund, so klingt das. Die deutsche Sprache ist da sehr präzise. Man kann nicht einfach mal fröhlich „Sport“ sagen. Das klingt immer hart und böse. Spaaaaaaßßßßß. Das klingt anders. Das geht ja auch anders. Das geht auch nicht zu kombinieren: Sportspaß. Kennt das jemand? Sportspaß? Das geht nicht. Das gehört einfach nicht zusammen: Entweder Sport oder Spaß. Anders herum wird es noch abwegiger: Spaßsport! Spaßsport geht nun wirklich nicht! Nicht im Guten und eben auch nicht im Deutschen. </p>
<p>„Wo willst du denn hin?“<br />
„Zum Spaßsport.“<br />
„Dann vergiss nicht deinen Passport.“<br />
Da wird man doch gleich für bekloppt erklärt. </p>
<p>Sport ist kein Spaß! Das ist Ernst. Sehr ernst. Bierernst mitunter. Mitunter sogar todernst. Kein Spaaaaaß! Sporrrrrrrrrrrrrrrrrrrt! Wufff!</p>
<p>„Naja“, magst du einwerfen. Natürlich erst wenn der Unparteische unterbrochen und der Linienrichter recht gesprochen hat. Vorher ist ein Einwurf regelwiedrig. Gesetzwidrig. Der Sporrrrrrrrt hat natürlich Regeln, Ordnung, Fleiß und Betragen! Der Sporrrrrrrrrrrt ist deutsch. Der Sport ist Preuße: Stista! Augen gerade&#8230;&#8230;&#8230;aus! Wir beginnen die lustige Körrrrperrrertüchtigung mit einem einfachen: Sporrrrttt frei! Der Sporrrrtt ist Wettkampf, ist Sieg ist Niederlage, ist Erhebung und Vernichtung.</p>
<p>Einwurf: Ok, zulässig: „Was ist denn mit dem Funsport?!“<br />
Allein das Wort: Fun&#8230;sporrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrt. Soll ja Spaßsport bedeuten. Macht es aber nicht! Wer hat denn Fun wenn er Spaß hat? Der Deutsche? It&#8217;s a little bit funny&#8230; Pfanni: das sind im Deutschen Knödel, Kartoffelklöße, aber nichts Lustiges. Oder hat einer schon mal gehört wie jemand lustige Klöße bestellt?! Na also! </p>
<p>Fun, das ist Musik. Fanfaaaanzug. </p>
<p>Aber Sporrrrt?!</p>
<p>Fun ist Wellness! Was für ein Wort. Gibt&#8217;s nichts Entsprechendes im Deutschen. Gutheit. Ich mach einen Gutheitsurlaub. Gutheit ist nicht! Wellness-Sporrtt. Nie gehört. Sporrrrrrrrrrt ist nicht Gutheit. Sporrrrrrrrrrrt ist härter, schneller, höher und weiter, weiter, weiter, immer weiter. Bis es nicht mehr geht, bis nichts mehr geht.</p>
<p>Rührt Euch! Weitermachen! Und dem Lama sein Land befreien. Befreiung. Sportbefreiung &#8211; Ich habe eine Sportbefreiung. Freiheit!</p>
<hr />
<p><strong><a href="http://andersen-storm.de/index.php?id=582" "target=_blank">So schnell kannst du nicht laufen</a></strong><br />
(Jetzt akustisch)</p>
]]></content:encoded>
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