Himmel und Erde: Andersen Storm las

Horoskope
Bienchen
Himmel und ErdeHoroskope

Kuscheltier (23.07.-23.08.)

Liebe:
Romantische Stunden und Harmonie….können Sie vergessen. Der Weiße Ritter, ohne Gaul aber in einem Ford Escord, wartet vor der Tür und hupt.

Gesundheit:
AUA! Sie werden direkt in die parkende Faust Ihres Nachbarn laufen. Viel kühlen hilft.

Beruf:
Ihre Kollegen lästern hinter Ihrem Rücken. Höchste Zeit sich umzudrehen!

Geld:
Fassen Sie mal einem nackten Mann in die Tasche. Das was Sie finden, dürfen Sie behalten.

Kriechtier (22.06.-22.07.)

Liebe:
Zu spät! Vor 5 Minuten sind Sie an Ihrem Traumpartner vorbei gelaufen, nur blöd, dass Sie nichts bemerkten. Was soll‘s, dann muss der Ehepartner wohl doch noch für die Zukunft herhalten.

Gesundheit:
Sie sind gesundheitlich gut drauf und sollten den Tag für etwas Sinnvolles nutzen. Warum gehen Sie nicht zum Arzt und holen sich eine Krankschreibung?

Beruf:
Sie waren nie der Hellste, deshalb haben Sie es auch nie in die Chefetage geschafft. Heute bekommen Sie Ihre Chance und erhaschen einen kurzen Blick – aber leider nur um Ihrem Chef die Post zu bringen.

Geld:
Verschieben Sie ihre Einkäufe auf nächste Woche. Eine Woche hungern kann ja so schwer nicht sein.

Revierförster (23.11.-21.12.)

Liebe:
Pech gehabt! Ihr Partner wird Sie verlassen. Der Grund dafür ist der neue Hausmeister. Kopf hoch. In 10 Jahren bekommen Sie wieder eine Chance.

Gesundheit:
Jede Bewegung schmerzt. Gestehen Sie es sich endlich ein – Sie alt werden.

Beruf:
Schon wieder zu spät! Die Ausrede mit dem toten Pferd auf dem Marienplatz glaubt Ihnen kein Mensch. Ihr Chef wird sie feuern.

Geld:
Bringen Sie doch mal wieder Ihre Pfandflaschen weg. Die 10 Euro können Sie jetzt gut gebrauchen.

Bienchen

Bienchen. Ein Bienchen, zwei Bienchen, drei Bienchen, alles richtig gemacht. Artig gewesen. Viele Bienchen.

Sonne und Regen. Je nach… Ergebnis. Sonne, Regen, Regen, Regen, Regen, wieder Sonne.  Sonnentage. Eine Sonnenperiode. Aufatmen. Wird schon noch.
Sterne, eins, zwei, drei, vier, fünf Sterne – zu teuer das Auschecken abzuchecken.

Freier Himmel. Wolken, eine, zwei, drei, hunderte Wolken manchmal, manchmal auch nur eine große und keinen Himmel.

Nacht. Eine Nacht. Mag sein mehr. Besser ist mehr. Nächte. Aber nicht immer.
Nicht immer Bienchen, Sonne, Regen, Himmel, Wolken. Auch nicht immer Sterne.

Aber wenn, wenn Himmel ist, dann sind auch Sterne. Viele Sterne. Tausende Sterne und nur eine Erde.

Himmel und Erde

Mit Weihnachten fing alles an. Sie hatten es kommen sehen und konnten, vielleicht wollten sie sich auch nicht wehren. So kam es einfach, wie es hatte kommen müssen. Müßig von Schuld zu sprechen – vielleicht von Demut. Oder doch Resignation? Hatten sie aufgegeben? Waren sie das Kämpfen leid? Lies es sich vielleicht auch einfach aussitzen? Alles deutete auf ein Ende hin. Dennoch will ich die Geschichte eines Anfangs erzählen.

Weihnachten. Der Schnee rieselte. Leise. Wie hätte er auch laut rieseln sollen? Das Kaminfeuer krachte und stiebte. Das Holz hatten sie selbst gemacht, wie man sagt: Holz machen, obwohl es immer schon da ist. Klein wird es gemacht, ofengrecht, Kamin-kompatible. Warm war es im Haus. Und laut war es auch. Bis zu diesem gellenden Schrei. Danach war Stille. Absolute Stille. Eine Stille, die den Schnee laut rieseln lies und Holz machte daraus. Das Haus hielt den Atem an.

Dann platzte es. Keine Vorbereitung, kein Aufbäumen, kein Ankündigen. Es platzte einfach. Es entformte sich, als hätte es beschlossen, kein Haus mehr sein zu wollen. Was dann? Gute Frage! Ein leuchtendes, farbenfrohes, helles Gebilde, das mit einer Intensität sprühte, als würde es leben, als würdes es unendliche Ressourcen haben, Leben versprühen zu können und Licht und Formen und Farben. Und Wärme! Wohltuende Wärme, die den Schnee tauen ließ und die Erde trocknete.

Und ihre Tränen. Unbeweglich standen sie dem Spektakel zugewandt, so dicht, dass sie die Wärme gerade noch ertragen konnten. Aufrecht standen sie. Ruhig. Dunkle Silhouetten vor tanzenden Lichtern.

Sie lehnte sich an ihn. Er seufzte. Sie lächelte still. Der Ton eines Martinshorn schwoll langsam auf. Das war ihr Signal.

Der Feuerwehr kam ein Kleinwagen in gemächlicher Fahrt entgegen, den die Feuerwehrleute nicht beachteten. Von einem brenndenen Haus war nur wenig übrig. Eine Wache blieb mit kleiner Technik. Die anderen Kameraden kehrten zu ihren Familien zurück.

Der Kleinwagen rollte langsam auf der verschneiten Straße in Richtung Stadt. Kinderlärm und Weihnachtsmusik vermischten sich in der Ferne.
„Wohin?“, fragte er.
„Wohin-auch-immer, nur unterwegs sein“, sagte sie.
„Ja“, versprach er leise.


 
 
 

Ein Kommentar zu “Himmel und Erde: Andersen Storm las”

  1. Bevor ich es vergesse, … » Himmel und Erde: Andersen Storm las
    14. Februar 2011 um 21:01

    [...] du drüben bei Schmalz und Marmelade http://www.schmalzundmarmela.de AKPC_IDS += [...]

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