Pro! Andersen Storm las und sang
Protokoll des Verlaufs der Vorstandssitzung der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“
Test-Song-Pro
Heute Pro!
Den ganzen Beitrag lesen…
Protokoll des Verlaufs der Vorstandssitzung der Gartensparte „Ja zu Obst und Gemüse (ehemals Zukunft)“
Test-Song-Pro
Heute Pro!
Den ganzen Beitrag lesen…

Pro!
Foto: Ulli Wille – Diashow
Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
gern wird Schreibenden vorgeworfen, sie seien vor allem dagegen. Ihre Berufung sei es, immer schön aus der Distanz zu nölen und die schmale Literatenbrust hinter den Dornenhecken schöner Worte zu verbergen… Das ist falsch. Jedenfalls am kommenden Sonntag. Da ist „Pro!“. Da ist dafür, da ist mit und dran und mitten drin. „Pro!“ ist das Manifest der Lesebühne „Schmalz und Marmelade“ für den kommenden Oktobersonntag. „Pro!“ ist positiv und potenziell poetisch. „Pro!“ ist lokal-patriotisch wie unser Hang zum Freischütz, „Pro!“ ist Profit, Produktivität und Prokrastination. „Pro!“ ist die Poolposition im Schwimmhallenstreit und Produkt der Protagonisten von Schmalz und Marmelade. „Pro!“ ist Dada, nur prositiv.
Sonntag, 10. Oktober, Zum Freischütz, Am Ziegenmarkt in Schwerin
11.30 Uhr – Frühstück mit Schmalz und Marmelade
12 Uhr – Frühlese für Spätaufsteher
Gast: Lutz Dettmann
Lutz Dettmann ist sicher vielen von Ihnen, liebe Lesenden, ein Begriff – „Tiefenkontrolle“ heißt sein jüngstes Buch, „Wer die Beatles nicht kennt“ und „Sommertage in Estland – Aufzeichnungen einer Reise” seine Veröffentlichungen davor. Lutz Dettmann vermisst beruflich die Welt, weniger sehnsuchtsvoll als vielmehr mit GPS und Lasertechnik und schreibt Reiseberichte, Romane, Kurzgeschichten und Drehbücher.
Auf der Lesebühne wird Lutz Dettmann neue Texte vorstellen – wir sind sehr gespannt.
Weitere Infos zu Lutz Dettmann: http://www.lutzdettmann.de
Apropos pro… Als ich unlängst meinen 80-jährigen Großvater besuchte, stand der mit Meißel, Hammer und Trennschleifer am massiven Stahlgerüst der Kreissäge. Die hatte er vor vielen Jahren selbst zusammen geschweißt und zum Transport hatte die Säge Räder bekommen, an der Stirnseite – zwei Räder. An der anderen waren Einschübe für Stahlstangen, die dienten als Griffe – wie eine Schubkarre ließ sich das Monster so bewegen. Jedenfalls von Menschen, die von Feldarbeit gestählt auch dann nicht ins Schwitzen kommen, wenn sie einen Nachmittag lang Baumstämme zu Brennholz zerkleinern.
Das mit den Rädern hinten, das sei nicht so glücklich, hatte mein Großvater nun nach 25 Jahren aber festgestellt und war dabei, die achstragenden Winkeleisen hinten abzukloppen, um sie danach mittig wieder anschweißen zu können. Als ich meine Hilfe anbot, deutete Großvaddern nur auf den Vorschlaghammer, sagte dann aber vorsichtshalber dazu – “Is schwer”. Und nachdem ich zwei, dreimal gekloppt hatte, guckte er mitleidig, nahm mir den Hammer aus der Hand und nach wenigen Minuten war alles erledigt. “Is kein Komm-Puter nich, is was mit Muskeln”, sachte Opa mitleidig und ging Kaffee kochen. Da musste ich an Pro! denken, wie Profi und Pro! wie produktiv und gleich noch einmal, als mir beim Versuch, wenigstens das zweite Winkeleisen selbstständig vom Gerüst zu trennen, der Hammer aus der Hand rutschte und im Garagentor eine mächtige Beule hinterließ.
Ich befürchte, es war wiederum Mitleid, als Großvaddern mich später bat, ihm das Radio richtig einzustellen. So von wegen Erfolgserlebnis. War halt mal Chef, der Mann und als Chef musste er wissen: Erfolg tut Not, damit die Motivation nicht erlahmt.
Was das für Sie bedeutet und für den Sonntag?
Weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber ich bin sicher, Sie werdens herausfinden. Im Freischütz – am 10. Oktober. Mit Christin Neuber, Max Darsow, Herrn ivalo, Andersen Storm und mir, dem Herrn thom* Bei Schmalz, Marmelade, Milchkaffee und Brause. Den Garten können Sie ein andermal winterfest machen.
Wir freuen uns auf Sie,
i.A. Herr thom*
PS: Neulich an der Haltestelle hat einer gesagt: “Baden gegangen ist die Stadt auch schon ohne neue Schwimmhalle.” Fand ich erzählenswert.
PSPS: Diese Ankündigung bis zu Ende gelesen zu haben, entbindet Sie nicht von der Verpflichtung, am Sonntag bei uns zu sein!
PSPSPS: Schmalz und Marmelade wird unterstützt von ja! Natürliches Mineralwasser. Alle Texte wurden ermöglicht von ja! Buchstabensuppe.
PSPSPSPS: Haben Sie schonmal im Freischütz Mittag gegessen? Nur zu!
PSPSPSPSPS: Wenn Sie diese Lese zweimal genießen möchten, so ist das möglich. Am 10. Oktober im Freischütz – am 16. November, 19 Uhr, im Landestheater Parchim. Da sind wir jetzt öfter. Im Januar zum Beispiel und im März und im Mai!