Monatsarchiv für Juni 2010

 
 

Donnerstag: Mein Block – die Lesung

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

sicher haben Sie schon von “Mein Block” in Schwerin gehört – junge Kunst tritt da zum dritten Mal bereits ins Licht der Öffentlichkeit, in einem eigenen Haus, dessen Inneres nun vor der Kreativität der Akteure nur so strotzt. Auch Texte haben sich schon im Blockhaus verbreitet – an den Wänden sind sie zu lesen, als Spuren der Arbeit bisher.

Nun soll im Rahmen der Blockschau das gelesene Wort dazu kommen.

Am kommenden Donnerstag, dem 1. Juli, um 19 Uhr, bekommen die jungen Texter ihre Bühne und ein hoffentlich geneigtes Publikum. Für die meisten ist es das erste Mal, dass ihre Geschichten so aus den heimischen Schubladen auf eine Bühne purzeln. Und sie alle, wir alle, würden uns sehr freuen, wenn Sie dabei wären. Geboten werden – eine Stunde junge Lyrik, dazu etwas Prosa, absurd oder konkret, in jedem Falle aber die in Text gegossene Sicht junger Menschen auf ihre Welt.

Entstanden sind die Texte in den Dichterkammern der Stadt – in einem Workshop, der seit April die an Text interessierten Woche für Woche zusammen führt, haben sie miteinander gefeilt an den Worten und gerungen um Formulierungen und Themen und das Beste aus dieser Zeit bekommen Sie nun am Donnerstag um die Ohren gelesen.

Für Ihren Veranstaltungskalender nochmal die Kurzform:

Was: Mein Block – die Lesung
Wann: Donnerstag, 1. Juli, 19 Uhr
Wo: Blockhaus – Franz-Mehring-Straße – gegenüber der Paulskirche
Hä? http://tinyurl.com/blockhaus-wo

Häää? Einfach mal gucken. Hier.

Hintergrund:
Die BLOCKschau läuft bis zum 29. Juli 2010. In dieser Zeit erwartet Sie jeden Donnerstag von 19 bis 22 Uhr BLOCKstoff mit Theater, Musik und Lesungen. Am Freitag, Sonnabend und Sonntag können Sie sich die Ausstellung von 13 bis 18 Uhr ansehen. Für diese Tage gilt: Eintritt nach eigenem Ermessen. Statt eines festgelegten Eintrittspreises freut sich das BLOCK-Team über eine kleine Spende nach dem Motto “Jeder so viel, wie er kann”.
Wer sich für Führungen durch das BLOCKhaus außerhalb der Öffnungszeiten anmelden will, tut dies einfach per E-Mail an info@meinblock-schwerin.de.

Liebe Grüße,

Herr thom*

Schmalz und Marmelade – Raten: Die Fotos

Quizmaster Andy Mol

Und hier die ganze Serie – wie immer fotografiert und bereit gestellt von Ulli Wille.

Raten: Andersen Storm las und sang

Absolut ungebraucht, neu, gewissermaßen.

Muss stimmen, sonst lassen (Ukulelen-Blues)

Raten vs Roggen


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Raten: Herr ivalo las

Rate den Tag

und

4 literarische Rätsel

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Raten: Herr thom* las

Vergeigt

Herr Hanke legt auf

Fragen Sie mich doch nicht

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Sonntag – Schmalz und Marmelade zum Thema: Raten!

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

schreiten wir zur 50-Euro-Frage: Ist Schmalz und Marmelade – a) eine Lesebühne b) ein Handarbeitszirkel c) eine Selbsthilfegruppe oder d) eine neue Bezeichnung für die Infoschalter der Deutschen Bahn?

Richtig!

Und nun die 100-Euro-Frage: Ist am kommenden Sonntag bei Schmalz und Marmelade zu Gast – a) Katja Ebstein b) Horst Köhler c) Nike van Eppstein oder d) ein Sparpaket?

Jepp. Stimmt auch! Und alles ohne Joker!

Und nun schalten wir rüber in die Werbung – danach sehen Sie die Dokumentation “Buckelwale – behindert in den Weltmeeren” und wir sehen uns wieder, wenn Sie mögen, am kommenden Sonntag, 12 Uhr im Freischütz in Schwerin. Gast der Lesebühne Schmalz und Marmelade ist dann Nike van Eppstein.

[hier bitte selbstständig einen Werbeblock vorstellen - am Ende geht der Fernseher aus]

Liebe Mitleser, liebe Zufallsbekanntschaften, liebe Freunde, liebes Volk!

Raten ist, Raten sind: beliebt. Selbst mein Großvater hat immer gesagt, spare in der Not, dann kannste, wennde musst, auch die Raten bezahlen. Nützlich insbesondere in ärmlichen Wohnvierteln sind auch Ratenköder, Ratatouille ist mancherorts sogar ein Gericht. Und vor Gericht und auf hoher See, das wissen Sie – sind wir in Gottes Hand. Gott würfelt nicht, hat ein schlauer Mann einmal gesagt und auch wenn es niemand aufgeschrieben hat, so ist es doch die Wahrheit: derselbe Mann ergänzte Sekunden später seinen Ausspruch um die kurze Erkenntnis – Gott rät. Er rät zum Beispiel die Eltern zu ehren oder nicht zu stehlen. Insofern sind Ratesendungen, auch wenn sie in dieser Kausalität religiös motiviert wirken, doch in Wahrheit gotteslästerliche Zivilisationsunfälle, stehlen sie doch, nämlich den Menschen die Zeit. Und genau das hat mein Großvater schon meiner Mutter vorgeworfen – wenn sie mit dem Schulheft nach Hause kam, das Ergebnis einer Klassenarbeit ankündigend und dann auf die Frage, was denn herausgekommen sei, geheimnisvoll sagte: Rate mal. Wollte mein Großvater aber nicht, der wollte auf den Acker mit dem blauen Kugeltrabant und so hat er sich abgewendet und auf Gott verwiesen – du sollst nicht stehlen. Erst recht nicht die Zeit Deiner Eltern, die Du doch ehren sollst.

Doch zurück zur Lesebühne: Immer wieder gibt es, immer wieder gab es bei uns Texte, die Sie geradezu zum Raten herausgefordert haben. Texte, die kryptisch und unverständlich blieben, so dass Sie am Ende – oder in der Pause schon – rätselten: Was will uns der Schreiber damit sagen. Nicht immer weiß es der Schreiber, diesmal aber ist Raten Programm. Und damit Sie sich nun nicht weiter fragen müssen, wer denn diese ominöse Nike van Eppstein ist, sagen wirs Ihnen einfach:

Nike van Eppstein singt, liest und ist ganz und gar bezaubernd dabei. Ihr musikalischer Weg schrappte kurz an Buxtehudes Kyrie eléison vorbei, touchierte die Beatles um dann zu einer Stichstraße eigener Lieder zu werden. Und weil Lieder mit korrekt gearbeiteten Texten einfach besser klingen, hat sich Frau van Eppstein an ihre Kindheit erinnernd ein großes Vorbild für Rhythmus und Versmaß gesucht – das Kleinod ”Fuchs und Igel” von Wilhelm Busch. Indes treibt sie die Ungeduld der inneren Jugend – wohl nie werden wir deshalb einen Roman aus ihren Fingern aufs Nachttischchen legen können – dafür Kurzgeschichten, was ja in diesem Fall ganz hervorragend zu Schmalz und Marmelade passt, schließlich haben Sie – das geneigte Publikum ja nicht ewig Zeit.

Nach einem Rücktritt vor dreizehn Jahren – begründet hatte Nike van Eppstein den übrigens mit den Worten, sie vermisse den Respekt vor ihrem Amt, ein Spruch, den unlängst ein Politiker ohne mit der Wimper zu zucken abkupferte – ist Nike van Eppstein nun zurück auf den deutschen Bühnen. Premiere feiert sie dabei im Schweriner Freischütz bei der Lesebühne Schmalz und Marmelade.

Die Fakten:

Was: Schmalz und Marmelade – die Schweriner Lesebühne
Wann: Sonntag, 13. Juni 2010 – 11.30 Uhr Frühstück mit Schmalz und Marmelade – 12 Uhr Lesung 
Wo: Zum Freischütz am Ziegenmarkt
Thema: Raten
Gast: Nike van Eppstein

Damit dürfte Sie im Bilde sein, wir fallen für Sie aus dem Rahmen – aber am Sonntag erst, bis dahin verbleiben wir Ihre überaus mitfühlenden Kasperköppe von der Lesebühne Schmalz und Marmelade.

i.A. thom*

PS: Schmalz und Marmelade wird Ihnen präsentiert von Horsts Rücktrittsbremse und dem Festkommitee “Wir können auch ohne Geld glücklich sein” der Landeshauptstadt Schwerin
PSPS: Wenn Sie nicht kommen sind Sie nicht da. Und das wollen wir doch nicht, oder?
PSPSPS: Taggs – die Theatergruppe am Goethe-Gymnasium – ist toll. Sie haben am Freitag, Sonnabend und Sonntag noch die Chance, die fantastische Inszenierung “Unser Haus” zu sehen. www.taggs-schwerin.de


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