20. September: Schmalz und Marmelade zum Thema “nachWuchs” im Angler 2
Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
ich weiß, Sie wollen Fakten. Hier:
Am: 20. September – Weltkindertag
Um: 11.30 Uhr Frühstück, 12 Uhr Frühlese für Spätaufsteher
Gast: Gritt Kockot
Mit uns am Lesetisch: Christin Neuber, Esra Schreier und Marina Vowinkel
Da: Angler 2 – Bornhövedstraße – www.angler2.de
Google sagt: http://tinyurl.com/kngkyv
Nu aber:
Der Sommer wird ja grundsätzlich überschätzt. Da gibts Kunst und Kultur nur als Event mit Getöse und mindestens 4000 Zuschauern und Schmalz gibts gar nicht. Ist nämlich Saisonware, hat die mehr oder weniger freundliche Verkäuferin im Supermarkt meines geringsten Misstrauens gesagt. Auch für Marmelade stehen im Sommer die Zeichen nicht allzu gut, die Kirschen sind schon weg und die Stachelbeeren noch nicht da. (Hier begebe ich mich allerdings auf die wackeligen Bretter gefährlichen Halbwissens, denn der botanische Kalender ist mir ein Leben lang fremd geblieben.)
Beim Nachwuchs ist das anders. Das Kind hat solide Grundkenntnisse im Gartenbau, denn es hört stets brav der Oma zu und die Oma vermittelt pflichtbewusst alles Wissenswerte. Nur, dass Kinder im Kohlkopf wachsen. Das war natürlich Unfug. Aber da hat das Kind die Oma aufgeklärt und nun weiß auch sie Bescheid.
Damit hätten wir auch, etwas brachial zwar aber doch erfolgreich, den Bogen geschlagen zum Thema unserer kommenden Sonntagslese. Nachwuchs. Oder auch nachWuchs, wie wir gern etwas wichtigtuerisch schreiben. Inhaltlich ist das natürlich ganz falsch, denn wir beurteilen ja nie „nach Wuchs“, sondern immer nach Sympathie. Und eben solche hegen wir wie doll und verrückt für Gritt Kockot. Gritt Kockot hat nicht nur einen tollen Namen, sie hat vor allem ein Kinderbuch geschrieben. Und es ist eine Schande, dass sie damit noch nicht reich und berühmt geworden ist. Aber mit Ihrer Hilfe, liebes Publikum, sollte das ja jetzt klappen, denn Gritt Kockot wird am kommenden Sonntag unser Gast sein am Lesetisch im Angler 2. Es ist übrigens der 20. September – Weltkindertag. Der Weltkindertag der Vereinten Nationen. Da ist ein Kinderbuch doch irgendwie… nunja… passend, oder?
Und wir drei verbliebenen Lesebühnen-Fuzzis werden Ihnen auch in den anderen zwei Veranstaltungsteilen kein poetisches Altmännerballett bieten, denn Christin Neuber, Esra Schreier und Marina Vowinkel setzen sich zu uns und lesen und singen, was das Zeug hält. Wer großartige junge Menschen zu großartigen nicht mehr so jungen Menschen heranwachsen sehen will, sollte die drei im Blick behalten.
Nun aber genug der vielen Worte, wir sehen uns am Sonntag, 12 Uhr, Angler2.
i.A. thom*
PS: Wenn Sie gerne kommen wöllten aber nicht können können, dann schauen Sie uns doch am 26. September abends im Kunterbunt zu. Da gibts das Beste der vergangenen Lesebühnenjahrzehnte in einem schnuckeligen Abendprogramm. Das Kunterbunt ist da wo einst das Thalia war, Geschwister-Scholl-Straße.
PSPS: Die CD „Ihr Klatschen auf CD“ da! Das Kind sagt: Die CD ist toll.
PSPSPS: Frau jules gehts gut. Sie lässt grüßen!
PSPSPSPS: Wir twittern! http://twitter.com/schmaluma
PSPSPSPSPS: Schmalz und Marmelade darf kein rechtsfreier Raum bleiben!

