Sonntag, 14. Juni: Nass die Wasserlese

Nass - die Wasserlese

Inselchen und Werder, vom Großen Stein gebeutelt, eine Handbreit Wasser unterm Kielschwein, dass es quiekt. Lieps Du mich, lieb ich Dich. Windige Gesellen laden in die Wellen zum Piratenmahl. Von Wassersucht und Reusenträumen von Aal und Makrele, von Wallensteins Graben bis zum Störkanal – sieben Seen sind nur, wenn man so zählt, dass es sieben sind.

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

nicht erschrecken, wir sinds nur. Und wir wollen auch nur kurz reinschauen, um Sie vorzuwarnen. Wegen der Lese am kommenden Sonntag. Da soll es doch feucht werden. Nass geradezu. Und weil man sich ja heutzutage auf nichts mehr verlassen kann, nichtmal auf Wasser von oben, wenn mans mal braucht, gehen wir dahin wo es nass ist und winken unserem Lieblingsleseort, dem Schützen, auch zum Saisonende nur von ferne, aus der Bornhövedstraße nämlich, dort wo der Angler II auf hölzernen Füßen sich krallt ins matschige Ufer des Schweriner Sees. Die Fakten:

Sonntag, 14. Juni – Angler II – Bornhövedstraße
Schmalz und Marmelade – “Nass – die Wasserlese”
Frühstück mit Schmalz und Marmelade ab 11.30 Uhr – losgelesen wird um 12

Den “Angler II” finden Sie hier:
http://www.angler-2.de/

Und hier nochmal auf der Karte:
http://twurl.nl/tq4681

Ja, das böse Wort ist ja nun schon einmal gefallen – “Saisonende”. In diesem Jahr ist “Saisonende” ganz etwas deprimierendes, liebe Leser, und wir müssen uns mal bei Ihnen ausheulen.

Frau jules nämlich, also die Frau jules, die Freundin vom Herrn Sonntag, die den Herrn Fritsche kennt und das Ende seiner Existenz als Sohn, die Frau jules, die man immer nur angucken möchte, die ganze Lese lang, weil sie so gucken kann wie keine, die Frau jules, die macht, das die Sonne aufgeht, wenn sie lacht, die Frau jules, die kracht und rumst und dann wieder ganz weich scheint und so echt wie keine, die Frau jules, die verlässt ihr trautes Heim und unsere kleine Stadt und die Lesebühne auch. Ganz weit weg wird sie groß und stark werden, wie Comicfiguren nach Spinatkonsum und immer noch besser.

Und auch wenn Frau jules am 18., 19. und 20. Juni noch die CD mit uns aufnehmen wird, live im Werk3 mit ihrem Klatschen drauf, liebe Leser, auch wenn wir uns also insgesamt noch auf vier gemeinsame Auftritte freuen können, so müssen wir doch schon Abschied feiern. Kommen Sie also in Scharen und bringen Sie Taschentücher mit für die Tränen und all das, was Sie Frau jules schon immer mal sagen oder überreichen wollten.

Und zu einer tränenreichen Lese am Tränenteich, dem großen, passt doch so ein Abschied wie ein Frauenknie in den Grabscherschritt.

Traurig freut sich mit Ihnen auf den Sonntag,

i.V. Herr thom*

PS: Sellering atmet auf: Schmalz und Marmelade beantragt keine weiteren Staatshilfen.

PSPS: Hilfsnewsletter! Mit Liebe und in Handarbeit erstellt. Nur eine Mail und Sie sind raus!

PSPSPS: Bitte Vormerken und dabei sein: 18., 19. und 20. Juni – Ihr Klatschen auf CD – Das Beste aus drei Jahren Lesebühne für die Aufnahme der neuen Schmalz-und-Marmelade-CD – im Werk3

PSPSPSPS: Das Foto hat Jörn Lehmann (http://www.lehmann-photo.de/) gemacht – das Layout für den Flyer stammt aus den Händen von Maik Gleitsmann (http://www.maikgleitsmann.de).


 
 
 

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