10. Mai: Schmalz und Marmelade hinter Gittern

zoolese

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

es hat sich ja nun schon so eingebürgert, dass Sie in diesem kleinen Monatsbrief zuerst die Fakten vor die Nase gesetzt bekommen. Hat ja niemand mehr Zeit heutzutage, alles schnell, alles gleich, alles Internet, alles Pommes, alles Burger, alles Eichhörnchen. Nüscht is mit Sauerbraten, Faultier und Brieffreundschaften. Deshalb verfügt dieser Newsletter jetzt sogar über Absätze und Zwischenüberschriften:

10. Mai – Schmalz und Marmelade – Hinter Gittern – die Zoolese
Sonntag, 11.30 Uhr Frühstück, 12 Uhr Frühlese
Gast: Schauspielerin Charlotte Sieglin
Foto: Jörn Lehmann

Anders als sonst ist:

  • Zoo – wir lesen im Zoo
  • Eintritt 6 Euro pro Person – das ist der Gruppentarif des Zoos, extra für Sie ausgehandelt
  • Eintritt 6 Euro pro Person, wenn Sie sich an der Kasse als Lesebühnen-Publikum zu erkennen geben
  • ermäßigt kostet der Eintritt 4 Euro
  • wenn es nicht regnet, lesen wir draußen auf dem Zoo-Bauernhof, gegenüber der Löwen
  • wenn es regnet, lesen wir in der Zoo-Schule gegenüber des Streichelgeheges
  • Brötchen gibt es frisch aus dem holzbefeuerten Backofen
  • Kaffee kocht uns der Zoo – alles andere haben Sie im Picknickkorb, oder Sie kaufen beim Zookneiper ein
  • Genauso wie sonst ist:

  • Frühstück mit Schmalz und Marmelade ab 11.30 Uhr, losgelesen ab 12 Uhr
  • drei Leserunden, eine davon für den Gast – diesmal Charlotte Sieglin
  • Frau jules, Herr ivalo, Andersen Storm, Herr thom*
  • Mamas Marmelade und Familienschmalz
  • Mein Opa hat ja immer gesagt, dass Tiere nützen müssen. Wenn er Zoodirektor wäre, würden die Zebras im Straßenverkehr ausgerollt, die Giraffen müssten beim Dachdecken helfen und die Nashörner, die wären Brillenmodelle. Wat nich nützt kostet und wir sind ja keine Millionäre nicht, pflegte Opa zu sagen, ohne sich um die Regeln der doppelten Verneinung zu kümmern. Bei uns zu Hause war allein der Hund eine rühmliche Ausnahme – Max und Moritz – die älteren Besucher der Lesebühne erinnern sich – wurden gegessen, die Hühner waren für die Eier, die Gänse für Weihnachten, und Kaninchen, die waren nicht für, sondern gegen, die waren gegen Rheuma gut.

    Schmalz und Marmelade hätte mein Opa auch nicht schlachten mögen, denn wir Lesebühne sind ja eindeutig zu etwas nütze. Und sei es nur zur Zerstreuung an einem langweiligen Sonntag. Also kommen Sie in Scharen am Sonntag in den Zoo, auch wenn die Dame Ihnen an der Kasse etwas Geld abnehmen wird. Sechs Euro für alle, die groß sind und in Lohn und Brot und vier Euro für alle Schüler, Studenten und diejenigen, die nach Ansicht des Zoos berechtigt sind, eine Ermäßigung in Anspruch zu nehmen.

    Wir freuen uns auf Sie!

    i.A. thom*

    PS: Dieses Schreiben bleibt auch gültig, wenn Pinguine an Ihrem Fenster vorbei segeln. Man weiß ja schließlich nie.

    PSPS: Eichhörnchen! Ich sag nur Eichhörnchen!

    PSPSPS: Am 18., 19. und 20. Juni spielen wir in Schwerin im Werk3. Da nehmen wir unsere neue CD auf – “Ihr Klatschen auf CD” werden die Abende heißen und das Soundlounge-Studio wird sich um das Technische kümmern. Und zu Gast werden sein: Domprediger Volker Mischok, der Schreiber und Zeichner Regge vom Schulzenhof und der Sprach-, Bild- und Ton-Künstler Tino Bittner

    PSPSPSPS: Bitte nicht füttern!


     
     
     

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