Bugga-Bugga: Frau jules las

Am Morgen

Oh du meine Wunderblume du oder Blütenzauber zwei Punkt Null oder für E. oder Bevor ich begann dich seltsam zu finden oder Ohne Titel

Am Morgen
Er wacht auf. Er steigt aus dem Bett. Er streift seinen Schlafanzug glatt. Er fährt sich mit einer Hand durch die Haare. Er kratzt sich mit der anderen Hand an der Brust. Er geht zum Fenster. Er zieht das Rollo hoch. Er blickt auf die Straße vor dem Haus.

Er blickt auf die Straße vor dem Haus. Er blickt auf die Straße vor dem Haus und da steht ein Zaun. Bis gestern hat nie ein Zaun vor seinem Haus gestanden. Er blickt auf die Straße vor dem Haus und da steht ein Zaun. Ein 8 Meter hoher, metallener Zaun, dessen Streben an den Enden scharf zu einer Spitze zusammenlaufen. Er stellt den Blumentopf von der Fensterbank. Er will sehen, wo der Zaun beginnt und wo der Zaun endet. Er lehnt sich aus dem geöffneten Fenster. Er sieht wie der Zaun an den äußersten Ecken des Hauses abknickt und um das Haus herumzulaufen scheint. Er schließt das Fenster. Er stellt den Blumentopf auf die Fensterbank. Er geht aus seinem Schlafzimmer hinaus. Er geht durch das Wohnzimmer. Er streift seinen Schlafanzug glatt. Er öffnet die Balkontür, um vom Balkon auf der anderen Seite des Hauses zu sehen, ob das gesamte Haus umzäunt ist. Es scheint, dass das gesamte Haus umzäunt ist. Er fährt sich mit einer Hand durch die Haare. Er kratzt sich mit der anderen Hand an der Brust. Er geht zurück in die Wohnung. Er geht in die Küche. Er trinkt ein Glas Wasser. Er fährt sich mit einer Hand durch die Haare. Er kratzt sich mit der anderen Hand an der Brust. Er streift seinen Schlafanzug glatt. Er tritt auf den Balkon, um nochmals zu sehen, ob das gesamte Haus umzäunt ist. Es scheint, dass das gesamte Haus umzäunt ist. Er zieht sich einen Bademantel an. Steckt einen Wohnungsschlüssel ein. Verlässt die Wohnung. Klingelt gegenüber. Thiels öffnen nicht. Geht in die zweite Etage. Frau Fritz öffnet nicht. Familie Krull öffnet nicht. Er geht in die erste Etage, vorbei an seiner Wohnung. Er geht ins Erdgeschoss. Herr Fischer öffnet nicht. Familie Pauls öffnet nicht. Das Haus scheint leer. Er streift seinen Bademantel glatt und öffnet die Haustür. Vor seinem Haus steht ein 8 Meter hoher, metallener Zaun, dessen Streben an den Enden scharf zu einer Spitze zusammenlaufen.

Er läuft den Zaun ab, um sich zu vergewissern. Er stellt fest, dass das gesamte Haus vollständig umzäunt ist. Das gesamte Haus.

Er sucht einen Durchgang. Eine Tür, eine Pforte, ein Tor. Läuft den 8 Meter hohen, metallenen Zaun, dessen Streben an den Enden scharf zu einer Spitze zusammenlaufen und der sein gesamtes Haus umzäunt, ab.

Schaut zu den Fenstern. Sieht keine Gardinen oder Rollos oder Blumen oder Menschen. Im Erdgeschoss kann er in die Wohnungen blicken. Leer. Keine Möbel. Keine Blumen. Keine Teppiche. Kein Herr Fischer. Keine Familie Pauls. Leer. Einfach Leer. Nichts. Leer.

Er hört ein Auto kommen. Dreht sich um. Läuft an den Zaun. Das Auto parkt. Herr Peters von gegenüber. Herr Peters steigt aus. Herr Peters räumt die Einkäufe aus dem Kofferraum. Herr Peters schließt das Auto ab. „Herr Peters! Herr Peters können sie mir helfen. Ich glaube, ich bin hier falsch! Herr Peters!“ Herr Peters schließt die Haustür auf, trägt die Einkäufe in das Haus gegenüber und lässt die Haustür ins Schloss fallen.

Schaut zu den Fenstern. Blickt in die Wohnungen im Erdgeschoss. Nichts. Leer. Leer. Leer. Leer.

Geht zurück in das Haus, in die erste Etage. Schließt seine Wohnungstür auf. Geht in das Wohnzimmer. Wählt die Nummer der Polizei. Kein Anschluss. Wählt die Nummer der Feuerwehr. Kein Anschluss. Wählt die Nummer seiner Mutter. Kein Anschluss. Wählt irgendeine Nummer.

Er verlässt die Wohnung. Klingelt gegenüber, überall. Thiel. Krull. Cerrulla. Fischer. Pauls. Niemand öffnet. Niemand. Er geht ins Erdgeschoss. Streift seinen Bademantel glatt und öffnet die Haustür. 8 Meter hoch. Metall. Das gesamte Haus. Er fährt sich mit einer Hand durch die Haare. Kratzt sich mit der anderen Hand an der Brust. Ein Fahrrad kommt. Die Post. Am Haus gegenüber hält das Fahrrad an. Die Botin steigt ab. Sie steckt Umschläge in die Briefkästen. „Entschuldigung! Entschuldigung, können sie mir helfen. Ich glaube, ich bin hier falsch! Hallo?“ Die Botin erledigt ihre Arbeit und am Ende der Straße biegt sie ab. „Hallo?“

Er geht zurück in das Haus. Will die Kellertür aufschließen. Der Schlüssel passt nicht. Der Schlüssel passt nicht mehr.

Er geht in die erste Etage. Schließt seine Wohnungstür auf. Die Wohnung ist leer. Kein Blumentopf, kein Rollo mehr. Nichts.

Er fährt sich mit einer Hand durch die Haare. Kratzt sich mit der anderen Hand an der Brust. Streift seinen Bademantel glatt. Legt sich auf den Fußboden.

Er wacht auf. Steigt aus dem Bett. Streift seinen Schlafanzug glatt. Fährt sich mit einer Hand durch die Haare. Kratzt sich mit der anderen Hand an der Brust. Geht zum Fenster. Zieht das Rollo hoch. Blickt auf die Straße vor dem Haus und da steht ein Zaun.

Oh du meine Wunderblume du oder Blütenzauber zwei Punkt Null oder für E. oder Bevor ich begann dich seltsam zu finden oder Ohne Titel

Oh du

Blume du

Du verzauberst meine Sinne

Du verzauberst mich im Nu

Mit deinem Duft mit deinem Antlitz

Und deinem zauberhaften, einfühlsamen und optisch ansprechendem Wesen

Oh du

Blume du

Oh du

Blume du

Du standest jüngst am Wegesrand und blicktest so verträumt drein

Dass du mich denken ließest:

Oh du

Blume du

Sei Mein

Oh du

Blume du

Dein Duft und dein Antlitz, dein Blick dein Verträumter ließen dich mir herzlich sympathisch erschein´

Dass ich dachte, wieder und wieder dachte

Oh du

Blume du

Sei mein

So schlecht siehst du gar nicht aus

Du warst zart und weich und lieblich und frisch und nichts hart, bis auf die Wurzel, die dich im Boden hielt, dem Boden, der bebte dann wie mein Herz und meine Seele und noch mal mein Herz, als ich dachte als ich vorbeien ging:

Oh du

Blume du

Du liebeliches Ding

Du liebeliches Ding

Oh du

Blume du

Lass mich dich pflücken

Zu mir tragen

Ohne Verzagen sorgen für dein Wohlbehagen

Und Zweisam

Und beisammen

Würde ich

Oh du

Blume du

Dir ein „Ich liebe dich!“ sagen

Oh du Blume du

Die du mein Herz entfachtest

In mir eine lodernde Flamme der ungebrochenen Liebe zum Aufleuchten brachtest

An jenem Tag

Im Wald

An der Autobahn

Raststätte Kreuz ich weiß nicht mehr so genau

Eigentlich musste ich mal und wollte dich auf die versifften Raststättentoiletten gehen

An jenem Tag

Im Wald

An dem ich traf, den ich mag

Dem ich die Fußnägel schneiden würde

Mit dem ich werden wollte alt

Nämlich dich

Ob du´s glaubst oder nich

Oh du

Blume du

Oh du

Oh du

Oh

Oh

Oh


 
 
 

Ein Kommentar zu “Bugga-Bugga: Frau jules las”

  1. Brigitte
    20. Juli 2009 um 08:13

    Sehr interessante Geschichte! Finde die ganze Seite schon sehr interessant.Weiter so!

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