Schöne neue Welt

Das Jahr fing gut an bei Schmalz und Marmelade. Mit dem Januarthema “Schöne neue Welt” nämlich. Am schönsten an der neuen Schmalz und Marmelade-Welt fand ich das Moderationsdebut unserer Jüngsten, Frau Jules. Einfach souverän. 27 Nummern, fast zweieinhalb Jahre hat sie monatlich gefleht und gebettelt, einmal auch die Moderation machen zu dürfen und endlich, endlich sagten wir alten Hasen mal “ist gut”. Sonst immer “ach, ne” oder “wart einfach noch etwas” oder “bald, bald, nur Geduld”. Und jetzt war es also soweit und was soll ich sagen: einwandfrei. Herzlichen Glückwunsch, Frau Jules!

Ebenso gut fing das Jahr mit unserem Gast Johann Hüttner an. Er verbrachte fast ein Jahr in klein Venedig (auf spanisch heißt das Venezuela) und brachte von dort reichliche Erinnerungen, pointierte Beobachtungen, einen spanischen Liebesbrief und 5 Rundmails mit, die er uns und dem gebannt lauschenden Publikum verlas. Von nichtsnützigen Schamanen, männlichen Friseusen, warmer Kuhmilch und einer polarisierenden Volksabstimmung. Vielen Dank, für diesen wunderbaren Ausflug in eine ferne Welt.

Und wir? Alte Bekannte. Endlich wissen wir, dass Herr Sonntag aus einer Wurstbüchse kommt (die ihre Lasche zum Öffnen auf der Unterseite hat!?), dass Horst Schwerinsky ein gutes Herz hat und seinem Kind den unmittelbaren Anteil an seinem Wohlstand zukommen lassen will und dass Andersen Storm nichts zu tun hat. Gar nichts. Wenn es bald mal eine Maschine gäbe, die für ihn dasitzen kann, vielleicht der I-sit, dann müsste er morgens nicht mal aufstehen. Obwohl er bestimmt ein I-sit-Forum findet, in dem er sich über das unbequeme Sitzen seines Sitzgerätes beschweren kann.

War unsere Welt nun schön und neu? oder nicht so schön und nur neu? Geeinigt haben wir uns nicht. Denn selbst das Raumschiff Enterprise kann keinen präzisen Transporterstrahl unter unvorgesehen veränderlichen Bedingungen erzeugen. Ach Gottchen, Transporterstrahl, das war doch das andere, das war jetzt nicht das mit dem Beamen, oder? Ich brings durcheinander.
Gott heißt Torsten und ißt am liebsten Pizza, das ist jetzt auch klar.
Und Andersen Storm heißt eigentlich Andersen Hendrix Storm. Damals, so in den frühen 60ern, da war E-Gitarre echt ein Instrument aus einer fernen Welt. Geiler Sound, Jimmy, immer noch!


 
 
 

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