Advent-Advent-Advent
Wie war das gleich in den anderen Jahren? Ich versuche mich zu erinnern. Grübel!
Wenn die Erinnerung schon bemüht werden muss, heißt das, dass es schon ganz schön traditionell zugeht bei Schmalz und Marmelade. Im dritten Jahr lasen wir also zum dritten Mal “Advent-Advent” und zum zweiten Mal war es der dritte Advent, aber zum dritten Mal hieß unser Gast Volker Mischok, dem wir heute einen Vertrags auf Lesebühnenlebenszeit angeboten haben. Wir stehen noch in Verhandlung.
Mit der Weihnachtsmarktgeräuschkulisse fing es alles an heute, wir haben nämlich, bzw. das Publikum, also Sie haben nämlich im Freischütz einfach mal einen Weihnachtsmarkt simuliert. Rein audio! Einwandfreies Fettgebrutzel, Mutzenmandelschmatzen, Kettenkarusselquietschen und Weihnachtsmusikdurcheinander brachte die Lesebühne in Fahrt. Ich hatte zwischendurch die Augen geschlossen und lassen Sie mich sagen: es war perfekt! Ich wähnte mich 500 Meter weiter weg auf dem Marktplatz.
Dann haben wir wieder böse Lesebühne und guter Pastor gespielt. Das scheint auch schon eine Tradition, wir dürfen nach Herzenslust über weihnachtliche und vorweihnachtliche Familienkatastrophen schreiben und Domprediger Volker Mischok bringt eine ganz harmonische Weihnachtsgeschichte mit, damit alle in Frieden nach Hause gehen. Heut musste ich erst mal recherchieren, die kannte ich nämlich nicht. Es war die Weihnachtsgeschichte der Mumins von Tove Jansson. Die Mumins sind so putzige Figuren, irgendwie nilpferdartig, da sie aber für gewöhnlich Winterschlaf halten, wussten sie gar nicht, versehentlich aufgeweckt, was Weihnachten überhaupt ist. Etwas Gefährliches? Eine Überschwemmung vielleicht? Wieder eine ganz köstliche Zuhörgeschichte, die Volker Mischok uns in diesem Jahr mitgebracht hat.
Und wir durften, wie gesagt über Familientragödien lästern, nach Alkohol riechende Kinder, nach dem Vater-Kind Weihnachtsmarktspaziergang, die plärrende Olle, während der Mann sich bei Kalle ausheult, oder auch über Herrn Sonntag, der sich sauteure Sachen wünscht und denkt, es bezahlt dann der Weihnachtsmann. Andersen Storm allerdings sorgte für die soziale Note und merkte zurecht an wie sozial auf einmal alle an Weihnachten tun, aber dann! Ich durfte einen Aufsatz über mein schönstes Vorweihnachtserlebnis, das war ein Konzert, vorlesen. Andersen Storm wurde dann nochmal so richtig romantisch und griff zum Abschluß für uns in die Saiten, wir sangen ein wunderschönes deutsches Weihnachtslied.
Last Christmas, I gave you my heart, but the very next day, you gave it away. This year, to save me from tears, I’ll give it to someone special! Last Christmas, I gave you my heart, but the very next day, you gave it away. This year, to save me from tears, I’ll give it to someone special! Last Christmas, I gave you my heart, but the very next day, you gave it away. This year, to save me from tears, I’ll give it to someone special! Last Christmas, I gave you my heart, but the very next day, you gave it away. This year, to save me from tears, I’ll give it to someone special!
… und während die Musik ganz leise verklingt, wünsche ich Ihnen, liebe Lesebühnenbesucherinnen und Lesebühnenbesucher und liebe Blogleserinnen und Blogleser, eine wunderschöne harmonische und stressfreie Weihnachtszeit und einen guten Jahresausklang.
Wir freuen uns, Sie im nächsten Jahr wieder begrüßen zu dürfen, hier im WWW und natürlich auch in echt im Freischütz.


14. Dezember 2008 um 19:32
wünsche auch allen Sumsen einen paar gute und ereignisreiche Tage
vorsichtig rutschen, damit man sich heile wieder sieht, liest oder hört.