14. Dezember: Adventslese mit Volker Mischok

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

weil ich weiß, dass einige Leute im Verteiler stehen, die keine Zeit haben, heute einmal die Fakten vorweg:

Sonntag, 14. Dezember
Schmalz und Marmelade – die Adventslese
Gast: Domprediger Volker Mischok
Ort: Freischütz am Ziegenmarkt
Losgelesen wird ab 12, vorher, also so ab 11.15 Uhr, gibts Frühstück
mit Schmalz und Marmelade.

Nun aber darf ich schwadronieren. Los gehts:

Ich bin sicher, liebe Empfänger dieser Vorweihnachtspost, Sie sind weihnachtsfest. Sicher in allen Dingen, die das Weihnachtsfest uns zumutet, aber auch in denen, die es uns mit offenen Händen schenkt. Sie wissen, wie das geht, mit dem richtigen Weihnachtsbaum, Sie haben alle Geschenke besorgt und daran gedacht, dass Opa wegen seiner Sehschwäche mit einem in Leder gebundenen Miniaturbüchlein nicht glücklich wird. Sie haben gespart vor dem Fest, damit der Januar keine bösen Überraschungen birgt, Sie haben die Kinder zu den Weihnachtsprogrammen gefahren und nicht ein bisschen gemault, wenn Sie dann vier Stunden lang fragwürdige Unterhaltung genießen durften. Sie machen das prima. Bin ich sicher!

So prima, dass Sie es ohne Probleme schaffen, am kommenden Sonntag noch ein wenig Schmalz und Weihnachtsmarmelade zu sich zu nehmen.
Weihnachtsmarmelade, das ist ja wie der Freischütz oder Frau jules, die zu spät kommt, eine gewisse Tradition bei unserer kleinen Lesebühne. Wir zünden ein Kerzchen an und einen Räuchermann und Domprediger Volker Mischok liest, wie es keiner kann. Ups. Gereimt. Aus Versehen, wirklich.

Aprospos aus Versehen. Wenn meinem Großvater etwas Schlimmes passiert ist, dann hat er immer gesagt, das ist ja wie Weihnachten, hat er
immer gesagt, was wahrscheinlich daran lag, dass er durch eine Serie von Weihnachtsmissgeschicken sozialisiert wurde, von denen ein Hund, der an Geflügelknochen verreckt ist, noch das harmloseste war. Später dann kamen wir Enkel und nach ein zwei Knuffen seiner Frau beschloss Opa, nun ein gutes Vorbild zu sein und das Weihnachtsfest zu genießen. Und siehe da – nichts Schlimmes geschah fortan mehr in unserem bescheidenen Landhaushalt.

In diesem Sinne freuen wir uns auf Sie, auf Euch und auf den Schützen, i.A.

thom*

PS: Schmalz und Marmelade tanzen nicht auf Ihrer Weihnachtsfeier!

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