Frau jules löst Schmalz und Marmelade auf oder Und, wie wars?
“Schmalz und Marmelade ist Schall und Rauch: Schall und Rausch isst Schmalz und Marmelade.” Doch, doch, Sie lesen ganz richtig. Aus. Vorbei. Vergangenheit. Ein harmloses Thema, doch die Lesebühne geht daran zugrunde. Banale Streitigkeiten, Eitelkeiten: Peng, vorbei! So kann’s gehen. Sagt Frau jules.
Sie glauben mir nicht? Ich habe es auch nicht geglaubt, aber Frau jules hat entweder seltsame Pillen genommen und im Vollrausch Visionen gehabt oder ganz einfach eine abstruse Geschichte ersonnen. Puh, nochmal gut gegangen: Geschichte ersonnen, alles ausgedacht, wir haben uns immer noch lieb. Aber irgendwie hatte sie so einen komischen Blick, als sie sich aufs Fahrrad schwang …
Andersen Storm verfiel dem Rausch der Macht, jedenfalls machte er den Eindruck, dass er gern verfiele. Allein wegen der Dienstreisen, oder eher wegen einer attraktiven Staatssekretärin? Da er erkannte, dass es ein Wunschtraum bleiben würde, ergab er sich gleich dem Rausch der blinden Aggression. Bringt aber nichts. Das war die Pointe.
Und Herr thom*? Was war denn in den gefahren? Hat offensichtlich auch Abstruses bemüht, jedenfalls wollte er uns weismachen, dass er mal Modern Talking gut fand. Doch, doch, das mit Dieter Bohlen und Thomas Anders. Oder mochte er nur das Geld, das er mit Selbstgetapetem (keine Drogen!) der beiden Schnulzpopikonen (schönes Wort!) im Osten verdienen konnte? Wir konnte ihn mit Mühe und Not dazu bringen, die beiden als Dezembergäste wieder auszuladen …
Herr ivalo moderierte durch den Mittag und verwandelte sich. Zack, saß da wieder diese Ruhrnatur, die Type da, die immer einen imaginären Freund namens “Kalle” belatschert. Diesmal hatte sich Herr ivalo die Leidenschaften in einen Topf schmeißen lassen – Friedel Rausch auf Schall ke – das ließ keine Fragen offen.
Na und unser Gast, den wir einzig aus dramaturgischen Gründen erst so spät nennen, der hat die ganze Herzenswärme eines Familienlebens mit in den Freischütz gebracht. Die Maus 21 und wie sie verstarb, ein Patientenstammtisch zum Kindergeburtstag – das alles sind ja keine großen Sachen, da bricht keine Börse von ein, aber wenn der Frank Düsterhöft sie erzählt, dann schalkt es im Nacken. Vielen Dank und Hut ab!
Wir sagen weiterhin Danke den Freischützen und unserem heißgeliebten Mann an der Technik, Micha acorri Milz, der nach dieser unglaublichen Sache mit dem Stadtrundgang und der mobilen Tontechnik heute doch tatsächlich so ein altes Ding aus dem Museum organisieren konnte, so einen, wie sagt man, Plattenspieler. Den hat er auch noch souverän bedient und mit Musik gefüttert, die Spaß macht. Rausch von der Schallplatte sozusagen.
Wir freuen uns auf den 9. November, dann mit Wolfram Pilz und Texten von Hans Michau. Herbststürme.



12. Oktober 2008 um 17:30
Natürlich sollte es high-geliebt heißen, sollte ja zum Thema passen!