Monatsarchiv für Oktober 2008
Schall und Rausch: Herr ivalo las
Nich so viel aber immerhin en bisken:
Friedel R. auf Schal-ke
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Frau jules löst Schmalz und Marmelade auf oder Und, wie wars?
“Schmalz und Marmelade ist Schall und Rauch: Schall und Rausch isst Schmalz und Marmelade.” Doch, doch, Sie lesen ganz richtig. Aus. Vorbei. Vergangenheit. Ein harmloses Thema, doch die Lesebühne geht daran zugrunde. Banale Streitigkeiten, Eitelkeiten: Peng, vorbei! So kann’s gehen. Sagt Frau jules.
Sie glauben mir nicht? Ich habe es auch nicht geglaubt, aber Frau jules hat entweder seltsame Pillen genommen und im Vollrausch Visionen gehabt oder ganz einfach eine abstruse Geschichte ersonnen. Puh, nochmal gut gegangen: Geschichte ersonnen, alles ausgedacht, wir haben uns immer noch lieb. Aber irgendwie hatte sie so einen komischen Blick, als sie sich aufs Fahrrad schwang …
Andersen Storm verfiel dem Rausch der Macht, jedenfalls machte er den Eindruck, dass er gern verfiele. Allein wegen der Dienstreisen, oder eher wegen einer attraktiven Staatssekretärin? Da er erkannte, dass es ein Wunschtraum bleiben würde, ergab er sich gleich dem Rausch der blinden Aggression. Bringt aber nichts. Das war die Pointe.
Und Herr thom*? Was war denn in den gefahren? Hat offensichtlich auch Abstruses bemüht, jedenfalls wollte er uns weismachen, dass er mal Modern Talking gut fand. Doch, doch, das mit Dieter Bohlen und Thomas Anders. Oder mochte er nur das Geld, das er mit Selbstgetapetem (keine Drogen!) der beiden Schnulzpopikonen (schönes Wort!) im Osten verdienen konnte? Wir konnte ihn mit Mühe und Not dazu bringen, die beiden als Dezembergäste wieder auszuladen …
Herr ivalo moderierte durch den Mittag und verwandelte sich. Zack, saß da wieder diese Ruhrnatur, die Type da, die immer einen imaginären Freund namens “Kalle” belatschert. Diesmal hatte sich Herr ivalo die Leidenschaften in einen Topf schmeißen lassen – Friedel Rausch auf Schall ke – das ließ keine Fragen offen.
Na und unser Gast, den wir einzig aus dramaturgischen Gründen erst so spät nennen, der hat die ganze Herzenswärme eines Familienlebens mit in den Freischütz gebracht. Die Maus 21 und wie sie verstarb, ein Patientenstammtisch zum Kindergeburtstag – das alles sind ja keine großen Sachen, da bricht keine Börse von ein, aber wenn der Frank Düsterhöft sie erzählt, dann schalkt es im Nacken. Vielen Dank und Hut ab!
Wir sagen weiterhin Danke den Freischützen und unserem heißgeliebten Mann an der Technik, Micha acorri Milz, der nach dieser unglaublichen Sache mit dem Stadtrundgang und der mobilen Tontechnik heute doch tatsächlich so ein altes Ding aus dem Museum organisieren konnte, so einen, wie sagt man, Plattenspieler. Den hat er auch noch souverän bedient und mit Musik gefüttert, die Spaß macht. Rausch von der Schallplatte sozusagen.
Wir freuen uns auf den 9. November, dann mit Wolfram Pilz und Texten von Hans Michau. Herbststürme.
Wort des Monats IIX
Oktober: Nettzwerg
Nachtrag: Wort des Monats VII
September: Bürgermeister
Sonntag: Schall und Rausch im Schützen

Foto: www.lehmann-photo.de
Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
manche Beiträge beginnen mit einer traurigen Nachricht. Dieser zum Beispiel. Frau nadine, unsere so geschätzte Frau nadine ist nämlich krank und muss schon zum zweiten Mal ihre Teilnahme an unserer kleinen, gemeinsamen Veranstaltungsreihe absagen. Das tut uns leid und wir vermissen sie an unserem Vorbereitungstischchen. Wir denken wie dolle an unsere Frau nadine und hoffen auf einen gemeinsamen November.
Unsere Vermieter sind mittlerweile etwas verstimmt, wegen der lauten Musik. Die nervt unsere Nachbarn und unsere Nachbarn nerven unsere Vermieter und nun sind die verstimmt. Herr Storm muss seit Wochen laut Heavy Metal hören, Herr ivalo Oper, Frau jules Soul&Funk und für mich blieb nur noch digitale Blubbermucke übrig. Und weil Kopfhörer für Warmduscher sind, hören unsere Nachbarn mit und sind nur in Maßen mit der Auskunft zu beruhigen, wir täten dies nicht aus Bosheit sondern aus Bildungsgründen. Wie Schauspieler, die einen Tisch spielen sollen und sich Wochen vorher in einem Möbelgeschäft einschließen.
Wenn wir alle zugleich gekündigt werden, aus unseren Wohnungen, ziehen wir in den Bierkeller des Freischütz und gründen eine Lese-WG.
Noch etwas wahrscheinlicher wird dies, bedenkt der geneigte Leser, dass auch die Kategorie Rausch zur Vorbereitung gehört und wir nunmehr seit Woche keine klaren Bilder mehr sehen. Das einzige Klare, das wir sehen ist der Doppelkorn, wie Sie wissen, findet auch ein blindes Huhn einmal einen… nein. Das ist jetzt selbst mir zu flach.
Kommen wir zum Punkt und zum Gast. Der Punkt ist, dass wir a 12. Oktober ab 11.30 Uhr gemeinsam mit Schmalz und Marmelade frühstücken und gleich danach, Punkt 12, loslesen getrieben von Schall und Rausch.. Der Gast ist Frank Düsterhöft, ein Redakteur mit großem Herzen, sicherem Blick und stets gespitzter Feder. Seine Texte sind ungeheuer von hier und wenn einer das Landleben kennt, sag ich Ihnen, dann der. Außerdem haben wir ihn eingeladen, weil er vor allem weiter oben Platz wegnimmt, weiter oben, in luftigen Höhen, wo wir nicht sind und auch nicht mehr hinwachsen. (Ein Scherz. Lieber Frank, ein Scherz.)
Für alle, die nur auf die Kerninformation Wert legen hier noch einmal der Blickfang:
SCHMALZ UND MARMELADE – SCHALL UND RAUSCH
Gast: Frank Düsterhöft
Sonntag, 12. Oktober, 11.30 Uhr Frühstück; 12 Uhr Frühlese für Spätaufsteher
im Freischütz am Ziegenmarkt
Herzliche Grüße,
i.A. thom*
PS: Dieser Beitrag wird nicht an internationalen Finanzplätzen gehandelt und ist somit nicht Teil des Problems.
PSPS: Diesen Beitrag zuende gelesen zu haben, entbindet nicht von der Pflicht persönlichen Erscheinens.


