Monatsarchiv für Februar 2008

 
 

Liebeslesen: Herr storm las und sang

Phasen der Liebe

und

Ich liebe nicht

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Liebeslesen: Bild des Tages

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Fotografiert von Ulli Wille.

Liebeslesen: Frau jules las

Herr Sonntag & ich – Wenn es am Schönsten ist…

und

Liebesmärchen

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Liebeslesen: Herr ivalo las

Liebesleid, ein bivokalisches Gedicht

und

Karte oder Stück Holz, eine Skatliebe

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Liebeslesen: Herr thom* sang und las

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Wenn

Negativ


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10. Februar: Liebeslesen im Freischütz

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

einmal, da werkelte tief in meinen Eingeweiden so ein Vieh, das schien Tango zu tanzen zwischen den Gedärmen. Bin ich dann zum Arzt gegangen und der hat gesagt, klarer Fall, hat der gesagt, das ist Darm und ich würde innerhalb der nächsten zwei Wochen sterben. Als ich nach ein paar Jahren immer noch am Leben war, bin ich wieder zum Arzt und der wunderte sich. Ich erhielt eine Überweisung zum Voodoopriester. Seit der Voodoopriester und ich herausgefunden haben, dass der Tango im Gedärm leidenschaftlicher wird, wenn die Liebste in der Nähe ist, füttern wir das Tierchen eifrig und erfreuen uns an jeder seiner Regungen. Und die Liebste mit.

Gelegenheit macht Liebe, was sich liebt, das neckt sich und Gegensätze ziehen sich aus. Nein, so einfach ist das nicht, Gevatter Volksmund, schweig stille. Die Liebe ist kompliziert in den Zeiten des Singlehaushalts mit Pantryküche. Da kocht jeder sein Süppchen, schaut sich Nacktbildchen im Internet an und löffelt mit heißen Händen direkt aus der Tüte. (Ich weiß nicht, was mein Großvater meiner Großmutter geantwortet hätte, wenn sie mit Mitte 20 zu ihm gesagt hätte, sie fühle sich noch nicht reif für eine ernsthafte Bindung und wenn, dann wolle sie auf keinen Fall mit ihm zusammen ziehen. Wahrscheinlich hätte er sie schlicht gar nicht verstanden.)

Und hat sich doch einmal gefunden, was zusammen kommen will, dann ist das Schaf ja noch nicht im Trockenen. Dann geht das Geheule erst richtig los. Dann müssen zwei Leben ins eins passen und wer steht auf, wenn das Kind weint und warum musst Du denn schon wieder weg, hast Du mich denn gar nicht mehr… ach!

Und dann sehnt man sich nach der Sehnsucht, das ist ja der Anfang von allem, das Sehnen (nicht “die”, Sie Witzbold), und dann guckt man und der andere guckt auch, rosa Herzchen fliegen, und wenn dann die Sehnsucht so richtig dicke aufgeplustert ist, sagt sie, Schatz, sagt sie, Du hast da noch Reste vom Mittag im Bart. Und dann guckt man betreten und macht die Reste vom Mittag weg und wundert sich im Stillen, dass selbst dieses so wunderliche Verständnis von Romantik der eigenen Sehnsucht ganz und gar nichts anhaben kann.

Das alles sind so Grübeleien. Das ist ja kein Allerweltsthema, die Liebe… Doch Bedenken hab ich keine – es wird eine Lust, dieses Liebeslesen. Silke Meyer, eine leibhaftige Familienberaterin, wird bei uns sein und Andersen Storm wird, den Platz der unvergleichlichen Frau nadine, di e leider nicht bei unsseien kann, warm halten und der Carsten Stotco, der Tausendsassa, singt Lieder aus der irischen Einöde, Lieder von Damien Rice nämlich.

Und für alle, denen das Geschwurbel vorweg nüscht ist, hier noch einmal die Fakten, pur, unverstellt, ohne Rüschen:

Schmalz und Marmelade – Liebeslesen
10. Februar, 11.30 Uhr Frühstück, 12 Uhr Frühlese
Gäste: Silke Meyer, Carsten Stotco
Und wir freuen uns auf Andersen Storm in seiner Rolle als Frau nadine

Bis dahin!
i.A. Herr thom*

PS: Diese Mail wurde generiert mit PoeTRY-Announcer 2.0 und ist ohne Unterschrift gültig.

Mit fremden Federn geschmückt

Kennen Sie das? Man schlägt die Zeitung auf, liest hier und da, weil es grad nichts besseres zu tun gibt und plötzlich fällt einem die Kinnlade auf den Bauchansatz. In diesem Fall war es ein Artikel der SVZ über den Kulturbund und seine Aktivitäten, der mich baff erstaunt zurückließ. Und mich immer noch rätseln lässt, wessen Realitäten da ganz ungeheuer auf dem Kopf stehen.

Im Kulturbund, lese ich nämlich, gäbe es die Lesenester, die unter anderem einmal im Monat mit Schmalz und Marmelade junge Texte auf die Bühne bringen.

Nun weiß ich aus eigenen Verfehlungen, dass Redakteure manchmal nicht genau zuhören und Unsinn schreiben. Aber Redakteure denken sich nichts aus. Sie schreiben über Dinge, die ihnen erzählt werden. Hat also, so folgere ich messerscharf, jemand vom Kulturbund der SVZ erzählt, dass man die Lesenester veranstalte und darüber hinaus maßgeblich an Schmalz und Marmelade beteiligt sei. Verdammt und das stimmt nicht. Unfug, Nonsens, mit fremden Federn schmückt sich der Kulturbund da…

Und weil ich schon immer mal ein Dementi schreiben wollte, tu ichs jetzt.

Ich erkläre hiermit (Hand aufs Herz und ernst gucken), dass Schmalz und Marmelade noch nie mit jemandem vom Kulturbund zu tun hatte, nie eine Förderung durch den Kulturbund erfahren hat und niemals für den Kulturbund oder im Auftrag des Kulturbundes gearbeitet hat. Schmalz und Marmelade gibt es, weil Oliver Hübner die Idee hatte, sie zusammen mit Julia Gräfner, Sophie Kirschke, Jan Tißler, Nadine Bähring und mir umsetzte und nun schon seit Juni 2006 zusammen mit vielen Helfern am Leben erhält. Und den Speicher, den haben wir schon seit einiger Zeit gegen den Freischütz als Spielort eingetauscht

Die Lesenester wiederum sind eine Initiative des Goethe-Gymnasiums, die Schmalz und Marmelade gern unterstützt, nicht umgekehrt. Leider sind die Lesenester im Moment mehr oder weniger eingeschlafen, weil es niemandem gelungen ist, andere junge Schreibende als die der Theatergruppe am Goethe-Gymnasium für die Idee, ihre Literatur aus den Schubladen zu holen, zu begeistern. Die Lesenester wurden im vergangenen Jahr zwar vom Kulturbund umworben, aber da es keine Berührungspunkte und kein Engagement des Kulturbunds für die Sache gab, ist es falsch und unredlich von den Damen und Herren, sich die Lesenester auch nur irgendwie auf die Fahnen zu schreiben.

Jetzt werden Sie sich zurecht fragen, warum ich mich so ereifere – schließlich ist ja niemandem ein Schaden entstanden und der Kulturbund ist ja auch keine böse Organisation, von der man sich distanzieren müsste. Das ist zwar prinzipiell richtig, aber ich bin – mal muss es ja gesagt werden – recht stolz auf das, was wir aufgebaut haben und reagiere entsprechend allergisch, wenn sich jemand mit unserer Arbeit schmückt. Und ich frage mich, wie jemand auf die Idee kommt, so billlige Unwahrheiten in die Zeitung schreiben zu lassen. Weil er oder sie denkt, dass es nicht rauskommt? Bitte? In unserer kleinen Stadt? Neee, nee, ne… Sachen gibts.

Natürlich habe ich versucht, den Kulturbund für eine Stellungnahme zu erreichen, aber leider habe ich niemanden ans Telefon bekommen.


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