Sehen und Ernten: Frau jules las
Der Spieler
und
Herr Sonntag und ich – Herbsttag
Der Spieler
Er war ein Spieler. Ohne Frage. Schon immer. Er war einer der Ideen von seiner Zunge in deinen Kopf springen macht. Er war einer dem du glaubst, wenn er da steht und grinst. Den Kopf nach oben gerichtet. Das was die anderen von dir sehen, das bist du in ihrem Kopf. Und sie wollen viel, sagte man ihm. Früh genug, dass er es nicht vergaß. Ein Spieler eben, sodass andere klatschten für das was er gab. Sein Herz nämlich. Es war sein Beruf später dann, ein Lachen oder einen Zauber säen, vom hohen Brett aus. Ein Spieler eben, sodass andere klatschten für das was er gab. Vom hohen Brett aus einen Zauber oder ein Lachen säen war sein Beruf später dann. Seine Kunst. Sein Herz bekam er nicht wieder. Verkauft und verscheuert. Anderes hatte er vorgesehen. Das war lange her. Noch bevor man ihm sagte, dass du das seiest, was die anderen von dir sähen und das jene viel wollten. Das Seil in dem er hing, knüpfte er weiter und weiter, nimmt am Ende den Strick und eine alte Hoffnung mit.
Herr Sonntag und ich – Herbsttag
Eine Sonne scheint. Ein Laub raschelt.
Regenschirmgerippe ragen aus Mülleimern.
Ein Wind schiebt eine Wolke mit einem Regen in Richtung Abend. Es ist Herbst. Kein Sommer.
Die Uhr geht ihre Runden und geht und geht. Da hatte einer lange warten müssen. Einen ganzen Sommer lang.
Es war seine Lieblingsjahreszeit. Juhu, sagte Herr Sonntag, Juhu es ist Herbst und springt mit blauen Gummistiefeln in eine graubraune Pfütze gerahmt von graubraunem Pflaster die einen graubraunen Herbsthimmel spiegelt. Juhu. Mir ist kalt, sagte ich.
Ja die Badeanzugszeit ist auch vorbei. Jetzt wird es mummelig und man trinkt Tee.
Ja, ja…Mir ist kalt.
Du bist und bleibst eine alte Miesmuschel. Miesmuschelig sein macht allein – schon vergessen? Wenn man dich schon mit der Nase draufstößt… Du sitzt im Schoß von immer wieder und meckerst und meckerst. Da brauchst du dich nicht wundern.
Wundern? ich wunder mich doch nicht…
Oh doch, du denkst immer, dass alle dir was wollen, was schlecht ist.
Ach das…
Oh doch, oh doch. Sieh es doch mal so: du schaust die meiste Zeit miesmuschelig drein und wunderst dich dann warum alle anderen dann auch miesemuschelig drein schauen, denkst dann, dass die denken, dass du böse bist mit ihnen und der Welt …so ist des doch?
Ach du bist wie alle anderen, du guckst doch auch miesmuschelig…
Siehst du, siehst du! Und warum?
Es ist Lieblingsjahreszeit. Juhu, hab ich gesagt, Juhu es ist Herbst hab ich gesagt und bin mit meinen blauen Gummistiefeln in eine graubraune Pfütze gerahmt von graubraunem Pflaster die einen graubraunen Herbsthimmel spiegelte gesprungen. Juhu. Hab ich gesagt.
Mir ist kalt. Hast du gesagt und ein Gesicht gemacht, wie eine Sardine guckt bevor der Aludeckel zugerollt wird. Genau…Und?
Ja…Aber…
Aber aber, aber?
Ach…Kein aber…

