Wovon gibt es garantiert genug, wenn man Fotografen als Gäste auf die Lesemöbel lädt? A: Fotos, B: Brechungen, C: Objektive?
Richtig sind natürlich A, B und C. Und D: Fein ausgewählte Fotografengeschichten, E: Knipsen für alle, und F: charmante Gespräche.
Sehen und Ernten ist unsere Herbstlese geworden, genauso, wie wir uns das gewünscht haben. Boris Semrow hat uns ganz famos auf dem elektrischen Klavier begleitet, die Wortlichter haben uns von Förster, Igel und Waldi berichtet, Frau nadine hat uns alle etwas melancholisch gemacht, Frau jules hat uns verwirrt und mit Herrn Sonntag die Hirnwindungen wieder entknöpert, Herr ivalo brachte einen Bauern und eine Fee zusammen und ich hatte Jolanda dabei. Das mag wirr klingen, klärt sich aber, wenn Sie später unsere Texte hier wieder finden.
Besonders gespannt bin ich natürlich auf die Bilder unserer gemeinsamen Foto-Aktion. Kristina Schade und Marko Radloff hatten zehn Einwegkameras dabei, die wir unter folgender Maßgabe im Publikum verteilten: Jeder war gebeten, drei Fotos zu machen, einmal vom Publikum, einmal von den Lesenden und einmal von Kristina und/oder Marko. Einwegkameras aber sind analoge Dinger und deshalb bleibt nun nur ein wenig Warterei. (Sagte ich schon, dass Kristina und Marko für die Entwicklung der Filme sorgen? Und die Bilder dann auf www.bildwerk3.de veröffentlichen? Nein? Doch! Eben!) Dazu sei Ihnen noch die dringende Empfehlung gegeben, bis zum Ende des Jahres wenigstens einmal die Ausstellung “DIVA” im BILDERmacher in der Schliemannstraße zu besuchen.
Wie immer müssen wir ein kleines “Entschuldigung” an alle die senden, die nicht alles ganz genau mitbekommen haben, weil sie etwas abseits der Bühne saßen. Das ist leider so – der Freischütz ist ein absolut wunderbarer Ort, aber eben keine Kleinkunstbühne. Das aber nehmen wir gern in Kauf und bitten Sie gleiches zu tun, denn wir alle werden jedesmal herzlich empfangen und der Milchcafé ist großartig. Dank Micha Milz, Basti vom Boot und freundlichen Leihgaben von Schwerin.TV gab es ja auch wieder zwei Lautsprecher für den hinteren Bereich – damit war die Isolation doch ein wenig durchbrochen. Danke auch an Paula für das Klavier, an Mama für die Marmelade und an die Liebste für die vielen gut gefüllten Schmalztöpfchen.
Apropos Marmelade und Schmalz: Etwas mehr als ein Kilogramm Schmalz und eineinhalb Kilo Marmelade sind heute verputzt worden. Auf etwas mehr als 60 Brötchen. Wenn Sie dies nun mal 14 Veranstaltungen rechnen, werden Sie, wie ich, auf ca. 14 Kilo Schmalz und 21 Kilo Marmelade in den letzten anderthalb Jahren kommen. Auf 840 Brötchen… Großes Catering-Kino.
Apropos Großes Kino: Zur Lese zum Thema “Großes Kino” laden wir Sie schon heute herzlich in den Großen Saal des Schweriner Filmtheaters Capitol ein. Am 11. November – Einlass ab 11.11 Uhr.
PS: Überraschung: Martin Neuhaus hat (Juchuh!) uns unvermittelt Deko vorbeigebracht: Kolchosebauern auf dem Felde und eine abgefahrene Skulptur. Ein wenig hatte ich gehofft, dass ers bei uns vergisst, aber denkste… Na es wird Fotos davon geben. Oooohjaa!