Schmalz und Marmelade liest um die Wette
Zur Idee von Schmalz und Marmelade gehört von Anfang an, dass wir Kontakt suchen zu Künstlern in unserer Stadt, zu interessanten Menschen und auch zu Lesebühnen und Literaturvereinen in der Region. Das klingt wie aus einem Werbeprospekt – ist es auch.
Nun müssen wir den Begriff “Region” etwas weiter fassen, denn wir sind eingeladen worden zum “LiMa – dem ersten Literaturbühnenfestival Mitteldeutschlands”. Der Magdeburger Kulturanker e.V veranstaltet zusammen mit dem Schauspielhaus Magdeburg eine Bestandsaufnahme mit Wettbewerbscharakter. Am 25. und 26. Oktober lesen dafür zehn Lesebühnen um die Wette – in einem Endausscheid am 27. Oktober wird ein Sieger gekürt.
Obwohl mir persönlich Wettbewerbe im Hinblick auf Literatur und Faxen und Kram ja nicht so liegen, lockt einfach die Möglichkeit, Kolleginnen und Kollegen zu treffen und dabei mal gucken zu können, was die anderen so treiben. Leider können wir nicht in voller Besetzung auflaufen – nur zwei Protagonisten aus jeder Lesefraktion dürfen auf die Bühne. Nach einer kurzen Kissenschlacht waren wir uns einig, dass Herr ivalo und ich, also der Herr thom*, nach Magdeburg fahren, auch wenn wir uns ohne Frau jules und Frau nadine mächtig amputiert vorkommen.


18. September 2007 um 18:15
Eine Mann-Frau Beteiligung wäre bestimmt besser…
18. September 2007 um 18:32
Vielleicht kissenschlachten wirs auch nochmal aus
18. September 2007 um 22:23
…und wenn das dann nicht hilft, bleiben noch die Travestiekünste
18. September 2007 um 22:26
ich finde es übrigens geographisch extrem generös gehandhabt von den Organisatoren, dass Schwerin Mitteldeutschland ist. ich bin mir noch nicht sicher, ob mir das gefällt. war ich doch schwerinzeitlebens froh, Mitteldeutschland entflohen zu sein…
21. September 2007 um 07:58
Überhaupt ist Mitteldeutschland böse Westpropaganda. Die Bildzeitung, die die DDR bis 1989 immer nur in den sogenannten Anführungszeichen geschrieben hat, hat geographische Aufklärung geleistet: Ostdeutschland zu sagen, wo DDR gemeint ist, sei falsch, denn Ostdeutschland meint Schlesien, Ostpreußen, … verlorene Reichsgebiete eben. Einen Sender also Mitteldeutschen Rundfunk zu nennen ist der verlängerte Propagandaarm aus dieser Zeit. Das sollte nicht unerwähnt bleiben, wenn wir im Sendegebiet des MDR den Norden der Mitte vertreten.