9. September: Schützenfest im Freischütz
O diese Sonne,
Furchtbar steigt sie mir empor!
Leid oder Wonne,
Beides ruht in deinem Rohr!
Ach, ich muß verzagen,
Daß der Schuß gelingt!
Dann mußt du entsagen.
Nur ein keckes Wagen
Ist’s, was Glück erringt.*
Grad noch deuchte uns ganz recht die Zeit der Spiele wieder zu eröffnen mit einem Picknick am Barniner See, was gelang, und Freude uns brachte und einer erklecklich Zahl an Gästen, so treten wir heute mit einem Ansinnen hervor, dass nicht geringer scheint: Zum Schützenfest wollen wir Sie laden, ehrbarer Gast, dass Sie unseren Fisematenten folgen, am 9. September, 11.30 Uhr ist aufgetischt, um 12 Uhr ward gespielt, in der Wirtschaft Zum Freischütz zur Belustigung aller, die da Vergnügen suchen, in dieser Stadt.
Kaum zu glauben, aber wir haben für Sie und uns gewinnen können: Andreas Lembcke, Schauspieler, Geschichtenerzähler, Multiinstrumentalist und unser persönlicher Freischützenkönig.
Bitte? Nein… Mir gehts gut. Wieso ich nicht zur Sache komme? Wieso komm ich nicht zur Sache? …ist doch alles gesagt. Saisoneröffnung im Freischütz am kommenden Sonntag, ab 11.30 Uhr, mit Andreas Lembcke, mit Schmalz, mit Marmelade und dem Publikum… Ja! Na dann red noch nicht so einen Quatsch…
Milch des Mondes fiel auf’s Kraut – Uhui!
Spinnweb’ ist mit Blut bethaut. – Uhui!
Eh’ noch wieder Abend graut – Uhui!
Ist sie todt, die zarte Braut! – Uhui!
Eh’ noch wieder sinkt die Nacht,
Ist das Opfer dargebracht – Uhui! Uhui! Uhui!*
PS: “Schützenfest”, in aller Vieldeutigkeit, bitten wir in diesem
Zusammenhang ganzheitlich und a weng allkosmisch zu begreifen. Als
Metapher und als Blütenwort.
* aus: Friedrich Kind; Der Freischütz


3. September 2007 um 21:38
herr thom*, was immer Sie nehmen, nehmen Sie weniger davon. Nein, Spaß beiseite, gar trefflich angekündigt haben Sie hier unsere nächste Frühlese!
4. September 2007 um 22:16
Nein, nehmen Sie mehr davon. Immer diese Selberkommentierer, gruppenbezogen. Ich will einen Umlaut um zu zeigen, dass ich fremdlaendisch (aha, da war er) Tastatur bediene.
Nein, wunderschoene Ankuendigung, Herr thmm*. Dass verklangt es mich hier kundzutun (tra-ra, tra-ra, uhui, uhui) sagt der immer herumstreunende Herr ivalo, derzeit aus Sheffield England, England (erraten Sie seinen Ohrwurm anhand der destination).
5. September 2007 um 16:46
“Und immer deine Freunde
ihr nehmt doch alle Drogen
und ständig dieser Lärm
(was sollen die Nachbarn sagen?)
denk’ an deine Zukunft
denk’ an deine Eltern
willst du, dass wir sterben?”
http://flex85.wordpress.com/2007/08/31/die-arzte-junge-songtext/