Monatsarchiv für Juni 2007

 
 

Ein Jahr Schmalz und Marmelade

Kaum zu glauben. Heute ist der 25. Juni 2007. Vor genau einem Jahr hieß es das allererste Mal “Vorhang auf” für Schmalz und Marmelade im Speicher. Horst Rehberg war unser Gast und brachte uns Theateranekdoten mit. Das Schmalz-und-Marmelade-Team der ersten Stunde waren Frau jules, Herr jati, Herr thom* und ich.
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Ein Foto…

…von mir und meinem Molter! Wer eine Plakatkopie dieses Molters besitzt, sollte uns unbedingt ein Bild davon mit sich daneben schicken. Zum Zeigen. :D

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Sie werden begeistert sein! Sie werden sich fragen, wie Sie es nur so lange ohne eine Lesebühne aushalten konnten. Ihre Freunde werden Sie beneiden und ihre Familie wird Sie lieben für den Erwerb einer Lesebühne. Eine Lesebühne erleichtert das Leben – eine Lesebühne macht, dass Sie nicht mehr allein sind mit Ihren Gästen, eine Lesebühne erspart den Smalltalk, eine Lesebühne sorgt für hochwertigen Gesprächsstoff. Und auch wenn es kaum zu glauben ist: eine Lesebühne ist haltbar, pflegeleicht (außer Herr thom*) und äußerst exklusiv.

Eine Lesebühne – das ist wie ne Band bloß mit mehr Buchstaben.

Herr thom* singt unsichtbar

Unsichtbar

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Reiselese: erste Erfolge und Herr Ivalo wird fast der Held

“Jetzt schreibe ich eine Eingabe an die Deutsche Bahn, damit Schwerin bessere Bahnanbindungen bekommt. Dafür bin ich dann der Held!”

Keine zwei Tage hat es gedauert, bis die Deutsche Bahn reagierte, alle Achtung Herr Mehdorn, …
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Reiselese: Manja “Maschi” Graaf las

Höchst flexibel.

Pioniergeburtstag


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Reiselese: Frau nadine las

Wir sind Weltmeister

Rungsted – Über die Magie des Reisens


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Reiselese: Herr ivalo las

Der Weg ist das Ziel

Wieder was gelernt

Wenn Helden reisen


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Reiselese: Nachbericht verbrannt

Nachbericht zur Reiselese geschrieben. In der Sonne liegen gelassen. Verbrannt. Tanzen ums Feuer. Geschehen als eine auf Hitzeschlag basierende Vision identifiziert. Nachbericht auf später verschoben. Kauf eines Eisbären erwogen.

(Mit freundlichem Gruß an den Textspeier.)

Reiselese: Herr thom* las

Jolanda

Unsichtbar
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Reiselese: Frau Jules las…

Wir haben kein Gespür für die Menge

Wir haben kein Gespür für den der allein ist

Wir überraschen nicht

Wir verlieren nicht

Wir sagen nicht wenn es zwickt irgendwo

Wir sagen nicht wenn es gerade nicht passt

Wir gehen auch nicht auf´s Ganze

Und machen kaum halbe Sachen

Und seit kurzem da lachen wir weniger

Und sind weil andere sind

Wir lassen nichts fallen und schummeln nicht

Wir sind brav und wissen viel

Wir sind immer zu sehen

Wir haben keinen doppelten Boden

Wir lesen nicht zwischen den Zeilen

Wir brechen uns keinen Zacken aus der Krone

Wir streiten nicht um andere

Wir streiten nicht mit anderen

Wir streiten nicht für andere

Wir sind keine Helden


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Reiselese im Freischütz am 10. Juni

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen]

gehen wir doch einmal rein sprachlich vor: “reisen” das beinhaltet das Wörtchen “Eis” – vielleicht eine Erklärung dafür, dass mich meine Eltern solange der Trabant noch neu und Ausfahrten aufregend waren, an jedem Wochenende in die Eisdielen der Region entführten. Und auch die FDGB-Urlaube wurden in der Regel so geplant, dass sich unterwegs die eine oder andere Speiseeisverkaufseinrichtung anfahren ließ. Küchenpsychologisch gesehen erklärt dies meine Abneigung der kalten Süßigkeit gegenüber.

Aber im Wort “reisen” haben wir auch “Reis” – vielleicht eine Erklärung dafür, dass wir den Ostasien-Fahrer Fabian Lambeck bei uns zu Gast haben, an diesem schönen 10. Juni, ab 12 Uhr, im Freischütz am Ziegenmarkt. Fabian Lambeck gehört zu den Menschen, die es nahezu magisch an diejenigen Orte zieht, die wir wegen der Nachrichtenlage meiden. “Nach Lanzarote kann ich, wenn ich alt bin”, sagt der 30-Jährige. Und weil der Herr Lambeck auch noch Journalist und Autor ist, hat er seine Reisen aufgeschrieben.

Jagen wir einmal alle Konsequenz in diesem Text zum Teufel, dann erkennen wir weiterhin, dass Reisen in der Regel damit zu tun hat, Neues zu entdecken – neue Länder zum Beispiel. Und Neuseeland wiederum, das wissen Sie bestimmt, hat seinen Namen eben daher: Es war neues Land. Nur dummerweise waren die Entdecker Legastheniker oder die Datenübermittlung funktionierte damals noch wie ein Stille-Post-Spiel – jedenfalls ist über die Jahre aus “neues Land” Neuseeland geworden. Manja Graaf hat dieses neue Land bereist und mitgeschrieben. Auch sie wird unser Gast sein am 10. Juni.

Doch zurück zum Wort Reisen: “isen” steckt, wenn auch etwas versteckt, im Worte drin und damit schlagen wir gekonnt den Bogen zu unserer mecklenburgischen Heimat. “Isen” ist nämlich der entscheidende Teil des plattdeutschen Wortes “Isenbahnboomupendahldreier” – Schrankenwärter, sagt der Hochdeutsche dazu. Und in Sache Reisen ist der Isenbahnboomupendahldreier ja so etwas wie Bremser und Beförderer in einem: Er bremst den Verkehr um dem Reisen auf Gleisen Schneisen zu schlagen. Philosophisch gesehen ein höchst interessanter Beruf.

Weil sich “Reisen” auf “Meisen” reimt, darf ich Ihnen noch davon berichten, dass ebensolche es ganz und gar nicht abwegig finden, in meinem Wohnzimmer zu frühstücken. Ehrlich! Aber das hat mir der Reiselese am 10. Juni, ab 12 Uhr, im Freischütz am Ziegenmarkt, nichts zu tun.

Im Namen meiner Lesekolleginnen und Kollegen bleibt mir nun nur noch, Sie ganz herzlich für den 10. Juni in den Freischütz einzuladen. Es wird die letzte Sonntagslese vor einer Sommerpause, die zwei Monate währt – im September sind wir dann wieder für Sie da.

Und für alle, die – egal wie lang ein Text ist – nur das Fettgedruckte wahrnehmen, hier noch einmal alles im Überblick (inklusive eines langen Titels).

Sonntag, 10. Juni 2007
Freischütz am Ziegenmarkt
“Olivers Reisen: Mit Jules Verne und Thomas Cook auf der Bähring-Straße durch Sophies Welt”
11.30 Uhr Türen auf mit Schmalz und Marmelade
12 Uhr wird losgelesen

Herzlich,
Herr thom*

PS: Den Text bis zu Ende gelesen zu haben, befreit nicht von der Notwendigkeit persönlichen Erscheinens.


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