Monatsarchiv für Mai 2007

 
 

Fahrradtour: Herr ivalo las

Fahrrad 2020, Massenverkehrsmittel dank Klimaschutz

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Sonne!

Hossa! Der Herr ivalo und sein Wetterdienst hatten Recht. Clärchen lächelt vom Himmel und einer entspannten Radtour steht nichts im Wege. Bis gleich!

Im Sitzen schwitzen

Hier sitze ich und schwitze. Nicht vor körperlicher Anstrengung, sondern vor Aufregung. Auf dem anderen Bildschirm spielt Dortmund gegen Schalke. Natürlich soll dieser Beitrag über unsere morgige Fahrradtour gehen. Daher der Titel, denn auf dem Fahrrad schwitzt man je ebenfalls im Sitzen. Einige meiner schönsten Fahrradtouren, zumindest die kürzeren davon, habe ich allerdings dem Fußball zu verdanken. Letztlich erst um den Schweriner See nach Leezen, wo die zweite Mannschaft der SpVgg. Cambs-Leezen gegen die SG Manitz/Suckow 3:0 gewann.
In meiner Jugend war ich regelmäßiger Gast der Heimspiele von Borussia Dortmund. Das Westfalenstadion, wie der Signal-Iduna-Park damals noch hieß, … falsch: das Westfalenstadion, inzwischen zum Signal-Iduna-Park mutiert und umbenannt, war 17 Kilometer von meinem Wohnort Unna-Massen entfernt, eine schöne Strecke gab es entlang der S-Bahn von Unna nach Dortmund. Einmal habe ich mich sogar bei wildem Schneetreiben auf die Strecke gemacht, im Dunkeln, es war ein Freitagabendspiel, die Straße war gerade noch befahrbar, der Platz allerdings nicht bespielbar. Besser so, ich hätte mir wohl auch den A… abgefroren.
Im Ruhrgebiet herrscht eine hohe Fußballdichte, das ermöglichte es mir, einige Auswärtsspiele ebenfalls mit dem Fahrrad zu besuchen, Bochum in jedem Jahr, Gelsenkirchen nur 2 Mal, da sie in meiner aktiven Zeit mehrmals zweitklassig spielten. Allerdings habe ich es sogar bis Leverkusen, Uerdingen, Köln, selbst einmal zum FC St.Pauli geschafft. Ich weiß nicht mehr, was mich immer wieder dazu motiviert hat, denn gewonnen hat Dortmund nur eins der Spiele, ein 1:0 in Leverkusen. Also muss es das Fahrradfahren gewesen sein.
Drüber, auf dem anderen Monitor fallen die Tore, wie die reifen Birnen, nur in Dortmund steht es noch 0:0, sie sind hier bestens informiert, müssen nicht rüberschalten.
Meine Urlaube verbrachte ich ebenfalls schwitzend auf dem Sattel. Der St. Gotthardpass, ein verregneter August in Norwegen, Englands Südküste, Hollands ganze Küste, der Rhein, die Donau, Dänische Inseln. Selbst ein ganzer Tag und eine ganze Nacht wurde durchgefahren. Von Darmstadt nach Unna, 360 km, wozu in Köln nochmal übernachten, wenn ich fast zu Hause bin?
Eine weitere Episode gibt es morgen, 19 km hin und 19 km zurück. Das wird doch zu schaffen sein.
Schreiben Sie uns doch auch von Ihrer verrücktesten, schönsten, längsten, kürzesten, kältesten oder der geselligsten Fahrradfahrt, ich bin gespannt.
Oh, Fußball geht weiter, 1:0 für Dortmund, auf in den Flötenkrug zur letzten halben Stunde.

Lug und Trug: Herr ivalo las, Teil 6 (von 6)

Big Mother, Staffel 66, Deutschland sucht den Super-Fake!!! Das Finale, die Entscheidung, jetzt!


Teil 5

Teil 4
Teil 3
Teil 2
Teil 1

Radtour – der Streckenplan

Wir bringen den Streckenplan morgen natürlich ausgedruckt mit. Wer möchte, kann sich aber hier schonmal das pdf anschauen. Oder es auf sein mobiles Gerät laden… Bei Google Maps ist nach wie vor die Strecke ganz ordentlich eingezeichnet.

Schmalz-und-Marmelade-Radtour – der Streckenplan

Bestes Fahrradwetter in Sicht

Meldet www.wetteronline.de für Schwerin.

wettersum.jpg

Wenn dieser Tropfen erscheint, sitzen wir schon längst in der Seewarte!

Lug und Trug: Herr ivalo las, Teil 5 (von 6)

Big Mother Staffel 66, Deutschland sucht den Super-Fake! Teil 5:
Hallöschen, da bin isch wiedder!

Teil 4
Teil 3
Teil 2
Teil 1

Wer Diät macht hat nichts zu lachen

Das haben wir gestern festgestellt. Wir haben nämlich mit unserer Lesebühne, also vier von uns, Frau jules, Frau nadine, Herr thom* und ich, eine Landpartie mit Vorlesen gemacht. Bei schönstem mecklenburgischen Sommerwetter saßen wir mit Seeblick auf einer schönen Wiese zwischen mecklenburgischen, reetgedeckten Bauernhäusern und aßen lauter leckere Dinge. Dabei lasen wir Texte von lauter leckeren Dingen. Denn unsere Zuhörer, die im Schatten eines schönen Walnußbaumes saßen und ebenfalls aßen, und wir waren zum Anti-Diät-Tag ins Freilichtmuseum Mueß gekommen. Wir haben festgestellt, dass auch der Umkehrschluß gilt, wer nämlich keine Diät macht, hat was zu lachen. Allerdings habe ich während unserer zweiten halben Stunde aufgehört, dauernd Mäusespeck und Grabower Küsse und Baiser zu essen und Nutella aus dem Glas zu löffeln, wie es unser Programm vorsah und mich auf meine Jongliernummer zur Apfeldiät gefreut.
Es war ein feiner Tag im Museum und beim nächsten Mal schaue ich mir auch die mecklenburgischen, reetgedeckten Bauernhäuser an.

Sonntag: Die Radtour nach Gneven – alle Fakten

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

in den letzten Wochen habe ich jeden Tag auf dem Heimtrainer geübt, Texte fahrend vorzulesen. Das ging ganz gut. Als ich aber Stufe zwei des Experiments begann und auf mein Fahrrad stieg, fuhr ich zwei ältere Damen um und stürzte anschließend. Also habe ich die Notbremse gezogen:

Bei der Schmalz-und-Marmelade-Radtour wird nicht auf dem Fahrrad gelesen. Fürs Lesen sind vier Pausen da.

Am kommenden Sonntag möchten wir mit Ihnen aufs Rad steigen. Gen Gneven gehts, 19,25 Kilometer Weg sind das. Um 11.30 treffen wir uns an der Schelfkirche. Um 12 Uhr starten wir in Richtung Schlossgarten. Mit dabei sind – und wir springen im Kreis vor Freude weils so ist – die Schauspieler David Kramer und Martin Neuhaus, der Zeichner und Autor Roland Regge-Schulz, die Taggs und die Wortlichter. Die Tour ist eine Gemeinschaftsaktion von Schmalz und Marmelade und dem farbfigur Verlag Gneven.

Die vier Stationen und das Ziel unserer Fahrt können Sie sich aufs Schönste von oben angucken. Bei Google Maps nämlich.

Die Tour endet in Gneven. Zwar fährt um 15.24 Uhr die Linie 100 wieder zurück nach Schwerin, aber die hat nur Platz für wenige Räder und zeitlich könnte es durchaus etwas knapp werden. Insofern gehen wir lieber davon aus, dass wir auch zurück radeln. Es sei denn, Sie haben einen Bus parat, der uns alle abholt.

Wir freuen uns auf Sie und einen feine Tour, Schmalz und Marmelade gibts natürlich wie gehabt und Andy, der Gastronom des Speichers kommt mit Suppe und Kaltgetränken.

Bis denne,

das Lesekollektiv

Schlussverkauf: Die Plakate sind da

Sie erinnern sich? Zur Präsentation unserer CD am 1. März hat das Schmalz-und-Marmelade-Lesekollektiv ein zaubehaftes Bild aus dem Hause Molter geschenkt bekommen. Was dann kam, ist schnell erzählt: Wir trafen uns auf einer Wiese vor der Stadt und haben mit Zähnen und Klauen um das Original gerungen. Ich hatte ob meines Gewichts ganz gute Chancen, aber Frau jules hat mir ganz fies ins Ohr gebissen und damit den Molter gewonnen.

Dann hat Jörn Lehmann das Bild fotografiert und Steffen Kusebauch von 3J hat uns zehn Ausdrucke, etwas größer als A1, vorbeigebracht. Vier dieser Ausdrucke gehen ans Lesekollektiv, einer ist bereits verkauft. Jetzt haben wir noch fünf dieser Meisterwerksreproduktionen und die möchten wir Ihnen andienen. Vorteile: Sie bekommen die Reproduktion eines umwerfenden Bildes und unterstützen damit sowohl die Lesebühne als auch den Herrn Molter. Nachteil: Der Druck ist wegen der kleinen Auflage nicht ganz billig, 25 Euro kostet das Stück.

Wir wären nicht Schmalz und Marmelade, würden wir diesen Schlussverkauf nicht mit einer kleinen Aktion verbinden: Schicken Sie uns doch bitte ein Foto von dem Ort, an dem das Bild nun hängt. Die Käuferin des ersten Bildes hat das schon getan, ich werde meines noch dazupacken und beide heute abend veröffentlichen. Nun sind Sie dran – erst kaufen, dann knipsen.

Janni

Janni machte die Hand zu einer Muschel überm Heft, damit ich nicht abschreiben konnte. Janni stachelte den schmalen Hans an, meine Brille zu verstecken. Der schmale Hans kriegte vor den Latz und Janni lachte über uns. Janni schacherte Matchbox und Poster aus der Bravo für 40 Ostmark und für eine Kassettenkopie des Depeche-Mode-Albums “Black Celebration” nahm er auch von Freunden einen Fünfer. Fürs Kopieren mit dem Doppeltapedeck. Die Kassette nicht inbegriffen. Jannis Eltern fuhren ständig neue Autos und wohnten in einem Haus mit Garage und einem Kamin und vielen Karl-May-Bänden im Regal. Mit dem Finger hat der Janni immer auf mich gezeigt, wenn ich das Mathebuch vergessen hatte. Auf dem Schulhof hat Janni die Kleinen drangsaliert, mit Vorliebe hat er Kleinere drangsaliert. Janni war ein mäßiger Schüler, ein Depp, nüchtern betrachtet.

Aber hey, die Realität zeigt: es gibt gut bezahlte Jobs für solche Leute.


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