Monatsarchiv für Mai 2007

 
 

Nachtcaféhausträume

Udo Jürgens ist irgendwann geborsten. Und aus seinen Bruchstücken sind neue Musiker gewachsen. So ist zum Beispiel Peter Maffay entstanden. Aber das nur am Rande. Im Kern waren wir heute im Nachtcafé “Platz der Freiheit. Zudritt verboten” und das war gefühlt ganz groß. Genauer gesagt, waren wir da, lasen und waren wieder weg. Und das war genau richtig so. Danke Martin Neuhaus, David Kramer und Andreas Lembcke und John Carlson. Hat man ja nicht oft sowas…

Nächste Aufführung des Nachtcafés, dann ohne Lesezwischenfälle, Sonnabend, 2. Juni, 23 Uhr

Bloggeburtstag

Heute vor einem Jahr ist hier der erste Beitrag geschrieben worden.

Das waren noch Zeiten…

Das Jahresprogramm und der Flyer dazu

Normalerweise weiß man ja kaum was morgen kommt, geschweige denn in einem Jahr. Der berühmte Ziegelstein streckt einen auf offener Straße nieder, borderline-gefährdete Jungspunde rasen einem die Rippen entzwei oder die Buchstabensuppe ist arsengetränkt – kann alles passieren und dann ist die schöne Planung im Eimer.

Wir haben es dennoch gewagt, aller Endlichkeit des Seins und allen Unwägbarkeiten im Tun zum Trotz, und ein Jahresprogramm aufgelegt. Ich freu mich schon drauf zu lesen, was Sie hinter den Veranstaltungstiteln vermuten. Kommentare bitte in die Kommentare.

Den Flyer können Sie hier als druckbares pdf herunterladen (rechte Maustaste “Ziel speichern unter”), den Jahresplan pur gibts nach einem Klick auf
Den ganzen Beitrag lesen…

Schmalz und Marmelade in Kolumne gemogelt

Sehr fein: Der Herr Regge vom Schulzenhof hat uns in seine “Kinder Kinder”-Kolumne in der SVZ vom Wochenende gemogelt. Um keinen Ärger wegen der Veröffentlichung von SVZ-Inhalten zu bekommen, hab ichs Ihnen vorgelesen:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Podcast: Nachtrag zur Radtour

Der Herr Andersen Storm und ich – wir wollten eigentlich noch vor der Radtour einen Podcast zum Thema “Unterwegs” machen. Ich habe die Datei des Herrn Andersen mit seinen Audioschnipseln drin auch pünktlich erhalten. Und hatte meinerseits bei der Probetour am 1. Mai ins Mikrofon gesprochen. Aber Sie wissen ja: Gut Ding muss allzu oft der Faulheit weichen.

Jetzt aber:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Fahrradtour: Der Gründungsmythos

Schmalz und Marmelade – Wie alles begann

Den ganzen Beitrag lesen…

Radtour: Nachwehen

Lesebühne nun im Freischütz: Ich sag ganz leis zum Abschied: Danke!

Ganz aufmerksame Leser haben es bereits rechts in der Ankündigung bemerkt: Wir werden genau zu unserem ersten Geburtstag am zweiten Sonntag des Juni mit der Frühlese für Spätaufsteher in den Freischütz umziehen. Grund genug, um dem Speicher, insbesondere Andy, dem Mann hinter der Theke, und dem Kulturbüro der Stadt Schwerin einmal herzlichen Dank für die schöne Zeit dort zu sagen. Und einmal zu erzählen, wie alles wirklich begann.
Den ganzen Beitrag lesen…

Fahrradtour: Frau jules las

Herr Sonntag & Ich – Miesmuscheln


Den ganzen Beitrag lesen…

Lesebühne im Staatstheater: Platz der Freiheit – Zudritt verboten

Es war einmal, dass wir uns auf die Suche begaben, eine Bühne zu finden. Im Staatstheater gabs da gewisse Schwierigkeiten. Sie erinnern sich vielleicht…

Jetzt sind wir eingeladen: Am Freitag, dem 25. Mai, ab 23 Uhr, spielt Schmalz und Marmelade eine ganz kleine Show im Rahmen des Nachtcafés “Platz der Freiheit – Zudritt verboten”. David Kramer, Andreas Lembcke, John R. Carlsson und unser Radtour-Gast Martin Neuhaus haben uns eingeladen bei ihrer Hommage an das Schauspielersein in Schwerin zu gastieren.

Ich befürchte, wir werden Ihre Unterstützung brauchen – als drei von Millionen Amateuren auf einer Profi-Bühne.


Den ganzen Beitrag lesen…

Fahrradtour: Frau nadine las

An einen Freund

Den ganzen Beitrag lesen…

Nachlese: die Radtour 2007

Ich fahr ja kein Fahrrad. Schuld ist mein innerer Schweinehund, dieser Schweinehund. Den schleppe ich schon seit Jahren mit mir rum, wir kämpfen, meist gewinnt er, manchmal auch ich, heute aber hab ich ihn ausgetrickst. Schmalz und Marmelade hat einfach die Sonntagslese aufs Rad verlegt. Da musste ich ja…

Mehr als 60 Leute sind mit uns nach Gneven gefahren. An der Schelfkirche tauchten die ersten schon kurz nach 11 auf, bis um zwölf füllte sich der Platz merklich und neben vielen Stammgästen durften wir auch in eine Menge neuer Gesichter sehen. Besonders erfreut waren wir, weil die Alterstruktur von sechsjährigen Kindern bis hin zu Damen und Herren ganz deutlich jenseits der 60 reichte.

Im Ganzen ging die Fahrt, so mein Eindruck, ungeheuer leicht und unkompliziert durch die Landschaft. Bis Zippendorf rollte es nahezu von selbst, auch wenn ein gelber mannsgroßer Hahn mit gebratenen Hähnchenschenkeln in der Hand an Sponis Imbiss ein wenig im Weg stand.

In Zippendorf erwartete uns Andersen Storm, sein Song war eine sehr lässige Gitarren-Nummer vom Nicht-Reisen und ich hab mitgewippt. Frau nadine dann las eine ergreifende Hommage an einen guten Freund.

Wiederum nicht weit war es bis Mueß. An der Bushaltestelle studierte ein gelber Hahn mit Aktenkoffer den Fahrplan. Auf dem Gelände des Freilichtmuseums durften wir spielen – Schmalz und Marmelade hatten die beste Mutter von allen und die taggsbändigerin bereit gestellt. Wir haben unseren Gründungsmythos gelesen, Martin Neuhaus und Oli Schneider gaben eine große grüne Jazznummer, das Rennsteigrezitativ, Mundharmonika-Klänge und die Lesebühne bekam den Platz-der-Freiheit-Orden in Blau verliehen, aber dazu mehr in einem anderen Beitrag.

Am Stoerkanal wieder dieser Hahn. Diesmal angelte er und verursachte einen kleinen Stau der Zweiräder auf der Brücke.

Unterhalb des Friedhofs in Raben Steinfeld tauchte eine seltsame Person mit oranger Warnweste auf, sie kontrollierte mitten im Wald die Räder auf Verkehrstauglichkeit und ließ sich nur mit einem Lied besänftigen. Herr ivalo sah in seinem Text eine Zukunft voller Fahrräder vor sich und siehe – die Probleme waren im Prinzip die gleichen.

Am letzten Halt vorm großen Finale saß in der Ferne der Hahn am Feldrain. Frau jules las Herr Sonntag, Frau nadine erzählte, woran man merkt, dass man vom Dorf kommt. Kurz vor Weiterfahrt tat sich was an der Hühnerfront: Ein Jäger ballerte auf den flüchtenden Hahn, der musste entkommen sein, denn am Ziel in Gneven strampelte er bereits wieder auf einem Hometrainer am Schulzenhof.

Überhaupt, der Schulzenhof. Camper gibts da, schlimmer als die aus dem Fernsehen, die saufen und reden und machen am Ende noch Werbung für einen Auftritt der Wortlichter am kommenden Samstagabend im Speicher.

Andy hatte seine Freunde geschickt, die hatten gute Soljanka, etwas zu wenig Bier und alles andere ausreichend. Daniele Regge und Roland Regge-Schulz hatten Kuchen und Kaffee und einen sowohl für Kinder als auch für Erwachsene äußerst ansprechenden Schulzenhof.

Roland Regge-Schulz las zwei wirklich witzige Texte ganz nah am Radfahren. Andersen Storm gab uns noch einmal die Ehre – bei seiner Vertonung von Tucholskys “Mutters Hände” wurd mir richtig ein bisschen muttertagsrührig zu Mute. Ein großer Schluss, ganz groß.

Auf dem Rückweg muss es eine Panne gegeben haben – mehr weiß ich davon nicht, denn mich brachten motorisierte vier Räder zurück in die Stadt. Sie wissen ja, der Schweinehund. Diesmal hatte er mich ausgetrickst und mein Auto auf den Schulzenhof gestellt.

Das große Danke am Schluss: an Andersen Storm, Oli Schneider, Martin Neuhaus, Roland Regge-Schulz und an die Wortlichter dafür, dass sie sind wie sie sind und dabei waren heute, mit Stimme, Spiel und Instrument, an Daniele Regge und nochmal an Roland, also an den farbfigur verlag, wegen der Mühe und der Gastfreundschaft auf dem Schulzenhof, an all die munteren Kinder einfach so, an Hannes und Benno wegen des Hahns, an die beste Mutter von allen und die taggsbändigerin für den Stress mit Schmalz und Marmelade, an den maschinisten für den Transport und an die vielen Fotografen sowieso. Großes Kino war das…


  • Statistik

    • Beiträge 530
    • Kommentare 691
    • Wörter in Beiträgen 216,216
    • Wörter in Kommentare 18,392