Monatsarchiv für März 2007

 
 

Strickjacke gefunden

Klar – jetzt kommt der Frühling und die Strickjacken wandern in die Kleiderkiste.  Aber der nächste Winter kommt bestimmt. Insofern – Strickjackenbesitzerinnen aufgepasst. Am vergangenen Sonntag hat eine Besucherin, die Größe 146 bei H&M-Strickjacken trägt, eine ebensolche im Speicher vergessen.

Is nicht weg. Liegt beim Lesekollektiv. Einfach mail an thom ät schmalzundmarmela pünktchen de ee

Schule: Entschuldigungszettel

Insgesamt sind zwei Entschuldigungszettel eingegangen. Einer analog, einer digital. Den digitalen im Folgenden, den analogen später.

Sehr geehrter Herr thom*,

leider konnte XXXXXXX nicht an der Unterrichts-Matinee teilnehmen, da er erst um 10 Uhr aus den HELIOS Kliniken entlassen wurde und noch nicht wieder am öffentlichen Bildungssystem teilhaben darf.
Auch wenn es ihn als Streber brandmarkt, aber er selbst ist darob am betrübtesten. Er freut sich bereits darauf, das Versäumte im Online-Seminar auf schmalzundmarmela.de nachzuholen (leider sind die Unterrichtsmaterialien wohl noch nicht durch das Lehrpersonal eingestellt).

mit kollegialen Grüßen

XXXXXXXXXXin

Sehr vorbildlich.

Schule: Herr thom* las

Angriff

Lied einer einsamen Toilette (1991)

Hast den Sprung nicht geschafft (1992)


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Noch mehr Filme

ElDombre hat es tatsächlich schon geschafft noch mehr Material von der CD-Präsentation am 1. März zu bearbeiten und auf youtube abzulegen.

Hier eine Liste mit allen Videos.

Hier ist der Film, begleitet von Carlo Ihde.

Hier ist das Lied, dass wir im Stummfilm gesungen haben.

Hier sind Claudi und Katrin von den taggs mit “the-a-ter”

Hier ist Tino Bittner mit “Herr Sonntag – Wintertag”

In juchzender Dankbarkeit: Herr ElDombre, wenn wir mal was für Sie tun können?

Schule: Julia las

1-3

Mathe ist…

Sonntag und ich – Schulstundenumrunden

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Nachlese Schule:
Unser Tag der offenen Tür

Am 11 . 03 . 2007 führte die SuM-Schule im Schulgebäude in der Röntgenstraße im Beisein zahlreicher Gäste ihren ersten Tag der offenen Tür durch. Hannah, ein Mädchen aus der 1. Klasse, sagte zur Begrüßung aller Anwesenden ein Gedicht auf. Dann fand eine Podiumsdiskussion statt.

In den nachgespielten Schulstunden stellten dann die anwesenden Schüler ihre Aufsatzaufgaben der vergangenen Woche vor. Herr ivalo zensierte. Ich bekam eine 2+. Julia später eine 4. Dafür wurde dem Herrn Ivalo die Kniescheibe zertrümmert. Am 1. April, sagt der Arzt, kann er wieder gehen. Ebenfalls vorgelesen haben Herr Ivalo selbst, Referendar Schneider, Sophie und Nadine.

Nach der großen Pause trat unser Schulleiter Herr Dethloff ans Pult. Er berichtete von den Erfolgen der Bildung in den Zeiten Goethes und Hesses. Dazu reihte er ausschließlich Zitate dieser großen deutschen Dichter aneinander. Alle hörten aufmerksam zu. Auch als Herr Dethloff eine Rede über seine eigenen Vorstellung von Bildung hielt, erntete er viel Applaus. In einem heiteren Exkurs berichtete der Schulleiter über einen Tag in seinem Leben. Alle anwesenden Schüler, Eltern, Lehrer und Großeltern lachten erst und klatschten dann.

Nach einer weiteren Pause lasen wieder die Schüler für die Gäste vor. Alle durften noch einmal. Ich durfte singen. Auch das Mädchen aus der 1. Klasse sagte noch ein Gedicht auf. Julia begann ein Streitgespräch mit Herrn Ivalo, das sie mit einem bösen Wort beendete. Dafür bekam sie einen Tadel. Dafür wurde dem Herrn Ivalo später die Kniescheibe zertrümmert. Am 1. April, sagt der Arzt, kann er wieder gehen.

Wir freuen uns über diesen gelungenen Tag der offenen Tür und werden auch im nächsten Jahr einen solchen durchführen.

Ausgeraucht

132_3247 Rauchen verboten
Rauchen verboten,
geknipst von tin-g

Das Lesekollektiv vereint Raucher und Nichtraucher. So ists auch im Publikum. Als Raucher muss ich sagen: Mich haben die Nichtraucher noch nie gestört.

Allerdings ist es andersrum oft anders. Deshalb möchten wir als gute Gastgeber Schmalz und Marmelade fortan zu einer rauchfreie Veranstaltung erklären. Das scheint uns insgesamt ganz vernünftig, hat aber auch einen konkreten Anlass: Unser Gast am kommenden Sonntag reagiert nämlich geradezu allergisch auf Rauch. Als er im Februar zu Besuch war, hat er sich in den Pausen ins Freie retten müssen und ansonsten still gelitten… Und ok. Da hörts auf. Seine Gäste lässt man nicht vor der Tür stehen. (Neee is schon klar… künftig stehen die Raucher vor der Tür und die sind ja auch Gäste…, aber haben Sie wirklich Lust auf eine Grundsatzdiskussion?)
Was wir auch ganz prima an der Idee finden: Schmalz und Marmelade wird damit etwas familienkompatibler.

Ob es in den Hinterzimmern des Speichers eine Raucherinsel geben wird, bleibt abzustimmen. Offiziell hat ja auch die Stadt schon ein Rauchverbot verhängt, das sich aber im Speicher bislang nicht gut durchsetzen lässt.

Gehen wir also erstmal davon aus, dass wir uns auf die Kippe danach und zwischendurch vor der Tür treffen. Was machts?! Der Frühling kommt!

Podcast: Storm macht den Sack zu

Mit dem gestern veröffentlichten Gespräch zwischen Herrn jati, Frau nadine, Benno, Claudia und Andersen Storm dürfte die Interview-Reihe zu Schmalz und Marmelade zur Schmalz-und-Marmelade-CD-Präsentation abgeschlossen sein.

Ein Molter für die Welt

Martin Molter hat das Lesekollektiv mit seinem Geschenk an den Rand der Auflösung gebracht. Mit Zähnen und Klauen haben wir fünf um das Original seines Bildes gekämpft und – das muss ich mal selbstgefällig loswerden – meine Chancen standen nicht schlecht.

Zerkratzt, zerbissen und voller blauer Flecken aber erinnerten wir uns alle daran, dass wir ja eigentlich Frieden und so gut finden und versuchten eine einvernehmliche Lösung zu finden.

“Jörn Lehmann” (Schlossbuch!) heißt diese Lösung. Der Erstligafotograf aus Schwerin wird das Bild mittels seiner magischen Kästchen und einem ganzen Haufen Licht reproduzieren. Dann geht das Ding in die Druckerei und jeder kriegt einen Molter im Format A1.

Das Original wird seinen Platz an der Wand der Frau jules finden.

Aber auch Sie können dann ein Exemplar dieses einmaligen Kunstwerkes erwerben. Das wird wegen der Druckkosten nicht ganz billig, aber es lohnt sich. Mehr als 50 Stück wird es nicht geben.

Wenn Sie übrigens mal exzellente Fotos brauchen, ich meine, richtig gute Fotos, dann finden Sie den Herrn Lehmann in seinem virtuellen Zuhause.

11. März: Hinsetzen. Hefte raus. Schmalz und Marmelade macht Schule

Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],

“Non scholae, sed vitae discimus!”, sagte bei unserer ersten Begegnung mein Latein-Dozent an der Uni. Der sah aus wie ein Englisch-Moderator aus dem Schulfernsehen der 80er Jahre, Sendungen waren das, die in den 70ern gedreht und bis zur Wende stetig wiederholt wurden. “Are you a reporter?” wurde da der Mann mit den Boxhandschuhen gefragt und der entgegnete: “No. I´am a boxer.” Wer hätte das gedacht.

Russisch, Biologie, Mathematik, Chemie, Physik. Und Latein natürlich: Alles weg. Herr B. aber, der Mathelehrer, Herr G., der Physiker, Frau T. die Deutschlehrerin… die sind alle noch da. Hinter meiner Stirn hocken sie und altern nicht.

Ach, und all die Klischees! “Vormittags hat der Lehrer Recht und nachmittags frei”, sagt mein Großvater immer, den es nach sieben Klassen aus der Schule und auf den Hof seiner Eltern trieb. Mit Mitte 40 setzte er sich dann wieder auf die Schulbank und brachte es bis zum Ingenieur.

“Wat isn Dampfmaschien?”, “Jeder nur einen wööönzigen Schlock!” Ach, Heinz…

Seien Sie bei uns, liebe Leser, wenn wir gemeinsam mit unserem Gast, Peter Dethloff, durch die Schulflure wandern. Peter Dethloff war Schulleiter am Goethe-Gymnasium Schwerin, er wird Texte im Gepäck haben von Hesse und Böll und selbst Geschriebenes auch.

Sonntag, 11. März, 11.30 Uhr Schulspeisung, die 1. Stunde beginnt um 12 Uhr. Wer zu spät kommt, bringt gute Ausreden und/oder einen Entschuldigungszettel mit.

Ebenfalls auf der Lesebühne: das Lesekollektiv, Frau jules, Frau sophie, Frau nadine, Herr ivalo, Herr thom* – Herr Schneider gibt einen kleinen Ergänzungskurs.

Den Stundenplan finden Sie hier.

Herzliche Grüße sendet im Namen des Lesekollektivs,

Herr thom*

PS: Sie wöllten, können aber nicht kommen können? Dann besuchen Sie uns am 1. April zum Thema “Lug und Trug”. Oder Sie bereiten Ihren Drahtesel schon einmal für die große Schmalz-und-Marmelade-Radtour am 13. Mai vor.

PSPS: Non vitae, sed scholae discimus!

Thema Schule: Der Gast

Peter Dethloff hat einen schmalen Rücken. Grau ist das Haar, das an den Kragen reicht, das wippt mit, wenn er den Takt gibt für seinen Chor.

Wäre da nicht der Eindruck unseres heutigen Gesprächs, ich meinte, Peter Dethloff nur von hinten zu kennen. Von hinten vor dem Chor. Dabei war er mein Schulleiter, nein, das ist Neusprech, mein Direktor, am Goethe-Gymnasium. Ein Mann mit Kultur, mit Stimme, ein Mann zum Aufschauen für Chorgenerationen, ein Chorleiter mit Ehrgeiz.

Bereits zur Februarlese ist Peter Dethloff im Speicher gewesen. Wollte schauen, was das ist, Schmalz und Marmelade. Jetzt hat er einen eigenen Text vorbereitet, hat bei Böll gewühlt und Hesse inspiziert. Beide gehören zu seinen Großen.
Ich freu mich auf die Plauderrunde mit ihm, auf das, zwischen den Szenen.

Mehr über Peter Dethloff gibts hier.

Interview Teil II

…heute veröffentlicht Herr Storm Frau jules.


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