Liebe/r [hier bitte selbstständig den eigenen Namen lesen],
“Non scholae, sed vitae discimus!”, sagte bei unserer ersten Begegnung mein Latein-Dozent an der Uni. Der sah aus wie ein Englisch-Moderator aus dem Schulfernsehen der 80er Jahre, Sendungen waren das, die in den 70ern gedreht und bis zur Wende stetig wiederholt wurden. “Are you a reporter?” wurde da der Mann mit den Boxhandschuhen gefragt und der entgegnete: “No. I´am a boxer.” Wer hätte das gedacht.
Russisch, Biologie, Mathematik, Chemie, Physik. Und Latein natürlich: Alles weg. Herr B. aber, der Mathelehrer, Herr G., der Physiker, Frau T. die Deutschlehrerin… die sind alle noch da. Hinter meiner Stirn hocken sie und altern nicht.
Ach, und all die Klischees! “Vormittags hat der Lehrer Recht und nachmittags frei”, sagt mein Großvater immer, den es nach sieben Klassen aus der Schule und auf den Hof seiner Eltern trieb. Mit Mitte 40 setzte er sich dann wieder auf die Schulbank und brachte es bis zum Ingenieur.
“Wat isn Dampfmaschien?”, “Jeder nur einen wööönzigen Schlock!” Ach, Heinz…
Seien Sie bei uns, liebe Leser, wenn wir gemeinsam mit unserem Gast, Peter Dethloff, durch die Schulflure wandern. Peter Dethloff war Schulleiter am Goethe-Gymnasium Schwerin, er wird Texte im Gepäck haben von Hesse und Böll und selbst Geschriebenes auch.
Sonntag, 11. März, 11.30 Uhr Schulspeisung, die 1. Stunde beginnt um 12 Uhr. Wer zu spät kommt, bringt gute Ausreden und/oder einen Entschuldigungszettel mit.
Ebenfalls auf der Lesebühne: das Lesekollektiv, Frau jules, Frau sophie, Frau nadine, Herr ivalo, Herr thom* – Herr Schneider gibt einen kleinen Ergänzungskurs.
Den Stundenplan finden Sie hier.
Herzliche Grüße sendet im Namen des Lesekollektivs,
Herr thom*
PS: Sie wöllten, können aber nicht kommen können? Dann besuchen Sie uns am 1. April zum Thema “Lug und Trug”. Oder Sie bereiten Ihren Drahtesel schon einmal für die große Schmalz-und-Marmelade-Radtour am 13. Mai vor.
PSPS: Non vitae, sed scholae discimus!