Das Stendhal-Syndrom
Ein Mensch, den ich überaus schätze, hat heute bei mir eine Bildungslücke geschlossen. Habe ich doch angenommen, das Stendhal-Syndrom (ausgesprochen Stendal -Syndrom) hätte etwas mit diesem kleinen anhaltinischen altmärkischen Städtchen zu tun und, so dachte ich in meiner Ahnungslosigkeit, würde einen Gefühlszustand beschreiben, der junge Leute auch in Schwerin befällt, kurz bevor sie die Stadt verlassen. So eine Art soziale Platzangst… Mitnichten!
Stendhal-Syndrom
Das “Stendhal-Syndrom” könnte man auf Neudeutsch “Cultural-Overflow” nennen. Der Dichter Stendhal erlitt während einer Italienreise, überwältigt von der schieren Masse an Kunst, einen Zusammenbruch. Zur Belohnung benannte man das Krankheitsbild nach ihm. (Quelle: www.besserwisser.de)Wer es lieber etwas umfänglicher aber dafür auf Englisch braucht, schaut bei Wikipedia.
Wie aber kamen wir drauf? Ganz einfach: Am Sonntag, dem 11. Februar, wird Staatskapellmeister Peter Marschik lesen, Klavier spielen und dirigieren, Carsten Stoco ein Potbourri seiner schönsten Songs spielen, Metapha und Oli Schneider werden beweisen, dass Gitarre und Rap wunderbar zueinander passen und dann ist da ja noch das Lesekollektiv… Ein prallvolles Programm also zum Thema “Musik!”. Ein Programm, das ein Stendhal-Syndrom provoziert.
Ich werde gleich mal den Psychiater meines Vertrauens anrufen. Vielleicht hat er ja Zeit und kann am 11. Februar eine Gruppentherapie anschließen. Wobei… Das wäre dann ja noch ein Programpunkt. Mh.
PS: Ist es nicht seltsam, dass ich ohne eine wie auch immer geartete Verbindung zu Stendal gleich drei Stendalaner zu meinen Bekannten zähle? Drei Schöngeiste übrigens…


22. Juli 2009 um 08:36
Na, hat die Gruppentherapie bei den Psychiater geholfen…? Ehrlich gesagt finde die Idee schon sehr gut, das erinnert mich daran, dass ich auch mal dahin gehen soll.