Fast food für die Ohren

Das gibt es nicht oft, ein Italiener, bei dem es echt italienisch aus den Boxen kommt, also nicht Italo-Pop á la Ricchi e Poveri sondern echt gesprochener Text. Obwohl die italienische Herkunft der Gaststättenbetreiber in Schwerin eher unwahrscheinlich ist hat das ziemlichen Stil. Da verzeiht man mehrere englischsprachige, US-amerikanische oldie-pop-Weihnachtslieder (am 28. Dezember!) bevor man denkt, da gäbe es im Internet doch bessere italienische Radiosender zu beziehen, die man im hohen Norden auch in Gaststätten spielen darf. Die Sprache verschlägt es mir dann, als ein Jingle kommt und den Sender beim Namen nennt: Radio Mc Donalds (la mio gusto). Hm, bin ich im falschen Lokal? Gibt Mc Donalds jetzt auch Franchise an Tarnunternehmer? In einem Ristorante, einem Platz, wo man verweilt und genüßlich speist, sich von einem Hauch des dolce vita umgeben möchte, läuft eine Dauerwerbesendung für fast food. Nein, nein, liebe Gastronomen, dann lieber Ricci e Poveri oder Opernarien (die Gaststätte ist schließlich nach dem venezianischen Opernhaus benannt) oder hach, wie heißt er gleich, dieser tolle Sänger, bei dem alle Frauen so schwach werden, ich komme gleich drauf, ja, doch, selbst den lieber!

Sie merken, liebe Leserinnen und Leser, der Advent ist vorbei, der Januar naht und mit ihm unser Januarthema: Wurst & Durst, kommen Sie gut hinein ins neue Jahr und besuchen Sie uns am 14.1. 2007 im Speicher, es wird lecker!


 
 
 

Ein Kommentar zu “Fast food für die Ohren”

  1. ivalo
    29. Dezember 2006 um 17:59

    … hm, bin nicht sooo firm mit italienisch, aber zumindest sollte der Artikel bei gusto il sein, also eher il mio gusto, klingt aber nicht so gut, hm.

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