Soundlounge Studio: Take IV
Zweiter und letzter Tag für Frau jules. Ein schneller Kaffee im Schützen, dann sitzen wir wieder am Mischpult. Während der Aufnahmen piekst Thomas Fink, wie schon an den Tagen zuvor, immer wieder Staubkörner vom grauen Metall – Staubkörner, deren tatsächliche Existenz bezweifelt werden darf. Die mächtige Konsole ist sauberer als der OP-Raum einer teuren Privatklinik. Heute – bei der vierten gemeinsamen Sitzung – piekse ich mit.
Eigentlich ist keine Zeit. Wir haben für drei Texte nur knapp 90 Minuten. Hektik kommt dennoch nicht auf. Akribisch wird korrigiert, geschnitten, wieder korrigiert, wieder geschnitten. Beim letzten Text beschließen wir noch ganz kurzfristig, dass Frau jules und ich uns die Passagen teilen. Geht gut.
Am Ende sitzen wir mit Finch, dem Bassisten von Stotco, oben am Ofen und reden über Sinn und Zweck von Mastering, über Zwischenmenschliches in Bands und die Chancen, aus dieser kleinen Stadt heraus berühmt und reich zu werden. Als Schreiberling kann ich nicht wirklich mitreden.
Sollte ich jemals Bock darauf haben, etwas zu besetzen, also richtig zu besetzen, mit “Anarchie! Anarchie!- Rufen” und einer Sitzblockade, dann wird es dieses Studio sein. Am 29. Dezember müssen Frau sophie, Frau nadine und Herr jati ran.


25. Dezember 2006 um 17:36
unglaublich, meine damen und herren! unglaublich… allmählich – ganz allmählich – begann ich mich zu fühlen wie ein rockstar, der ähem…texte schreibt!
und es war ein großartiges gefühl, meine damen und herren! großartig!
26. Dezember 2006 um 16:34
…höre ich da Entzugserscheinungen?
3. Januar 2007 um 20:38
[...] Soundlounge IV [...]