Soundlounge Studio: Take III
Heute ist Frau jules Tag. Um 13 Uhr durchqueren wir den Hausflur, aus der Regie dringt mächtig laute Mucke, Gitarren wie Bretter… Ein freundlich dreinblickender Herr sieht zufrieden aus und zieht mit einer frisch gebrannten CD von dannen.
Wir sind unter Zeitdruck. Der Kaffee fällt aus, Familie Neumann wird postiert, Frau jules kriegt was auf die Ohren und los gehts. Ihr geht es wie uns an den Tagen zuvor, auch ihr war die Nervosität angesichts der besonderen Umstände anzuhören. Aber die Arbeitsweise macht einfach locker: Testsprechen zum Pegeln, einmal ohne Faxen durch den Text, gemeinsames Anhören und Manöverkritik in der Regie, zweiter Versuch – wieder in die Regie. Dritter Versuch – jetzt werden Stellen, die nicht so flüssig gelaufen sind, gleich wiederholt, also direkt in die Aufnahme geschnitten. Dafür bekommt der Sprechende sich selbst zwei, drei Sekunden vor der entscheidenden Stelle auf die Kopfhörer, einen Hauch bevor es soweit ist drückt Thomas Fink zwei Knöpfe und ab.
Nach einer Stunde vierzig Minuten sind drei Texte im Kasten. Morgen gehts weiter – noch ein Stündchen, dann ist Bergfest.


23. Dezember 2006 um 14:16
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