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Bevor am Sonntag im Speicher wieder die seltsamen Machenschaften des Schmalz-und-Marmelade-Lesekollektivs in aller Pracht zu Tage treten, gehen Frau sophie, Herr ivalo und Herr thom* bereits am Samstag mit einem Potpourri aus Texten vergangener Lesesonntage bei “Eine Straße liest…” auf die Bühne. Los gehts um 14.30 Uhr im Antik&Trödel-Ableger in der Puschkinstraße. (Schweriner werden sich erinnern – es war mal die SpoWa und Anfang der 90er gabs da Hosen zu kaufen)
Ich merke grad – ich nehme den Mund etwas voll: Haben mir die Organisatoren von “Eine Straße liest…” doch gesagt, dass der Trödel-Chef irgendwie noch ein wenig gnietsch wäre und skeptisch und wir ihn doch mit einem kleinen Besuch vorab für uns gewinnen sollten… Kann also noch sein, dass wir gar nicht reindürfen. Aber dann, liebes Publikum, lesen wir einfach auf dem Bertha-Klingberg-Platz unter der Buga-Linde.
(Darüber, dass wir mit exzellenten Texten für lau auftreten und uns zudem unseren Auftrittsort erst noch warm quatschen müssen, denke ich lieber nicht nach. Aber wenn, dann hab ich auch eine Erklärung: Wir sind ja schließlich nicht die Prominenten, nicht die prallen Bürger sondern nur die NoNames.)
Harry sitzt auf meinem Bauchansatz und schnarcht. Ich sach, Harry, Auftritt… Den kenn ich, sacht Harry verschlafen, der is von Schmalz und Marmelade, und die da, die auch. Ich sach, Harry, is ja keine Kunst nich und Harry tobt.
Hätt er mich ausreden lassen, hätte er gehört, is ja keine Kunst nich, steht ja Schmalz und Marmelade auf den T-Shirts drauf.
Die anderen kenn ich nicht, sacht Harry.
Wir machen zusammen son paar Texte von Dir, Harry. Den mit den Schwänen und den mit den Ratten und das Glück, das eine leichte Dirne ist und auch das Frollein am Meere…
Is ja nich viel, sacht Harry, is doch viel, sach ich, denn da hatten ja noch viele andere viele andere Sachen im Köcher, die haben die gesacht, als Du geschnarcht hast.
Mh. Sacht Harry.
Denn machen wir da auffe Bühne den mit den Schwänen und den mit den Ratten und das Glück, das eine leichte Dirne ist und auch das Frollein am Meere und die Leute lachen und da is Harry versöhnt.
Ham wir ja auch ein paar Tage reingesteckt mit der TAGGS-Chefin, ham wir da ein paar Tage reingesteckt in die fünf Minuten, sach ich zu Harry, aber nachdem der bei den Tanzdamen von Lysistraté noch mächtig gesabbert hat, vor Inspiration, schnarcht er nu schon wieder. Ich lass ihn.
Was macht ein Autor, wenn er vor einem weißen Blatt sitzt und ihm so gar nichts einfallen mag? Er schaut, was die anderen so machen.
Die Kolumne Flaschenpost in der heutigen Ausgabe des Wochenend Magazins, der Wochenendbeilage der SVZ handelt über berühmte erste Sätze. Nicht irgendwelche ersten Sätze werden aufgezählt, es darf schon Weltliteratur sein. Zum Beispiel der erste Satz des im September bei Schmalz & Marmelade ja szenisch dargebotenen Romans Moby Dick: “Nennt mich Ismael.” fängt dieser an. Es folgen Die Verwandlung, Jahrestage, Die Edda, Der Hobbit und ach, zu meiner großen Überraschung ein Werk, dass mir vertraut ist, ich aber noch nicht zur Weltliteratur zähle. Olaf, Du Ochse. Da freue ich mich natürlich für den Autor Roland Regge-Schulz, der mit seinem Buch Ossi und Wessi bei der Schmalz & Marmelade-Lesung im Oktober unser Gast war.
Ach so: “Wo die Natur noch natürlich ist.” fängt es an.
Zur Vorbereitung der nächsten Leserunde trifft sich das Schmalz & Marmelade-Kollektiv gern und plaudert dabei über dieses und jenes.
In dieser Woche haben wir uns unser Beisammensein mit einem Blindversuch, genauer sogar einem Doppelblindversuch über den Geschmack und den Vorzug zweier Sorten koffeinhaltiger Limonadengetränke versüßt. Im Test waren zwei Marken, die bekannte Marke eines US-amerikanischen Weltkonzerns, nennen wir sie CC und eine hierzulande nicht weniger bekannte ostdeutsche Marke, nennen wir sie VC. Das Ergebnis des Versuchs war ebenso eindeutig wie bemerkenswert.
100 % der 3 Testpersonen konnten die Marken bereits an der Farbe richtig zuordnen (es handelte sich dennoch um einen Blindversuch). Im Geschmackstest war die richtige Zuordnung sogar noch eindeutiger, gemessen an der Überzeugung der Testpersonen die Marken richtig erkannt zu haben.
66,67 % der Testpersonen bevorzugten die ostdeutsche Marke und lediglich 33,33 % entschieden sich für CC, die weltweit gesehen erfolgreichere Marke. Dabei war auffällig dass Liebhaber des Limonadengetränkes zu 100 % die Marke VC bevorzugten.