Ein Kessel Kunterbuntes

Kunterbunt - Fred Astaire

Das war die harte Realität eines Samstagabends: links, weit links – ein Tisch mit Gästen. Direkt vor mir, ein eigens unseretwegen gekommener Mensch. Rechts, ganz weit rechts wohlwollende Bekannte und die Leute von der Bar. Im zweiten Raum aber weitab meines Gesichtsfeldes – noch ein Tisch mit Gästen. Später – ein freundlicher Nachzügler, ein Wiederholungstäter. Alles in allem gewöhnungsbedürftig aber mit Lichtblicken, sag ich mal…

Flugs wurde das auf 90 Minuten und zwei Pausen geplante Programm auf 40 Minuten eingedampft – dafür gabs hinterher feine Plaudereien in angenehmer Runde und das Angebot, an exklusivem Ort aufzutreten. Dazu ein andermal mehr.

Was gabs zu sehen? Eine glänzend aufgelegte Frau nadine in Plauderlaune, eine gewohnt souveräne Frau jules, Herr ivalo mit einem anderthalb Stunden jungen Text vom Fußballschauen im Fleutendörper Krog und ein paar Gelegenheitslieder von mir. Die Themenauswahl – natürlich bezogen auf die vergangenen Veranstaltungen – besorgte das Publikum, indem es aus einem verdächtig nach einem Ikea-Papierkorb aussehenden “Kessel Kunterbuntes” entsprechende Gegenstände wählte. Das Lesekollektiv nutzte aber auch die Chance, jede Menge Zeug aus den Schubladen unterzubringen, Texte, die bisher keine Verwendung fanden.

Am Schluss sagte einer der freundlichen Gäste noch mit einem Augenzwinkern, “Kunst is nix wert – gewöhnt Euch lieber dran.” Daran musste ich denken, als der Herr ivalo von unserer Millionen-Gage die Getränkerechnung bezahlte. Naja… verhandeln üben wir lieber nochmal.


 
 
 

6 Kommentare zu “Ein Kessel Kunterbuntes”

  1. Frau nadine
    19. November 2006 um 13:32

    Herr thom*, vielen Dank für diese wunderbare Rückschau! Es war halt klein, aber fein dieses Mal…

  2. ivalo
    19. November 2006 um 14:58

    Danke ebenso! Ich halte es da mit Karl Valentin, der sagt, Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. Und die Arbeit wert war der Abend in jedem Fall und wieder ein schönes Stück Kunst, doch, doch!

  3. karen Obenauf
    19. November 2006 um 17:15

    es war ein amüsanter abend, schade, dass ihr das programm gekürzt habt…

    naja, vielleicht ist das im freischütz nicht der fall.

    liebe grüße

  4. thom*
    19. November 2006 um 20:50

    Im Freischütz gibts definitiv die ganze Packung Advent!

  5. karen
    24. November 2006 um 16:55

    und schmalz und marmelade? ;)

    ich freu mich, bis dahin, liebe grüße und eine tüte gesundheit in die runde

  6. thom*
    24. November 2006 um 20:48

    Natürlich! Schmalz und Marmelade und Lieder und Texte und das Lesekollektiv und Volker Mischok und den guten Milchcafé mit ganz viel Schaum.

    Hatschi!

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