Herr Ivalo war unser Fußballprofi

… zumindest theoretisch. Nachdem er sich neben Fußball-Fachmann auch als Hobby Gala-Reporter geoutet hat, las er folgendes:

1. : Lob der Kicker Stecktabelle

2. Seine fußballerische Biographie

3. Männer sind Schweine aber auch Kinder

2.: Seine fußballerische Biographie:

1974, Weltmeisterschaft, 5 Jahre alt (fast 6!) , geweint weil zur Halbzeit ins Bett geschickt

1978, Argentinienbilder gesammelt, Album komplett

1979 ich bekomme eine Rückennummer 8 geschenkt, so wie Beckenbauer sie immer trug

1982 erstmals Fußball live im Westfalenstadion (heute Signal-Iduna-Park, zwischenzeitlich mal FIFA-WM-Stadion Dortmund), BVB – 1. FC Köln 2:0, erste Kicker Bundesligastecktabelle

1983 kleine Pappschilder mit Männchen bemalt, aus Lego ein Tor gebaut mit beweglichem Torwart, eigene Ligasimulation erfunden

1984 Bundesbahn-Schülermonatsticket, wichtige Auswärtsspiele in Braunschweig, Frankfurt und Kaiserslautern besucht

1985 ein Sonntag: auf’s Fahrrad geschwungen, Union Solingen – Hannover 96, 2. Bundesliga, 70 km hin 70 km zurück, gemerkt, dass Fußball Sport ist

1986 aktive Mitgliedschaft als Stürmer in der Mannschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Unna-Massen, größter Erfolg: einen Elfmeter herausgeholt.
Karriere sehr schnell beendet

1986 fast gestorben: Dortmund war für 60 lange Sekunden abgestiegen – Jürgen Wegmann erzielt erst in der Nachspielzeit des zweiten Relegationsspiels das 3:1 gegen Fortuna Köln und erzwingt so ein drittes und entscheidendes Spiel, dort gewinnt Dortmund 8:0

1986 bei einem Berlinbesuch das Olympiastadion besichtigt, ungehindert den Rasen betreten, mit einer zusammengeknüllten Brötchentüte Kopfbälle auf die Ersatzbank geschossen

1987 während des Physik Leistungskurses die Taschenrechnerzufallsgenerator-Fußballweltmeisterschaft erfunden, Kamerun wurde mehrmals Weltmeister (ich entschuldige mich hiermit bei Herrn Krasowski, der ein wirklich guter Physik-Lehrer war, ihn trifft keine Schuld!)
praktizierender Physiker bin ich nicht mehr, fußballbegeistert immer noch

1988 Karten fürs UEFA-Pokal-Endspiel Bayer Leverkusen – Espanol Barcelona bekommen, Hinspiel 3:0 für Barcelona, Leverkusen siegt im Elfmeterschießen, einziges Mal Sympathien für den Werksclub gehabt

1989 Pokalendspiel in Berlin: BVB – Werder Bremen, Dortmund wird erfolgreich, ich bleibe in Berlin, Norbert Dickel wird mein persönlicher Held

1993 die Reize des Amateurfußballs entdeckt, Tennis Borussia Berlin, wichtige Spiele im Mommsenstadion gegen Stahl Eisenhüttenstadt oder Motor Eberswalde gesehen, zwischen 50 und 500 Zuschauer, das hat man davon, wenn man sich weigert, zu Hertha BSC Berlin zu halten

1995 meine Saison mit Ajax Amsterdam, Ajax – Feyenoord im Amsterdamer Olympiastadion gesehen, Olympia war dort 1928, das Stadion ist inzwischen abgerissen

1995 Borussia Dortmund wird Deutscher Meister, gesehen auf dem Dortmunder Friedensplatz, Rückfahrt durch Gelsenkirchen, Schmunzeln über wütende Schalke-Fans

1997 Dortmund wird Championsleague-Sieger, einstündige Odysee durch Berlins überfüllte Sportkneipen um endlich irgendwo noch die 2. Halbzeit sehen zu können

1999 Fußballmanager als Computerspiel, grandiose Siege mit dem FC. St Pauli und VfB Lübeck eingefahren

2001 es Schalke von Herzen gegönnt, wenn sie Meister geworden wären

2001 Dortmund Fans, die sich über ein Tor von Bayern gegen Schalke gefreut haben, gefragt, ob sie die Nr. 1 im Revier oder die Nr. 1 in Deutschland seien wollen, Bier ins Gesicht bekommen – keine Antwort ist manchmal auch eine Antwort

2004 Umzug in eine fußballunterversorgte Stadt, Überlegungen mir mal Verbandsligafußball anzusehen, wähle stattdessen Fußballbundesligakonferenz abwechselnd im Fleutendorper Krug und dem liveticker auf www.kicker.de

2006 Deutschland wird so was von fast Weltmeister, puh!

2011 als Manager den VfB Lübeck ins Championsleague-Finale gegen Real Madrid geführt, dort verloren, hab das Spiel dann deinstalliert.

3.: Über die Tatsache, dass Männer neben Schweinen auch Kinder sind:

Männer sind Schweine, Männer kümmern sich nicht um Pinkelflecken unter der Klobrille, selbst nicht die neue Generation der Sitzpinkler, Männern ist es gleichgültig, wenn ein Balsamikoessigfleck das T-Shirt verziert, wenn in der Kaffetasse zum Nachmittagskuchen noch ein Rand vom Frühstückskaffe ist, jedenfalls den meisten. Männer wechseln statistisch gesehen alle 2,3 Tage ihre Unterwäsche, das ist seltener als manch einer sein Auto wäscht. Männer wechseln alle 3,2 Wochen ihre Bettwäsche, das ist seltener, als sie durchschnittlich ihre Festplatte bereinigen.

Männer sind Kinder, wahre Spielkinder, Männer lieben kugelige Gegenstände zum Spielen, mit Füssen zu treten und einander wegzuspitzeln, kleine Dinge in der Hand zu halten, damit zu spielen, und zwischen den Fingern zu fingern.

Männer sind aber vor allem psychologisch gesehen sehr einfach gestrickt, das heißt ihre Eigenschaften lassen sich kombinieren! Die Nachteile des einen Charakterzuges lassen sich geschickt durch die Vorteile eines anderen kompensieren.

Was hat das mit Fußball zu tun?

Ein Pinkelbeckenhersteller hat herausgefunden, dass Männer besser ins Pinkelbecken treffen, wenn sie ein kleines Tor aus Plastik reinstellen, an dessen Latte ein Miniplastikball an einem Faden hängt, der immerzu ins Tor und wieder rauspendelt, wenn ihn der Strahl nur unter dem richtigen Winkel trifft.

Auf so was fallen Männer rein!

Herr Ivalo freut sich nach 4 Wochen Fußball-total nun ganz besonders auf den 11. August, an dem die geliebte Bundesliga wieder beginnt!

Und natürlich auf den 10. September, wo es wieder heißt: Schmalz & Marmelade!


 
 
 

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